Das Video zeigt die Bochumer Critical Mass Fahrt im November. Am kommenden Freitag, dem 28. Dezember startet um 19 Uhr vor dem Rathaus die letzte Critical Mass. Die RadfahrerInnen bringen damit zum Ausdruck, dass neben Kraftfahrzeugen auch Fahrräder Bestandteil des Straßenverkehrs sind. Der adfc Bochum und urbanRadeling laden nach der Critical Mass noch zu einem gemütlichen Ausklang ins Umweltzentrum, Alsenstraße 27 ein. Es gibt Getränke und Plätzchen, und es werden Fotos von Aktionen des zurückliegenden Jahres gezeigt.
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Am Sonntag, den 30. Dezember lädt der KostNixLaden, Dorstener Straße 37 um 18:30 – 20:00 Uhr zum Extrem-Schrottwichteln ein: »Na? Zu Weihnachten wieder eine Menge Zeug bekommen, dass bei dir eh nur verstauben würde? Dann ist dieser Termin vielleicht der richtige Anlass, um schon vor dem Beschließen von Neujahrsvorsätzen mit dem Ausmisten anzufangen. Die “Spielregeln“ für diesen Termin werden rechtzeitig bekannt gegeben.«
Im Rottstr 5 Theater findet heute am Samstag, den 22. 12 um 19.30 Uhr die Premiere von „Flüchtlingsgespräche von Bertolt Brecht“ statt. Dieser Text aus Brechts Nachlass, der erst 1956 veröffentlicht wurde, wurde 1962 uraufgeführt. Die Situation: Der Arbeiter Kalle und der Intellektuelle Ziffel harren in einer finnischen Bahnhofskneipe aus, bis der Krieg zu Ende ist. Währenddessen tauschen sie die vielleicht schönsten brecht’schen Weisheiten überhaupt aus: „Der Pass ist der edelste Teil von einem Menschen. Er kommt auch nicht auf so einfache Weise zustand wie ein Mensch. Ein Mensch kann überall zustandekommen, auf die leichtsinnigste Art und ohne gescheiten Grund, aber ein Pass niemals. Dafür wird er auch anerkannt, wenn er gut ist, während ein Mensch noch so gut sein kann und doch nicht anerkannt wird. Man kann sagen, der Mensch ist nur der mechanische Halter eines Passes. Der Pass wird ihm in die Brusttasche gesteckt wie die Aktienpakete in das Safe gesteckt werden, das an und für sich keinen Wert hat, aber Wertgegenstände enthält.“ mehr…
Die Hellas Solidarität Bochum zeigt heute Abend am Freitag, den 21.12. den oskargekrönten Film „Z“ von Costas Gavras (u. a. mit Yves Montand, Jean-Louis Trintignant, Irene Papas, Drehbuch: Jorge Semprun, Musik: Mikis Theodorakis). Der vor dem Hintergrund der griechischen Militärdiktatur entstandene Streifen gilt als genre-bildender Klassiker des politisch engagierten Kinos. Außerdem gibt es einen Kurzfilm von Harun Farocki. Dazu gibt’s leckeres Essen und Getränke. Beginn ist um 19.00 Uhr im „Wohnzimmer“ in der Alsenstraße 27. Zu den Plänen im nächsten Jahr schreibt die Hellas Solidarität:» Wir wollen wieder eine gemeinsame Olivenölbestellung, so wie wir es in 2017 und 2018 gemeinsam gemacht haben. Derzeit erwarten wir mit Spannung die Nachricht unserer Ölbauern und -bäuerinnen über die Ernte in 2018. Denn Oliven sind ein natürliches Erzeugnis und ihre Ernte unterliegt somit saisonalen Schwankungen. Sobald wir Näheres wissen, informieren wir alle unsere Bestellerinnen und Besteller per E-Mail. Sollten Sie/ Solltest Du in 2019 erstmalig mit uns bestellen wollen, so schreiben Sie/ schreibe uns einfach eine E-Mail an hellassolibo@web.de, damit wir Sie/ Dich in unseren Verteiler aufnehmen können.«
Der Salon Sinn & Wahn lädt am Mittwoch, den 19.12. um 19 Uhr, im Botopia Raum9, Griesenbruchstr. 9 zu einer Vorstellung und Diskussion ein über das Buch „Die Zukunft erfinden – Postkapitalismus und eine Welt ohne Arbeit“: »In dem Buch kritisieren die Autoren Nick Srnicek und Alex Williams, anknüpfend an ihr akzelerationistisches Manifests („Beschleunigungsmanifest“), den Utopieverlust der Linken. Die Linke habe sich auf lokale und horizontale Politikformen (sogenannte „folks politics“) zurückgezogen und dem Neoliberalismus damit das Feld überlassen. mehr…
Jean Ziegler - Der Optimismus des Willens [Offizieller Trailer Deutsch HD German]
Der Filmclubs der Humanitären Cubahilfe zeigt am Donnerstag, den 20. Dezember um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer den Film „Jean Ziegler – Der Optimismus des Willens“ von Nicolas Wadimoff. Der Film nähert sich dem Schweizer Globalisierungskritiker, Menschenrechtler und Soziologen mit kritischer Empathie. Er geht mit Jean Ziegler dahin, wohin dieser sonst nur alleine geht: zu seinen Zweifeln und Widersprüchen und zu seiner tief sitzenden Hoffnung, dass eine andere Welt möglich ist. Der junge Jean Ziegler war 1964 bei der erstenWeltzuckerkonferenz der UNO in Genf der Chauffeur von Che Guevara. Als Ziegler den großen Revolutionär fragte, ob er ihn denn nicht mit nach Kuba nehmen könnte, antwortete ihm Guevara, dass Ziegler in Genf bleiben müsse, um gegen den Kapitalismus zu kämpfen. mehr…
Am Samstag, den 15.12.2018 um 17 Uhr lädt der Leihladen zur Eröffnung der Ausstellung „Endlich Wachstum!“ in die Räume von botopia, Griesenbruchstr. 9 ein: »Kann die Wirtschaft unendlich weiterwachsen oder muss es Grenzen geben, um die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten? Mit dieser Frage beschäftigt sich die interaktive Ausstellung „Endlich Wachstum!“, die der Bochumer Leihladen erstmalig ins Ruhrgebiet geholt hat. mehr…
Mittwoch 12.12.18, 14:21 Uhr
Fairness beim Retten und (Um-)Verteilen von Überschüssen?
Der KostNixLaden lädt am Montag, dem 17. Dezember um 19:00 Uhr im Soziales Zentrum Josephstr. 2 ein zu einer Veranstaltung zum Thema „Sharing is caring?! Oder: Was heißt Fairness beim Retten und (Um-)Verteilen von Überschüssen?“: »Was heißt Was bedeutet Armut in Deutschland – einem Land, das als eines der reichsten Länder überhaupt gilt? Während das BIP in Deutschland wächst, wächst auch die Nachfrage bei den vielen Tafeln in NRW. In einer Zeit, die von ökologischen Krisen, Individualisierung und wachsender Ungleichheit geprägt ist, stellen wir uns die Frage, wie Nachhaltigkeit und Soziale Gerechtigkeit zusammen gedacht und vor Ort praktisch angegangen werden kann. mehr…
MACKIE MESSER - BRECHTS DREIGROSCHENFILM | Offizieller deutscher Trailer | Ab 13.09. im Kino!
Im Plüschkino zeigt das endstation.kino am Samstag, den 15.12.um 15 Uhr Mackie Messer – Brechts Dreigroschenoper. Nach dem überragenden Welterfolg von „Die Dreigroschenoper“ will das Kino den gefeierten Autor des Stücks für sich gewinnen. Doch Bertolt Brecht ist nicht bereit, nach den Regeln der Filmindustrie zu spielen. Seine Vorstellung vom „Dreigroschenfilm“ ist radikal, kompromisslos, politisch, pointiert. Er will eine völlig neue Art von Film machen und weiß, dass die Produktionsfirma sich niemals darauf einlassen wird. mehr…
Am Donnerstag, den 13. Dezember wird um 19 Uhr eine Ausstellung mit Fotos zur aktuellen Situation in Nicaragua eröffnet. Eine studentische Aktivistin berichtet über ihre Erfahrungen und die Perspektiven für ein freies Nicaragua. In der Ankündigung heißt es: »In Nicaragua revoltieren seit April 2018 große Teile der Bevölkerung gegen die Regierung des Präsidenten Daniel Ortega. Die soziale Revolution in Nicaragua erfuhr in den 80er Jahren eine breite Solidarität. Heute ist das politische System unter der Regierung Ortega zu einem Gewaltsystem pervertiert, das Menschenrechte systematisch verletzt und Andersdenkende mit Gewalt verfolgt. Die Regierung verteufelt die Protestierenden als Terroristen und kriminalisiert sie mit einem eigens beschlossenen Antiterrorgesetz. Nicaraguanische und internationale Menschenrechtsorganisationen klagen die Regierung schwerster Menschenrechtsverletzungen an; über 400 Menschen wurden getötet und tausende verletzt. mehr…
Am Dienstag, den 11.12. findet um 18 Uhr im Raum 119, der Ev. Hochschule, Immanuel-Kant-Straße 18 ein Vortrag von Prof. Norbert Wohlfahrt und Prof. Monika Burmester statt zum Thema „Gemeinwirtschaft als Gewinnwirtschaft? Widersprüche der Kommerzialisierung im Sozial- und Gesundheitswesen“. Die Veranstaltungsankündigung: Der Sozialstaat sieht sich im Bereich des Sozial- und Gesundheitswesens der sozialen Daseinsvorsorge verpflichtet. Dafür finanziert er soziale Dienste und regelt dezidiert die Bedingungen, unter denen diese Dienste agieren können und müssen (z.B. Fachkraftquoten). Der Bereich der sozialen Dienstleistungsproduktion wurde lange Zeit als Gemeinwirtschaft angesehen, die prinzipiell einer anderen Rationalität folgt als die einer privatkapitalistisch bestimmten Geschäftskalkulation. mehr…
Donnerstag 06.12.18, 18:56 Uhr
Geschichte und Gegenwart der Umsonstladen-Bewegung
Am Montag, den 10.12. lädt der KostNixLaden um 19 Uhr im Sozialen Zentrum anlässlich seines 10-jährigen Bestehens zu einer Veranstaltung im Sozialen Zentrum ein: »Im Sozialen Zentrum begann vor einem Jahrzehnt eine kleine Geschichte, deren Ausgang von Beginn an offen war. Der Öffentlichkeit wurde für Sonntag, den 15. Juni 2008 die Einweihungsfeier eines ungewöhnlichen „Ladens“, damals noch in ungenutzten Räumen des Sozialen Zentrums an der Rottstraße 31, angekündigt. Eine Festrede des Bochumer Schriftstellers Uli Schröder pries die Zeichnung von 0-Euro-Aktien für den imaginären Börsengang eines tagszuvor noch unbekannten, aber von da an unaufhaltsam aufstrebenden Bochumer Kleinkonzerns: des KostNixLadens.10 Jahre Bochumer Umsonstladen, oder: Was kostet 1 KostNixLaden (aus der Tiefkühlung?) In einem Rundumschlag mit Cyber-Dia-Schau wird der Referent, einer der Mitbegründer*innen von 2008, von schönen und fragwürdigen Erlebnissen, von Höhen und von Tiefen berichten, die ein so langlebig-langatmiges „loses Projekt“ mit sich gebracht haben. mehr…
Dienstag 04.12.18, 07:36 Uhr
Veranstaltungsreihe zum 10-jährigen Jubiläum des KostNixLadens:
Mit einer Veranstaltungsreihe will die Nutzer*innen-Gemeinschaft des KostNixLadens das Jahr ihrer „Expansion“ in eigene Räume gebührend ausklingen lassen. Die Veranstaltungen sollen dazu verhelfen, den KostNixLaden nicht nur pragmatisch als Projekt der Umverteilung von Überschüssen zu begreifen, sondern auch als Ort der Begegnung, an dem Konflikte nicht einfach unter Gesichtspunkten von Logistik, Effizienz und Gleichmacherei abgehandelt werden. Den Anfang macht am Montag, den 10. Dezember um 19 Uhr im Sozialen Zentrum ein Vortrag über die Geschichte des Bochumer Umsonstladens und der weltweiten Freeshop-Bewegung. Für Montag, den 17.10. lädt der KostNixLaden zu einem spannenden Input mit Diskussion ebenfalls ins Soziale Zentrum ein. Der Titel lautet: „Sharing is caring“?!: Was heißt Fairness beim Retten und (Um-)Verteilen von Überschüssen? mehr…
Mit der Übergangszeit zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Geburt der so genannten Weimarer Republik beschäftigt sich ein zweitägiges Symposium am 7. und 8. Dezember im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte – Stadtarchiv, Wittener Straße 47. In der Ankündigung heißt es: »HistorikerInnen und SozialforscherInnen aus der Region beleuchten charakteristische Episoden dieser ereignisreichen Zeit unter besonderer Berücksichtigung der Bochumer Verhältnisse. Eingeladen sind nicht (nur) Fachleute, sondern die gesamte interessierte Öffentlichkeit. Wahlrechtsreformen, soziale Bewegungen, ethnische Besonderheiten, Gewalterfahrungen, Sozialisierungsbestrebungen, das kulturelle Leben in Zeiten der Revolution und der Ruhrkampf sind Themen, mittels derer ein Bild von den Zukunftserwartungen und Erfahrungshorizonten der Zeitgenossen gezeichnet werden soll. mehr…
Bis zum Freitag, den 7. Dezember gibt es an der Ruhr-Uni täglich von 9-16 Uhr die Chance, eine besseres Studierendenparlament zu wählen. Eine besondere Empfehlung: Die Linke Liste. In einem Wahlaufruf für die Linke Liste heißt es: »Die Linke Liste tritt wieder zur Wahl an und wenn es die Mehrheitsverhältnisse zulassen, wird es – mit eurer Unterstützung – wieder einen linken AStA geben. Ein linker AStA würde sich aktiv in politische und kulturelle Geschehnisse in Bochum und Umgebung einmischen und nicht an der Uni Brücke halt machen. Schon in der Opposition versucht die Linke Liste dies so gut wie möglich. So organisierte die Linke Liste für Studierende und andere Interessierte viele Veranstaltungen wie das Marx-Jahr, die Aktionswochen gegen Antisemitismus, Aufrufe zu Demonstrationen gegen Nazis oder das Polizeigesetz, oder den Alternativen Stadtrundgang für Neulinge in Bochum. Auch Aufklärungsveranstaltungen haben die Linke Liste mit den kleinen Ressourcen, die ihr zur Verfügung stehen, auf die Beine gestellt, mag es über die Identitären, das Polizeigesetz, die Situation im Hambacher Forst, oder das Hochschulgesetz sein. mehr…
Borderline-europe lädt am Samstag, den 8. Dezember um 18 Uhr zur einer Veranstaltung im Bahnhof Langendreer ein zum Thema „Schlepper, Schleuser, Menschenhändler? – Zur Kriminalisierung von Flucht und Fluchthilfe“: »Im herrschenden Diskurs werden sogenannte Schlepper*innen als „Menschenhändler*innen“ für Migrationsbewegungen verantwortlich gemacht, die die EU mit ihrer Abschottungspolitik zu verhindern versucht. In einem zweijährigen Rechercheprojekt untersuchte borderline-europe die Kriminalisierung von Fluchthilfe. Anhand von Recherchematerialien, Presseartikeln und Erfahrungsberichten wollen wir gemeinsam nachvollziehen, wie kriminalisierende Debatten verschleiern, dass Fluchthilfe durch die EU-Migrationspolitik überhaupt erst nötig wird. Referentinnen sind Tiziana Calandrino (borderline-europe) und Laura Strack.«
Am Donnerstag, den 6.12. wird Richard Gebhardt um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer über die Ursachen des Aufstiegs von AfD, identitärer Bewegung, Pegida und Co. diskutieren. Ob mit Verweis auf die Wahlerfolge der Alternative für Deutschland (AfD), die medienwirksamen Interventionen der Neuen Rechten oder Horst Seehofers Kampfrhetorik – die Rede vom „Rechtsruck“ ist ein geflügeltes Wort in der politischen Debatte. Wie aber ist die inflationär verwendete Diagnose vom „Rechtsruck“ zu verstehen? Welchen Einfluss hat die von der Neuen Rechten beeinflusste AfD auf die politische Kultur der Gegenwart? Und welche Rolle spielt die neoliberale Ideologie in diesem Zusammenhang? Der Vortrag hinterfragt die gängige Diagnose eines „Rechtsrucks“ und legt den Focus auf die kulturellen und sozialen Ursachen für den Aufstieg der rechten Gegen-Mobilisierung. Der Politikwissenschaftler, Publizist und Referent in der Erwachsenenbildung Richard Gebhardt arbeitet vor allem zur „neuen“, extremen und populistischen Rechten in Deutschland. Eintritt frei.
Das Bochumer „Bündnis gegen Rechts“ und die Volkshochschule laden am Mittwoch, den 5.Dezember um 19.00 Uhr im Raum 1012 der VHS im BVZ zu einer Veranstaltung ein, die daran erinnert, dass vor 55 Jahren – am 20. Dezember 1963 – in Frankfurt der erste Auschwitz-Prozess begann. Referentin ist die Historikerin und Fritz Bauer Biographin Dr. Irmtrud Wojak, Geschäftsführerin der Buxus Stiftung. Der Prozess war nur nur durch die Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit des damaligen hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer zustande gekommen. Ihm war es gegen massiven Widerstand aus dem Justizapparat gelungen, 22 Einzelverfahren zu einem großen Prozess zusammenzuführen. So wurde aus Strafsachen gegen einzelne Angeklagte der Auschwitz-Prozess. mehr…
Weitere Bilder von der Seebrücke-Aktion
Unmittelbar vor der gestrigen Sitzung des Bochumer Rates hat die Bochumer Seebrücke Bewegung mit einer Aktion ihrer Forderung Nachdruck verliehen, Bochum zum sicheren Hafen zu machen. Carla Scheytt (Foto) erklärte für die OrganisatorInnen: »Es sind mehr Menschen auf der Flucht als jemals zuvor. Fast täglich erreichen uns Nachrichten von Menschen, die auf ihrer Flucht über das Mittelmeer gestorben sind. Zivile Seenotrettung wird kriminalisiert, das Retten ist kaum mehr möglich. Und auch in den Wüsten sterben Menschen auf ihrem Weg in die Sicherheit oder werden in EU-finanzierten Lagern interniert. Die Nachrichten von Folter, Vergewaltigung und Zwangsarbeit in libyschen Gefängnissen sind längst Alltag geworden. An der Grenze zwischen Bosnien und Kroatien stecken zehntausende Menschen fest und das Camp Moria auf Lesbos in Griechenland ist mittlerweile berühmt aufgrund der menschenunwürdigen Behandlung im Lager. mehr…
Das Junge Forum der Deutsch-Israelische Gesellschaft Ruhr lädt am Mittwoch, den 5. 12. um 19:00 Uhr im Hörsaalzentrum Ost 80 der Ruhr-Uni zu einem Vortrag von Marc Grimm ein zum Thema „AfD und Judenbild. Die ‚Alternative für Deutschland‘ und der Antisemitismus“: »An den Mobilisierungskampagnen und Wahlkämpfen rechtsradikaler Parteien in Europa ließ sich in den letzten Jahren beobachten, dass der Antisemitismus hinter den Themen Islam, Einwanderung und nationale Identität zurückgetreten ist. Im gleichen Zeitraum wuchs die Zahl rechtsradikaler Parteien und Gruppierungen, die ihre Solidarität mit Israel bekunden und sich jüdischen Organisationen als Bündnispartner im Kampf gegen den Islam empfehlen. Diese Phänomene, werden unter dem Schlagwort einer „Rechten ohne Antisemitismus“ diskutiert. mehr…
Das Bochumer Seebrücke-Bündnis schreibt: »Am 29. November werden die Ratsmitglieder nicht nur über die lokalen Forderungen des Bochumer Seebrücke-Bündnisses abstimmen. Zusätzlich hat sich die Ratsmehrheit entschlossen, eine Forderung an die Bundesregierung zu formulieren. In einem offenen Brief begrüßen die Bochumer Seebrücke-Aktiven das zusätzliche Engagement – und warnen die Ratsmitglieder gleichzeitig nachdrücklich vor dem Versuch, mit der Resolution ihre persönliche Verantwortung auf andere politische Ebenen abzuschieben. Die zentrale Forderung des Bochumer Seebrücke-Bündnisses an die Ratsmitglieder lautet: Angesichts der Notsituation auf dem Mittelmeer soll Bochum auf eine Sonderabsprache mit dem Land NRW verzichten, durch welche Bochum weniger Geflüchtete aufnimmt als andere Städte. Bochum soll also die Bereitschaft erklären, mindestens diese Plätze für Geflüchtete zur Verfügung zu stellen, die aus Seenot gerettet worden sind. mehr…
SPD, Grüne, Linke, UWG/Freie Bürger, Soziale Liste und Ratsmitglied André Kasper haben sich auf folgende Resolution verständigt, die in der Ratssitzung am Donnerstag beschlossen werden soll: »Aufnahme von aus Seenot geretteten Flüchtlingen – Der Rat der Stadt Bochum spricht sich dafür aus, aus Seenot gerettete Flüchtlinge in Deutschland zusätzlich aufzunehmen. Der Oberbürgermeister wird gebeten, der Bundesregierung und der Landesregierung NRW die Bereitschaft zur Aufnahme in Bochum mitzuteilen.« Die Resolution kommt damit einer Forderung nach, die mehr als 5.500 TeilnehmerInnen auf der Bochumer Seebrücke-Demonstration am 6. Oktober erhoben hatten. Linksfraktion und Soziale Liste haben dazu einen Antrag im Rat eingebracht, der auch die Forderungen der Demonstration zur Verbesserung der Situation der Flüchtlinge in Bochum aufgenommen hat. Interessant wird am Donnerstag sein, ob es CDU Ratsmitglieder geben wird, die nicht gemeinsam mit AFD und NPD gegen die Resolution stimmen.
In der Veranstaltungsreihe der Volkshochschule mit dem Bochumer Friedensplenum referiert Christoph Marischka am Mittwoch, den 28. 11. um 18.30 Uhr im Clubraum der VHS über das Thema: „Hochschulen und Krieg – Militarisierung von Forschung und Lehre“. In dem Vortrag und der anschließenden Diskussion geht es um die gegenwärtig auf verschiedenen Ebenen zu beobachtende Militarisierung der Forschungslandschaft. In vielen Fällen ergeben sich neue Fragestellungen schlicht durch das geänderte und erweiterte Aufgabenspektrum der Bundeswehr. Das Interesse an Ländern und Regionen etwa verändert sich, wenn diese zu potentiellen Einsatzgebieten deutscher Soldaten werden und dass diese dann teilweise verletzt und traumatisiert zurückkehren, stellt einen gänzlich neuen Gegenstand sozialwissenschaftlicher und psychologischer Forschung dar. Insbesondere in Feldern wie der Sensorik und der Künstlichen Intelligenz lässt sich jedoch auch nachweisen, dass langfristige Strategien des Verteidigungsministeriums bestehen, die zivile Forschung enger mit der Rüstungsindustrie zu verzahnen und auf militärische bzw. sicherheitspolitische Ziele auszurichten. Eine Folge dessen ist die teilweise rasante Implementierung neuer Überwachungstechnologien auch im zivilen Umfeld. Christoph Marischka ist Politikwissenschaftler und Mitglied im Vorstand der Informationsstelle Militarisierung in Tübingen.
Für Montag, den 3. Dezember lädt die Linksfraktion die Bochumer Bewegungen, Verbände, Vereine und Initiativen zu einem „Empfang für eine soziale, demokratische und vielfältige Stadt“ ein. Los geht es um 18 Uhr in den Räumen von DIDF, Rottstr. 30. In der Einladung heißt es unter der Überschrift „Gemeinsam unsere Stadt verändern“: „Wie unsere Städte geplant werden, setzt die Rahmenbedingungen dafür, wie wir leben. Die Bochumer Innenstadt steht vor großen Veränderungen: Große städtische Gebäude wie das BVZ hinter dem Rathaus sollen abgerissen und der Grund und Boden privatisiert werden. Auf dem bereits privatisierten ehemaligen Justiz-Gelände soll ein Investor ein neues Shopping- und Büroquartier bauen, und die Stadt will sich dort teuer einmieten. Als Bochumer Linksfraktion setzen wir uns für einen sozialen und ökologischen Politikwechsel ein. Wir streiten für mehr kommunalen und gemeinnützigen Wohnungsbau statt für mehr Outsourcing und Privatisierung. Und wir fordern endlich ernstzunehmende Maßnahmen gegen Armut und Diskriminierung, um der zunehmenden sozialen Spaltung etwas entgegen zu setzen. mehr…
Der DGB Stadtverband Bochum lädt zusammen mit dem Verein zur Förderung des Instituts für soziale Bewegungen am Mittwoch, den 5. Dezember um 18 Uhr zu einem Vortrag von Ulf Teichmann ein zum Thema „50 Jahre danach – 68er-Bewegung und Gewerkschaften in Bochum“. Die Veranstaltung findet in den Räumen von ver.di, Universitätsstraße 76 statt. In der Ankündigung heißt es: Die 1968er Jahre waren eine Zeit in der sich in Deutschland gesellschaftliche Umbrüche vor dem Hintergrund großer Demonstrationen abzeichneten. Es waren nicht nur die Student_innen die gesellschaftliche Veränderungen und mehr demokratische Beteiligung forderten. Zehntausende Gewerkschafter_innen demonstrierten gegen die Notstandsgesetze. In den Gewerkschaften radikalisierte sich die Jugend. Und auch linke Studierende interessierten sich für die Arbeiter_innen und ihre Organisationen. Dieser Vortrag nimmt die Gewerkschaften und ihre Rolle (nicht nur) im Jahr 1968 in den Blick. mehr…
„Es ist vollendet“ schreiben die OrganisatorInnen des Filmfestivals blicke 26 und schauen zurück: »Die Preise gingen an sechs visuell, auditiv und emotional immersive Filme – jeder auf seine einmalige Art. Die 26. Edition von blicke – filmfestival des ruhrgebiets würdigt das Kino mit packender Atmosphäre und lebhaften Filmdiskussionen, die im Kinosaal anfangen und sich ins Cafe des endstation.kino verlagern, die mit der Moderation und den Filmemacher*innen anfangen, das Publikum aber letztendlich kompromisslos miteinbeziehen – nicht zuletzt durch den Pubikumspreis. Die Jury sprach ihre Entscheidungen aus – darunter diesmal ein neuer Preis für Ausblicke, eine Kategorie, die bislang außer Konkurrenz lief sowie eine lobende Erwähnung. Im Folgenden sind die Begründungen der Jury für die Preise. mehr…
In der Filmreihe Krieg und Protest: Eingreifende Filme im Zeitalter des Vietnamkriegs ist am Mittwoch, den 5.12. um 18 Uhr im endstation.kino ein Kurzfilmprogramm des kubanischen Regisseurs Santiago Ãlvarez zu sehen sein. Die Reihe zeigt Filme, die während des Vietnamkriegs gedreht wurden und somit in das Protestgeschehen eingriffen. Sie ist Teil eines Forschungsprojekts an der Ruhr-Universität zur Geschichte von Krieg und Protest. Die Filme sind auch ein halbes Jahrhundert später relevant, da sie Wege der emanzipatorischen Gewaltkritik und der globalen Völkerverständigung aufzeigen. Der Pionier des kubanischen Dokumentarfilms kleidet die Solidarität der antiimperialistischen Revolutionäre der „Dritten Welt“ in experimentelle Collagen und anklagende Bildzeugnisse von Opfern und Tätern des Kriegs in Vietnam. Es sind folgende Filme zu sehen: Hanoi, martes 13 (1967, 38 min.), LBJ (1967, 18 min.), 79 primaveras (1969, 25 min.)
Das Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit ruft zur Kundgebung der Bochumer Seebrücke am 29. November 2018 um 14.00 Uhr vor dem Rathaus auf: »Bochum soll sicherer Hafen werden!: Über einhundert Bochumer Vereine, Initiativen und Organisationen unterstützen die Forderungen an den Rat der Stadt für ein solidarisches Bochum, das bereit ist, mehr Geflüchtete aufzunehmen und sind dafür mit 5.500 Menschen gemeinsam am 06.10.2018 auf die Straße gegangen. „Nun ist es an der Zeit, dass die Ratsmitglieder sich dafür aussprechen, dass Bochum zum „sicheren“ Hafen wird, wie es schon viele Städte in Deutschland getan haben“, so Stefan Marx, Sprecher des Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit. „Wir unterstützen ausdrücklich die vom Bochumer Seebrücke-Bündnis geplante Aktion und Kundgebung vor der Ratssitzung.“«
Am Dienstag, den 27. 11. findet um 18 Uhr in der Aula der ev. Hochschule, Immanuel-Kant-Str. 18 ein Vortrag von Tobias Michel statt zum Thema: „Geschäfte mit der Gesundheit? Nur, wenn das Personal mitspielt!“. In der Ankündigung heißt es: »Neue Interessenten dürfen auf die Kliniken und Heime zugreifen. Private Konzerne und ihre Aktionäre wollen sich bereichern. Sie kaufen ein und organisieren sich Wertschöpfungsketten. Sie stellen sich nicht nur an das Ende dieser Kette. Sie übernehmen auch das Sagen und entscheiden über die Investitionen. Sie sortieren die Behandlungsangebote, begrenzen die Liegezeiten und geben den neuen Takt vor. In der Gesundheitsbranche werden 11 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) umgesetzt. Deren Verteilung weckt Begehrlichkeiten. Wo sich einige bereichern, wird zwangsläufig umverteilt: auf Kosten der Krankenkassen, zum Schaden der Patienten oder zu Lasten des Personals. mehr…
„Beamte des Zolls sollen die 217 Bauunternehmen in Bochum noch häufiger auf illegale Machenschaften überprüfen“. Das fordert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit Blick auf neue Zahlen des Bundesfinanzministeriums. Danach deckten Kontrollen bei Firmen im Bereich des Hauptzollamts Dortmund in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Schaden von 10,8 Millionen Euro wegen nicht gezahlter Steuern und Sozialabgaben auf. Ein Großteil des Betrugs betraf das Baugewerbe: Allein in der Baubranche entgingen dem Staat 4,6 Millionen Euro. Die Zahlen gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Bundestagsabgeordneten Beate Müller-Gemmeke (Grüne) hervor. mehr…