Sonntag 09.06.13, 21:39 Uhr

Bundeswehr auf den RUB-Campus

Am Dienstag, den 11. Juni kommt die Bundeswehr auf den RUB-Campus. Neben einem ganztägigen Stand im Audimax-Foyer auf der „Firmekontaktmesse bonding“ möchte die Recruiting-Abteilung der Bundeswehr um 13:30 Uhr mit einem Vortrag im Mensa-Seminarraum Nr. 2 Studierende für eine „zivile Karriere“ ködern. Dies ist eine bewusste Täuschung.  Alle Bundeswehrangehörige sind letztlich direkt oder indirekt daran beteiligt, Kriege zu führen, voranzutreiben, zu verbessern oder zu legitimieren. Das Protestkomitee an der Ruhr-Uni fordert  zu einer Aktion auf: »Dass die Bundeswehr in den letzten Jahren verstärkt „Nachwuchsförderung“ in Jobcentern, Schulen und Unis betreibt, hat seinen Grund: Das Militär ist nicht besonders beliebt und nach dem Wegfall der Wehrpflicht wird es immer schwieriger, Menschen zu finden. die bereit sind, Deutschland am Hindukusch oder anderswo zu „verteidigen“. Mit einem enormen Budget z.B. für TV- und Radiowerbespots, aber auch mit Messeständen, wie an der RUB, versucht die Bundeswehr ihr Imageproblem zu beheben. Immer dort, wo die Bundeswehr ungestört agieren kann, wird sie ihre Spielräume nutzen. Schlägt ihr Widerstand entgegen (im Idealfall begleitet von einer öffentlichen Diskussion um den Sinn ihrer selbst), geht die Rechnung nicht mehr auf. Dementsprechend ist die Bundeswehr auch längst nicht auf allen „bonding“-Messen bundesweit vertreten.
Militärische Spielräume einengen: Gemeinsam Recruiting-Vortrag stören!
Es ist also allerhöchste Zeit, dem Trend, die Bundeswehr an den Hochschulen als Normalität zu etablieren, etwas entgegenzusetzen. Wir rufen deshalb alle Antimilitarist*innen auf, gemeinsam den BW-Vortrag am Dienstag zu stören. Kommt pünktlich um 13.30 Uhr in den Mensa-Seminarraum 2 und bringt Trillerpfeifen und Transparente mit. Lasst uns gemeinsam Sand ins Getriebe der militärischen Rekrutierungsmaschinerie streuen.
Krieg beginnt hier – stoppen wir ihn hier!«

 
 
 
 


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