
»Angesichts des angekündigten Sturms „Elli“ mit Schnee, Eis und extremer Kälte stellt Die Linke Bochum kurzfristig ihr Parteibüro zum Schutz vor der eisigen Kälte zur Verfügung. In den Räumen können sich die Menschen mit warmen Mahlzeiten und Getränken aufwärmen sowie an bestehende Hilfs- und Unterbringungsangebote vermittelt werden. Das Kältenotfallzentrum befindet sich im Parteibüro der Bochumer Linken: Universitätsstraße 39, 44789 Bochum
Das Angebot richtet sich an alle Menschen, die aufgrund der extremen Wetterlage Schutz suchen – unabhängig von ihrer Wohn- oder Lebenssituation. Niemand wird abgewiesen, wenn Schutz vor Kälte benötigt wird.
„Dass unsere Aktion in einem so wohlhabenden Land wie Deutschland notwendig ist, macht deutlich, wie groß die sozialen Herausforderungen weiterhin sind. Obdachlosigkeit ist selten eine individuelle Schuldfrage, sondern Ausdruck struktureller Probleme auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt. Es muss gewährleistet sein, dass in Bochum niemand wegen fehlenden Wohnraums oder unzureichender Versorgung in lebensgefährliche Situationen gerät“, erklärt Gavin Währisch, Mitglied des Rates der Stadt Bochum für Die Linke.
Bereits Temperaturen um +1 °C können in Verbindung mit Nässe und Wind zu lebensgefährlicher Unterkühlung führen. Für Menschen ohne geschützten Aufenthaltsort, trockene Kleidung oder ausreichende Versorgung besteht akute Lebensgefahr.
Die Linke Bochum verweist zudem auf den Kältebus des DRK Bochum-Wattenscheid als wichtige Unterstützung im Stadtgebiet. Bei Anzeichen von Unterkühlung oder Erfrierungen ist umgehend der Notruf 112 zu wählen.
Für den Betrieb des Kältenotfallzentrums im Parteibüro werden Sachspenden benötigt, darunter haltbare Essenskonserven, Energie- und Müsliriegel sowie To-go-Becher für heiße Getränke.
„Kurzfristige Hilfe rettet Leben. Dass wir dafür unsere eigenen Räume öffnen, ist für uns selbstverständlich. Gleichzeitig bleibt unser Ziel klar: Niemand sollte in dieser Stadt ohne sicheren Wohnraum leben oder gezwungen sein, in der Kälte ohne Schutz zu sein“, so Währisch abschließend.«