Das Fritz-Bauer-Forum lädt zu einem Vortrag von Ralf Feldmann ein:
Die Justiz danach hat die Verbrechen von Richtern im Nationalsozialismus nie bestraft: nicht die furchtbaren Strafrichter für Tausende maßlose Todesurteile, nicht die Justizelite in den Justizverwaltungen, die Unrecht und Verbrechen von Anfang an administrativ umsetzten und absicherten. In der eigenen historischen Erinnerung der Justiz daran waren Justizangehörige eher dem Regime machtlos ausgelieferte Opfer, die das Schlimmste verhindern wollten, kaum je Mittäter von Menschenvernichtung. Achtungsvoll gedachte man ihrer in Präsidentengalerien von Gerichten. Wer gehorsam mitmachte, sah sich im Nachhinein als tragisch gescheiterter Diener des Rechts, ja als Widerständler verklärt. Diese vergangenheitspolitische Sicht gab es auch in Nordrhein-Westfalen.
Im Projekt „Beats & Lyrics“ lernen die Teilnehmenden – Kinder und Jugendliche von 10 bis 14 Jahren – wie man einen eigenen Song schreibt und aufnimmt. Dabei wirst du von Profis begleitet, die seit vielen Jahren Workshops bei „X-Vision Ruhr“ anbieten. Anmeldungen sind ab sofort möglich unter roeglin@falken-bochum.de oder Tel.: 0152-56170829. Die genauen Termine könnt ihr dem Flyer entnehmen.
Ein spanisch- und englischsprachiger Workshop von Omar Mar G an 2 Tagen (5.8 u 6.8) . Am 5.8 >> spricht er über das Zusammenspiel von Theater & Performance und dem Kampf um Gerechtigkeit, Land und Frieden. Am 6.8. können die Teilnehmer:innen über Performance ihre politischen Einstellung zum Ausdruck bringen und so einen kreativen Dialog zwischen ihren eigenen Erfahrungen und dem Kampf um Gerechtigkeit, Land und Frieden schaffen.
Pressemitteilung zur kommenden Kommunalwahl in Bochum und über das Bochumer Klimacamp Anfang Juli 2025 : >>Kurzzusammenfassung: * Fridays for Future Bochum fordert Jugendliche auf ihre Stimme bei der Kommunalwahl zu nutzen * Sie sehen sich bestätigt durch Gutachten des Internationalen Gerichtshofs, dass es mehr Klimaschutzmaßnahmen braucht * Enttäuschung über fehlende Wahrnehmung der Klimakrise durch Parteien * Fridays for Future Bochum hat im Klimacamp Forderungen zur Kommunalwahl aufgestellt * Bochum soll Fahrradstadt werden *Es brauche mehr Grünflächen, Schatten und Abkühlung als Schutz vor Hitzewellen * Kommunale Klimaneutralität bis 2035 soll eingehalten, sowie die Wärmewende und der Gasausstieg deutlich beschleunigt werden
Ein studentisches Projekt „Oasen der Vielfalt“ untersucht die Biodiversität auf Friedhöfen und schreibt: »Friedhöfe sind nicht nur Orte der Trauer und des Trostes, sondern auch wertvolle Orte der Natur / der Stadtnatur. Um den biologischen Wert von Friedhöfen zu erfassen und sichtbar zu machen, wurde ein Projekt ins Leben gerufen, das Teil einer Doktorarbeit ist und Bürgerwissenschaften einbindet. Eine ausführlichere Beschreibung des Projekts finden Sie auf dieser Webseite: « Die Initiative sucht Unterstützer:innen, die bei der Erfassung der Biodiversität auf Friedhöfen helfen. Am Mittwoch, den 13.8 um 14 Uhr wird Lea Schmid in der kleinen Trauerhalle des Hauptfriedhofes einen Vortrag über Säugetiere auf Bochumer Friedhöfen halten.
Das Prinz Regent Theater sucht für das Stück ZEITVERSCHIEBUNG und auch für die UM-NUTZUNG und den UM-BAU des Theaters „Mitspieler:innen und Gestalter:innen, Geschichtenerzähler:innen und Handwerker:innen“: »Wir suchen die, die sich erinnern und mit uns die Zeit verschieben und alle, die das Theater verändern und umbauen wollen.“ Für das Stück ZEITVERSCHIEBUNG (Premiere am 03. Oktober 2025) sucht die Bochumer Bürger*innen Bühne „interessierte Menschen im Alter zwischen 18 – 100 Jahren, die Lust haben, mit der Bochumer Regisseurin Miriam Michel ein Stück zum Thema Lebenszeit und Stadtgeschichte zu entwickeln.“
Die Gruppe Recherche Bo berichtet auf dem Infoportal Antifaschistischer Gruppen aus Bochum sehr detailliert, wie sich seit rund einem Jahr eine neue, offen auftretende rechte Jugendbewegung formiert: »Ihren Ursprung hatte sie in Ostdeutschland, ist jedoch mittlerweile auch im Ruhrgebiet angekommen. Jugendliche radikalisieren sich über Social Media und organisieren sich in losen Zusammenhängen wie „Jung & Stark“ (JS), „Deutsche Jugend voran“ (DJV) oder „DST – Der Störtrupp“. Über Social Media und auf Demonstrationen knüpfen sie Kontakte zu Akteuren der rechtsextremen Szenen in NRW und besuchen ihre Veranstaltungen.
Der Flüchtlingsrat NRW erinnert daran, dass sich die Verabschiedung der mittlerweile von fast 150 Staaten ratifizierten Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) heute zum 74. Mal jährt: »Entstanden insbesondere unter dem Eindruck massiver Verfolgung und Vertreibung im Zweiten Weltkrieg und unter der NS-Diktatur, ist die GFK bis heute das wichtigste internationale Abkommen für den Schutz geflüchteter Menschen und definiert unveräußerliche Rechte von Schutzsuchenden. Mit einem ergänzenden Protokoll von 1967 wurde die ursprüngliche zeitliche und geografische Beschränkung der GFK auf europäische Flüchtlinge, die bis 1951 vertrieben wurden, aufgehoben.
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt appelliert an die heimischen Landwirte: »Sie sorgen für frisches Obst und Gemüse: Erntehelfer in Bochum und der Region haben faire Löhne und ordentliche Unterkünfte verdient. Das fordert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Die IG BAU Bochum-Dortmund appelliert an die Obst- und Gemüsebauern in der Region, bei Saisonkräften für gute Arbeitsbedingungen zu sorgen.
Zu der Kundgebung am Freitag, zu der die Linke in Bochum aufgerufen hatte, kamen über 400 Menschen. Die Bilder und Berichte, die uns täglich aus Gaza erreichen, wühlen derzeit viele Menschen auf und prägten auf der Kundgebung die Stimmung, dass man spätestens jetzt angesichts des Leids der Menschen in Gaza laut werden muss. Hans Batteux fasst es seinem Beitrag auf der Kundgebung so zusammen: „Für einen sofortigen Waffenstillstand, Freilassung der verbliebenen Geiseln und Versorgung der Verletzten und Hungernden durch internationale Hilfsorganisationen der vereinten Nationen, SOFORT!“
Die Künstlerin Niloofar Iori wurde 1980 in Teheran geboren und lebt seit ihrem Studium in Deutschland. Seit über zehn Jahren widmet sie sich mit Leidenschaft der abstrakten Acrylmalerei. Ihre Werke sind Ausdruck ihrer intensiven Gefühlswelt und laden die Betrachtenden ein, eigene Geschichten und Emotionen darin zu entdecken.
Auch Cansin Köktürk, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Fraktion Die Linke, ruft angesichts der dramatischen humanitären Lage im Gazastreifen für Freitag, den 25. Juli, von 19:00 bis 20:00 Uhr zur öffentlichen Kundgebung am Bochumer Hauptbahnhof auf. Ziel ist es, auf die katastrophale Situation der Zivilbevölkerung in Gaza aufmerksam zu machen und die Bundesregierung aufzufordern, ihre diplomatischen und politischen Möglichkeiten zu nutzen, um den anhaltenden Völkerrechtsbruch zu beenden.
Wann: Morgen, 25.7.2025 19–20 Uhr Wo: Vor dem Bochumer Hauptbahnhof
Die Linke Bochum ruft zu einer Solidaritätskundgebung für Gaza auf: »Die humanitäre Lage im Gazastreifen ist katastrophal. Tausende Menschen – darunter unzählige Kinder – kämpfen täglich ums Überleben. Es fehlt an Wasser, Strom, medizinischer Versorgung und sicherem Schutz. Was wir dort sehen, ist keine Randnotiz – es ist eine humanitäre Katastrophe mitten in unserer Zeit. Die Palästinensische Bevölkerung befindet sich mitten in der Massenhungersnot.
>>Im Rahmen der Ausstellung „Bochum – Sheffield. 75 Jahre Freundschaft und Städtepartnerschaft“ werden im Kulthistorischen Museum Haus Kemnade, An der Kemnade 10, Hattingen, am Sonntag, 27. Juli um 15.00 Uhr Messgeräte der besonderen Art präsentiert.
Der Arbeitskreis Umweltschutz Bochum (AkU) sucht Helferinnen und Helfer — Kontaktaufnahme wird unter info@aku-bochum.de oder Tel.: 66444. Auch in Bochum wachsen eine Reihe von Pflanzen die sich stark ausbreiten und aus anderen Erdteilen stammen. Sie sind nicht an die heimische Natur angepasst und richten ökologische Schäden an. Es handelt sich um invasive Neophyten. Allgemein bekannt sind die Herkulesstauden, auch Riesenbärenklau genannt und das rosa-violett blühende Indische Springkraut.
An der Hochschule Bochum im Projekt „THALESruhr“ gab es im Mai die Kinopremiere zu „FIX IT! — Die Welt reparieren und teilen “ . Nun stehen die Filme öffentlich zur Verfügung und THALESruhr schreibt : >> im Mai haben wir die Premiere der *Kurzfilmreihe FIX IT!* in Bochum gefeiert. Die Kurzfilme wurden von drei Studierenden der Projektstudie „Repairkultur“ an der Hochschule Bochum produziert. Nun sind die Filme online verfügbar und können hier angeschaut werden :
Im Fritz-Bauer-Forum findet am kommenden Dienstag, den 29. Juli um 18 Uhr eine Veranstaltung zur Auseinandersetzung mit der Essener Justiz im Nationalsozialismus statt. Das Fritz-Bauer-Forum schreibt dazu: »Der ehemalige Staatsanwalt Bernd Schmalhausen berichtet von seiner Auseinandersetzung mit der Justizverwaltung um die Entfernung eines Porträts des NS-belasteten Gerichtspräsidenten aus der Ahnengalerie des Landgerichts Essen. Auch eine Gedenktafel für ermordete jüdische Richter und Rechtsanwälte traf vor 25 Jahren in Teilen der Essener Justiz auf heftigen Widerstand.
ausZeiten feiert dieses Jahr sein 30-jähriges Jubiläum und zeigt jeden Monat einen Archivgegenstand. Im Juli ist dies die Doppelaxt: »Die Doppelaxt oder Labrys wird sowohl von Lesben als Erkennungszeichen benutzt, als auch als kämpferischen Zeichen der Frauenbewegung verwendet.
Sa 26. Juli 2025, 19.30 Uhr, Freilichtbühne Wattenscheid
In diesem Sommer finden die Konzerte der Reihe „ODYSSEE: Musik der Metropolen“ zum letzten Mal statt und dies ist das letzte Konzert: »Eine Explosion aus energetischen Rhythmen gepaart mit leidenschaftlichen Songs garantieren die fünf Musikerinnen von Ketekalles. Das Quintett aus Spanien, Chile, Venezuela und Argentinien steht für einen rohen Rock- und Punksound, der gefühlvoll mit katalanischer Rumba, mit Flamenco und Soul zu einem unverkennbaren Amalgam verschmilzt. Ketekalles knüpft an die frühe Mestizo-Bewegung in Spanien an, die auch heute mit politischen Ambitionen und ausgelassener Spielfreude begeistert.
Das Kampagnenbündnis Bochum gemeinsam veröffentlicht auf seiner Seite Interviews mit Aktivist*innen der Kampagne. Bisher erschienen in der Reihe von Stadt für Alle, Attac und dem Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung. In dem aktuellen Interview erläutert Karl-Heinz Hüsing (Radwende und VCD) seine Motivation zur Mitarbeit in dem Bündnis und zu Zielen der Mobilitätsbewegung in Bochum. siehe
Sonntag 20.07.25, 21:01 Uhr
"Eine erweiterte museale Nutzung" des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers
Ein Gedenkort im Entstehen – die ehemalige Kommandantur; Foto: S. Wycisk
„Das ehemalige Lager Bergener Straße ist mit seinen bis heute erhaltenen Gebäuden ein seltenes Zeugnis der NS-Zwangsarbeit im Ruhrbergbau während des Zweiten Weltkriegs“, das räumt die Stadt Bochum auf ihrer Webseite ein. 58 Jahre nach Ende des II. Weltkrieges haben die Verantwortlichen der Stadt einen ersten Schimmer von der Bedeutung des Geländes bekommen und es 2003 unter Denkmalschutz gestellt. Sie ließen es aber 20 Jahre lang weiter verfallen.
Die Initiative demokratischer Konföderalismus lädt für Sonntag, den 27. Juli ab 14:30 Uhr zu einem „Rat von Unten Bildungstag“ ein: »Was gibt uns Hoffnung in diesen Zeiten & was hat Geschichte damit zu tun? Seit den 90ern propagieren die Mächtigen dieser Welt, der Kapitalismus sei alternativlos. Sie erzählen die Geschichte der großen Männer und des ewigen Fortschritts. Wir wollen der Geschichte der Herrschenden, die widerständige Geschichte der Gesellschaft entgegenhalten, aus dieser lernen und Kraft ziehen. Denn in der Suche des Rats von Unten lebt der Geist der Pariser Kommune weiter.
Im Amtsblatt der Stadt Bochum sind jetzt die Wahlvorschläge für die Kommunalwahlen am 14. September veröffentlicht worden. Bemerkenswert ist, dass die beiden Fraktionen, die sich aus Abspaltungen von der AfD und der Linkspartei gebildet hatten, nicht zur Wahl antreten. Auch die NPD (jetzt: Die Heimat) und „Die Rechte“ kandidieren in Bochum nicht. Neben der AfD tritt am rechten Rand nur noch „Die Basis“ an. Zwei bisher nicht in Erscheinung getretene Gruppen „Wattenscheider Chance“ und „BoWIR“ lassen sich allerdings nicht einordnen. Die Kandidat:innen für das Amt der Oberbürgermeisterin, den Rat, die Bezirksvertretungen und den Integrationsrat:
Mehr als hundert Menschen sind der Einladung des queer-feministischen Projektes Lieselle gefolgt und haben der Eingangstür der Bibliothek wieder den traditionell vielfältigen Charme verliehen. Lieselle war von Nazis überfallen worden und die Tür musste ersetzt werden. Zur Begrüßung der solidarischen Besucher:innen hieß es: »Wir begrüßen euch ganz herzlich und freuen uns sehr, dass ihr heute so zahlreich hier seid. Danke für eure Solidarität, die vielen Solidaritätsbekundungen und eure Unterstützung in den letzten Wochen. Das bedeutet uns sehr viel. Nach der ersten Versammlung im GA, dem Austauschforum vor 2 Wochen, waren wir positiv überrascht von der großen Anteilnahme. Es ist bestärkend zu wissen, dass wir, auch wenn zwischendurch Gefühle der Ohnmacht aufkommen, nicht allein sind. Nicht allein in unserer Sorge, aber auch nicht in unserer Wut.
Drei Bochumer Umweltverbände – das Klimaschutzbündnis BoKlima, der BUND Bochum und Greenpeace Bochum – haben zum Zwischenstand der Wärmeplanung für Bochum eine offizielle Stellungnahme abgegeben.
Nach tagelangen intensiven Verhandlungen haben sich die Arbeitnehmer*innen-Vertretung bei thyssenkrupp Steel Europe und die IG Metall mit dem Management auf einen Sanierungstarifvertrag geeinigt. Danach verzichtet die Belegschaft auf Entgeltbestandteile und nimmt im Rahmen einer Arbeitszeitabsenkung Lohnkürzungen in Kauf. Im Gegenzug sichert das Management Investitionen und den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen beim geplanten Personalabbau zu. Tatsächlich soll der Personalbestand von derzeit noch 27.000 um bis zu 11.000 Stellen reduziert werden. Die Einigung steht aktuell noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die IG Metall-Mitglieder bei Steel Europe.
Der Flüchtlingsrat NRW e.V aus Bochum schreibt in seinem neuen Newsletter : >>PRO ASYL und die Flüchtlingsräte der Länder fordern die Bundesregierung auf, jegliche direkte oder indirekte Gespräche mit der afghanischen Regierung sofort einzustellen und einen förmlichen Abschiebungsstopp für das Land Afghanistan zu verhängen.
Gestern fand im Rahmen des KlimaCamps von Fridays for Future ein weiteres Argumentationstraining zur Attac-Kampagne Tax the Rich statt. Aktivist*innen von Attac erläuterten, warum gerade jetzt die Wiedereinführung der Vermögenssteuer ein so wichtiges Thema ist. In einem kurzen Bericht geht die Attac-Gruppe auf eine aktuelle Falscherzählung ein: »Bei dem Workshop ging es auch um Aussage von Kanzler Merz vom Sonntag, dass eine Vermögenssteuer verfassungswidrig sei, weil sie gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoße. Das ist eine grobe Verdrehung der Tatsachen, denn genau das Gegenteil ist richtig: