Die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum organisiert in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Privatpersonen zum Weltflüchtlingstag am Donnerstag, den 20. Juni von 12 – 19 Uhr eine Veranstaltung auf dem Platz des Europäischen Versprechens (neben dem Rathaus). Das Motto lautet: „grenzenlos gemeinsam leben“ und dazu ist folgende Aktion geplant: »Diese Grenzen sind auch der gestalterische Fokus. Sie werden durch gelbes Absperrband sichtbar gemacht. Diese werden über den ganzen Vorplatz bis in die Kirche hinein, zunächst als „ Grenzen“ gespannt, so dass zu Beginn der Ausstellung eine Interaktion des Zerschneidens, und somit das überwinden der Grenzen, eingefordert wird. Zum Verständnis des Sinns dieser Aktion zum späteren Zeitpunkt, sind zusätzlich gelbe Linien auf dem Boden sichtbar als Grenze wahrzunehmen. mehr…
„Die Linke verurteilt die Massenverhaftungen von Regimekritikern und Oppositionellen in der Türkei“, erklärt Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete Der Linken, anlässlich „der großangelegten Razzien seitens des AKP-Regimes in mehreren türkischen Städten, bei denen Anti-Terror-Einheiten Wohnungen von Regierungskritikern gestürmt und Dutzende Menschen festgenommen haben“. Dagdelen weiter: „Angesichts der brutalen Gewalt und der massiven Drohungen des AKP-Regimes, jetzt sogar die Armee gegen die Demonstrierenden einzusetzen, ist es dringend geboten, ein Stopp-Zeichen zu setzen. mehr…
Etwa 500 Menschen haben sich am Montagabend mit einer Kundgebung auf dem Husemannplatz und einer Demonstration durch die Innenstadt mit den Protestierenden in der Türkei solidarisiert. Siehe Bildergalerie. In einer Solidaritätsadresse des DGB hieß es: »Wir senden solidarische Grüße des Deutschen Gewerkschaftsbundes Ruhr Mark. Wir begrüßen die heutige Veranstaltung und übermitteln unsere Solidarität. Die Ereignisse der letzten Tage in der Türkei machen deutlich, dass viele Menschen ihre demokratischen Grundrechte wahrnehmen und für ihre Interessen eintreten. Auch wenn wir hier aus Deutschland nicht alle inhaltlichen Ausrichtungen und Forderungen in allen Einzelheiten und in ihrer kompletten Breite kennen, darf es nicht sein, dass die Regierenden unter Premierminister Erdogan in dieser Situation demokratisches Anliegen und Widerstand brutal niederknüppeln. mehr…
Das Behandlungszentrum für Folteropfer in Berlin lädt in Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingsrat NRW und der Medizinischen Flüchtlingshilfe am 4. Juli zu einer kostenlosen Informationsveranstaltung in den Räumen des Flüchtlingsrates NRW in der Wittener Str. 201 ein: »Das Angebot richtet sich an alle in der Flüchtlingsarbeit tätigen Personen. Neben einer Übersicht über die alten und neuen Forderungen der EU-Aufnahmerichtlinien, soll die aktuelle Situation traumatisierter Flüchtlinge in Deutschland zum einen aus rechtlicher Perspektive betrachtet, vor allem jedoch aus psychologischer Sicht das Thema Traumatisierung und Extremtraumatisierung als Folge von Gewalt und Flucht beleuchtet werden. Ein Vortrag wird sich den Lebensbedingungen der als besonders schutzbedürftig eingestuften Asylsuchenden in Nordrhein-Westfalen widmen, ein anderer sich mit der aktuellen Rechtslage zu den Aufnahmebedingungen der Betroffenen auseinandersetzen. mehr…
Montag 17.06.13, 21:38 Uhr
Open Air Soli-Abend für die Proteste in der Türkei
Am Mittwoch, den 19. 6. lädt das Bochumer Bündnis Taksim ist überall ab 18 Uhr vor dem Bergbau-Museum zu einem Open Air Soli-Abend für die Proteste in der Türkei – gegen die brutale Repression und die Räumung des Gezi Parks ein. Im Flyer, der dazu aufruft heißt es: »Am Samstag fand die Gewalt gegen die Protestierenden in der Türkei einen weiteren traurigen Höhepunkt: Die Polizei räumte mit enormer Brutalität, mit Wasserwerfern und Panzern, Tränengasgranaten und Gummigeschossen den Gezi Park und setzte damit die Drohungen von Minsterpräsident Erdogan in die Tat um. Mehrere hundert Menschen wurden verletzt. Sogar die provisorischen Lazarette wurden mit Tränengas angegriffen. Seit Beginn der Proteste sind mindestens vier Menschen getötet, Tausende verletzt, Unzählige verhaftet worden. mehr…
Montag 17.06.13, 17:49 Uhr
Informations- und Diskussionsveranstaltung der Linksfraktion Bochum
Am Donnerstag, den 20. Juni lädt die Linksfraktion im Rat um 18.30 Uhr im Museum zu einer Veranstaltung über Energiearmut ein und schreibt: »Was können wir gegen Energiearmut tun? Helfen Sozialtarife weiter? Wie nützlich ist Energieberatung? Welche Aufgabe haben die öffentlichen Stromversorger? Müssen wir die Einkommenssituation verbessern und höhere Hartz-IV-Regelsätze erreichen? Oder hilft gar nur die Verstaatlichung der Energiewirtschaft? Diese Fragen wollen wir diskutieren am mit Claudia Bruhn, Projektleiterin, Verbraucherzentrale NRW, Caren Lay, Verbraucherpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag und stellvertretende Parteivorsitzende, Bernd Wilmert, Geschäftsführer Stadtwerke Bochum. mehr…
Die Brutalität, mit der das türkische Regime gegen DemonstratInnen vorgeht, wird auch in Bochum zu einer Reihe von Solidaritätsaktionen führen. Am morgigen Montag startet um 18 Uhr eine Kundgebung, zu der u. a. Occupy, DIDF und die Linkspartei aufrufen. Es folgt eine Demonstration durch die Innenstadt. Abschließend soll dann über weitere Aktionen beraten werden. In Vorbereitung ist eine weitere Demonstration am Mittwoch, dem 19. Juni wahrscheinlich um 18 Uhr vor dem Bergbaumuseum. Am Freitag, den 21. Juni wird dann um 20 Uhr im Sozialen Zentrum ein Film über die Umstrukturierung und Gentrifizierung Istanbuls gezeigt. Der Aufruf zur Demonstration am morgigen Montag.
Die Bochumer SPD-Landtagsabgeordnete Carina Gödecke berichtet im Tagebuch auf ihrer Webseite über ihr Auftreten beim Aufstellungsappell der Heimatschutztruppe NRW auf der Zeche Zollverein: „Und dann die Indienststellung der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte in Nordrhein- Westfalen. Als erste Repräsentantin unseres Landes habe ich die Front abgeschritten und ein Grußwort an die Reservisten und die Gäste gerichtet. Gerade nach dem vorbildlichen und unverzichtbaren Einsatz der Bundeswehr und der Reservistenverbände beim Hochwasser, kann ich überhaupt nicht verstehen, warum es eine kleine Demonstration gegen die Indienststellung gegeben hat. Wenn man die vielen jungen Leute gesehen hat, die sich hier ehrenamtlich engagieren und im Katastrophenfall zum Einsatz kommen, dann weiß man, dass die politische Anerkennung dieser Leistung richtig ist.“
Samstag 15.06.13, 20:12 Uhr
“Aufstellungsappell†auf der Zeche Zollverein für die Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSUKr) in NRW am 14. Juni 2013
Für manche ist es schwer vorstellbar, wie der gestrige Aufstellungsappell für die Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSUKr) in NRW auf der Zeche Zollverein aussah. Hier ein paar Fotos.
Das Protestplenum an der Ruhr-Uni schreibt auf seiner Webseite unter dem Titel: „Warum wir den Bundeswehr-Einsatz an der RUB blockiert haben…“: »Etwa 40 Studierende und Antimilitarist*innen demonstrierten am Dienstag gegen einen Werbevortrag der Bundeswehr im Mensa-Seminarraum 2 und gegen den Bundeswehrstand auf der „bonding“-Messe im Audimax-Foyer. Trotz Handgreiflichkeiten durch den RUB-eigenen Sicherheitsdienst artikulierten sie lautstarken Protest gegen die Präsenz von Militärs auf dem Campus. An einen Rekrutierungsvortrag war nicht mehr zu denken und so zogen die Referenten der Bundeswehr nach einer halben Stunde unverrichteter Dinge ab. mehr…
Samstag 15.06.13, 16:33 Uhr
Die Verfolgung der politischen Opposition in der Adenauerzeit
Die Bochumer DKP zeigt am Freitag, den 21. Juni um 19:00 Uhr im Bahnhof Langendreer den Dokumentarfilm „Verboten – verfolgt – vergessen“ von Daniel Burkholz. Im Film und im anschließenden Gespräch mit den ZeitzeugInnen Ingrid und Herbert Wils aus Hagen geht es um die Verfolgung der politischen Opposition in der Adenauerzeit. Aus der Filmbeschreibung: »Bereits kurz nach Ende des 2. Weltkriegs begann der Kalte Krieg. Vor diesem Hintergrund plante die Bundesregierung unter Kanzler Adenauer schon 1950 den Aufbau einer Armee. Gegen dieses Vorhaben gab es in der Bevölkerung große Proteste. Die Regierung Adenauer reagierte schnell. Innerhalb weniger Wochen wurde ein politisches Strafrecht eingeführt, das seine Wurzeln im Strafrecht der Nazizeit hatte. mehr…
Die Bundeswehr präsentierte heute mit einem öffentlichen „Aufstellungsappell“ auf der Zeche Zollverein in Essen ihre drei Kompanien für die Regionale Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSUKr) in NRW. Als eine Musiktruppe mit Tschingterrassa-Bumm aufmarschierte und dabei mit dem Helenenmarsch an Opa Hoppenstedt bei der Weihnachtsfeier erinnerte, wurde vor Augen geführt, wie lächerlich das militärische Gehabe ist. Doch wie schreibt der Reservistenverband auf seiner Webseite: „Die Funktion als zivil-militärische Mittler für die Bundeswehr in der Gesellschaft und als regionale Multiplikatoren ist wichtiger Auftrag der RSUKr im Frieden. Des Weiteren sollen die Reservisten zum Beispiel auch bei der Personalwerbung und Öffentlichkeitsarbeit sowie bei Veranstaltungen mitwirken.“ Frontfrau dieser PR-Show der Bundeswehr war die Bochumer SPD-Landtagsabgeordnete Carina Gödecke in ihrer Funktion als Landtagspräsidentin. Sie schritt die Formation der neuen Heimatschutz-Truppe ab. Das erinnerte die Mitglieder des Bochumer Friedensplenum dann nicht mehr an Opa Hoppenstedt sondern an zwei Jahrestage, die 2014 anstehen: 100 Jahre Zustimmung der SPD zu den Kriegskrediten und 15 Jahre erster deutscher Angriffskrieg seit dem Faschismus. Näheres zum neuen Heimatschutz der Bundeswehr.
Die Occupy-Gruppe Bochum ruft zusammen mit der Förderation Demokratischer Arbeitervereine (DIDF) und der Bochumer Linkspartei am Montag, den 17. Juni um 18 Uhr auf dem Husemannplatz in Bochum zu einer Kundgebung und Demonstration unter dem Motto „Taksim ist überall und überall ist Widerstand“ auf: »Wir wollen damit unsere Solidarität mit den Demonstrantinnen und Demonstranten in der Türkei ausdrücken, die sich gegen einen autoritären Staat, das Verschwinden öffentlicher Räume und eine hemmungslose Ökonomisierung der Gesellschaft zur Wehr setzen. Für einen neuen Internationalismus: Sie wollen Kapitalismus ohne Demokratie – wir wollen Demokratie ohne Kapitalismus!«, heißt es in einem Aufruf.
Am 25. Juni informiert die Medizinischen Flüchtlingshilfe (MFH) um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer über ihr Wirken. Die Einladung: »Du hast Lust, die Arbeit der MFH kennenzulernen? Du möchtest dich praktisch für eine Welt engagieren, in der alle gleichen Zugang zu Ressourcen wie medizinischer Versorgung haben? In der Veranstaltung informieren wir dich über die Arbeit der MFH, die sich als Menschenrechtsorganisation sozial und politisch für Flüchtlinge einsetzt und deine Möglichkeiten bei uns ehrenamtlich mitzuarbeiten. Medizinisches Fachwissen ist dabei keine Voraussetzung!. Außerdem stellen wir die politischen und sozialen Rahmenbedingungen unserer Arbeit vor.«
Am Freitag, den 21. 6., um 19 Uhr lädt der Bahnhof Langendreer zu einer Lesung mit dem deutsch-irakischen Autor Abbas Khider ein. Er wird seinen neuesten Roman „Brief in die Auberginenrepublik“ (Nautilus) vorstellen. Die Einladung: »Wie auch in seinen vorherigen Romanen „Der falsche Inder“ (2008) und „Die Orange des Präsidenten“ (2011) verarbeitet der Autor darin erzählerisch auch seine eigenen Erfahrungen der politischen Verfolgung und Gefangenschaft im Irak, der langen Flucht und des Exils. Die Erzählung spielt im Jahr 1999 – im Irak herrscht Saddam Hussein und die umliegenden arabischen Länder sind ebenfalls diktatorischen Regimen unterworfen. Der junge Iraker Salim wird wegen des Besitzes verbotener Bücher verhaftet, über seinen Onkel gelingt ihm die Flucht aus dem Irak. mehr…
von Norbert Hermann für Bochum Prekär
Bochum hat keine sozialen Probleme. Hatte es nie und wird es auch nie haben. Trotzdem gibt es einen „Ausschuss für … und Soziales“. Der tagt entsprechend selten – etwa sechs mal im Jahr. Wenn er tagt. Im Mai ist die anberaumte Sitzung ausgefallen. Gestern nicht. Aber Ausfall war trotzdem: Nach gut einer Stunde war der Spuk vorbei. mehr…
Die Grüne Ratsfraktion hat sich mit der Studie „Bitter Coal“ der Organisationen Urgewalt und Fian beschäftigt und schreibt: »Dass die fossile Stromerzeugung der Umwelt schadet, ist nichts Neues. Dass aber auch die Förderung der Kohle in vielen Ländern der Erde massive ökologische und soziale Folgeschäden nach sich zieht, ist weniger im öffentlichen Bewusstsein. Darauf machte kürzlich eine Studie über die Herkunft deutscher Steinkohleimporte mit dem Titel „Bitter Coal“ aufmerksam. In Kolumbien beispielsweise, dem fünftgrößten Steinkohleexporteur der Welt, werden beim Steinkohletagebau nicht nur großflächig Landschaften zerstört sondern auch die Rechte der indigenen Bevölkerung mit Füßen getreten. mehr…
Vehement kritisiert die Soziale Liste im Rat „die deutlich zu geringe Anerkennung und finanzielle Ausstattung des Stadtarchivs durch die Stadt Bochum“ und schreibt: »Die seit vielen Monaten offene Frage des zukünftigen Standortes, des Stadtarchivs und des Zentrums für Stadtgeschichte, vergrößert die Unsicherheit zusätzlich. „Die Anmietung und der Einzug in das BP/Aral Verwaltungsgebäude aus Gründen der Wirtschaftsförderung waren eine Fehlentscheidung“, sagt Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste. mehr…
Die vollständige Öffnung des heimischen Arbeitsmarktes für EU-ZuwandererInnen aus Rumänien und Bulgarien macht nach Ansicht der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Ruhrgebiet die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns notwendiger denn je. „Ab 1. Januar kommenden Jahres können Bürger aus beiden Ländern ohne Beschränkungen auch in Bochum arbeiten. Da wittern einige Arbeitgeber schon jetzt ihre Chance auf billige Arbeitskräfte, die sie kurzfristig anheuern, aber auch genauso schnell wieder kündigen können“, sagt Yvonne Sachtje. Die Geschäftsführerin der NGG-Region Ruhrgebiet beschreibt die Folgen: „Angelockt durch vermeintlich bessere Arbeitsbedingungen werden die Zuwanderer von Dumping-Chefs zu Niedrigstlöhnen beschäftigt, die vorne und hinten nicht zum Leben reichen. Leidtragende seien dann nicht nur die ausgenutzten Arbeitnehmer. Auch auf die Kommunen komme einiges zu, da sie dann für diese Sozialleistungen aufkommen müssten. „Statt den Mindestlohn einzuführen und dem Lohndumping so ein Ende zu bereiten, schürt Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich Ängste in der Bevölkerung. Das Problem sind nicht die Menschen, die in Deutschland nach Arbeit suchen. Das Problem sind die Dumpinglöhne, gegen die die schwarz-gelbe Bundesregierung nichts unternehmen will“, so Yvonne Sachtje. mehr…
Am Montag, den 17. Juni wird es um 18 Uhr eine erneute Solidaritätskundgebung mit den Protesten in der Türkei auf dem Husemannplatz geben. DIDF und occupy und noch viele andere werden dazu aufrufen. Wahrscheinlich wird auch ein Demonstrationszug durch die Innenstadt durchgeführt.
Norbert Hermann von Bochum-Prekär schreibt: «Wie befürchtet wird die Flüchtlingsunterkunft an der Wohlfahrtstraße wohl erheblich ausgeweitet. Es wird eine Kapazität von mehr als 250 Menschen erreicht. Das ist im Innen- wie im Außenverhältnis problematisch: Fachverbände sprechen von einer Obergrenze von 50 Menschen je Einrichtung. Der Sozialausschuss ist gut beraten, auf einer Weiterführung und zügigen Umsetzung des damaligen Konzeptes einer dezentralen Unterbringung in allgemeinen Mehrfamilienhäusern zu bestehen, soweit die Betroffenen das wünschen. Die städtische Beschlusslage zur „Unterkunft Wohlfahrtsstrasse“ sieht vor, dass die zusätzlichen Blechhütten allein zur Zwischenunterbringung während des zugweisen Umbaus des ehemaligen Aussiedlerheimes zu Mehrfamilienhäusern genutzt werden. mehr…
Im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „Mieten – Wohnen – Leben“ lädt der Mieterverein für Mittwoch, den 19. Juni um 19 Uhr zu einem Themanabend über Wohnkosten und Hartz IV in seine Geschäftsstelle, Brückstraß 58 ein. Die Einladung: »Nicht nur, dass die Wohnkosten von Hartz-IV-Empfängern gedeckelt sind, so dass manchen sogar der Zwangsumzug in eine billigere Bleibe droht: Auch unterhalb des Super-GAUs führen die „Kosten der Unterkunft“ oft zu Ärger und Fehlern in den Bescheiden. Dabei muss das nicht sein, denn inzwischen gibt es jede Menge Urteile der Sozialgerichte, die sagen, was „angemessen“ ist und was nicht. Grund genug also, Betroffene mit fach- und sachgerechten Informationen zu helfen.« ReferentInnen sind Ulrich Schneider, Beratungsstelle für Arbeitslose und Sabine Mosler, Rechtsberaterin beim Mieterverein. Die Moderation übernimmt der Geschäftsführer des Mietervereins Michael Wenzel.
Am Freitag, den 21. Juni findet um 18.00 Uhr im Sozialen Zentrum eine Veranstaltung zur Kampagne „War starts here“ statt. Hierbei soll auch über das Camp am Gefechtsübungszentrum (GÜZ) in der Altmark informiert werden. In der Einladung heißt es: »Nach einem gemeinsamen erfolgreichen ersten Anlauf im letzten Jahr wollen wir vom 21. – 29. Juli ein zweites Mal antimilitaristisch campen, diskutieren und Aktionen starten. Das GÜZ Altmark bei Hillersleben/Magdeburg ist der modernste Truppenübungsplatz Europas. Auf 232 Km² wird hier Krieg geübt und vorbereitet mittels Laserwaffen, Rauchbomben, Kunstblut, Schauspieler_innen, nachgebauten kosovarischen und afghanischen Dörfern. Von der Aufstandsbekämpfung bis zu Interventionskriegen können hier Luft- und Bodenmilitärtrupps ihre Kriegseinsätze simulieren. Der private Betreiber „Rheinmetall Dienstleistungszentrum Altmark“ vermietet das Gelände an die Bundeswehr, EU-Battlegroups und Nato-Militärs. Beispielsweise absolvieren Bundeswehr-Soldat_innen für ihren Auslandseinsatz ein zweiwöchiges Kampftraining und werden dann samt ihrer Ausrüstung direkt nach Afghanistan verfrachtet. mehr…
Das Akademische Förderungswerk hat das ehemalige Bochumer Priesterseminar St. Ludgerus vom Bistum Essen erworben. In Zukunft soll es als Wohnheim für mehr als 80 Studierende dienen. Weil es zu wenig Abiturienten gibt, die sich den Zölibat antun wollen, ist die Priesterausbildung im letzten Jahr in Bochum dicht gemacht worden. Nun muss noch die Wohnheim-Kapelle profaniert werden und das Haus ans Internet angeschlossen werden. Zum Wintersemester werden dann auch Studentinnen in das Haus in der Nähe des Kemnader Sees einziehen können.
von Norbert Hermann für Bochum Prekär
Während bis vor einigen Jahren noch die ARGE ihre Zielvereinbarungen eigenständig veröffentlicht hat, sind wir nun auf den Sozialausschuss der Stadt Bochum angewiesen. Der aber offensichtlich kein Wörtchen mit zu reden hat. mehr…
Die Linkspartei in Bochum schreibt: »Seit 2007 werden alle Menschen in Deutschland erkennungsdienstlich behandelt, die einen neuen Reisepass beantragen. Das muss endlich wieder aufhören, so David Staercke, Sprecher der Bochumer Linken. Er erklärt anlässlich des gerichtlichen Verfahrens zum elektronischen Reisepass vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg am 13. Juni: „Jeder, der einen neuen Reisepass beantragen will, wird seit mehr als fünf Jahren wie ein Verbrecher behandelt. Seine Fingerabdrücke werden gescannt und als Passbild muss er ein biometrisches Portrait von sich abgeben. Beides wird dann auf einem Chip gespeichert, der per Funk von weitem ausgelesen werden kann. mehr…
Am Dienstag, den 18. 6. wird um 19.30 Uhr die Volkshochschul-Reihe der Bochumer occupy-Initiative Alternativen denken – Zukunft gestalten fortgesetzt. „Arbeitskämpfe und soziale Bewegung in China“ lautet der Titel des Vortrags von Peter Franke und Wolfgang Schaumberg. Ort ist der Clubraum der VHS. Die Anlündigung: »Immer wieder lesen wir in der Zeitung von Auseinandersetzungen um schlechte Arbeitsbedingungen in China, wo ein erheblicher Teil unserer täglichen Konsumgüter, wie Bekleidung, Unterhaltungselektronik, PCs und Handys hergestellt wird. Wogegen und wofür kämpfen diese Menschen? Wollen sie nur einen „gerechteren“ Anteil vom Gewinn, oder geht es ihnen um mehr, etwa um soziale und politische Umgestaltung? Die beiden Referenten Peter Franke und Wolfgang Schaumberg sind erst wenige Tage vor dem Zeitpunkt ihres Vortrags von einer Studienreise durch China zurückgekehrt. Sie werden über ihre aktuellen Eindrücke aus Stadt und Land und von Begegnungen mit Menschen aus Initiativen, Gewerkschaftsgruppen und NGOs berichten können.«
Die SDAJ Bochum veranstaltet einmal im Monat einen Kneipenabend im Sozialen Zentrum Bochum. Am kommenden Samstag, den 15. Juni ist es ab 20 Uhr wieder soweit. Die SDAJ schreibt: »Marxismus, was ist das? Marx sagte einmal, der Kommunismus sei nicht ein bloßes Ideal, eine Traumgesellschaft, die wir nach unseren Wünschen zusammenbasteln, sondern die wirkliche Bewegung, die mit dem Kapitalismus Schluss mache. Kommunismus beginnt also mit der Untersuchung und Kritik der bestehenden Verhältnisse. Wie diese marxistische Kritik aussieht und wo sie ansetzt, wollen wir mit euch diskutieren. „Die kapitalistische Gesellschaft führt sich auf, als wäre sie gar keine Gesellschaft. […] Die Kapitalisten führen sich auf, als wollten sie zur Menschheit gar nicht gehören. Na schön.“(D.Dath)«