Das Protestplenum an der Ruhr-Uni kritisiert den Umgang der Ruhr-Uni mit politischen Gruppen. Während die RUB politische Gruppen auf ihrem Jubiläumsfest nicht zulässt, dürfen sich dort reaktionäre Burschenschaften präsentieren. Das Protestplenum schreibt auf seiner Webseite: »Am 6. Juni feiert die RUB ihr 50-jähriges Bestehen mit der „Blaupause“. In deren Haus- und Streckenordnung werden politische Inhalte undifferenziert verboten. Dies reiht sich ein in die Versuche, politischen Initiativen wie etwa der „Schwarzen Ruhr Uni“ die Räume zu verweigern. Ganz im Sinne der Extremismustheorie gilt dieses „Politikverbot“ allerdings nicht für Studentenverbindungen, denen auf der Blaupause bereitwillig Tische zur Verfügung gestellt werden. Deren Spektrum reicht in Bochum von pseudo-elitären Saufbruderschaften bis hin zu deutschnationalen und zutiefst reaktionären Männerbünden. mehr…
Auf Einladung von ver.di stattete Thomas Eiskirch heute den Streikenden im Erziehungs- und Sozialdienst einen Besuch im Streikzelt ab. Hierzu erklärt die Geschäftsführerin des ver.di Bezirks Bochum-Herne Gudrun Müller: „Wir sehen es als einen ersten Erfolg unseres Streikes an, dass die SPD in Bochum nun unsere Forderung unterstützt. Der Bochumer SPD-Vorsitzende Thomas Eiskirch hat erklärt, dass auch die SPD-Ratsfraktion diese Position teilt. Wir erwarten jetzt, dass die SPD-Fraktion auch dem Verwaltungsvorstand der Stadt und insbesondere der zuständigen Personaldezernentin Birgitt Collisi dies als politischen Willen der Stadt Bochum auf den Weg gibt. Birgitt Collisi spielt schließlich in der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände eine wichtige Rolle. Jetzt sind aber vor allem auch die Bochumer Bundestagsabgeordneten gefordert. Der Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Axel Schäfer (SPD) und Frithjof Schmidt (Grüne) und die SPD-Bundestagsabgeordneten Michelle Müntefering (SPD) und Sevim Dagdelen (Linke) sollten nicht länger schweigen, sondern in dieser Auseinandersetzung Stellung beziehen. Sie sollen sagen, was ihnen die Erziehung der Kinder wert ist. Wie viel Geld stellt der Bund den Kommunen hierfür zur Verfügung? Die Streikenden wollen nicht nur ein Schulterklopfen, wie wichtig ihre Arbeit ist, sie wollen, dass diese Arbeit auch angemessen bezahlt wird.“
Am Freitag, den 22. Mai wird um 10.00 Uhr in der Nelson-Mandela-Schule der „Abraham-Pokal“ an die Hildegardis-Schule weitergegeben. Um junge Menschen zu ermutigen, gegen Rassismus und Intoleranz in der Gesellschaft aktiv zu werden, wird in Bochum seit dem Schuljahr 2006 / 2007 jährlich von Kinder- und Jugendring der „Abraham-Pokal“ an eine Schule verliehen. Das Besondere dabei ist, dass der Pokal nicht für Geleistetes verliehen wird, sondern Aufforderungscharakter hat. Die Schule, die den Pokal annimmt, verpflichtet sich, ein Jahr lang Projekte für eine multikulturelle Gesellschaft und gegen Rassismus, Fanatismus und Terrorismus durchzuführen. Der Jugendring erklärt diese Initiative folgendermaßen: »Der Pokal wird nach Abraham benannt, weil Abraham als Symbol für das Verbindende zwischen den drei großen Religionen steht. Abraham wird von den Christen, den Juden und den Muslimen als Vater des Glaubens anerkannt. mehr…
Die „Stolpersteine“ des Kölner Künstlers Gunter Demnig werden seit 2004 auch in Bochum verlegt. Sie finden sich überall im Stadtgebiet, und zwar genau dort, wo Menschen wohnten, die in der NS-Zeit verfolgt und ermordet wurden. „Stolpersteine“, das sind kleine Erinnerungszeichen, die zusammengenommen ein außergewöhnliches Denkmal bilden. Zu jedem „Stolperstein“ haben Paten eine Recherche durchgeführt. 178 Ergebnisse der in Bochum verlegten 194 „Stolpersteine“ sind bereits im Internetauftritt der Stadt Bochum und auf Smartphons mit einer App nachzulesen. Am Donnerstag, 21. 5. um 18 Uhr berichtet Jürgen Hoffmann, Mitglied im Bochumer Seniorenbeirat, in den Räumen des Bochumer Kulturrat (Lothringer Str. 36, Bochum-Gerthe) von den Ergebnissen seiner Recherchen zum Leben der Naziopfer. mehr…
Die Soziale Liste Bochum kritisiert das Vorgehen von FDP/UWG und Stadtgestalter in Sachen Senioreneinrichtungen der Stadt Bochum und schreibt: »Dass die Genannten für eine Privatisierung eintreten ist ja bekannt. Dass FDP/UWG und Stadtgestalter sich aber auf die konkrete Suche nach einem Investoren machen und eine umfangreiche und sehr konkrete sog. Interessenbekundung ihrem Privatisierungsantrag zur 9. Ratssitzung (7.5.2015) beifügten, ist mehr als ungewöhnlich. „Das ganze Verfahren hat für mich den Geruch von Lobbypolitik“, sagt Günter Gleising, Ratsmitglied der Sozialen Liste. mehr…
Am Mittwoch, den 20. 5., um 19.00 laden Bahnhof Langendreer , die Organisation „Adopt a Revolution“, Pro Asyl u.a. zu einer Filmveranstaltung mit Gespräch im Studio 108 ein. Der Film „Auf der Seite der Braut“ (Italien, 90 min., OmU) von Gabriele del Grande, Khaled Soliman Al Nassiry und Antonio Augugliaro ist die dokumentarische Begleitung eines „Aktes des zivilen Ungehorsams“ gegen den europäischen Umgang mit Asylsuchenden. Gegen alle Grenzen hinweg bahnen sich die Protagonisten, getarnt als Hochzeitsgesellschaft ihren Weg von Mailand über Marseille, Bochum und Kopenhagen nach Stockholm. Schweden ist das Ziel ihrer „Reise“, weil hier syrischen Geflüchteten ein uneingeschränktes Aufenthaltsrecht zugestanden wird und es eine große Community syrischer Flüchtlinge gibt. Der Film macht deutlich, wie Flüchtlingen und Asylsuchenden eine selbstbestimmte Wahl ihres Aufenthaltsortes systematisch verwehrt wird. Zum anschließenden Gespräch sind u.a. Tasnim Fared, die Darstellerin der Braut im Film und syrisch-palästinensische Aktivistin, sowie eine Vertreterin von Adopt a Revolution anwesend.
Die Bundestagsfraktion Der Linken veranstaltet am 12. Juni in Bochum eine hochkarätig besetzte Konferenz mit dem Titel „Armutsspirale im Ruhrgebiet stoppen“. In der Einladung heißt es: »Die soziale Lage an Rhein und Ruhr ist mittlerweile dramatisch und wird immer dramatischer. Die Armutsquote in der Region ist in den vergangenen fünf Jahren um 20 Prozent gestiegen. Inzwischen lebt in einigen Ruhrgebietsstädten jedes dritte Kind in Armut, der Paritätische Wohlfahrtsverband spricht von einem „armutspolitischen Erdrutsch“ in der Region. Hiobsbotschaften von geplanten Werkschließungen und Massenentlassungen im Ruhrgebiet nehmen kein Ende. So wurde etwa das Opel-Werk in Bochum geschlossen. Weitere Schließungen sowie Stellenabbau in anderen Industriebetrieben wurden bereits angekündigt. Doch die herrschende Politik von der Kommune übers Land bis zum Bund reagiert seit Jahren nicht auf die Verarmung des Ruhrgebiets. mehr…
Am 23. und 29. Mai zeigt die Theatergruppe „Wortun(d)Sinn und Weisen“ ihre neue Produktion mit dem Titel „Veilchenduft und Freiheitssonne“. Beginn ist jeweils um 20 Uhr im Theater 48, Alleestr. 48. Diesmal beschäftigt sich die Gruppe mit Texten von Heinrich Heine und kündigt in der Einladung an: Frisch, unbekümmert und wenig Respekt vor den literarischen und politischen Autoritäten, das ist Heinrich Heine mit seinen gefühlvollen und frech-frivolen Liebesgedichten und mit seinen furchtlosen, spöttischen, engagierten journalistischen und literarischen Texten, in denen er die Verwirklichung von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit für alle Menschen einfordert. Ein in Deutschland politisch verfolgter Dichter, der Paris als Exil wählt, sich dort zwar wohl fühlt, aber sich auch nach Deutschland zurück sehnt. mehr…
Die Streiks bei der Post werden heute den fünften Tag in Folge fortgesetzt. Mit Beginn der Frühschicht wollen wieder über 1.000 Beschäftigte Brief- und Paketzusteller die Arbeit in NRW niederlegen. Die Arbeitsniederlegungen sollen Dienstag fortgesetzt werden. „Hunderttausende Briefe und Pakete sowie die für den Konzern lukrativen Werbesendungen könnten nicht rechtzeitig zugestellt werden“, erklärte Uwe Speckenwirth, ver.di-Fachbereichsleiter Postdienste in NRW. Die Zahl liegen gebliebener Sendungen werde täglich größer. mehr…
2.000 Beschäftigte des nordrhein-westfälischen Einzelhandels treten heute mit Beginn der Frühschicht in einen eintägigen Warnstreik. Sie protestieren damit, gegen das Angebot der ArbeitgeberInnen, die in der ersten Verhandlungsrunde lediglich eine Entgelterhöhung von 1,5 Prozent angeboten hatten. In Bochum wird der real-Markt in Wattenscheid bestreikt. In weiteren Betrieben werden derzeit Urabstimmungen durchgeführt, bei denen die Gewerkschaftsmitglieder ihr Votum über einen Arbeitskampf abgeben. Als besonders interessant bezeichnet es Helmut Süllwold, Gewerkschaftssekretär und zuständig für den Handel in Bochum und Herne, dass zum ersten Mal die Leiharbeitsfirmen angeschrieben wurden, damit diese keine Arbeitnehmer als Streikbrecher einsetzen. Laut Süllwold, „dürfen die Menschenverleiher das nämlich nicht mehr“, weil die Gewerkschaften im DGB für die meisten Verleihbetriebe Tarifverträge abgeschlossen haben, die einen Streikbrechereinsatz verbieten. mehr…
Gaucho Dirk Schmidt vorne, Stefan Laurin und Jens Matheuszik sind nicht im Bilde
»“BOB-Wahl“. So heißt das Projekt einer Wählerbefragung zur Oberbürgermeister-Wahl in Bochum am 13. September 2015. Die Herausgeber der Blogs Pottblog.de, Ruhrbarone.de und Schmidts-Katze.info wollen dabei gemeinsam Bochumer Bürger zu politischen Themen und natürlich auch zum Wahlausgang befragen.« So kündigen die drei Blogs ein recht seltsam daher kommendes Vorhaben an. Herausgeber der Ruhrbarone ist Stefan Laurin, bekennender Unterstützer der OB-Kandidatur von Wolfgang Wendland. Herausgeber des Pottblogs ist Jens Matheuszik, Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit der Bochumer Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) in der SPD. Herausgeber von Schmidts-Katze ist der Bochumer CDU-Rechtsaußen Dirk Schmidt. Letzterer ist auch Domain-Inhaber der Webseite, auf der die Geschichte laufen soll. Zur Erinnerung: Dirk Schmidt, das war im letzten Sommer der Veranstalter des vielleicht kleinsten und peinlichsten nationalistischen Flashmobs der Welt. Ein anderes Mal verunglimpfte er die Proteste gegen das Wattenscheider Gänsereiten. In der Vergangenheit hat er sich auch für die rechtsradikalen Grauen Wölfe stark gemacht. Im Jahr 2007 war er außerdem zentrale Figur des Skandals um die Internetseite „Bochum gegen links“. Auf der Webseite hatten CDU-Mitglieder rechtsradikale Inhalte veröffentlicht und verlinkt und die Bochumer CDU-Geschäftsstelle als Kontaktadresse angegeben. Dirk Schmidt war auch damals Domaininhaber dieser Internetseite und damit rechtlich für sie verantwortlich. Auf der jüngsten Ratssitzung am 7. Mai fiel Dirk Schmidt damit auf, dass er sich inbrünstig darüber beschwerte, dass bei den Protesten gegen den NPD -Auftritt eine Woche zuvor „Nazis raus“ und ähnliche Sprüche mit Kreide (!) auf den Husemannplatz geschrieben worden waren. Mit einer Anfrage im Rat will er derzeit ernsthaft klären lassen, ob die Stadt die Grüne Jugend dafür belangen kann. mehr…
Die Linksfraktion im Rat der Stadt hat eine Anfrage zum Streik der Beschäftigten der Stadt im Bereich des Erziehungs- und Sozialdienstes gestellt und schreibt: »Die Stadt Bochum hat die Gehaltszahlungen an die streikenden Beschäftigten in den kommunalen Kindertageseinrichtungen für die Dauer des Streiks eingestellt. Trotzdem weigert sie sich, den Eltern die Kita-Beiträge für die Zeit, in denen sie keine Betreuung anbietet und keine Gehälter zahlt, zu erstatten. Mit anderen Worten: Die Stadt Bochum hat sich ein Geschäftsmodell einfallen lassen, wie sie auf Kosten der Bochumer Eltern am Kita-Streik Geld verdienen kann – keine Gehälter zahlen und trotzdem kassieren. Die Linksfraktion setzt sich dafür ein, dass die Stadt Bochum den Eltern die Elternbeiträge für die gesamte Streik-Zeit erstattet. Auch die Beiträge für das Mittagessen müssen ab dem ersten Tag zurückgezahlt werden. Mit einer Anfrage im Rat lassen wir aktuell klären, um wie viel Euro sich die Stadt Bochum aktuell pro Streik-Tag an den Eltern bereichern will. Wir verlangen Antwort auf diese beiden einfachen Fragen: mehr…
Der Studienkreis Film zeigt als besonderes Highlight in diesem Semester am 21. 5. an der Uni im HZO 20 ab 20.30 Uhr den Stummfilmklassiker „Nosferatu – Symphonie des Grauens“ mit live-Musikbegleitung durch das Duo Interzone Perceptible (Akkordeon und E-Bass). Der Spielfilm aus dem Jahr 1922 von Friedrich Wilhelm Murnau erzählt die Geschichte des Grafen Orlok, eines Vampirs aus den Karpaten, der in Liebe zur schönen Ellen entbrennt und Schrecken über ihre Heimatstadt Wisborg bringt. Nosferatu gilt als einer der ersten Vertreter des Horrorfilms und übte mit seiner visuellen Gestaltung einen großen Einfluss auf das Genre aus.
Gestern, also am dritten Freitag im Monat um 18 Uhr, startete nach einer ausführlichen Instruktion, was Fahrradfahren im Verband bedeutet, die dritte critical mass in der Bochumer Fahrradhölle. Da die meisten AutofahrerInnen den Paragraf 27 der Straßenverkehrsordnung nicht kennen, reagieren sie häufig verwundert bis verärgert. In dem Paragraf heißt es u. a.: „Mehr als 15 Rad Fahrende dürfen einen geschlossenen Verband bilden. Dann dürfen sie zu zweit nebeneinander auf der Fahrbahn fahren.“ Wenn die Spitze des „Verbandes“ bei grün eine Ampel passiert, dürfen alle Räder weiterfahren, auch wenn die Ampel auf rot schaltet.
Aber nur ein Autofahrer verhielt sich regelrecht rüpelhaft und drängelte sich in die geschlossene Fahrradgruppe rein. Ansonsten machte es wieder viel Spaß über den Innenstadtring und die anderen großen Straßen der Innenstadt zu fahren und eine Spur auf der Straße gehört für einen Augenblick nicht mehr zur Fahrradhölle.
Freitag 15.05.15, 18:21 Uhr
Streik im Bereich des Erziehungs- und Sozialdienstes
„Alles spricht z. Z. dafür, dass wir auch die gesamte nächste Woche die städtischen Kitas und wichtige soziale Dienste bestreiken werden“, erklärt Gudrun Müller, Geschäftsführerin des ver.di Bezirks Bochum-Herne. „Auf Arbeitgeberseite bewegt sich nichts. Stattdessen wird versucht, insbesondere die Eltern mit falschen Informationen gegen den Streik aufzuwiegeln. Wir sind zuversichtlich, dass dies nicht gelingen wird.“ Die Eltern haben sich wohl auch rechtzeitig auf die Ausnahmesituation durch die Streiks eingestellt. Von den 4 Notgruppen, die ver.di mit der Stadtverwaltung vereinbart hatte, wird nach aktuellem Stand nur eine benötigt. Die Erzieherinnen der beiden Kindertageseinrichtungen Kitag und UniKids, die den Eltern, die in Bochum studieren bzw. lehren und vom Akafö betrieben werden, steigen ab kommenden Montag ebenfalls in den unbefristeten Streik mit ein. mehr…
Am Donnerstag, den 21. 5. findet um 19 Uhr in Kooperation mit „you-manity Bochum“ ein drittes Treffen im Sozialen Zentrum zum Thema „Nutzen statt besitzen“ statt. In der Ankündigung heißt es: »Was bedeutet dieses Konzept denn konkret für Bochum? Aufbauend auf den intensiven Diskussionen der ersten beiden Veranstaltungen möchten wir konkrete Wege erarbeiten, wie man eine „Bibliothek der Dinge“ in Bochum umsetzen kann. Geplant ist eine vertiefende und konkretisierende Diskussion der beiden Ansätze: Skill Sharing: Wie kann eine Plattform des Austausches von Fähigkeiten umgesetzt werden? und Bibliothek der Dinge: WIE kann man WAS WO und mit WEM am einfachsten gemeinsam nutzen? Wir wollen beginnen, Ideen in die Tat umzusetzen. Ziel dieses Termins ist es, ein konkreteres gemeinsames Bild dessen zu entwickeln, was in Bochum umgesetzt werden kann. Idealerweise entwickeln wir auch schon Ideen, wie wir bei der Umsetzung vorgehen können.«
GewerkschafterInnen für Frieden und Solidarität
Demonstration und Kundgebung am 9.Mai 2015 in Bochum
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich freue mich, dass ihr hier seid. Veranstaltungen wie diese heute machen mir Mut, dass es in Deutschland nicht nur eine Kultur des Verdrängens und Wegsehens gibt, sondern auch eine ganz intensive Kultur des Hinschauens, des Dabeiseins und des Nichtvergessens.
Ich bin froh, Teil der DGB Jugend zu sein, die sich aktiv gegen Rassismus, für Gleichberechtigung und einen respektvollen Miteinander einsetzt. Unsere Verantwortung und unser Ziel für die Zukunft kann nur sein „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“ Hinter diesem Schwur von Buchenwald stehe ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen der DGB Jugend.
Die DGB-Jugend wird anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz eine Gedenkstättenfahrt durchführen.
Mit vielen jungen Menschen werden wir nach Auschwitz in Polen fahren und der Opfer gedenken.
Das Konzentrationslager Auschwitz war das größte Vernichtungslager der Nazis im Dritten Reich. Millionen Menschen wurden Opfer der nationalsozialistischen Barbarei.
Die Todesfabrik ist für die ganze Welt zum Symbol für Terror, Völkermord und die Shoah geworden. Auschwitz steht als Symbol für das Unvergleichbare. mehr…
Am heutigen dritten Freitag im Monat startet wieder eine Critical Mass-Tour in Bochum. Hierbei treffen sich mindestens 16 RadfahrerInnen, fahren im geschlossenen Verband und genießen dabei einander, die Ausfahrt sowie Sonderrechte gemäß Paragraf 27 der Straßenverkehrsordnung. So erobern sie sich zumindest eine Zeit lang die Straße zurück. Treffpunkt: 18 Uhr vor dem Alsenwohnzimmer in der Alsenstraße.
Die Streiks bei der Post werden am heutigen Freitag fortgesetzt. Ver.di erklärt dazu: »Nachdem am Dienstag und Mittwoch in sämtlichen Briefverteilzentren des Landes gestreikt wurde, hat die Gewerkschaft ver.di heute landesweit über 1.000 Brief- und Paketzustellerinnen und –zusteller zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. „Die Arbeitsniederlegungen führen zu empfindlichen Störungen und Ausfällen in allen Bereichen der Zustellung. Viele Briefe und Pakete werden ihre Empfänger nicht erreichen“, erklärte Uwe Speckenwirth, ver.di-Fachbereichsleiter Postdienste in NRW. Zur Aussage der Post AG, die Auswirkungen der Streiks hielten sich „in Grenzen“ sagte Speckenwirth: „Die Deutsche Post AG kommt mir vor wie ein kleiner Junge, der nach einer schallenden Backpfeife trotzig erklärt „Hat aber gar nicht weh getan“. Wir wissen, dass die Streiks volle Wirkung entfalten.“ Dies zeige sich auch an den Versuchen vieler Vorgesetzter auch in NRW, Druck auf streikwillige Beschäftigte ausüben. „Das sind keine Einzelfälle, hier wird nach meinen Beobachtungen systematisch vorgegangen“, so Speckenwirth. Die Verantwortung für die Versuche ihrer Führungskräfte, Arbeitnehmerrechte ein-zuschränken, trage die Unternehmensleitung.« Streiklokal ist heute früh das Café Ferdinand“.
Am gestrigen dritten Streiktag in den Kitas und Sozialeinrichtungen in Bochum und Herne hatte ver.di die Streikenden zu einer Kundgebung vor dem Rathaus und einer anschließenden Demonstration durch die Innenstadt aufgerufen. Die Stimmung war ziemlich kämpferisch. Die Wut der Beschäftigten über die verantwortlichen ArbeitgeberInnen war zu spüren. Die Streikenden fordern, dass die PolitikerInnen der Arbeit im Erziehungs- und Sozialbereich endlich den Stellenwert gegeben, den sie „verdienen“ muss. Eine streikende Sozialarbeiterin machte in einer mit großem Beifall bedachten Rede deutlich, worum es geht: »Zuerst noch ein Wort an unsere Personaldezernentin Frau Collisi, die wir am Montag besucht haben. Sie sagten, dass wir unserer Qualiï¬zierung entsprechend gut bezahlt würden und wenn wir tatsächlich mehr bekommen würden, dann käme das ganze Gehaltsgefüge bei der Stadt durcheinander. Das ist genau die Argumentation des Arbeitgeberverbandes, mit der sie bisher alle Verhandlungen blockiert haben. mehr…
Donnerstag 14.05.15, 17:35 Uhr
Diskussionsveranstaltung mit Anne Wizorek und Stefanie Lohaus
Gemeinsam mit dem Blog-Projekt „Feminismus im Pott“ lädt der Bahnhof Langendreer am Donnerstag, den 21.05., um 19.00 zu der Diskussionsveranstaltung „Antifeminismus – Wie intervenieren?“ ein. Die Referentinnen werden Anne Wizorek und Stefanie Lohaus sein. Zum Thema: In den letzten Jahren scheint der Hass auf feministische Positionen offensiver, stärker organisiert und medial sichtbarer geworden zu sein. In der Veranstaltung wird ein Einblick gegeben, was Antifeminismus eigentlich aktuell bedeutet. Vor allem wird diskutiert, wie die medialen antifeministischen Attacken, Beschimpfungen und Drohungen einzuordnen sind und wie wirksame Interventionen dagegen aussehen können. mehr…
Der Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW (LPE NRW) lädt am Samstag. den 6. Juni zu einem Wen-Do: Selbstbehauptungsseminar für Psychiatrie-Erfahrene Frauen mit Carola Heinrich ein: »Klarheit und Entschlossenheit sind die Basis, wenn es darum geht, die eigene Würde, Gesundheit und Lebendigkeit zu schützen. Zur Durchsetzung der eigenen Interessen und Entscheidungen ist es wichtig, sich selbst zu klären und zielgerichtet zu handeln. Alltägliche Belästigungen und Übergriffe gegen Frauen stehen im Mittelpunkt dieses Seminars. Für die von den Teilnehmerinnen angesprochenen Situationen wie Grenzüberschreitungen im Bekanntenkreis und am Arbeitsplatz oder Angsträume in der Öffentlichkeit, werden individuelle Lösungsmöglichkeiten entwickelt. Dabei spielen innere Abgrenzung, Körpersprache und Stimme, Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungstechniken eine wichtige Rolle, um überzeugend aufzutreten. mehr…
Mittwoch 13.05.15, 07:58 Uhr
An die Streikenden in den Erziehungs- und Sozialberufen:
Die Streikenden in den Erziehungs- und Sozialberufen treffen sich heute von 10 Uhr – 11.30 Uhr zu einer Kundgebung vor dem Rathaus. Die Linke im Rat der Stadt Bochum unterstützt den Streik und die Forderungen nach einer Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe nachdrücklich und schreibt in einer Solidaritätserklärung: »Dieser Streik ist wichtig und richtig – und zwar aus mehreren Gründen. Zunächst einmal steht für uns fest, dass ihr bessere Arbeitsbedingungen, eine angemessene Bezahlung und mehr Wertschätzung verdient habt. Es muss Schluss damit sein, dass überall dort, wo es um die Erziehung von Kindern, um Soziale Arbeit oder die Pflege von alten und kranken Menschen geht, die Arbeitsbedingungen schlecht und die Einkommen gering sind. mehr…
In Nordrhein-Westfalen werden heute mit Beginn der Spätschichten am Nachmittag alle 14 Briefverteilzentren der Deutschen Post AG bestreikt. Die Gewerkschaft ver.di hat rund 1.000 Beschäftigte zu Arbeitsniederlegungen aufgefordert, die erst mit Ende der Frühschicht am frühen Mittwochnachmittag beendet werden sollen. Bestreikt werden sowohl der Posteingang wie der Postausgang. „Wir gehen davon aus, dass am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen nur wenige Briefe zugestellt werden können“, erklärte Uwe Speckenwirth, ver.di-Fachbereichsleiter Postdienste in NRW. „Das letzte Angebot der Post AG ist der dreiste Versuch, unsere Kolleginnen und Kollegen über den Tisch zu ziehen“, kritisierte Speckenwirth. Der angebotene Kündigungsschutz bis 2018 sei wertlos, weil die Post schon ab nächstes Jahr freie Hand für die Gründung von billigeren Konkurrenz-Unternehmen im eigenen Haus haben will. mehr…
Das Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit fordert SPD und Grüne in Bochum eindringlich auf, die von der Verwaltung vorgelegten Pläne zur Erhöhung der Grundsteuer und Senkung der Gewerbesteuer zu stoppen. Jochen Marquardt, Sprecher des Bündnisses: „Wir erinnern SPD und Grüne daran, dass sie vor der Bundestagswahl mit uns gemeinsam auf die Straße gegangen sind, um für eine gerechtere Verteilung in unserer Gesellschaft einzutreten. Tausende Menschen haben in Bochum UmFAIRteilung gefordert. Wenn jetzt die Verwaltung der rot-grün regierten Stadt ernsthaft fordert, dass genau das Gegenteil praktiziert werden soll, dann werden Wahlaussagen wieder einmal gebrochen und dann dürfen wir uns über Wahlverdrossenheit nicht wundern.“ Für das Bündnis ist es keine Frage, dass die geplante Erhöhung der Grundsteuer um 150 Punkte in erster Linie eine Belastung für alle Mieterinnen und Mieter darstellt. Wenn dann noch gleichzeitig mehre Millionen Euro als Steuergeschenk durch eine Senkung der Gewerbesteuer an die Unternehmen gehen sollen, dann ist das organisierte soziale Ungerechtigkeit. mehr…
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) schreibt: »Immer häufiger brauchen Beschäftigte in Hotels, Restaurants und Backbetrieben Hilfe bei Streitigkeiten mit dem Chef. Das geht aus der aktuellen Rechtsschutzbilanz der NGG Ruhrgebiet hervor. „Im vergangenen Jahr sind wir in der Region in insgesamt 497 Fällen aktiv geworden, weil Arbeitgeber gegen Mitarbeiterrechte oder Arbeitsverträge verstoßen haben. Hinzu kamen rund 800 telefonische Beratungen. Dabei ging es hauptsächlich um unberechtigte Kündigungen, zu spät gezahlte Löhne und um nicht gezahltes Weihnachts- oder Urlaubsgeld. Insolvenzen spielten aus Sicht der Beschäftigten ebenfalls eine große Rolle. Auch in Bochum hatten wir es im letzten Jahr mit Lohndumping und Arbeitgeberwillkür zu tun“, sagt Yvonne Sachtje. mehr…
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft am heutigen Dienstag die Beschäftigten an Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen zu einem bundesweiten Aktionstag auf. Anlässlich des „Internationalen Tags der Pflegenden“ fordern die Beschäftigten ausreichend Personal und eine faire Bezahlung. Auch die Belegschaften im Knappschaftskrankenhaus und dem Bergmannsheil werden sich mit Transparenten unter dem Motto Mehr von uns ist besser für alle – Gesundheit braucht mehr Personal daran beteiligen. Ver.di schreibt dazu: »Pflege ist eine qualifizierte und verantwortungsvolle Tätigkeit. „Eine Pflegefachkraft muss mindestens 3.000 Euro Grundvergütung im Monat erhalten,“ sagte ver.di-Vertreterin Agnes Westerheide vom ver.di-Bezirk Bochum -Herne„ Es kann nicht sein, dass eine Kollegin, die lebenslang alte oder kranke Menschen pflegt, später selbst in Altersarmut gerät.“ mehr…
Montag 11.05.15, 08:14 Uhr
Filmveranstaltung für Frauen am Tag der Frauenarchive:
Der heutige 11. Mai ist der Tag der Frauenarchive, der Geburtstag der Dichterin Rose Ausländer. Diesen Tag nimmt das Frauenarchiv ausZeiten wieder zum Anlass für eine besondere Veranstaltung. Zum Andenken an die 2013 achtzigjährig verstorbene Ceija Stojka zeigt ausZeiten heute um 19.30 Uhr den 85-minütigen Film „Ceija Stojka“ von Karin Berger aus dem Jahre 1999. In der Ankündigung heißt es: »Ceija Stojka hat die Vernichtungslager der Nazis überlebt. Sie war als Kind mit ihrer Mutter in Auschwitz-Birkenau, Ravensbrück und in Bergen-Belsen. Der Film porträtiert einfühlsam die zur Zeit der Filmaufnahmen 66-jährige österreichische Romni. Ceija Stojka hat nicht aufgehört, von ihren Erfahrungen zu sprechen, zu schreiben und zu malen. Sie war die erste österreichische Romni, die Bücher geschrieben hat. Ihr erstes Buch „Wir leben im Verborgenen – Erinnerungen einer Rom-Zigeunerin“ erschien 1988. Der Film zeigt sie als selbstbewusste und starke Frau mit einem unbändigen Lebenswillen und ungebrochener Lebensfreude. mehr…
Sonntag 10.05.15, 20:53 Uhr
Die Streikenden Kita-Beschäftigten gehen ins Rathaus
Beschäftigten in den Erziehungs- und Sozialberufen der Stadt Bochum befinden sich ab dem morgigen Montag im Streik. Um 11 Uhr werden sie das Rathaus und die Oberbürgermeisterin zu besuchen, um sie davon zu überzeugen, dass sie sich in ihrer Funktion beim Kommunalen Arbeitgeberverband dafüreinsetzt, dass die pädagogischen Fachkräfte die geforderte Anerkennung und Aufwertung ihrer Arbeit erhalten. Ver.di Geschäftsführerin Gudrun Müller erklärte dazu am Samstag auf der Kundgebung zum Tag der Befreiung: »Ver.di befindet sich seit Wochen im Tarifstreit mit den kommunalen Arbeitgebern. Trotz massiver Warnstreiks verweigern sich die Arbeitgeber hartnäckig einer angemessenen Bezahlung dieser für unsere Gesellschaft so wichtigen Aufgaben. Dabei geht es uns gar nicht um ein paar Prozente mehr an Gehalt – NEIN: es geht um viel mehr! Es geht um die grundsätzliche Aufwertung von sozialer Arbeit in unserer Gesellschaft. mehr…
Sonntag 10.05.15, 19:41 Uhr
Kundgebung zum Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus
Die neu gegründete Initiative „GewerkschafterInnen für Frieden und Solidarität“ hatte am Samstag zu einer Demonstration und Kundgebung anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung von Krieg und Faschismus aufgerufen. Etwa 700 Teilnehmer trafen sich nach einer Demonstration vom Bahnhof zum Schauspielhaus auf dem Hans-Schalla-Platz. Mit viel Beifall wurde dort Giorgos Chondros (Foto), Mitglied im Zentralkomitee der linken griechischen Regierungspartei Syriza begrüßt. Er appellierte an die Solidarität der Linken in Europa. Es sei falsch, von einer griechischen Krise zu sprechen. Die neoliberale Austeritätspolitik bedrohe nicht nur die Menschen in Südeuropa. Die aktuelle Auseinandersetzung zwischen den europäischen Eliten und der Regierung in Athen betreffe auch alle anderen ArbeitnehmerInnen in Europa. mehr…
GewerkschafterInnen für Frieden und Solidarität
Demonstration und Kundgebung am 9. Mai 2015 in Bochum
Liebe Freund_innen, Kolleg_innen, liebe Mitstreiter für
Frieden und Solidarität!
Ich begrüße euch ganz herzlich in Bochum. Ich freue mich, dass Bochum mal wieder der Kundgebungsort ist, von dem heute ein wichtiges Signal ausgehen soll – ja vielleicht sogar eine neue Bewegung – vielleicht eine neue Friedensbewegung?
Die Gewerkschaften haben die Initiative ergriffen und sind heute hier mit einer klaren Botschaft:
Im 70. Jahr nach der Befreiung von Krieg und Faschismus sind gerade wir in den Gewerkschaften aufgerufen, uns aktiv gegen jegliche Art von Fremdenfeindlichkeit, gegen rechte Politik und Faschismus – und für Frieden einzusetzen. Dafür stehen wir heute hier gemeinsam. Ich freue mich, dass ihr da seid. mehr…
GewerkschafterInnen für Frieden und Solidarität Demonstration und Kundgebung am 9.Mai 2015 in Bochum
hätten wir uns am 8. oder 9. Mai 1945 hier getroffen, hätten wir nur Ruinen gesehen. Am 8. Mai 1945 war Bochum ein Trümmerfeld. Total zerstört war die Hälfte der Schulen, fast sämtliche Kirchen, 22 % des Wohnraums. In der Stadt Dortmund erklärte ein Chronist nach dem 8. Mai 1945: „Die Stadt gleicht den Ruinen des antiken Karthagos“. Das gleiche furchtbare Bild in allen anderen Städten des Ruhrgebietes.
Der 8. Mai 1945 war das Ende eines furchtbaren Krieges und das Ende einer Schreckensherrschaft in Europa. Am Ende stand eine furchtbare Bilanz:
6 Millionen Juden brutal ermordet, erschlagen, in den Konzentrationslagern vergast, verbrannt! 6 Millionen Kinder, Frauen, Männer…
500 000 Sinti und Roma wurden vom Naziregime umgebracht.
In den Konzentrationslagern starben zehntausende Antifaschisten, Pazifisten, Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschaftler, Christen, Homosexuelle, behinderte Menschen
Das furchtbare Ergebnis dieser faschistischen Politik war ein Weltkrieg mit 55 Millionen Toten.
Der 8. Mai 1945 war ein Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus und das ohne Wenn und Aber: Ein Tag der Befreiung! mehr…
GewerkschafterInnen für Frieden und Solidarität
Demonstration und Kundgebung am 9. Mai 2015 in Bochum
ich begrüße die vielen Menschen, die heute hier sind und bereits seit vielen Jahren aktiv unterwegs sind – bleibt dabei!
Ich begrüße diejenigen. die heute neu dazu gestoßen sind und dabei vor allem die jungen Menschen, die hier mit uns demonstrieren!
Ein herzlicher Willkommensgruß im Namen der Initiative „GewerkschafterINNen für Frieden und Abrüstung“
Ich freue mich über alle Menschen, die heute hier nach Bochum gekommen sind, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen – ein Zeichen des Gedenkens an den 70. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus und ein Zeichen für unseren Wunsch und unsere Hoffnung auf ein friedliches, soziales, ökologisches und demokratisches Europa!
Danke an alle, die mit dazu beigetragen haben, dass wir hier und heute zusammen sind.
Es ist an Zeit unsere Forderungen auf die Straße, in die Betriebe und in unsere Städte zu tragen!
Es ist an der Zeit unseren Wünschen öffentlich Taten folgen zu lassen!
Es ist an der Zeit unseren Hoffnungen laut und vernehmlich, unübersehbar und unüberhörbar Ausdruck zu verleihen. mehr…
GewerkschafterInnen für Frieden und Solidarität
Demonstration und Kundgebung am 9.Mai 2015 in Bochum
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
in der Tat: es ist an der Zeit und wir sagen, Krieg und Militär
lösen keine Probleme.
Kriege kommen nicht über uns, sie werden verbreitet und
gemacht.
Die aktuelle weltweite Kriegslandschaft von Mali über den Sudan
dem Horn von Afrika, Libyen, Jemen, Naher Osten, Gaza,
Syrien, dem Irak, der Ukraine und Afghanistan zeigt die
Sinnlosigkeit militärischer Intervention.
Nirgendwo haben Kriegseinsätze zu mehr Frieden, Demokratie
oder Stabilität geführt, sondern nur soziale Verwüstungen
angerichtet. mehr…
Die VHS bietet am Sonntag, den 17. 5. um 14.00 Uhr einen Stadtrundgang zum Thema „Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit in Bochum – ein Rundgang durch die Vergangenheit, die nicht vergeht“ an: »Vor 78 Jahren wurde der Bochumer Verein als „nationalsozialistischer Musterbetrieb“ ausgezeichnet. *Dieser Musterbetrieb war einer der größten Waffenproduzenten des faschistischen Deutschland. Aber auch in anderen Bochumer Betrieben wurden spätestens mit Beginn des 2. Weltkriegs kriegswichtige Güter hergestellt. Im Verlauf des Krieges wurde diese Kriegsproduktion nur noch mit dem Einsatz von Tausenden von ZwangsarbeiterInnen aufrecht erhalten. Wer waren diese Männer und Frauen, oft Kinder und Jugendliche, die in Bochum oft im wahrsten Sinne des Wortes mörderische Zwangsarbeit leisten mussten? Wie lebten und starben sie in Bochum? Wie verhielt sich die Bochumer Bevölkerung? mehr…