Am Sonntag, den 23. November, läuft die nächste Sendung von Radio Friedensplenum auf 98,5 Radio Bochum. Das Team von Radio Friedensplenum schreibt zu dieser Sendung: „In der kommenden Sendung berichten wir über eine Informationsveranstaltung im Sozialen Zentrum zum Thema Bioenergie aus Kolumbien. Unter dem Titel: “Wie aus Kraftstoff Zündstoff wird†referierte Simon Woyte über die aktuelle Bioenergiedebatte und deren soziale und ökologische Auswirkungen in Kolumbien. In der Sendung sind sowohl Auszüge aus seinem Vortrag, der Hördokumentation zu diesem Thema, als auch ein Interview, das wir im Anschluss an seinen Vortrag mit ihm führen konnten, zu hören.“ Anschließend an Radio Friedensplenum (ab 19.30 Uhr) wird wieder das Team des politischen Bahnhof Langendreer über interessante Termine und Veranstaltungen im kommenden Monat informieren. Zu hören sind die Sendungen auf der Frequenz von 98.5 Radio Bochum.
Die Soziale Liste schreibt: »In Bochum waren im Zeitraum vom 01.01.2006 bis 30.09.2007 insgesamt 3.101 Menschen in sog. Ein-Euro-Jobs tätig. Bei 28 Trägern wurden hierfür 127 sog. Maßnahmen geschaffen. Träger für Ein-Euro-Maßnahmen waren, nach wie vor, das Bildungswerk des DGB, das DRK, die AWO sowie kirchliche Verbände. Die höchste Anzahl von Ein-Euro-Jobbern sind bei den privaten Instituten Gisela Vogel KG und Schweppe u. Weyers GbR gemeldet. Diese Zahlen und Träger nannte jetzt die ARGE in Beantwortung einer Anfrage der Sozialen Liste im Rat. mehr…
Am 25. November 1998 entschied das britische House of Lords, die Immunität des chilenischen Ex-Diktators Augusto Pinochet aufzuheben. Aus diesem Anlass organisiert die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e.V. im Rahmen ihrer Kampagne „Gerechtigkeit heilt“ am Dienstag, 25.11. um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer eine Podiumsdiskussion, bei der sowohl internationale Entwicklungen und Errungenschaften der vergangenen zehn Jahre als auch zukünftige Möglichkeiten im weltweiten Kampf gegen die Straflosigkeit dargestellt und diskutiert werden. Der 25.11. ist zudem der Tag, an dem international die Gewalt gegen Frauen geächtet wird. Neben den ReferentInnen der Kampagne „Gerechtigkeit heilt“ wird auf dem Podium eine Psychotherapeutin der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum anwesend sein sowie eine Folterüberlebende aus Argentinien, die aktuelle, dortige Menschenrechtsprozesse verfolgt hat und von diesen berichten wird. In der Einladung heißt es: „Mit der Aufhebung der Immunität von Pinochet erlebte der internationale Kampf gegen die Straflosigkeit von schweren Menschenrechtsverletzungen eine entscheidende Wende. mehr…
Der DGB Region Ruhr Mark schreibt: »In Bochum hat sich die Bruttolohn- und -gehaltssumme der sozialversichert beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vom Jahre 1995 bis 2005 nicht verändert. Dies ist das Ergebnis einer gewerkschaftlichen Auswertung, auf die der DGB-Regionsvorsitzende Michael Hermund hinweist. Die Auswertung beruht auf den Meldungen der Arbeitgeber an die Sozialversicherung und enthält neben den Bruttolöhnen an die Arbeitnehmer auch noch die Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung. „Insbesondere, wenn man die Inflationsrate berücksichtig und den Anstieg der Steuer- und Sozialabgaben mit einbezieht wird jedoch deutlich, dass sich die Kaufkraft der Arbeitnehmer in Bochum deutlich vermindert hat,“, sagt Hermund. Die Arbeitgeber in Bochum zahlten 2005 insgesamt Bruttolöhne und -gehälter (inkl. der Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber) in Höhe von 3.533.648.091 Euro. Dies waren knapp 50.000 Euro weniger als noch im Jahr 1995. Die Verbraucherpreise sind dagegen im gleichen Zeitraum um 4,9 Prozent gestiegen. „Diese Entwicklung hat sich im aktuellen Jahr beschleunigt. Allein die Inflationsrate liegt 2008 bei über 3 %“, so Hermund. „Da ist ein Tarifabschluss wie in der Metall- und Elektroindustrie mit 4,2 % plus Einmalzahlung eine wichtige Stütze der Binnenkonjunktur. Die Einführung eines Mindestlohnes von 7,50 € wäre ein weiterer Baustein zur Stabilisierung der Wirtschaft.“«
Die Linkspartei schreibt: »Am vergangenen Wochenende hat Die Linke Bochum den ersten Entwurf ihres Kommunalwahlprogramm beschlossen. Dieser soll nun intensiv mit Vereinen, Verbänden, Initiativen und Gewerkschaften diskutiert und im Januar endgültig beschlossen werden. Hierzu erklärt Anna-Lena Orlowski, Sprecherin Der Linken in Bochum: „Mit diesem Wahlprogramm sind wir gut aufgestellt für die kommenden Kommunalwahlen in Bochum im Juni 2009. Wir wollen eine sozialere, demokratischere und ökologischere Kommune und unter diesen Aspekten haben wir auch unser Programm gestaltet.“ Forderungen, die schon von der Linken im Rat gestellt wurden, finden sich wieder. „Themen wie das Sozialticket, ein Sozialtarif für Strom und Gas bei den Stadtwerken und auch ein kostenloses Girokonto bei der Sparkasse für Empfängerinnen und Empfänger des Arbeitslosengeldes II sind weiterhin aktuell. Wir halten unsere Forderungen für richtig und auch finanzierbar- wenn die Stadt ihr Geld nicht in unsinnigen Prestigeprojekten wie beispielsweise einer Haltestelle für die U 35 am Biomedizinpark verschwendet.“ So Orlowski weiter. „Im Februar wählen wir unsere Kandidatinnen und Kandidaten für den Rat, die Bezirksvertretungen und die Wahlkreise. Dann freuen wir uns auf einen spannenden Wahlkampf!“«
Am morgigen Samstag, 22.11., findet ab 17.00 Uhr im Sozialen Zentrum erstmals eine Spieleabend der Freien Uni Bochum (FUB) statt. „In Anlehnung an unsere gemütlichen Spieleabende in der FUB wird es einen Abend voll spannender Werwolf-Runden und vielen weiteren Spielen – vom klassischen Brettspiel bis Twister – geben,“ versprechen die FUBlerInnen.
Am nächsten Dienstag, den 25.11., findet um 19.00 Uhr im FrauenGesundheitsZentrum, Alsenstr. 27 eine Veranstaltung zum Thema „Patientinnenrechte“ statt. Referentin ist Katja Bakarinow von der Unabhängigen Patientenberatungsstelle Witten. Die Teilnahme ist kostenlos.
Donnerstag 20.11.08, 22:00 Uhr
Infoveranstaltung von Café Azzoncao mit Antifas aus Italien:
Am Freitag, den 28.11. um 19.30 Uhr berichten italienische Antifas im Bahnhof Langendreer über die politische Situation in Italien. In der Ankündigung des Politcafés azzoncao heißt es: „Zum 3. Mal ist der Medienzar Silvio Berlusconi zum italienischen Regierungspräsidenten gewählt worden. Und auch diesmal treibt er Italien im sozialen, kulturellen und politischen Bereich immer weiter in die Position des europäischen Rechtsauslegers. Geht es um die Kürzungen im Sozial- und Kulturbereich, die angekündigten Massenentlassungen im Schulsystem, die Verschärfungen gegen MigrantInnen, die rassistische Sondererfassung gegen die Roma, den ausgerufenen Notstand und Einsatz des Militärs in italienischen Städten oder die Immunität seiner Person und der Minister. Die Träume von Rechtspopulisten jeder Coleur werden wahr in Italien. So wundert es auch nicht, wenn es zu immer mehr rechten und rassistischen Gewalttaten, Pogromen und Morden kommt und dass sich immer mehr Stars und Sternchen zum Faschismus bekennen. So z.B. viele Spieler aus den großen Fußball-Vereinen. Vereinen, die über sehr starke Fankurven mit rechten Ansichten verfügen. mehr…
Ältere LeserInnen erinnern sich sicherlich noch an ihn: Den Nickneger. Dies war eine Geldsammeldose, mit der vor allem in kirchlichen Einrichtungen Geld für die Missionierung in den Kolonien gesammelt wurde. Teil dieser Dose war die Figur eines dankbar blickenden Schwarzen, dessen Kopf durch den Einwurf einer Münze in Bewegung gesetzt wurde. Ein demütiges und dankbares Nicken sollte so dargestellt werden. Vom 23. November 2008 bis 1. Februar 2009 zeigt Haus Kemnade die zur Zeit größte Sammlung von „Missionsspardosen“ unter dem Titel: „Gehet hinaus in alle Welt…“ Auf der Webseite, die die Ausstellung beschreibt, heißt es: „Mit den Sammeldosen machten die Gemeinden den aus der Bibel abgeleiteten Missionsauftrag populär und gaben ihn an jedes gläubige Kirchenmitglied weiter. Die ‚Sammelautomaten‘ wiesen auf das Anliegen der Kirchen hin, den ‚armen Heiden‘ den christlichen Glauben und damit unsere Werte und Kultur zu vermitteln.“ Über Begleitveranstaltungen zum Thema Kolonialismus und Missionierung ist bisher nichts bekannt.
Das nächste Plenum des Bochum Sozialforums findet am Montag, den 24.11.08, um 19.00 Uhr im Sozialen Zentrum, Rottstr. 31 statt. Auf einem Treffen am 10.11.08 wurde überlegt, wie wir mit dem Themenbereich „Finanzkrise, gesellschaftliche Folgen und Gegenwehr“ umzugehen ist. Nach einer ausführlicher Diskussion wurde beschlossen, zu diesem Themenkomplex eine Reihe von öffentlichen (und öffentlichkeitswirksamen) Veranstaltungen, Diskussionen und Aktionen zu initiieren. Als einen ersten Schritt wurde eine Webseite ins Netz gesetzt, die auf inhaltliche Beiträge und Termine zur Thematik verweist: Materialsammlung – (finanz)krise mehr…
Donnerstag 20.11.08, 16:40 Uhr
Soziale Liste:"Der Stadt Bochum fehlen 500 Millionen"
Die Soziale Liste schreibt: »Die hohen Kosten für neue Prestigeobjekte, gestiegene Belastungen durch das Cross-Border-Leasing-Geschäft, die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise sowie die Lastenabwälzung von Bund und Land auf die Kommunen bringen die Stadt in eine schwierige finanzielle Situation. Diese Feststellung trifft die Soziale Liste. Hinzu kommen sinkende Einnahmen aus Steuern, Gebühren, sowie geringer werdende Abführungen der städtischen Töchter Sparkasse und Stadtwerke. „Am Ende der Entwicklung könnte das Nothaushaltsrecht und der Regierungspräsident Arnsberg stehen“, so Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste. Auf 175 Mio. Euro schätzt die Soziale Liste derzeit die Lücke im Haushalt – Tendenz steigend. Den durch den Sanierungsstau an öffentlichen Gebäuden aufgelaufenen Reparatur- und Modernisierungsbedarf in Höhe von 350 Mio. Euro hinzugerechnet, ergibt das die Summe von über 500 Mio. Euro, die der Stadt Bochum derzeit fehlen. mehr…
Der Solarzellenhersteller Solarworld hat ein Übernahmeangebot für die deutschen Opel-Werke angekündigt. Der Aktienkurs von Solarworld sank daraufhin zeitweise um fast 20 Prozent. Die Frankfurter Rundschau schrieb einen Kommentar unter dem Titel „April, April“. Solarworld-Chef Frank Asbeck beeilte sich mit einer Stellungnahme, sein Angebot sei durchaus ernst gemeint. In Bochum äußerte sich Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste: „Das Angebot sollte ernsthaft geprüft werden. Grundsätzlich ist es sinnvoll, Opel aus dem maroden US-amerikanischen Konzern herauszulösen. Voraussetzung sollte sein, dass die Arbeitsplätze erhalten werden und Opel eine Perspektive erhält. Auch müsse die Belegschaft, sowie die öffentliche Hand, die entsprechende Bürgschaften abgeben soll, an einer möglichen Gründung beteiligt werden. Die Richtung energieeffiziente und schadstoffarme Autos produzieren zu wollen und Solarautos weiter zu entwickeln, ist durchaus unterstützungswert.“
Die Stadtverwaltung beginnt am morgigen Donnerstag, 20.11. um 19 Uhr im Ottilie-Schoenewald-Weiterbildungskolleg ihren SPD-Kommunalwahlkampf. Als neue Veranstaltungsreihe „Bürgerforum Kultur“ lädt das Kulturbüro unter dem Titel: „Sind Kulturausgaben unsozial?“ zu einer Podiumsdiskussion ein. Unter Leitung des Bochumer SPD-Fraktionsvorsitzenden Fleskes diskutiert der Bochumer Kulturdezernent Townsend mit weiteren Befürwortern der Millionenausgaben für das Konzerthaus. Offensichtlich spürt die SPD, dass diese Entscheidung bei ihrer Wählerschaft nicht auf Begeisterung stößt und sieht Bedarf sich zu rechtfertigen. Die Linksfraktion schreibt in einer Stellungnahme:“Kultur soll gegen Soziales ausgespielt werden. Das ist nicht die Position der Linken und soweit wir das beurteilen können auch nicht der anderen KritikerInnen. Die Linke im Rat kritisiert das Ausgabenvolumen und bezweifelt, dass es bei den mittlerweile 17 Mio € städtischen Anteils bleibt. Die Linke im Rat hat immer wieder betont, dass sie nicht generell gegen ein Konzerthaus ist, wenn es sich die Stadt leisten kann. Zurzeit kann sie das unseres Erachtens nicht. Und die Art und Weise, wie die Beschlüsse zum Konzerthaus durchgesetzt werden, halten wir für nicht sehr demokratisch.“Die Stellungnahme im Wortlaut.
Am Mittwoch, dem 26.11., findet um 19:00 Uhr in der Volkshochschule eine Veranstaltung zum Thema „PatientInnenrechte“ statt. In der Einladung heißt es: „Im Unterschied zu anderen Ländern gibt es in Deutschland keine gesetzliche Zusammenfassung der PatientInnenrechte. Selbst die geplante ‚Charta der PatienIinnenrechte‘ lässt auf sich warten. So müssen wir unsere Rechte zusammenstellen unter Zuhilfenahme des Grundgesetzes, des Sozialgesetzbuches, des Strafrechts, des Zivilrechts und des ärztlichen Standesrechts. Erstmals sind vor einiger Zeit im Rahmen eines Modellversuchs unabhängige PatientInnen-Beratungsstellen eingerichtet worden. Die Weiterfinanzierung ist allerdings noch ungeklärt.“ Teilnahmegebühr: 3,50 Euro, Anmeldung unter Tel. 910-1555
Mittwoch 19.11.08, 08:18 Uhr
Freitag, 21. November, 19.00 Uhr, Bahnhof Langendreer, Halle
Die Musikinitiative Ruhrklang schreibt zu diesem Konzert: „Drei Bands aus der Region werden wieder beweisen, welch großes Potential die Musikszene zu bieten hat. Als Headliner sind dieses Mal BxDxF aus Köln dabei, die in diesem Jahr schon viel von sich reden gemacht haben. Unter anderem erreichten sie die Masterclass von popUP NRW 2008. Als Partner dieses größten Förderprojektes für Bands in NRW präsentieren wir diese Band exclusiv auf dieser Blue Hour. Beginnen werden Stranded aus Dortmund mit kreativem PoP/Rock. Captain Cosmos aus Bochum präsentieren ihren spielfreudigen Indie Rock, mit dem sie schon das Newcomer-Festival 2007 für sich entscheiden konnten. Am Schluss werden dann BxDxF aus Köln, mit ihrerer tanzbaren Mischung aus Funk, HipHop und Rap die Halle hoffentlich zum Kochen bringen. Let´s Rock!“ Der Eintritt zum Konzert ist frei und als kleine Zugabe haben alle KonzertbesucherInnnen freien Eintritt zur nachfolgenden Punk/Alternativ/Indie Disco (Break OUT) des Bahnhof Langendreer.
Am Sonntag, dem 23. November, lädt das Frauenarchiv ausZeiten von 17.00-20.00 Uhr zum zweiten Bochumer Kurzfilmabend für Frauen ein. Zu sehen sein werden Kurzfilme von Filmemacherinnen aus den letzten Jahren. Die Filme, darunter auch preisgekrönte, stammen nicht nur aus deutschen Produktionen. Sie sind mal laut, mal leise, aber nie langweilig. Sie sind schwarz-weiß oder farbig, mit oder ohne Dialog. Es sind Abschlussfilme von Hochschulen, Erstlingswerke von Drehbuchautorinnen und Regisseurinnen. Sie sind bisher meist ausschließlich auf Festivals gezeigt worden. Die Bandbreite der Filme reicht von Animations- und Trickfilmen bis hin zu Spielfilmen und Dokumentationen. Das Programm als PDF-Datei.
Die Studierenden-Organisation der Linkspartei SDS wird am 5. – 7. Dezember ihren Bundeskongress an der Bochumer Ruhr-Uni durchführen. Das Motto der Tagung lautet: „Die Systemfrage stellen! Alternativen zum Kapitalismus entwickeln.“ Am Freitagabend um 19 Uhr sollen vier Alternativ-Systeme kurz im Plenum vorgestellt und dann ausführlich in Workshops diskutiert werden: ->Wirtschaftsdemokratie, -> Rätedemokratie, -> demokratische Planwirtschaft, -> bedingungsloses Grundeinkommen. Näheres.
Ende Oktober verabschiedete der Senat der Ruhr-Uni den neuen „Hochschulentwicklungsplan“, der die „Ziele und Maßnahmen“ der Uni-Leitung sowie der einzelnen Fakultäten bis zum Jahre 2010 zusammenfasst. Doch inwieweit können die Studierenden davon profitieren? Die Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung (bsz) nimmt das 176-seitige Dokument etwas genauer unter die Lupe. Das Ergebnis ist ernüchternd: Forschung und Wettbewerb stehen im Fokus künftiger Hochschulentwicklung, während eine Verbesserung der Lehre sowie die gesamtgesellschaftliche Verantwortung der Universität nur am Rande Erwähnung finden. Doch es gibt laut bsz auch einen Lichtblick im Uni-Grau: Das Akademischen Förderungswerk (AKAFÖ) als Betreiber der Mensa ersetzt tierische ‚Produkte‘ – nicht zuletzt nach massiver bsz-Kritik – zunehmend durch vegane Lebensmittel. Auch setzt sich die 765. Ausgabe der bsz (hier auch als pdf-Version) kritisch mit der „Kulturhauptstadt Ruhr 2010“ auseinander und zeigt in einem Interview-Beitrag, wie intransparent die weitgehend privatisierte Nabelschau der Elitenkultur an der Ruhr ohne breite Beteiligung der Öffentlichkeit unter Federführung der „Ruhr 2010 GmbH“ gedeichselt wird. mehr…
Spätestens ab 31.12.2008 wird das Soziale Zentrum (SZ) in der ehemaligen Kneipe “Haus Dahlhoffâ€, Ecke Schmechtingstraße/ Josephstraße zu finden sein. Auf dem Plenum am morgigen Mittwoch, 19.11. um 19.00 Uhr werden das räumliche Konzept, die Renovierung und der Umzug geplant. Wahrscheinlich wird es das letzte Plenum in der Rottstraße sein. Das nächste Plenum dürfte sich schon die Fortschritte bei der Renovierung des neuen SZ ansehen.
Dienstag 18.11.08, 13:45 Uhr
Müssen Hartz IV-EmpfängerInnen weiter Radprofis und das Konzerthaus finanzieren?
Die Linksfraktion unternimmt mit einem Antrag im Rat einen neuen Vorstoß für ein kostenloses Girokonto für Bedürftige. Sie möchte, dass neben Auszubildenden, SchülerInnen und Studierenden auch BezieherInnen von so genannten Transferleistungen wie Arbeitslosengeld II ein gebührenfreies Girokonto bei der Sparkasse Bochum bekommen. Beflügelt ist Die Linke in ihrem Anliegen durch die gute Finanzlage der Sparkasse. „Der Sparkasse ist es nicht schwer gefallen, 1,5 Millionen Euro für den Konzerthausbau bereit zu stellen. Wir denken, da muss auch ein gebührenfreies Girokonto für ALG-II-Bezieherinnen drin sein“, so Ernst Lange, Fraktionsvorsitzender der Linken. Auch die Gewinnabführung der Sparkasse an die Stadt Bochum mit 4,7 Millionen und die Rücklagenbildung mit 5,3 Millionen Euro für das vergangene Jahr sei unverändert hoch. Ernst Lange weiter: „Ob es sinnvoll ist, dass die Sparkasse den Konzerthausbau oder einen Profiradrennstall sponsert, sei dahin gestellt. Aber es kann nicht sein, dass das auch über Gebühren von ALG-II-BezieherInnen finanziert wird, die gerade mal 351 Euro im Monat zur Verfügung haben. Hier muss ein sozialer Ausgleich geschaffen werden. Die Linke will diesen Ausgleich und ich hoffe, SPD und Grüne auch.“
Dienstag 18.11.08, 13:00 Uhr
Mieterverein warnt vor unberechtigten Mieterhöhungen
Der Bochumer Mieterverein schreibt: „Am 31. Dezember fallen wieder zahlreiche Sozialwohnungen aus der Bindung. Allein in Bochum sind es 1400. Wenn die Eigentümer die öffentlichen Darlehen zurückgezahlt haben – in der Regel nach 30 Jahren – werden die einstmals geförderten Wohnungen freifinanzierten gleichgestellt. Damit entfällt dann auch die Mietpreisbindung. Häufige Folge: Mieterhöhungen. Für Sozialwohnungen gilt das Prinzip der Kostenmiete: Die Miete darf nur so hoch sein, dass damit die realen Kosten abgedeckt werden, also Zins und Tilgung fürs Darlehen, Verwaltungs- und Instandhaltungskosten, Mietausfallwagnis. Im freifinanzierten Wohnungsbau gibt es diese Beschränkung nicht. Hier bestimmt der Mietspiegel, was äußerstenfalls gezahlt werden muss. Fast immer ist es deutlich mehr. mehr…
Unter dem Titel „Wölfe im Schafspelz“ wird am Dienstag, dem 18.11. um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer der Frage nachgegangen, welche Erkennungszeichen, Kleidungsstücke und Marken rechtsextreme Jugendliche tragen. Die von verschiedenen Medien immerzu propagierten Skinheads mit Glatze, Bomberjacke und Springerstiefel stellen längst nicht mehr die „typischen“ Neonazi dar. Im Rahmen des Vortrages durchleuchtet Dennis Kemper neben den von der rechten Szene getragenen Kleidermarken auch häufig verwendete Symbole und Zahlencodes.
Seit 25 Jahren trifft sich eine Lesegruppe in Langendreer, um gemeinsam gesellschaftliche Zusammenhänge zu analysieren und zu diskutieren. Die aktuelle Diskussion über eine staatliche Bürgerschaft für Opel veranlasste den folgenden Kommentar: „Gestern Abend (16.11.2008) versammelte Anne Will mal wieder ein Gruselkabinett um sich, um über die Zukunft von Opel zu diskutieren. Darunter neben Wirtschaftsminister Glos auch der Opel-Betriebsratsvorsitzende Franz.
Franz nennt sich zwar Betriebsratsvorsitzender, aber er spricht wie ein Manager der Adam Opel AG. Es hätte keinen Unterschied gemacht, wenn dort der Vorstandsvorsitzende gesessen hätte. Wenn Franz „wir“ sagt, dann meint er die Adam Opel AG und nicht die lohnabhängige Belegschaft. Franz ist auch Ökonom. Er hat erkannt, dass die Medien mit ihren negativen Nachrichten die Lohnarbeitsplätze bei Opel vernichten. mehr…
Anlässlich des heutigen Krisengipfels im Bundeskanzleramt erklärt die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linken, Sevim Dagdelen: „Eine bedingungslose Verwendung von Steuergeldern in Form von Staatshilfen für Opel ist nicht akzeptabel. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Rüttgers sollte sich nach der Pleite bei NOKIA und dem zusammenhängenden Verlust tausender Arbeitsplätze in Bochum nun für eine nachhaltige Lösung einsetzen. Eine nachhaltige Lösung zur Sicherung des Standorts und der Arbeitsplätze kann nur eine dauerhafte Beteiligung des Landes NRW bei Opel und die Trennung der Nabelschnur an GM sein. Die Krise von Opel ist eine Überproduktionskrise und damit das Zeugnis der Krise des kapitalistischen Systems. Eine Lösung bei Opel sowie anderen Unternehmen, die jetzt vor einer massiven Rezession stehen, muss deshalb zukunftsfähig sein.“
Montag 17.11.08, 11:15 Uhr
Gerichtstermin für die A 40 Wattenscheid steht bevor
Anlässlich des absehbaren Gerichtstermins für die Klage gegen den Ausbau der A 40 in Bochum-Wattenscheid erklären Werner Dechardt, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft für bessere Wohnqualität an der A 40, und Eckhard Stratmann-Mertens, Sprecher der Bürgerinitiative Bochum gegen die DüBoDo: „Das OVG Münster hat die mündliche Verhandlung über die anstehende Klage gegen den sechsspurigen Ausbau der A 40 in Wattenscheid auf den 21. Januar 2009 festgesetzt (9.15 Uhr; öffentliche Sitzung). Die Klägergemeinschaft aus sechs KlägerInnen (Mitglieder der Aktionsgemeinschaft für bessere Wohnqualität an der A 40 in Wattenscheid und der Bürgerinitiative Bochum gegen die DüBoDo) bereiten sich nun – unterstützt von Rechtsanwalt Robbers/Bielefeld – intensiv auf die mündliche Verhandlung vor. Die gemeinsame Klage zielt auf die Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses vom Januar 2006, d.h. auf die Verhinderung des Ausbaus der A 40. Dafür sprechen insbesonders: mehr…
Zum siebten Mal lädt das studentische Theaterfestival megafon vom 3.-7. Dezember Theatergruppen nach Bochum ein. Das diesjährige Motto lautet: „hotsPOTT – 51°29’N, 7°13’O“. In der Ankündigung verspricht megafon „eine bunte Vielfalt an Produktionen aus den Bereichen Schauspiel, Performance, Figurentheater und Tanz.“ Weiter heißt es: „Erstmalig eröffnet das Festival mit einer eigenen Produktion: mit der Premiere von ‚Die Weber‘ gibt der Regisseur Dirk Schwantes einen ganz besonderen Festivalauftakt. Als weiteres Theaterhighlight präsentiert megafon, unter der Anleitung des Hamburger Regisseurs Martin Kreidt, die Wiederaufnahme der legendären Sound und Video Performance von ‚Play: Fatzer‘ aus dem Ringlokschuppen, Mühlheim, am Festivaldonnerstag um 20:00 Uhr. mehr…
Thomas Wessel, Pfarrer der Christuskirche hat darauf hingewiesen, dass auch in diesem Jahr ein Kranz vom „Verband Deutscher Soldaten“ am Mahnmal „Trauernde Mutter“ neben der Pauluskirche an der Grabenstraße niedergelegt wurde (Foto). Im vergangenen Jahr hatten die Ruhr Nachrichten über die von der Kriegsgräberfürsorge gemeinsam mit der Stadt Bochum verantwortete Kranzniederlegung am Volkstrauertag berichtet: »2004 hatte das Verteidigungsministerium per Erlass für Bundeswehr und Reservistenverband eine Kontaktsperre mit dem Verband deutscher Soldaten verhängt. Grund war die Veröffentlichung von Texten aus dem rechtsextremen Spektrum in seinem Publikationsorgan ‚Soldat im Volk‘. – „Außerdem dürfen die Mitglieder dieses Verbandes nicht offiziell auftreten‘, erläutert Thomas Breuer, Beauftragter der Bundeswehr für die Stadt Bochum. mehr…
In der kommenden Woche veranstaltet der AStA der Ruhr-Uni vom 17. bis 22. November eine Internationalismus Woche. Auftaktveranstaltung ist am Montag um 18 Uhr im HZO 70 ein Vortrag von Dr. Dalal Arsuzi zum Thema „Arabischer Nationalismus – zwischen Traditionen und Moderne“. Am Dienstag referiert am selben Ort zur gleichen Zeit Khonaf Hajo über „Die Rolle der Frau in MigrantInnenfamilien – zwischen Traditionen und Moderne“. Am Mittwoch wird um 18 Uhr im HZO 60 der Film „Bamako – Afrika zeigt es dem Wilden Westen“ gezeigt. Am Donnerstag findet ab 16 Uhr im AusländerInnen-Zentrum (AZ) ein „Internationaler Kulturaustausch bei Tee und Keksen, Schach-Turnieren, Backgammon und Brettspielen“ statt. Am Freitag lautet um 18.00 Uhr im HZO 50 das Thema: „Islamophobie – Ursprünge und Entwicklungen eines modernen Feindbildes“. Referenten sind Musa Hasan und Baruch Wolski. Die Internationalismuswoche endet am Samstag mit einem „Türkischen Rockkonzert mit der Gruppe Esvedeyn“. Beginn ist 21 Uhr im Kulturcafé. Der Einladungsflyer.
Die Linke im Rat hat eine neue Ausgabe ihrer Zeitung „Einblicke“ herausgebracht. Darin kritisiert Ratsmitglied Uwe Vorberg in seinem Leitartikel, welche nun immer deutlicher werdenden Risiken die Stadt mit ihrem Cross-Border-Leasing-Geschäft eingegangen ist. Weitere Themen sind u.a. der städtische Haushalt, als Dauerbrenner das Konzerthaus und die Kritik der Linken an der Bundeswehrwerbung in Bochum. Die “Einblicke†gibt es gedruckt im Fraktionsbüro der Linken (Willy-Brandt-Platz 1-3). Es gibt sie auch als PDF-Datei.
Das Militärbündnis NATO wird auf einem großen Gipfeltreffen in Straßburg und Kehl im Frühjahr 2009 sein 60-jähriges Bestehen feiern. Das Bochum Friedensplenum will mit einer Veranstaltungsreihe und Aktionen über die Geschichte, Strategien, Kriege und Geheimoperationen der NATO informieren. Motto: „60 Jahre Nato sind kein Grund zum Feiern“. Näheres dazu wird sicherlich auf der seit einigen Tagen aktivierten Webseite des Friedensplenums zu lesen sein.