In der Reihe „Wissen, was läuft – Vortragsreihe zu aktuellen Diskriminierungsformen“ lädt die Integrationsagentur ZIVA – Zusammen für Integration und Vielfalt, gegen Antisemitismus am 17. März um 18:30 Uhr zu einer Veranstaltung ein unter dem Motto „Vom Schlafen und Sehen“. In der Ankündigung heißt es: »Der Vortrag setzt sich mit Verschwörungsmythen, ihren Konsequenzen und den Strategien derer, die sie verbreiten, auseinander. Dass Verschwörungserzählungen mehr sind als nur witzige Geschichten von Aluhut-Träger*innen, ist vermutlich vielen seit der Corona-Pandemie bewusst. Vielmehr haben sie das Potential sowohl antisemitisches, antifeministisches und rassistisches Gedankengut auf eingängige Weise zu transportieren.
Die Gewerkschaft ver.di, Fachbereich „Besondere Dienste“ fordert seit Monaten vergeblich einen Tarifvertrag für die Beschäftigten der TSP, einer Tochtergesellschaft der ehemals landeseigenen, 2007 aber von der Regierung Rüttgers privatisierten und inzwischen börsennotierten Wohnungsgesellschaft LEG, die auch in Bochum ca. 1.300 Wohnungen vermietet. Die TSP ist der Handwerksbetrieb der LEG (Hausmeisterdienste) und anders als die Muttergesellschaft bisher nicht tarifgebunden. Statt zu verhandeln, versuchte die LEG gerichtlich durchzusetzen, dass ver.di gar nicht die zuständige Gewerkschaft ist, verlor aber. Jetzt empört sich ver.di über die satt sprudelnden Gewinne, an denen die Beschäftigten offenbar nicht teilhaben sollen.
Der Koordinator der Erzeugerkooperative „Messinis Gäa“, Vassilis Bournas, der in diesem Jahr coronabedingt erstmalig nicht dabei sein kann, schickt seine Grüße aus Griechenland und sagt:
„Olivenöl ist ein schöner Anlass, neue Freunde zu finden. Und gute Freunde erweisen sich in schwierigen Zeiten.“ Dies gilt umso mehr in der Pandemie!
Die Bochumer Initiative Öl-Connection Ruhr wird nun schon im fünften Jahr das fair, solidarisch und nachhaltig produzierte Olivenöl ‚Mazi‘ aus dem Peloponnes nach Bochum bringen. Ihre Mitbestellaktion, an der sich im letzten Jahr über 1.000 Bochumerinnen beteiligt haben, ist am 1. März gestartet. Bis zum 3. April kann man noch mitbestellen.
Vor 35 Jahren, am 12. März 1986, besetzte die Polizei das Heusnerviertel in Bochum für mehrere Tage. In dieser Zeit wurden mehrere Häuser und die besetzte Pestalozzischule abgerissen. Heiko Koch hat eine Dokumentation der Ereignisse veröffentlicht. Das Vorwort fasst die Ereignisse zusammen: »Das Heusnerviertel war ein Teilbereich des Stadtteils Bochum-Weitmar und fiel in den 80er Jahren einer Schnellstraße, der Westtangente, zum Opfer. Bevor aber die Stadt Bochum ihr Bauvorhaben brachial durchsetzte, kam es hier zu einer der größten Ansammlung von Hausbesetzungen der 80er Jahre in der alten Bundesrepublik. Sukzessive waren seit 1981 in diesen zum Abbruch vorgesehenen Straßenzügen bis zu 20 Häuser zum Teil oder ganz besetzt worden.
Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten demonstrieren am Samstag deutschlandweit gegen die Kohlepolitik der CDU. Auch in Bochum ist eine Aktion geplant. In einer Pressemitteilung heißt es: »Anlass ist die bevorstehende Entscheidung zum weiteren Braunkohleabbau in NRW. Trotz des Kohleausstiegs plant CDU- und NRW-Chef Armin Laschet, den klimaschädlichen Kohleabbau im Rheinischen Revier auszuweiten. Dies würde die Pariser Klimaziele für Deutschland unerreichbar machen. Laschet hält zudem an der Umsiedlung von Dörfern und damit Zerstörung von Kirchen fest. Die Klimaaktivist:innen demonstrieren u.a. vor dem Aachener Dom, Kölner Dom, Münchner- und Dresdner Frauenkirche, Ulmer Münster, Hamburger Michel und 40 weiteren Kirchen.« In Bochum wird die Protestaktion von 11 – 12 Uhr gegenüber der Lutherkirche, Klinikstraße 10 stattfinden.
Die Naturfreunde Langendreer berichten: »Das erste Corona-Jahr 2020 liegt hinter uns. Das erschwerte auch die Arbeit der NaturFreunde Bochum-Langendreer. Doch trotz der veränderten Bedingungen konnten durch das NaturFreunde-Projekt NaturAktiv viele Ideen realisiert werden. Für das neue Jahr sind – Corona zum Trotz – wieder viele neue Projekte in der Ideenpipeline und warten auf ihre Umsetzung. Das neueste „NaturAktiv-Kind“ heißt Aktiv in der Natur und wird am 15. März auf der Webseite der NaturFreunde-Langendreer zu finden sein. Dahinter steckt die Idee, gemeinsam mit Interessierten aus Langendreer eine Online-Karte zu entwickeln, die zeigen soll, wo Naturfreunde in Langendreer und Umgebung, gerade jetzt zur Corona-Zeit in der Natur aktiv sein können.
Ziele, Begrifflichkeiten und wieso sie auch in linken Räumen relevant ist
Im Rahmen der feministischen Aktionswochen Bochum unter dem Motto „Under feminist construction“ bietet das Antisexistisches Aktionsbündnis Ruhr den genannten workshop an.
15.03.2021 // 18 Uhr // Zoom
Dass (antisexistische) Awareness-Arbeit auch in linken und alternativen Räumen, Strukturen, Veranstaltungen und Gruppen immer noch ein Thema ist, welchem wir uns widmen müssen, ist leider keine Neuigkeit. In unserem Workshop zu antisexistischer Awareness-Arbeit soll es deshalb vor Allem um praktische Handlungsoptionen, Tipps und Erfahrungswerte gehen. Angefangen bei einem Videobeispiel mit anschließender Gruppenarbeit wollen wir zeigen, in welchen Situationen antisexistische Awareness und eine damit einhergehende Haltung gefragt ist und Handlungsbedarf ausgemacht werden muss.
Do / 18.03. / 20.00 / Online-Vortrag und Diskussion (online)
… mit Charlotte Wiedemann;
Was bedeutet Deutsch-Sein, was Europäer-Sein in einer Zeit, da die Weltordnung immer weniger vom Westen und von einer weißen Minderheit bestimmt wird? Die Herausforderungen der Einwanderungsgesellschaft und die weltweiten Veränderungen haben ein gemeinsames Gesicht: Europa muss einen Statusverlust verkraften. Das Ende weißer Dominanz bedeutet: Der Westen kann anderen seine Definitionen von Fortschritt, Entwicklung oder Feminismus nicht länger aufdrängen. Dem Leben in Pluralität muss ein Denken in Pluralität folgen. Von den Ängsten, die in dieser Umbruchphase entstehen, profitieren die Rechten. Doch uns zu verändern, wird befreiend sein. Wir stehen an einer Zeitenwende. Dieses Buch ermuntert dazu, uns in der Welt neu zu verorten. mehr…
Mittwoch 10.03.21, 21:58 Uhr
Vortrag & Diskussion mit Jenny Künkel und Ruby & Velvet von Whoroscope
Im Rahmen der feministischen Aktionswochen lädt die Initiative Frauenkampftag Bochum am Freitag, den 12. März um 19 Uhr zu einer Online-Veranstaltung mit Jenny Künkel und Ruby & Velvet von Whoroscope ein zum Thema „Intersektionalität in der Sexarbeitsbewegung“: »Die Forscherin Jenny Künkel, sowie Velvet & Ruby vom Whoroscope Podcast haben Interviews mit Sexarbeitenden u.a. des Black Sex Worker Collectives und Trans*Sexworks geführt. Am 12.03. präsentieren sie Auszüge dieser Interviews. Eine intersektionale, feministische Praxis im Sexarbeitsdiskurs beginnt dort, wo wir zuhören.« Den Zoom-Link gibt es 30 Minuten vor Beginn der Veranstaltung hier zu finden.
Der Ruhrecho Verlag erinnert an den 11. März 1933, dem Tag der faktischen Machtergreifung der Nazis in Bochum: »Nach der Machtübertragung an Hitler standen die Städte und Gemeinden im Fokus der Nazis. Im Februar 1933 hatten die Nazis die Städte mit einem Netz von Wachlokalen in Schulen, Gaststätten und stillgelegten Fabrik- und Zechenhallen überzogen. Hier wurden Kommunisten, SPD-Mitglieder und Gewerkschafter regelrecht zusammengetrieben, verprügelt, manche bis zum Tod gefoltert. Zu den Wahlen (Reichstag, Preußen und Städte und Gemeinden in Preußen) war der Wahlkampf von SPD und Zentrum stark eingeschränkt, für die KPD unmöglich. Viele Linke waren ins Saarland oder Ausland ins geflüchtet.
Beate von Miquel und David Gehne von der RUB haben die Daten von NRW-Kommunalwahlen der vergangenen Jahrzehnte ausgewertet. Hierbei kommen sie zu folgendem Ergebnis : „Von den späten 1980er-Jahren bis heute ist der Anteil der Frauen in der Kommunalpolitik zwar deutlich gestiegen, von etwas mehr als zehn auf knapp 35 Prozent, doch der stärkste Anstieg fand nur bis 2004 statt. Die Zusammensetzung der Räte der kreisfreien Städte und der Kreistage nach den Kommunalwahlen 2020 in NRW zeigt, dass die Entwicklung zur Parität bei Parteien ohne Quoten stagniert. Zu diesem Ergebnis kommen die Historikerin Dr. Beate von Miquel vom Marie Jahoda Center for International Gender Studies der RUB und der Bochumer Politologe Dr. David H. Gehne vom Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung in einer aktuellen Erhebung.
Gestern haben verschiedene feministische Gruppen und Initiativen unter dem Motto „Under feminist Construction“ anlässlich des Frauen*kampftages zur dezentralen Demonstration quer durch die Bochumer Innenstadt aufgerufen.
Bewaffnet mit Schildern, einer Demo-Playlist und lauten Stimmen zogen einige hundert Demonstrant*innen vorbei an den, von den Veranstalter*innen errichteten, „feministischen Baustellen“ durch die Bochumer Innenstadt. Die Redaktion von Bo-alternativ war dabei und hat einen Bericht über alle Stationen des feministischen Kampftages mitgebracht.
Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und die Stadt Bochum haben zu dem Wettbewerb „Deutschlands beliebteste Pflege-Profis“ aufgerufen. Die beliebtesten Pflegekräfte sollen per Online-Abstimmung herausgefunden und dann mit 2000 € belohnt werden. In der Pressemitteilung der LINKEN heißt es: «Zuerst glaubten die Mitglieder der Bochumer Linksfraktion an einen schlechten Scherz. … Angesichts der Arbeitsbelastungen in der Corona-Krise bezeichnet die Linksfraktion den Aufruf der Stadt als „zynisch“. Sie fordert faire Löhne für alle Pflegekräfte sowie eine bessere kommunale Pflegeplanung.
Die AWO kündigt einen digitalen Themenabend im Rahmen der „Woche gegen den Rassismus mit dem Autor Werner Schmitz an: »“Plötzlich waren alle weg.“ So betitelt Werner Schmitz seine Recherchen über das ehemalige, sogenannte „Zigeunerlager“, das von 1938 bis 1943 in Eppendorf stand. 751 Eppendorfer unterschrieben damals einen Protestbrief gegen die Errichtung – nicht, weil sie gegen das Lager an sich waren, sondern weil sie etwas gegen ein Lager vor ihrer Haustür hatten. Dass am Ende alle Bewohner*innen in Konzentrationslager deportiert und bis auf wenige Ausnahmen ermordet wurden, interessierte die Nachbarschaft hingegen weniger. Sie waren halt „plötzlich weg“.
Im Rahmen der feministischen Aktionswochen lädt der Feministische Lesekreis Bochum am Donnerstag, den 11. März um 19 Uhr zu einer gemeinsamen Online-Diskussion ein über: „Die Elenden – Warum unsere Gesellschaft Arbeitslose verachtet und sie dennoch braucht“ von Anna Mayr: »Die Autorin skizziert in ihrem Buch, warum unsere Gesellschaft Arbeitslosigkeit und Armut braucht und wie wir sie aber vielleicht dennoch überwinden können. Gemeinsam lesen wir Textausschnitte und diskutieren über Armut und Arbeitslosigkeit. Vorherige Lektüre des Buches ist kein Muss.
Der Rundgang zeigt „wie die Einfamilienhaussiedlung konservative Familienmuster reproduziert und was dagegen zu tun ist“ Sonntag 14.03.2021, 15.00 Uhr. – „Wir wollen uns gemeinsam anschauen, wie die Festungsmauern der heteronormativen Kleinfamilie in Bochum aussehen. Nicht erst seit Anton Hofreiter ist bekannt, dass sich an diesem Siedlungsmodell dringend etwas ändern muss. Sie ist ökologisch nicht sinnvoll, nicht gemeinschaftsstiftend und kein Modell, um eine emanzipatorische Gesellschaft zu formen.
Die Radwende Bochum wird den Klimastreiktag am 19.3. mit eigener Aktion unterstützen und erklärt: »Am 19.03. rufen Fridays for Future und andere Gruppen erstmals in diesem Jahr zum Klimastreik unter dem Motto #NoMoreEmptyPromises auf. Die Radwende beteiligt sich an dem Aktionstag mit einer Fahrraddemo für eine echte Verkehrswende in Bochum.
Das Frauenkampftagsbündnis ruft zur dezentralen Demonstration am 8. März auf. Zwischen dem Startpunkt Bochum Hbf und dem Endpunkt Schauspielhaus kann die Route selbstständig abgegangen werden! Auf der Webseite des Bündnisses heißt es: »Aufgrund der Corona-Pandemie haben wir uns dazu entschieden, keine Demo wie in den Jahren zum Frauenkampftag zu veranstalten. Stattdessen möchten wir die Demo dezentralisieren: Wir stellen euch die Route zur Verfügung und ihr habt die Möglichkeit die Strecke zwischen 14 und 19 Uhr allein oder in Corona-konformen Kleingruppen zurückzulegen.
„In Bochum und überall: Her mit dem ganzen Leben!“ Unter diesem Titel haben die Bochumer Linken Forderungen zum Internationalen Frauenkampftag veröffentlicht. Sie fordern: »Besseren gesundheitlichen Schutz und soziale Absicherung für Frauen in unsicheren Arbeitsverhältnissen, mehr Pandemie-kompatible Unterstützung durch die Stadt bei Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen – das sind nur zwei der insgesamt 15 Forderungen, die die Bochumer Linke in ihrem Papier vorträgt. In der Corona-Krise habe sich die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern verschärft, argumentiert die Partei – aber die Regierenden auf Bundes- und Landesebene sowie auch vor Ort in Bochum unternehmen viel zu wenig, um dem entgegenzutreten.«
Die feministischen Aktionswochen rund um den Frauen*kampftag am 08. März finden ihren Auftakt heute in einer dezentralen Schaufensterausstellung. Ausstellungszeitraum ist vom 07. März – 04. April 2021. Das diesjährige Motto der Aktionswochen „Under feminist Construction“ legt den Fokus auf die Thematik „Feminismus und Arbeit“. Die Ausstellung begleitet und rahmt die Aktionswochen mit verschiedenen feministischen Perspektiven auf das Thema. An über 10 Orten werden die knapp 60 Werke von 55 Künstler*innen und Kollektiven für die Bochumer Öffentlichkeit ausgestellt. Eine digitale Vernissage kann am 07. März um 16:00 Uhr auf dem Instagramkanal vom@atelierautomatique besucht werden. Mit einem kleinen Gespräch über das Projekt und einem Zusammenschnitt der Ausstellungsorte soll ein digitaler Einstieg stattfinden. mehr…
Theorie und Praxis von rassismuskritischer Bildungsarbeit stehen im Fokus eines neuen Buches, das Karim Fereidooni von der Ruhr-Uni und Stefan Hößl vom NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, herausgegeben haben. „Rassistisches Wissen ist keineswegs auf die extreme Rechte beschränkt, sondern wurde über Jahrhunderte (re-)produziert und tradiert“, so die Herausgeber. „Rassismus ist ein Bestandteil des kollektiven Wissens in der bundesrepublikanischen Gesellschaft.“ Zu dem Sammelband haben sowohl Wissenschaftler*innen als auch Praktiker*innen aus der Bildungsarbeit beigetragen.
Kunstmuseum Bochum, A Darker Shade of Black, kurzer Rundgang
Die aktuelle Coronaschutzverordnung erlaubt es Museen, wieder für das Publikum zu öffnen – allerdings nur mit Voranmeldung und mit der Bereitschaft zur Kontaktnachverfolgung. Das Kunstmuseum Bochum, das bislang über kein Online-Ticketsystem verfügt, hat sich offensichtlich daran erinnert, das es organisatorisch als Amt in der Stadtverwaltung eingeordnet ist. Interessierte an einem Museumsbesuch können jetzt mit einem Portal einem Termin buchen, das auf dem System basiert, das für die Terminvergabe in den anderen Ämtern im Rathaus sorgt. Frank Schorneck, Verwaltungsleiter des Kunstmuseums Bochum räumt ein, dass das Portal „nicht unbedingt den ästhetischen Maßstäben entspricht, die üblicherweise an ein Kunstmuseum angesetzt werden.“ Das Museum öffnet am Dienstag, den 9. März.
Ab der kommenden Woche dürfen Buchläden bundesweit wieder öffnen. Auch der gemeinnützige Buchladen von bodo in der Königsallee 12 ist montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Während der Woche findet dort vormittags die bodo-Ausgabe an die Verkäufer*innen des Straßenmagazins statt. bodo freut sich außerdem weiterhin über Buchspenden: Diese können ebenfalls während der Öffnungszeiten am Buchladen abgegeben werden. Weil dort nur wenig Lagerfläche zur Verfügung steht, bittet das Team bei größeren Mengen an Büchern um einen Anruf vorab: 0234 – 680 772. Alle aktuellen Informationen sind auf www.bodoev.de zu finden.
Am heutigen Freitag, den 05.02.2021, hat die Initiative „RadEntscheid Bochum“ bei der Stadt Bochum ein Bürgerbegehren für eine Verbesserung des Radverkehrs eingereicht. Mit dem Bürgerbegehren soll der Ausbau von Radwegen und fahrradfreundlicher Infrastruktur beschleunigt werden. Der Radentscheid soll konkrete Maßnahmen bewirken, die dazu beitragen, dass Bochum das selbst gesteckte Ziel erreicht, den Anteil des Radverkehrs bis 2030 auf 20 Prozent zu erhöhen. mehr…
Die Anarchistische Lebensmittelhilfe hat einen Monatsbericht über Februar veröffentlicht: »Wie im letzten Monat auch haben wir in Bochum und Dortmund Lebensmittel an Menschen auf der Straße verteilt. Die Liefermenge ist die Gleiche geblieben, wir hätten aber noch mehr verteilen können. An dieser Stelle ist es uns wichtig darauf aufmerksam zu machen, wie die finanzielle Situation des Projektes gerade aussieht. Unsere monatlichen Festeinahnen sind aktuell 10 Euro. Die letzten Monate haben wir unsere Lieferungen durch die Spenden aus dem Dezember 2020 und eine Förderung vom Cafe Libertad finanziert. Diese Geld ist aber bald ausgegeben. Wir wollen unsere aktuelle Liefermenge unbedingt halten und am besten noch ausweiten, deshalb bitten wir dringend um Spenden.« Zum vollständige Bericht.
Donnerstag 04.03.21, 19:05 Uhr
Frauen besonders stark von Folgen der Pandemie betroffen
Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März hat die Gewerkschaft IG BAU vor einem Rückschritt bei der Gleichberechtigung in Folge der Corona-Pandemie in Bochum gewarnt. Frauen kümmerten sich stärker um Haushalt und Kinder, haben niedrigere Einkommen und müssen häufiger um ihren Job fürchten. „Insbesondere Minijobs werden in der Krise zunehmend zur Karrierefalle“, kritisiert Bezirksvorsitzende Gabriele Henter. Nach Angaben der Arbeitsagentur sind aktuell 58 Prozent der insgesamt rund 32.000 geringfügig entlohnten Arbeitsverhältnisse in Bochum in Frauenhand. In der Gebäudereinigung liegt der Frauenanteil bei den 450-Euro-Stellen sogar bei 74 Prozent. mehr…
Die Linksfraktion hat auf ihrer Homepage einen Bericht von der Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales am 3. März veröffentlicht. Sie berichtet darin über Auseinandersetzungen wegen zu seltener Sitzungen trotz wichtiger Themen in der Corona-Krise, über Beratungen zu ihrem Antrag „Öffnung der Hotels für Wohnungslose“, Hinhaltetaktiken der SPD-Fraktion und mögliche Vereinfachungen zur Erstattung von Jobcenter-Fahrtkosten. Der Bericht im Wortlaut.
Ein Fahrradfahrer wird willkürlich von der Polizei festgesetzt.
Am Mittwochabend ab 18:00 Uhr trafen sich Querdenker, um ab 19:00 von der Polizei mit einem Autokorso durch die Städte Bochum und Herne geleitet zu werden. Ca. 25 Schwurblerfahrzeuge – davon 8 mit Bochumer und 2 mit Wattenscheider Kennzeichen – gingen an den Start. Sie wurden begleitet von geschätzt mindestens der drei- bis vierfachen Menge an Polizeifahrzeugen. Bereits wenige Meter nach dem Start kam es zu einem ersten Sit-In von Gegenaktiv:isten, als der Zug ungehindert an der neuen Synagoge vorbeifuhr.
Feministische Aktionswochen Bochum und Demo zum 8.März
Es ist wieder soweit – der Frauen*kampftag steht vor der Tür! Anlässlich des diesjährigen 8.3. rufen verschiedene feministische Gruppen und Initiativen in Bochum wieder zu den feministischen Aktionswochen auf.
Unter dem Motto „Under feminist Construction“ werden im nächsten Monat zahlreiche (Online-) Veranstaltungen stattfinden: von Vorträgen und Diskussionsrunden über Ausstellungen und Filmvorführungen bis hin zu Workshops ist einiges an Aktionen geplant. Wir werden über einige der Programmpunkte der Ini´s und Gruppen an dieser Stelle noch ausführlich berichten aber soviel sei schon mal verraten – die Aktionswochen werden Bochum zur feministischen Großbaustelle machen! mehr…
Die gestrigen Veranstaltung zum geplanten Versammlungsgesetz in NRW, die von einem breiten Bündnis Bochumer Initiativen getragen wurde, hat sich eines regen Interesses (von knapp 60 Leuten) erfreut. Nach einem interessanten Referat von Michèle Winkler, Referentin des Komitees für Grundrechte und Demokratie, über die Inhalte und die politischen Rahmenbedingungen des geplanten Gesetzes ging es in der Diskussion vor allem darum, was in Bochum zur Verhinderung des Gesetzes getan werden kann. Dazu wird es am nächsten Dienstag, 9. 3. 19,00 Uhr, ein weiteres Treffen geben. Dort soll überlegt werden, wie dem Protest gegen das Versammlungsgesetz bei der Klimademonstration am 19. 3. und beim Ostermarsch Gehör verschafft werden kann und wie die weitere Öffentlichkeitsarbeit aussehen soll. Anmeldungen bei bochum@attac.de.
Wer Interesse an der Präsentation von Michèle Winkler und am Video des Vortrags hat, kann sich ebenfalls unter dieser Adresse melden.
Der Kreisverband DIE LINKE Bochum verurteilt die neuerlichen Morddrohungen türkischer Faschisten gegen die LINKE-Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen. Die Nachricht „Der Tod wird dich finden JITEM“ wurde kurz vor der Nominierung von Sevim Dagdelen als Direktkandidatin im Wahlkreis 140 (Bochum I) für die Bundestagswahlen verschickt unter dem Decknamen und Bild eines berüchtigten türkischen Auftragsmörders. JITEM ist die Abkürzung des informellen Geheimdienstes der türkischen Militärpolizei, der für Folter und Verschleppung sowie die Ermordung Hunderter Oppositioneller in der Türkei verantwortlich gemacht wird.
In Bochum waren im Februar insgesamt 257.975 Fahrzeuge aller Klassen gemeldet. Das sind 1.082 mehr als im Januar und 6.721 mehr als im Februar 2020. Der PKW-Bestand stieg im letzten Monat um 915 auf insgesamt 207.555. Die Zahl der zugelassenen PKW stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4.727. Außerdem sind 7.369 E-Hybrid-Fahrzeuge in Bochum gemeldet, 922 mehr als im Vormonat und 5.457 mehr als im Februar 2020. Die Zahl der Elektrofahrzeuge erhöhte sich im Februar um 77 auf 1.912. Im Februar 2020 waren es 965.
Pressemitteilungen der Stadt vom 4.2.2020 und vom 2.2.2021
Darauf weisen der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften anlässlich des Weltfrauentags am 8. März hin. „Die Corona-Krise verschärft die Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern. Vor allem Frauen arbeiten in systemrelevanten und zugleich unterbezahlten Berufen. In der Krise sind besonders sie von Einkommenseinbußen betroffen, die sie durch Freistellung, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit erfahren. Sie übernehmen den überwiegenden Teil der Haus- und Familienarbeit und reduzieren dafür ihre Arbeitszeit“, sagt Bettina Gantenberg, Vorsitzende des DGB Bochum.
In der Krise haben vor allem Frauen zusätzliche Sorgearbeit übernommen:
Die Bochumer Agentur für Arbeit veröffentlichte heute ihre statistischen Daten für den Monat Februar mit dem folgender Bewertung: „Saisonaler Anstieg rückläufig; Entwicklung verläuft weiter saisonal. Arbeitslosigkeit im Februar erneut leicht gestiegen. Anstieg jedoch deutlich geringer als im Vormonat. Auswirkungen von Ausbildungsende im Januar und Lockdown bleiben überschaubar. Darüber hinaus: Erste Anzeichen einer leichten Frühjahrsbelebung.“
Wie immer klingt das alles recht optimistisch. Laut Arbeitsagentur gibt es aktuell 18.976 Arbeitslose. Tatsächlich ist das eine Täuschung der Öffentlichkeit. Wie viele Arbeitslose es gibt, weiß niemand, weil sich nicht alle Arbeitslosen bei der Agentur melden. In der Rubrik „Unterbeschäftigung“ führt die Agentur allerdings auf, wie viele Menschen, sich arbeitslos gemeldet haben. Das waren 24.323. Das bedeutet, dass 5.347 Arbeitslose aus der Statistik entfernt wurden, weil sie z. B. in Maßnahmen verschoben wurden, krank oder zu alt waren.
Die Radwende Bochum fordert Konsequenzen aus den Erfahrungen der Woche mit Schnee und Eis und teilt dazu mit: „Der ungewöhnliche Wintereinbruch Anfang Februar hat eine Woche lang das Radfahren in Bochum nahezu verunmöglicht, gut abzulesen an den Messstellen. Der Winterdienst für Radstreifen und Radwege hat nur auf Teilen der Universitätsstraße und auf dem Springorumweg zwischen Innenstadt und Franziskusstraße infolge eines städtischen Sonderauftrags funktioniert. Eine solche Situation sollte sich nicht wiederholen. Bochum braucht ein Konzept, wie das Radfahren auch bei winterlichen Wetterlagen funktioniert. Städte wie Kopenhagen oder Nijmegen zeigen, dass dies möglich ist. Bochum kann das auch.