Archiv - Dezember 2006
Bericht über die Kunstauktion von Amnesty International
Am Sonntag, den 17.12., läuft die nächste Sendung von Radio Friedensplenum im “Unabhängigen Radio Bochum”, Urbo.
Die vier Bochumer Gruppen der Menschenrechtsorganisation amnesty international veranstalteten am 10. Dezember im Schauspielhaus bereits zum 35. Mal ihre vorweihnachtliche Kunstauktion. Radio Friedensplenum besuchte diese Veranstaltung und führte Interviews mit Aktiven dieser Menschenrechtsorganisation, KünstlerInnen und BesucherInnen dieser Veranstaltung. Zu empfangen ist die Sendung auf der Frequenz von 98,5 Radio Bochum.
Senat der Ruhr-Uni lehnt Rücknahme von Studiengebühren ab
Die Freie Uni Bochum schreibt: »Nur einen minimalen Teilerfolg für die Studierenden brachte die Sitzung des Senats der Ruhr-Universität Bochum (RUB) vom 14.12.: Lediglich einer von fünf studentischen Anträgen fand im 25köpfigen höchsten Uni-Gremium eine Mehrheit. So wurde das Hauptanliegen einer Rücknahme allgemeiner Studiengebühren gegen die Stimmen der Studierendenfraktion abgelehnt. Die zusätzlichen Gebühren sollen in Höhe von 1000 Euro pro Jahr ab Sommersemester 2007 erhoben werden.
Immerhin hat sich eine deutliche Senatsmehrheit auf Antrag der Studierenden zum Fächererhalt an der größten Revier-Uni bekannt. Der Senat fordert im Beschluss den “Erhalt und den Ausbau der Hochschullandschaft im Ruhrgebiet” und macht klar, dass die RUB weiterhin eine “Volluniversität” bleiben muss. Damit widerspricht das höchste Uni-Gremium den Aussagen von Rektor Elmar Weiler, der in der Presse mit der Forderung zitiert wird, die Ruhr-Uni müsse sich von ihren “chronischen Schwächen trennen”. (weiterlesen)
Samstag im Bahnhof: Salsedumbre
Radio El Zapote lädt am Samstag, 16.12., 20.00 Uhr zu seinem letzten Konzert in diesem Jahr im Bahnhof Langendreer: »Schon seit fast 10 Jahren sind Salsedumbre unterwegs. Nach Latino-Coverversionen und der musikalischen Reichweite von Salsa, Cumbia und Cha-Cha, begannen sie selbst zu komponieren. Der Sound und ihre Musik hat sich dabei verändert, ist moderner und authentischer geworden.
Heute fließt bei Salsedumbre alles ein, was die MusikerInnen aus Deutschland, Österreich und Griechenland jemals in ihrer jeweiligen Karriere mit Begeisterung gespielt haben: Latino- und karibische Einflüsse schimmern überall durch, doch auch Pop, Rock, Reggae, Klassik oder Jazz sind Sprungbrett für ihren, wie sie selbst sagen, GloballatinSound. Textlich handeln die Songs von Salsedumbre u.a. von einem Trip durch die Wüste, von einer gescheiterten Vogelliebe oder davon, wie es sich anfühlt, nach einer langen Reise nach Hause zu kommen, reich an Erfahrungen im Herzen, aber pleite im Geldbeutel. (weiterlesen)
Protest gegen Studiengebühren geht weiter
Auf der Webseite des Protestkomitees gegen Studiengebühren heißt es: »Am 14. Dezember ist es wieder einmal soweit: der Senat – das höchste beschlussfassende Gremium der Ruhr-Universität – trifft sich, um über die Belange der Hochschule zu entscheiden. Nachdem vor kurzem ein neuer Senat gewählt wurde, fordern wir von diesem die umgehende Rücknahme der am 18. September verabschiedeten Gebührensatzung ein. Aber auch andere interessante Belange stehen auf der Tagesordnung, darunter eine Anerkennung der Freien Uni Bochum und eine Nicht-Umsetzung des Hochschul(un)freiheitsgesetze. Es ist also wichtig, eine breite Öffentlichkeit zur Sitzung zu schaffen. Die für fast alle Studierenden relevanten Anträge zur Rücknahme der Studiengebühren werden ab ca. 13:00 Uhr behandelt – allerdings ist jeder/jede Interessierte eingeladen, der öffentlichen Sitzung schon früher beizuwohnen. (weiterlesen)
DGB Konferenz zum Thema „Lebenswerte Städte“
Das Thema „Lebenswerte Städte – Stadtentwicklung vor neuen Herausforderungen“ steht im Mittelpunkt einer DGB-Tagung am 15.12. im Jahrhunderthaus. In der Einladung heißt es: »Stadtentwicklung steht im Spannungsfeld ökonomischer, ökologischer und sozialer Anforderungen, wobei die Erhaltung, Erneuerung und Entwicklung unserer Städte eine zentrale Zukunftsaufgabe ist.
Dieser Prozess umfasst drei aktuelle Entwicklungen: Den demographischen Wandel, den Verkauf kommunaler Wohnungsbaugesellschaften und die Probleme zwischen Kernstadt und Umland, vor allem in Bezug auf die räumliche „Verteilung“ sozial benachteiligter Bevölkerungsgruppen. (weiterlesen)
Soziale Liste fragt nach Alternativen für Antriebe und Fahrzeuge
Die Soziale Liste schreibt: »Sieht die Verwaltung im Rahmen der Initiative Bochum 2015 die Möglichkeit, in Zukunftstechnologien alternativer Antriebe und Fahrzeuge tätig zu werden und so z. B. auch der Opel-Krise entgegenzuwirken? Mit diesem Thema befasst sich eine Anfrage der Sozialen Liste Bochum, die sie kürzlich im Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Grundstücke stellte. „Vor dem Hintergrund der Energiekrise und der aktuellen Verkehrs- und Transportprobleme kommt diesen neuen Entwicklungen und Technologien eine große Bedeutung zu“, so Ratsmitglied Günter Gleising.
Die Soziale Liste bezieht sich ausdrücklich auf die Aktivitäten der Fachhochschule Bochum. Diese will ein neues Solarfahrzeug entwickeln und sich im nächsten Jahr an der Weltmeisterschaft für Solarmobile in Australien beteiligen. (weiterlesen)
Xmas Blue Hour im Bhf. Langendreer
Die Musikinitiative Ruhrklang schreibt zu diesem Konzert: “Die letzte Blue Hour des Jahres steht unter dem Motto: Xmas Rock Party! Mit Alternative- bis Punk-Rock bitten wieder drei Newcomerbands aus der Region zum Tanz im Bahnhof. Veranstaltet wird die Konzertreihe Blue Hour vom Kulturbüro der Stadt Bochum und der Kulturabteilung des soziokulturellen Zentrums Bahnhof Langendreer in Zusammenarbeit mit der Musikinitiative Ruhrklang.
Beginnen wird Soulshift aus Dortmund, die auch schon auf einem Konzert der Freien Uni Bochum zu sehen waren. Danach spielen Lhama aus Münster, die schon mit Bands wie Elke, Angelika Express, Revolverheld, Tempeau auf einer Bühne auftraten und am Schluss fs-ninty8 aus Herne, die PunkRock Pur mit Partygarantie präsentieren und einen würdigen Abschluss dieser letzten Blue Hour im Jahre 2006 bilden. Let´s Rock! Zur Feier des Tages gibt es eine Verlosung des aktuellen Ruhrklang Samplers unter allen ZuschauerInnen.
Der Eintritt zum Konzert ist frei und als kleine Zugabe haben alle KonzertbesucherInnnen freien Eintritt zur nachfolgenden Punk/Alternativ/Indie Disco (Break OUT) des Bhf. Langendreer.”
“Wir verstehen nur Bahnhof”
Der Bahnhof Langendreer hat sich zum 20. Geburtstag ein Buch geschenkt und erinnert darin u.a. an seine Gründungsphase, als er noch keine etablierte Kultureinrichtung der Stadt darstellte. Aus heutiger Sicht verklärt sich für die jetzigen “BahnhofsvorsteherInnen” die damalige Revolte zum Gründungsmythos. So heißt es in der Ankündigung des Buches: »Revue und Revolte stehen fast paradigmatisch für den Beginn des Bahnhofs. Als Reaktion auf die Förderung des Populär-Musicals Starlight durch die Stadt Bochum und das Land NRW wurde der Bahnhof Langendreer im Dezember 1986 unter dem Titel „Alle reden von Starlight! Wir verstehen nur Bahnhof.“ eröffnet. Dabei kam die Revue „Die heiligen drei Könige suchen den neuen Schreihals“ zur Aufführung und versetzte die bürgerlich-konservative Öffentlichkeit ob der angeblichen Blasphemie sofort in helle Empörung. Die Revolte gehört zum zentralen Gründungsmythos des Bahnhofs: MacherInnen, FreundInnen und GegnerInnen sehen den Bahnhof Langendreer als späten Ausdruck der Haus- und Fabrikbesetzerbewegung, die in den späten 70ern und frühen 80ern die Großstädte Berlin, Frankfurt und Zürich, aber eben auch Bochum erschütterte.«
Neuer Justizskandal in Bochum
Das nebenstehende Foto (durch Anklicken vergrößerbar) ist der Dokumentation des Polizeiübergriffes am 5. September 2005 entnommen.
Am 5.September 2005 hatte die NPD auf der Harmoniestr. zwischen Kortum und C&A einen Informationsstand aufgebaut. Über Lautsprecher hetzten die Nazis gegen AusländerInnen und brüllten antisemitische Parolen. Als die in der Nähe stattfindende Montagsdemo zur Gegendemo umfunktioniert wurde, griff die Polizei brutal ein. Ein Demonstrant wurde äußerst gewalttätig von der Polizei festgenommen. Heute stand der Demonstrant vor Gericht. Er soll angeblich die Polizei beleidigt haben. Die PolizistInnen machten heute vor Gericht derartig widersprüchliche und nachweislich unglaubwürdige Aussagen, dass die Staatsanwältin ihre Anklage nicht mehr aufrecht erhielt und für einen Freispruch plädierte. So etwas kommt in Fällen, bei denen PolizistInnen Anzeige erstatten, äußerst selten vor. Doch für die eigentliche Sensation sorgte der Richter. Er verurteilte den Angeklagten trotz der eindeutigen Beweisaufnahme zu 20 Tagessätzen. Lutz Berger, stellvertretender VVN-BdA Vorsitzender, hat einen Prozessbericht geschrieben: “Skandalurteil gegen Roland G.” (weiterlesen)
Vermittlung von Arbeitslosengeld-I-EmpfängerInnen soll privatisiert werden
Die Thüringer Allgemeine berichtet heute in einem Beitrag: »In drei west- und drei ostdeutschen Großstädten sollen private Arbeitsvermittler in großem Stil die Betreuung und Vermittlung von Arbeitslosengeld-I-Empfängern übernehmen. Das bestätigte ein Sprecher der Bundesagentur gestern gegenüber der “Thüringer Allgemeine”. Voraussichtlicher Start ist das Frühjahr 2007. Als Modellgebiete wurden neben Erfurt auch Magdeburg und Dresden sowie Köln, Nürnberg und Bochum ausgewählt. In jeder der Regionen sollen jeweils bis zu 2000 neue Arbeitslose von privaten Unternehmen betreut werden. “Die Einschaltung Dritter ist nichts Ungewöhnliches”, so der Sprecher der Agentur, “neu ist aber die Komplexität der Aufgaben.”«
Der Sprecher der Bochumer Arbeitsagentur erklärte gegenüber bo-alternativ.de, dass der Modellversuch tatsächlich in Bochum stattfinden soll, jetzt die Ausschreibungen hierfür laufen und frühestens Ende des Frühjahres mit einem Beginn der Maßnahmen zu rechnen sei. Der Modellversuch soll zwei Jahre dauern.
Jugendring mobilisiert gegen Nazi-Laden
Der Kinder- und Jugendring Bochum hat auf seiner gestrigen Vollversammlung einstimmig eine Resolution gegen den Nazi-Laden „Goaliat“, in der Oskar-Hoffmann-Straße beschlossen.
Im Resolutionstext des Jugendrings heißt es unter anderem: „Ahnungslose Jugendliche sollen mit rechter Mode und rechter Musik von den braunen Rattenfängern für ihre menschenverachtenden Ziele geworben werden. Dabei gehen die Neonazis heute subtiler vor. Vor einigen Jahren waren sie mit Glatze und Springerstiefel leicht auszumachen und haben auf die meisten Jugendlichen eher abschreckend gewirkt. Heute ist es wesentlich schwieriger, Neonazis und ihre Symbole zu erkennen. Auf den ersten Blick sehen die Klamotten modisch aus und sind für viele Jugendliche durchaus attraktiv. Rechte Symbolik soll durch modische Optik verschleiert werden. Nach Mode und Konzerten folgen politische Angebote bei den Anwerbeversuchen der Rechtsextremen oftmals erst später. (weiterlesen)
AStA-Koalition trennt sich von Liberaler Hochschulgruppe
Alternative Liste, Linke Liste, Multikulturelle Liste und die Liste “Schöner Wohnen in Bochum” bilden seit heute einen “richtigen” linken AStA. Die der FDP nahe stehende LHG wurde rausgeworfen. In einer Presseerklärung des AStA heißt es u.a.: »Die Vorstellungen der LHG und die der übrigen Koalitionslisten über eine funktionierende und präsente Studierendenvertretung liegen weiter auseinander als anfangs angenommen. Für vier der (mit der LHG) fünf AStA-tragenden Listen gehören soziales Engagement und der Kampf gegen Studiengebühren ebenso zum Selbstverständnis wie der Blick über den Tellerrand der Universität: „Unser Angebot reicht weit über reine Serviceleistungen wie Kopierangebote und Beratungen hinaus“, erklärt die AStA-Vorsitzende Stefanie Konetzka. „Wir möchten den Studierenden neben dem Studium auch ein breites Spektrum kultureller, gesellschaftskritischer und antifaschistischer Veranstaltungen bieten. Das sieht die LHG offenbar anders“ so Konetzka weiter.« Die Presseerklärung des AStA im Wortlaut.
Götz W. Werner im Schauspielhaus zum Thema “bedingungsloses Grundeinkommen”
Am Donnerstag, 14. 12., hält der Chef einer Drogeriemarkt-Kette und Multi-Millionär, Götz W. Werner, um 20.00 Uhr im Schauspielhaus einen Vortrag zum Thema: “Bedingungsloses Grundeinkommen – eine Lösung für viele gesellschaftliche Probleme oder eine nicht finanzierbare Traumvorstellung?” Veranstalterin ist die Bochumer anthroposophische GLS-Bank, in deren Aufsichtsrat Werner sitzt. In einem Interview der TAZ vom 27.11.06 wird er gefragt: »Selbst in den Parteien, und zwar von ganz links bis rechts, findet das bedingungslose Grundeinkommen bereits Anhänger. Warum ist das so?« Seine Antwort: »Weil es gleichzeitig die radikalste Form des Sozialismus und die radikalste Form des Kapitalismus ist. Nach einem meiner Vorträge schrieb mir ein Zuhörer: “Ihr Grundeinkommensmodell hat mein sozialistisches Herz mit meinem neoliberalen Verstand versöhnt.”« Zur Einladung der GLS-Bank.
Neue Ausgabe von “bochum links” erschienen
Die DKP hat eine neue Ausgabe ihrer Zeitung “Bochum links” veröffentlicht. Aufmacher ist das Thema: “Kaufland und Lidl-Expansion im Ruhrgebiet”. Ein zweites Schwerpunktthema behandelt den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan. Weitere Themen: drohendes Verbot der KP in Tschechien und die Stadtplanung rund um den Haupt-Bahnhof. Zur PDF-Version der Zeitung.
Vorbereitungstreffen für das 4. Bochumer Sozialforum
Am morgigen Sonntag, dem 10.12., findet um 18.00 Uhr im Sozialen Zentrum ein Vorbereitungstreffen für das 4. Bochumer Sozialforum statt. Der Sozialforumskongress wurde um einen Monat auf den 23./24. März verschoben. Alle Gruppen aus der sozialen Bewegung in Bochum sind eingeladen, sich daran zu beteiligen. Schwerpunktthema des Kongresses soll der bevorstehende G-8-Gipfel sein.
Widerstand gegen Gentechnik: Von Protest bis Feldbefreiung
Der Bahnhof Langendreer lädt gemeinsam mit Attac-Hagen zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung über das Engagement gegen Gentechnik ein. In der Ankündigung heißt es: »Auch in NRW wird seit fast 10 Jahren mit Gentechnik auf den Feldern experimentiert; unbemerkt von der Öffentlichkeit, geduldet von Behörden und alter wie neuer Landesregierung. Bekannter wurde dies erst, als die Medien in diesem Herbst über Feldzerstörungen durch Unbekannte im nördlichen Ruhrgebiet berichteten. Dort waren Freisetzungsversuche mit gentechnisch veränderten Maispflanzen durchgeführt worden. (weiterlesen)
Bochum erhält zwei neue Gedenktafeln, die an die Verbrechen der Nazi-Verbrechen erinnern
Die Soziale Liste schreibt: »Der Kulturausschuss beschäftigte sich in seiner gestrigen Sitzung auch mit dem Thema „Gedenkorte zu Zwangsarbeit und Widerstand gegen den Faschismus“. Grund war die Beantwortung einer Anfrage der Sozialen Liste Bochum.
An der Kohlenstraße soll eine Gedenktafel an das frühere Außenlager des KZ Buchenwald sowie an die Leiden und Opfer der Zwangsarbeiter erinnern, die dort für den Bochumer Verein arbeiten mussten.
Auch auf dem Gelände „Saure Wiesen“ wird nach Abschluss der Sanierungsarbeiten im Jahre 2008 eine Tafel an das ehemalige Zwangsarbeiterlager des Bochumer Vereins erinnern. Außerdem sollen ausgewählte Fundamentreste des ehemaligen Lagers geborgen werden. Zwecks weiterer Abstimmungen wollen Verwaltung und die VVN-Bund der Antifaschisten ein Konzept erstellen. (weiterlesen)
Studierende und Auszubildende können teilweise Geld über Hartz IV beantragen
Ab dem 1. Januar 2007 erhalten Auszubildende, die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) oder Ausbildungsgeld (SGB III) erhalten, und SchülerInnen/Studierende, die BAföG erhalten, einen Zuschuss zu ihren durch die Ausbildungsbeihilfe nicht gedeckte Wohnungskosten. Die Unabhängige Sozialberatung weist darauf hin, dass die Betroffenen spätestens am 2. Januar mündlich ihre Ansprüche anmelden müssen. Der dann ausgehändigte ALG II – Antrag kann nachträglich eingereicht werden.
Unter bestimmten Umständen, so die Unabhängige Sozialberatung, besteht auch Anrecht auf Arbeitslosengeld II, z. T. allerdings nur als Darlehen. Wie bisher schon können Auszubildende/SchülerInnen/Studierende einen Anspruch auf „Mehrbedarfe“ und auf vom „Normalbedarf“ abweichende Bedarfe haben. Dazu zählen: Mehrbedarfe für Schwangere und Alleinerziehende, krankheitsbedingte Sonderkost, Zuschläge wegen einer Behinderung, Erstausstattung für Schwangerschaftsbekleidung und Babyausstattung, Kosten für mehrtägige Klassenfahrten der Kinder, und im Grunde auch die umzugsbedingten Kosten.
Die Unabhängige Sozialberatung sieht bei der Antragstellung “wegen der vielen Fallstricke des Gesetzes und der ARGE” einen großen Beratungsbedarf und bietet Unterstützung an und weist auch auf die Hilfe des AstA-Rechtsreferates und der Gleichstellungsstelle hin. Zur ausführlichen Mitteilung der Unabhängigen Sozialberatung.
Bezirksvertretung Mitte beschließt Resolution gegen Nazi-Laden
In einer gemeinsame Erklärung aller Fraktionen hat die Bezirksvertretung Bochum-Mitte heute Nachmittag beschlossen: “Der gleichberechtigte und respektvolle Umgang aller Menschen miteinander ist die Grundlage des Zusammenlebens in Bochum. Wir akzeptieren kein Gedankengut, das Intoleranz und Gewalt gegen andere Menschen befördert und sich gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung richtet.
Deshalb ist für uns ein Laden, der rechtsextreme Artikel vertreibt und als Treffpunkt und Einnahmequelle für Rechtsextreme dient, in unserem Stadtbezirk nicht hinnehmbar. Er stellt einen Angriff auf unsere gemeinsamen demokratischen Werte und das friedliche Zusammenleben dar.
Wir werden alle uns zur Verfügung stehenden Mittel ausschöpfen, um den Rechtsextremen deutlich zu machen, dass sie bei uns unerwünscht sind.
Wir fordern alle Bürgerinnen und Bürger auf, Flagge zu zeigen für Toleranz und gegen Rechtsextremismus. Klären Sie Freunde und Bekannte über diesen Laden und die dahinter stehenden Absichten auf!”
Die Bezirksvertretung Dortmund Innenstadt-West – hier gibt es den Nazi-Laden Donnerschlag – hat kürzlich “Tipps für Vermieter wegen Neonazi-Problematik” veröffentlicht.
4 Tote in Ohio – Ein amerikanisches Trauma
Am Sonntag, dem 10.12. zeigt das Kino Endstation um 13 Uhr “4 Tote in Ohio – Ein amerikanisches Trauma”. In der Beschreibung heißt es: »Es gibt in der Geschichte der USA eine Reihe von traumatischen Ereignissen, die das Land nachhaltig erschüttert und verändert haben. Dazu gehören die Ermordung der Kennedys und Martin Luther Kings, aber auch ein Geschehen, das außerhalb der USA in Vergessenheit geraten ist. In Gegenwart amerikanischer Fernsehsender erschießen am 4. Mai 1970 an der Universität von Kent in Ohio Soldaten der Nationalgarde vier Studierende und verletzen neun zum Teil schwer. (weiterlesen)

