Der Vorsitzende der VVN Klaus Kunold hat bei der gestrigen Veranstaltung zum Gedenken an Karl Springer auch an die weiteren Mordopfer des Naziterrors in der Gestapozentrale erinnert. Er stellte fest, dass in der Bochumer Bevölkerung die Verbrechen und das Ausmaß des Naziterrors, die hier in den Gebäuden des Bochumer Polizeipräsidiums geschehen sind, weitgehend unbekannt seien. Erst durch Recherchen seien einige der Ereignisse wieder in das öffentliche Blickfeld gerückt worden. In den Archiven der VVN wurden jetzt weitere Dokumente gefunden, die zahlreiche Morde der Gestapo belegen. Klaus Kunold führte hierzu aus: mehr…
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe zu 70 Jahre Spanischer Bürgerkrieg wird der Historiker Reiner Tosstorff am kommenden Freitag, den 13.10., um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer zu den Auseinandersetzungen zwischen AnarchistInnen, freiheitlichen und stalinistischen SozialistInnen im spanischen Bürgerkrieg referieren. In der Einladung heißt es: „Der spanischer Bürgerkrieg wird zumeist -und zu recht -geschildert als Kampf an den Fronten, in dem Hunderttausende Kombattanten, mit Millionen spanischer Arbeiter und Bauern hinter sich, für die Freiheit stritten. Es gab aber auch ein Kampf hinter den Fronten, zwischen bürgerlichen, rechtssozialistischen und stalinistischen Revolutionsgegnern sowie den kommunistischen, linkssozialistischen und anarchistischen Verfechtern sozialer Revolution. Dieser Kampf war genauso wichtig wie der an der Front.“ Näheres.
Das Bochumer Studentenwerk (AkaFö) gibt einen kostenlosen Ratgeber zum Thema Studienfinanzierung heraus, der verspricht auf 28 Seiten die „wichtigsten Fragen rund um das brennende Thema“ zu beantworten. In der Ankündigung heisst es: „Neben Informationen zum BAföG, noch immer der wichtigsten Form der Studienfinanzierung, klärt das Heft über Studienkredite und -darlehen auf. Dabei will das AkaFö besonders auf günstige Darlehen staatlicher Banken hinweisen, die meist mit günstigeren Konditionen für Studierende aufwarten, als es bei privatwirtschaftlichen Banken der Fall ist.“ Die Broschüre mit vielen Tipps und Adressen ist auch online als pdf-Datei abrufbar.
Das Spiel des VfL Bochum bei Borussia Dortmund wurde jetzt kurzfristig auf Freitag den 20.10.2006 vorverlegt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund mobilisiert unterstützt von vielen sozialen Bewegungen für Samstag, den 21.10., zu einer Großdemonstration in Dortmund für eine Politik der sozialen Erneuerung. Es werden mehrere 10.000 Menschen erwartet, die gegen eine Rente mit 67, für eine solidarische Gesundheitsreform und für die Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen demonstrieren wollen. Das zunächst für Samstag geplante Bundesligaspiel hätte zu erheblichen Problemen bei der An- und Abreise der TeilnehmerInnen in Dortmund geführt.
„Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen für die Verlegung des Fußballspiels und bitte gleichzeitig die Fußballfans um Verständnis für diese Maßnahme“ so Michael Hermund Vorsitzender des DGB Ruhr-Mark. Der DGB und die Gewerkschaften bieten allen Bochumer Bürgern eine kostenlose Fahrt zur Demonstration in Dortmund an. Busse fahren am 21.10.2006 ab 10.30 Uhr am Hauptbahnhof ab. Zur Mitfahrt ist eine Anmeldung unter Telefon 0234 – 687033 erforderlich. Näheres.
Am heutigen 9. Oktober erinnerte die VVN – BdA mit einer Gedenkveranstaltung an den am 9. Oktober 1936 verhafteten und im Polizeipräsidium Bochum zu Tode gefolterten ehemaligen Stadtrat und kommunistischen Widerstandskämpfers Karl Springer. Mehr als 30 Menschen waren dem Aufruf gefolgt. Mit besonderer Freude konnte Klaus Kunold auch die Enkel des ermordeten Karl Springer begrüßen, die den Aufruf in der Presse gelesen hatten.
Klaus Kunold (Foto) erinnerte in seiner Ansprache an das Leben Karl Springers, aber auch anderer Antifaschisten, die im Polizeipräsidium ermordet worden sind. Das Vermächtnis des Karl Springer, so Klaus Kunold, sei das Streben nach sozialer Gerechtigkeit und gegen jegliche Diskriminierung. mehr…
Die VVN/BdA erinnert am heutigen Montag um 18.00 Uhr mit einer Gedenkfeier im Innenhof der damaligen GESTAPO-Zentrale (heutiges Polizeipräsidium) daran, dass am 9. Oktober 1936 der Bochumer Kommunist und ehemalige KPD-Stadtverordnete Karl Springer von der GESTAPO festgenommen und wenig später von den Nazis zu Tode gefoltert wurde.
Günter Gleising hat einen kurzen Lebenslauf des Widerstandskäpfers geschrieben und erinnert an die Geschichte des heutigen Springerplatzes:
Karl Springer, geboren am 30. März 1895 in Rauschken/Ostpreußen, kam um 1912 ins Ruhrgebiet, um eine Erwerbstätigkeit zu suchen. Er arbeitete zunächst auf einer Zeche in Weitmar, trat der Bergarbeiter-Gewerkschaft bei und wurde Mitglied der Konsumgenossenschaft „WohlfahrtC. Mitte der 20er Jahre wurde Karl Springer dann Redakteur der kommunistischen Tageszeitung „Ruhr-Echo“, zunächst als Lokalredakteur in Bochum, später war er in Essen verantwortlich für den gesamten Bereich der Lokalausgaben. Karl Springer wohnte auf der Markstraße 406 in Weitmar-Mark.Am 13. Juni 1926 – Weitmar war zu Bochum eingemeindet worden – erreichte die KPD in Bochum bei den Kommunalwahlen über 10.000 (14,4 %) Wählerstimmen. mehr…
Montag 09.10.06, 08:00 Uhr
Donnerstag, 12. 10., 19.30 Uhr, Bahnhof Langendreer:
Attac Bochum, Bochumer Sozialforum, Mieterforum Ruhr und Bahnhof Langendreer laden ein: „Besser, billiger, bürgernäher! Öffentliche Haushalte entlasten! – Nach diesem neoliberalen Glaubensbekenntnis wird privatisiert. Werner Rügemer zieht eine empirisch begründete Bilanz und legt offen: Die Privatisierung von Medien, Post, Bahn, Rathäusern, Schulen, Müllentsorgung, Strom, Wasser und der Sozialsysteme erweist sich als neue Quelle der öffentlichen Verschuldung, der Arbeitslosigkeit, der Teuerung. Rügemer zeigt Privatisierung als Element der „neoliberalen Gegenreform“ und der Umgründung des Staates. Die Konsequenz: Die öffentliche Daseinsvorsorge muss als Teil einer kooperativen Ökonomie neu entwickelt werden.“ Näheres.
Sonntag 08.10.06, 22:00 Uhr
Dienstag, 10.10., 19.30 Uhr, Soziales Zentrum, redBar - social clubbing
Wolfgang Schaumberg (aktiv in der GoG/ früher Opel Bochum, im Labournet, Sozialforum) stellt seine bei “Ränkeschmiede“ erschienene Broschüre vor. Das Sozialforum verspricht in seiner Einladung: „Wir diskutieren die längerfristigen Perspektiven von Linken, die von der historischen Bestimmtheit und Überwindbarkeit des kapitalistischen Gesellschaftssystems ausgehen und sich nicht darin einzurichten bereit sind.“ Näheres.
Die Unabhängige Sozialberatung schreibt: >>Bei einem „Ranking“ der bundesdeutschen Arbeitsagenturen (ARGE – Hartz IV – Behörde) ist die ARGE Bochum leistungsmäßig unter dem Bundesdurchschnitt eingestuft worden, wie Friedrich Schreibert, Deutschland – Direktor der durchführenden Firma „Jobcenter Consulting“ berichtet. In NRW nimmt sie Platz 19 (von 40) ein. Wird dabei berücksichtigt, dass auch die Besten des Rankings lange nicht gut sind, so wirft das ein schlechtes Licht auf die Arbeit der ARGEn und Hartz IV insgesamt.
Die Betroffenen wissen ein Lied davon zu singen: immer noch gibt es lange Bearbeitungszeiten, ganze Akten oder Widersprüche verschwanden unwiederbringlich, selbst die Sozialgerichte monierten in mehreren Fällen „chaotische Verwaltungsvorgänge“ und fehlende Unterlagen. Nicht zuletzt Dank der unseligen Software „A2LL“ genügen die Bescheide nicht den gesetzlichen Anforderungen und sind selbst für Geschulte nur mit großer Mühe nachvollziehbar. mehr…
Im Rahmen der Reihe zum Spanischen Bürgerkrieg zeigt das endstation.kino im Bahnhof Langendreer am kommenden Dienstag um 17.30 Uhr den Dokumentarfilm „Die lange Hoffnung“ . Der 1984 von Pepe Danquart und Michael Schlömert gedrehte Film beginnt dort , wo andere über die Geschichte des spanischen Bürgerkrieges enden: an der Grenze. Die Filmemacher begleiteten sechs Wochen lang Clara Thalmann und Augustin Souchy in die Gegend Kataloniens, wo beide zwischen 1936 und 1939 aktiv an den Kämpfen gegen Franco und an der Kollektivierung der anarchistischen CNT, „der einzigen sozialen Revolution von unten“ teilgenommen haben. Clara Thalmann und Augustin Souchy treffen sich zu dieser Reise zum ersten Mal seit 1937 wieder. Beide verkörpern ein Stück Kontinuität, lebendige Geschichte der anarchistischen Bewegung. So ist die Geschichte des Films im doppelten Sinne Geschichte: zwei alte Kämpfer suchen die Stationen ihrer Vergangenheit, versuchen Wirklichkeit zu rekonstruieren und erleben ein Spanien, in dem diese Geschichte unterschlagen wird.
Die heute erfolgte technische Umstellung von www.bo-alternativ.de erleichtert in erster Linie die redaktionelle Arbeit: Für die Veröffentlichung eines Beitrages sind nun keinerlei web-spezifische Kenntnisse und keine entsprechende Software mehr erforderlich. RedakteurInnen, die irgendein gängiges Textverarbeitungsprogramm bedienen können, lernen in 10 Minuten, wie ein redaktioneller Beitrag veröffentlicht, mit anderen Beiträgen verlinkt und einen Foto oder einer Grafik ergänzt werden kann.
Der zweite entscheidende Vorteil ist, dass bo-alternativ.de damit ganz leicht zu jeder Zeit von jedem Ort aktualisiert werden kann, an dem ein Rechner online und verfügbar ist. Mit jedem Browser kann eine Meldung, ein Termin oder ein Link veröffentlicht, gestrichen, ergänzt oder verändert werden. Nach einem Treffen im Sozialen Zentrum oder im Bahnhof Langendreer z.B. kann also direkt über die dortigen Rechner ein Text ins Netz gestellt werden. Dadurch dass immer mehr Menschen über mobile Minirechner verfügen, die ins Internet gehen können, wird der Zugang noch leichter. Von einer Demo, aus einem Polizeikessel, von der Sitzblockade, aus der Ratssitzung oder von der Betriebsbesetzung kann im Prinzip in Zukunft also ganz zeitnah berichtet wenn, wenn eine Verbindung zu Internet verfügbar ist. Auch ein Schreiben via E-Mail ist möglich.
Die technische Neuerung bringt neben der Erleichterung der redaktionellen Arbeit auch eine Reihe von weiteren Vorteilen für die LeserInnen. mehr…
Drei Monate nach dem offiziellen Start beginnt für die Volksinitiative gegen den Verkauf der 100000 Wohnungen der LEG die heiße Phase. Die Landesregierung hat angekündigt nach den Herbstferien eine Entscheidung über den Verkauf zu treffen. Inzwischen sind über zehntausend Unterschriften von den lokalen Wahlämtern anerkannt. Das Bochumer Bündnis aus Mieterverein, Sozialforum und verschiedenen Parteien sammelt noch bis zum 14.10. an der Infohütte neben den Glascafe Unterschriften (Montag bis Freitag 15-18 Uhr und Samstags 11 bis 14 Uhr).
Freitag 06.10.06, 16:48 Uhr
Verwaltungsgericht Gelsenkirchen verhandelt über Klage von attac
Dreieinhalb Jahre nach dem Einreichen der Klage zum missachteten Bürgerwillen gegen das Cross-Border-Leasing-Geschäft der Stadt Bochum hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen einen Termin zur mündlichen Verhandlung benannt. SPD und Grüne hatten sich damals über ein erfolgreich eingeleitetes Bürgerbegehren hinweggesetzt und das Bochumer Kanalnetz an einen US-amerikanischen Investor verleast. Siehe auch bo-alternativ.de vom 27.3.2003
Am morgigen Samstag will das Bochumer Sozialforum mit einem Infostand in der Bochumer Innenstadt für die geplante DGB-Demo am 21.10. in Dortmund mobilisieren und das Flugblatt des »Bochumer Bündnis 21.10.« verteilen.
„Heißer Herbst?“, fragt das Bochumer Sozialforum und weiter: „Und nun scheint ein Teil der Bevölkerung auch hier auf die Straße gehen zu wollen. Es scheint wirklich den Anlauf zu einem “heißen Herbst“ zu geben. Und glaubt man den Planungen des DGB, dann sollen die großen regionalen Protestaktivitäten am 21.10. (hier: Dortmund) nur ein vorläufiger Höhepunkt sein. Die Sozialinitiativen, Sozialforen und Hartz IV-GegnerInnen hatten bisher schon etliche Versuche gemacht, den Protest wieder auf die Straße zu tragen. Zuletzt am 3. Juni 06 in Berlin mit einigen zehntausend TeilnehmerInnen. Nun also alle gemeinsam! Es geht um die Verteidigung unserer Lebensbedingungen – vor allem von Hartz IV-Opfern, RentnerInnen, Kranken, Studierenden, Auszubildenden und „Working poor“. Und es geht um die Verteidigung des öffentlichen Eigentums gegen die privaten Profithaie.“ mehr…
Vor 70 Jahren, am 9. Oktober 1936, wurde der Bochumer Kommunist und ehemalige KPD-Stadtverordnete Karl Springer von der GESTAPO festgenommen und wenig später von den Nazis zu Tode gefoltert. Zum 70. Jahrestag seiner Ermordung lädt die VVN/BdA zu einer Gedenkfeier ein. Im Rahmen der Veranstaltung soll ein Kranz an der Gedenktafel für die Opfer des Faschismus im Innenhof des Polizeipräsidiums niedergelegt werden.
Der Springerplatz in Bochumer erinnert an Karl Springer. Näheres.
Der Bochumer Mieterverein hat eine neue Ausgabe seiner Zeitschrift „Mieterforum“ veröffentlicht und als PDF-Datei in Netz gestellt. Schwerpunkt der Ausgabe ist das Thema „Privatisierung“. Es wird u. a. über die Kampagne gegen die Privatisierung der LEG berichtet, Forderungen zum MieterInnenschutz bei Verkäufen an die halbstädtische VBW formuliert und der Bundesfinanzminieter gefragt: Wollen Sie uns an REITs verfüttern, Herr Steinbrück?
Hinter der alten und extrem schlichten Fassade von bo-alternativ.de ist in den letzten Monaten ein beachtliches Hightech-Projekt entwickelt worden. Ausgangsgedanke war dabei, dass bo-alternativ.de vor sieben Jahren inhaltlich als Weblog konzipiert wurde, bevor sich die entsprechende Technik hierfür verbreitet hat. Nun wurde die inzwischen recht ausgereifte Blog-Technologie für bo-alternativ.de weiterentwickelt. Dieses „up-date“ bietet für die redaktionelle Arbeit – aber vor allem für die LeserInnen ziemlich spannende neue Möglichkeiten. An diesem Abend wird bo-alternativ.de auf das neue System umgestellt und die Neuerungen der Öffentlichkeit präsentiert. Anschließend wird das ganze in der Entflammbar gefeiert.
Im Rahmen der Reihe zur Erinnerung an den spanischen Bürgerkrieg zeigt das endstation.kino im Bahnhof Langendreer am Donnerstag, den 5.10 um 19.30 Uhr und am Sonntag, den 8.10. um 17.30 Uhr den Spielfilm „Land and Freedom“ von Ken Loach. George Orwells Augenzeugenbericht „Mein Katalonien“ inspirierte Ken Loach zu diesem ebenso engagierten wi?e bitteren Drama über revolutionäre Ideale und ihr Scheitern an stalinistischer Ideologie. Der Film gewann 1995 denEuropäischen Filmpreis Felix, in Cannes den Preis der Internationalen Filmkritik und diverse andere Filmpreise.
Die Handlung spielt 1936: David, ein arbeitloser junger Mann, verlässt seine Heimatstadt Liverpool, um gegen Francos Faschismus zu kämpfen. Er schließt sich einer Gruppe der revolutionären Miliz an und erlebt an der Front die Wirren des Krieges. Wegen einer Verletzung nach Barcelona zurückverlegt, fühlt sich David hin- und her gerissen zwischen seiner Loyalität zur kommunistischen Partei und seiner Liebe zur Milizionärin Blanca.
Die Soziale Liste Bochum fordert die Rückgabe der von Opel nicht mehr benötigten Flächen an die Stadt Bochum: „Bei der Ansiedlung des Autobauers vor 46 Jahren wurden dem Konzern drei große Flächen baureif und zu einem symbolischen Preis übergeben. Der Sozialen Liste Bochum liegen entsprechende Dokumente vor, die die enorme Subvention der Opel-Ansiedlung belegen.
Insgesamt wurde die Opel-Ansiedlung von der Stadt Bochum und dem Land NRW mit 230 Mio. DM gefördert. Weitere Millionen steuerten die Bundesbahn und die VEW bei. So hat die Stadt Bochum die vorzeitige Stilllegung der Zeche Bruchstraße mit einer Entschädigung von 12 Mio. DM finanziert. Weiterhin übernahm die Stadt Bochum den Abbruch der Zechen Dannenbaum und Bruchstraße und die Baureifmachung der Flächen. Ebenso wurden Hausbesitzer entschädigt und deren Häuser abgerissen sowie große landwirtschaftlich genutzte Flächen angekauft und baureif gemacht. Allein für den Ankauf und die Baureifmachung von 165 ha Fläche hat die Stadt Bochum insgesamt 13 Mio. DM aufgewandt, der Opel AG aber für 3,3 Mio. DM überlassen. mehr…
Die IG Bau schreibt: „Es ist der Auftakt für einen heißen Herbst: Am 21. Oktober geht die IG BAU Bochum-Dortmund gegen ungerechte Reformen auf die Straße. ‚Ob Gesundheitsreform oder Rente mit 67 – wenn wir nicht aufpassen, müssen wir bald von einem Unsozial-Staat sprechen‘, befürchtet Carsten Kuttnik, Bezirksgeschäftsführer der IG BAU Bochum-Dortmund. Gemeinsam mit den DGB-Gewerkschaften wolle man unter dem Motto ‚Das geht besser – aber nicht von alleine‘ daher am 21. Oktober in Dortmund bei einer gemeinsamen Protestaktion Flagge zeigen und Druck auf die Regierung ausüben. mehr…
LeserInnen von bo-alternativ.de, die mit antiken Browsern arbeiten, bieten wir folgende Hilfen an, um einen aktuellen Browser zu installieren:
1. Die Webadressen, von denen die entsprechende Software herunter geladen und installiert werden kann: http://www.mozilla.com/firefox/ http://www.opera.com/download/
2. Eine CD mit der Software der aktuellen Browser, die dann auf dem Rechner installiert werden kann. Die CD kann bei der Redaktion bestellt und dann im Sozialen Zentrum, im Bahnhof Langendreer oder im Ludwig Quidde Forum abgeholt werden. Kostenbeitrag: 1 Euro. Bitte bestellen bei Installations-CD@bo-alternativ.de.
Bei Problemen beim Installieren helfen wir telefonisch oder per mail weiter.
3. LeserInnen können ihren Rechner am 6. Oktober zur Release-Party im Sozialen Zentrum, auf der das neue bo-alternativ.de vorgestellt wird, mitbringen und wir installieren den gewünschten neuen Browser. Bitte anmelden bei: redaktion@bo-alternativ.de.
4. Wir vermitteln einen Fachmenschen, der vorbeikommt und das ganze preisgünstig zu Hause erledigt. Anfragen an: technix@bo-alternativ.de.
Dienstag 03.10.06, 17:00 Uhr
bo-alternativ.de läuft ab Freitag, 6.Oktober, mit einer neuen Blog-Software
Um eine Internetseite lesen zu können, ist eine bestimmte Software – ein so genannter Browser – erforderlich, z.B.: Internet-Explorer, Netscape, Mozilla-Firefox, Opera und Safari. Diese Browser werden ständig modifiziert, um erweiterte Anwendungsmöglichkeiten des Internets darstellen zu können. bo-alternativ.de wird ab dem 6. Oktober mit einer anderen Technik erstellt und veröffentlicht. LeserInnen, die einen – zumindest halbwegs – neuen Browser verwenden, werden auf den ersten Blick nur geringe Veränderungen bemerken. Über die dann neuen Nutzungsmöglichkeiten von bo-alternativ (z.B. RSS-Feed, Drucken von Meldungen oder die Archiv- und Suchfunktion) werden wir ausführlich informieren.
Die Zugriffsstatistik von bo-alternativ.de zeigt, dass einige LeserInnen sehr alte Browser nutzen. Die veralteten Browser werden die aktualisierte Version von bo-alternativ.de nicht mehr gut lesbar darstellen. Wir haben etwas rumgetüffelt, um unseren LeserInnen mit antiken Browsern auch weiterhin die Möglichkeit zu bieten, zumindest das meiste von bo-alternativ.de lesen zu können. Wir hoffen, dass es automatisch mit einer so genannten Browser-Weiche klappt, diese LeserInnen dann auf www.bo-alternativ.de/oldbrowser.html umzuleiten. Da wir nicht sicher sind, wie perfekt dies funkioniert, bitten wir alle LeserInnen mit alten Browsern, sich diese Adresse (z.B. als Lesezeichen/Favoriten) zu merken und diese Seite ab dem 6.10. direkt anzuklicken.
Wenn LeserInnen einen aktuellen Browser auf ihrem PC installieren möchten, helfen wir gern dabei. Nähere Infos dazu.
Mit Browsern ab Netscape 6.0, Mozilla-Firefox 1.0, Opera 6.0 oder Internet-Explorer 5.0 oder aktuelleren Versionen ist die neue Darstellung von bo-alternativ.de gut zu lesen. Die Redaktion empfiehlt ihren LeserInnen natürlich kein Produkt von Bill Gates sondern die aktuelle Version (1.5.0.7) von Firefox. Zu den Testseiten.(15. Juli 2019: Link deaktiviert)
Mit einer Gedenkveranstaltung am Samstag, dem 30. September, erinnerte die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) an ihre Gründung vor 60 Jahren. Am 26. September 1946 hatten sich in Bochum, und wenige Tage später in Wattenscheid, Menschen, die wegen ihrer politischen oder religiösen Anschauungen zu Opfern der Nazi-Diktatur geworden waren, zur VVN zusammengeschlossen. Zu dem Jubiläum hat die VVN ihre seit längerem angekündigte Broschüre unter dem Titel „60 Jahre Tätigkeit der VVN in Bochum und Wattenscheid“ veröffentlicht.
An der Erinnerungsveranstaltung im Haus der katholischen Jugend nahmen über 100 Mitglieder und Gäste teil. Der Vorsitzende der VVN Klaus Kunold erinnerte an die Gründung und Entwicklung der VVN in Bochum und Wattenscheid. Er hob besonders hervor, dass die VVN auch heute notwendig ist und die geschichtlichen Lehren aus Faschismus und Krieg vor allem auch der Jugend vermittelt werden müssen. Beeindruckend war die Teilnahme von zahlreichen ZeitzeugInnen, u. a. von Fred Salomon, Gründungsmitglied der VVN.
Montag 02.10.06, 10:24 Uhr
Berichte von der Ratssitzung am 28. September 2006
„Auch die ARGE Bochum hat mittlerweile ein Einsehen, dass die so genannten 1-Euro-Jobs für Arbeitslose keine Perspektive bieten,“ lautet das Fazit der PDS-Ratsfraktion. „Die Vermittlungsquote im Anschluss an einen 1-Euro-Job in den ersten Arbeitsmarkt ist vernichtend niedrig. Deshalb will die ARGE künftig Gelder, die bisher vor allem in die Finanzierung von 1-Euro-Jobs gesteckt wurden, für Arbeitsgelegenheiten in Entgeltvariante verwenden. Danach sollen Arbeitslose max. 9 Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt werden. Der Rat hat nun beschlossen, dass sich die Stadt Bochum mit über 40 Arbeitsgelegenheiten an dem Maßnahmenpaket beteiligen wird. Was wir ausdrücklich begrüßen. Es ist ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung. Auch unserem Antrag, dass die Arbeitslosen mindestens 12 Monate beschäftigt werden sollen, wurde zugestimmt. Damit könnten sie einen Anspruch auf ALG I erwerben und eine etwas längere Absicherung bekommen. Dem muss aber noch die Trägerversammlung der ARGE zustimmen.“ PDS-Bericht im Wortlaut
Auch die Soziale Liste bewertet die „Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante“ als ersten Schritt zur Schaffung eines zweiten Arbeitsmarktes. Bericht der Sozialen Liste
Aus Anlass des UN-Welt-Habitat-Tages am Montag, 2. Oktober, warnen Mieterforum Ruhr, das Forschungsnetzwerk INURA-Ruhr und die Habitat International Coalition (HIC) vor den Folgen einer weiteren Privatisierung und Globalisierung der Wohnungswirtschaft. Bei einer Konferenz von Mieterorganisationen und sozialen Bewegungen in London werden Gegenstrategien beraten und eine Aktionen zu großen Finanzinvestoren stattfinden. In Deutschland und Großbritannien werden u.a. negative Konsequenzen der Zulassung nationaler Real Estate Investment Trusts befürchtet.
„Zur Zeit bildet Deutschland einen Schwerpunkt der weltweiten Wohnungsprivatisierungen und des Verkaufs an internationale Finanzanleger“, berichtet Knut Unger vom Mieterforum Ruhr, zugleich stellvertretendes Vorstandsmitglied der internationalen Wohnrechts-Organisation Habitat International Coalition. (HIC) „Der Trend zur rapiden finanzwirtschaftlichen Globalisierung der Wohnungs- und Bodenmärkte gilt aber international und hat überall negative Auswirkungen auf die Wohnungsversorgung der ärmeren Bevölkerungsschichten“, fügt Dr. Sebastian Müller, ein Dortmunder Wohnungswirtschaftsforscher im Forschungsnetzwerk INURA, hinzu.Die Presse berichtete am Dienstag, dass Finanzminister Steinbrück nun einen Entwurf für die Zulassung von deutschen Real Estate Investment Trusts (REITs) vorgelegt hat. Als Folge der Zulassung dieser steuerbegünstigten Börsengesellschaften befürchten die deutschen Mieterorganisationen einen flächendeckenden Ausverkauf der 3 Millionen Wohnungen, die sich noch im öffentlichen Besitz befinden. Nächstes Bochumer Bündnistreffen zur Unterstützung der Volksinitiative gegen den Verkauf der LEG:
Mittwoch, 4.10., 17.30 Uhr, Mieterverein Bochum, Brückstr.58 mehr…
„Es ist Aufsehen erregend, was seit Anfang diesen Jahres hier und in Brasilien passiert: junge Leute werden interkulturell aktiv, Kontinentsgrenzen überwindend kreativ und machen sich gemeinsam Gedanken um ihre Zukunft und die einer Welt ohne Gewalt,“ schreibt der Bahnhof, „Sie wohnen, kochen und reden miteinander über Sprachgrenzen hinweg, Resultat: ein Theaterstück. »VIVA heißt lebe!« wurde zuerst in Brasilien aufgeführt und hat nun in Bochum seine Deutschlandpremiere. Wir freuen uns, dass unser Projekt zeitnah zur interkulturellen Woche zur Aufführung kommt.“ mehr…
Die Soziale Liste Bochum lädt für Montag, dem 2. Oktober 2006, um 19.30 Uhr in die Gaststätte Königshof, Hermannshöhe 5, zu einer Informationsversammlung für die große DGB-Demonstration am 21. Oktober 2006 in Dortmund ein. Ein Gewerkschafter wird über die politischen Hintergründe und die Vorbereitung der Aktionen berichten. „Die Veranstaltung soll dazu beitragen,“ so die Soziale Liste, „dass auch viele Bochumer BürgerInnen für die Teilnahme an der Dortmunder Großdemonstration geworben werden. Seit langem fordern Gewerkschafter, Arbeitslose, Studierende, Frauengruppen, Jugendverbände und andere, gemeinsam gegen den Sozialabbau auf die Straße zu gehen. Deshalb begrüßt Soziale Liste Bochum ausdrücklich, dass nun die Gewerkschaften alle Bürgerinnen und Bürger zu diesen Protestaktionen aufrufen, um für die soziale Erneuerung zu demonstrieren.“
Am heutigen Montag, 2. Oktober, lädt Radio BonteKoe nach langer Sommerpause endlich mal wieder zu einem Konzert ins Wageni ein. Natürlich zu den üblichen Bedingungen: leckere VöKu, preiswerten Getränken, netten Leuten und vor allem virtuoser Musik.
Diesmal kommen Eric und Marylise aus Tschechien, um TurboFolkGypsyPunk zu präsentieren. Vialka selbst beschreiben ihre Musik wie folgt: „Vialka ist ein aufblasbares Unterseeboot, dass den kommerziellen Krieg überlebt hat. Es reist ruhelos um die Welt, um die reiche Vielfalt ihrer Kulturen zu erforschen, bevor es zu spät ist. Vialka ist eine geräuschvolle Komödie, nicht beschämt über seine eigene Art des Spotts oder Hohns. Es ist eine Einladung zum Tanz zu beständig explosiven Rhythmen, TerrorMelodien und experimentelle Bewegungen. Es ist eine Symphonie für gedemütigtes Fleisch durch die hohen Geister des Rock N Roll.“
Wer´s vergessen hat oder noch gar nicht weiß: das Wageni befindet sich in Bochum- Langendreer, Wallbaumweg 138 ggü. vom Bahnhof Langendreer.
Der Rückgang der Arbeitslosigkeit in Bochum auf unter 27.000 Erwerbslose ist nach Einschätzung des DGB keine generelle Trendwende auf dem Arbeitsmarkt.
„Obwohl die verbesserte Beschäftigungslage für jüngere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Langzeitarbeitlose ein Lichtblick ist, habe der konjunkturelle Aufschwung keinesfalls die Qualität einer langfristigen Verbesserung der Beschäftigungslage,“ so der DGB-Vorsitzende Michael Hermund.
Insbesondere in den exportorientierten Industrien seien die Wachstumsraten immer noch erheblich niedriger als die Steigerung der Arbeitsproduktivität. Trotz der besonders in der Exportindustrie erfreulichen Konjunkturentwicklung komme es hier kaum zu zusätzlichen Einstellungen. Hermund kritisierte, dass Neueinstellungen fast ausschließlich in Form von befristeten Arbeitsverträgen vorgenommen werden.
„Zukünftig muss das unbefristete – sogenannte Normalarbeitsverhältnis – wieder im Mittelpunkt aller arbeitsmarktpolitischen Überlegungen stehen, um wirtschaftlichen Aufschwung mit sozialer Sicherheit zu verbinden“, sagte der DGB Vorsitzende.
Der DGB hofft, dass die für diese Jahreszeit typische Verbesserung der Beschäftigungssituation in den nächsten Monaten anhält und auch nicht durch die Mehrwertsteuererhöhung ab Januar 2007 zunichte gemacht wird.
„Wichtiger als der Export ist die Binnenkonjunktur und die wird mit der Mehrwertsteuererhöhung eher abgewürgt als befördert,“ so Hermund.
Mit zwei Filmen zum spanischen Bürgerkrieg setzt der Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108, seine Reihe zur Erinnerung an den Beginn des spanischen Bürgerkrieges vor 70 Jahren fort.
Am Sonntag, 1.10. wird um 17.30 Uhr im endstation.kino der Spielfilm „Fünf Patronenhülsen“ gezeigt. Inmitten der Kämpfe des spanischen Bürgerkrieges sollen Kommissar Witting und eine Handvoll Freiwillige den Rückzug ihres Bataillons decken. In dem eindrucksvollen DEFA-Film von Frank Beyer spielen u.a. Erwin Geschonneck, Manfred Krug und Armin Mueller-Stahl.
Am Dienstag, 3.10. wird ebenfalls um 17.30 Uhr der Dokumentarfilm „Unversöhnliche Erinnerungen“ von 1979 im endstation.kino gezeigt. Im Spanischen Bürgerkrieg (1936-1938) standen sich auf beiden Seiten der Barrikaden Deutsche gegenüber: Die einen kämpften in den internationalen Brigaden, die anderen in der „Legion Condor“. Die einen kamen, um die Republik gegen den Militärputsch zu verteidigen, die anderen schickte Hitler zur Unterstützung Francos. – Diese Konstellation ist der Ausgangspunkt für den Film: Der Maurer Ludwig Stillger und der Bundeswehrgeneral a.D. Henning Strümpell erinnern sich: Es sind unversöhnliche Erinnerungen an die Weimarer Republik, an den Bürgerkrieg in Spanien, an die Nazi-Zeit und an die Wiederaufrüstung in der Bundesrepublik. „Der beeindruckende Dokumentarfilm von K.G. Volkenborn kann auch als Beitrag zum Tag der deutschen Einheit verstanden werden,“ schreibt der „Bahnhof“.