Im Oktober wurde schon wieder ein Mensch durch die Polizei getötet: Ein 32-jähriger Bochumer wurde in seiner Wohnung durch das Bochumer Sondereinsatzkommando erschossen, nachdem er geschrien und Gegenstände aus dem Fenster geworfen haben soll. Der Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener ruft zu einer Mahnwache und Kundgebung auf am Freitag, 22.11. um 15 h Bahnhofsvorplatz, Bochum Hbf
Das gemeinsame Wattenscheider Gedenken von Bezirksvertretung und „Stelen der Erinnerung e.V.“ an die Pogrome von 1938 fand diesmal zweigeteilt statt. Beim Auftakt im Sitzungssaal des Rathauses trugen die Schülis der Realschule Höntrop ein selbstgeschriebenes Gedicht vor und erklärten warum sie dieses Gedenken für wichtig halten. Im Anschluss daran gingen die Teilnehmenden gemeinsam zu den Stelen und legten dort Kränze und Gestecke zu Ehren der Ermordeten ab.
Fridays for Future Bochum ruft zur nachhaltigen Mobilitätswende auf und setzt ein starkes Zeichen für verkehrsberuhigte Zonen im Ruhrgebiet. Am 16. November wird die Herner Straße im Herzen Bochums stückweise zur autofreien Zone: Ab 14 Uhr wird die Straße in Höhe des Cafés „Little Break“ und nach kurzer Umbauphase dann ab 15:30 Uhr in Höhe des Cafés „Kugelpudel“ temporär verkehrsberuhigt. Mit dieser Aktion soll gezeigt werden, wie lebenswerter öffentliche Räume ohne den Lärm und die Dominanz des Autoverkehrs sein könnten.
Am Mittwoch, 6. November hatte die GEW Bochum zur Feier ihres 75jährigen Bestehens in den Bahnhof Langendreer eingeladen. Gekommen waren über 100 Gäste aus Politik, Initiativen und der eigenen Mitgliedschaft.
Normalerweise versteht sich bo-alternativ als ein Bochumer Medium. Wenn sich in unmittelbarer Nachbarschaft jedoch Nazis breit machen, muss man auch mal über den Tellerrand blicken – in diesem Fall nach Hattingen.
„Impfpass, Medikationsplan und Befunde an einer zentralen Stelle – das klingt gut. Ist aber bedenklich, denn bei der elektronischen Patientenakte geht es weniger um Gesundheit von Patienten, sondern um deren Daten.
Am 09. November 1938 wurden in ganz Deutschland Synagogen und Gebetshäuser angezündet, wurden jüdische Geschäfte und Wohnungen geplündert, gab es zahlreiche Verhaftungen Unschuldiger und es wurden Menschen ermordet. Der Arbeitskreis 09. November und der Kinder- und Jugendring Bochum laden aus diesem Anlass am Freitag, 08. November 2024 um 14.30 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung zum 86. Jahrestag der Reichspogromnacht an den Stelen (Harmoniestraße / Ecke Dr. Ruer-Platz) ein.
Mit einer Filmvorführung „Solidarität verbindet“ und einem Rote-Hilfe-Tresen endet am 31. Oktober ab 18 Uhr die Ausstellung „100 Jahre Rote Hilfe“ im Sozialen Zentrum. Die Rote Hilfe Bochum schreibt:
CDU, SPD und Grüne haben am 10. Oktober im Stadtrat das Sprungvergnügen von Bochums einzigem 10-m-Turm für immer beendet. Trotz des breiten Votums der Bürgerschaft verliert Bochum damit nicht nur das Höntroper Freibad. Nach über 50 Jahren und ohne Not verliert unsere Jugend auch diese außergewöhnliche Freizeit-Attraktion.
Der Haushaltsplanentwurf 2025 der Landesregierung in NRW sieht die weitgehende Zerschlagung des Förderprogramms „Soziale Beratung von Geflüchteten“ vor. Alle 77 Stellen der Beratung für das Asylverfahren in den Landesunterkünften, alle 14 Stellen der Beratung für unbegleitete minderjährige Geflüchtete sowie mindestens 6 Stellen für die fachliche Begleitung und Qualifizierung sollen gestrichen werden.
Am Samstag, den 12. Oktober kam in Bochum ein Mann durch Polizeischüsse zu Tode. Der Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener schreibt dazu: »Wieder einmal ist ein verwirrter Mann in Folge eines Polizeieinsatzes zu Tode gekommen. Für das Erschießen eines zu dem Zeitpunkt verwirrten und in der Folge randalierenden Menschen braucht es weder ein Sondereinsatzkommando noch Polizisten – das würde jeder mit Schusswaffe versehene Laie hinbekommen.
Seit dem 7. Oktober 2023 und dem folgenden Krieg in Gaza haben Antisemitismus und Verschwörungsideologien zugenommen. Der Workshop „Verschwörungsideologien und Antisemitismus“ bietet eine fundierte Einführung in die verschiedenen Ausprägungen der Verschwörungsideologien und will so deren antisemitische Wurzeln beleuchten.
Die italienische Neo-Psychedelic-Rockband Thomas Greenwood & The Talismans besucht die BASTION im Rahmen ihrer Ates-Europatournee am 22. Oktober. Einlass ist ab 19h. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung ist aber zwingend erforderlich.
Das Bochumer Klimaschutzbündnis macht auf die laufende Petition zur Rettung der Bochumer Bäume aufmerksam. Sie kann von Bochumer Bürger und Bürgerinnen unterschrieben und weiter verbreitet werden. Sie soll dazu beitragen, in allen Stadtplanungsprozessen dem Erhalt von Bäumen und Waldgebieten auf dem Gebiet der Stadt Bochum den Vorrang einzuräumen.
Am Donnerstag findet um 10 Uhr vor dem Landgericht ein bizarrer Strafprozess statt. Ein 22-jähriger Anarchist ist wegen Leistungserschleichung gem. § 265a StGB angeklagt. Er war 7 mal schwarzgefahren. Das Besondere daran: Er hatte ein Schild um den Hals getragen: „Ich fahre umsonst. Also ohne gültige Fahrkarte.“
Der Mieterverein Bochum lädt zu einer Informationsveranstaltung zur kommunalen Wärmewende in Bochum ein: Mittwoch, 23.Oktober, 18.30 Uhr, Mieterverein Bochum (Brückstraße 58). Mit Helge Ehrhardt (Diplomingenieur für Zukunftstechnologien; Scientist for Future). Der Eintritt ist frei.
Normalerweise veröffentlicht bo-alternativ keine Pressemitteilungen der Stadt Bochum und auch keine überregionalen Themen. Diese ist aber interessant, insbesondere in Kombination mit der Information der TAGESSCHAU vom 2. Oktober, dass es in Deutschland so viele Milliardäre gibt wie noch nie zuvor: Die Ausgaben der Kommunen für Sozialleistungen sind im ersten Halbjahr 2024 so stark gestiegen, dass die wieder verstärkt neue Schulden machen müssen.
Am Freitag 18.10 findet das Café Azadí nicht im Sozialen Zentrum statt, sondern in der Zanke (Westring 41). Gemeinsam mit dem Sause Brause Tresen der Zanke und dem Solibündnis Rojava veranstaltet das Café eine Lesung zu dem Buch „Wir wissen was wir wollen“. Die Türen der Zanke werden um 18.30 Uhr geöffnet. Es gibt „Küche für Alle“ und um 19:30 Uhr geht es weiter mit einer aktuellen Analyse der politischen Lage und der Lesung zum Buch gemeinsam mit den Herausgeberinnen.
Obwohl die Kosten gerade für Lebensmittel wegen des russischen Überfalls auf die Ukraine davongalloppierten, hat es 2022 für Hartz-IV-Bezieher keinen zusätzlichen Inflationsausgleich gegeben. Eine Entscheidung des Bundessozialgerichts sorgt jetzt dafür, dass sich das noch ändern könnte. Auch für die bereits angekündigte Nicht-Erhöhung des Bürgergelds 2025 könnte sie von Bedeutung sein.
Das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung hat seine Pressemitteilung von Mittwoch „Kein Kahlschlag für Parken und Gewerbe“ um die Skizze einer alternativen Stellplatzanlage in ihrem „Lageplan zum potentiellen Baumerhalt bei Verzicht auf die Baufelder Gewerbe und Parken“ ergänzt.
Bei Verzicht auf den Gewerbeblock und Verlegung der Stellplätze wie dargestellt kann der Wald an der Stiepeler Straße/ Markstraße mit Hunderten teilweise ökologisch wertvollen Bäumen erhalten werden. Die vorgesehene Wohnbebauung kann weiterhin vollständig umgesetzt werden. Aus dem von der Verwaltung gewählten Motto „Gesundes Wohnen und Arbeiten“ könnte werden „Gesundes Wohnen mit Wald“.
Am 1. Oktober 1924 gründete sich aus vorher losen Solidaritätsstrukturen die Rote Hilfe Deutschlands. Aus diesem Grund läutet die Rote Hilfe Bochum den Roten Oktober ein. Sie zeigt den gesamten Monat die für das Jubiläum erstellte Ausstellung „100 Jahre Rote Hilfe“ und wird den Monat über Veranstaltungen organisieren.
Mehr „Eltern-Jobs“ in Bochum: Der Wunsch von Eltern, arbeiten zu gehen, darf nicht an der Kinderbetreuung scheitern. Das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Es ist für die Betriebe in Bochum wichtig, dass Kinder und Jobs gut unter einen Hut gebracht werden können“, sagt Martin Mura von der NGG Ruhrgebiet.
Vom 4. bis 6. Oktober veranstalten die Ernst-Bloch-Assoziation und die Georg-Lukács-Gesellschaft eine gemeinsame öffentliche Tagung in der Ko-Fabrik Bochum, Stühmeyerstr.33. Unter dem Titel „Fortschritt und Entfremdung. Bloch und Lukács im heutigen Kontext“ wird daran erinnert, dass Fortschritt und Entfremdung schon früh zentrale Themen ihres Denkens waren.
Der Stromspar-Check bietet Mieterinnen und Mietern die Möglichkeit ihre Stromkosten zu senken. Dies ermöglicht, sich vor Energiearmut zu schützen und zugleich einen konkreten Beitrag für einen nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen zu leisten. Um darüber zu informieren, hat der Mieterverein Bochum Frau Middendorf vom Caritasverband Ruhr-Mitte e.V. Bochum eingeladen. Im Rahmen der Veranstaltung wird über grundsätzliche Möglichkeiten des Stromsparens mit Tipps für effizientes Nutzungsverhalten – auch beim Heizen und Lüften – ohne Komfortverlust informiert.
Der Workshop „Bildung wird essbar“ von EssBO! Ernährungsrat Bochum und dem Ernährungsrat Essen geht in die 7. Runde mit handfesten Beispielen aus der Bildungspraxis! Diesmal trifft man sich zum kreativen Austausch am Donnerstag, dem 26. September 2024 im Gemeindesaal der Melanchthonkirche, Königsallee 48, 44789 Bochum.
Erneut ruft der „Bundesverband für das Leben“ für den 21. September zum so genannten „Marsch für das Leben“ auf. Dagegen stellt sich das Bündnis ProChoice Köln mit aller Entschlossenheit. Auch dieses Jahr will es diese menschenfeindliche Agenda nicht unkommentiert lassen und alles daran setzen, den Marsch nicht weiter kommen zu lassen als im letzten Jahr.
Jetzt hat die Verwaltung das Bebauungsplanverfahren „Am Ruhrort“ doch noch gestoppt. Die Ungewissheit, aber auch die Sorge der Betroffenen, durch Bebauung des Grabelandes könne die Gefahr von Überflutungen weiter Teile von Dahlhausen dramatisch erhöht werden, hat endlich ein Ende, kommentiert das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung.
Die Bochumer Stadtverwaltung hat bekanntgegeben, dass die umstrittenen Pläne, das Grabeland „Am Ruhrort“ zu bebauen, gestoppt sind. Hier sollten 64 Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser entstehen. Eine Bürgerinitiative hatte dagegen heftigen Widerstand geleistet und sah sich durch die Überschwemmungen im Juli 2021, als die ganze Gegend unter Wasser stand, bestätigt. Damals wurde das Bebauungsplanverfahren ausgesetzt und ein wasserwirtschaftliches Gutachten in Auftrag gegeben, dass seit einigen Wochen vorliegt, von der Stadt aber bisher zurückgehalten wurde. Erst am Montag hatte das „Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung“, dem die BI Grabeland angeschlossen ist, dagegen heftig protestiert – mit kurzfristigem Erfolg! Update: Tatsächlich aber hat die Bürgerinitiative das Wasserwirtschaftliche Gutachten bis heute nicht ausgehändigt bekommen – es bleibt unter Verschluss. Deshalb hat die Bürgerinitiative noch einmal ausdrücklich die Aushändigung des Gutachtens eingefordert.