Archiv für das Jahr: 2007


Pressemitteilung vom 26. April 2007
Freitag 27.04.07, 08:00 Uhr

Unabhängige Sozialberatung – Beratungs- Beschwerde- und Ombudsstelle für Erwerbslose


„Reiches Land – arme Kinder“
„Arme Kinder brauchen Extra-Leistungen für die Schule“
Bochum soll Beziehern von Hartz IV und anderen armen Haushalten zusätzliche Hilfen gewähren, damit sie notwendige Schulmaterialien anschaffen können. Dies fordert die „Unabhängige Sozialberatung“. In Bochum leben mehr als 10.000 Kinder unter 15 Jahren von Hartz IV. Weitere zweitausend sind ähnlich arm, noch mal mehr als zehntausend armutsgefährdet. Am Donnerstag [26.4] sprach sich auch die Nationale Armutskonferenz in Berlin für höhere Leistungen aus, die sich an den tatsächlichen Ausgaben für Kinder orientieren müssten.
„Solange vielen armen Haushalten das Geld für benötigte Schulmaterialien fehlt, sind wir Lichtjahre von gleichen Chancen für alle Schulkinder entfernt“ kritisiert Norbert Hermann von der „Unabhängigen Sozialberatung“. Der Hartz-IV-Satz für Kinder bis 14 Jahre beträgt 207 Euro monatlich – genau so viel wie für Säuglinge. Lt. Regelsatzverordnung sind das: für Essen und Trinken täglich 2,62 Euro (0,57 fürs Frühstück, je 1,02 Euro für Mittag- und Abendessen), für öff. Verkehrsmittel 0,35 Euro täglich, für ein Fahrrad (zum Ansparen) 0,44 Euro im Monat, für Klamotten 14,21 Euro im Monat, für Schuhe 3,66 Euro im Monat, für Sport- und Freizeit (Schwimmbad) 3,76 Euro im Monat, für Spielsachen 0,76 Euro im Monat, für Schreib- und Mal-Sachen 1,63 Euro im Monat. „Dafür bekommt man gerade mal einen Bleistift und einen Radiergummi. Aber was, wenn ein Zirkel oder ein Taschenrechner gebraucht werden?“ erläutert Norbert Hermann von der „Unabhängigen Sozialberatung“. Ein Betrag für Schulbücher ist nicht vorgesehen.
Die „Unabhängige Sozialberatung“ begrüßt die Forderung der Nationalen Armutskonferenz, die Regelsätze für Kinder neu und nach dem tatsächlichen Bedarf festzusetzen. Bis diese Verbesserung auf Bundesebene durchgesetzt sei, könnten die benachteiligten Schulkinder aber nicht warten. „Unsere Kommunalpolitiker müssen hier und heute etwas gegen den Skandal der Kinderarmut tun“, fordert Norbert Hermann von der „Unabhängigen Sozialberatung“. Die Stadt Bochum müsse einen kommunalen Fonds einrichten, aus dem Beihilfen für notwendige Schulmaterialien gewährt werden. „Am 3. Mai tagt der Sozialausschuss, der muss das auf den Weg bringen.“ Mitgliedschaften in Sportvereinen, der Stadtbücherei, Unterricht an der Musikschule, der Besuch von Schwimmbädern und kulturellen Einrichtungen ebenso wie das „Schokoticket“ müssten kostenfrei sein.
Die Unabhängige Sozialberatung verweist dabei auf das positive Beispiel der Stadt Oldenburg. Dort wurde ein kommunaler Lernmittelfonds in Höhe von zukünftig 400.000 Euro eingerichtet, aus dem einkommensschwache Haushalte Ausgaben für die Schule erstattet bekommen. „Was in Oldenburg geht, muss auch in Bochum möglich sein“, fordert Norbert Hermann.
Große Empörung herrschte im Lande, als bekannt wurde, dass Geschenke zur Kommunion, Konfirmation, Jugendweihe (Geburtstag, Weihnachten ohnehin!) auf den Hartz IV-Lebensunterhalt anzurechnen wären.
Aber: Lamentieren über „Armut“ hat nachgerade Hochkonjunktur. Jedenfalls solange es um „unschuldige Kinder“ geht. Werden sie einmal erwachsen, sind sie „selbst Schuld an ihrer Armut“ oder gar das Sozialsystem ist schuld, das sie „durch seine Großzügigkeit daran hindert, den Lebensunterhalt selbst zu verdienen“. Ein nicht geringer Teil der Armut entsteht durch Armutslöhne. Zwar nimmt in einigen Bereichen die Arbeitslosigkeit ab, die Kinderarmut steigt trotzdem an! Das liegt nicht nur daran, dass ein Teil der ganz Armen von diesem „Wirtschaftswachstum“ ausgenommen bleibt, es liegt auch daran, dass viele, die in Arbeit kommen, davon nicht wirklich leben können.
Auch wenn die Eltern im Erwerb stehen, droht Kinderarmut. Zum Beispiel lebt eine Facharbeiterfamilie mit zwei Kindern und einem durchschnittlichen Einkommen (30.000 Euro, ein Erwerbstätiger) unter dem Existenzminimum – wegen der einseitig übermäßigen Abgaben in die Sozialsysteme. Der auffälligste Befund der zunehmenden Verarmung der Familien in den letzten 40 Jahren ist die Tatsache, dass sich seit 1965 die Geburtenzahl pro Jahr fast halbiert und der Anteil der Kinder in der Armut auf das Sechzehnfache gesteigert haben – obwohl die Müttererwerbstätigkeit um fast 60 Prozent gestiegen ist! Die Zahlen der Sozialhilfeempfänger sind sogar in den Jahren weiter nach oben geklettert, in denen die Zahlen der Arbeitslosen sanken.
Seit Hartz IV explodiert die Zahl der Armen und der armen Kinder. Kein Wunder: Hartz IV (und die gesamte Agenda 2010) hat ja gerade zum Ziel, einen großen Teil der Bevölkerung unter das existenzielle Minimum herabzudrücken. Bei den Kindern schon ausgesprochen erfolgreich: 25 % der Kinder in NRW sind mittlerweile auf Armutsniveau, 27 % in Bochum, über 30 % in Gelsenkirchen. Die Sozialverbände und selbst Brüssel schlagen längst die Alarmglocken – eine Umkehr ist offensichtlich nicht beabsichtigt.

Freitag 27.04.07, 08:00 Uhr
Die Unabhängige Sozialberatung fordert:

„Arme Kinder brauchen Extra-Leistungen für die Schule“

Die Stadt Bochum soll BezieherInnen von Hartz IV und anderen armen Haushalten zusätzliche Hilfen gewähren, damit sie notwendige Schulmaterialien anschaffen können. Dies fordert die „Unabhängige Sozialberatung“ und stellt fest: „In Bochum leben mehr als 10.000 Kinder unter 15 Jahren von Hartz IV. Weitere zweitausend sind ähnlich arm, noch mal mehr als zehntausend armutsgefährdet.“ In einer Pressemitteilung rechnet die Unabhängige Sozialberatung vor, was Kindern täglich zur Verfügung steht: Für Essen und Trinken 2,62 Euro (0,57 fürs Frühstück, je 1,02 Euro für Mittag- und Abendessen), für öff. Verkehrsmittel 0,35 Euro. Monatlich sind vorgesehen: Für ein Fahrrad 0,44 Euro, für Klamotten 14,21 Euro, für Schuhe 3,66 Euro, für Sport- und Freizeit (Schwimmbad) 3,76 Euro, für Spielsachen 0,76 Euro, für Schreib- und Mal-Sachen 1,63 Euro. „Dafür bekommt man gerade mal einen Bleistift und einen Radiergummi. Aber was, wenn ein Zirkel oder ein Taschenrechner gebraucht werden?“ erläutert Norbert Hermann. Ein Betrag für Schulbücher ist nicht vorgesehen. Die Stadt Bochum müsse einen kommunalen Fonds einrichten, aus dem Beihilfen für notwendige Schulmaterialien gewährt werden. „Am 3. Mai tagt der Sozialausschuss, der muss das auf den Weg bringen.“ Die Pressemitteilung im Wortlaut.


Donnerstag 26.04.07, 18:00 Uhr

Neuwahlen an der Ruhr-Uni?

Drei Monate nach der Wahl des Studierendenparlamentes (SP) an der Ruhr-Uni deutet alles darauf hin, dass die Jusos/Rubrosen es nicht schaffen, einen AStA zu Stande zu bringen. Es bleiben nur noch 14 Tagen, dann schreibt die Satzung der Studierendenschaft vor, dass es Neuwahlen geben muss. Dies wäre das erste Mal in der Geschichte der Ruhr-Uni. Die Jusos waren aus der SP-Wahl als klare GewinnerInnen hervorgegangen. Mit einem von fast allen BeobachterInnen als rechtspopulistisch eingeschätzten Wahlkampf hatten die Jusos insbesondere gegen die Freie Uni Stimmung gemacht und dem AStA vorgeworfen, die Freie Uni und das Protestkomitee gegen Studiengebühren zu stark zu unterstützen.
Nach der Wahl räumten die Jusos zwar ein, dass eine Reihe ihrer im Wahlkampf erhobenen Vorwürfe nicht haltbar seien, aber zu einer richtigen Distanzierung ihrer Schmähungen konnten sie sich nicht aufraffen. Eine tragfähige Verhandlungsbasis mit der alternativen liste und der Linken Liste wurde daher nie erreicht. mehr…


Donnerstag 26.04.07, 12:00 Uhr

Ruhr-Uni: Mit neuer Buslinie von der Uni-Party nach Hause

Das AStA-Referat für Ökologie, Wohnen und Verkehr hat in Zusammenarbeit mit der BOGESTRA eine neue Buslinie in der Nacht von Donnerstag auf Freitag eingerichtet. Diese verkehrt ab dem 04.05.2007 regelmäßig in der Nacht von Donnerstag auf Freitag während der Vorlesungszeit im Semester. Die zusätzliche Linie wurde eingerichtet, um die bestehende zeitliche Lücke der U35 zwischen 1:37 und 4:44 Uhr zu schließen. Bislang war es in dieser Zeit für Studierende nicht möglich, nach den Donnerstags stattfindenden Uni-Parties nach Hause zu kommen. Der mit „Bochum Hauptbahnhof“ beschilderte Bus (ohne Liniennummer) wird ausschließlich während des Semesters um 2:50 Uhr von der Haltestelle „Ruhr Universität“ unterhalb des KulturCafés abfahren. Angefahren werden die Haltestellen Brenscheder Straße, Wasserstraße, Waldring, Oskar-Hoffmann-Straße sowie Bochum Hbf (ZOB). Ob die neue Buslinie dauerhaft verkehrt, hängt vom Zuspruch der Studierenden ab.


Donnerstag 26.04.07, 10:00 Uhr

Filme gegen rechte Gewalt

Die Volkshochschule zeigt heute Abend ab 19.00 im Clubraum drei Kurzfilme zur Ausstellung „Opfer rechter Gewalt“. In „Ambulans“ wird semidokumentarisch die Ermordung von jüdischen Kindern und ihres Lehrers in einem zur Gaskammer umgebauten Krankenwagen durch SS-Angehörige thematisiert. Der Film „Killer Boots“ zeigt die Verwandlung von Gebrauchsgegenständen zu Symbolen der Gewalt, die schließlich zu Waffen werden. Der Film „Rechtsextremismus im Internet“ beschreibt die Okkupation von Jugendsubkulturen durch Neonazis. Die ausführliche Einladung.


Mittwoch 25.04.07, 22:10 Uhr

Kriegsdienstberatung im „Arbeitsamt“

„Deutschlands Militärs sind unzufrieden mit ihrem Job, fühlen sich in der Gesellschaft kaum anerkannt und von der Politik im Stich gelassen. Das sind die Ergebnisse einer groß angelegten Mitgliederbefragung des Bundeswehrverbandes“, schreibt das Springerblatt „WELT“ heute auf ihrer Webseite. Dies empfindet die Friedensbewegung sicherlich als große Motivation für ihre Arbeit.
Die Agentur für Arbeit in Bochum schreibt heute in einer Presseerklärung: „Ein Hauptfeldwebel der Bundeswehr stellt am Donnerstag, 03. Mai 2007 die Ausbildungs- und Studiengänge vor. Fragen zu den Themen: Frauen bei der Bundeswehr, Wehrpflicht, Verpflichtung auf Zeit und Fragen zum Einsatz der Bundeswehr im Ausland werden hier auch beantwortet. Die Beratung wird in der Zeit von 13.00 bis 17.30 Uhr im BIZ der Agentur für Arbeit durchgeführt.“ Auch dies dürfte die Friedensbewegung zu Aktivitäten motivieren.


Mittwoch 25.04.07, 22:00 Uhr
Veranstaltungsreihe zum G8 - Gipfel: Gute Nacht G8!

Medienrevolution von unten

Am Donnerstag, 26. April, zeigt indymedia ruhr um 19.00 Uhr im Sozialen Zentrum, Rottstr. 31 Videobeispiele aus den Gipfelmobilisierungen der letzten Jahre. In der Einladung heißt es: „Seattle, Tagungsort der Welthandelsorganisation 1999. Monatelang mobilisieren GlobalisierungskritikerInnen aus dem Norden und dem Süden Amerikas zum Protest. Hunderttausende tragen ihre Kritik gegen die neoliberale Freihandelspolitik auf die Strasse und werden mit einem der brutalsten Polizei-Einsätze in der Geschichte Nordamerikas konfrontiert.
Mit Hilfe einer neuen Internet-Plattform gehen die Bilder in sekundenschnelle um die Welt. Video-AktivistInnen drehen in den brennenden Strassen Seattles Videoclips, die noch vor den Fernsehnachrichten die Öffentlichkeit der Welt erreichen. Es ist die Geburtsstunde von indymedia. mehr…


Mittwoch 25.04.07, 22:00 Uhr

Krieg und G8

„Morgen vor 70 Jahren, also am 26. April 1937, zerstörten deutsche und italienische faschistische Bomber in mehreren Angriffswellen mit Spreng-, Splitter- und Brandbomben die spanische Stadt Gernika“, erinnerte Wolfgang Dominik heute Abend in seinem Referat „Globalisierung und Krieg“. Auf Einladung des Friedensplenums und der DFG-VK skizzierte er eine kleine Geschichte des Imperialismus und spannte einen Bogen zur Bundeswehr, die heute mit Tornados unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt. Das Referat im Wortlaut.


Mittwoch 25.04.07, 14:00 Uhr
Solidarität von Sevim Dagdelen mit den Streikenden an der EFH:

Ein Streik, mit dem die GebührenbefürworterInnen nicht gerechnet haben

Die Bochumer Abgeordnete der Linksfraktion im Bundestag Sevim Dagdelen solidarisiert sich mit den streikenden Studierenden an der Evangelischen Fachhochschule in Bochum.
„Der Protest der Studierenden kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem die
GebührenbefürworterInnen in NRW nirgendwo mehr mit Streiks gerechnet haben“, schreibt sie heute an die Studierenden. Zugleich betont sie, dass die Aktionen gerechtfertigt sind – schließlich zeige die Entwicklung an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen, dass Studiengebühren sich zum Nachteil der Studierenden auswirken. mehr…


Mittwoch 25.04.07, 12:00 Uhr

ver.di-Erwerbslose fordern 2.500 Tarifarbeitsplätze in Bochum

Der ver.di-Erwerbslosenausschuss im Bezirk Bochum-Herne fordert anlässlich des heutigen ArbeitnehmerInnen-Empfangs der Oberbürgermeisterin 2.500 Tarifarbeitsplätze in Bochum. Die GewerkschafterIinnen werden zu Beginn der Veranstaltung Informationsblätter an die Betriebs- und Personalräte verteilen, in der sie für ein öffentliches Beschäftigungsprogramm werben. Gleichzeitig möchten die Erwerbslosen die Oberbürgermeisterin für ihre Idee gewinnen.
In der Pressemitteilung heißt es: »1-Euro-Jobs kosten der Gesellschaft durchschnittlich 1.444,92 € im Monat, davon erhält der „Jobber“ aber nur 794,92 €. 2006 gaben die ARGEn in Bochum und Herne knapp 35 Millionen Euro für nicht gebrauchte Qualifizierungs- und Arbeitsplatzförderungsmittel an die Bundesagentur für Arbeit zurück. Würde man nur die Hälfte der jährlichen Arbeitsmarktfördermittel nehmen, dazu die Mittel für Regelsatz, Unterkunft und die 1-Euro-Job-Gelder rechnen, könnten davon in Bochum und Herne rund 3.500 Tarifarbeitsplätze geschaffen werden. Jeder so geförderte Erwerbslose erhielte ca. 1.150 Euro. mehr…


Mittwoch 25.04.07, 10:52 Uhr
Theater zur Aufmerksamkeit auf das Thema "Gewalt gegen Frauen"

Die Vagina Monologe im musischen Zentrum

„Die Vagina Monologe“, in Bochum schon im vierten Jahr in Folge, ist ein rührendes, bitter-süßes Stück über das Selbstansehen der Frau. Die Schauspielgruppe führt sie im musischen Zentrum der Ruhr-Universität am Samstag, 28.4. und am Sonntag, 29.4. jeweils um 19.30 Uhr auf. Auch dieses Jahr soll wieder Aufmerksamkeit auf das Thema „Gewalt gegen Frauen“ gelenkt und Geld für Hilfsorganisationen gesammelt werden.
„Die Vagina Monologe“ von Eve Ensler, haben seit zehn Jahren von Atlanta bis Zagreb Erfolge gefeiert. Die teils fröhlichen, teils schmerzlichen, immer mutigen Texte basieren auf Interviews mit Frauen aus aller Welt. Sie handeln von weiblicher Sexualität und davon, wie Frauen ihren eigenen Körper, insbesondere ihre Vagina, sehen und empfinden, und wie sie von anderen Menschen wahrgenommen werden.
mehr…


Mittwoch 25.04.07, 08:00 Uhr
20 Jahre Gesellschaft Bochum-Donezk

Doch seht wir leben – Смотрите, мы все же живы

Anlässlich des 20. Jahrestages der Gründung der Gesellschaft Bochum-Donezk findet am Donnerstag, 26. April um 19.30 Uhr eine literarisch-musikalische Veranstaltungen in die Evangelischen Stadtakademie, Klinikstraße 20, statt. Das Besondere ist, dass AutorInnen – ehemalige ZwangsarbeiterInnen – aus Donezk gemeinsam mit Bochumer AutorInnen lesen werden. Der jahrzehntelange Einsatz der Gesellschaft Bochum-Donezk e.V. für die ZwangsarbeiterInnen aus der Ukraine, besonders aber aus der Partnerstadt Donezk, findet hier einen ganz besonderen Höhepunkt. Es werden Texte aus dem Buch „Doch seht wir leben“, 2005 herausgegeben von Heide Rieck unter Mitarbeit von Waltraud Jachnow und Wolfhart Matthäus gelesen. Das ausführliche Programm.


Dienstag 24.04.07, 18:52 Uhr

Radio El Zapote wurde auf heute, Dienstag, 22.00 Uhr verschoben

Radio el Zapote hat gegen die Verschiebung seiner Sendung im BürgerInnenfunk mit einem offenen Brief protestiert: „Anhand dieser mail möchten wir unsere Unzufriedenheit über die Nichtausstrahlung unserer Radiosendung im BügerInnenfunk am gestrigen Montag, 23.4./21.04, zum Ausdruck bringen. Nach Recherchen wurde deutlich, dass Sie, Herr Walkenhorst, verantwortlich für die Organisation eben selbiger Ausstrahlung waren.
Statt Radio El Zapote lief um 21.04 eine Sendung namens Hochhaus, die eigentlich für den 9. April konzipiert war. Über die musikalische Gewichtung von Hochhaus lässt sich streiten,aber auch sie hat trotz stumpfen Techno-Gedröhnes eine Existenzberechtigung!
Da wir unsere Sendung wie üblich rechtzeitig eingereicht haben, sie technisch und auch inhaltlich einwandfrei war, stellt sich für uns die Frage, wie dieser Fauxpass passieren konnte. mehr…


Dienstag 24.04.07, 15:30 Uhr

Um Trauerkleidung wird gebeten

Der Streik gegen die geplante Einführung von Studiengebühren an der ev. Fachhochschule (EFH) verläuft auch am heutigen Dienstag äußerst konsequent. Alle Lehrveranstaltungen fielen aus. Am morgigen Mittwoch wird es einen Trauermarsch durch die Innenstadt geben. Die freie Bildung liegt bereits im Sarg und wird mitgeführt. Beginn der Demonstration ist um 14.00 Uhr vor der EFH. Die Demo-Route führt zum Engelbertbrunnen, wo eine Kundgebung stattfindet. Anschließend geht es zurück zur EFH. Um Trauerkleidung und zahlreiche Teilnahme wird gebeten.


Dienstag 24.04.07, 14:00 Uhr
Mittwoch, 25.04., 19 Uhr im KulturCafé in der Ruhr-Uni

Filmabend der Linken Liste: „Lifeboat“

Die Linke Liste schreibt: »Er habe immer schon mal einen Film in einer Telefonzelle drehen wollen, erklärte Alfred Hitchcock. 1944, während des Zweiten Weltkriegs, gab ihm die 20th Century Fox Gelegenheit dazu. Das Rettungsboot, auf dem sich die komplette Handlung des Films in Nahaufnahmen abspielt, beherbergt acht Überlebende eines Torpedo-Angriffs: eine Journalistin, einen Arbeiter tschechischer Herkunft, der mit dem Sozialismus sympathisiert und die Deutschen hasst, einen Fabrikbesitzer, einen verletzten Seemann, der früher einmal Schmidt hieß und sich jetzt Smith nennt, einen dunkelhäutigen Schiffssteward und andere. Zu ihnen gesellt sich bald ein Neunter, Willy, der der Besatzung des deutschen U-Boots entstammt, das für den Angriff auf das Passagierschiff verantwortlich war. mehr…


Dienstag 24.04.07, 13:00 Uhr

AStA der Ruhr-Uni: „Sinkende Studierendenzahlen statt Verbesserung der Lehre“

Der AStA der Ruhr-Uni schreibt auf seiner Webseite: „Zum Sommersemester brechen die Studierendenzahlen NRW-weit ein. Köln meldet -15%, Bonn und Dortmund -20% und die Rückmeldefristen laufen an vielen Unis noch. Aus Bochum gibt es noch keine endgültigen Zahlen aber auch hier gibt es deutliche Anzeichen, dass nach dem Einbruch, den es durch die Einführung der Studienkonten gab (4000 Studierende weniger), die Zahl der Eingeschriebenen deutlich unter die 30 000er Marke sinken wird.
‚Super‘, könnte man meinen, ‚dann wird das ja doch was mit der Verbesserung der Lehre. Kleinere Seminare und nur halb so volle Vorlesungen‘. Doch die Entwicklung macht deutlich: Studiengebühren wirken abschreckend und viele KommilitonInnen mussten ihr Studium aus finanziellen Gründen ohne Abschluss abbrechen.“ Im Wortlaut.


Dienstag 24.04.07, 08:30 Uhr

„African Renaissance“ – Mythos oder konkrete Utopie?

Die Bochumer Initiative Südafrika (BISA) und der Bahnhof Langendreer laden am Freitag, 27. 4., 19.30 Uhr, in den Bahnhof Langendreer zu einer Veranstaltung ein: „African Renaissance“ – Mythos oder konkrete Utopie? In der Einladung heißt es: „Afrika wird gemeinhin als Kontinent des Chaos wahrgenommen. Die durch die ungerechte Weltwirtschaftsordnung hervorgerufenen Probleme sind immens, und in vielen Staaten verschärfen korrupte Eliten die Misere. Aber es gibt auch Gegentendenzen. Einigermaßen bekannt ist die ‚Neue Partnerschaft für Afrika‘, ein ambitioniertes wirtschaftspolitisches Programm, das prominente Staatsführer der Afrikanischen Union aufgelegt haben mit der Hoffnung (oder Behauptung), es sei demokratiefördernd. Weniger von der Welt wahrgenommen wird, dass sich Intellektuelle, Lehrer, Schriftsteller und Wissenschaftler auch unter dem Titel der African Renaissance zu Wort melden. mehr…


Dienstag 24.04.07, 08:00 Uhr

Fahrradbörse von terre des hommes

Die diesjährige Fahrradbörse von terre des hommes (tdh) findet am 5. Mai in der Hauptschule Wattenscheid Mitte, Voedestraße Ecke Friedrich-Ebert-Straße am August-Bebel-Platz statt. Auf der Fahrradbörse können gebrauchte Räder und alles, was zum Fahren mit Kindern zu tun hat … wie Kindersitze, Bobbycars, Dreiräder, Roller, Kettcars etc. verkauft und gekauft oder an terre des hommes verschenkt werden. Der Erlös der Aktion kommt dem Straßenkinder-Projekt von tdh zu Gute. Näheres.


Montag 23.04.07, 18:50 Uhr

Streik an der EFH erfolgreich gestartet

efh-streik-beginn.jpgDer Protest an der ev. Fachhochschule gegen die geplante Einführung von Studiengebühren ist heute ausgesprochen wirkungsvoll gewesen. Die Streikenden sperrten das Gebäude ab und keine der planmäßigen Veranstaltungen fand statt. Auf der Webseite der Streikenden sind Fotos von den heutigen Aktivitäten zu finden. Für Mittwoch ist eine Demonstration gegen Studiengebühren geplant. Sie beginnt um 14.00 Uhr vor der Gebäude der EFH.


Montag 23.04.07, 16:05 Uhr
Dienstag, 24.4., 19.30 Uhr, Bahnhof Langendreer

Von der sozialistischen Klassik zur Globalisierungskritik?

kofler_ruhruni.jpgDer Bochumer Sozialwissenschaftler Dr. Christoph Jünke, derzeitiger Vorsitzender der Leo Kofler Gesellschaft, stellt seine soeben erschienene Biografie des beeindruckenden Wissenschaftlers vor, der viele Jahre an der RUB gelehrt, aber auch gelegentlich Vorträge im Bahnhof Langendreer gehalten hat. Am 26. April wäre Leo Kofler, an dessen Reden – und Lieder! – hier im Bahnhof wir uns noch gut erinnern, 100 Jahre geworden. Der deutsch-österreichische Soziologe und Philosoph (1907-1995) war eine der markanten Gestalten des deutschen Nachkriegsmarxismus. Als „heimatloser Linker“ wurde er zu einem wichtigen Vermittler von alter Arbeiterbewegung und Neuer Linker und knüpfte im Angesicht von Stalinismus, Faschismus und Sozialstaat die Fäden von Freiheit und Sozialismus neu. Kofler war nicht nur ein sozialistischer Pädagoge und marxistischer Methodologe, sondern auch ein durchaus politischer Denker. Christoph Jünke zeigt die Originalität und Aktualität des politischen Theoretikers Kofler und auf und stellt dar, inwiefern seine Theorie es erlaubt, die aktuellen Entwicklungen der deutschen Linken zwischen Linkspartei und globalisierungskritischen Bewegungen mit anderem Blick zu betrachten.


Montag 23.04.07, 15:00 Uhr

ev. Fachhochschule: Streik gegen Studiengebühren

efh-grabstein.jpgZur Begründung ihres Streikes schreiben die Studierenden der Ev. Fachhochschule: »Studiengebühren sind soziale Selektion, daher liegt es nahe, dass gerade den Studierenden an einer Hochschule für Sozialwesen wie der EFH, Studiengebühren wie eine Farce vorkommen müssen (Soziale Arbeit, Heilpädagogik, Pflegewissenschaften und Gemeindepädagogik und Diakonie werden derzeit an der EFH als Studiengänge angeboten).efh-bildungsfriedhof.jpg Das Fördern sozialer Ausgrenzung von einer Einrichtung, die Sozialarbeiter und Sozialpädagogen ausbildet, welche doch eben solche sozialen Ausgrenzungen aufzulösen suchen, ist für die Studierenden nicht nachvollziehbar.efh-streikt_banner.gif mehr…


Montag 23.04.07, 12:36 Uhr
Soziale Liste sieht 'Schwarz':

„Lidl/Kaufland Pläne schaden der Wattenscheider Innenstadt“

„Damit gerät Wattenscheid immer mehr in den Griff des Schwarz-Konzerns und die Fußgängerzone wird weiter geschwächt“ sagt das Ratsmitglied der Sotialen Liste Günter Gleising zu den kürzlich bekannt gewordenen Plänen neben dem Gertrudiscenter an der Lyrenstraße eine weitere Filiale von Lidl zu bauen. Dort würde, zusammen mit dem Büro- und Schulbedarf-Handel Leidhäuser (LeOffice), ein neues Zentrum zum Nachteil der bereits mit Leerständen gebeutelten Fußgängerzone entstehen. Weiter heißt es in der Presseerklärung der Sozialen Liste: »Sowohl Lidl als auch Kaufland gehören zum schwäbischen Großkonzern der Familie Schwarz. Deren Expansionspläne für Wattenscheid widersprechen dem gerade einmütig beschlossenen Masterplan Einzelhandel, einer geordneten Stadtentwicklung und Stärkung der Stadtzentren. mehr…


Sonntag 22.04.07, 23:16 Uhr

EFH tritt ab Montag in den Streik

Das Streikkomitee der evangelischen Fachhochschule Bochum schreibt: „Es ist eine komplette Streik-Woche geplant und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Das heißt aber nicht, dass unsere Studierenden frei haben. Sie sollen kommen, ihre Meinung vertreten und aktiv in unserer Streikwoche mitarbeiten. Es werden Montag schon früh genug Studierende an den Eingängen stehen, die die ankommenden StudentInnen durch Argumente und Diskussion davon abhalten wollen, das Gebäude zu betreten. Ziel ist es, dass alle Studierenden mitmachen und somit der gesamte Lehrbetrieb lahmgelegt wird.
Stattdessen finden dann draußen alternative Workshops und Lehrveranstaltungen statt. In den Workshops kann sich aktiv mit dem Thema Studiengebühren auseinander gesetzt werden sowie der Streik weiter geplant und unterstützt werden (Plakate malen, Arbeitsgruppen bilden zu Öffentlichkeitsarbeit u.a.). Einige der ProfessorInnen haben schon jetzt angekündigt, alternative Lehrveranstaltungen rund um das Thema anzubieten.“


Sonntag 22.04.07, 20:00 Uhr
verdi-Diskussionsveranstaltung am Mittwoch, 25.4.:

Jugendhilfesystem vor dem Kollaps – und die Beschäftigten beißen die Hunde

Verdi Bochum-Herne lädt am kommenden Mittwoch um 18.00 Uhr in ihrem Tagungsraum, Universitätsstraße 76 zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung über Kinderarmut und Jugendhilfe ein. Das Einstiegsreferat hält Prof. Ernst-Ulrich Huster. In der Einladung heißt es u.a.: »Kinderarmut ist in fast allen Mitgliedsstaaten der EU weit verbreitet. Aber nirgendwo in den reichen Industriestaaten stieg die Kinderarmut so rapide wie in Deutschland. Jedes fünfte Kind muss hier inzwischen mit dem Existenzminimum auskommen. Unter unseren Augen spitzen sich die sozialen Lebenslagen vieler Menschen auch in Bochum und Herne zu. Die Spaltung unseres Gemeinwesens in arm und reich erreicht eine neue Qualität, soziale Polarisierung und Ausgrenzung wächst.
Erzieher(innen), Lehrer und Sozialarbeiter registrieren in ihren Einrichtungen, in Schulen und auf der Straße eine deutliche Zunahme an Verhaltensauffälligkeiten, Verwahrlosungserscheinungen und Gewaltbereitschaft. In regelmäßigen Abständen erschüttern Meldungen über Kindesmisshandlungen oder Tötungen wie im Fall Justin, Kevin, Leon die Öffentlichkeit. mehr…


Sonntag 22.04.07, 18:00 Uhr

Energiesparkonzepte für Gebäude

Der Arbeitskreis Umweltschutz (AKU) lädt am Mittwoch, dem 25. April um 19.30 Uhr im Umweltzentrum, Alsenstraße 27 zu einem Vortrag über aktiven Klimaschutz. Referent ist K.-H. Hüsing vom SWB-Herten. In der Einladung heißt es: »Lange Zeit wurden Warner, die auf den durch Menschenhand ausgelösten Klimawandel hinwiesen, belächelt. Seit der Veröffentlichung des Klimaschutzberichts der UNO im Februar und dem vorangegangenen Orkan „Kyrill“ ist das Thema endlich in der Politik angekommen. Das Ergebnis des Klimaberichts der UNO ist, dass wir nicht einmal mehr 15 Jahre Zeit für eine nachhaltige Trendumkehr beim Treibhausgas-Ausstoß haben.
Die privaten Haushalte sind für ein Drittel des Ausstoßes von Klimagasen verantwortlich. Über die Hälfte davon wird durch Heizung und die Warmwasserbereitung erzeugt. Hier kann jeder Hausbesitzer aktiv einen Betrag zum Klimaschutz leisten und dabei sogar noch Geld sparen. mehr…


Sonntag 22.04.07, 08:00 Uhr

Infoabend zum Thema Feinstaub und Verkehr

Wie gefährlich ist Feinstaub? Wie hoch sind die Belastungen im Ruhrgebiet? Was kann man tun? Ist eine regionale Umweltzone mit Fahrverboten für Alt-Fahrzeuge sinnvoll? Wie steht es mit den Bussen der Bogestra? Diese Fragen sollen diskutiert werden bei einer Veranstaltung des Arbeitskreises Verkehr der Bochum-Agenda 21 und des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) Bochum: Referenten am Dienstag, den 24. April, ab 19:30 Uhr im Umweltzentrum, Alsenstraße 27, sind Dr. Wilhelm Kappert vom Landesumweltamt zum Thema Feinstaub und Jörg Filter und Sandra Bruns von der Bogestra zu Abgasnormen, Rußpartikelfiltern und Erdgas/Autogas bei Bussen.


Samstag 21.04.07, 07:48 Uhr
Mittwoch, 25. April, 19.30 Uhr, Bahnhof Langendreer

Wolfgang Dominik: Globalisierung und Krieg

Das Bochumer Friedensplenum, die DFG-VK und der Bahnhof Langendreer laden ein: „Täglich geben die deutschen Steuerzahler/innen allein für den Krieg in Afghanistan ca. 1 Million Euro aus. Gleichzeitig werden den gleichen Steuerzahler/inne/n die Löhne gekürzt und die Arbeitszeiten verlängert. Die Arbeitslosen bekommen immer weniger soziale Unterstützung, Hartz IV trifft immer mehr Menschen und stürzt sie in Armut. Weltweit gibt es auf Grund der sog. Globalisierung immer mehr Verlierer/innen und wenige GewinnerInnen. Alle, die sich wehren, müssen mit Krieg rechnen, der als Krieg gegen den Terror verkauft wird.
Im Juni treffen sich die RepräsentantInnen der G 8, also der 7 wichtigsten kapitalistischen Länder und Russlands, in Heiligendamm an der Ostsee. Allein die Sicherungsmaßnahmen für die G 8 – PolitikerInnen werden mit mindestens 10 Millionen Euro veranschlagt.
mehr…


Freitag 20.04.07, 17:00 Uhr

Bericht der Sozialen Liste von der Ratssitzung

Anfrage zum Steiger Award – Für alternative Zukunftsprojekte, gegen neue Fahrpreiserhöhungen – Kommunale Stiftung “Gegen Armut in unserer Stadt“ gefordert.
Die Soziale Liste schreibt:>>In der gestrigen Ratssitzung stellte die Soziale Liste Bochum eine schriftliche Anfrage zum Thema einer möglichen Unterstützung des „Steiger Award“ durch die Stadt. Gefragt wird, ob Stellen der Stadt Bochum finanzielle oder sonstige Unterstützung für den „Steiger Award“ geleistet haben. Weiter: „Ist es richtig, dass neben dem „Peoplemagazin REVUE“, die Stadtwerke Bochum GmbH, die Jahrhunderthalle Bochum und EßKAPADE zu den Sponsoren des diesjährigen „Steiger Award“ gehören?
In der Haushaltsdebatte forderte Günter Gleising, Gruppensprecher der Sozialen Liste im Rat, die Aufgabe der Blockadepolitik der Stadtwerke gegenüber der Anwendung und Nutzung der Geothermie. mehr…


Freitag 20.04.07, 08:00 Uhr
In der Reihe "Gute Nacht - G8":

„Globale Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte für alle“

Am kommenden Dienstag, den 24.4., laden das Soziale Zentrum und das Internationale Aktionsbündnis um 19.00 Uhr in das Soziale Zentrum, Rottstr. 31 zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung über die Migrationspolitik der G8 und transnationale Kämpfe für globale Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte für alle ein.
In der Einladung heißt es: „Globale Bewegungsfreiheit war bereits der zentrale Slogan einer migrationsbezogenen Großdemonstration während der Anti-G8-Mobilisierung in Genua 2001. Seitdem fanden unter dem Motto ‚Freedom of movement‘ mehrere transnationale Aktionstage statt und Globale Bewegungsfreiheit war eine der zentralen Forderungen mehrerer Sozialforen z. B. in diesem Jahr in Nairobi. mehr…


Donnerstag 19.04.07, 21:45 Uhr

Reiches Land- Arme Kinder!

reiches-land.gifDie Unabhängige Sozialberatung schreibt: „Große Empörung herrschte im Lande, als bekannt wurde, dass Geschenke zur Kommunion, Konfirmation, Jugendweihe (Geburtstag, Weihnachten ohnehin!) auf den Hartz IV-Lebensunterhalt anzurechnen wären. Wer diese Zuwendungen nicht angibt, macht sich sogar strafbar, stellt die Bundesregierung jetzt fest. Dabei zeigt sich an diesem Beispiel nur wieder deutlich, dass Hartz IV (und die gesamte Agenda 2010) zum Ziel hat, einen großen Teil der Bevölkerung auf ein existenzielles Minimum herabzudrücken. Bei den Kinder schon ausgesprochen erfolgreich: 25 % der Kinder in NRW sind mittlerweile auf Armutsniveau, 27 % in Bochum, über 30 % in Gelsenkirchen Die Sozialverbände und selbst Brüssel schlagen längst die Alarmglocken – eine Umkehr ist offensichtlich nicht beabsichtigt. Und die Agenda 2010 ist noch nicht am Ende – uns stehen noch mehr als zwei harte Jahre bevor. mehr…


Donnerstag 19.04.07, 21:30 Uhr
Katastrophaler Mangel an Ausbildungsplätzen

Wandertag nach Düsseldorf – „Ausbildungsplätze jetzt“

Am Montag, den 23.04., rufen DGB und GEW zu einem „Wandertag nach Düsseldorf“ auf. Die Schüler und Schülerinnen der 9. und 10. Klassen wollen die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft auffordern, das Recht auf Ausbildung für alle Jugendlichen zu verwirklichen und die erforderlichen Ausbildungsplätze zu schaffen. Sie fordern insbesondere die Landesregierung auf, für jede/n Jugendliche/n, der/die im Dualen System keinen Ausbildungsplatz findet, eine überbetriebliche Ausbildungsstelle oder eine schulische Berufsausbildung bereitzustellen.
Bochumer Hauptschüler und -schülerinnen der 10ten Klassen wollen an diesem landesweiten Aktionstag, am Montag, 23.04. um 11.00 Uhr ihren lokalen Wandertag zum Berufsbildungsinstitut „Grüne Schule“ durchführen, um auf ihre verzweifelte Lage aufmerksam zu machen:
– 80 – 90% der Schüler/innen dieses Jahrgangs werden am Ende dieses Schuljahres keinen Ausbildungsplatz in Aussicht haben.
– Selbst für ein schulisches, berufsbildendes Angebot türmen sich Hindernisse auf: Die Technische Berufsschule 1 in Bochum wird dem Ansturm der Jugendlichen scheinbar nicht mehr Herr und macht selbst die Aufnahme ins Berufsgrundschuljahr von Auflagen abhängig: mehr…


Donnerstag 19.04.07, 21:00 Uhr

Es tagte der Rat

In mittlerweile schon guter Tradition hat die Linksfraktion.PDS unmittelbar nach der heutigen Ratssitzung einen Bericht über die Sitzung auf ihrer Webseite veröffentlicht. Es wird über die Verabschiedung des Haushaltes und über die Bemühungen um ein kostenloses Girokonto für ALG II-EmpfängerInnen berichtet. Weiteres Thema: „Arbeitsgelegenheiten bei der Stadt.“ Hierzu schreibt die Linksfraktion: „Im Herbst letzten Jahres hat der Rat auf Antrag der Linksfraktion beschlossen, dass die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsgelegenheiten bei der Stadt mindestens 12 Monate dauern sollen. Real laufen sie aber nur über 6 bzw. 9 Monate. Die Folge: Es entsteht kein Anspruch auf Arbeitslosengeld I und es bedeutet für die Menschen in den Maßnahmen nur eine sehr kurze Pause von der Arbeitslosigkeit.
Die Linksfraktion hat lediglich durch Presseberichte davon erfahren, dass das Votum des Rates missachtet wurde. Auf der heutigen Ratssitzung haben wir nachgehakt und gefragt, wann, wo und mit welcher Begründung die Entscheidung gefällt wurde, die Arbeitsgelegenheiten nur für 6 bzw. 9 Monate einzurichten und welche Möglichkeiten die Verwaltung für die Umsetzung des Beschlusses in der Zukunft sieht. Als kleine Fraktion konnten wir weder in den ARGE-Beirat noch in die ARGE-Trägerversammlung eine Vertreterin / einen Vertreter entsenden. Da beide Gremien geheim tagen, sind wir von wichtigen Informationen abgeschnitten und hoffen, dass die Antwort etwas Licht ins Dunkel bringt.“


Donnerstag 19.04.07, 17:00 Uhr

Republik der Armen

Prof. Dr. Christoph Butterwegge ist am Dienstag, 24. April, 19.00 Uhr Gast des DGB und der Volkshochschule in deren Clubraum. In der Einladung unter dem Titel „Republik der Armen“ heißt es: „Die Negativschlagzeilen häufen sich in den letzten Monaten: Nicht nur die Gesamtzahl der Haushalte unterhalb der Armutsgrenze ist in Deutschland weiter gestiegen, sondern vor allem die Zahl der armen Kinder. In Bochum wird die Zahl der betroffenen Kinder auf 13.000 geschätzt. So sind zumindest statistisch gesehen Kinder ein Armutsrisiko, obwohl unter dem Aspekt des demografischen Wandels genau das Gegenteil anzustreben wäre. Da hilft auch die an Stammtischen manchmal zu hörende Bemerkung nicht, in der Bundesrepublik müsse niemand verhungern, da Armut im Verhältnis zur Gesamtgesellschaft zu definieren ist, sich also in der Bundesrepublik anders manifestiert als im Sudan.Was sind die Ursachen für Armut und welche Konzepte gibt es zu ihrer Bekämpfung?“


Mittwoch 18.04.07, 22:30 Uhr

Warum es wichtig sei, solche Theaterstücke zu schreiben wie „Memmingen“ und „Asyl“

bettina-fless.jpgDie Regisseurin, Autorin und Schauspielerin Bettina Fless ist am 13. April gestorben. Sie gehörte unter der Intendanz von Frank-Patrick Steckel von 1992 bis 1995 zum Ensemble des Schauspielhauses Bochum. Hier inszenierte sie u.a. 1993 ihr eigenes Stück „Asyl, in der ersten Welt“. Hierzu und ihrem Stück „Memmingen“ schrieb sie 1992 in der Süddeutschen Zeitung: »Die Frage, warum es wichtig sei, solche Theaterstücke zu schreiben wie „Memmingen“ und „Asyl“ apportiert bereits die Antwort, die nur lauten kann: Warum sollte es nicht wichtig sein? Auch wenn Stücke zeitgenössischer Autoren dem Kleist‘ Vergleich nicht standhalten, bedürfen sie und ihre Aufführungen keiner Rechtfertigung, keiner Verteidigung ihrer Haut. Diese Rechtfertigung ist vielmehr von denen zu fordern, denen die Verbreitung und Realisation eines Theatertextes obliegt, und die dieses nicht selten mit der gleichen Emphase betreiben, mit der man Quittungen für die Steuer zusammensucht.
„Memmingen“ und „Asyl“ sind Eingriffe in einen vorschnellen und gekonnt manipulierten Prozeß der Bewertung gegenwärtiger Ereignisse. Sie konfrontieren mit der Unfähigkeit, sich den anderen vorzustellen, mit der Blindheit der Ignoranz und denn Leugnen des anderen. Für die meisten von uns gilt, daß jede Konfrontation nur zu einer Rückstrahlung auf uns selbst führt. Das andere wird auf dasselbe zurückgeführt. Schauspiele oder Gerichte, in denen sich das andere zeigen könnte, werden zu Spiegeln.«


Mittwoch 18.04.07, 22:00 Uhr
Soziale Liste zur Entwicklung bei Opel:

Kein Grund zum Jubeln

Die Soziale Liste begrüßt „die Klarheit, dass Bochum weiterhin eine Stadt der Autobauer bleibt.“ „Ein Grund zum Jubeln sind die Beschlüsse von General Motors allerdings nicht. Dazu sind der weitere Arbeitsplatzabbau und die sozialen Einschnitte für die Belegschaft in Bochum und den anderen Standorten zu groß“, so Günter Gleising, Ratsmitglied der Sozialen Liste.
Weiter schreibt die Soziale Liste: „Aktuelle Antworten auf die Opelkrise und die Arbeitsplatzverluste sind bei der Stadt Bochum (noch) nicht zu erkennen. Vor allem ist nicht zu erkennen, wie die Kompetenz der ausscheidenden Opel-Mitarbeiter sinnvoll eingesetzt werden könnte. Die Soziale Liste ist vor dem Hintergrund der Klima-Veränderungen der Meinung, dass im Bereich von alternativen Antriebsenergien, Antrieben und Transportmitteln ein reiches Betätigungsfeld existiert, auf dem die Stadt Bochum aktiv werden sollte. Als ein Beispiel von vielen steht die Frage ob, und wie Solar- oder Elektrofahrzeuge für den öffentlichen Nahverkehr entwickelt und eingesetzt werden könnten.“