Archiv für den Monat: Juni 2013


Dienstag 18.06.13, 12:32 Uhr
Früherkennung psychischer Traumatisierung bei Asylsuchenden

Seminar des Flüchtlingrates NRW

Das Behandlungszentrum für Folteropfer in Berlin lädt in Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingsrat NRW und der Medizinischen Flüchtlingshilfe am 4. Juli zu einer kostenlosen Informationsveranstaltung in den Räumen des Flüchtlingsrates NRW in der Wittener Str. 201 ein: »Das Angebot richtet sich an alle in der Flüchtlingsarbeit tätigen Personen. Neben einer Übersicht über die alten und neuen Forderungen der EU-Aufnahmerichtlinien, soll die aktuelle Situation traumatisierter Flüchtlinge in Deutschland zum einen aus rechtlicher Perspektive betrachtet, vor allem jedoch aus psychologischer Sicht das Thema Traumatisierung und Extremtraumatisierung als Folge von Gewalt und Flucht beleuchtet werden. Ein Vortrag wird sich den Lebensbedingungen der als besonders schutzbedürftig eingestuften Asylsuchenden in Nordrhein-Westfalen widmen, ein anderer sich mit der aktuellen Rechtslage zu den Aufnahmebedingungen der Betroffenen auseinandersetzen. mehr…


Montag 17.06.13, 21:38 Uhr
Open Air Soli-Abend für die Proteste in der Türkei

Taksim ist überall!

Am Mittwoch, den 19. 6. lädt das Bochumer Bündnis Taksim ist überall ab 18 Uhr vor dem Bergbau-Museum zu einem Open Air Soli-Abend für die Proteste in der Türkei – gegen die brutale Repression und die Räumung des Gezi Parks ein. Im Flyer, der dazu aufruft heißt es: »Am Samstag fand die Gewalt gegen die Protestierenden in der Türkei einen weiteren traurigen Höhepunkt: Die Polizei räumte mit enormer Brutalität, mit Wasserwerfern und Panzern, Tränengasgranaten und Gummigeschossen den Gezi Park und setzte damit die Drohungen von Minsterpräsident Erdogan in die Tat um. Mehrere hundert Menschen wurden verletzt. Sogar die provisorischen Lazarette wurden mit Tränengas angegriffen. Seit Beginn der Proteste sind mindestens vier Menschen getötet, Tausende verletzt, Unzählige verhaftet worden. mehr…


Montag 17.06.13, 17:49 Uhr
Informations- und Diskussionsveranstaltung der Linksfraktion Bochum

Wege aus der Energiearmut

Am Donnerstag, den 20. Juni lädt die Linksfraktion im Rat um 18.30 Uhr im Museum zu einer Veranstaltung über Energiearmut ein und schreibt: »Was können wir gegen Energiearmut tun? Helfen Sozialtarife weiter? Wie nützlich ist Energieberatung? Welche Aufgabe haben die öffentlichen Stromversorger? Müssen wir die Einkommenssituation verbessern und höhere Hartz-IV-Regelsätze erreichen? Oder hilft gar nur die Verstaatlichung der Energiewirtschaft? Diese Fragen wollen wir diskutieren am mit Claudia Bruhn, Projektleiterin, Verbraucherzentrale NRW, Caren Lay, Verbraucherpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag und stellvertretende Parteivorsitzende,  Bernd Wilmert, Geschäftsführer Stadtwerke Bochum. mehr…


Sonntag 16.06.13, 20:02 Uhr

Überall ist Widerstand

Die Brutalität, mit der das türkische Regime gegen DemonstratInnen vorgeht, wird auch in Bochum zu einer Reihe von Solidaritätsaktionen führen. Am morgigen Montag startet um 18 Uhr eine Kundgebung, zu der u. a. Occupy, DIDF und die Linkspartei aufrufen. Es folgt eine Demonstration durch die Innenstadt. Abschließend soll dann über weitere Aktionen beraten werden.  In Vorbereitung ist eine weitere Demonstration am Mittwoch, dem 19. Juni wahrscheinlich um 18 Uhr vor dem Bergbaumuseum. Am Freitag, den 21. Juni wird dann um 20 Uhr im Sozialen Zentrum ein Film über die Umstrukturierung und Gentrifizierung Istanbuls gezeigt. Der Aufruf zur Demonstration am morgigen Montag.


Sonntag 16.06.13, 19:58 Uhr

Militarisierung aus Sicht der SPD 3

Die Bochumer SPD-Landtagsabgeordnete Carina Gödecke berichtet im Tagebuch auf ihrer Webseite über ihr Auftreten beim Aufstellungsappell der Heimatschutztruppe NRW auf der Zeche Zollverein: „Und dann die Indienststellung der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte in Nordrhein- Westfalen. Als erste Repräsentantin unseres Landes habe ich die Front abgeschritten und ein Grußwort an die Reservisten und die Gäste gerichtet. Gerade nach dem vorbildlichen und unverzichtbaren Einsatz der Bundeswehr und der Reservistenverbände beim Hochwasser, kann ich überhaupt nicht verstehen, warum es eine kleine Demonstration gegen die Indienststellung gegeben hat. Wenn man die vielen jungen Leute gesehen hat, die sich hier ehrenamtlich engagieren und im Katastrophenfall zum Einsatz kommen, dann weiß man, dass die politische Anerkennung dieser Leistung richtig ist.“


Samstag 15.06.13, 18:37 Uhr

Sabotage an der Heimatfront 1

Das Protestplenum an der Ruhr-Uni schreibt auf seiner Webseite unter dem Titel: „Warum wir den Bundeswehr-Einsatz an der RUB blockiert haben…“: »Etwa 40 Studierende und Antimilitarist*innen demonstrierten am Dienstag gegen einen Werbevortrag der Bundeswehr im Mensa-Seminarraum 2 und gegen den Bundeswehrstand auf der „bonding“-Messe im Audimax-Foyer. Trotz Handgreiflichkeiten durch den RUB-eigenen Sicherheitsdienst artikulierten sie lautstarken Protest gegen die Präsenz von Militärs auf dem Campus. An einen Rekrutierungsvortrag war nicht mehr zu denken und so zogen die Referenten der Bundeswehr nach einer halben Stunde unverrichteter Dinge ab. mehr…


Samstag 15.06.13, 16:33 Uhr
Die Verfolgung der politischen Opposition in der Adenauerzeit

Verboten – verfolgt – vergessen

Die Bochumer DKP zeigt am Freitag, den 21. Juni um 19:00 Uhr im Bahnhof Langendreer den Dokumentarfilm „Verboten – verfolgt – vergessen“ von Daniel Burkholz. Im Film und im anschließenden Gespräch mit den ZeitzeugInnen Ingrid und Herbert Wils aus Hagen geht es um die Verfolgung der politischen Opposition in der Adenauerzeit.  Aus der Filmbeschreibung: »Bereits kurz nach Ende des 2. Weltkriegs begann der Kalte Krieg. Vor diesem Hintergrund plante die Bundesregierung unter Kanzler Adenauer schon 1950 den Aufbau einer Armee. Gegen dieses Vorhaben gab es in der Bevölkerung große Proteste. Die Regierung Adenauer reagierte schnell. Innerhalb weniger Wochen wurde ein politisches Strafrecht eingeführt, das seine Wurzeln im Strafrecht der Nazizeit hatte. mehr…


Freitag 14.06.13, 22:17 Uhr

Heimatschutztruppe angetreten 2

Die Bundeswehr präsentierte heute mit einem öffentlichen „Aufstellungsappell“ auf der Zeche Zollverein in Essen ihre drei Kompanien für die Regionale Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSUKr) in NRW. Als eine Musiktruppe mit Tschingterrassa-Bumm aufmarschierte und dabei mit dem Helenenmarsch an Opa Hoppenstedt bei der Weihnachtsfeier erinnerte,  wurde vor Augen geführt, wie lächerlich das militärische Gehabe ist.  Doch wie schreibt der Reservistenverband auf seiner Webseite: „Die Funktion als zivil-militärische Mittler für die Bundeswehr in der Gesellschaft und als regionale Multiplikatoren ist wichtiger Auftrag der RSUKr im Frieden. Des Weiteren sollen die Reservisten zum Beispiel auch bei der Personalwerbung und Öffentlichkeitsarbeit sowie bei Veranstaltungen mitwirken.“ Frontfrau dieser PR-Show der Bundeswehr war die Bochumer SPD-Landtagsabgeordnete Carina Gödecke in ihrer Funktion als Landtagspräsidentin. Sie schritt die Formation der neuen Heimatschutz-Truppe ab. Das erinnerte die Mitglieder des Bochumer Friedensplenum dann nicht mehr an Opa Hoppenstedt sondern an zwei Jahrestage, die 2014 anstehen: 100 Jahre Zustimmung der SPD zu den Kriegskrediten und 15 Jahre erster deutscher Angriffskrieg seit dem Faschismus.  Näheres zum neuen Heimatschutz der Bundeswehr.


Freitag 14.06.13, 19:47 Uhr

Demonstration am Montag, 18 Uhr

Die Occupy-Gruppe Bochum ruft zusammen mit der Förderation Demokratischer Arbeitervereine (DIDF) und der Bochumer Linkspartei am Montag, den 17. Juni um 18 Uhr auf dem Husemannplatz in Bochum  zu einer Kundgebung und Demonstration unter dem Motto „Taksim ist überall und überall ist Widerstand“ auf: »Wir wollen damit unsere Solidarität mit den Demonstrantinnen und Demonstranten in der Türkei ausdrücken, die sich gegen einen autoritären Staat, das Verschwinden öffentlicher Räume und eine hemmungslose Ökonomisierung der Gesellschaft zur Wehr setzen. Für einen neuen Internationalismus: Sie wollen Kapitalis­mus ohne Demokratie – wir wollen Demokratie ohne Kapita­lismus!«, heißt es in einem Aufruf.


Freitag 14.06.13, 18:33 Uhr

Die Medizinische Flüchtlingshilfe

Am 25. Juni informiert die Medizinischen Flüchtlingshilfe (MFH) um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer über ihr Wirken. Die Einladung: »Du hast Lust, die Arbeit der MFH kennenzulernen? Du möchtest dich praktisch für eine Welt engagieren, in der alle gleichen Zugang zu Ressourcen wie medizinischer Versorgung haben? In der Veranstaltung informieren wir dich über  die Arbeit der MFH, die sich als Menschenrechtsorganisation sozial und politisch für Flüchtlinge einsetzt und deine Möglichkeiten bei uns ehrenamtlich mitzuarbeiten. Medizinisches Fachwissen ist dabei keine Voraussetzung!. Außerdem stellen wir die politischen und sozialen Rahmenbedingungen unserer Arbeit vor.«


Freitag 14.06.13, 17:17 Uhr

Lesung mit Abbas Khider

Am Freitag, den 21. 6., um 19 Uhr lädt der Bahnhof Langendreer zu einer Lesung mit dem  deutsch-irakischen Autor Abbas Khider ein. Er wird seinen neuesten Roman „Brief in die Auberginenrepublik“ (Nautilus) vorstellen. Die Einladung: »Wie auch in seinen vorherigen Romanen „Der falsche Inder“ (2008) und „Die Orange des Präsidenten“ (2011) verarbeitet der Autor darin erzählerisch auch seine eigenen Erfahrungen der politischen Verfolgung und Gefangenschaft im Irak, der langen Flucht und des Exils. Die Erzählung spielt im Jahr 1999 – im Irak herrscht Saddam Hussein und die umliegenden arabischen Länder sind ebenfalls diktatorischen Regimen unterworfen. Der junge Iraker Salim wird wegen des Besitzes verbotener Bücher verhaftet, über seinen Onkel gelingt ihm die Flucht aus dem Irak. mehr…


Freitag 14.06.13, 13:58 Uhr
Im „Tal der Tränen“:

Politikverdrossenheit im Sozialausschuss

von Norbert Hermann für Bochum Prekär
Bochum hat keine sozialen Probleme. Hatte es nie und wird es auch nie haben. Trotzdem gibt es einen „Ausschuss für … und Soziales“. Der tagt entsprechend selten – etwa sechs mal im Jahr. Wenn er tagt. Im Mai ist die anberaumte Sitzung ausgefallen. Gestern nicht. Aber Ausfall war trotzdem: Nach gut einer Stunde war der Spuk vorbei. mehr…


Freitag 14.06.13, 13:48 Uhr

Bitter Coal

Die Grüne Ratsfraktion hat sich mit der Studie „Bitter Coal“ der Organisationen Urgewalt und Fian beschäftigt und schreibt: »Dass die fossile Stromerzeugung der Umwelt schadet, ist nichts Neues. Dass aber auch die Förderung der Kohle in vielen Ländern der Erde massive ökologische und soziale Folgeschäden nach sich zieht, ist weniger im öffentlichen Bewusstsein. Darauf machte kürzlich eine Studie über die Herkunft deutscher Steinkohleimporte mit dem Titel „Bitter Coal“ aufmerksam. In Kolumbien beispielsweise, dem fünftgrößten Steinkohleexporteur der Welt, werden beim Steinkohletagebau nicht nur großflächig Landschaften zerstört sondern auch die Rechte der indigenen Bevölkerung mit Füßen getreten. mehr…


Freitag 14.06.13, 13:22 Uhr
Soziale Liste kritisiert:

Geringe Ausstattung des Stadtarchivs

Vehement kritisiert die Soziale Liste im Rat „die deutlich zu geringe Anerkennung und finanzielle Ausstattung des Stadtarchivs durch die Stadt Bochum“ und schreibt: »Die seit vielen Monaten offene Frage des zukünftigen Standortes, des Stadtarchivs und des Zentrums für Stadtgeschichte, vergrößert die Unsicherheit zusätzlich. „Die Anmietung und der Einzug in das BP/Aral Verwaltungsgebäude aus Gründen der Wirtschaftsförderung waren eine Fehlentscheidung“, sagt Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste. mehr…


Freitag 14.06.13, 10:51 Uhr

„Billigjobs” einen Riegel vorschieben

Die vollständige Öffnung des heimischen Arbeitsmarktes für EU-ZuwandererInnen aus Rumänien und Bulgarien macht nach Ansicht der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Ruhrgebiet die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns notwendiger denn je. „Ab 1. Januar kommenden Jahres können Bürger aus beiden Ländern ohne Beschränkungen auch in Bochum arbeiten. Da wittern einige Arbeitgeber schon jetzt ihre Chance auf billige Arbeitskräfte, die sie kurzfristig anheuern, aber auch genauso schnell wieder kündigen können“, sagt Yvonne Sachtje. Die Geschäftsführerin der NGG-Region Ruhrgebiet beschreibt die Folgen: „Angelockt durch vermeintlich bessere Arbeitsbedingungen werden die Zuwanderer von Dumping-Chefs zu Niedrigstlöhnen beschäftigt, die vorne und hinten nicht zum Leben reichen. Leidtragende seien dann nicht nur die ausgenutzten Arbeitnehmer. Auch auf die Kommunen komme einiges zu, da sie dann für diese Sozialleistungen aufkommen müssten.  „Statt den Mindestlohn einzuführen und dem Lohndumping so ein Ende zu bereiten, schürt Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich Ängste in der Bevölkerung. Das Problem sind nicht die Menschen, die in Deutschland nach Arbeit suchen. Das Problem sind die Dumpinglöhne, gegen die die schwarz-gelbe Bundesregierung nichts unternehmen will“, so Yvonne Sachtje. mehr…