Die Bochumer GLS Bank und Sparkassen kündigten in den letzten Wochen und Monaten mehreren zivilgesellschaftlichen Organisationen die Bankkonten – darunter der Roten Hilfe e.V., der Deutschen Kommunistischen Partei und Anarchist Black Cross Dresden. Dieser „Debanking“ genannten Praxis stellen sich nun 4708 Erstunterzeichnende in einem offenen Brief an den Vorstand der GLS Bank entgegen. Damit hat die Initiative offensichtlich Eindruck gemacht: Die GLS reagierte in einer ebenfalls öffentlichen Stellungnahme.
Die Ratsfraktion Die Linke will sich nicht mit den rasant steigenden Mieten in Bochum abfinden, die seit 2015 um mehr als 50 Prozent gestiegen sind. Damit gehört Bochum mittlerweile zu den Spitzenreitern der Mietpreisentwicklung in Deutschland. Das liegt auch daran, dass das Bochumer Wohnungsunternehmen Vonovia in Städten ohne Mietpreisbremse laut Angaben des Mieterbundes NRW deutlich höhere Mieten verlangt.
Mit rund 180 Gästen verzeichnete die 39. Auflage der traditionellen Weihnachtsbetreuung des DRK-Kreisverbands Wattenscheid erneut steigende Besucherzahlen. Seit 1986 bereits bietet die Veranstaltung Menschen, die an den Feiertagen allein wären oder Unterstützung benötigen, einen warmen, sicheren und gemeinschaftlichen Ort in Wattenscheid. Auch in diesem Jahr war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt.
Bekanntlich hat die Stadt Bochum den Besetzern der Villa Kunterbunt das Haus „Auf den Holln 1-3“ zum Kauf angeboten – für 1 Euro. Allerdings müssten die Käufer umfängliche Sanierungsausgaben übernehmen und Sicherheiten in Höhe von 1 Mio. € leisten. Rechtsanwalt Erich Eisel, der die Bewohner:innen vertritt, hält das Angebot für sittenwidrig, da die von der Stadt geforderte Leistung der Käufer etwa das 4-fache des Grundstückswerts betragen würde. Wir dokumentieren das Angebot der Stadt und die Antwort des Anwalts.
Am 19. April 2026 sollen Bürger:innen in 17 nordrhein-westfälischen Städten durch Ratsbürgerentscheid bestimmen, ob sich die Städte als „Olympia Köln/Rhein-Ruhr“ für die Olympischen Spiele bewerben. Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung nimmt Wolfgang Czapracki- Mohnhaupt zur Bochumer Olympia-Bewerbung Stellung.
Mit einem gewaltigen Polizeiaufgebot wurde heute die „Villa Kunterbunt“ Auf den Holln 3 geräumt. Die Beamten hatten allerdings sehr viel Langeweile, denn die Hausbewohner:innen und die Unterstützer:innen waren – so ein Augenzeuge – extrem friedlich. Wir haben Bilder.
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki- Mohnhaupt zur gerichtlich bestätigten Nutzungsuntersagung der „Villa Kunterbunt“:
Auf der Seite von Bochum gemeinsam erläutert Andrea Wirtz für das Bündnis, warum es nach der Kommunalwahl darauf ankommt, an dem Anspruch eines Perspektivenwechsels weiterzuarbeiten: „Der Kommunalwahlkampf ist vorbei. Rot-Grün hat die Mehrheit der Ratsmandate verloren und sich zu einer Minderheitskoalition entschieden, bei wichtigen Vorhaben in Absprache mit der Linken. Die AfD sitzt mit 14 Abgeordneten im Rat, in den Bezirksvertretungen teilweise mit 5 Vertreter*innen. Die Bilanz ist also sehr gemischt und es gibt auch künftig viele gute Gründe, sich als Zivilgesellschaft aktiv einzumischen.“ Das ganze Interview findet sich hier.
„Die Stadt hat mit dem Verfall ihres Gebäudes bewiesen, dass sie keine gute und pflegliche Eigentümerin ist. Selbstgenutztes Wohneigentum wird in der Regel deutlich besser gepflegt und instand gehalten“, erklären Dr. Volker Steude, Stefanie Beckmann und Nadja Zein-Draeger. Die Ratsmitglieder der Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt sehen daher in dem Kaufangebot für die Villa Kunterbunt von Seiten der Bewohnenden eine „charmante Idee“.
Das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung mischt sich in die Diskussion ein, die umwandlungsbedrohte Bergarbeitersiedlung „Am Röderschacht“ in Linden durch eine Erhaltungssatzung zu schützen.
Das Theater der Gezeiten lädt in diesem Winter zum Figurentheaterprogramm Wintersternzeit ein. Zwischen dem 14. Dezember 2025 und dem 25. Januar 2026 wird ein abwechslungsreiches Programm aus Figuren- und Erzähltheater für Kinder ab 4 Jahren gezeigt. Gespielt wird in der gemütlichen Spielstätte an der Schmechtingstraße 40, 44809 Bochum, jeweils um 15:30 Uhr. Der Eintritt ist auf Spendenbasis.
Was genau ist Antisemitismus und wie drückt er sich aus? Dazu gibt es einen Vortrag mit Diskussion am Donnerstag, 18. Dezember um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer, Raum 6.
»Am Abend des 10. Dezember setzten rund vierzig OMAS GEGEN RECHTS Bochum & West in der Bochumer Innenstadt ein stilles, aber eindringliches Zeichen zum Tag der Menschenrechte. Der internationale Gedenktag erinnert an die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die UN-Generalversammlung im Jahr 1948 – und daran, wie wichtig es bleibt, diese Rechte weltweit zu schützen.
Anonyme Nachricht über unser Kontaktformular: Verwaltungsgericht Gelsenkirchen: „Villa Kunterbunt“ in Bochum muss geräumt werden. Dezember 2025: https://www.justiz.nrw/presse/2025-12-10
Für Die Linke im Rat Bochum ist die Insolvenz der Taxigenossenschaft „Taxi Bochum eG“ ein deutliches Alarmsignal, das nicht länger ignoriert werden darf. »Leider liefert eine Mitteilungsvorlage der Verwaltung vom 09. Oktober zur Situation des Taxigewerbes nur allgemeine Hinweise aber keine konkreten Maßnahmen.
»Zum 50. Todestag von Hannah Arendt veranstaltet das Schauspielhaus Bochum gemeinsam mit dem Fritz Bauer Forum am Freitag, 12. Dezember, um 19.30 Uhr die Lesung und Podiumsdiskussion Mit Hannah Arendt über Israel und Palästina nachdenken. In den Kammerspielen lesen die Schauspieler*innen Danai Chatzipetrou und William Cooper ausgewählte Texte aus Arendts Werk. Im Anschluss diskutieren die deutsch-palästinensische Journalistin und Buchautorin Alena Jabarine (Der letzte Himmel. Meine Suche nach Palästina), der israelische Historiker Moshe Zimmermann (Zuschaltung aus Tel Aviv), die Historikerin und Gründerin des Fritz Bauer Forums, Irmtrud Wojak, sowie Dramaturg Moritz Hannemann über die Aktualität und Widersprüchlichkeit von Arendts politischem Denken.
Das Netzwerk bo-initiativ lädt zu einem Filmabend am Donnerstag, 11. Dezember um 18 Uhr im Kino Endstation im Bhf Langendreer ein. Gezeigt wird Einfach Machen! – She-Punks von 1977 bis heute – (Deutschland, Schweiz, 2024, Filmlänge 89 min, FSK: 6). Eintritt gegen Spende. Danach geht’s gemeinsam auf ein Getränk ins Wageni.
Das Kommunale Integrationszentrum und der Kinder- und Jugendring laden zur Demokratiekonferenz in die Geschäftsstelle des Jugendrings ein, um einen Austausch über die Erfahrungen mit den Projekten zu ermöglichen, die 2025 im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ gefördert worden sind und um Ideen für neue Projekte zu entwickeln.
Die neue Musik-Revue des Chores Chorrosion trägt den Titel „Kreuzfahrt – (noch) kein Land in Sicht“. Das Publikum erlebt bei einer Kreuzfahrt um die Welt die Absurditäten des Lebens an Bord eines Schiffes mit 6000 Passagieren, die rund um die Uhr touristisch betreut werden. Unübersehbar sind die zerstörerischen Folgen der Klimakrise und der menschenrechtswidrigen Abschottungspolitik der “Festung Europa“, aber man stößt auch in verschiedenen Ländern auf ermutigenden Widerstand gegen ein „Weiter so!“ bei der fossilen Ausbeutung. Und zum Schluss landet das Schiff 2060 doch noch in einer gerechteren Welt.
»Die Deutsche Friedensgesellschaft- Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK) NRW unterstützt die am heutigen Freitag stattfindenden Schulstreiks und Protestaktionen verschiedener Jugendorganisationen an vielen Orten in NRW. Die Friedensorganisation stellt sich damit an die Seite zahlreicher junger Menschen, die sich Sorgen um einen möglichen Krieg mit deutscher Beteiligung machen.
Die Ratsfraktion Die Linke stellt für die nächste Ratssitzung im Dezember eine Anfrage zum Verkauf der denkmalgeschützten Siedlung Am Röderschacht an die neue Gesellschaft „Am Röderschacht Immobilien GmbH“. Hintergrund sind die Pläne des neuen Investors, die von Vonovia veräußerten Wohnungen in Eigentum umzuwandeln. Die Linke befürchtet eine Verdrängung der bisherigen Mieter*innen durch Gentrifizierung.
»Amnesty International Bochum, das Fritz Bauer Forum, der Kinder- und Jugendring Bochum, die Stadtbücherei Bochum, UniverCity Bochum e.V. und die Volkshochschule Bochum laden am Mittwoch, 10. Dezember, zum mittlerweile 4. Bochumer Forum am „Tag der Menschenrechte”. Bei diesem internationalen Gedenktag wird an die Verkündung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte am 10. Dezember 1948 in Paris erinnert.
Am Freitag, den 05. Dezember von 16 Uhr bis 20 Uhr ist es wieder so weit: Wenn die verrücktesten Weihnachtsgestalten rund um den Imbuschplatz unterwegs sind, wenn Musik durch den Quartiersgarten klingt, die Stühmeyerstraße und die Quartiershalle zum Schlender-Basar werden, es nach Waffeln, Suppe und Kinderpunsch duftet und sich rund um die KoFabrik bastelnde, staunende, lachende Besucher*innen tummeln, dann, ja dann heißt es: Straße, Bühne und Halle frei für die Adventssause im Quartier!
»Fast jedes vierte Kind in Bochum lebt in einem einkommensarmen Haushalt und ist von zahlreichen Freizeitaktivitäten ausgeschlossen. Die Familien können den Teilnahmebeitrag für eine Ferienfreizeit nicht mehr aufbringen. Dabei sind Jugendreisen wichtige Lernorte mit einer pädagogischen Begleitung und tragen zur Entwicklung persönlicher und sozialer Kompetenzen der Teilnehmenden bei.
»Im Zuge der Sportausstellung „Bochum bewegt“ veranstaltet Bochum Marketing am Donnerstag, 4. Dezember, um 17.30 Uhr im Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, die Podiumsdiskussion „Olympia in Bochum?“. Als Expertinnen und Experten sind Lily Anggreny (ehemalige Paralympics-Siegerin), Michael Huke (Geschäftsführer TV Wattenscheid 01 und Olympia-Teilnehmer), Jörg Lukat (Oberbürgermeister der Stadt Bochum) und Michael Scharf (Leistungssportdirektor Landessportbund Nordrhein-Westfalen) eingeladen.
In Sachen des von der Polizei angeschossenen 12-jährigen Kindes in Bochum-Hamme hat sich der Anwalt des gehörlosen Mädchens zu Wort gemeldet – und widerspricht der Darstellung der Polizei nachdrücklich. Außerdem wurde ein Spendenlink zur Deckung der Verfahrenskosten des Mädchens eingerichtet. mehr (externer Link)