Die Regionalgruppe Bochum von Attac führt am kommenden Sonntag wieder ihren regelmäßigen politischen Kaffeeklatsch (Nummer 23) in der KoFabrik durch und hat dieses Mal mit Klaus Dörre einen besonderen Gast. Er ist eingeladen, um darüber zu sprechen, dass eine Verteidigung der Demokratie mit Forderungen nach deren Ausbau verbunden werden müsste. In der Ankündigung der Gruppe heißt es: »Der Aufstieg der radikalen rechten Kräfte scheint – nicht nur in der BRD – unaufhaltsam. Gleichzeitig werden immer mehr rechte Positionen von Regierungen übernommen: Zurückweisung von Migrant*innen, Abstriche vom Bürgergeld, Angriffe auf Gleichstellungs- und Geschlechterpolitik sowie die offene Einschüchterung von zivilgesellschaftlichem Engagement. Wie kann eine solche Entwicklung aufgehalten werden?
Unser Referent, Prof. Dr. Klaus Dörre, kommt zu dem Schluss: „Wenn wir der Rechten erfolgreich begegnen wollen, dann müssen wir die Demokratie auf die Wirtschaft ausweiten“. Wir können die Demokratie nicht retten, indem wir nur das Bestehende verteidigen. Viele Menschen in diesem Land fühlen sich abgehängt, nicht wahrgenommen, ohnmächtig. „Deshalb“, so Törk Hansen von der Bochumer Attac-Gruppe, „sollten wir eintreten für mehr demokratische Teilhabe, mehr Partizipation und Einfluss auf die Gestaltung des eigenen Lebens.“
Das ist auch ein wichtiges Thema bei der Kommunalwahl. Dieser politische Kaffeeklatsch ist Teil der Kampagne „Bochum Gemeinsam – Aktiv für eine sorgende und solidarische Stadt“, der sich viele Bochumer Initiativen angeschlossen haben. Die Kampagne sieht in einer echten Partizipation von Bürger*innen an den täglichen politischen Entscheidungen einen wichtigen Baustein für den Ausbau und gleichzeitig den Schutz der Demokratie.
Professor Dr. Klaus Dörre war Professor für Soziologie an der Universität in Jena und hat zurzeit eine Gastprofessur in Kassel.«
Wo: Quartierhalle der KoFabrik, Stühmeyerstr. 33a
Wann: Sonntag, 29. Juni, 16:00 Uhr
Eintritt frei
