Das Bochumer Friedensplenum setzt am Montag, 15. 10. um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer seine Veranstaltungsreihe über die inhaltlichen Positionsbestimmungen im Weißbuch der Bundesregierung mit einem Vortrag von Paul Schäfer, MdB der Linksfraktion, zum Thema Rüstung und Rüstungsexport fort. Im Weißbuch wird formuliert: “Eine moderne Bundeswehr erfordert eine leistungs- und zukunftsfähige rüstungswirtschaftliche Basis.[…] Nur Nationen mit einer leistungsfähigen Rüstungsindustrie haben ein entsprechendes Gewicht bei Bündnisentscheidungen.[…] Politik und Industrie müssen gemeinsam die strategische Positionierung der deutschen Wehrtechnik in Europa festlegen.[…] Unter Anwendung des vorhandenen Kontrollinstrumentariums unterstützt die Bundesregierung die Exportbemühungen deutscher wehrtechnischer Unternehmen, um eine ausreichende Auslastung der Kapazitäten zu fördern.†In der Praxis sieht es so aus, dass der Rüstungsetat im aktuell diskutierten Bundestagshaushalt um circa 920 Millionen Euro erhöht werden soll. mehr…
In der WAZ vom 9. Oktober war ein besonders übler Hetzartikel gegen Cuba und Che Guevara zu lesen: Die Leiden des jungen Guevara. Der Vorsitzende der Humanitären Cuba-Hilfe Dr. Klaus Piel hat dazu einen Leserbrief geschrieben: „Ich habe selten einen Artikel über Cuba und Che Guevara gelesen, der so von bösartigen Verfälschungen, von Unwissenheit und Vorurteilen trieft wie dieser. Eine notwendige und detaillierte Gegendarstellung würde den Rahmen ihrer Zeitung sprengen. Cuba ist nicht das Land ihres Artikels und den historischen Che und den Menschen Che sucht man in ihrem Artikel ebenso vergebens. Dies sage ich Ihnen als ein in Deutschland lebender und praktizierender Arzt, als Internationalist und humanitärer Helfer, der nicht nur knapp 20 Mal in den letzten 15 Jahren auf Cuba war und die Insel gut kennen gelernt hat sondern sich auch mit der verfügbaren Literatur, mit Veröffentlichungen , wissenschaftlichen Daten, auch mit manchen Widersprüchen intensiv beschäftigt hat.
Kuba ist nicht das Paradies, aber sicher auch nicht die Hölle, wie uns westliche Medien und interessierte Kreise immer wieder vorgaukeln wollen. Kuba ist vielmehr ein Land, welches unglaublich viel auf dem sozialen Sektor erreicht hat, im Lande selbst und auch international. mehr…
Die Grüne Ratsfraktion schreibt: „Die erheblichen Kürzungen der Landes- und Bundesmittel lassen dem VRR keine Wahl: Er muss die fehlenden Einnahmen ausgleichen. Deshalb plant er im Rahmen der Tarifstrukturreform 2007 die Einführung der neuen Preisstufe D.“ Ratsmitglied Jörg Drinnhausen: „Wie im Mittelalter die Frondienste der leibeigenen Bauern ständig gesteigert wurden, so werden die Preise im Nahverkehr ständig erhöht: In den letzten eineinhalb Jahren dreimal im Schnitt um 4,8%, ohne Gespür für die Probleme der Kunden. Dabei ist Nahverkehr auch praktizierter Umweltschutz.“ Im Wortlaut.
Die Ratsmitglieder und Bezirksvertreter der Sozialen Liste Bochum erklären sich mit den Opel-Beschäftigten solidarisch: »Gerade angesichts deutlicher Gewinne und neuer Verkaufserfolge für die Opel AG ist der neue „Horrorkatalog“ der Geschäftsleitung als neuer Versuch einer drastischen Gewinnmaximierung zu sehen. Wir unterstützen die Forderung der Belegschaft nach Stopp des Arbeitsplatzabbaues, der Einhaltung der Tarifverträge, keine Auslagerungen vorzunehmen und den Erhalt und Ausbau des Ausbildungswesens.
Die Parlamentarier der Sozialen Liste sind ebenfalls solidarisch mit den über 400 Beschäftigten des Autozulieferer Gallade in Bochum und Witten, die um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze kämpfen. mehr…
Pressemitteilung der Sozialen Liste vom 11.10.2007
Die Ratsmitglieder und Bezirksvertreter der Sozialen Liste Bochum erklären sich mit den Opel-Beschäftigten solidarisch. Gerade angesichts deutlicher Gewinne und neuer Verkaufserfolge für die Opel AG ist der neue „Horrorkatalog“ der Geschäftsleitung als neuer Versuch einer drastischen Gewinnmaximierung zu sehen.
Wir unterstützen die Forderung der Belegschaft nach Stopp des Arbeitsplatzabbaues, der Einhaltung der Tarifverträge, keine Auslagerungen vorzunehmen und den Erhalt und Ausbau des Ausbildungswesens.
Die Parlamentarier der Sozialen Liste sind ebenfalls solidarisch mit den über 400 Beschäftigten des Autozulieferer Gallade in Bochum und Witten, die um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze kämpfen.
Die Soziale Liste Bochum verbindet ihre Solidarität mit der Forderung an die Stadt Bochum im Rahmen der Initiative 2015 mehr zu tun um den Anforderungen an einen modernen Personen- und Gütertransport unter ökologischen Gesichtspunkten in unserer Stadt gerecht zu werden und Aktivitäten in Bereich des Zukunftsmarktes alternativer Transportmöglichkeiten zu fördern.
Auch die Überlegungen für eine kommunale Beschäftigungsgesellschaft könnten an dieser Stelle wieder aufgegriffen werden, so die Vertreter der Soziale Liste im Rat und den Bezirksvertretungen.
Der DGB schreibt: »Am 16. Oktober um 19 Uhr eröffnet der DGB Ruhr Mark die Ausstellung „Ballarbeit. Szenen aus Fußball und Migration“ im Gewerkschaftshaus in der Alleestraße. Eröffnet wird sie von Gabriela Schäfer und Michael Hermund, die musikalische Begleitung erfolgt durch das „Anatolien Trio“. Ab 18 Uhr findet bereits eine Autogrammstunde mit Marcel Maltritz vom VFL Bochum statt. „Die Ausstellung Ballarbeit zeigt das Thema Migration durch den Spiegel des Fußballs. Sie bezieht klar Stellung gegen Diskriminierung und Rassismus, was auch für uns ein wichtiges Anliegen ist“ so Simone Dreyer von der DGB Jugend. „Der Fußball steht dabei exemplarisch für die vielen Vereine und Verbände, in denen Tag für Tag wichtige Integrationsarbeit geleistet wird.“ mehr…
Die Soziale Liste schreibt: »In der gestrigen Sitzung des Hauptausschusses kritisierte Günter Gleising, Ratsmitglied der Sozialen Liste, die Weigerung der Sparkasse, Auskunft über die Höhe des finanziellen Engagement für den Profi-Radstall „Team Sparkasse“ zu geben. In einer Antwort auf eine Anfrage der CDU-Fraktion wird lapidar mitgeteilt, dass die Sparkasse „für eine Veröffentlichung der Höhe der Geldmittel keinen Raum“ sieht. Nachdem Lothar Gräfingholt (CDU) die Antwort der Sparkasse als unakzeptabel und nicht hinnehmbar kritisiert hatte, stellte Günter Gleising (Soziale Liste) die Frage, ob es überhaupt Aufgabe von einem kommunalen Unternehmen wie der Sparkasse ist, den Profisport mitzufinanzieren, oder ob die Sparkasse nicht vielmehr dem Gemeinwohl verpflichteten sein sollte. Der Gruppensprecher der Sozialen Liste nannte es mehr als fragwürdig, dass die Sparkasse mit einem Millionenaufwand den Profi-Radstall „Team Sparkasse“ mit insgesamt 16 Athleten unterhält, sich aber anderseits weigert, für einkommensschwache Menschen in der Stadt ein kostenloses Giro-Konto zur Verfügung stellen. mehr…
Am Sonntag, den 14. Oktober präsentiert die Bochumerin Verena Schuh ab 17.00 Uhr im Wahlkreisbüro von Sevim Dagdelen, MdB Die Linke, Alleestr. 36 in Bochum ihre Bilder gegen den Krieg. Damit wird die Ausstellungsreihe kulturLinks mit einer Vernissage eröffnet. Die Bundestagsabgeordnete der Fraktion Die Linke Sevim Dagdelen und die ausstellende Künstlerin wollen die Gäste persönlich willkommen heißen. „Wir wollen den gegenseitigen Bezug von Politik und Kunst deutlich machen an diesem doch ungewöhnlichen Platz für eine Kunstausstellung“, meint Verena Schuh zum Ort der Veranstaltung. mehr…
Die Bochumer Jusos schreiben: „Die Jusos Bochum fordern die Juso-Hochschulgruppe/Rub-Rosen dazu auf, die Koalition mit dem Ring Christlich Demokratischer Studenten an der Ruhr-Uni-Bochum aufzulösen. Der RCDS hat sich trotz mehrfacher Aufrufe nicht deutlich genug von dem rechtsextremen Gedankengut der Internet-Seite Bochum Gegen Links, online gestellt durch den Vorsitzenden der Jungen Union Querenburg, distanziert. Vielmehr wirft die Verstrickung des RCDS-Vorsitzenden Sascha Bednarz, gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender der JU Querenburg, ein schlechtes Licht auf den RCDS selbst. Bis heute hat er sich weder persönlich distanziert noch zur Aufklärung beigetragen. mehr…
„Es ist interessant zu beobachten, wie sich die SPD und allen voran Kurt Beck in der selbst gestellten Hartz IV-Falle winden“, so Hella Eberhardt, Sprecherin der Linken in Bochum, „scheinbar ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich auch bei den Sozialdemokraten die Vernunft durchsetzt. Äußerungen wie die von Hubertus Heil, dass die Agenda 2010 der richtige Weg sei, stehen dem allerdings im Wege. Und in Bezug auf die Länge des ALG I für Ältere ist Becks Vorschlag natürlich immer noch eine Verschlechterung in Bezug auf die Zeit vor den Reformen.“ „Offensichtlich haben einige Parteistrategen in der SPD erkannt, dass der von ihnen initiierte Sozialabbau der letzten Jahre eine Zumutung und nicht weiter vertretbar ist. mehr…
Donnerstag 11.10.07, 11:00 Uhr
Kampagne „Gerechtigkeit heilt“ erinnert an Ana Politkovskaya
Vor wenigen Tagen, am 7. Oktober, jährte sich der Mord an Ana Politkovskaya. Die russische Journalistin wurde weltweit bekannt, durch ihre anklagenden Reportagen über die Kriegsverbrechen in Tschetschenien und systematische Menschenrechtsverletzungen auch in anderen Teilen der russischen Föderation. Gemeinsam mit dem Bochumer Friedensplenum erinnert die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum am Samstag, dem 13. Oktober, im Rahmen ihrer Kampagne „Gerechtigkeit heilt“ an die Ermordete. Von 11 bis 14 Uhr werden im Rahmen einer öffentlichen Lesung auf dem Bochumer Husemannplatz Texte aus den Werken Politkovskayas vorgetragen. Unter das Motto „Wir vergessen nicht – wir vergeben nicht!“ stellt das Netzwerk „Gerechtigkeit heilt“ die Kundgebung. Siehe Flugblatt. Dem von der Medizinischen Flüchtlingshilfe koordinierten internationalen Netzwerk gehören rund sechzig Organisationen aus einundzwanzig Ländern an, die gegen die Straflosigkeit von Menschenrechtsverletzungen kämpfen. Seit kurzem bestehen auch Kontakte zu den St. Petersburger „Soldatenmüttern“ und der Menschenrechtsorganisation „Memorial“ in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny. mehr…
Im vergangenen Ausbildungsjahr haben nach Berechnungen des DGB über 5.200 junge Menschen in Bochum eine betriebliche Berufsausbildung angestrebt. Dem gegenüber wurden nur knapp 2.900 betriebliche Ausbildungsstellen angeboten. Michael Hermund, Vorsitzender des DGB Ruhr Mark, dazu: „Es besteht kein Anlass zum Jubeln. Fakt ist: Zum Ende des Ausbildungsjahres am 30.09. stehen weit über 2.300 junge Menschen in Bochum ohne betriebliche Ausbildung da.“
Der DGB konstatiert durchaus, dass die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze leicht gestiegen ist. Es bleibe aber festzuhalten, dass in Bochum rund 700 junge Menschen in Berufsvorbereitungsjahre, über 150 in eine einjährige Eingangsqualifizierung, über 1.000 in Berufsgrundschuljahr und Jungarbeiterklassen eingemündet sind. Einzig gut 200 junge Menschen in außerbetrieblicher Ausbildung bekommen eine vollwertige Berufsperspektive. „Alles in allem kosten diese Warteschleifen den Beitragszahler mehr als 4 Millionen Euro pro Jahr – Beiträge, die durch die Arbeitnehmer erwirtschaftet wurden und paritätisch in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt werden“, kritisiert Hermund. mehr…
Mittwoch 10.10.07, 09:00 Uhr
Die AG Feministische Theorie und Praxis feiert Geburtstag
Am Samstag, dem 13.10., feiert die AG Feministische Theorie und Praxis im Sozialen Zentrum, Rottstr. 31, ihren 10. Geburtstag. Die AG schreibt: »Alle, die das auch feiernswert finden, sind eingeladen: Los gehts um 18.30 Uhr mit einem kleinen Begrüßungsumtrunk, anschließend stellen wir unsere Thesen zu „Was ist Feminismus heute“ zur Diskussion und ab 20 Uhr gibt’s ein Buffet mit kalorienreicher Geburtstagstorte, pinken Cocktails & Musik (DJane 23bit_grrrl).«
Die AG Feministische Theorie und Praxis hat sich 1997 nach dem StudentInnenstreik gegründet. Seitdem arbeitet sie kontinuierlich sowohl zu theoretischen feministischen Themen als auch zu solchen mit einem praktisch-politischen Bezug. So möchte sie die bestehenden (Geschlechter-)Verhältnisse genauer in den Blick nehmen und gleichzeitig Perspektiven der Emanzipation ausloten. Ihr politisches Anliegen ist es, feministische politische Praxen und theoretische Debatten in einer breiteren Öffentlichkeit zu diskutieren.
Ab Donnerstag, 11.10., läuft im Kino Endstation im Bahnhof Langendreer „Am Ende kommen Touristen„. Über den Film von Robert Thalheim schreibt die Süddeutsche: »“Für das öffentliche Bewußtsein bezeichnet der Name ‚Auschwitz‘, was alle bemüht sind zu verdrängen“, notierte einst Georg Picht. Vergangenheit vergeht nicht. Die Frage ist, wie man sich ihr stellt. Die politisch-moralische Pflicht zur sogenannten Vergangenheitsbewältigung hat hierzulande ein weit gefächertes, von reichlich Fördergeldern gespeistes Genre des Nazizeit-Kostümfilms hervorgebracht. Ähnlich wie der kuriose Terminus Vergangenheitsbewältigung, der so tut, als ließe sich die Vergangenheit doch irgendwie in der Abstellkammer der Geschichte entsorgen, kommen viele dieser Filme in ihrem spektakulären Gestus eher wie Verdrängungen daher. Ganz anders „Am Ende kommen Touristen“, der leise, unaufgeregt, fast dokumentarisch nüchtern einen jungen deutschen Zivildienstleistenden nach Auschwitz begleitet, alle Betroffenheitsposen vermeidet und gerade darin eine bezwingende Wahrhaftigkeit gewinnt.«
Drei Tage ist die Jugend-Theatergruppe Hakili So zu Gast in Bochum – und bei Bochumer Familien. Am 15.10. in der Theodor Körner-, am 16.10. in der Schillerschule und am 17.10 . um 20.00 Uhr im Bahnhof Langendreer. Die „Troupe Hakili So“ tourt derzeit in Europa im Rahmen der „KinderKulturKarawane“, welche als „Offizielles Projekt der UN-Weltdekade 2007/2008 Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet wurde. Seit dem Jahr 2000 ist diese Kinder- und Jugendkulturkarawane eine der wenigen Gelegenheiten in Deutschland, bei denen sich Kinder- und Jugendkultur spartenübergreifend, auf hohem Niveau und international präsentiert, interessant für junges wie erwachsenen Publikum gleichermaßen. Das Projekt erleichtert darüber hinaus Jugendlichen hier den Zugang zur Vielfalt der Kulturen der Welt, denn es siedelt kreative Projektarbeit und Begegnung im Umfeld von einzelnen Gastspielen an. Zudem verändern die Kinder- und Jugendkulturgruppen aus Afrika, Asien, Lateinamerika den Blickwinkel auf die „Dritte Welt“. Jenseits von Hunger, Not und Krieg stellen sie die kulturelle Vielfalt und die Kreativität ihrer Heimatländer in den Vordergrund und machen mit ihrer Arbeit deutlich, welche Kraft und Energie in Kultur steckt. Näheres.
Der Bochumer Mieterverein berichtet über einen Erfolg vor dem Amtsgericht: Ein Mieter muss sein Auto nicht stets in die Garage stellen, wenn er es am gleichen Tag noch benötigt. Er kann es auch vor der Garage abstellen, wenn dadurch niemand anders behindert wird – etwa beim Rangieren auf dem Garagenhof. Näheres.
Das Schauspielhaus hat seinen Internetauftritt neu gestaltet. Aktuell ist dort z. B. das Programm des Theaterfestes zu finden, mit dem am kommenden Sonntag die neue Spielzeit eröffnet wird.
Am Samstag, dem 13. Oktober findet ab 11.00 Uhr in der Bochumer Böll-Gesamtschule eine internationale Konferenz statt unter dem Thema: Iran von Innen und Außen – eine Konferenz zu Krieg, Angst und Widerstand im Iran. In der Einladung heißt es: „In den Mainstream-Medien und von der Bundesregierung gestützt wird der Iran reduziert auf eine atomare Bedrohung der westlichen Welt. Um Licht in das Dunkel zu bringen und die Entwicklung der iranischen Gesellschaft und der außenpolitischen Situation darzustellen,“ findet diese Konferenz statt. Dabei werden Exil-IranerInnen aus Schweden und den USA über die unterschiedlichen Gruppen im Iran referieren und MdE Tobias Pflüger die Frage „Kriegsplan Iran?“ erörtern. Unterstützt wird die Veranstaltung durch die Bundestagsabgeordneten der Linken. Ulla Jelpke und Sevim Dagdelen, der Iranischen Fedayin und die Linke NRW. Das Programm der Konferenz.
Wer sich in Bochum für Kommunalpolitik interessiert, hat mittlerweile im Internet recht gute Möglichkeiten, sich über das Ratsinformationssystem der Stadt Bochum Einblick in Tagesordnungen, Anträge und Vorlagen von Sitzungen zu verschaffen. Hier sind z. B. auch die Vorlagen zu finden für die heutige Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr zum umstrittenen Tagesordnungspunkt „Städtebauliche Zielvorstellungen für die Grundstücke am Ostring – Gerichtsviertel und Standortalternativen für ein fünfzügiges Gymnasium“. Hier müssen die LeserInnen bei der Tagesordnung allerdings auf die Zahl 20072282 klicken, damit auch der Verweis auf die umfangreichen Anlagen sichtbar wird.
Dienstag 09.10.07, 11:00 Uhr
Linksfraktion macht auf Schadstoffproblematik aufmerksam
Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr wird sich auf seiner heutigen Sitzung mit dem zukünftigen Gerichtsviertel und den Standortalternativen für ein fünfzügiges Gymnasium befassen. Die Linksfraktion im Rat macht darauf aufmerksam, dass in der öffentlichen Kontroverse um diese Problematik bisher die Schadstoffproblematik (Stickstoffdioxid und Feinstaub) am Ostring unberücksichtigt geblieben ist: »Schon am 14.11.2006 hat sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr mit lufthygienisch kritischen Straßenabschnitten in Bochum befasst. Neben der bekanntermaßen hoch belasteten Herner Straße zählt auch der gesamte Innenstadtring (Westring, Nordring, Ostring, Südring) zu den Straßenabschnitten mit berechneten Grenzwertüberschreitungen. Dabei weist der Abschnitt Ostring (Castroper Straße – Wittener Straße) die höchsten Grenzwertüberschreitungen auf. Er reicht damit an das Gefahrenpotential der Herner Straße heran. mehr…
Der Bochumer Opel-Betriebsrat berichtet in einer Information über die ursprünglichen Forderungen der Geschäftsleitung von General Motors für eine Betriebsvereinbarung, z.B.: Ausgliederungen und Verkauf von Komponenten, Instandhaltung und weiterer Dienstleistungen, Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 38 Std. ohne Lohn- oder Zeitausgleich, ab sofort nur noch 55 Prozent Weihnachtsgeld, Verzicht auf 2 Urlaubstage und Urlaubsgeld, Sonntagsarbeit als Regelarbeitszeit, Schichtverlängerung mit 0 Tagen Vorankündigung, 15 – 20 Prozent Leiharbeit. Der Betriebsrat schreibt: „Wesentliche Giftzähne dieses Horrorkatalogs haben wir gezogen.“ Forderungen des Betriebsrates: Die Tarifverträge werden nicht angetastet, Schutz vor Kündigungen nach 2010, keine Kündigungen wegen Auslagerungen, Auslastung auf drei Schichten, Bochum wird einziger europäischer Zafira-Standort. Im Wortlaut.
Am 18. Oktober findet die Semesterstartparty der Freien Uni Bochum statt. In der Einladung heißt es: „Beginnen wir das neue Semester mit Getränken zu erschwinglichen Preisen und guter Musik jenseits der Charts. Eventuell sinkende Temperaturen wird der eingeplante Glühwein ausgleichen können. Starten soll das ganze gegen 20:00 Uhr hinter’m HZO. Für Freie Bildung und Solidarität! Macht mit!“
„Für Deutschland ist die Kritik der Religion im wesentlichen beendigt, und die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik.“(Marx) „Wohl ist die Kritik der Religion in Deutschland, wie Marx sagt, im wesentlichen vollendet, aber auch nur im wesentlichen […] noch ist ihr Resultat keine unmittelbare, keine allgemeine, keine populäre Wahrheit.“(Feuerbach) Mit diesen beiden Zitaten wirbt die Rote Antifa für eine Veranstaltung am Donnerstag, 11.10., 19.00 Uhr im Sozialen Zentrum, Rottstr. 31. Weiter heißt es in der Einladung: „In der Tat ist Religionskritik nicht einmal in der Linken eine allgemeine, populäre Wahrheit. Der Vortrag versucht dies in bescheidenem Maße zu ändern. Dabei soll nicht der Fehler vieler Religionskritiker gemacht werden, nur die Ausformungen der Religion zu beschreiben, sondern es soll vielmehr nach ihrem Wesen und danach, warum sie sich, trotz aller Religionskritik, global auf dem Vormarsch befindet, gefragt werden.“
Am kommenden Dienstag, 9.10., 17.00 Uhr hat die Opel-Betriebsgruppe GoG bei ihrem Treffen im Bahnhof Langendreer Besuch aus China: den Liedermacher und Wanderarbeiter Sun Heng aus Beijing. Er hat dort ein Zentrum für chinesische Wanderarbeiter organisiert. Er nimmt als Repräsentant junger Wanderarbeiter an einem europäisch-chinesischen NGO-Austausch teil, der in Brüssel stattfindet, und reist für zwei Tage nach Köln und Bochum, um Initiativen zu besuchen. Bei dem sehr kurzfristig zu Stande gekommenen Treffen sind auch interessierte Gäste willkommen. mehr…
Samstagmittag, Bochum Hauptbahnhof, fünf vor zwölf: Im gesamten Gebäude schrillen Trillerpfeifen, klappern Topfdeckel. PassantInnen bleiben stehen und schauen verwundert. Sie staunen über den unmotivierten Lärm. Ein älterer Herr beschwert sich. Das sei Körperverletzung. Die beiden anwesenden Bundespolizisten wirken verunsichert. Sie greifen nicht ein. 12.57 Uhr: Der Lärm verstummt. Zettel werden über den Kopf gehalten. Langsam drehen sich die DarstellerInnen. Auf ihren DIN A 4 Blättern ist zu lesen: 183 = 13. 12.58 Uhr: Die Zettel mit der merkwürdigen Formel werden zusammengeknüllt und in die Papierkörbe geschmissen. Die AkteurInnen verlassen den Bahnhof.
Attac hatte zu diesem Flash-Mob aufgerufen. Hiermit sollte erneut gegen die geplante Privatisierung der Bundesbahn protestiert werden. Die Formel 183 = 13 steht für das Vermögen der Bahn (183 Milliarden) und den Preis, zu dem die Bahn im Zuge der Privatisierung verkauft werden soll (13 Milliarden) – eine unglaubliche Verschleuderung von Allgemeineigentum, die deutlich macht, wie und warum Privatisierung sich für die InvestorInnen lohnt. Zum Hintergrund.
Ruzbeh Sadeghi, Gründer des Havanna im Bermuda-Dreieck, Uwe Paulsen, Buchhändler (Ruhrbuch) in Langendreer und Germán Wiener, Dozent an der Dortmunder Fachhochschule wollen die Kinos auf Cuba zu neuen Leben erwecken. Sie haben Cuba Cult gegründet. Mit diesem Verein wollen sie dafür sorgen, dass Beamer und Tonanlagen beschafft und verwaisten cubanischen Kinos zur Verfügung gestellt werden. Am Sonntag, dem 14. Oktober, wollen sie das neue Projekt um 17.00 Uhr im Bahnhof Langendreer vorstellen. Es wird ein Überraschungsfilm gezeigt. Näheres. Am Donnerstag, dem 18.10. soll die Vereinsgründung mit Marta Campos, einem Star der nueva trova, gefeiert werden. Näheres.
Für gewöhnlich ärgern sich Webseiten-BetreiberInnen, wenn ihre Internetauftritte gehackt werden und sie versuchen rasch wieder ihre Seiten zu restaurieren – nicht so der AStA der Ruhr-Uni. Sein Internetportal „gebuehrenwatch.de“ ist seit Sonntag gehackt und nichts tut sich. Darauf hat AStA-Watch hingewiesen. Der Verdacht liegt nahe, dass der AStA gar kein Interesse daran hat, die Seite wieder herzustellen. Dann offenbart sich schließlich ein großer Flopp des AStA. Er hatte vollmundig angekündigt aufzupassen, wie die Uni die Gelder ausgibt, die sie mit den Studiengebühren einnimmt. Geschehen ist rein gar nichts und das war auf der Seite zu sehen.
Wolfgang Wendland hat zu dem Versuch von Hans Balbach, ihn zu diffamieren (siehe vorherige Meldung), einen Leserbrief an die WAZ geschrieben: »Nach dem weitgehend gefloppten Projekt Sound und Vision, der widerspruchslos hingenommenem Umwandlung des Soziokulturellem Zentrums CentrumCultur zum AWO-Stützpunkt und der Entscheidung zu den „Kreuzen der Solidarität“ hatte ich schon lange den Verdacht, dass kulturpolitischer Sachverstand nicht zwingend bei der Bezirksvertretung Wattenscheid verortet ist. Politische Entscheidungen aber einfach auf Grund böswilliger Unterstellungen zu treffen, stellt eine neue Dimension politischen Handelns dar, die ich mir gerne angesehen hätte, doch leider habe ich am 11. 10. 2007 keine Zeit.«
Die Linksfraktion im Rat der Stadt Bochum schreibt: »Der Wattenscheider Bezirksvorsteher Hans Balbach möchte einen Beschluss, den er selbst mitgetragen hat, ändern. Worum es geht: Der Wattenscheider Künstler Wolfgang Wendland hatte sich mit einem Konzept für ein Kulturzentrum in Wattenscheid an die Bezirksvertretung gewendet. Da die finanziellen Mittel für ein solches Zentrum dem Bezirk nicht zur Verfügung stehen, wurde die Anregung an den Kulturausschuss weitergeleitet. Gleichwohl unterstützte der Kulturausschuss den Projektgedanken und sprach sich für eine zweijährige Versuchsphase aus. In dieser Zeit sollte Wolfgang Wendland unter Begleitung durch das Kulturbüro Kulturveranstaltungen mit Jugendlichen an vorhandenen Spielstätten organisieren. Dieser Beschluss wurde fast einstimmig – nur die NPD stimmte dagegen – gefasst. Auch Bezirksvorsteher Balbach stimmte zu.
Für die Linksfraktion völlig überraschend möchte Herr Balbach diesen Beschluss in einem Punkt ändern: Wolfgang Wendland soll aus dem Projekt gedrängt werden. (Siehe Vorlage) mehr…
Die Stadtwerke Witten suchen z. Z. einen stärkeren Partner, weil sie es für schwierig halten, allein ökonomisch bestehen zu können. Verhandelt wird mit dem Versorgungsunternehmen im Kreis Ennepetal (AVU Gevelsberg), den Stadtwerken Dortmund (DEW21) und den Bochumer Stadtwerken bzw mit der „ewmr“, der Energie- und Wasserversorgung Mittleres Ruhrgebiet, in der Witten jetzt schon mit Bochum und Herne zusammenarbeitet. Die Soziale Liste fordert in einer Pressemitteilung eine weitgehende Kooperation oder sogar einen Zusammenschluss beider Stadtwerke. Sie könnte aus Sicht der Sozialen Liste „zur Erfüllung ihrer Hauptaufgabe beitragen, Energie, Wasser und Dienstleistungen zu einem fairen und günstigen Preis zur Verfügung zu stellen.“
Die Soziale Liste teilt in der Pressemitteilung auch mit, dass sie die Beteiligung der Bochumer Stadtwerke am Bau des Kohlekraftwerkes in Lünen begrüßt. Die Linksfraktion hatte hiergegen wegen der hohen CO2-Emissionen Bedenken angemeldet.