Archiv


Donnerstag 20.04.17, 17:09 Uhr

AfD – Gefahr für Vielfalt

Das „Bochumer Bündnis gegen Rechts“ und der Kinder- und Jugendring laden am Mittwoch, 26. April 2017 um 18.00 Uhr im ver.di-Haus, Universitätsstr. 76 zu einer Informationsveranstaltung mit dem Publizist Andreas Kemper ein, um das Programm und die Strategien der AfD unter die Lupe zu nehmen. Mitglieder der AfD hetzen immer wieder gegen Geflüchtete, gegen Muslime und Angehörige von Minderheiten und sie kokettieren mit rassistischen und völkischen Ressentiments. Die AfD ist gewerkschaftsfeindlich und sie pflegt ein autoritäres Weltbild. Die Erinnerungsarbeit wird von Funktionären der AfD als nicht mehr zeitgemäß gebrandmarkt. mehr…


Donnerstag 20.04.17, 14:42 Uhr

Mieterhöhungen bei der VBW 3

Die Soziale Liste schreibt: »Zahlreiche Mieter in der „Flüssesiedlung“ der VBW-Bauen und Wohnen GmbH in Grumme sind über die erneute Mieterhöhung empört. Die VBW ist offensichtlich dazu übergegangen jährlich eine Mieterhöhung in ihrer Wohnsiedlung in Grumme vorzunehmen.  Schon im vergangenen Jahr hatte die VBW die Grundmiete mit der Begründung, dass sich die Siedlung in einer „gefragten Wohngegend“ befindet erhöht und den Höchstwert des Bochumer Mietspiegels für die Neuberechnung der Miete angesetzt. Dies obwohl das Wohngebiet laut Mietspiegel nicht in der obersten Klasse der gefragtesten Wohngegenden liegt. Unter anderem wegen „baulicher Änderungen“ im Wohnumfeld wird jetzt eine neue Mieterhöhung begründet und erneut ein „bereinigter Höchstwert laut Mietspiegel“ bei der Mietpreisberechnung angesetzt. Die neue Erhöhung macht rund 160 €/ Jahr bei einer Wohnung von rund 60 qm aus. Vor einen Jahr waren es bereits über 230 €/ Jahr. mehr…


Donnerstag 20.04.17, 07:00 Uhr

Mohamed Amjahid „Unter Weißen“

Am Dienstag, den 25. 4., um 19.00 lädt der Bahnhof Langendreer zu einer Buchvorstellung mit dem politischen Reporter und Redakteur des ZEITmagazins Mohamed Amjahid ein: »In seinem Buch „Unter Weißen“ schreibt er anhand von eigenen Erfahrungen, Beobachtungen und Analysen darüber, wie sich Rassismus im Alltag äußert und nach welchen Mechanismen er funktioniert. Dabei zeichnet er genau nach, wie Menschen zu „Anderen“, zu „Fremden“ gemacht werden. Als Sohn marokkanischer Gastarbeiter und als Journalist bei einer deutschen Zeitung unfreiwillig „Integrationsvorbild“, wird  Mohamed Amjahid täglich mit der Tatsache konfrontiert, dass er nicht-weiß ist. Er hält der weißen Mehrheitsgesellschaft den Spiegel vor und zeigt, dass sich diskriminierendes Verhalten und rassistische Vorurteile keineswegs bloß bei unverbesserlichen Rechten finden, sondern auch bei denen, die sich für aufgeklärt und tolerant halten. Pointiert und selbstironisch macht er deutlich, dass Rassismus viel mit Privilegien zu tun hat – gerade wenn man sich ihrer nicht bewusst ist.«


Mittwoch 19.04.17, 21:14 Uhr

Radikale Bildungskurse

Die schwarze Ruhr-Uni schreibt über ihr Programm für das Sommersemester 2017: »Wir wollen eine vollkommen andere Welt schaffen, in der jede*r über sich selbst bestimmt: Dafür braucht es aber Wissen und die Fähigkeit, sich dieses ohne Zwang anzueignen. Staatliche und kapitalistische Schulen, Universitäten und Ausbildungsstellen trainieren uns diese durch ihre Hierarchien, Vorgaben, Prüfungen und Noten ab. Anstatt, dass wir ein Angebot erhalten aus dem wir frei wählen, geben uns Autoritäten wie das Bildungsministerium, Lehrer*innen und Dozent*innen vor, was wir lernen sollen. Das hat auch die Funktion Wissen zu kontrollieren, so sind viele freiheitliche Inhalte wie z.B. Revolutionen und Erfolge der Geschichte in Vergessenheit geraten. Wenn wir aber eine Welt ohne Kapitalismus, Staat, Patriarchat und jede andere Herrschaftsform anstreben, müssen wir aus der Geschichte lernen und uns ganz praktisch die Fähigkeiten aneignen, die uns selbst über unser Leben bestimmen lassen. mehr…


Mittwoch 19.04.17, 20:53 Uhr

Anreise zu den Protesten gegen die AfD 3

Die Bochumer Antifa ruft für nächsten Samstag dazu auf, nach Köln zu fahren: »Die AfD will am 22. April 2017 in Köln ihren Bundesparteitag abhalten, um sich als normale Partei darzustellen und Werbung in eigener Sache für die Landtagswahl in NRW im Mai und die Bundestagswahl im September zu machen. Dagegen regt sich breiter Protest, zum Beispiel lässt sich der Aufruf der Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative“ hier nachlesen. Deshalb rufen Antifaschist*Innen aus Bochum für den kommenden Samstag zur gemeinsamen Anreise nach Köln auf. Treffpunkt ist um 5:40 Uhrauf dem Buddenbergplatz hinter dem Hauptbahnhof.  Weitere Infos zu den geplanten Blockaden, der Großdemonstration sowie Infrastruktur für den Tag in Köln findet ihr zum Beispiel beim Bündnis Solidarität statt Hetze. Antifa heißt Frühaufstehen!«


Dienstag 18.04.17, 19:05 Uhr

Treffen des Netzwerks Recht auf Stadt

Das Netzwerk Recht auf Stadt schreibt: »Seitdem unser Film „Das Gegenteil von Grau“ gezeigt wurde, erreichten uns viele Nachfragen, wie mensch bei uns mitmachen kann. Daher laden wir euch nun herzlich zu einem offenen Treffen am morgigen Mittwoch 19. April. 2017 um 19:00 Uhr im Bhf. Langendreer ein. Unter dem Titel »Interventionen – Stadt für alle« organisierten wir im September 2013 in Bochum eine ruhrgebietsweite Konferenz, die sich die Frage stellte, was ein Recht auf Stadt im Ruhrgebiet bedeuten kann. Gemeinsam mit lokalen Initiativen thematisierten wir die vielfältigen Praxen, die dieses Recht auf unterschiedliche Weise einfordern. Wir untersuchten, wie sich unsere Städte verändern, welche Probleme und Konflikte mit diesem Wandel entstehen und welche politischen Strategien eine Antwort sein könnten. Einige TeilnehmerInnen setzten die Diskussion über die Konferenz hinaus fort.  Aus dieser gemeinsamen Debatte entstand die Initiative »Recht auf Stadt – Ruhr«. mehr…


Dienstag 18.04.17, 15:47 Uhr

Fairhandel statt Freihandel

Am Montag, den 24.4.2017 ist Eva-Maria Reinwald vom SÜDWIND-Institut in Bonn zu Gast im Saal an der Christuskirche. Ab 19.30 Uhr wird sie über den Weg zu einem UN-Treaty zu Wirtschaft und Menschenrechten referieren. Eingeladen wurde sie dazu von der Bochumer Occupy-Gruppe. Hier ein Auszug aus der Einladung: »Freihandels- und Investitionsschutzabkommen erleichtern weltweit tätigen Unternehmen den Zugang zu Märkten und Rohstoffen und schützen ihre Interessen mit verbindlichen und einklagbaren Rechten. Für den Schutz der Menschenrechte bei diesen weltweiten Unternehmenstätigkeiten gibt es hingegen keine internationalen Durchsetzungsmechanismen. mehr…


Freitag 14.04.17, 13:08 Uhr

Ostermarsch in Bochum

Der Ostermarsch Ruhr endet in diesem Jahr in seiner Sonntagsetappe nicht wie in den vergangenen Jahren im Bahnhof Langendeer sondern bei ver.di an der Universitätsstraße. Damit führt auch die Fahretappe dieses Mal durch die Innenstadt. Das Bochumer Friedensplenum ruft dazu auf, dass alle, die die Fahrradetappe auf den letzten Kilometern begleiten wollen, sich um 15.45 Uhr an der Trinkhalle, Herner Str. 8 treffen und dort zum Fahrradkorso dazu stoßen. Anschließend ab 16 Uhr wird Klaus der Geiger alle Besucherinnen und Besucher bei ver.di empfangen. Anschließend wird der stellv. Bundesgeschäftsführer der DFG-VK Michael Schulze von Glaßer einen Vortrag über das Thema „Bundeswehr: der neue Werbefeldzug“ halten. Hierbei geht es darum, dass es in Deutschland im Vergleich zu anderen NATO-Staaten immer noch eine erfreulich großes Skepsis gegenüber dem Militär und gegenüber dem weltweiten Treiben der Bundeswehr gibt. mehr…


Donnerstag 13.04.17, 20:11 Uhr

Ostermarsch in Wattenscheid

Das Wattenscheider Kuratorium „Stelen der Erinnerung“ ruft zur Teilnahme am diesjährigen Ostermarsch unter dem Motto „Nein zu Krieg und Terror“ auf und schreibt: Während der dreitägigen Aktion wird auch dieses Jahr der Ostermarsch wieder in Wattenscheid an der Friedenskirche Halt machen, wo am Ostersonntag einer der Höhepunkte der Fahrradetappe Essen-Bochum sein wird. An diesem Ostersonntag wird das Kuratorium die Kampagne „Für einen Hannes-Bienert-Friedenspark“ ins Leben rufen. Nach Auffassung des Kuratoriums verdient der Wattenscheider Park um das Ehrenmal diese Umbenennung, um gebührend an den Wattenscheider Friedensaktivisten und Antifaschisten Hannes Bienert (verstorben im Oktober 2015) zu erinnern, der über Jahrzehnte die Verantwortung für den Ostermarsch-Halt in Wattenscheid getragen hat. mehr…


Donnerstag 13.04.17, 17:29 Uhr

Aufruf zum Ostermarsch

Die Soziale Liste unterstützt den Ostermarsch und schreibt: »Mit den weltweiten Militäreinsätzen, Kriegen und der Rüstung werden die Gelder und Ressourcen vernichtet, die weltweit im Kampf gegen Hunger und Not, für Bildung und Wissen, Gesundheit und saubere Umwelt, Ausbildung und Arbeit dringend gebraucht werden. Die Soziale Liste Bochum ruft zur Teilnahme am Ostermarsch Ruhr auf und unterstützt die Veranstaltungen und Kundgebungen in Wattenscheid und Bochum.«


Mittwoch 12.04.17, 14:02 Uhr

Karfreitag: religionsfrei im Riff 1

Am Karfreitag lädt die Initiative Religionsfrei im Revier wieder zum Verstoß gegen das Feiertagsgesetz ein. In der Riff-Halle im Bochumer Bermuda-Dreieck wird um 21 Uhr verbotener Weise der Kultfilm „Das Leben des Brian“ gezeigt. Ab 19.30 Uhr gibt es ein Vorprogramm mit Videos aus der amerikanischen antiklerikalen Szene und Musikvideos von Carolin Kebekus „Dunk dem Herrn“ und Jan Böhmermanns Coming-Out „Ich bin Atheist“. In den vergangenen vier Jahren hatte sich die Initiative Religionsfrei im Revier mit ihrer Provokation gegen die staatliche Bevormundung mit religiösen Normen gewandt und sich nicht großartig mit Religion und Kirche beschäftigt. Im letzten Jahr haben die Repräsentanten der beiden Bochumer Großkirchen in einem Interview mit der örtlichen Lokalzeitung der Initiative einen mangelnden „Respekt vor religiösen Gefühlen“ vorgeworfen. Die Initiative hält dem entgegen, dass Religionen sich schon immer durch Intoleranz ausgezeichnet haben und immer versucht haben, ihre Normen auch Menschen aufzudrücken, die frei von Religionen leben wollen. mehr…


Dienstag 11.04.17, 17:58 Uhr

Antifa Café mobilisiert gegen die AfD

Am Mittwoch, den 12. April lädt das Antifa Café im Sozialen Zentrum um 19.00 Uhr ein, um über die Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag in Köln zu informieren. Anschließend befasst sich ein inhaltlicher Vortrag mit den Wahlkampfstrategien und NRW-Strukturen der AfD. in der Einladung heißt es: »Der Rechtsruck ist in vollem Gange: Er vollzieht sich in der Stärkung rechter Parteien wie der AfD im Inneren. Die Partei versucht sich mit aller Macht in der Normalität zu etablieren, wobei der Bundesparteitag in Köln am 22.04.17 einen Höhepunkt darstellen soll. Aber auch die mörderische Abschottung der nationalen und europäischen Grenzen nach außen ist ein Ausdruck des Rechtsrucks. Die etablierten Parteien von CDU bis Grüne versuchen sich vor allem im Vorgang der Landtagswahlen in NRW im Mai 2017 und den Bundestagswahlen 2017 als liberaler Gegenentwurf zum völkischen Großangriff zu inszenieren, doch auch bei Ihnen heißt es: Erwünscht ist in Deutschland nur, wer dem Standortkollektiv nutzt. mehr…


Sonntag 09.04.17, 07:29 Uhr

Ostermarsch radelt am Sonntag zu ver.di

Mit einem Info-Stand in der Innenstadt hat gestern das Bochumer Friedensplenum für den diesjährigen Ostermarsch geworben und darauf hingewiesen, dass der Sonntag in diesem Jahr etwas anders verläuft als in den letzten Jahren. Die Abschlussveranstaltung findet nicht im Bahnhof Langendreer sondern bei ver.di an der Universitätsstraße statt. Dort wird die Radtour am Ostersonntag um 16.15 Uhr von Klaus dem Geiger empfangen. Anschließend wird der stellv. Bundesgeschäftsführer der DFG-VK Michael Schulze von Glaßer einen Vortrag über das Thema „Bundeswehr: der neue Werbefeldzug“ halten. Näheres zum Ostermarsch Ruhr und zum Ostermarsch in Bochum.


Freitag 07.04.17, 08:06 Uhr

Antifaschistische Soliparty 12

Die Antifaschistischen Aktion Bochum lädt am Samstag, den 8.4. ab 19 Uhr zu einer Antifaschistischen Soliparty ins Soziale Zentrum ein: »Die rassistische Mobilisierung nimmt an Fahrt auf, überall in Deutschland und Europa, doch besonders auffällig wird dies in der ostdeutschen Provinz. Hier kommt es verstärkt zu Übergriffen von Nazis auf Antifaschist*innen und Geflüchtete. Doch trotz Pegida und besorgten Nachbar*innen, setzen sich Betroffene weiterhin für ein solidarisches Miteinander ein und kämpfen gegen den spürbaren Rechtsruck in der Gesellschaft. Gleichzeitig geht der Kampf für eine emanzipatorische Gesellschaft auch abseits vom Szenekiez weiter. Gerade deswegen ist es wichtig, kleinere Städte und Dörfer abseits der linken Wohlfühlzonen oder im angeblichen “Dunkeldeutschland” nicht pauschal abzuschreiben. mehr…


Freitag 07.04.17, 07:55 Uhr

Urban Gardening in Langendreer

Auf Einladung der Naturfreunde-Langendreer hat sich nach einem Vortrag im NaturfreundeZentrum eine Urban Gardening Gruppe zusammengefunden. Als Starter Projekt für das Urban Gardening in Langendreer wurde die Neugestaltung des Carl-von-Ossietzky-Platzes konzipiert. Dies wird nun auch von der Bezirksvertetung unterstützt. Am morgigen Samstag, ab 9:30h werden die ersten Arbeiten beginnen. Ende April sollen die ersten Pflanzungen vorgenommen werden. Bis dahin werden die Pflanzen zu einem Großteil aus Spenden und von Tauschbörsen sowie durch eigene Anpflanzungen zusammengetragen. mehr…


Dienstag 04.04.17, 21:43 Uhr

Jüdisches Leben unterm Hakenkreuz

Die Volkshochschule (VHS) bietet am Sonntag, den 9.4. um 14.00 Uhr einen Stadtrundgang zum Thema „Jüdische BochumerInnen unterm Hakenkreuz“ an: Die VHS bietet wenige Tage nach dem 1. April einen Stadtrundgang an. Am 1. April 1933 wurde auch in Bochum der „Boykott“ der Geschäfte der jüdischen Bochumer ohne Widerstand aus der Bochumer Bevölkerung „erfolgreich“ durchgezogen. Auch Ärzte und Rechtsanwälte  waren betroffen. Auf dem Stadtrundgang durch die Innenstadt soll an etlichen Plätzen, Gebäuden, Stelen und Stolpersteinen auf Diskriminierung, Verfolgung, Flucht oder Deportation und Ermordung jüdischer MitbürgerIinnen aus Bochum hingewiesen werden. Es soll den Fragen nachgegangen werden: Was wussten die Bochumer vom Schicksal ihrer jüdischen Nachbarn? Wer profitierte von der Verfolgung der jüdischen Mitbürger? Welche Etappen der antijüdischen Maßnahmen gab es in Bochum? Welche politischen und religiösen Vorurteile machten den antijüdischen Terror möglich? Warum gab es so wenig Widerstand? Wie ist eigentlich auch in Bochum mit den wenigen Überlebenden umgegangen worden? mehr…


Montag 03.04.17, 20:57 Uhr

Alte und neue soziale Bewegungen?

Das Institut für soziale Bewegungen (ISB) der RUB lädt am Freitag, den 7. April um 17:30 Uhr im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Clemensstraße 17 zum 4. Bochumer Disput ein mit dem Thema: Sind Allianzen zwischen alten und neuen sozialen Bewegungen ein Mittel gegen Entsolidarisierung und Populismus? In der Anündigung heißt es: »Der 4. Bochumer Disput findet als Abschlussveranstaltung der dreitägigen internationalen Konferenz in Bochum zu Bewegungsallianzen (Cross-Movement Mobilization) statt, zu der sich über 120 Wissenschaftler_innen aus mehr als 20 Ländern angemeldet haben und teilnehmen werden. mehr…


Sonntag 02.04.17, 08:16 Uhr

WDR & Pretzell antifaschistisch begleitet

Die Antifaschistische Aktion Bochum schreibt: Am Mittwoch, den 29.03.2017 wollte der Westdeutsche Rundfunk den Landesvorsitzenden der AfD Nordrhein-Westfalen, Marcus Pretzell, auf dem Platz des europäischen Versprechens in der Bochumer Innenstadt interviewen. Mit dem AfD-Rassisten sollten Vertreter*innen der „Jungen Europäischen Föderalisten“ (JEF) als pro-europäische Bewegung in den Diskurs treten. Das Team des WDR erschien bereits gegen 16.20 Uhr auf dem Platz und begann sofort, mehrere Kameras aufzubauen, eine Drohne war ebenfalls im Einsatz. Es wurde sofort begonnen, anwesende Antifaschist*innen zu filmen. Um 17.45 erreichte Marcus Pretzell den Platz des Geschehens. Möglicherweise machte sich das WDR Team Sorgen über die körperliche Unversehrtheit ihres Interviewpartners und fuhren Marcus Pretzell im Produktionswagen quer durch die Innenstadt. mehr…


Samstag 01.04.17, 21:04 Uhr
Auf dem Platz des europäischen Versagens II

„Pulse of Europe“ wird etabliert 1

An den beiden vergangenen Sonntagen fanden jeweils um 14 Uhr auf dem Platz des europäischen Versagens (direkt neben dem Rathaus vor dem Kirchengebäude) Versammlungen  im Rahmen der Kampagne „Pulse of Europe“ statt. InitatorInnen der Bochumer Aktion waren Menschen, die ein Zeichen gegen Nationalismus und Populismus setzen wollen. Als sie für den morgigen Sonntag erneut eine Kundgebung anmelden wollten, erfuhren sie, dass die Bochumer Europa-Union zum selben Zeitpunkt am selben Ort mit dem selben Titel bereits eine Kundgebung angemeldet hatte und auf ihrer Webseite dafür wirbt. Gleichzeitig hat die ev. Stadtakademie einen Aufruf von Jochen Gertz für das Treffen am morgigen Sonntag auf ihrer Webseite veröffentlicht. Gertz ist der Künstler, der den Platz konzipiert hat. mehr…


Samstag 01.04.17, 21:02 Uhr
Auf dem Platz des europäischen Versagens I

„Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda“ 6

Am Mittwoch dieser Woche wollte ein Team des WDR-Fernsehens auf dem Platz des europäischen Versagens (direkt neben dem Rathaus vor dem Kirchengebäude) ein Gespräch mit dem AfD-Landesvorsitzenden Pretzell aufnehmen. Pretzell ist auch Spitzenkandidat seiner Partei für die Landtagswahl. Antifaschistische DemonstrantInnen verhinderten die Aufnahmen. Sie rückten mit Transparenten an und skandierten: „Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda.“ Das WDR-Team rief die Polizei, um die DemonstrantInnen vertreiben zu lassen. Der verantwortliche Beamte, der dann auftauchte, enttäuschte die Fernsehleute. Er riet den DemonstrantInnen, eine Spontan-Demonstration anzumelden. Dann sei ihr Protest legal. Die DemonstrantInnen folgte gerade noch rechtzeitig dem Rat. Es rückte ein weiteres Polizei-Team an, das ganz offensichtlich den Auftrag und die Absicht hatte, gewaltsam den Protest abzuräumen. Nur mühsam konnte der Beamte, der Grundgesetz, Versammlungs- und Demonstrationrecht kannte und ernst nahm, seine KollegInnen dazu bringen, von ihrem Ansinnen abzulassen. mehr…


Freitag 31.03.17, 19:45 Uhr

Bericht von der Ratssitzung

Keine Solidarität des Bochumer Rats mit Geflüchteten, möglicherweise rechtswidrige verkaufsoffene Sonntage, und die Weigerung der Mehrheit, Bundeswehr-Werbung unter Jugendlichen abzulehnen – das ist aus der Sicht der Linksfraktion die durchwachsene Bilanz der Ratssitzung vom 30. März. Die Fraktion berichtet in ihrem neuen Newsletter von der Sitzung und schreibt: „So schwierig die Mehrheitsverhältnisse für soziale und humanitäre Anliegen im Stadtrat aktuell sind: Grund dafür, den Kopf in den Sand zu stecken gibt es unserer Meinung nach nicht. Deshalb haben wir bereits vor der Ratssitzung die Proteste vor dem Rathaus gegen Abschiebungen nach Afghanistan unterstützt. Tatsächlich hat sich die Auseinandersetzung darüber, wie Bochum mit den Menschen umgehen soll, denen eine Abschiebung in Terror und Krieg droht, bis in die Ratssitzung selbst hineingezogen.“ Die Themen im Einzelnen: mehr…


Freitag 24.03.17, 16:03 Uhr
Gentrifizierung in Bochum?

Der „Kortländer-Kiez“ zwischen
Belebung und Verdrängung
1

Am Dienstag, den 28. März um 18:30 Uhr lädt die Bochumer Linksfraktion in der Trinkhalle, Herner Str. 8, zu einer Diskussion über das Thema Gentrifizierung im Kortländer Kiez ein. Es gibt Input-Beiträgen von Martin Krämer (Mieterforum Ruhr), Regina Sidel (Botopia Netzwerk) und Melina Loschen (Eden e.V.). Die Moderation übernimmt Sabine Lehmann. In der Einladung heißt es: »Eine Eisdiele in der alten Eckkneipe, ein selbstverwaltetes Café, Studi-WGs statt Leerstand: Was die einen als Wiederbelebung eines Stadtteils begrüßen, weckt bei anderen zwiespältige Gefühle. Kann sich in Bochum eine Entwicklung wiederholen, die in anderen Städten zu rasant steigenden Mieten und der Verdrängung alteingesessener Kiez-Bewohner*innen geführt haben? mehr…


Freitag 24.03.17, 10:42 Uhr

#PulseOfEurope 6

Immer sonntags um 14 Uhr auf dem Platz des europäischen Versprechens direkt neben dem Rathaus trifft sich seit letzten Sonntag die Bochumer Initiative Pulse of Europe. Das erklärte Ziel: „Wir sind überzeugt, dass die Mehrzahl der Menschen an die Grundidee der Europäischen Union und ihre Reformierbarkeit und Weiterentwicklung glaubt und sie nicht nationalistischen Tendenzen opfern möchte. Es geht um nichts Geringeres als die Bewahrung eines Bündnisses zur Sicherung des Friedens und zur Gewährleistung von individueller Freiheit, Gerechtigkeit und Rechtssicherheit.“ Die Initiative hofft, dass in Bochum bald ähnlich viele Menschen mitmachen wie in anderen europäischen Städten.


Donnerstag 23.03.17, 14:48 Uhr

Das Gegenteil von Grau

Am Montag, den 27. 3., um 19 Uhr ist im  Kino Endstation der Film zu sehen: „Das Gegenteil von Grau“. Der Film ist in Zusammenarbeit der Initiative Recht auf Stadt Ruhr mit dem Berliner Filmemacher Matthias Coers entstanden. In dem Film geht es um „Brachflächen, Leerstand, Anonymität, Stillstand. Nicht alle zwischen Dortmund und Duisburg wollen sich damit abfinden. Im Gegenteil. Immer mehr Menschen entdecken Möglichkeiten und greifen in den städtischen Alltag ein. Ein Wohnzimmer mitten auf der Straße, Nachbarschaft, Gemeinschaftsgärten. Stadtteilläden, Repair Cafés und Mieter*inneninitiativen entstehen in den Nischen der Städte – unabhängig, selbstbestimmt und gemeinsam. Das Gegenteil von Grau zeigt unterschiedliche Gruppen, die praktische Utopien und Freiräume leben und für ein solidarisches und ökologisches Miteinander im urbanen Raum kämpfen.“ mehr…


Donnerstag 23.03.17, 13:39 Uhr

Aktueller Bericht aus Kurdistan

Die Bochumer Rechtsanwältinnen Birgit Landgraf und Heike Geisweid sowie Horst Hohmeier von der Bochumer Linksfraktion waren in dieser Woche zum Newrozfest in Kurdistan und berichten am morgigen Freitag, den 24. 3. um 20 Uhr im Sozialen Zentrum über ihre Eindrücke. Sie warem einem Aufruf von Civaka Azad (kurdisches Zentrum für Informations – und Öffentlichkeitsarbeit) und hatten sich einer Delegation nach VAN im Südosten der Türkei, nahe der iranischen Grenze, angeschlossen. Sie berichten über tagtägliche Menschenrechtsverletzungen, Verbot von Zeitungen oder der freien Meinungsäußerung, Inhaftierung von JournalistInnen,  RechtsanwältInnen, MusikerInnen und einer low-intensity Kriegsführung in den kurdischen Gebieten. Den Schwerpunkt bildet die aktuellen Newroz-Feierlichkeiten in der Türkei, an der 3 Bochumer InternationalistInnen teilgenommen haben, richten. In Folge dessen werden die oben des weiteren aufgeführten Themen sicherlich vor Ort angesprochen werden können und mit einfließen. mehr…


Montag 20.03.17, 21:46 Uhr
Aktionstag von Amnesty Internatonal und Treffpunkt Asyl:

Überwindung von Rassendiskriminierung

Am Samstag, dem 25. März laden Amnesty Internatonal und Treffpunkt Asyl von 11-15 Uhr zu einer Begegnung, Multikulturelles Essen auf dem Dr. Ruer Platz ein und schreiben:  »Am 21  März 1960 wurde eine friedliche Demonstration gegen ein Apartheids-Gesetz in Süd-Afrika blutig niedergeschlagen. In Reaktion darauf haben die Vereinten Nationen 1966 den 21. März als „Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung“ ausgerufen. Am Samstag, den 25. März wollen wir darauf aufmerksam machen, dass auch gut ein halbes Jahrhundert später noch Menschen Tag für Tag rassistische Erfahrungen machen – auch in Deutschland. mehr…


Sonntag 19.03.17, 13:42 Uhr

Gentrifizierung am Kortländer? 7

Vor vier Wochen gab es an dieser Stelle eine LeserInnen-Diskussion darüber, ob die Gegend am Kortländer von einem Gentrifizierungsprozess betroffen ist. Ob die eher günstigen Mieten in diesem Stadtteil dazu geführt haben, kreative Leute anzuziehen, die das Viertel aufgewertet haben und nun dafür sorgen, dass die Mieten steigen und alt eingesessene MieterInnen vertrieben werden. Die Bochumer Linksfraktion hat das Thema aufgegriffen und lädt zu einer Diskussion am Dienstag,  den 28. März um 18:30 Uhr in der Trinkhalle, Herner Str. 8 ein. DiskussionsteilnehmerInnen sind Martin Krämer (Mieterforum Ruhr), Regina Sidel (Botopia Netzwerk) und einE VertreterIn des Café Eden. Die Moderation übernimmt Sabine Lehmann.


Sonntag 19.03.17, 13:06 Uhr

Reparationsschuld

Am kommenden Freitag, den 24.4. wird der Historiker Karl Heinz Roth um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108 über die Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa referieren. Die Reparationsfrage ist nach wie vor ein brisantes und umstrittenes Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte. Während die großen Siegermächte in den ersten Nachkriegsjahren umfangreich entschädigt wurden, gingen die kleineren Länder Europas und zahlreiche Opfergruppen weitgehend leer aus. Zu ihnen gehörte auch Griechenland, das bis auf den heutigen Tag Entschädigungen für die Opfer der Massaker und die Ausplünderung seiner Volkswirtschaft einfordert. Einer umfassenden, alle ehemals besetzten Länder und alle Opfergruppen einschließenden Kriegsentschädigung hat sich die deutsche Machtelite bis heute verweigert. mehr…


Freitag 17.03.17, 07:49 Uhr

Lesung: Tomer Gardi „Broken German“

Am Mittwoch, den 22.03., um 19.00 lädt der Bahnhof Langendreer zu einer deutschsprachigen Lesung mit dem israelischen Autor Tomer Gardi ein:» Tomer Gardi wurde in Israel geboren und hat in Berlin Literaturwissenschaften studiert. Sein Roman „Broken German“ wäre ein „ganz normaler“ Großstadtroman, wäre da nicht seine Sprache: Es ist die Sprache all der Migranten, die – wie der Protagonist des Buches – immer wieder mit der Zurechtweisung »Das ist kein Deutsch!« an ihren Platz verwiesen werden.  Sein Roman wird zum Plädoyer dafür, dass es nicht nur das eine Deutsch, sondern vielmehr eine Sprachenvielfalt darin gibt. Er plädiert für die Regelübertretung, für das nicht Normierte. mehr…


Donnerstag 16.03.17, 11:47 Uhr
Hellas Solidarität Bochum lädt ins Alsenwohnzimmer ein:

Olivenölkostproben und Livemusik

Die Hellas Solidarität Bochum schreibt in ihrer  Einladung: „Olivenöl nicht gepanscht, ohne Pestizide und Zusatzstoffe, produziert und verarbeitet in Produktionsgenossenschaften, zu sozial-fairen Arbeitsbedingungen und gerechten Löhnen, gehandelt auf direkten Vertriebswegen, aus Kreta, aus Lesbos oder der Peloponnes. Das hört sich an wie eine Wunschvorstellung?! Nicht ganz! Die Kampagne Solioli zu fair gehandelt und biologisch produziertem Olivenöl aus Griechenland zusammen mit dem Griechenland Solidaritätsnetzwerk solidarity4all hat gezeigt, dass solidarische Netzwerke und Produktionsgemeinschaften mit guten Produkten entstehen und gelebt werden.
Wir möchten am 18. März zwischen 13:00 und 17:00 Uhr die Olivenöle aus Lesbos, Kreta und Achaia zusammen mit euch in entspannter Atmosphäre  im Alsenwohnzimmer probieren, mit gemeinsamen Essen live begleitet von Tito Baden mit griechischen Entechna-Songs – moderner griechische Folkmusik mit künstlerischen Lyrics und rockigen Beats – und diskutieren, wie an die Erfahrungen aus der Kampagne angeknüpft und ein Netzwerk zusammen mit Produzenten aus Kreta, aus Lesbos oder anderen Regionen im Ruhrgebiet aufgebaut werden kann. Es sind alle herzlich eingeladen zu probieren, etwas über die Produktionsbedingungen der Kooperativen und die Olivenöle zu erfahren und mit zu diskutieren.“