Steffie Streik vom Protestplenum der Ruhr-Uni schreibt: »Unter dem Label „bonding“ und getarnt als Veranstaltung „von Studenten für Studenten“ trifft sich auch in diesen Jahr die Crème de la Crème der Wirtschaft an der RUB, um orientierungslosen Studierenden zu helfen, ihre (Aus-)Bildung in eine Musterkarriere umzusetzen. Auf der bonding-„Firmenkontaktmesse“ wird Bildung mit Karriere gleichgesetzt, nur was der Wirtschaft nützt zählt. Für Geisteswissenschaftler_innen gibt es dabei meist nur gratis Kugelschreiber. Die Universität wird zur Fachkräftefabrik der Wirtschaft degradiert, statt Ort des geistigen Austauschs, der freien Forschung und Lehre und vor allem individueller Bildung zu sein. Freie Forschung und individuelle Bildung werden unmöglich, wo die Wirtschaft Hand in Hand mit der „ExzellenzInitiative“ über den Campus spaziert. Während die RUB immer weiter wächst, schrumpft der Haushalt wie Eis in der Sonne, der Einfluss der Wirtschaft wird immer größer. Wohin die Reise geht, bestimmt der Markt und zur Zeit ist Krieg ein Exportschlager aus Deutschland. mehr…
Die Empörung der Tierschutzvereine über NRW-Umweltminister Remmel kann die Linksfraktion gut nachvollziehen. Die Fraktion schreibt: »Dieser hatte den Vereinen mit ihrem Anliegen, eine gesetzliche Kastrationspflicht für Freigängerkatzen einzuführen, eine Abfuhr erteilt. Das neue Tierschutzgesetz auf Bundesebene würde das möglich machen. Allerdings soll das Ministerium Presseberichten zufolge der Stadt Bochum eingeräumt haben, eigenständig eine solche Kastrationspflicht einzuführen. „Wenn das stimmt, ist die Stadt Bochum in der Pflicht“, findet Sebastian Michaelis, sachkundiger Bürger im Umweltausschuss. mehr…
Zur letzten Ratssitzung hat die Soziale Liste eine Anfrage zum Exzenterhaus und dem geplanten Stadtturm am Hauptbahnhof gestellt. „Nach 5-jähriger Bauzeit“, so schreibt die Soziale Liste, „scheint das in der Bevölkerung umstrittene Exzenterhaus fertig gestellt zu sein. Nachdem sich verschiedene Ausschüsse in der Vergangenheit mit der Baumaßnahme beschäftigt haben, herrscht seit einiger Zeit stilles Schweigen. Nach wie vor gibt es Beschwerden von Anwohner_innen bezüglich lauten Windgeräuschen, Verschattungen und ähnlichem. An und in dem Gebäude ist kaum Geschäftstätigkeit zu sehen. Insgesamt drängt sich dem Betrachter derzeit der Eindruck einer Investitionsruine auf.“ Die Fragen der Sozialen Liste im Rat: mehr…
In einem gemeinsamen Flugblatt rufen occupy und DIDF heute um 18 Uhr zu einer Demonstration auf. DIDF wird ab 17 Uhr mit einem Infostand an der Drehscheibe für die Kundgebung mobilisieren: »Wir protestieren gegen Polizeigewalt und Willkür der Herrschenden in Istanbul, Ankara und anderen türkischen Städten sowie in Frankfurt , in Südeuropa und überall auf der Welt. Die Brutalität der Polizei war zuletzt in der Türkei besonders hart undwir solidarisieren uns mit den Opfern. Aber auch die Einkesselung bei der Frankfurter Blockupy Demonstration ging in die gleiche Richtung: es wurden willkürlich Menschen bedroht, gedemütigt und mißhandelt, um sie und andere einzuschüchtern und von weiteren Protesten abzuhalten. Die Bilder gleichen sich. In den deutschen Medien gibt es teilweise eine verzerrte Darstellung: mehr…
Am Dienstag, den 11. Juni kommt die Bundeswehr auf den RUB-Campus. Neben einem ganztägigen Stand im Audimax-Foyer auf der „Firmekontaktmesse bonding“ möchte die Recruiting-Abteilung der Bundeswehr um 13:30 Uhr mit einem Vortrag im Mensa-Seminarraum Nr. 2 Studierende für eine „zivile Karriere“ ködern. Dies ist eine bewusste Täuschung. Alle Bundeswehrangehörige sind letztlich direkt oder indirekt daran beteiligt, Kriege zu führen, voranzutreiben, zu verbessern oder zu legitimieren. Das Protestkomitee an der Ruhr-Uni fordert zu einer Aktion auf: »Dass die Bundeswehr in den letzten Jahren verstärkt „Nachwuchsförderung“ in Jobcentern, Schulen und Unis betreibt, hat seinen Grund: Das Militär ist nicht besonders beliebt und nach dem Wegfall der Wehrpflicht wird es immer schwieriger, Menschen zu finden. die bereit sind, Deutschland am Hindukusch oder anderswo zu „verteidigen“. Mit einem enormen Budget z.B. für TV- und Radiowerbespots, aber auch mit Messeständen, wie an der RUB, versucht die Bundeswehr ihr Imageproblem zu beheben. Immer dort, wo die Bundeswehr ungestört agieren kann, wird sie ihre Spielräume nutzen. Schlägt ihr Widerstand entgegen (im Idealfall begleitet von einer öffentlichen Diskussion um den Sinn ihrer selbst), geht die Rechnung nicht mehr auf. Dementsprechend ist die Bundeswehr auch längst nicht auf allen „bonding“-Messen bundesweit vertreten. mehr…
Im Rahmen des Filmfests Cine Cubano zeigt die Humanitären CubaHilfe am Montag, den 10. Juni um 18.30 Uhr im Endstation Kino kurze und längere Doku- sowie Fiction-Formate. Claudia von Alemann präsentiert die Filmrolle und referiert zum Thema Frauen im cubanischen Film. Zu sehen sind u. a. Arbeiten von Sara Gomez, neuere Filme von Alina RodrÃguez, Gretel Marin Palacio. Näheres. Es werden Themen angesprochen wie: häusliche Gewalt, Machismus, Emanzipation. Claudia von Alemann studierte u.a. bei Alexander Kluge und Edgar Reitz. Sie organisierte mit Helke Sander das „1. Internationale Frauen-Film seminar“ 1973 im Kino Arsenal Westberlin. Als Filmprofessorin lehrte sie u.a. in Dortmund (bis 2006) sowie als Gastprofessorin an Hochschulen weltweit, auch an der Internationalen Filmhochschule EICTV bei Havanna. Ihr Werk weist eine beeindruckende Fülle von experimentellen, dokumentarischen und Spielfilmen sowie etliche Printpublikationen auf.
Die Initiative Religionsfrei im Revier hat darauf aufmerksam gemacht, dass der 8. Juni ein ganz interessanter Jahrestag ist: »Vor 80 Jahren, am 8. Juni 1933, revidierte die katholische Kirche in Deutschland öffentlich ihre kritische Haltung gegenüber der nationalsozialistischen Regierung. In einem Hirtenbrief verkündeten die in Fulda tagenden Bischöfe und Kardinäle: “Es fällt deswegen uns Katholiken auch keineswegs schwer, die neue, starke Betonung der Autorität im deutschen Staatswesen zu würdigen und uns mit jener Bereitschaft ihr zu unterwerfen, die sich nicht nur als eine natürliche Tugend, sondern wiederum als eine übernatürliche kennzeichnet, weil wir in jeder menschlichen Obrigkeit einen Abglanz der göttlichen Herrschaft und eine Teilnahme an der ewigen Autorität Gottes erblicken ( Röm. 13,1 ff.)†Die katholischen Bischöfe und Kardinäle erklärten, dass sie mit den Zielen der Nazis übereinstimmen: “Auch die Ziele, die die neue Staatsautorität für die Freiheit unseres Volkes erstrebt, müssen wir Katholiken begrüßen. mehr…
Am Montagabend wird in der Bochumer Innenstadt gegen Repression weltweit demonstriert. Fast zeitgleich haben DIDF um 17 Uhr an der Drehscheibe und occupy um 18 Uhr auf dem Husemannplatz Kundgebungen angemeldet. Beide Organisationen haben sich inzwischen abgestimmt, sich zu unterstützen. DIDF wird in der Kundgebung den Schwerpunkt auf die Repression in der Türkei legen und zur Solidarität mit den Protesten in der Türkei aufrufen. Der Aufruf. Occupy schreibt: „Am Samstag, den 1. Juni ist die Blockupy-Demonstration gegen die Krisen- und Verarmungspolitik in Europa von der Polizei gesprengt worden. Nach wenigen hundert Metern wurde ein Teil des Demonstrationszuges von dessen Spitze und dem nachfolgenden Rest durch massive Polizeikräfte getrennt. Etwa 800 Menschen wurden innerhalb dieses Kessels über neun Stunden festgehalten. Sie waren brutalen Attacken der Polizei ausgesetzt, die mit mit Schlagstöcken und Pfefferspray die Eingeschlossenen traktierten. Auch die übrigen Demonstranten, die sich mit den Eingekesselten solidarisierten, wurden zum Teil Opfer dieser Übergriffe. Die Bilder dieser Polizeiattacken reihen sich ein in die Bilder anderer europäischer und aussereuropäischer Länder, in denen ein autoritärer Staat versucht, die Proteste seiner BürgerInnen mit Gewalt zu ersticken. Die Occupy-Gruppe in Bochum ruft aller Bürgerinnen und Bürger auf, gegen diese skandalösen Übergriffe zu protestieren und Flagge zu zeigen für die Verteidigung des Demonstrationsrechtes – hier und anderswo! mehr…
Der Betriebsratsvorsitzende der Bochumer Opel-Werke Rainer Einenkel hat heute eine E-Mail an die Beschäftigten geschickt. Darin heißt es: »Dr. Wolfgang Schäfer-Klug, der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Opel und gleichzeitiger Betriebsratsvorsitzender des Werkes Rüsselsheim, hat gestern in einem offenen Brief an die Bochumer Belegschaft und die Medien seine Teilnahme an der Belegschaftsversammlung im Bochumer Opel-Werk abgesagt. Wir bedauern diese Absage, schließlich hatte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende vorher zugesagt, zur Klärung von Missverständnisse beizutragen und sich solidarisch mit der Bochumer Belegschaft zu zeigen. Die Gründe und der Stil seiner Absage wurde von vielen Beschäftigten als feige und absurd bezeichnet. Offen bleiben folgende Themen: mehr…
Donnerstag 06.06.13, 17:50 Uhr
Soziale Liste ruft zur Solidarität mit den DemokratInnen in der Türkei auf
Zu den Protesten von vielen tausend Menschen in Istanbul und anderen türkischen Städten erklärt Nuray Boyraz, Ratsfrau der Sozialen Liste: „Trotz der rigiden und brutalen Vorgehensweise der Polizei gehen seit Tagen in der Türkei Menschen auf die Straßen, um ihren Protest gegen die arrogante Vorgehensweise von Ministerpräsident Tayyip Erdogan und der Regierung zu bekunden. Es sind historische Ereignisse, die in diesen Tagen in der Türkei stattfinden. Denn Menschen verschiedenster Organisationen mit unterschiedlichen Weltanschauungen sind eng zusammengerückt und kämpfen für ein gemeinsames Ziel: Mehr Demokratie und Freiheit! Leider ist die Berichterstattung diesbezüglich in den türkischen Medien, aufgrund der herrschenden Zensur sehr dürftig, da die freie Berichterstattung stark behindert wird. Umso wichtiger ist es, Solidarität mit den Demokraten in den türkischen Städten und Dörfern zu üben und offen zu zeigen.“
Die Linksfraktion im Rat berichtet über folgende Themen aus der heutigen Ratssitzung: Die Verlängerung der Geschäftsführung der Senioreneinrichtung GmbH, die Schenkung der Maiabendgesellschaft, die Verabschiedung des Wohnbaulandkonzept und das Hinauszögern eines Steag Beirates. Der Bericht: mehr…
Am Samstag, 8. Juni laden die Rote Hilfe Bochum/Dortmund und der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung um 15.30 Uhr zu einem „Facebook-Workshop“ ins Sozialen Zentrum ein. Hier sollen die Spuren der „Digital Native“ Fiona verfolgt werden, um sich so ein digitales Bild von ihr zu erstellen. Damit wird versucht, die Chancen und Risiken des Web 2.0 zu zeigen. In der Einladung heißt es: »Findet Fiona! Eine virtuelle Spurensuche Das Web 2.0: Unendliche Weiten voller sozialer Netzwerke, Videoplattformen, Blogs, Galerien, Spielhöllen und noch einigem mehr. Millionen von Menschen machen sich täglich auf, um diese bunte Welt alleine oder gemeinsam mit anderen zu erkunden – für viele von ihnen ist ein Alltag ohne das Web gar nicht mehr vorstellbar. Dabei lernen sie nicht nur Neues kennen, sondern hinterlassen auch diverse digitale Fußabdrücke. In unserem Workshop machen wir uns in unterschiedlichen Rollen gemeinsam auf die Suche nach Fiona. Wir verfolgen ihre Spuren im Web und versuchen herauszufinden, wer sie ist, wo und wie sie lebt und mit wem sie befreundet ist. Dabei werden wir nicht nur Chancen und Risiken, sondern auch den Einfluss des Web 2.0 auf unseren “realen†Alltag erkunden und diskutieren.«
Die Bochumer Occupy-Initiative berichtet auf ihrer Webseite: »Die Frankfurter Blockupy-Demo ist erst ein paar Tage her und die politische, juristische und parlamentarische Aufarbeitung der skandalösen Polizeieinsatzes, während dem mehrere hundert Demonstranten von der Polizei über Stunden eingekesselt und misshandelt wurden, hat gerade erst angefangen. Im Netz findet Ihr viele Fotos und Videos zu den Vorgängen und die Presse berichtet ungewohnt kritisch über den Polizeieinsatz (vielleicht deshalb, weil viele Jounalisten vor Ort selbst Opfer von Polizeigewalt oder -willkür geworden sind). Wir haben einfach Robert gefragt, der aus unserer Bochumer Occupygruppe mit nach Frankfurt gefahren ist und selber im Kessel war. Und das Robert gar nicht Robert heißt, versteht man nach diesem Bericht noch ein bisschen besser.« Zu Roberts Bericht.
Der Bochumer Opel-Betriebsrat hat für kommenden Montag, 10. Juni, 8.00 Uhr, zur nächsten Belegschaftsversammlung im Wareneingang D3 (Presswerk) eingeladen. In einem Flugblatt, das an die Belegschaft verteilt wurde, steht worum es geht: »Der Opel-Vorstand will ab 2015 das Bochumer Werk schließen. Betroffen sind weit mehr als 4.000 Beschäftigte. Unser Zafira soll in Rüsselsheim weiterproduziert werden. Was ist mit der dritten Schicht? Was passiert mit der Getriebefertigung? Wie geht es mit der Berufsausbildung weiter? Was ist mit den Partnerbetrieben? Die Zeit wird knapp. Am Montag in der Belegschaftsversammlung müssen Verantwortliche von Opel Rede und Antwort stehen. Der GBR-Vorsitzende hat ebenfalls sein Kommen zugesagt. Wir freuen uns auf eine sachliche und faire Diskussion. Die Belegschaft verlangt an diesem Tag Antworten. Wir geben niemals auf! Es geht um unsere Zukunft.«
Ein ehemaliges Senatsmitglied der Ruhr-Uni kommentiert den unglaublichen Vorgang, dass tausende studentische Hilfskräfte bereits im zweiten Monat kein Gehalt bekommen: »Inzwischen warten viele Studierende, die Hilfskraftverträge an der Ruhr-Universität Bochum haben, bereits auf ihr zweites Monatsgehalt. Das LBV NRW hat, obwohl absehbar war, dass es einen Peak zum Semesteranfang gibt (weil die Universitätsverträge immer zu diesen Zeitpunkt verlängert werden) eine IT Umstellung auf diesen Termin gelegt. Leidtragende sind die Studierenden. Sie erhalten ihr Gehalt nicht, als könnten Sie „mal eben“ gleich mehrere Monatsgehälter von ihrem ersparten ausgleichen. Einspringen müssen zur Zeit Eltern, Freunde, nette Vermieter usw., weil die Landesregierung nicht bezahlt. mehr…
http://vimeo.com/63408991
Das Endstation Kino zeigt ab Donnerstag, den 6.6. im griechischen Original mit deutschen Untertiteln den Spielfilm Wasted Youth. Die Filmbeschreibung: „Ein heißer Sommertag in Athen: Der 16-jähriger Skater Harris und seine Freunde amüsieren sich in der großen Stadt, während Vasislis, Polizist mittleren Alters darum kämpft, seine Familie ausreichend zu versorgen. Ihre Wege kreuzen sich… mehr…
Dienstag 04.06.13, 14:45 Uhr
Sevim Dagdelen zum gewaltsamen Vorgehen der Polizei in der Türkei
„Die Bundesregierung muss sich jetzt endlich dafür einsetzen, dass die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei bis zum Ende der undemokratischen Maßnahmen und politischen Verfolgungswelle ausgesetzt werden“, so Sevim Dagdelen zu dem anhaltenden gewaltsamen Vorgehen der Polizei in Istanbul und weiten Teilen der Türkei, bei denen es bereits über 2.300 Verletzte und mindestens zwei Todesopfer gab. Die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linken, die sich für einen Kurzbesuch in Istanbul aufhält, weiter: „Es ging den Protestierenden zunächst um den Erhalt des Parks und den Stopp der Bauarbeiten, die auf obskure Weise zustande gekommen waren. mehr…
Ver.di führt z. Z. eine Aktionswoche zum Thema Urlaub durch. Von Mittwoch bis Freitag wird mit „Ferieninseln mit Infostand“ in der Innenstadt daran erinnert, dass Urlaubsansprüche gewerkschaftlich erkämpft wurden. Ver.di schreibt: »Urlaub ist für viele nicht nur die schönste Zeit des Jahres, sondern sichert angesichts steigender Arbeitsbelastung in vielen Branchen auch die notwendige Erholung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Mitglieder der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) haben in der Regel durch Tarifverträge Anspruch auf mindestens fünf und häufig sogar bis zu sechs Wochen Urlaub pro Jahr – im Unterschied zum gesetzlichen Anspruch, der lediglich vier Wochen vorsieht.“ mehr…
Am morgigen Mittwoch gibt es an der Ruhr-Uni einen Pressetermin von Stadt und Hochschulen, bei dem für das Metropolradruhr geworben wird. Das Fahrradverleihsystem gibt es seit einigen Wochen mit Stationen an der Uni. Der AStA der Ruhr-Uni subventioniert das Projekt mit 57.750 Euro pro Semester. Die Oppositionsgruppen werfen dem AStA vor, dass er sich von der Firma Nextbike, die das Geschäft mit Metropolradruhr betreibt, damit gründlich über den Tisch hat ziehen lassen. Näheres dazu auf der Webseite der Liste b.i.e.r..
Mehr als hundert BesucherInnen bei der Eröffnung der Ausstellung „Opfer rechter Gewalt“ machten gestern in der Willy-Brandt-Gesamtschule deutlich, wie viel sich in Langendreer in zwei Jahren geändert hat. Annette Schnoor von der Initiative Langendreer gegen Nazis erinnerte daran, wie mühsam es vor zwei Jahren war, Politik, Polizei und Medien dazu zu bewegen, das Nazi-Problem im Stadtteil ernst zu nehmen. Dies ist nicht zuletzt durch die große Demonstration im Oktober 2011 gelungen. Für alle relevanten Kräfte in Langendreer ist es inzwischen selbstverständlich z. B. die aktuelle Ausstellung zu unterstützen. Annette Schnoor machte aber auch deutlich, dass der Rückgang von Nazi-Übergriffen nicht zur Passivität führen darf. Julia Stegmann (Foto), von der Organisation Opferperspektive, die die Ausstellung erstellt hat, schilderte anschließend in ihrem Vortrag, wie wenig Politik und Polizei einzugestehen bereit sind, wie viel Menschen Opfer rechter Gewalt geworden sind. mehr…
"Blut muss fließen - Undercover in der rechten Musikszene" (ZDF Aspekte, 18.02.2012)
Der Enthüllungsfilms „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“, von Peter Ohlendorf, ist am Freitag drei Mal in Bochum zu sehen. Der Film basiert auf einer neunjährigen verdeckten Filmrecherche auf Nazi-Konzerten des Journalisten Thomas Kuban, in der die extreme Gewaltbereitschaft der Nazis und deren wiederholte Volksverhetzung dargestellt wird. mehr…
Gestern fand in Essen am Kennedyplatz eine Solidaritäts-Versammlung für die Menschen statt, die in der Türkei, insbesondere am Taksim Platz in Istanbul, gegen die Regierung Erdogan protestieren. Zum Vorgehen der Polizei in Essen erklären die beiden Bundestagsabgeordneten Der Linksfraktion Niema Movassat und Sevim Dagdelen: „Wir fordern die Aufklärung der Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten in Essen am 2. Juni 2913. In Folge des Polizeieinsatzes in Essen wurde auch eine Abgeordnetenmitarbeiterin, die sich zuvor als solche zu erkennen gab, verletzt und musste ins Krankenhaus eingewiesen werden. Dies ist unerträglich. Wir werden sowohl den Bundestagspräsidenten Lammert informieren, wie auch rechtliche Schritte einleiten. mehr…
Der Lohn für Bauarbeiter steigt um 3,2 Prozent. Darauf hat die IG BAU Bochum-Dortmund hingewiesen. „Für einen Maurer bedeutet dies pro Monat fast 95 Euro mehr auf dem Konto. Dieses Lohn-Plus war bei der letzten Abrechnung zum ersten Mal fällig. Deshalb sollte jeder jetzt seinen Lohn-Check machen und kontrollieren, ob er die ab Mai geltende Lohnerhöhung auch tatsächlich bekommen hat“, sagt Heinz Wessendorf. Für den IG BAU-Bezirksvorsitzenden ist der aktuelle Tarifabschluss im Bauhauptgewerbe „ein voller Erfolg“. mehr…
Der Kinder- und Jugendring Bochum wird am Samstag, den 22. Juni ein Jugendforum im Falkenheim, Akademiestr. 69, durchführen. „Das Jugendforum ist eine Plattform für Jugendliche ab 15 und für junge Erwachsene bis 25 Jahren und soll einen Austausch über die Lebensqualität von jungen Menschen in Bochum ermöglichen. Ihre Erfahrungen, Vorstellungen und Ideen zur Gestaltung und zur Veränderung der Stadtgesellschaft sind gefragt,“ schreibt der Jugendring. Weiter heißt es: „Zentrale Fragestellungen beim Jugendforum sind: Gefällt Euch Bochum? – Ist unsere Stadt attraktiv für Jugendliche? – Gibt es gute Angebote für die Freizeit und spannende Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten? – Was läuft schief und sollte unbedingt geändert werden?- Was wünscht Ihr Euch ganz besonders für Bochum? mehr…
Mit „Crash Bochum“ zeigt das Freie Kunst Territorium den zweiten Teil eines Ausstellungsprojektes. In Kooperation mit der Gruppe „Unusuals“ aus Katowice und dem Verein Ost-West aus Bochum werden Arbeiten von 30 polnischen und deutschen KünstlerInnen zusammengetragen. Dabei treffen die verschiedensten Positionen aufeinander. Ausstellungseröffnung ist am Freitag, den 7.6. um 19 Uhr im Hauptgebäude. Finissage: Samstag, 29.6.2013 um 17 Uhr, Öffnungszeiten: Do 16 – 20 Uhr, Sa, So 15 – 18 Uhr. Näheres.
Montag 03.06.13, 08:55 Uhr
Bochumer Vorstandsmitglied der Linkspartei verletzt
Die Bochumer Linkspartei berichtet: „Bei der Demonstration am Sonntag, 2. Juni in Essen, die als friedliche Solidaritätskundgebung mit den Demonstrantinnen und Demonstranten auf dem Taksim-Platz in Istanbul und vielen weiteren Städten in der Türkei gedacht war, kam es zu brutalen Polizeiübergriffen.“ Mehriban Özdogan, Sprecherin der Bochumer Linken, erklärt dazu: „Wir waren am Nachmittag mit mehreren VertreterInnen Der Linken aus Bochum zu der Kundgebung in Essen angereist, um unsere Solidarität mit den GegnerInnen des Erdogan-Regimes in der Türkei zu zeigen. Wie auch schon bei den Blockupy-Protesten in Frankfurt hatte die örtliche Polizei aber offensichtlich kein Interesse an einem friedlichen Demonstrationsverlauf. Ohne ersichtlichen Grund kam es zu brutalen Polizeieinsätzen und es wurde massiv Pfefferspray gegen die friedlichen DemonstrantInnen eingesetzt. Das ging so weit, dass ein Vorstandsmitglied Der Linken aus Bochum zur Behandlung einer Augenverletzung ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. mehr…
Die Compania Bataclan, die durch viele direkte perönliche und politische Kontakte mit FreundInnen in der Türkei verbunden ist, schreibt: »Seit einer Woche spitzt sich die Situation in Istanbul und mittlerweile vielen anderen Städten von u.a. Izmir über Ankara bis in die kurdische Hauptstadt Amed (Diyarbakir) dramatisch zu. Auslöser für die Proteste in Istanbul ist die Ankündigung der Stadtverwaltung einen Park zu schließen und dem Erdboden gleich zu machen. Der bei der urbanen Bevölkerung beliebte Gezi-Park gilt als eine der letzten „grünen Lungen“ in einer von Gentrifizierung (ganze Stadtteile werden abgerissen, die arme Bevölkerung vertrieben, um Wohn – und Konsumraum für die Reichen zu schaffen) begriffenen Stadt und ist gleichwohl Naherholungsgebiet für viele Menschen. Mehrere tausend Bäume sollen einem multifunktionellen Einkaufszentrum weichen. Zunächst einem zivilen Ungehorsam Folge leistend setzt sich die Bevölkerung zur Wehr und hat den Park besetzt. Dieser Versuch einer Rückeroberung des öffentlichen Raumes soll durch äußerst brutale und völlig überzogener Angriffe mittels Tränengas und Gummigeschossen bis hin zu scharfer Munition durch Polizei und Sicherheitskräfte im Kontext einer Strategie der Einschüchterung verhindert werden. Aber die Bevölkerung leistet Widerstand. mehr…
Die Eröffnung der Ausstellung „Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Deutschland“ findet am morgigen Montag, 3. Juni um 17 Uhr in der Willy-Brandt-Gesamtschule in Werne statt. Nach der Eröffnung der Ausstellung durch eine Vertreterin der Initiative Langendreer gegen Nazis werden die Schulleiterin und der Bezirksbürgermeister kurze Grußworte sprechen. Anschließend wird Julia Stegmann vom Verein Opferperspektive, der die Wanderausstellung erstellt hat, über die aktuelle Bedrohung durch rechte Gewalt in unserer Gesellschaft referieren. Die Chellistin Christiane Conradt wird zu Beginn und am Ende der Veranstaltung Werke von J.S. Bach und Michael Denhof spielen. Im Anschluss wird eine Führung durch die Ausstellung angeboten. Die Ausstellung kann bis zum 14. Juni in der Willy-Brandt-Gesamtschule besucht werden. Näheres.
Am Sonntag, den 9. Juni erinnert eine Veranstaltung im Stadtarchiv mit den Bochumer Literaten ab 11 Uhr an die Bücherverbrennung vor 80 Jahren. Der Einladungstext: »Einer historischen Einordnung der Bücherverbrennung in Bochum am 9. Juni 1933 von Dr. Ingrid Wölk, Leiterin des Bochumer Zentrums für Stadtgeschichte – Stadtarchiv, folgt die literarische Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus unter dem Titel „Aussortiert, verbrannt, verfemt – aber nicht vergessen“. Friedrich Grotjahn, Heide Rieck, Klaus Märkert und andere lesen aus eigenen Texten. Dabei haben sie nicht nur die Vergangenheit, sondern auch Gegenwart und Zukunft im Blick. Der „Holocaust“ und seine Folgen werden ebenso thematisiert wie „Gewissenskonflikte“ und „Verantwortung“ heute. Klarinettenmusik umrahmt das Programm«. Der Eintritt ist frei.
Am Freitagabend gab es in Bochum eine kleine Solidaritätsaktion Aktion für die Protestierenden in der Türkei. Ein Schild am Eingang der Grünanlage Präsident wurde mit der Aufschrift „Gezi-Park“ umgestaltet, sowie mit einem Aufkleber mit erläuterndem Text und einem Bild von einem massiven Tränengaseinsatz gegen eine Menschenmenge auf dem Taksim-Platz in Istanbul. Darüber hinaus wurden die Aufkleber im Umfeld des Parks und den umliegenden Straßen verklebt, um auf die Polizeigewalt in Istanbul aufmerksam zu machen. Näheres bei Indymedia.
Im Juli erscheint ein neuer Krimi von Reinhard Junge: Achsenbruch. Am 9. Juli in der Zeche Nachtigall in Witten und am 11. Juli im Orlando wird er vorgestellt. Der Krimi beginnt mit einem Bombenanschlag vor dem Haus der Bochumer Oberbürgermeisterin. Getötet wird aber nicht die OB, sondern ihr Lebensgefährte – und Hauptkommissar Lohkamp steht sofort vor der Frage, wer wirklich das Ziel des Attentats war … Wie immer überlässt PEGASUS die Ermittlungen nicht allein der Kripo. Die Recherchen führen PEGASUS-Mitarbeiter Kalle Mager und seine Ex-Freundin Simone Olsok (bekannt aus dem „Straßenfest“) nicht nur in eine geheime Wohnung, sondern auch an Orte, die Minderjährige nicht betreten dürfen.