Archiv für das Jahr: 2011


Freitag 04.11.11, 13:06 Uhr

Mexiko im Ausnahmezustand

Am Montag,  den 7. November findet um  20:00 Uhr im Sozialen Zentrum  eine Veranstaltung der Gruppe FAEZ  statt zum Thema: Mexiko im Ausnahmezustand – Drogen, Terror und die Zivilgesellschaft. Referentinnen sind José Reveles und Marta Durán de Huerta. In der Ankündigung heißt es: »Über 40.000 Tote, 15.000 verschleppte Migranten, ein Präsident im “Krieg” gegen die Kartelle, Korruption in Polizei und Politik, ganze Landstriche unter der Kontrolle des organisierten Verbrechens – und eine zivile Gesellschaft, die allmählich gegen den Terror zu mobiliseren beginnt. Der renommierte Autor José Reveles und die Journalistin Marta Durán de Huerta beleuchten die Hintergründe der Schockmeldungen zum mexikanischen “Drogenkrieg”. mehr…


Freitag 04.11.11, 12:54 Uhr

Bessere Radquerung in die Düppelstraße?

Zu der nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Ordnung, Sicherheit und Verkehr am kommenden Mittwoch, hat die Linksfraktion den Antrag gestellt, an der Mündung der Ferdinandstraße/Wittener Straße eine geeignete „Querungshilfe“ für FahrradfahrerInnen herzustellen. Sie soll dafür sorgen, dass diese gefahrlos von der Wittener Straße in die Düppelstraße einbiegen können. Bisher ist es nicht möglich, mit dem Fahrrad aus Richtung Innenstadt in die Wittener Straße rechts und dann links in die Düppelstraße einzubiegen. Das behindert die RadfahrerInnen unnötig, denn die Düppelstraße wird zur Erreichung der dortigen Wohngebiete oder als Durchfahrtsstraße in die südlicheren Stadtgebiete viel genutzt. mehr…


Freitag 04.11.11, 11:13 Uhr

Perlende Soli von Gilda Razani

Am Samstag, 12. November tritt die über Bochumer Stadtgrenzen hinaus bekannte Musikerin Gilda Razani mit „SUB.VISION“ um 20 Uhr im Bochumer Kulturrat an der Lothringerstr. 36 c in Gerthe auf. Die VeranstalterInnen schreiben: „Saxophonistin Gilda Razani und Pianist Hans Wanning formen mit ihren Kompositionen einen einzigartigen stark atmosphärischen Sound, mischen Jazz-, Klassik und Rockelemente mit melodischen Klängen und treibenden Rhythmen. Samtweich schwebende Melodien von fast beiläufiger Gelassenheit, perlende Soli, druckvolle Grooves von hypnotischer Kraft bestimmen das Klangbild mehr…


Donnerstag 03.11.11, 18:39 Uhr

Ende der Benutzungspflicht für Radwege?

Der ADFC schreibt: »In einem Antrag zum Radverkehr, der bei der nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Ordnung, Sicherheit und Verkehr behandelt wird,  fordert die Bochumer CDU das Ende der Benutzungspflicht für die Bochumer Radwege: „Die durch das blaue Radfahrschild angeordnete Benutzungspflicht von Bürgersteigradwegen wird im gesamten Stadtgebiet aufgehoben.“ Damit macht sich die CDU eine Forderung des ADFC Bochum zu eigen und übernimmt die Initiative auf dem Weg zu mehr Fahrradfreundlichkeit in Bochum. Rad fahren ist keine Sache des richtigen Parteibuchs, sondern der Vernunft. SPD und Grüne in Bochum haben damit ihre Schwierigkeiten. mehr…


Mittwoch 02.11.11, 21:39 Uhr

Rottstr5Theater

Das Rottstr5Theater erklärt in einer Pressemitteilung: »Im September teilten wir Ihnen auf diesem Wege mit, dass Arne Nobel sich nach der Troja-Trilogie am 11.9. eine Auszeit vom operativen und künstlerischen Geschäft im Theater nehmen will. Sein Ziel war es, sowohl künstlerisch als auch persönlich nach zwei Jahren ununterbrochener Arbeit zur Ruhe zu kommen und sich neu zu ordnen. Dieser Prozess nimmt nun leider wesentlich mehr Zeit in Anspruch als wir alle gehofft hatten und eine Rückkehr von Arne Nobel ans Rottstr5Theater ist in den kommenden Monaten nicht abzusehen. Von Anfang an war diese Möglichkeit mit eingeplant, so dass unsere Arbeit ohne Abstriche in irgendeinem Bereich fortgeführt werden wird. mehr…


Mittwoch 02.11.11, 21:32 Uhr
Soziale Liste kritisiert Auftragsvergabe an privates Unternehmen

Private Firma als Spürhund?

Die Soziale Liste im Rat kritisiert die Beauftragung der privaten Firma adler-komunalservice GmbH mit der Hundebestandsaufnahme durch die Stadt Bochum und schreibt: »Nach vorliegenden Informationen suchen MitarbeiterInnen des Unternehmens derzeit alle Wohngebiete und Haushalte in Bochum auf. Diese führen dann Ermittlungen durch, um den Bestand an Hunden zu ermitteln. Außerdem werden die Haushalte und HausbewohnerInnen befragt, Erkenntnisse an die Verwaltung übermittelt, sowie von der Stadt Bochum vorgefertigte Briefe weitergeleitet. Aus mehreren Gründen findet die Soziale Liste die Beauftragung einer privaten Firma mit einer derartigen Aufgabe problematisch. Das kommunale Wahlbündnis sieht vor allem datenrechtliche Probleme und Möglichkeiten des Missbrauchs. Vor dem Hintergrund, das sich diese Firma nach eigenen Angaben auf die Hundebestandsaufnahmen bundesweit spezialisiert hat, fragt die Soziale Liste: „Wie schließt die Stadt Bochum die Möglichkeit aus, dass gewonnene Erkenntnisse und Daten nicht zu anderen Zwecken (Adressenverkauf an Werbefirmen) missbraucht werden?“ mehr…


Mittwoch 02.11.11, 21:30 Uhr
NGG will mehr als den schnellen „Frikadellen-Kurs“ bei der IHK:

Gastro-Führerschein für Wirte in Bochum

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert einen Berufstest für Wirte – als „Lizenz zum Zapfen“. Die NGG Ruhr will damit die Qualität in der Gastronomie steigern. „Heute kann jeder ein Restaurant oder eine Kneipe aufmachen, der eine saubere Schufa hat, ein Gesundheitszeugnis vorlegt und einen Abendkurs bei der Industrie- und Handelskammer macht – den so genannten ‚Frikadellen-Kurs’. Das ist zu wenig“, sagt Yvonne Sachtje. Die NGG-Geschäftsführerin fordert ein „fundiertes Hygiene- und Lebensmittel-Know-how“. Dies müsse jede Restaurantbetreiberin und jeder Kneipenwirt in Bochum künftig mitbringen. Sachtje verlangt dazu einen Qualifikationsnachweis: „Wir brauchen eine Art ‚Gastro-Führerschein’. Immerhin essen und trinken wir das, was in den Gaststätten auf den Tisch kommt. Und da muss sich jeder Gast auf gute Qualität verlassen können.“ mehr…


Mittwoch 02.11.11, 20:15 Uhr
Billige Kohle auf Kosten von Mensch und Umwelt

Steinkohleimporte aus Kolumbien

Am Dienstag, den 08.11., um 19.30 sind im Bahnhof Langendreer der Bergbaureferent der Menschenrechtsorganisation FIAN Sebastian Rötters sowie Gloria Holguin, Researcherin (u.a.) für FIAN in Kolumbien zu Gast. Die Veranstaltung ist Teil einer Rundreise, mit der FIAN eine Kampagne zu den Steinkohleimporten aus Kolumbien startet: Das südamerikanische Land ist der zweitgrößte Steinkohlelieferant für deutsche Kraftwerke. In der Ankündigung heißt:  »Hiesige Stromkonzerne profitieren von der billigen Energie, während in Kolumbien durch den Kohleabbau massiv Menschenrechte verletzt werden und die Umwelt zerstört wird. mehr…


Mittwoch 02.11.11, 19:52 Uhr

Das Drogenfachgeschäft

Am Montag, dem 7. November um 19 Uhr findet im KulturCafé eine Veranstaltung zum Thema zum Thema Drogen statt. In der Einladung heißt es: »Die derzeitige deutsche Drogenpolitik ist von Verboten und Repression geprägt. Jedes Jahr sterben durch diese Politik etwa 1.200 Menschen an so genannten „harten Drogen“, wie Kokain oder Heroin. Die legalen Drogen Alkohol und Tabak verursachen zusätzlich ein Vielfaches an Toten. Maximilian Plenert hat zusammen mit anderen Fachmenschen ein neues Konzept für eine rationale Drogenpolitik entwickelt: das Drogenfachgeschäft. mehr…


Mittwoch 02.11.11, 13:34 Uhr

DGB begrüßt CDU Vorschlag
für Mindestlohn

Der DGB lobt den Vorschlag der CDU zum Mindestlohn. „Über 17 % aller Beschäftigten in Bochum müssen für Niedriglöhne arbeiten. Insbesondere Arbeitnehmer im Gastronomiebereich, Friseurhandwerk, Sicherheitsdiensten, Wäschereien und im Dienstleistungsbereich sind betroffen. Allein in Bochum könnten mehrere Tausend Beschäftigte von einem Mindestlohn profitieren. Allerdings muss die Untergrenze bei 8,50 € liegen, damit „Armut trotz Arbeit“ endlich eingedämmt wird,“ so DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund. Die Zahl der Niedriglohnbeschäftigten in Bochum ist von 12,7% im Jahre 2000 auf 17,4 % gestiegen. Inzwischen sind 8.414 Frauen und 6.656 Männer Vollzeit beschäftigt, erhalten aber Löhne unterhalb der Armutsschwelle. Dies gehe aus einer Antwort der Bundesregierung hervor, in der es um die Entwicklung der Niedriglöhne geht. mehr…


Dienstag 01.11.11, 21:57 Uhr

Roter Punkt gegen soziale Ausgrenzung 1

Die BOGESTRA  hat im Rahmen eines VRR-Angebotes zum 1. November ein 30-Euro-Monatsticket eingeführt, das für Einkommensschwächere gedacht ist und offiziell als „SozialTicket“ bezeichnet wird.  Auf ihrer Webseite bietet sie das Ticket erst gar nicht an. Es gibt kaum Nachfrage nach dem Ticket. Das 30-Euro-Ticket wird zum erwarteten Flopp. Siehe Beitrag: Roter Punkt für ein bisschen Mobilität. Die Sozialticket-Initiativen im VRR hatten angekündigt, kein Sozialticket zu akzeptieren, das teurer als 15 Euro ist.  Deshalb werden sie an Rhein und Ruhr eine Kampagne starten, mit der Verkehrsunternehmen und Politik weiter unter Druck gesetzt werden. Die Kampagne nutzt dem Umstand aus, dass Monatskarten-Inhaber ab 19 Uhr sowie am Wochenende ganztägig weitere Personen auf ihrem Ticket mitfahren lassen können. Wer bereit ist, im Rahmen dieses Angebotes auch Fremde mitzunehmen, die sich ein normales Ticket nicht leisten können, steckt sich einen roten Button an die Jacke. Der Button signalisiert: Ich kann eine weitere Person mitnehmen! Und: Ich halte das VRR-Angebot für unzureichend. Mehr als 15 Euro darf ein Sozialticket nicht kosten. Zum Auftakt der Kampagne unternehmen die Initiativen am 5. 11. eine gemeinsame Sternfahrt nach Duisburg. Den Aufruf hierzu als pdf-Datei.


Dienstag 01.11.11, 20:44 Uhr

Ausbildung im Bunker

In der morgen erscheinenden bsz ist Aufklärung über die “School of Audio Engineering” zu finden, die Schmalspur-Medienausbildung im Bunker auf dem Springerplatz anbietet: „Die Anzahl der Bewerbungen am Institut für Medienwissenschaft der Ruhr-Uni war für das aktuelle Wintersemester gigantisch hoch: Den 8.000 Bewerbungen standen gerade einmal 60 freie Studienplätze gegenüber. Wer am Numerus Clausus scheitert, aber reiche Eltern hat, kann nun in den Bunker gehen.“ Näheres. Ein anderer Beitrag wirbt für eine Veranstaltung am nächsten Montag zur Drogenpolitik: „Das Drogenfachgeschäft als Alternative zum Verbot.“ Ein Artikel über Jüdisches Leben in Bochum informiert über eine Veranstaltung und Ausstellung im Bahnhof Langendreer und eine neue Stele in der Innenstadt.


Montag 31.10.11, 21:28 Uhr

Entflammbar präsentiert: Castor 2011

Eine Mobilisierungsveranstaltung gegen den Castor-Transport 2011 findet am Freitag, den 4. November um 19.30 Uhr im Rahmen der entflammBar im Sozialen Zentrum statt. In der Ankündigung heißt es: »Auch in diesem Jahr ist am letzten November Wochenende ein Castor-Transport nach Gorleben geplant. Seit der Reaktorkatastrophe in Japan im März hat sich wenig verändert. Es hat trotz großer Proteste kein schneller unumkehrbarer Ausstieg stattgefunden. In Gorleben haben sich gleichzeitig neue Sicherheitsmängel gezeigt. Gegen diesen erneuten Transport wehrt sich die AntiAtom-Bewegung. Wir haben daher Menschen aus AntiAtomgruppen eingeladen, um uns über die aktuell geplanten Proteste zu informieren. Auf der Veranstaltung soll verabredet werden, an welchen Aktionen sich Menschen aus dem Ruhrgebiet beteiligen können. Als flüssigen Beitrag bietet die entflammbar an diesem Abend den geliebten Castor Spezial Cocktail an.«


Montag 31.10.11, 14:21 Uhr

Im Krisen-Karussell

Am kommenden Donnerstag, den 3.11. wird Guenter Sandleben um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer über die Ursachen und Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise diskutieren. Viele Beobachter – auch aus dem linken politischen Spektrum – halten die Wirtschaftskrise für eine vermeidbare Tragödie, die durch politische Eingriffe hätte verhindert werden können. Wenn nur die Finanzmärkte besser reguliert worden wären. Guenther Sandleben zeigt dagegen, dass nicht die Finanzmarktkrise die Wirtschaftskrise, sondern umgekehrt die Wirtschaftskrise die Finanzmarktkrise hervorbrachte. Die Systemfrage ist aufgeworfen, wenn es um die politische Bewältigung solcher Krisen geht. Guenther Sandleben, Ökonom und Politikwissenschaftler, war mehr als 20 Jahre Finanzmarktanalyst einer mittelgroßen Bank und lebt als Publizist in Berlin. Zuletzt veröffentlichte er „Politik des Kapitals in der Krise: Eine empirische Studie“ im VSA-Verlag, Hamburg 2011


Sonntag 30.10.11, 22:03 Uhr

Occupy Bochum

Am Montag, den 31. 10. findet um 18.30 Uhr ein Treffen der Occupy Bochum Initiative im Sozialen Zentrum statt. Hier werden lokale Aktivitäten geplant und die Beteiligung an überregionalen Aktionen diskutiert und vorbereitet.


Sonntag 30.10.11, 20:30 Uhr

AStA-Lesekreis: Dialektik der Aufklärung

Am morgigen Montag, den 31. Oktober beginnt um 16:00 Uhr im AusländerInnenzentrum hinter dem KulturCafé  an der Uni ein wöchentlicher Lesekreis  zur Dialektik der Aufklärung. In der Ankündigung heißt es: »„Seit je hat Aufklärung im umfassendsten Sinn fortschreitenden Denkens das Ziel verfolgt, von den Menschen die Furcht zu nehmen und sie als Herren einzusetzen. Aber die vollends aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen Unheils.“ Kein Buch hat die kritische Gesellschaftstheorie wohl stärker geprägt als Theodor W. Adornos und Max Horkheimers Dialektik der Aufklärung. Das Denken der beiden Autoren, aber auch das ihrer Kollegen vom Institute for Social Research wie Herbert Marcuse und Leo Löwenthal, speiste sich Zeit ihres Lebens aus Erkenntnissen und Motiven, die in diesem im Exil in den USA zwischen 1941 und 1944 entstandenen Werk vielleicht am prägnantesten formuliert worden sind. Und auch neuere, nicht nur gesellschaftskritische, Theorien und Überlegungen greifen immer wieder wie selbstverständlich auf die damals formulierten Erkenntnisse und Problematiken zurück. Häufig werden der ‘Selbstzerstörungsprozess der Vernunft’, die ‘Kulturindustrie’ oder gesellschaftliche ‘Elemente des Antisemitismus’ dabei zu Phrasen, deren zutiefst kritischer Gehalt ebenso unberücksichtigt bleibt, wie der gedankliche, historische und räumliche Kontext, in dem sie entstanden sind. mehr…


Sonntag 30.10.11, 13:01 Uhr

Ermutigung in Langendreer 1

Die gestrige Demonstration in Langendreer war in vielerlei Hinsicht etwas ganz besonderes. Für uns als Redaktion von bo-alternativ.de galt das schon im Vorfeld. Selten zuvor haben wir so plakativ für ein politisches Ereignis geworben. Wir haben das gern gemacht. Denn das Bündnis „Langendreer gegen Nazis“ hat uns beeindruckt. Hier haben sich nicht Organisationen zusammengesetzt und überlegt, was gegen die immer bedrohlichere Nazi-Szene in Langendreer unternommen werden kann, sondern bisher politisch nicht organisierte Menschen aus Langendreer haben beschlossen: Uns reicht´s. Wir müssen den Nazis in unserem Stadtteil Einhalt gebieten. Parteien und andere Organisationen in Langendreer hatten versagt und sich zum Teil von den Einflüsterungen des Staatsschutzes der Polizei beeindrucken lassen und das Nazi-Problem verharmlost. Bereits vor der Sommerpause machte deshalb die Initiative mit einem Flugblatt, das an die Haushalte in Langendreer verteilt wurde, auf die unerträglichen Nazi-Übergriffe im Stadtteil aufmerksam. Die LangendreererInnen wussten nun, dass ihre Wahrnehmungen keine zufälligen Eindrücke waren, sondern dass Nazis tatsächlich versuchen, den Stadtteil zu terrorisieren.
Nur die politisch Verantwortlichen und die Polizei blieben unbeeindruckt. Sie verharmlosten die Naziübergriffe weiter als Erscheinung von Jugendrangeleien. Im traditionell organisierten Spektrum von Langendreer nahm nur die Dorfpostille die Nazi-Bedrohung ernst und berichtete darüber. mehr…


Samstag 29.10.11, 21:53 Uhr

1200 Menschen bei Demo in Langendreer

Das Bündnis „Langendreer gegen Nazis“ schreibt zu der heutigen erfolgreichen Demo im Bochumer Osten: „1200 Menschen demonstrierten in Langendreer lautstark gegen Nazis! Am 29.10.2011 zog eine Demonstration gegen Nazis durch die Straßen von Bochum Langendreer. Die Veranstalter zählten vor der Zwischenkundgebung 1120 Teilnehmer, weitere Anwohner schlossen sich der bunten Demonstration an. Man wollte damit auf die steigende Zahl von Übergriffen durch Neonazis im Stadtteil aufmerksam machen und die Bürger zum Handeln auffordern. „Unsere Demonstration war für 200 Teilnehmer angemeldet. Ich bin völlig überwältigt von der großen Anzahl an Menschen, die sich gegen Rassismus hier stark machen wollen“, so ein Mitglied des Bündnisses „Langendreer gegen Nazis“. Dieses hatte zu der Demo aufgerufen, um „den Nazis zu zeigen, dass Langendreer ihre Übergriffe und ihre Propaganda nicht dulden wird“, wie es im Aufruf des Bündnisses zu lesen war. mehr…


Samstag 29.10.11, 13:30 Uhr
Die Wortbeiträge von der Demonstration im Wortlaut:

Langendreer gegen Nazis 1

Auf der heutigen Demonstration in Langendreer machten RednerInnen aus unterschiedlichen Blickwinkeln deutlich, warum sie entschlossen den Nazis entgegentreten. Ulrike Nefferdorf begrüßte die TeilnehmerInnen im Namen der Initiative Langendreer gegen Nazis. Im Wortlaut. Paul Wilfried Möller von der Langendreerer Dorfpostille erinnerte an vergangene Antifa-Demonstrationen im Stadtteil und forderte dazu auf, sich auch jetzt wieder zu empören. Im Wortlaut. Ein Vertreter des Bochumer Forums für Antirassismus und Kultur kritisierte u. a., wie Rassismus und Nazi-Umtriebe bisher von Politik und Polizei verharmlost wurden. Im Wortlaut.  Die BezirksschülerInnenvertretung zählte in ihrem Redebeitrag Beispiele für das Versagen von Schule und Bildung im Kampf gegen Nazis auf. Im Wortlaut. Gerd Spiekermann vom Kulturbahnhof Langendreer brachte es auf den Punkt: Die Demonstration war ein richtig guter Tag für Langendreer. Im Wortlaut.  Sinan Aksoy, Mitglied der Jugendvertretung von Opel, berichtete schließlich über die Bedeutung von antirassistischer Arbeit im Betrieb. Im Wortlaut.


Freitag 28.10.11, 17:19 Uhr

Bildungsstreik am 17.11. in Bochum

Am 17. November wollen Schülernnen zusammen mit Studierenden und Auszubildenden bundesweit für ein besseres Bildungssystem auf die Straße gehen. Die Bochumer Vorbereitungsgruppe schreibt: »Gemeinsam haben schon in den letzten Jahren hunderttausende im Zuge von bundesweiten Bildungsstreiks gegen das deutsche (Aus-)Bildungssystem gekämpft. Dabei war die Parole: Bildung für alle und zwar umsonst! Doch auch nach der Abschaffung der Studiengebühren und der Kopfnoten nach dem Bildungsstreik 2009/2010 gibt es weiterhin Kritik am Bildungssystem in Deutschland. Deswegen gründeten Bochumer Schülerinnen und Schüler, Studierende und Azubis im Oktober 2011 ein offenes Bündnis um am Bundesweiten Aktionstag im November erneut auf diese Kritik aufmerksam zu machen. mehr…


Freitag 28.10.11, 17:00 Uhr

Druckfrische Einblicke

Die Linke im Bochumer Rat hat eine neue Ausgabe ihrer Zeitung „Einblicke“ herausgebracht. Im Leitartikel erläutert die Linksfraktion ihre Position zu dem im VRR neu eingeführten 30-Euro-Ticket. Die weiteren Themen sind Kinderbetreuung in Bochum, Haushaltsberatungen hinter verschlossenen Türen, Bundeswehrwerbung bei Jugendlichen, Zukunft des Übergangsheims Krachtstraße, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Tarifüberleitung der Alten-/Pflegeheime und der internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen. Die “Einblicke” gibt es gedruckt im Fraktionsbüro der Linken (Willy-Brandt-Platz 1-3). Es gibt sie auch als PDF-Datei.


Donnerstag 27.10.11, 21:55 Uhr

bodo mit Schwerpunkt: Bochum

Ab Freitag, 28. 10. sind die VerkäuferInnen des sozialen Straßenmagazins bodo mit der Novemberausgabe unterwegs in den Fußgängerzonen von Bochum, Dortmund und Umgebung. „Das kommende Heft hat einen ausgesprochenen Bochum-Schwerpunkt“, sagt Redaktionsleiter Bastian Pütter. „Mit einer neuen Ausgabestelle in Herne erweitern wir unser Vertriebsgebiet nach Westen, und das soll sich auch im Heft wiederfinden.“ Themen aus dem oft lauteren Dortmund, das ja auch Sitz des Vereins und der Redaktion ist, müssten da zurückstehen. In der bodo-Vorschau heißt es: mehr…


Donnerstag 27.10.11, 18:42 Uhr

Demo in Langendreer unterstützen!

Der Bochumer Kreisverband Der Linken und die Bundestagsabgeordnete  Sevim Dagdelen rufen zur Teilnahme an der Antifa-Demo in Langendreer auf: “Die Demonstration „Langendreer gegen Nazis“ verdient die Unterstützung aller Bochumerinnen und Bochumer. Schon seit Anfang des Jahres kommt es in Bochum Langendreer zu Einschüchterungsversuchen und Hakenkreuzschmierereien durch Neonazis und zu Angriffen gegen Menschen, die nicht in das faschistische Weltbild passen. Diese erschreckende Entwicklung wird nicht einfach aufhören, indem wir sie ignorieren oder verharmlosen. Dies hat bereits in Dortmund dazu geführt, dass die lokale Naziszene wachsen konnte. Der zivile Widerstand gegen Neonazis in Bochum ist für uns Demokratinnen und Demokraten eine verantwortungsvolle Aufgabe.“ mehr…


Donnerstag 27.10.11, 18:35 Uhr

Die Novemberrevolution 1918 in Bochum

Die Bochumer Geschichtswerkstatt lädt am 6. November 2011 zu einem Stadtrundgang ein. In der Ankündigung heißt es: „Mit dem Matrosensaufstand in Kiel im Oktober 1918 begann die Novemberrevolution. In den folgenden Wochen und Monaten kam es in vielen Regionen Deutschland, in Bremen, München, im Ruhrgebiet, in Mitteldeutschland oder Schlesien zu Aufständen, Generalstreiks und Räterepubliken, die von der neuen Regierung brutal niedergeschlagen wurden. mehr…


Donnerstag 27.10.11, 17:30 Uhr

DGB will es wissen – Umfrage zur Rente

Der DGB in Bochum startet eine Umfrage zur Rente. Die Rentenkassen sind gut gefüllt. Die Bundesregierung will jetzt den Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung absenken. Sie könnte aber auch die Überschüsse nutzen, um Altersarmut vorzubeugen und die Rente mit 67 wieder abzuschaffen. In Bochum arbeiten inzwischen über 3.000 Menschen trotz Rente. Diese über 65-jährigen haben einem Minijob trotz Rentenbezug, da ihre Rente oft nicht zum Leben reicht,“ so DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund. mehr…


Donnerstag 27.10.11, 16:23 Uhr

BoFo unterstützt Demo gegen Nazis

Das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur BoFo e.V. unterstützt den Aufruf des Bündnisses „Langendreer gegen Nazis“ zu einer Demonstration am Samstag, 29. Oktober in Bochum-Langendreer und schreibt: »Hintergrund sind die wachsenden Aktivitäten von Nazis in diesem Stadtteil. Die Demonstration startet um 12 Uhr am S-Bahnhof Langendreer West (Westausgang). In dem Demo-Aufruf heißt es: „In Bochum Langendreer sind seit Anfang diesen Jahres Aktivitäten durch Nazis registriert worden. Neben Hakenkreuz-Schmierereien und Aufklebern mit rassistischen Parolen versuchen die Nazis nun vermehrt, BürgerInnen einzuschüchtern. mehr…


Mittwoch 26.10.11, 21:41 Uhr
Film und Diskussion zu Kontinuitäten und Brüchen sozialer Ausgrenzung

arbeitsscheu-abnormal-asozial 2

Am kommenden Sonntag, den 30.10 um 19.30 Uhr werden die Buchautorin Anne Allex und die Filmemacherin Andrea Behrendt im Bahnhof Langendreer über Kontinuitäten und Brüche sozialer Ausgrenzung diskutieren. Die Veranstaltung befasst sich mit der weitgehend „vergessenen“ Gruppe der so genannten Asozialen. Als Opfer des deutschen Faschismus wurden sie zu keiner Zeit anerkannt, sondern weiter verfolgt und diskriminiert. Gezeigt wird der Film „arbeitsscheu-abnormal-asozial“, der die Geschichte des damals größten Arbeitshauses in Berlin und die der so genannten Asozialen thematisiert. Anne Allex vom Arbeitskreis Marginalisierte – gestern und heute! veröffentlichte u.a. 2009 das Buch „ausgesteuert – ausgegrenzt … angeblich asozial“. Andrea Behrendt ist Filmemacherin bei Globale Medienwerkstatt e. V.