Donnerstag 19.05.16, 18:55 Uhr

Stoppt Militarisierung und Waffenhandel!

Vortrag/Diskussion: Was steckt hinter den deutschen Waffenexporten?

Die Empörung gegen den  massiv gestiegenen Export von Rüstungsgütern ist groß. Doch reicht der moralische Aufschrei gegen das millionenfache Leid, das durch die deutschen Waffenexporte mitverursacht wird? Stecken nicht zu bestimmende Mechanismen und Strukturen hinter diesen Lieferungen? Neben den wichtigsten Fakten zur Rüstungsexportportpolitik wird der Referent, Dominic Kloos, auf die Fragen nach dem Zusammenhang von Krisenkapitalismus und einer generellen gesellschaftlichen Militarisierung eingehen.

Dominic Kloos ist Geschäftsführer/Referent des Ökumenischen Netzes Rhein-Mosel-Saar, Koblenz. Das Bochumer Friedensplenum und der Bahnhof Langendreer laden alle Interessierte zu dieser Veranstaltung am 1. Juni 2016 um 19.30 Uhr in das Studio 108 des Bahnhofs Langendreer ein.

 

Mittwoch 18.05.16, 10:53 Uhr

20 Wochen gegen 20 Atombomben

In Büchel, nur etwa 100 km von Bochum entfernt, lagern zwanzig Atomwaffen. Zwanzig Wochen halten dort seit dem 26. März bis zum 9. August  Gruppen  mit ihren jeweiligen Symbolen Mahnwachen  oder führen gewaltfreie Aktionen durch. Vor der Heimreise werden die künstlerischen, friedens- oder frauenpolitischen, religiösen wie nichtreligiösen Symbole auf einem Grundstück beim Kreisel zum Fliegerhorst nahe der Bundesstraße dauerhaft und gut sichtbar aufgestellt werden. Auf diese Weise entsteht eine dauerhafte Friedenswiese. ” atomwaffenfrei.jetzt ” ruft Friedensgruppen zur Teilnahme auf. Zusätzlich soll mit einem offenen Brief und einer  Selbstverpflichtungs- bzw. Solidaritätserklärungerklärung die öffentliche Aufmerksamkeit auf den Atomwaffenstandort Büchel und die dort geplante qualitative Aufrüstung der Atombomben gelenkt werden. Die Aktionspräsenz in Büchel soll den Druck auf die politischen Entscheidungs träger erhöhen, im Sinne der Kampagne aktiv zu werden, d.h. die Aufrüstung zu stoppen, die Atomwaffen abzuziehen und sie weltweit zu verbieten.

Mittwoch 11.05.16, 13:47 Uhr

“Von deutschem Boden geht Krieg aus”

Unter diesem Titel steht die aktuelle Ausgabe des Friedensjournal. Damit ist die Gesamtheit von Kriegspolitik, Kriegsvorbereitung und Kriegs- führung gemeint.  Beiträge beschäftigen sich mit Kommandozentralen und Militärbasen in Ramstein, Jagel und Kalkar, dem Atomwaffenstandort Büchel und den Protesten der Friedensbewegung dort. Karl-Heinz Peil geht der Frage nach, was die Friedensbewegung aus den Erfolgen der TTIP-Kampagne lernen kann. Christine Buchholz gibt einen sehr lesenswerten Überblick zur eskalierenden deutschen Rüstungspolitik.

Mittwoch 11.05.16, 13:32 Uhr

Krieg und seine Konseqenzen

Ab Donnerstag, den 12.05. ist das dänische Drama A War im endstation.kino zu sehen. Die Filmbeschreibung: “Kommandant Claus Pedersen und seine dänische Einheit sind fern der Heimat in der afghanischen Provinz stationiert. Als die Kompanie ins Kreuzfeuer der Taliban gerät, fordert Pedersen Luftverstärkung an, um das Leben seiner Männer zu retten. Doch zurück in der Heimat muss sich der dreifache Familienvater vor Gericht verantworten, weil bei dem Einsatz unschuldige Zivilisten getötet wurden. Ein zermürbender Prozess beginnt, der ihn auch immer mehr in ein moralisches Dilemma bringt. A War ist ein Film über den Krieg und seine Konsequenzen, ein bewegendes Drama über den ersten Auslandseinsatz des dänischen Militär und die Frage, wie weit man im Kampf gegen den Terrorismus gehen darf.”
Donnerstag 05.05.16, 11:15 Uhr

Gedenken

Ein wenig auffälliger schwarzer Stein markiert auf dem Bochumer Hauptfriedhof die Gräber von sowjetischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern, die in Bochum ihr Leben lassen mussten. Ursprünglich, nach 1945,  erinnerte  ein neun Meter hohes Denkmal mit der über- großen Darstellung eines gequälten Zwangsarbeiters an zentraler Stelle vor dem Haupteingang an die Sowjetbürger. “Russendenkmal” hieß es in Bochum. 1952 berichtete der CDU-Bürgermeister Josef Schirpenbach über den Unmut in der Bevölkerung, weil “dieses durch die Besatzungs- behörde errichtete wuchtige Denkmal nicht unserem Empfinden entspricht und es möglichst beseitigt werden sollte.” (Vgl. H.Hanke)    Der schrittweise Abbruch wurde schlau durchgesetzt. Ein Empfinden für die  Opfer anderer Völker, vor allem der Sowjetunion, die den Sieg über das faschistische Deutschland ermöglichten, hat die Mehrzahl der nationalsozialistisch geprägten Bevölkerung nie gehabt.                     Am Freitag, 6.Mai, findet ab 16 Uhr ein Gedenkrundgang auf dem Friedhof am Freigrafendamm statt, bei dem Blumen auf die Gräber der Kriegsgefangenen, Zwangsarbeiter und antifaschistischen Widerstands- kämpfer gelegt werden. Zu der Gedenkaktion rufen auf der Club STERN (Holocaustüberlebende) in der jüdischen Gemeinde Bochum, die VVN-BdA und das Bochumer “Bündnis gegen Rechts”.

Dienstag 03.05.16, 12:48 Uhr

Vortrag: Konfliktprävention

Zu einem Vortrag über  “Strategische Machtpolitik der USA – Aspekte einer Konfliktprävention” lädt das Essener Friedensforum am 18.05.2016, 19-21 Uhr, Volkshochschule, Burgplatz 1, Essen ein. Der Referent Jochen Schulz, Oberstleutnant a.D., vertrat Deutschland zwölf Jahre lang in politischen NATO-Gremien und sechs Jahre in multinationalen Stäben der NATO. Möglicherweise führten seine Erfahrungen mit der militärischen Konfrontationspolitik der NATO zu Überlegungen, wie Konflikten generell vorgebeugt werden kann. Geht es dem Referenten unter dem Stichwort “Multilaterale Weltordnung” aber um eine stärkere Gewichtung der deutschen/europäischen ökonomischen und politischen Interessen innerhalb der NATO gegenüber den USA, so ist diese Strategie für eine gründlicheAnalyse in der Friedensbewegung sicher auch interessant.

Mittwoch 06.04.16, 18:31 Uhr

Militärausgaben

Am Dienstag stellte das schwedische Friedensforschungsinstitut SIPRI  Zahlen  über die weltweit steigenden Militärausgaben für 2015 vor.  Die USA geben umgerechnet rund 523 Mrd. Euro für militärische Zwecke aus, gefolgt von China mit 189 Mrd. Euro, Saudi-Arabien mit 76,5 Mrd. und Russland mit 58,3 Mrd. Euro. Deutschland nimmt mit 34,6 Mrd. Euro den neunten Platz ein. In Zentraleuropa steigen die Rüstungs- ausgaben aus Furcht vor russischer Aggression, meint SIPRI. Die Höhe derAusgaben für Kriegsvorbereitungen zeigen dagegen ein immenses Übergewicht der NATO-Staaten bei der Rüstung. Weltweit werden unvorstellbare 1,7 Billionen Dollar jährlich zur Destruktion eingesetzt.

Dienstag 29.03.16, 07:09 Uhr

Rainer Einenkel: “Waffenverkäufe sind Exporte, an denen immer Blut klebt.”

Zum Auftakt der letzten Ostermarschetappe thematisierte Rainer Einenkel, langjährige Betriebsratsvorsitzende von Opel Bochum, das für die Gewerkschaften nicht immer leichte Thema Rüstungsproduktion: »Rüstungsindustrie ist kein normaler Industriezweig. Waffenverkäufe sind Exporte, an denen immer Blut klebt. Behauptet wird, Rüstungsexporte sicherten Beschäftigung und unseren Wohlstand! Darum sei das Geschäft mit dem Tod unverzichtbar. Eine perverse, kranke Logik. Die Fakten sprechen eine andere Sprache: Rüstungsexporte entsprechen gerade 1 % der gesamten deutschen Exporte. Rüstungsexporte sind nur für deutsche Unternehmen äußerst profitabel, Arbeitsplätze werden dadurch kaum gesichert. Von 30 Mio. Beschäftigten in der Gesamtwirtschaft sind 80.000 Arbeitsplätze von der Rüstungsproduktion abhängig. Hier muss die Diskussion verstärkt werden, dass auch diese 80.000 Menschen im zivilen Bereich Arbeit finden. Beispiele dafür gibt es genug. (weiterlesen)

Dienstag 29.03.16, 07:01 Uhr

Ostermarsch in Langendreer: Fluchtursache Krieg


Voix de Migrants berichten über die Flucht aus Guinea nach Europa
Den Abschluss des Ostermarsches am Sonntag bildete eine Veranstaltung im Bahnhof Langendreer und dem Motto: „Fluchtursache Krieg – Daten und Fakten zur Flüchtlingsdebatte“. Der Landessprecher der DFG-VK Felix Oekentorp machte deutlich, wie offensichtlich die Kriegsgebiete der NATO-Staaten der letzten Jahre genau die Gegenden markieren, aus denen Menschen nach Deutschland fliehen. Diese Menschen werden häufig mit Waffen vertrieben, die deutsche Firmen in die Kriegsgebiete exportiert haben. Im internationalen Vergleich hat Deutschland eine geringe Quote an Flüchtlingen aufgenommen. Trotzdem wird seit Jahren das Asylrecht ausgehöhlt und den Flüchtlingen werden Rechte vorenthalten, die ihnen die Genfer Flüchtlingskonvention garantiert. Im zweiten Teil der Veranstaltung schilderten Mitglieder der Gruppe Voix des Migrants (Stimme der Migranten), wieso z. B. Menschen aus Guinea nach Europa fliehen: »Wir wollen auf das Massaker am 28.09.2009 im Stadion von Guinea-Conakry (Westafrika) aufmerksam machen. (weiterlesen)

Freitag 25.03.16, 11:17 Uhr

Mit Flüchtlingen sprechen – statt über sie Änderung des Ostermarschprogramms

Das Bochumer Friedensplenum hat sein Ostermarschprogramm erweitert. Zum Abschluss der Sonntagsetappe um     16.15 Uhr im Bahnhof Langendreer hat das Friedensplenum  die Gruppe  “Voix des Migrants NRW – geflüchtete MigrantInnen aus Subsahara” und die vor dem Rathaus protestierenden Flüchtlinge eingeladen, um als Zeit- zeugen über Fluchtursachen zu informieren. Sie werden den Vortrag von Felix Oekentrop  „Fluchtursache Krieg – Daten und Fakten zur Flüchtlings- debatte“ ergänzen. Das Friedensplenum will damit erreichen, dass wir nicht über die nach Bochum geflüchteten Menschen sondern mit ihnen reden. Sie können konkret berichten, was deutsche Waffenexporte, Militäreinsätze und ausbeuterische Wirt- schaftsbeziehungen in ihren Ländern anrichten.
In einem zweiten Teil  soll thematisiert werden, unter welch menschen- unwürdigen Bedingungen Flüchtlinge über Monate hinweg in Flüchtlings- lagern in Bochum leben müssen. Wichtig ist dabei, dass selbst innerhalb der Flüchtlingslager noch einmal eine Diskriminierung stattfindet. Hautfarbe, Herkunft und das Kriterium, wie nützlich Menschen für unsere Gesellschaft sind, entscheiden im Alltag maßgeblich darüber, wie Flüchtlinge behandelt werden.
Unverändert im Programm bleibt der Rahmen der Ostermarsch-Veranstaltung. Klaus Amoneit wird Lieder gegen den Krieg singen und auf seiner Gitarre begleiten. Hier das vollständige Programm.