Dienstag 15.09.20, 12:03 Uhr
Kriegsvorbereitung mal ganz anders:

Dein Jahr für Deutschland – Heimatschutz

Der Bundeswehr geht für zukünftige globale militärische Einsätze und gleichzeitige Absicherung der Heimatfront das Personal aus. Alle Versuche, Freiwillige zum Sterben zu werben, reichen nicht aus. Noch schrecken die Verantwortlichen im Kriegsministerium davor zurück, die Aussetzung der Wehrpflicht wieder rückgängig zu machen.
Die Bundeswehrsoldat*innen sollen nun mit einer auch bisher in Veröffentlichungen des Kriegsministeriums propagierten Mischung aus bewaffneten Rot-Kreuz-Helfer*innen und barmherzigen Samariter*innen dargestellt werden, die für die Bananen unserer Kinder und Hilfen bei Pandemien  sorgt. (weiterlesen)

Dienstag 25.08.20, 12:28 Uhr
Antikriegstag: DGB und Friedensplenum laden ein:

Militarisierung und Hochrüstung der EU als Weltmacht

Der DGB Bochum und das Friedensplenum laden am Montag, den 31. August um 19 Uhr – also am Vorabend des Antikriegstages – zu einer Veranstaltung mit Andreas Zumach ein zum Thema „Militarisierung und Hochrüstung der EU als Weltmacht“. Das ganze findet im Jahrhunderthaus (IG Metall), Alleestraße 80 statt. Damit Deutsche und Franzosen nach drei verheerenden Kriegen nie mehr aufeinander schießen, wurde vor knapp 70 Jahren der Grundstein für die heutige Europäische Union gelegt. Doch inzwischen entwickelt sich die EU vom einstigen „Friedensprojekt“ immer mehr hin zu einem „global Player“ mit eigenen militärischen Fähigkeiten. Diese gelten als unverzichtbar, um „internationale Verantwortung“ wahrzunehmen und mit den USA,China und anderen Konkurrent*innen mitzuhalten. (weiterlesen)

Sonntag 23.08.20, 10:58 Uhr

DGB: Livestream-Veranstaltung zum Antikriegstag

Der Deutsche Gewerkschaftsbund, DGB, hat einen Aufruf zum Antikriegstag veröffentlicht und führt zusätzlich eine Livestream-Veranstaltung am 1.9.2020 ab 18 Uhr durch. Im Aufruf „Nie wieder Krieg! In die Zukunft investieren statt aufrüsten!“ stellt der DGB        kritisch fest: „Deutschland ist nicht nur viertgrößter Rüstungs-   exporteur weltweit, sondern ist bei den Ländern mit den meisten Rüstungsausgaben auf den siebten Platz vorgerückt.“ Der DGB fordert die Bundesregierung auf, den UN-Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen und die Zwei-Prozent-Aufrüstungsvorgabe der NATO aufzugeben und stattdessen „die für Rüstungsausgaben vorgesehenen Mittel in ein sozial gerechtes Deutschland und Europa mit nachhaltigen Zukunftsperspektiven zu investieren.“ Des Weiteren plädiert der DGB dafür, die Friedensinitiative „Abrüsten statt aufrüsten“ (https://abruesten.jetzt)zu unterstützen.

Weil  sich dieses Jahr das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung Deutschlands vom Faschismus zum 75. Mal. jährt, hat sich der DGB etwas Neues einfallen lassen und bittet die Leute um persönliche Statements zu diesen Fragen.

  • „Was bedeutet für euch Krieg?
  • Was bedeutet für euch Frieden?
  • Wohin führt Aufrüstung?
  • Und wie erreichen wir Abrüstung?“

Erwünscht sind Beiträge in Form von Text, Bild oder Video, die dann im Livestream gezeigt werden sollen (Einsendeschluss: 26.08.2020)

Weitere Informationen

Details zum Livestream und den Statements
Nie wieder Krieg! In die Zukunft investieren statt aufrüsten!
 DGB-Aufruf zum Antikriegstag 2020
Die Geschichte des Antikriegstags im Bild

Montag 03.08.20, 13:43 Uhr

Mahnwache 75 Jahre nach Hiroshima: Atomwaffenverbot unterzeichnen

Auch 75 Jahre nach den schrecklichen Atomwaffenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki ist die Welt nicht vernünftiger geworden. Zum Jahrestag  des ersten Atombombeneinsatzes ruft das Bochumer Friedensplenum für Donnerstag den 6. August um 18.30 Uhr zu einer Mahnwache am Eingang der Huestraße gegenüber vom Hauptbahnhof auf. So, wie es die Überlebenden aus Japan formulieren, geht es auch uns darum, „zusammen eine große zivilgesellschaftliche Bewegung aufzubauen, die stark genug ist, Deutschland und Japan dazu zu bewegen ihre Doktrin der `nuklearen Abschreckung´aufzugeben und den Atomwaffenverbotsantrag sowohl zu unterzeichnen als auch zu ratifizieren.“

„Wir wollen“, schreibt die Hibakusha-Organisation weiter „mit den Menschen überall auf dem Erdball eine Welt erreichen, die frei von Atomwaffen und frei von Krieg ist.“

Mittwoch 29.07.20, 09:31 Uhr

Keine bewaffneten Drohnen!

Da eine Entscheidung für die Bewaffnung von Drohnen noch nicht getroffen wurde und es nun von der SPD abhängt, ob eine Entscheidung dafür oder dagegen ausfällt, ruft das Netzwerk  Friedenskooperative auf, an das „friedenspolitische Gewissen der SPD“ zu appellieren  und mit einer E-Mail an die SPD-Führung gegen die Bewaffnung und den Einsatz von Kampfdrohnen einzutreten. Näheres zu der Aktion und die Argumente gegen Kampfdrohnen finden sich hier . Unter www.lobbying4peace.de/keine-kampfdrohnen-spd kann man direkt eine E-Mail an Saskia Esken, Norbert-Walter Borjans und Rolf Mützenich richten.

Dienstag 28.07.20, 10:10 Uhr

Wieder regelmäßige Treffen

Das Bochumer Friedensplenum trifft sich – unter Einhaltung aller Vorsichtsmaßnahmen – wieder regelmäßig. Während unsere Aktivitäten notwendigerweise pandemiebedingt beschränkt waren, hat sich die Kriegsgefahr nicht verringert.  „Es ist an der Zeit, bewaffnete Konflikte zu beenden und sich gemeinsam auf den wahren Kampf unseres Lebens zu konzentrieren.“ Dieser Aufruf des UN-Generalsekretärs zu einem globalen Waffenstillstand blieb ohne Folgen, auch in Deutschland. Für die Friedensbewegung gibt es viele Aufgaben.

  • Die Kriege in Afghanistan, Syrien, Mali werden mit deutscher Beteiligung fortgesetzt.
  • Kriege u.a. im Jemen und Libyen werden mit deutschen Waffenexporten befeuert.
  • Die Verteidigungsministerin plant, neue Trägersysteme zu kaufen, damit Soldaten der Bundeswehr die in Deutschland gelagerten US-Atombomben abwerfen können.
  • Das Verteidigungsministerium dringt auf die Bewaffnung geleaster Drohnen.
  • Der Rüstungshaushalt wird kontinuierlich erhöht, Rüstungsbeschaffungen im Werte von 10 Milliarden werden als Konjunkturmaßnahme vorgezogen.
  • Im Juni wurden 5,6 Euro für den Bau von vier Mehrzweckkampfschiffen bewilligt.
  • In den ersten vier Monaten des Jahres wurden um 40 Prozent mehr Rüstungsgüter exportiert als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres.
Freitag 24.07.20, 08:38 Uhr

Kampagne „Rathaus nazifrei – keine Stimme für AfD und NPD“

Das Bochumer Friedensplenum unterstützt die Kampagne Rathaus nazifrei – keine Stimme für AfD und NPD. DGB Ruhr-Mark, DGB Bochum, ver.di mittleres Ruhrgebiet, IG Metall Bochum und das Bochumer Bündnis gegen Rechts starten heute diese Kampagne. Es gibt Aufkleber, Buttons, Plakate, T-Shirts, Bierdeckel …, mit denen ein Bewusstsein geweckt werden soll, welche Gefahr insbesondere von der AfD ausgehen. Näheres ist auf der Webseite der Kampagne zu finden:   http://www.rathaus-nazifrei.de/

Samstag 30.05.20, 06:47 Uhr

Notunterkünfte besser vor Corona schützen!

Bochumer Vereine, Initiativen und Organisationen aus den Bereichen Soziales, Wohnen und Flüchtlingsarbeit haben einen offenen Brief an Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und Sozialdezernentin Britta Anger verfasst. Darin drücken sie ihre große Sorge um die Situation in den Bochumer Not- und Sammelunterkünften für Wohnungslose und Geflüchtete aus. Sie fordern von der Stadt konkrete Maßnahmen, um die untergebrachten Menschen besser vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. „Aus unserer eigenen Arbeit kennen wir die schwierigen und beengten Lebensverhältnisse in den Bochumer Unterkünften genau“, schreiben die 14 Vereine, Netzwerke und Initiativen. Unter ihnen sind der bodo e.V., der Kinder- und Jugendring, die Medizinische Flüchtlingshilfe, die IFAK und PLANB. Unterzeichnet ist der Brief außerdem vom Initiativkreis Flüchtlingsarbeit, in dem sich mehr als 40 Bochumer Organisationen zusammengeschlossen haben. „Unser Eindruck ist, dass bisher nicht genug getan wird, um die untergebrachten Menschen angemessen vor Ansteckung zu schützen und eine Verbreitung des Coronavirus in den Unterkünften zu verhindern“, heißt es in dem offenen Brief weiter.
Gemeinsam fordern die Organisationen acht Maßnahmen, um die die Unterbringungssituation zeitnah und substanziell zu verbessern, „damit notwendige Abstands- und Hygieneregeln überhaupt eingehalten werden können“. Notwendig sei die „konsequente und weitreichende Reduzierung der Belegungsdichte“ durch die Anmietung zusätzlicher Wohnungen und ggf. Hotel- und Herbergskapazitäten. Außerdem müsse die Stadt zeitnah einen runden Tisch einberufen, an dem sich die zuständigen Ämter mit den Trägern der Unterkünfte und der Sozialarbeit über die konkreten Schritte austauschen können. Weiter fordert das Bündnis ein umfassendes Corona-Screening für die Beschäftigten und die untergebrachten Menschen, mehr Unterstützung und eine Erhöhung des Personalschlüssels, um den besonderen Herausforderungen gerecht werden zu können. (weiterlesen)

Mittwoch 26.02.20, 09:27 Uhr
Der deutsch-sowjetische Krieg 1941-45

Unternehmen Barbarossa – der blutigste Krieg der Menschheitsgeschichte

Friedensplenum und DFG-VK laden am Mittwoch, den 4. März um 19 Uhr, im ver.di-Haus, Universitätsstr. 76 zu einem Vortrag von Erich Später ein. Er erinnert an das Unternehmen Barbarossa – den blutigsten Krieg der Menschheitsgeschichte. Am 8./ 9. Mai 1945 endete der 2. Weltkrieg mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Den Hauptschauplatz des 2. Weltkriegs in Europa bildete die deutsch-sowjetische Front. Hier standen sich über vier Jahre die größten Armeen der Militärgeschichte gegenüber. Mit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 sollte die Sowjetunion zerschlagen und Deutschland nach dem erhofften Sieg zur dominierenden Weltmacht aufsteigen. Gleichzeitig wurde der Krieg von deutscher Seite als Vernichtungskrieg gegen den“ Jüdischen Bolschewismus“ und die “Slawischen Untermenschen“ geführt.
Über 26 Millionen sowjetische Bürger verloren ihr Leben. Deutschland war am 9. Mai 1945 auf dem politischen, materiellen und moralischen Tiefpunkt seiner Geschichte angelangt. Der Historiker und Journalist Erich Später schildert die Politik der „verbrannten Erde“, über die in unserer Gesellschaft ein Erinnerungsschatten liegt. Das heutige Feindbild „Rußland“ ist immer noch geprägt von der damaligen Nazi-Propaganda. I Der Einritt ist frei.

Sonntag 02.02.20, 21:38 Uhr

Künstliche Intelligenz in Waffensystemen – Wettrüsten und Destabilisierung vorprogrammiert

Das Bochumer Friedensplenum, die DFG-VK und die Volkshochschule (VHS)  laden am 12. Februar um 18.30 Uhr in der VHS zu einen Vortrag von Dr. Jürgen Altmann über Künstliche Intelligenz in Waffensystemen ein: „Künstliche Intelligenz“ (KI) gilt als nächste große technische Innovation, sie wird von vielen Staaten intensiv gefördert. Sie kann das Leben angenehmer machen, aber auch Überwachung und Manipulation erleichtern. Erheblich gefährlicher wäre KI im Krieg. Viele Streitkräfte setzen auf KI, in Waffensystemen sowie der allgemeinen Gefechtsführung. KI soll im Kampf Überlegenheit bringen. Autonome Waffensysteme würden nicht mehr Befehle eines relativ langsamen Menschen brauchen, sondern mittels Sensoren Computer-schnell Ziele auswählen und angreifen. KI würde die Situation auf dem Gefechtsfeld beurteilen, die Aktionen des Gegners analysieren und den Befehlshaber*innen Operationen vorschlagen, sie perspektivisch sogar selbst durchführen. Man kann befürchten, dass Menschen Mühe haben würden, dem Geschehen zu folgen, geschweige denn es zu steuern.

Der Vortrag erläutert wichtige Prinzipien der KI, aber auch Fehlermöglichkeiten. Wenn autonome Waffensysteme nicht bald international verboten werden, ist intensives Wettrüsten – nicht nur zwischen den Nuklear-Hauptmächten USA, Russland, China – zu erwarten sowie Weiterverbreitung an viele Staaten, möglicherweise auch an Terroristen. Wenn Flotten autonomer Waffensysteme sich in einer Krise auf kurze Entfernung gegenseitig bedrohen, könnten Fehlalarme in einen Krieg führen. Hier müsste in Sekunden entschieden werden, während bei Meldung von Nuklearangriff immerhin noch zehn bis dreißig Minuten Zeit ist zu entscheiden, ob ein Fehlalarm vorliegt – oder ob man den eigenen Gegenschlag startet. Die Lage bei Cyberangriffen wäre ähnlich. Diese Destabilisierung zu verhindern, braucht die Rückkehr zu Abrüstung mittels internationaler Verträge.

Jürgen Altmann, Dr., Privatdozent, ist Physiker und Friedensforscher an der Technischen Universität Dortmund. Seit 1985 bearbeitet er wissenschaftlich-technische Probleme der Abrüstung. Größere Studien befassten sich mit Laserwaffen, Raketenabwehr, Mikrosystemtechnik, Nanotechnik, nicht-tödlichen Waffen und bewaffneten unbemannten Fahrzeugen. Er ist ein stellvertretender Sprecher des International Committee for Robot Arms Control.
Die Veranstaltung findet im Raum 1012 der VHS statt.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Anmeldungen unter: 02 34 / 910 – 15 55 oder im Internet unter www.vhs-bochum.de
Kursnummer: A13016