Für den heutigen 19. Neujahrsempfang im Bahnhof Langendreer war die Leiterin des Fritz Bauer Forums Dr. Irmtrud Wojak (Foto) gebeten worden, einen Gedanken von Fritz Bauer über die Bedeutung „des kleinen Widerstandes im Alltag“ vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklung zur erläutern. Die Rede im Wortlaut: »Die Einladung des Friedensplenums Bochum, heute hier zu sprechen und dabei einen Satz des Juristen und Auschwitz-Anklägers Dr. Fritz Bauer aufzugreifen, freut mich sehr. Sie zeigt, dass das Fritz Bauer Forum in der sozialen Bewegung, im weiten demokratischen politischen Spektrum von Bochum, angekommen ist.
Um die andauernden Proteste von Landwirt:innen in ganz Deutschland zu unterstützen, ruft Fridays For Future Ruhr am 01.02 um 18:00 Uhr zu einer Demonstration am Hauptbahnhof von Recklinghausen (Europaplatz) auf: »Die medialen und gesellschaftlichen Diskussionen der letzten Wochen, haben die Proteste von Landwirt:innen vor allem auf die teilweise bereits zurückgenommenen Reformen der Agrardieselsubventionen und Kfz-Steuern für Landwirt:innen reduziert, was einer Unterwanderung der Proteste von Rechtsaußen ermöglicht hat. Gegen diese möchte der Zusammenschluss der Fridays For Future Ortsgruppen von Bochum, Dortmund, Essen und Recklinghausen bei seiner Demonstration eintreten.
Das Netzwerk Radwende erklärt: »Die 2020 im Rat beschlossene Mobilitätswende hin zum Umweltverbund (zu Fuss, Radfahren, ÖPNV) in Bochum kommt nicht voran. Der ÖPNV hat unter Corona gelitten, die Zahlen Radfahrender steigen nur langsam. Ein Grund ist die Unsicherheit im Verkehr, die vielen Bochumerinnen und Bochumer vom Umstieg abhält. Dies ist durch viele mangelhafte Stellen und nicht getrennte Führung der unterschiedlichen Verkehrsformen verursacht. Die in der Straßenverkehrsordnung als zentrales Ziel ausgegebene Vision Zero (möglichst keine Schwerverletzten und Getötete) spielt in Bochum bei Verkehrsmaßnahmen immer noch eine untergeordnete Rolle. Dies muss sich ändern, dafür lädt Radwende alle Interessierten zur Planung einer Kampagne für mehr Verkehrssicherheit ein.
Seit gestern ist im Bochumer Westpark ein „über 60 Meter langes Mural mit einem unmissverständlichen Statement gegen die AfD“ zu sehen. Die Antifaschistische Linke Bochum schreibt: » In Anlehnung an den Titel der Demonstration vom 19.01.2024, als über 15.000 Bochumer*innen gegen die AfD, ihre Verbündeten und ihre rassistischen Deportationspläne auf die Straße gingen, prangt nun ein großes „Nieder mit der AfD“ auf der Wand im Bochumer Westpark.
Die Seebrücke Bochum ruft für kommenden Samstag zu einer Mahnwache in der Bochumer Innenstadt auf. Neben Informationen und Austausch zur Flüchtlingspolitik in Deutschland und der Situation an den Außengrenzen der EU besteht bei der Mahnwache auch die Möglichkeiten, gut erhaltene Winterkleidung für unbegleitete minderjährige Geflüchte in Bochum zu sammeln.
Die Partnerschaft für Demokratie – Hattingen lädt zur Comic-Präsentation „Das Schimmern der See“ ein, die die Abschottung Europas und die Seenotrettung von Geflüchteten auf dem Mittelmeer thematisiert: »Das „Hattinger Forum für Demokratie“ startet am 4. Februar mit einer Comic – Veranstaltung. Adrian Pourviseh wird seine Graphic Novel „Das Schimmern der See“ präsentieren.Adrian Pourviseh, engagierte sich als Student in der Flüchtlingshilfe bevor er ab 2019 als Dolmetscher und Fotograf auf die Sea-Watch 3 ging und als Freiwilliger auf der Insel Lesbos half.
Die Jugendfreizeithäuser in Bochum sind mit einem Zertifikat zum Kinderschutz ausgezeichnet worden. Alle Mitarbeitenden haben einen Ehrenkodex unterschrieben und ein erweitertes Führungszeugnis vorgelegt. Für alle Einrichtungen wurde ein umfassendes Schutzkonzept erarbeitet. Zum Schutzkonzept gehört die Durchführung von regelmäßigen Fortbildungen für die Mitarbeitenden, die Verpflichtung zur Einhaltung einer besonderen Achtsamkeit gegenüber Kindern und Jugendlichen, der kollegiale Austausch zu Fragen des Kinderschutzes, eine umfassende Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Einrichtung, ein Notfallplan, Beschwerdemöglichkeiten und die Benennung von besonderen Ansprechpersonen für Kinder, Jugendliche und Eltern.
Das Soziale Zentrum lädt im Februar wieder zum Veganen Picknick ein: »Nach fast einem Jahr Pause gab es diesen Monat den Relaunch, und weil es so toll war, geht es am 04.02.24 weiter: Wir schlemmen nach dem DIY (Do It Yourself) – Prinzip: Bringt mit, worauf Ihr Lust habt, für euch und für alle anderen! So entsteht ein großes Buffet. Egal ob süß oder herzhaft, warm oder kalt – alles ist erlaubt, Hauptsache es ist vegan. Wir freuen uns auf einen tollen Nachmittag mit euch. Ihr seid herzlich eingeladen!!!
Zwischen 2019 und 2022 hat es in Bochum einen zunächst hoffnungsvoll erscheinenden Diskussionsprozess zwischen Stadtverwaltung und diversen Gruppen um die Einführung einer erweiterten Bürgerbeteiligung gegeben. Sogar zwei sogenannte „Akteursforen“ wurden durchgeführt und die partnerschaftliche Erarbeitung von Leitlinien schien zum greifen nahe. Dann hat sich die Stadtverwaltung jäh aus dem Prozess zurückgezogen, um zunächst intern zu beraten, was sie sich zum Thema Bürgerbeteiligung vorstellen kann und was nicht. Danach sollte der Dialog fortgesetzt werden.
Doch nun gibt es plötzlich eine Verwaltungsvorlage, die ohne jeden weiteren Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern bereits am 1. 2. Vom Rat der Stadt verabschiedet werden soll. Darin gibt es statt verbindlichen „Leitlinien“ nur unverbindliche „Eckpunkte“. Diese stellen es völlig in das Belieben der Verwaltung, bei welcher Maßnahme sie welche Art von Bürgerbeteiligung durchführt, von bloßer Information bis zu Mitentscheidung z. B. in einer Jury. Würde dies so beschlossen, wäre Bochum die erste Stadt in NRW, die eine Bürgerbeteiligung einführt, ohne das Wie mit den Bürgern gemeinsam zu entwickeln.
11 Gruppen und Organisationen haben einen Brief an die Ratsmitglieder geschrieben, um dies in letzter Minute zu verhindern. Wir dokumentieren den Inhalt.
Am letzten Samstag den 20. 1. 2024 hat der Solikreis Kohlenstraße eine satirische Preisverleihung vor dem technischen Rathaus durchgeführt. Aufgrund der abwegigen Pläne der Stadt Bochum hat diese nicht nur den Preis für den größten Wohnraumvernichter, sondern auch bereits im Januar den Hauptpreis für die schlechteste Vermieterin 2024 gewonnen!
Gegen eine Veranstaltung der AfD im Wittener Saalbau formierte sich ein großer Protest! Ennepe stellt sich quer hatte dazu aufgerufen, es schlossen sich viele Initiativen, Gruppen, Parteien und Privatpersonen an. Mit den 4000 Menschen, die dann lautstark und bunt vor der Halle ihren Protest darstellten, hatte aber sicher niemand gerechnet. Mit Fahnen, Plakaten, Reden und Musik auf der Bühne drückten sie ihren Unmut gegen die Politik dieser Partei aus.
Personen aus verschiedenen sozialen Bewegungen haben sich unter „Eine Linke für alle!“ (einelinkefueralle.de) zusammengeschlossen und sehen in einer versuchter Erneuerung der Partei ,,Die Linke“ ein neues Möglichkeitsfenster. »Rechtsruck, Klimakrise, lange Schlangen bei der Tafel – die Notwendigkeit einer starken gesellschaftlichen Linken könnte nicht größer sein, bei den vielfachen Krisen, die der Kapitalismus grade hervorbringt. Doch die Bewegungslandschaft wirkt spätestens nach der Pandemie aus der Puste und strategisch planlos. Der Umgang mit der Pandemie hat Gruppen geschwächt und einen Austausch untereinander erschwert. Wir wollen mit euch anfangen, linke Perspektiven für die aktuelle Situation zu diskutieren. Und zu diskutieren gibt es viel:
Im Rahmen des Black History Month bietet Amnesty International zusammen mit dem Fritz Bauer Forum am 1. 2. um 18 Uhr einen Workshop mit Julia Machtenberg zur Ausdruckskraft von Briefen im Namen der Menschenrechte an. Im ersten Teil des Workshops werden Teilnehmende Martin Luther King, Jr.‘s „Letter from Birmingham Jail“ lesen und auf diesem Text basierend diskutieren, welche Rolle die Menschenrechte in der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung gespielt haben.
Das Kommunale Integrationszentrum, das Stadtarchiv Bochum, das Bochumer Bündnis gegen Rechts und der Kinder- und Jugendring laden am Donnerstag, 01. Februar 2024 um 19.00 Uhr im Stadtarchiv,Wittener Straße 47 zu einer Veranstaltung mit dem Publizisten Jürgen Langowski ein, der sich intensiv mit der Szene der Holocaustleugner befasst hat:
Die Linke im Rat fordern einen Verzicht auf Strom- und Gassperren und schreiben: »Nach einer Vervierfachung in 2022 bei den Gassperren gab es im vergangenen Jahr erneut eine deutliche Steigerung von 64 auf 89. Die Stromsperren stagnierten auf einem hohen Niveau. Beim Gesamtvolumen der Inkassolisten gab es einen starken Anstieg von 16,6 auf rund 29,4 Mio. €. Das geht aus der Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der Linken hervor. Die Linke im Rat fordert einen generellen Verzicht auf Strom- und Gassperren und appelliert an SPD und Grüne, ihre Ablehnung bei diesen alarmierenden Zahlen zu überdenken.
Die Antifaschistische Linke Bochum hat eine Terminübersicht als Kopiervorlage veröffentlicht, in der Menschen, die jetzt aktiv werden wollen, Tipps finden. Der Aufruf zum aktiv werden: »Bundesweit sind mittlerweile über eine Million Menschen gegen die Deportationspläne von AfD & Co auf die Straße gegangen. Auch 15.000 Bochumer:innen haben am Freitag geliefert und gezeigt: Bochum bleibt stabil gegen den Faschismus! Weder die AfD noch ihre Wähler:innen haben sich über Nacht in Luft aufgelöst. Deshalb müssen wir weiter Druck machen gegen diese Menschenfeinde und gegenüber den übrigen Parteien. Zum einen erzeugen wir damit Druck innerhalb der AfD, welcher zu internen Zerwürfnissen und ihrer Handlungsunfähigkeit führt.
Die Smart City Innovation Unit, die vhs Bochum und die Stadtbücherei Bochum bieten eine neue gemeinsame Veranstaltungsreihe an: „Sicherheit im Netz“. Ihre Einladung : >>In einer Zeit, in der digitale Gewaltformen wie Cybermobbing, Hatespeech und Cyberstalking zunehmend besorgniserregend werden, dient dieses Programm dazu, beratende Organisationen in Bochum, Lehrende und Eltern zu stärken. Die Teilnehmenden werden dazu befähigt, effektiv auf Gewalterfahrungen im virtuellen Raum zu reagieren und wichtige aufklärende und präventive Arbeit zu leisten. In der ersten Jahreshälfte finden vier Veranstaltungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten statt. Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen ist kostenfrei. Interessierte können sich bei der vhs Bochum unter www.vhs.bochum.de anmelden. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt ist.
Die AfD hat für den morgigen Mittwoch (24.) in Witten und für kommenden Samstag (27.) in Gelsenkirchen „Bürgerdialoge“ mit ihren Bundestagsabgeordneten angekündigt. Zu beiden Terminen sind Protestaktionen angemeldet. In Herne findet am Freitag (26.) eine Anti-AfD Demonstration statt. Infos: Witten, Herne (Facebook), Gelsenkirchen (Instagram), Weitere überregionale Infos.
Die VVN – BdA lädt am Dienstag, den 30. Januar um 19.00 Uhr in „Die Zanke“, Westring 41 zu einem Vortrag von Günter Gleising ein zum Thema „Verbrechen der Wirtschaft – der Anteil der Wirtschaft an der Errichtung der Nazidiktatur, der Aufrüstungs- und Kriegspolitik im Ruhrgebiet 1925 – 1945“: »Hitlers Aufstieg und der seiner Partei wäre ohne die Unterstützung der Wirtschaft nicht möglich gewesen. Besonders an Rhein und Ruhr fand er schnell große Hilfe und finanzielle Gönner. Dabei kam zusammen, dass sich das Interesse der Wirtschaft an der Beseitigung der Hemmnisse an der Profitmaximierung mit Hitlers politischem und ökonomischem Programm traf.
Ver.di und Fridays for Future laden am morgigen Mittwoch um 18 Uhr zu einer gemeinsamen Veranstaltung Mit statt über Beschäftigte reden in der KoFabrik ein. Dies ist Teil einer landesweiten Kampagne, zu der ver.di NRW schreibt: »Der ÖPNV ist das Herzstück der sozialen und klimafreundlichen Mobilität für alle. Die Beschäftigten des Nahverkehrs sichern mit ihrer Arbeit täglich die Mobilität von über 22 Millionen Menschen bundesweit, einen großen Teil davon hier in Nordrhein-Westfalen.Für eine lebenswerte Zukunft und für die notwendige Verkehrswende zur Reduzierung des Autoverkehrs muss der ÖPNV bis 2030 verdoppelt werden.
Die Initiative Genug ist Genug hat am Freitag bei der Demo gegen die AfD vor dem Schauspielhaus eine Rede gehalten, in der sie die „Verantwortung der regierenden Parteien für den Aufstieg der AfD“ thematisiert. Dabei wird vor allem die Asyl- und Sozialpolitik der Ampel kritisiert. Das Redemanuskript. .
Montag 22.01.24, 21:17 Uhr
Redebeitrag von Genug ist Genug auf der Demo "Nieder mit der AfD" am 19.1.24 in Bochum
Seit letzter Woche herrscht Empörung in Deutschland: Dank der correctiv Recherche ist nun nicht mehr zu ignorieren, was eigentlich schon lange bekannt ist: Die AfD will massenhaft Menschen abschieben und die parlamentarische Demokratie abschaffen. Wir begrüßen es daher natürlich, dass heute tausende Leute mit uns auf die Straße gehen. Aber es spricht auch Bände, dass viele erst dann demonstrieren, wenn sie das Gefühl haben, dass es bald an ihren eigenen Kragen gehen könnte. Nie wieder ist nicht erst jetzt!
PLASTIC FANTASTIC Trailer German Deutsch (2024) Exklusiv
Ab Donnerstag, den 25.01., zeigt das endstation.kino die Dokumentation Plastic Fantastic und schreibt über die nächsten Vorstellungen: »Plastik ist heute allgegenwärtig – in Flüssen und Meeren, in unserer Luft, dem Boden und sogar unseren Körpern. Es gibt 500-mal mehr Plastikpartikel in den Ozeanen als Sterne in unserer Galaxie. Inmitten dieser rasant wachsenden Krise, setzen die Giganten der Kunststoffindustrie ihre Produktion unbeirrt fort. Und das, obwohl ein Recycling von Kunststoffen kaum funktioniert.
Am Samstag, dem 27.1. um 13:00 Uhr lädt der Kulturrat Bochum in Kooperation mit ‘Kohlengräberland’und ‘Gerther Treff’ zu einer Aktion zu zum Auschwitz-Gedenktag ein: »Erinnerungskultur ist wichtig. Die im Bochumer Stadtteil Gerthe-Mitte verlegten 14 Stolpersteine werden öffentlichwirksam geputzt und so die Erinnerung an im Dritten Reich umgekommene jüdische Bürger und Bürgerinnen wach gehalten. Kurzbiographien erinnern mahnend an das dunkelste Kapitel auch Gerther Geschichte. Die Aktion soll als Zeichen gegen Hass, Hetze, Verfolgung und für ein friedliches Miteinander verstanden werden. Treffpunkt um 13 Uhr ist „anne Bude“, Marktplatz in Gerthe. Nach der Aktion ist im Bochumer Kulturrat ein gemeinsames Kaffeetrinken (ab ca. 15 Uhr) mit Geschichten, Austausch und Kultur auf der Bühne geplant.«
Am Sonntag, den 28. 1. um 19.30 Uhr wird im Rottstr 5 Theater „Der Wendepunkt“ aufgeführt: »In seinem hochkonzentrierten Solo geht Sven Gey der Kernfrage von Klaus Manns Autobiograhie „Der Wendepunkt“ nach: Wie konnte es zum Dritten Reich kommen, während die ganze demokratische Welt zuschaut? Heute, wo sich dieser gespenstische Vorgang in verschiedenen Teilen der Welt unter neuen Vorzeichen zu wiederholen scheint, sind die Fragen, die dieser Abend aufwirft, prekärer denn je.«
Auf der Demo gegen die AfD am Freitag in Bochum wurde in mehreren Redebeiträge immer wieder aufgefordert, sich selber zu organisieren, in Gruppen und Initiativen mitzumachen, selber aktiv zu werden. Hier ein paar Anregungen: In der Spalte hier links auf bo-alternativ sind eine Reihe von Initiativen aufgeführt, die zur Mitarbeit einladen. Es ist sinnvoll, bei den Kontakt-Adressen nachzufragen, wann das nächste Treffen stattfindet. Manchmal wird kurzfristig etwas verlegt. Das offene Antifa-Café am Mittwoch dieser Woche fällt z. B. aus. (Sonst findet es am 2. und 4. Mittwoch im Monat um 19 Uhr im Sozialen Zentrum statt. An 24. 1. wird zum Protest gegen eine AfD-Veranstaltung in Witten mobilisiert. Mehrere Antifa-Gruppen sind über ein gemeinsames Portal erreichbar. Am nächsten Donnerstag, 25.1. tagt um 19 Uhr bei der IG Metall, Alleestrasse 80, das Bochumer Bündnis gegen Rechts. Hier werden eine Reihe von Aktivitäten koordiniert. Im Oktober 2023 hatte das Bündnis, mit dem Bochumer Jugendring und dem DGB einen Workshop organisiert „Wie können wir dem Rechtstrend entgegentreten?“ Dabei entstanden mehrere Arbeitsgruppen, z.B.:
Die Plauderstunde von Norbert Lammert und Josef Fischer sonntagmittags im Schauspielhaus begann heute für viele Zuhörer:innen mit einer Neuigkeit: Die beiden duzen sich, sie waren Teamkollegen in der Herrenfußballmannschaft des Bundestages. Lammert schwoll förmlich über vor Gemeinsamkeiten: selber Jahrgang, aufgewachsen in Handwerkerfamilien, sozialisiert als Messdiener, bei Opel gearbeitet…
Rima Ideguchi, und Fabian Liedtke lesen am Sonntag, 28. Januar, von 16.30 bis 17.30 Uhr im Gemeindezentrum Emmauskirche, Karl-Friedrich-Straße 65 a, aus dem Buch „Shigemi Ideguchi – Singvögel und Raben waren auch nicht mehr da“ Shigemi Ideguchi (1919-2001) hat den Atombombenabwurf am 6. August 1945 auf Hiroshima aus nur 500 Metern Entfernung erlebt – und überlebt. Er hielt seine Erinnerungen in einem Tagebuch fest. Der Autor schildert nicht nur die Zerstörung von Gebäuden und Natur, sondern auch die Auswirkungen der atomaren Verstrahlung auf Körper und Seelen der Opfer.
Die Antifaschistische Linke Bochum bilanziert die „Anti-AfD-Demonstration“, die sie gestern maßgeblich organisiert hatte: »Der gestrige Abend hat mit rund 15.000 AfD-Gegner:innen alle Erwartungen übertroffen. Dank des breiten Bündnisses hat Bochum damit ein klares Zeichen gegen den aufkeimenden Faschismus gesetzt. Es war zugleich ein Zeichen der Solidarität mit den vielen Millionen Menschen in unserem Land, die unter einer AfD-Regierung zu leiden hätten. “Als Organisator:innen der gestrigen Demonstration sind wir berührt und tief beeindruckt von der überwältigenden Teilnehmer:innenzahl, der Lautstärke und Kreativität dieses Protests. Die Bochumer:innen haben geliefert und damit deutlich gemacht, dass die AfD und ihre faschistische Agenda hier keinen Platz haben.
Nach der gestrigen Demo in Bochum mit 15.000 Teilnehmer:innen rufen die Antifaschistische Linke Bochum, der Bochumer Antifa Treff B.A.T. und das Offene Antifa Café Bochum heute zur gemeinsamen Anreise zur Demonstration in Dortmund auf: »Um den Neujahrs Empfang der AfD in Dorstfeld nicht unkommentiert zu lassen fahren wir aus Bochum gemeinsam zur ‚Konsequent der AfD entgegentreten‘ Demo dort! Dazu treffen wir uns um 15:00 Uhr am Hintereingang des Hauptbahnhofes, dem Buddenbergplatz! Schließt euch an!«
non a parole – Antifaschistisches Kollektiv Bochum, das Bochumer Bündnis gegen Rechts, die Omas gegen Rechts, der Bochumer Antifa Treff und die VVN-BdA Bochum laden zur Gedenkveranstaltung am 27. Januar 2024 ein:
»79 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau gibt es keinen Grund zu jubeln, sondern zu trauern und zu gedenken. Antisemitismus hält in der deutschen Gesellschaft weiterhin an. Die zahlreichen Anschläge auf Jüdinnen und Juden und auf jüdische Einrichtungen sollten wir als Mahnung nehmen, dass was geschehen ist, wieder geschehen kann.
Das Netzwerk Radwende lädt zur Mitgestaltung einer Kampagne für mehr Sicherheit auf Bochums Straßen ein: »Das erste Planungstreffen findet am Mittwoch, 31.1. um 19 Uhr im Haus der Begegnung (Alsentraße 19 / Hinterhof) statt. Mitmachen können alle an der Mobilitätswende interessierten Gruppen und Einzelpersonen. Worum geht es? Wir wollen endlich wieder stärkere Bewegung in die Debatte über die längst im Rat beschlossene Mobilitätswende bringen. Unser Eindruck ist, dass bezüglich der Verkehrswende bei der Rathauskoalition und in der Verwaltung eher Antriebslosigkeit vorherrscht.
Die Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs (IPPNW) Bochum laden am Freitag, den 26. 1. um 18.30 Uhr im Fritz Bauer Forum zu einer Diskussion mit Ingrid Farzin (IPPNW), Hans-Joachim Heintze (Ruhr Uni) und Max Lux (Grüne) ein zum Thema „Atomwaffen sind verboten – hilft uns das?“: »Der Atomwaffenverbotsvertrag ist Teil des Völkerrechts, wird aber von den Atommächten nicht anerkannt. Getragen wird er vor allem von Staaten des globalen Südens, unterstützt von etwa 600 Organisationen der Zivilgesellschaft. Deutschland hat seit kurzem den Beobachterstatus inne. Kann dieses Bündnis der „internationalen Zwerge“ die Welt vor einem Atomkrieg bewahren ? Dieser Frage wollen wir in der Veranstaltung nachgehen. Nähere Informationen zur Veranstaltung und den Referent:innen.«
Blick vom neuen Parkhaus neben Hauptbahnhof am heutigen Abend
Die Rede der Seebrücke Bochum auf der heutigen Demonstration „Nieder mit der AFD!“: »Deportationspläne, die beim Treffen von Identitären, Politiker:innen der AfD und der CDU sowie anderer völkischer Rechtsextremen durch die Recherche von Correctiv veröffentlicht wurden, sind entsetzlich. Die faschistischen Pläne sehen vor, zuerst Geflüchtete, dann Menschen mit regulärem Aufenthaltsrecht und im weiteren Schritt auch Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft, die nicht in die Vorstellungen eines ‚deutschen Volkskörpers‘ passen, zu deportieren. 25 Millionen Menschen in Deutschland wären davon betroffen. Wir sind heute hier versammelt, weil wir alle gemeinsam gegen diese Pläne und den Faschismus kämpfen wollen. Wir freuen uns, dass so viele heute gekommen. Nie wieder ist jetzt!