Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktags am 27. Januar bringen die Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke auf Initiative der Fraktion Die Linke eine gemeinsame Resolution in der Sitzung der Bezirksvertretung Bochum-Süd am selben Tag ein. Der 27. Januar erinnert an die Befreiung durch die Rote Armee des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, das weltweit als Symbol für die beispiellosen Gräueltaten des nationalsozialistischen Regimes gilt.
»Dazu Justin Mantoan, Bezirksvertreter Die Linke: „Mit der Resolution bekennt sich die Bezirksvertretung Bochum-Süd ausdrücklich zur historischen Verantwortung Deutschlands und stellt unmissverständlich klar, dass Auschwitz und die damit verbundenen Verbrechen niemals wieder geschehen dürfen. Das ist angesichts des Erstarkens autoritärer und völkischer Parteien in Deutschland und weltweit aktueller denn je. Unsere Demokratie und die Menschenrechte müssen entschieden gegen Hass, Ausgrenzung und Geschichtsvergessenheit verteidigen werden – hier bei uns vor Ort ebenso wie auf allen politischen Ebenen.“
Die Resolution fordert alle politischen Akteure auf, sich den demokratischen Prinzipien zu verpflichten und konsequent gegen Antisemitismus, Rassismus, Nationalismus sowie andere menschenfeindliche Ideologien vorzugehen. Auch jeder Form der Relativierung oder Verharmlosung nationalsozialistischer Verbrechen wird klar widersprochen.
Zugleich erinnert die Resolution an die zentrale Bedeutung des Grundgesetzes, das die Unantastbarkeit der Menschenwürde garantiert. Demokratie dürfe nicht als selbstverständlich angesehen werden, sondern müsse täglich neu verteidigt und gelebt werden – auch in Stadtteilen und kommunalen Gremien. Dazu Justin Mantoan abschließend:
„Erinnerung ist kein Selbstzweck. Sie muss politisches Handeln nach sich ziehen. Wer ‚Nie wieder‘ sagt, muss heute entschieden gegen Ausgrenzung, Antisemitismus und soziale Spaltung eintreten. Mit der gemeinsamen Resolution setzten wir ein Zeichen für eine offene, vielfältige und solidarische Gesellschaft.“«