Ausnahmsweise eine Meldung aus Doertmund: »Das Sozial-Ökologische Zentrum freut sich, am kommenden Montag, den 16.03.2026, ab 19:00 Uhr die Veranstaltung „20 Jahre nach dem Mord an Mehmet Kubaşık“ in seinen Räumlichkeiten begrüßen zu dürfen. Die vom Bündnis „Tag der Solidarität – Kein Schlussstrich Dortmund“ und der Amadeu Antonio Stiftung ausgerichtete Veranstaltung widmet sich der bis heute ausgebliebenen lückenlosen Aufklärung des NSU-Komplexes.
Mehr Brötchen verdienen: Die rund 1.790 Beschäftigten in in 68 Bäckereien in Bochum sollen alle am Monatsende mehr Geld auf dem Lohnzettel haben. Das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „1 Euro mehr pro Stunde – für jeden Bäcker und auch für jede Verkäuferin. Denn es wird höchste Zeit, dass es für den Verkauf im Laden das gleiche Lohn-Plus gibt wie fürs Backen am Ofen“, sagt Martin Mura von der NGG Ruhrgebiet.
Für die Ratsfraktion Die Linke löst der sogenannte „Bauturbo“ in Bochum nicht die Probleme wie hohe Bodenpreise, steigende Baukosten, Fachkräftemangel oder fehlende Bauflächen. Er kann aber dafür sorgen, dass durch die Schließung von Baulücken und andere Formen der Innenentwicklung neue Wohnungen schneller entstehen, die sonst nicht gebaut würden. Die Linke stellt dazu für die Ratssitzung am kommenden Donnerstag einen Antrag.
In der Tarifrunde für die rund 30.000 Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft zu Wochenbeginn zu einem landesweiten Warnstreik auf. Am ersten Streiktag (Montag, 16. 3.) sind landesweit Beschäftigte in den Verwaltungen und Kundenzentren der Nahverkehrsunternehmen zum Warnstreik aufgerufen. Am zweiten Streiktag (Dienstag, 17. 3.) folgt der Fahrdienst: In allen Regionen Nordrhein-Westfalens werden Busse und Straßenbahnen spürbar von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht stillstehen. Die BOGESTRA kündigt auf ihrer Webseite an, dass der Bus- und Straßenbahnverkehr vollständig eingestellt wird.
Nach 25 Jahren Rot-Grün hat diese Koalition im Bochumer Stadtrat seit der letzten Kommunalwahl keine Mehrheit mehr. Eine feste Koalition mit einer dritten Partei ging sie aber auch nicht ein und muss jetzt von Fall zu Fall (wechselnde) Mehrheiten suchen. Beim Thema Sicherheit holte die Minderheits-Koalition sich auf der letzten Sitzung des Ausschusses für Sicherheit, Umwelt und Nachhaltigkeit die fehlenden Stimmen bei den Linken – und gingen dafür sogar auf einen Linken Änderungsantrag ein. Im Planungsausschuss stimmte die rot-grüne Koalition beim Thema „Erhaltungssatzung für die Siedlung „Am Röderschacht“ dagegen gegen die Linke.
Mit der im Jahr 2019 vom Umwelt- und Grünflächenamt gestarteten Kampagne „Bochum blüht und summt“ möchte die Stadt Bochum einen Beitrag dazu leisten den Lebensraum von Wildpflanzen und Insekten aufzuwerten und zu bereichern und so dem Insektensterben entgegenzuwirken. Auch in diesem Jahr verschenkt die Stadt Bochum ab Montag, 9. März, insektenfreundliche Saatgutmischung an alle, die bei diesem Programm mitmachen wollen. Der Inhalt der Samentütchen besteht aus einer heimischen Wildblumenmischung und reicht für einen Quadratmeter Fläche.
In der Tarifrunde für die rund 30.000 Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) den Druck auf die Arbeitgeber. Für Samstag, den 7. März 2026, ruft ver.di Beschäftigte der Bogestra, der HCR und der Vestischen zu einem ganztägigen regionalen Warnstreik auf. In den betroffenen Unternehmen werden am Samstag von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht keine Busse und Bahnen fahren. Der Betrieb von S-Bahnen und Regionalzügen ist nicht betroffen.
Die Volkshochschule Bochum lädt unter dem augenzwinkernden Motto „Frauen, die lesen, sind gefährlich. Und Frauen, die schreiben, leben gefährlich“ am Donnerstag, 5. März, zu einem besonderen Abend ein, der das literarische Schaffen von drei Bochumer Autorinnen in den Mittelpunkt stellt.
Die Stadt Bochum hat sich 2019 zum „Sicheren Hafen“ erklärt und ist dem Bündnis Seebrücke beigetreten. Damit wurde ein deutliches Zeichen der Solidarität mit aus Seenot geretteten und besonders schutzbedürftigen Geflüchteten gesetzt. Laut der Initiative „Sicherer Hafen Bochum“ beschränken sich die bisherigen Maßnahmen jedoch auf eine Solidaritätserklärung und punktuelle Unterstützung der Seenotrettung, z. B. durch Spendenaktionen. Die Linke im Rat der Stadt will das so nicht stehen lassen.
Die Stadt Bochum lädt wieder zu ihrer Reihe „Bochumer Stadtgespräche“ ins Kunstmuseum an der Kortumstraße 147 ein. Am Mittwoch, 4. März, geht es ab 19 Uhr um das Thema „Velorouten“. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Der 7. Rat von unten wird sich mit den Themen „Feministische Allianz“, „Ökologie“, „Krieg und Frieden“, „Widerständige Kunst und Kultur“ sowie „Stadtteilarbeit“ befassen. Wann? 21. 2. um 14 Uhr Wo? Bahnhof Langendreer, Studio 108
Rund 50.100 der Arbeitnehmer:innen in Bochum haben einen Teilzeitjob. Und die Teilzeitarbeit ist weiblich: 70 Prozent davon sind Frauen. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hingewiesen. Die NGG Ruhrgebiet beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur. So liege bei den Vollzeitjobs der Anteil der Frauen in Bochum bei lediglich 35 Prozent.
Neu auf bochum-gemeinsam.de: Interview mit Albrecht Buscher, Fachbereichsleiter Mobilitätsplanung und Verkehrslenkung der Stadt Lünen und Vorstandsmitglied des VCD Dortmund-Unna, über Vorteile von Tempo 30 und wie der Weg dorthin in Dortmund aussieht.
Der Mieterverein lädt im Februar alle Bochumer Mieter:innen zum vierten Mietenstammtisch ein. Der Stammtisch soll zum Austausch zwischen Mieterinnen und Mietern über ihre Erfahrungen mit dem Wohnungsmarkt und Vermietern, den Ärger über steigende Mieten und zum gemeinsame Lösungen diskutieren dienen. In der Beratungen des Mietervereins berichten viele Menschen auch über Probleme mit hohen – häufig auch falsch berechneten – Nebenkosten und mit Instandhaltungsstau in ihren Wohnungen.
Um Solidarität mit den Menschen in Iran auszudrücken, veranstaltet das Schauspielhaus Bochum am Sonntag, 15. Februar, den Abend Ein Herz in meiner Faust. Ab 18 Uhr finden im Oval Office künstlerische und musikalische Beiträge, Lesungen und eine Gesprächsrunde über die jüngsten Ereignisse in Iran statt.
Der Bochum-Fonds fördert Kultur und Erinnerung: Am 12. Februar um 18 Uhr präsentiert Künstlerin Lui Kohlmann im Café Historias des Fritz Bauer Forums (Feldmark 107) ihren Trickfilm über das Leben der engagierten Bochumer Lehrerin und Widerstandskämpferin Else Hirsch. Damit beginnt die neue, vom Bochum-Fonds und der Buxus Stiftung unterstützte Veranstaltungsreihe „weiterwirken|Frauen im Widerstand“. Im Fritz Bauer Forum erzählen vier Künstler*innen Geschichten weiblicher Stärke, die Widerstand in der Zeit des Nationalsozialismus geleistet haben.
Sicherheit begegnet Jugendlichen heute nicht nur auf dem Pausenhof, sondern beschäftigt sie ebenso in ihrem Alltag. Genau hier setzt die interaktive Theater-Performance „Bochumer Sicherheitskonferenz“ an, die im Februar mit Unterstützung des Bochum-Fonds in mehreren Vorstellungen für Schulen in Langendreer sowie bei einer öffentlichen Aufführung am 13. Februar auf die Bühne kommt. Das Konzept wurde bereits in Marburg, Netphen sowie Witten aufgeführt und wird durchgeführt vom Theaterkollektiv der art allies (Schauspielerin: Anne Decker, Video: Simon Lenzen). Spielort ist die Halle 205 an der Hauptstraße, die auch Veranstalterin und Initiatorin des Projekts ist.
»Die Familienbildungsstätte (FBS) hat noch freie Plätze beim Kurs „Das Einmaleins des Babysittens“. An zwei Terminen freitags, 13. und 20. Februar, jeweils von 17 bis 20 Uhr bekommen Jugendlichen ab 14 Jahren in den Räumlichkeiten an der Zechenstraße 10 Grundkenntnisse vermittelt. Themenschwerpunkte sind die Zusammenarbeit von Eltern und Babysittern, Informationen zu den Bedürfnissen und zur Entwicklung von kleinen Kindern, Aspekte der Säuglings- und Kinderpflege, altersgerechte Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder verschiedenen Alters, Sicherheit im Haushalt und das ABC für den Notfall, Tipps für schwierige Situationen sowie Rechte, Pflichten und die Bezahlung von Babysittern. Nach erfolgreicher Teilnahme wird am Ende eine Bescheinigung ausgestellt. Das Entgelt beträgt 25 Euro. Anmeldungen sind online unter familienbildungsstaette.bochum.de sowie unter den Rufnummern 02 34 / 910 – 51 10 oder – 51 12 möglich.«
Die Agentur für Arbeit meldet für Januar 18.285 Arbeitslose in Bochum. Das sind 786 Personen mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg damit um 0,4 Prozentpunkte auf 9,1 Prozent. Im Vergleich zum Januar 2024 ist die Zahl allerdings gesunken: um 269 Personen bzw. 0,3 Prozentpunkte.
Nicht enthalten in dieser „offiziellen“ Arbeitslosenzahl ist die verdeckte Arbeitslosigkeit. In der Statistik der Agentur für Arbeit heißt sie „Unterbeschäftigung“ und listet insgesamt 22.669 Personen auf, die keine reguläre Beschäftigung haben. Das bedeutet, dass zu den „offiziellen“ Arbeitslosen 4.384 weitere Personen kommen, „die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder sich in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus befinden“.
»Im Rahmen der laufenden Tarifrunde im kommunalen Nahverkehr ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten von Vestische, HCR und BOGESTRA am Montag, 02. Februar 2026, zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Betroffen sind Beschäftigte aus allen Betriebsteilen. Der Warnstreik beginnt mit der frühestens Frühschicht und endet in der Nacht zum Dienstag. In dieser Zeit ist mit einem umfänglichen Betriebsausfall im Bus- und Bahnverkehr zu rechnen. Regional- sowie S-Bahnen sind nicht von den Streikmaßnahmen betroffen.
Eine Anfrage der Ratsfraktion Die Linke an die Verwaltung hat ergeben, dass im Jahr 2025 in Bochum 335 Zwangsräumungen angesetzt waren, wovon 250 durchgeführt wurden – davon über 30 % durch die städtische VBW. Die Hauptursache waren in ca. 90 % der Fälle Mietschulden, während 10 % auf mietwidriges Verhalten oder Eigenbedarf zurückgingen. Betroffen waren 208 Single-Haushalte und 127 Mehrpersonenhaushalte, darunter 96 mit Kindern. Damit ist Bochum wieder beim relativ hohen Vor-Corona-Niveau angekommen.
Jüngere und ältere Menschen gehören zu den Verlierern, wenn es ums Wohnen geht: „Etliche der rund 6.550 Azubis in Bochum wohnen noch bei ihren Eltern. Und das nicht immer ganz freiwillig. Denn eine eigene Wohnung können sie sich oft nicht leisten“, sagt Gabriele Henter von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Das Wohnen werde gerade auch für Azubis mehr und mehr zum Problem. Das zeigt, so die IG BAU Bochum-Dortmund, der aktuelle „Soziale Wohn-Monitor“ vom Pestel-Institut, den die Gewerkschaft mit in Auftrag gegeben hat.
Der Mieterverein Bochum lädt im Januar zu einer Diskussionsveranstaltung zu wohnungspolitischen Entwicklungen und Alternativen für bezahlbares, sozial gerechtes und klimaverträgliches Wohnen ein. Es referieren: Eva Kleesiek (Masterstudentin Städtebau & kommunale Baustoffbörse Gelsenkirchen) & Sebastian Schlecht (freiberuflicher Architekt, in Lehre und Forschung an der TU Dortmund und der RWTH Aachen).
Am 29. Januar zeigt das Fritz Bauer Forum den Dokumentarfilm „Hannah Arendt: Denken ist gefährlich“ der sich mit der furchtlosen Denkerin, Aktivistin und Medienpersönlichkeit Hannah Arendt befasst. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit der Leiterin des Fritz Bauer Forums PD Dr. Irmtrud Wojak statt.
»Rojava inspiriert als Symbol für demokratische Selbsbestimmung, Geschlechterbefreinug und Ökologie seit seiner Gründung Millionen von Menschen. So beziehen auch wir als Rat von Unten uns explizit auf diese Werte! Diese Werte werden nun ein weiteres Mal angegriffen: Die islamistische Syrische Armee (HTS) in enger Zusammenarbeit mit dem IS und der Türkei haben seit Anfang des Jahres einen weitere Vernichtungsoffensive gegen das demokratische Selbstverwaltungsprojekt Nord- und Ostsyrien (Rojava) begonnen.
Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktags am 27. Januar bringen die Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke auf Initiative der Fraktion Die Linke eine gemeinsame Resolution in der Sitzung der Bezirksvertretung Bochum-Süd am selben Tag ein. Der 27. Januar erinnert an die Befreiung durch die Rote Armee des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, das weltweit als Symbol für die beispiellosen Gräueltaten des nationalsozialistischen Regimes gilt.
»Schall und Rauch aus Bad Berleburg, das sind Friedhelm „Menne“ Fuchs (Gitarre und Gesang), Jochen Rosenkötter (Gesang und Percussion), René Ritter (Bass) und die geheimnisvolle ELA alias Manuela Pätzke (Gesang). Meistens singen sie Deutsch, manchmal Englisch, gelegentlich auch im Wittgensteiner Platt. Ihr Repertoire umfasst Klassiker wie „Was wollen wir trinken“, Coverversionen wie „Working Class Hero“ sowie Vertonungen von Gedichten Christian Morgensterns. Durch Ihren Vortrag verleihen sie diesen Liedern eine unverwechselbare Note.
Achtung Ortsänderung: die Kundgebung findet am Platz des europäischen Versprechens statt wie ursprünglich angekündigt am Rathaus statt!
Diesen Montag wird der syrische Übergangspräsident, ehemaliger Al-Qaida-Extremist, Ahmad al- Scharaa in Berlin zu Gast sein. Die Kampagne „Rise Up 4 Rojava“ fordert: „Stoppt die Massaker! Verteidigen wir die demokratischen Kräfte im Nahen Osten!“ und ruft zur Kundgebung am 19. 1. um 18 Uhr am Platz des europäischen Versprechens auf.
»Angesichts des angekündigten Sturms „Elli“ mit Schnee, Eis und extremer Kälte stellt Die Linke Bochum kurzfristig ihr Parteibüro zum Schutz vor der eisigen Kälte zur Verfügung. In den Räumen können sich die Menschen mit warmen Mahlzeiten und Getränken aufwärmen sowie an bestehende Hilfs- und Unterbringungsangebote vermittelt werden. Das Kältenotfallzentrum befindet sich im Parteibüro der Bochumer Linken: Universitätsstraße 39, 44789 Bochum