Archiv für den Monat: Mai 2011


Mittwoch 25.05.11, 22:00 Uhr

Bewegung und Besetzung: Yeswecamp

Am Samstag, den 28. Mai, lädt das Cafe P.O.T.  zum „Double-Feature“ ins Sozialen Zentrum ein. Um 20.00 Uhr gibt es Infos und eine Diskussion zum Thema „yeswecamp – Was ist los in Spanien?“ Um 21.00 Uhr wird ein Dokumentarfilm über den Häuserkampf in Bochum gezeigt: „Tanz auf dem Vulkan“. In der Einladung heißt es: »Seit dem 15. Mai besetzen Menschen aus unterschiedlichsten Zusammenhängen die Stadtzentren in über 60 Städten Spaniens. Was als spontanes Experiment einiger Aktivist_innen begann, entwickelte sich innerhalb weniger Tage zur Massenbewegung. Räumungsversuche scheiterten, weil kurz darauf – organisiert über Twitter und Facebook – tausende Menschen die Plätze zurückeroberten und die Camps wieder aufbauten. mehr…


Mittwoch 25.05.11, 17:52 Uhr

Linke Bolschewismuskritik

Der AStA der Ruhr-Uni lädt am kommenden Freitag zu einem Vortrag und am Samstag zu einem Seminar zum Thema „Aspekte und Probleme linker Bolschewismuskritik“ ein und schreibt: »Das Scheitern des bolschewistischen Emanzipationsmodells ist nicht erst mit dem Zusammenbruch des sog. real-existierenden Sozialismus konstatiert worden. Es gab vielmehr eine ganze Anzahl von fundierten Kritiken an Lenins Politik und an der Entwicklung der jungen Sowjetunion, die einerseits sehr zeitnah geäußert worden und andererseits dem emanzipatorischen Impuls der Oktoberrevolution die Treue hielten. Das Seminar will ausgewählte Schriften vorstellen, die dieser vergessenen, von Partei- wie Antikommunisten verdrängten Tradition entstammen. mehr…


Zusammenfassung des 4. Ratschlages für ein Sozialticket
Mittwoch 25.05.11, 07:43 Uhr

Mindestanforderungen an ein Sozialticket

  • Monatskarte im Barverkauf evtl. Kurz-ABO (3 Monate)
  • Geltungsbereich Preisstufe A 1 bzw. A 2, also innerhalb eines Stadtgebietes oder Landekreises
  • Berechtigung zum Erwerb eines Zusatzticket
  • Zeitlich rund um die Uhr (kein 9-Uhr Ticket)
  • Berechtigte:Alle Haushalte mit Einkünften Unterhalb der Armutsgrenze (110 % des Regelsatzes Hartz 4)
  • Preis nicht höher als 15 €

Wünschenswert:

  • Übertragbarkeit
  • Mitnahmemöglichkeit (Abends und Wochenende)

Anregung an den VRR:
Eine Marktforschung mit dem Ziel: preiswerte Lösung und zur Reduzierung der Kosten (Allein dadurch konnte der Preis in Köln um mehr als 50 % gegenüber dem Normalticket gesenkt werden)

Direkte Zielgruppenansprache und Werbung mit dem Ziel viele neue Kunden zu erreichen (Werbung per Post an alle Berechtigten)
Zielgruppe als Potential für mehr Umsatz sehen


Mittwoch 25.05.11, 07:00 Uhr
4. Ratschlag für ein Sozialticket

Beschämende Verhältnisse 3

Der 4. Ratschlag für ein Sozialticket am Montag in der Jahrhunderthalle der IG-Metall war geprägt von viel Wut und Empörung über das Verhalten der Politiker. Der DGB-Vorsitzende Michael Hermund listete in seiner Begrüßungsrede auf, was insbesondere SPD und Grüne im VRR versprochen haben und wie das Sozialticket an parteipolitische Taktierereien gescheitert ist. Die Begrüßungsrede von Michael Hermund im Wortlaut. Prof. Heinz Bontrup lieferte in einem Grundsatzreferat eine düstere Analyse unserer von Massenarbeitslosigkeit gezeichneten Gesellschaft. Ein Sozialticket könne hier nur eine minimale Korrektur der beschämenden Verhältnisse sein. Es sei aber auch keine Frage, dafür zu kämpfen, dass Menschen nicht vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden. VertreterInnen aus Köln, Bonn, Münster und Dortmund berichteten über die Erfahrungen mit dem Sozialticket in ihren Städten. Michael Hermund fasste zum Schluss des Ratschlages zusammen, welches die Mindestanforderungen an ein Sozialticket sind, das diesen Namen auch verdient.


Begrüßungsrede von Michael Hermund, DGB, auf dem 4 Ratschlag für ein Sozialticket am 23. 5. 2011
Mittwoch 25.05.11, 06:11 Uhr

Das Sozialticket ist machbar, wenn es politisch gewollt wird

Vor mehr als einem Jahr haben wir in unserer Initiative für ein Sozialticket hier in diesem Haus zusammengesessen und überlegt, wann wir die Partybahn der BOGESTRA anmieten, um die Einführung des Sozialtickets im VRR zu feiern.

CDU und Grüne hatten Anfang 2010 im VRR vereinbart,
dass es zum 1. August ein Ticket für 15 Euro geben soll.
Das war zwar nicht das, was wir als Sozialticket gefordert hatten. Aber immerhin, es hätte ein Schritt in die richtige Richtung sein können.
Ich sage „hätte“. Denn es kam völlig anders.

Die Verkehrsbetriebe starteten eine regelrechte Kampagne gegen das Sozialticket.
Wider besseren Wissens wurden die unglaublichsten Argumente in Stellung gebracht, warum ein Sozialticket unbezahlbar sei.
Die CDU knickte ein, und rückte von ihrer Koalitionszusage mit den Grünen ab. Erst nach einer Marketingstudie sollte neu überlegt werden, wie das Ticket aussehen sollte. Als neuer Termin wurde der 1.1. 2011 versprochen.

Die SPD im VRR zeigte hämische Freude, dass die Grünen von der CDU über den Tisch gezogen worden waren.
Die CDU hatte mit Grüner Hilfe ihre Pöstchen im VRR behalten, aber die Grünen hatten das von der CDU versprochene Sozialticket nicht erhalten.
Von verantwortungsvollen Politikerinnen und Politikern in der SPD hätte ich erwartet, dass sie die Taktierereien hinten an stellen, an die betroffenen Menschen denken und das umsetzen, was sie versprochen haben, als sie noch keine Mehrheit im VRR hatten.

Seit der letzten Kommunalwahl gibt es eine Mehrheit von SPD und Grünen im VRR, die von heute auf morgen das umsetzen könnte, was SPD und Grüne immer versprochen haben, Nämlich die Einführung eines Sozialtickets.

Im Landtag stellen SPD und Grüne Gelder für ein Sozialticket zur Verfügung und im VRR sind sie unfähig bzw. unwillig, ein Sozialticket einzuführen, das diesen Namen auch verdient.

Ich finde es erbärmlich, dass CDU, SPD und Grüne im VRR wegen persönlicher Eitelkeiten und bornierten Taktierereien die Einführung eines Sozialtickets blockieren. Dies passiert auf dem Rücken der Ärmsten in unserer Gesellschaft. Ihnen wird das Grundrecht auf Mobilität vorenthalten. Die Verantwortlichen sollten sich schämen.

Wir werden mit unserem heutigen 4. Ratschlag zum Sozialticket deutlich machen, dass all die Argumente, die die Koalition der Unwilligen im VRR gegen das Sozialticket auffahren, nicht stichhaltig sind.
Die betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Aspekte wird Prof. Dr. Bontrup in einem Einstiegsreferat beleuchten.

Wir werden einen Rückblick auf die Erfolgsgeschichte des Dortmunder Sozialtickets – ich meine das Sozialticket der ersten zwei Jahre – unternehmen. Schließlich wollen wir nach Hannover blicken. Dort gibt es ein Almosenticket, das die SPD jetzt auch im VRR einführen will.

Ein Schwerpunkt unseres Ratschlages soll es sein, Lehren aus den Beispielen zu ziehen, wo es Sozialtickets gibt.
Keines dieser Beispiele genügt allen Anforderungen, die wir haben. Aber an unterschiedlichen Lösungen lässt sich aufzeigen, dass alles das, was wir fordern, umsetzbar ist, wenn es denn politisch gewollt ist.

Stefan Nölle, der auch dieses Mal wieder die Einladung für den Ratschlag grafisch gestaltet hat, macht ja nicht nur schöne Flyer. Jedes Mal transportiert er auch sehr eindringlich, worum es uns geht.

Wenn im Hintergrund der Einladung Plattenbauten zu sehen sind, deren Bewohnerinnen und Bewohner durch einen Damm vom Nahverkehr getrennt sind, dann bringt dies auf den Punkt, warum wir uns heute hier treffen.
Wir fordern, dass niemand in unserer Gesellschaft in seinem Grundrecht auf Mobilität eingeschränkt wird.

Und wenn wir auf dem Flyer durch ein Gitter auf den Bahnsteig schauen, dann erinnert mich das daran, was aus Berlin bekannt ist:

Ein Drittel der Inhaftierten der JVA Berlin-Plötzensee sitzt wegen „Beförderungserschleichungen“ ein.
In was für einer Gesellschaft leben wir, die lieber 100 Euro pro Tag für einen Insassen eines Gefängnisses aufbringt, als ein bezahlbares Sozialticket einzuführen.

Ich wünsche uns einen erfolgreichen Verlauf unseres Ratschlages und hoffe Euch bzw. Sie möglichst bald zu unserer Fahrt mit der Boogiebahn der BOGESTRA einzuladen, um gemeinsam die erfolgreiche Einführung des Sozialtickets im VRR zu feiern.

Hierfür müssen wir nicht nur beratschlagen, sondern auch kämpfen. Hierfür: Glück auf!


Dienstag 24.05.11, 21:48 Uhr
bsz 872:

Gänsereiten, Ai Weiwei, Slut Walk

Die neue Ausgabe der bsz macht einen eher amüsanten Einwurf in der jährlich wiederkehrenden Diskussion um das Bochumer Gänsereiten. CDU-Rechtsaussen Dirk Schmidt hatte Tierschützer_innen wegen Protest-E-Mails verklagt und geriet vor Gericht in einem skurrilen Prozess zur Witzfigur. Verklagt wurde auch der chinesische Künstler Ai Weiwei – wobei die chinesische Juristerei gewohnheitsmäßig weniger zum Lachen ist als der deutsche Rechtsstaat. Menschenrechtsfragen werden in der deutschen Sinologie ungern gestellt. Umso schöner, wenn einige es dann doch tun. Am 31. Mai stellen Sinolog_innen der Ruhr-Universität die Frage: Wo ist Ai Weiwei? Ganz andere Fragen müssen sich immer wieder Frauen stellen, wenn sie morgens vor ihrem Kleiderschrank stehen. Zumindest, wenn es nach der Auffassung vieler männlicher Teilnehmer von Vergewaltigungsdebatten geht, in Nordamerika wie überall auf der Welt. Der Slut Walk ist ein neues Protestphänomen, das seinen Ursprung in einer Veranstaltung zur persönlichen Sicherheit in der York University in Toronto hat. „Frauen sollten es vermeiden, sich wie Schlampen zu kleiden, um keine Opfer zu werden.“ – so löste der referierende Polizist eine neue Welle feministischen Protests aus. Slut and Proud wirft einen Blick über den großen Teich. mehr…


Dienstag 24.05.11, 20:09 Uhr

Priorität: Absicherung der Beschäftigten

Der ver.di Bezirk Bochum-Herne kritisiert die Entscheidung der Politik, die städtischen Alten- und Pflegeheime in eine privatrechtliche Gesellschaft umzuwandeln. Der Rat der Stadt Bochum hatte am vergangenen Donnerstag (19. Mai 2011) mit großer Mehrheit die Gründung einer GmbH beschlossen.
„Gesundheit und Pflege zählen aus unserer Sicht grundsätzlich zu den öffentlichen Aufgaben. Auch wenn die Ausgliederung als 100%ige Tochter der Stadt erfolgen soll, so muss doch klar festgestellt werden, dass die Überführung in die Rechtsform der GmbH eben doch eine Privatisierung ist, da hilft auch keine beschönigende Semantik.“ so Gudrun Müller, Geschäftsführerin des ver.di Bezirkes Bochum-Herne. mehr…


Dienstag 24.05.11, 10:29 Uhr

Tepco mobilisiert nach Essen

Der japanische Atomkraftbetreiber Tepco hat mitgeteilt, dass es sehr wahrscheinlich nicht nur im Reaktor Fukushima-1 sondern auch in zwei weiteren Reaktoren eine Kernschmelze gegeben hat. Die Tagesschau meldet außerdem, dass die Lagerkapazitäten zum Auffangen des beim Kühlen radioaktiv verseuchten Wassers nicht mehr ausreichen. Damit ist das Schweigen der Medien über die Situation in Japan nicht länger durchzuhalten. Die Hoffnung der etablierten Parteien durch Abwarten wieder zum Bestandsschutz der Atomkraftwerke zurückkehren zu können, wie ihn die rot-grüne Bundesregierung ausgehandelt hatte, dürfte sich nicht erfüllen. Das Bochumer Anti-Atom-Plenum hofft, dass nun vielen Menschen klar wird, dass der Atomausstieg „Handarbeit“ ist. Nur wenn sich der Widerstand gegen die Atomenergie nicht einlullen lässt, werden CDSUSPDGRÜNEFDP auf die Forderung zum Sofortausstieg hören. Für die überregionale Demo am kommenden Samstag um 12.00 Uhr auf dem Kennedyplatz in Essen gibt es Plakate und Flyer: im Bahnhof Langendreer, im Sozialen Zentrum, im AStA der Ruhr Uni und an Shirley’s Kaffeestand auf den Wochenmärkten am Rathaus und am Bahnhof.


Dienstag 24.05.11, 09:33 Uhr

Pier Paolo Pasolinis „Medea“

Der Studienkreis Film der Ruhr-Uni zeigt in Kooperation mit dem Institut für Medienwissenschaft und der Fachschaft Gender-Studies am 1. Juni un 19.15 Uhr den Film von Pier Paolo Pasolinis „Medea“. Zur Einführung wird die Berliner Journalistin und Filmhistorikerin Claudia Lenssen um 18.30 Uhr einen Vortrag zum Thema „Pasolini und die Callas – ein kreatives Missverständnis?“ halten. Das Ganze findet im HZO 20 statt und soll mit einer Diskussion enden. Die Veranstaltung ist Teil des Projektes „Heilige Huren und jungfräuliche Mütter? – Zu den Frauenfiguren in den Filmen Pier Paolo Pasolinis.“ Die Projektskizze.


Dienstag 24.05.11, 07:11 Uhr

Andre Zimmer (NPD) in U-Haft

Heute Mittag beginnt vor dem Landgericht der Prozess gegen Andre Zimmer, der in der NPD verschiedene Funktionen inne hatte und im letzten Jahr Landtagskandidat der Nazis in Bochum war. Siehe Meldung vom 22. 5. 2011: Prozess gegen Nazi Andre Zimmer. Die Bochumer WAZ berichtet heute, dass Zimmer am Freitag in Untersuchungshaft gesteckt wurde: „Der 19-Jährige steht im Verdacht, am Freitagmorgen zwei pyrotechnische Gegenständige gezündet zu haben. Den einen soll er nach Angaben der Polizei beim Aussteigen aus einem Bus in eine Hofeinfahrt geworfen haben, den anderen an der Schule an der Straße „Preins Feld“ in Höntrop. Beide Male habe es Explosionen gegeben, aber keine Personen- oder Sachschäden. Ein Zeuge habe den Vorfall an der Schule beobachtet, hieß es. Kurz drauf sei der 19-Jährige gefasst und einem Haftrichter vorgeführt worden. Dieser sah Wiederholungsgefahr und sperrte den Mann ein.“


Dienstag 24.05.11, 07:00 Uhr
Aus der Vergangenheit lernen, um...

…für die Zukunft in Bewegung zu kommen

Am Sonntag, den 29. Mai lädt die Bochumer Geschichtswerkstatt um 15 Uhr ab Soziales Zentrum  zu einer Fahrradtour zu historischen Orten des Häuserkampfes in Bochum ein. Die Ankündigung: »Häuserkampf in Bochum hat eine bewegte Geschichte. Die Kulturzentrumsbewegung besetzte in den 80er Jahren mehrere Fabrikgebäude zur Errichtung eines autonomen Kulturzentrums in Bochum. mehr…


Montag 23.05.11, 22:00 Uhr
der_notstand präsentiert: Buchvorstellung mit Jan Schedler

Autonome Nationalisten

Am Freitag, den 27. Mai findet um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum eine Lesung mit Buchvorstellung mit Jan Schedler statt. In der Einladung heißt es: »Schwarz vermummte Jugendliche hinter bunten Transparenten, Slogans wie „Smash Capitalism!“ oder „Fight the system!“: Mit den ,Autonomen Nationalisten’ (AN) ist eine neue Generation von Neonazis in Erscheinung getreten, die derem bisherigen Klischeebild komplett widerspricht. Stilistisch angelehnt an jugendkulturelle Ausdrucksformen der Linken, sorgten diese ,neuen Nazis’ gleichermaßen für allgemeine Irritation wie für Sogwirkung in der extremen Rechten. Eine eingehende wissenschaftliche Beschäftigung mit diesem Phänomen stand bislang aus. mehr…


Montag 23.05.11, 19:03 Uhr
Treibgut präsentiert: Gestrandet 29

[Kritische Massen]

Unter dem Titel Gestrandet lädt das Treibgut-Team am 25.5. bereits zum 29. Mal zu einer Lesung im KulturCafé ein: »Ein bunt-leselustiger Abend mit massenweise kritischen, ästhetisch-literarischen und spaßigen Texten in der Spannweite von ironisch-satirisch über zeitgeistig-reflexiv bis malerisch-poetisch und abstrus-absurdesk erwartet alle Literaturfreundinnen und Literaturfreunde, denen Mainstream zu langweilig ist. Los geht das fulminante Lesefeuerwerk um 20.00 Uhr; der Eintritt ist mit einem Euro absolut massenkompatibel. mehr…


Montag 23.05.11, 14:04 Uhr

Bochum bremst Umweltzone aus

Das Positionspapier der Verwaltung zum Luftreinhalteplan Ruhrgebiet Ost stößt bei der Linksfraktion auf Kritik, weil die Stadt Bochum damit den regionalen Konsens verlasse. In einer Pressemitteilung heißt es: »Denn die Oberbürgermeister und Landräte der Ruhrgebietskommunen haben sich im März darauf verständigt, ab 2012 eine zusammenhängende Umweltzone einzurichten, mit Einfahrverboten mit roter Plakette ab 2013 und mit gelber Plakette ab 2014. Das Umweltamt Bochum will dagegen Einfahrverbote erst dann einführen, wenn die Fahrzeugflotte der Euro 6 Norm entspricht, bzw. entsprechende Nachrüstungsmöglichkeiten bestehen. mehr…


Montag 23.05.11, 09:25 Uhr

AKW oder den Widerstand abschalten?

In der Frage, wie viele Atomkraftwerke wie schnell in Deutschland vom Netz gehen, stehen in den nächsten Wochen wichtige Entscheidungen an. Mit der heutigen montäglichen Mahnwache um 18.00 Uhr vor dem Hauptbahnhof und den Großdemonstrationen am kommenden Samstag, z. B. um 12.00 Uhr in Essen, mobilisiert die Anti-Atom-Bewegung für den sofortigen Atomausstieg. Auf dem Weg zu diesem Ziel gibt es große Fortschritte. 13 der deutschen 17 Atommeiler sind z. Z. abgeschaltet. Die Atomlobby hofft, dass es spätestens im Winter, nach Möglichkeit schon eher, zu einem Stromausfall kommt. Mit ihrer Drohung einer Strompreiserhöhung war es nicht gelungen, den Widerstand gegen den Betrieb der AKW zu schwächen. Andere Tricks haben bisher wenig bewirkt. mehr…


Montag 23.05.11, 08:10 Uhr

Wo bleibt das Sozialticket?

Um 17.00 Uhr beginnt heute im Jahrhunderthaus der IG-Metall an der Alleestraße der 4. Ratschlag zum Thema Sozialticket. Hier soll ein besonders übles Kapitel von WählerInnenbetrug aufgearbeitet und eine neue Kampagne gestartet werden. Zum Hintergrund: Vor der Kommunalwahl – als CDU und FDP die Mehrheit im VRR hatten – haben SPD und Grüne versprochen im Verkehrsverbund ein Sozialticket einzuführen. Nach der Wahl wurde nichts daraus, obwohl sich die Mehrheit geändert hatte. Jetzt wurde ein Vorschlag der SPD bekannt, ein Almosen-Ticket einzuführen. Hartz-IV-EmpfängerInnen und andere Menschen mit niedrigem Einkommen, sollen lediglich eine Hin-und Rückfahrt mehr pro Monat bekommen. mehr…


Sonntag 22.05.11, 19:15 Uhr

Prozess gegen Nazi Andre Zimmer

Am Dienstag, den 24. Mai beginnt um 12.30 Uhr vor dem Bochumer Landgericht im Saal C 47 der Prozess gegen den NPD-Funktionär Andre Zimmer. Er war im vergangenen Jahr sogar Landtagskandidat der Nazis in Bochum. Er lässt z.Z. laut NPD seine Funktionen ruhen. Da er erst 19 Jahre alt ist, wird der Prozess vor der Jugendstrafkammer stattfinden. Zimmer wird u. a. schwere Brandstiftung vorgeworfen. Insgesamt sind sechs Prozesstermine angesetzt. Weitere Termine 27.5., 1.6., 7.6., 8.6., 14.6.. Die Verhandlung am kommenden Freitag beginnt um 9.00 Uhr im Saal C 140. Das Landgericht veröffentlicht immer am Ende der Woche in einer Presseübersicht den Ort und die Uhrzeit der Termine in der folgenden Woche. Das Polit-Cafe Azzoncao hat eine umfangreiche Dokumentation zu diesem Nazi-Prozess erstellt.


Sonntag 22.05.11, 13:13 Uhr

Besuch aus der Kinderrepublik Benposta

Am Freitag, den 27. Mai findet um 18.30 Uhr an Evangelischen Fachhochschule eine Veranstaltung zu einem Kinderprojekt in Kolumbien statt. In der Einladung heißt es: »Marcela und José Luis Campo berichten aus Kolumbien über die aktuelle Arbeit und einen interessanten reformpädagigischen Ansatz. Die Realität von Kindern in Kolumbien und anderen lateinamerikanischen Ländern ist häufig von Not und Entbehrung, Krankheit, Drogen und der Gewalt der Straße geprägt. Die Kinderrepublik Benposta ist eine Antwort auf dieses Elend und der Versuch, Kindern und Jugendlichen Raum und Möglichkeit zu geben, eigenverantwortlich und aktiv aus der Gewalt- und Armutsspirale herauszukommen und aktiv für ein anderes Leben und andere Gesellschaftsstrukturen einzutreten.
mehr…


Freitag 20.05.11, 15:31 Uhr
Vortrag über Strategien und Praktiken queerer Raumproduktion

Queere Räume?

Am Dienstag,  den 24. Mai findet um 18.00 Uhr im Raum GA 03/46 an der Ruhr-Uni ein Vortrag von Nina Schuster über Strategien und Praktiken queerer Raumproduktion statt. In der Einladung heißt es: »Über queer spaces/queere Räume wird seit etwa fünfzehn Jahren besonders im anglo-amerikanischen und westeuropäischen Kontext diskutiert, sowohl in bewegungspolitischem Rahmen als auch in der Wissenschaft, v. a. in der Geographie. Allerdings gibt es sehr unterschiedliche Auffassungen darüber, was queere Räume ausmacht und wie sie zu beschreiben wären. mehr…


Freitag 20.05.11, 14:14 Uhr

Soziale Liste zur 15. Ratssitzung

Die Soziale Liste im Rat schreibt, dass sie die Privatisierung der Städtischen Alten- und Pflegeheime (Überführung in eine privatrechtliche GmbH) und das vorgeschlagenen Beratungskonzept mit der Bezirksregierung ablehnt. Die Soziale Liste hat Auszüge aus den Reden ihrer Ratsmitglieder veröffentlicht: mehr…


Freitag 20.05.11, 13:47 Uhr

Neues aus Rat und Migrationsauschuss

Gestern hat der Rat der Stadt Bochum und vorgestern der Ausschuss für Migration und Integration getagt. Die Linksfraktion berichtet sehr ausführlich über folgende Punkte: „Beratungskooperation mit Arnsberg“, „Alten-/Pflegeheime als GmbH“, „Fair Trade Stadt“, „Anfrage Musikzentrum“, „Verwaltungsrat der Sparkasse“ und „Kultursensible Altenhilfe“. mehr…


Donnerstag 19.05.11, 22:00 Uhr

Tunesische Revolution erreicht Ruhr-Uni

Der AStA der Ruhr-Uni schreibt: »Die Revolution in Tunesien verändert auch den Alltag der Studierenden vor Ort. Vergangene Woche war eine Delegation aus Tunesien zu Gast an der Ruhr-Universität Bochum. Mitglieder des Bildungsministeriums, der Studentenwerke und verschiedener Universitäten aus Tunesien suchten das Gespräch mit dem Akademischen Förderungswerk (AKAFÖ) und der Studierendenvertretung (AStA). Gesprochen wurde über eine Zusammenarbeit sowie Möglichkeiten studentischer Mitbestimmung in Deutschland. „Sehr interessiert war die tunesische Delegation auch am Semesterticket und wie Studierende dieses selbst demokratisch gestalten können“, berichtet Oliver Hein, Referent für Hochschul- und Bildungspolitik im Bochumer AStA. „Im Juli wird in Tunesien eine neue Verfassung erlassen und dies wird sich hoffentlich auch auf die Universitäten und die studentische Mitbestimmung auswirken.“ Leider fehlten bei dem Treffen Studierende aus Tunesien. Der AStA sprach aber bereits eine Einladung an Studierendenvertretungen aus Tunesien aus und möchte den Dialog fortsetzen.«


Donnerstag 19.05.11, 21:41 Uhr

Abnaa al Balad: Säkulares Palästina 1

Am Montag, den 23. Mai findet um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer eine Veranstaltung statt zu Thema  „Abnaa al Balad: Säkulares Palästina“. In der Einladung schreibt der Bahnhof Langendreer:“Gemeinsam mit dem AK Palästina haben wir am nächsten Montag Rajaa Zuabi Omari aus Israel zu Gast. Rajaa Zuabi Omari ist eingeladen als Vertreterin von Abna’a al Balad (Kinder des Landes), einer palästinensischen Bewegung in Israel, die sich für das Rückkehrrecht der Flüchtlinge, das Ende der Besatzung und für einen demokratischen, säkularen Staat für alle Menschen auf dem Boden des historischen Palästinas einsetzt. Die Journalistin und Autorin wird – auch aus feministischer Sicht – die praktische Arbeit von Abna’a al Balad vorstellen und deren Vorschläge für den Friedensprozess erläutern.“


Donnerstag 19.05.11, 11:02 Uhr
Aufführung: Einladung zum Mitspielen

Komposition „In C“ von Terry Riley

Zur Finissage der Ausstellung „Samt und Rauschen“ mit Malerei, Objekten und Arbeiten auf Papier von Hans-Peter Stark wird am Samstag, den 21. Mai um 20:00 Uhr im Ausstellungsraum der Galerie ROTTSTR5 das aktuelle Projekt „Urbane Bildräume/Klangräume mit der Aufführung von Terry Riley´s berühmter Komposition „In C“ fortgesetzt.
Die GaleristInnen laden dazu ein, sich die Noten aus dem Internet zuladen und mitzuspielen. „Auf diese Weise sollen sich HP Starks urbane Bildräume mit den minimalistischen Klangräumen des 1935 in Kalifornien geborenen Komponisten Terry Riley verbinden, der seit den 60er Jahren mit der Sampling-Technik experimentiert. Er isoliert Tonspuren, kopiert sie, und hängt sie aneinander. Und das zwanzig Jahre vor der Geburt der Techno-Bewegung… Rileys 1964 entstandenes Hauptwerk „In C“ stellt ein neues Kompositions-Paradigma dar, das mit vielen erstarrten Schemata brach und die Geburt der Minimal Music markierte. Die Notation ist nur eine Seite lang und besteht aus 53 kompakten Modulen… Ebenso hat „In C“ die Akzeptanz von Welt-Musik stark befördert und auch den Gebrauch nichtklassischer Modelle strukturierter Improvisation zur Schaffung neuer Zusammenhänge von Idee, Form und Entwicklung.“ Die Einladung.


Donnerstag 19.05.11, 08:43 Uhr

Aktion gegen Leiharbeit

Am 10. Mai hatte die Bochumer SDAJ zu einem Treffen eingeladen, bei dem eine Aktion geplant wurde, die das Thema Leiharbeit in die Öffentlichkeit rücken soll. Am 4. Juni soll um 15 Uhr in der Innenstadt – vor der Filiale der Leiharbeitsfirma jobs in time – „visuell und mit Flyern auf die falschen Versprechen, die die Politik mit Leiharbeit macht, aufmerksam gemacht werden. Es sollen Flyer verteilt und Redebeiträge gehalten werden. Außerdem durch Schilder die absurden Versprechungen der Leiharbeitsfirmen (‚Wir vermitteln sie in Festanstellung‘ u.ä.) entlarvt werden.“ Am 27. Mai findet ab 16 Uhr ein Treffen im Sozialen Zentrum statt, wo Schilder gemalt und Redebeiträge vorbereitet werden sowie weitere Ideen gesammelt werden sollen.


Mittwoch 18.05.11, 20:54 Uhr

China – Ein Lehrstück

Am Freitag, den 20. Mai präsentiert der_notstand um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum Bochum eine Buchvorstellung mit Renate Dillmann: „China – Ein Lehrstück“. In der Ankündigung heßt es: »Es wird inzwischen viel über China geredet – aber wie? Leitender Gesichtspunkt der China-Berichte in der bürgerlichen Öffentlichkeit ist die Frage, was der Aufstieg dieses Landes für „uns“ bedeutet. Der Eintritt Chinas in den freien Weltmarkt wird begrüßt und die Öffnung seines Marktes mit 1,3 Milliarden chinesischer Kunden stimmt uns enorm hoffnungsfroh; andererseits droht möglicherweise eine neue „gelbe Gefahr“. Politisch wiederholt sich die Ambivalenz: Deutschlands politische und ökonomische Elite verspricht sich durchaus einiges von der wieder erstarkten asiatischen Macht und den guten Beziehungen, die sie zu ihr unterhält. mehr…


Mittwoch 18.05.11, 20:22 Uhr

Arbeitsteilung und Eigentum…

Am kommenden Dienstag, den 24. Mai, findet der nächste Vortrag im Rahmen des Politischen Dienstags, einer Vortragsreihe des AStAs der Ruhr-Universität Bochum, statt. Der Vortrag „Arbeitsteilung und Eigentum im computerisierten Kapitalismus“ mit Nadine Müller beschäftigt sich unter anderem mit den Veränderungen und Kontinuitäten, die der Eigentumsbegriff durch veränderte Produktionsweisen oder dem ‚open source‘ Gedanken erfahren hat. Der Vortrag beginnt um 19:30 Uhr und im Hörsaal HGA30 der Ruhr-Uni. Referentin ist Dr. Nadine Müller. In der Einladung heißt es: »Im Prozess der Computerisierung findet ein Dominanzwechsel von körperlicher Arbeit an der Maschine zu geistig-kreativen Tätigkeiten, die vor allem durch Software unterstützt werden, statt. Die Arbeitsteilung in Form der Arbeitszerlegung von manuellen Operationen an der Maschine wird obsolet, denn die mechanische Maschine verliert als Kernstück der industriellen Produktion an Bedeutung; an ihre Stelle rückt mehr und mehr Software als das dominante Produktionsmittel. mehr…


Mittwoch 18.05.11, 20:01 Uhr

Selbstverwaltung statt Ausverkauf

Die Soziale Liste im Rat lehnt die Privatisierung der Städtischen Alten- und Pflegeheime ab und wird in der morgigen Ratssitzung gegen den entsprechende Antrag von SPD, CDU, Grünen und UWG stimmen. Die Soziale Liste sieht sich in ihrer Haltung auch durch die Proteste, u. a. der Gewerkschaften, bestätigt. Weiter heißt es in der Erklärung der Sozialen Liste: »Auch das vorgeschlagenen Beratungskonzept mit der Bezirksregierung  wird die Soziale Liste im Rat ablehnen. „Statt mit der Bezirksregierung hinter verschlossenen Türen über weitere Sparmaßnahmen zu verhandeln, ist vielmehr der offensive Kampf um eine ausreichende kommunale Finanzierungsgrundlage notwendig“, fordert Nuray Boyraz, Ratsfrau der Sozialen Liste. mehr…


Mittwoch 18.05.11, 12:38 Uhr

Abschied von Friedhelm Eppmann

Friedhelm Eppmann ist gestorben. Er war in der Linkspartei sehr engagiert und hat in einer Reihe von Initiativen in Bochum mitgearbeitet. In einem Nachruf Der Linken heißt es: »Einige von uns kennen Friedhelm seit der Parteineugründungsphase. Er gehörte dem ersten Bochumer Kreisvorstand der neuen Partei Die Linke an. Drei Jahre war er Mitglied des Kreisvorstandes. Drei Jahre, in denen die neue Partei wuchs und vier Wahlkämpfe zu bewältigen waren. Das war nicht immer einfach und erforderte viel Einsatz. Friedhelm war immer von ganzem Herzen bei der Sache. Eine sozialere und menschlichere Gesellschaft war sein Ziel. mehr…


Dienstag 17.05.11, 13:25 Uhr
Wenn der Sachzwang Kinder und Enkel kriegt:

Die BSZ zur Altenheim-Privatisierung

Am Donnerstag will der Rat der Stadt Bochum darüber beraten, ob die städtischen Alten- und Pflegeheime in eine privatrechtliche gGmbH ausgegliedert werden. Eine Consulting-Agentur hat das  empfohlen, um die Heime kostengünstiger und wirtschaftlicher zu betreiben. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat am 1. Mai gegen die Pläne protestiert. SPD und Grüne scheinen dem Vorschlag der Beratungsfirma aber folgen zu wollen. Man werde dafür sorgen, dass es keine Verschlechterungen für die Beschäftigungen gebe, behaupten die Koalitionsparteien – schließlich bleibe die privatrechtliche gGmbH ja Eigentum der Stadt. In ihrer am Mittwoch erscheinenden Ausgabe erklärt die Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung (bsz), was von solchen Versprechen zu halten ist. mehr…