„Mehr Lohn, mehr Freizeit, mehr Mitbestimmung – mit Betriebsrat sind die Arbeitsbedingungen spürbar besser“, erklärt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und erinnert: »Bei den Wahlen vom 1. März bis 31. Mai können Beschäftigte ihre Betriebsräte neu wählen und so ihre Interessen im Betrieb vertreten. In Bochum sind rund 176.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in gut 4.640 Betrieben wahlberechtigt.
Am Montag, den 9. März 2026 findet in Bochum um 16:00 Uhr auf dem Dr.-Ruer-Platz ein bundesweit organisierter intersektional-feministische Frauen*streik statt: »Der politische Aktionstag macht unbezahlte und schlecht bezahlte Arbeit sichtbar und fordert Gleichstellung, Schutz vor Gewalt, die Anerkennung von Care-Arbeit sowie soziale Absicherung und politische Teilhabe. Organisiert wird der Frauenstreik in Bochum von einem lokalen Netzwerk aus Frauen aus zivilgesellschaftlichen Organisationen und Verbänden.
Die Oval Office Bar und das Projekt PsyWill laden am Dienstag, den 10. 3. um 18 Uhr zu einer Veranstaltung zum Thema „Die psychiatrische Willenserklärung“ ein: »Jennifer Jäckel ist Beraterin im Projekt PsyWill und führt in feministische Psychiatriekritik und die Psychiatrische Willenserklärung ein. Im Kontext feministischer Psychiatriekritik finden sich unterschiedliche Perspektiven. Eine beinhaltet eine grundlegende und weitreichende Kritik an der Psycho-Pathologisierung des Individuums. Diese Perspektive verweist auf die strukturellen Bedingungen von Verfassungen und Krisenerleben und fordert eine Politisierung der Kontexte von Krisenerleben.
Nach 25 Jahren Rot-Grün hat diese Koalition im Bochumer Stadtrat seit der letzten Kommunalwahl keine Mehrheit mehr. Eine feste Koalition mit einer dritten Partei ging sie aber auch nicht ein und muss jetzt von Fall zu Fall (wechselnde) Mehrheiten suchen. Beim Thema Sicherheit holte die Minderheits-Koalition sich auf der letzten Sitzung des Ausschusses für Sicherheit, Umwelt und Nachhaltigkeit die fehlenden Stimmen bei den Linken – und gingen dafür sogar auf einen Linken Änderungsantrag ein. Im Planungsausschuss stimmte die rot-grüne Koalition beim Thema „Erhaltungssatzung für die Siedlung „Am Röderschacht“ dagegen gegen die Linke.
Mit der im Jahr 2019 vom Umwelt- und Grünflächenamt gestarteten Kampagne „Bochum blüht und summt“ möchte die Stadt Bochum einen Beitrag dazu leisten den Lebensraum von Wildpflanzen und Insekten aufzuwerten und zu bereichern und so dem Insektensterben entgegenzuwirken. Auch in diesem Jahr verschenkt die Stadt Bochum ab Montag, 9. März, insektenfreundliche Saatgutmischung an alle, die bei diesem Programm mitmachen wollen. Der Inhalt der Samentütchen besteht aus einer heimischen Wildblumenmischung und reicht für einen Quadratmeter Fläche.
In der Tarifrunde für die rund 30.000 Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) den Druck auf die Arbeitgeber. Für Samstag, den 7. März 2026, ruft ver.di Beschäftigte der Bogestra, der HCR und der Vestischen zu einem ganztägigen regionalen Warnstreik auf. In den betroffenen Unternehmen werden am Samstag von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht keine Busse und Bahnen fahren. Der Betrieb von S-Bahnen und Regionalzügen ist nicht betroffen.
Die Volkshochschule (vhs) und das Frauenarchiv „ausZeiten“ laden am Sonntag, 15. März, von 11 bis 13.30 Uhr zum Bochumer Frauenstadtrundgang ein (Kursnummer: M12000). Treffpunkt ist an der Glocke auf dem Rathausvorplatz, Willy-Brandt-Platz 2-6. Interessierte können sich unter der Rufnummer 02 34 / 910 – 15 55 oder über die Webseite vhs.bochum.de anmelden. Die Teilnahme kostet acht Euro, eine Ermäßigung ist möglich.
Die Teilnehmerinnen haben die Möglichkeit, historische Bochumer Frauen des 19. und 20. Jahrhunderts und früher kennenzulernen. Dabei erfahren sie, welche Spuren die Anwältin Nora Platiel, die Politikerin Ottilie Schoenewald oder die Pastorin Ursula Schafmeister hinterlassen haben – in der Stadt, aber auch in der Geschichte der Frauenbewerbung.
Donnerstag 05.03.26, 13:46 Uhr
Demonstration zum internationalen feministischen Kampftag in Bochum
Das Bochumer Bündnis „Feministischer Kampftag 2026“ ruft am 08. März zu einer Demonstration gegen Patriarchat und patriarchale Gewalt um 15 Uhr am Bochumer HBF/Buddenbergplatz auf, um gemeinsam Wut und den Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben auf die Straße zu tragen.
Zum Internationalen Frauentag am 8. März 2026 macht der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Bochum deutlich: Gleichstellung braucht Mitbestimmung.
»Angesichts wachsender gesellschaftlicher Spaltung, zunehmender antifeministischer Hetze und globaler Angriffe auf demokratische Werte ist der Einsatz für Respekt, Vielfalt und Solidarität dringlicher denn je. „Die Demokratie steht unter Druck – weltweit und auch hier bei uns“, sagt Marc Schneider, Vorsitzender des DGB Bochum. „Antifeminismus, Hass und Hetze bedrohen, was wir mühsam erkämpft haben. Umso wichtiger ist es, dass wir mitbestimmen und solidarisch handeln – im Betrieb und in der Gesellschaft.“
In der Reihe zur Bochumer Stadtgeschichte präsentiert das Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, am Mittwoch, 11. März, um 19 Uhr den Vortrag „Unsichtbar vor aller Augen? Koloniale Spuren in Bochum“. Referent ist Dr. Fabian Fechner. Der Eintritt ist frei.
Am 3.3. fand vor dem Rathaus in Wattenscheid – auf dem Betti-Hartmann-Platz – eine Mahnwache gegen die AfD in der Bezirksvertretung und gegen den 2. stellvertretenden Bürgermeister Cedric Sontowski statt. Es war bereits die zweite Mahnwache vor einer Sitzung der Bezirksvertretung. (Mahnwache auf dem Betti-Hartmann-Platz – Bewegung in Bochum)
Das Theater Löwenherz veranstaltet einen besonderen Sparziergang am Mittwoch, 11.03.2026, 18 Uhr und Donnerstag, 12.03.2026, 18 Uhr : >>Eine Bergbauschule, ein Kinderheim, eine Straße die früher mal Blücherstraße hieß und von Geschäften gesäumt war, ein Aufmarschplatz, ein fast verschwundenes Redemptoristenkloster, eine Eisenhütte, die später besetztes Kulturzentrum war und in der großes Theater gemacht wurde, ein Bahnhof der heute verschwunden ist – wenn man mit offenen Augen durch das Quartier rund um den Imbuschplatz wandert, fallen einem schnell jede Menge Geschichten, Anekdoten, Fragen ein, stechen einem Dinge, Orte, Ecken ins Auge, über die man unbedingt mehr wissen möchte.
Das Verwaltungsgericht in Köln hat im Eilverfahren vorerst zugunsten der AfD entschieden. Ist damit die NRW Appell-Kampagne AfD-Verbot vorbei? Keineswegs – es ist ein Rückschlag, aber ändert nichts an der Notwendigkeit eines Verbotsverfahrens. Das Eilverfahren ist keine Entwarnung für die AfD – die Entscheidung über ein Verbot trifft das Bundesverfassungsgericht und das kann nur mit seiner Arbeit beginnen, wenn es von der Politik beauftragt wird. Die AfD bleibt rechtsextremistischer Verdachtsfall und stellt eine reale Bedrohung dar, für die demokratischen Verhältnisse ebenso wie ganz konkret für Menschen, die nicht in das Menschenbild diese radikalen Rechten passen.
Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK) NRW unterstützt die für Donnerstag, 5.3. auch in NRW geplanten Schulstreikaktionen gegen die Wiedereinführung einer Wehrpflicht (Aktion in Bochum siehe) und schreibt: »Nach den aus Sicht der Veranstalter erfolgreichen ersten Aktionen am 5. Dezember folgt nun der zweite Aktionstag. „Es geht um die Zukunft der jungen Menschen, ob sie sich wieder einem Zwang zum Militärdienst unterziehen müssen.
Am 10. März präsentieren Kat Teichmann (Herausgeberin, LIESELLE), Begüm Karagöz (Autorin, LIESELLE) und Julia Lübbecke (Künstlerin) gemeinsam ihr Buch „Aktivistinnen im Archiv. »Von den Anfängen der Frauenforschung bis zu queeren Interventionen“ im Fritz Bauer Forum. Das Forum schreibt dazu: Seit den 1970er Jahren haben feministische Aktivist*innen in der Bundesrepublik begonnen, Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen aufzubauen – mit dem Ziel, die Geschichte der autonomen Frauen- und Lesbenbewegungen und ihrer politischen Arbeit festzuhalten.
Am kommenden Dienstag findet in der KoFabrik ein – von Attac Bochum und dem Informationsbüro Nicaragua e.V. organisierter politischer – Reisebericht über Nicaragua statt: »Nach 2 Jahren bin ich nochmal in meine zweite Heimat zurückgekehrt. Die Diktatur ist nicht mehr offensichtlich. Wenn man nicht weiß, was in dem Land passiert, erscheint es als eine ganz „normale“ Gesellschaft. Dabei ist sie repressiver als je zuvor.
Ab März wird im HalloDu-Theater im KulturMagazin, Lothringer Straße 36c, das Theaterstück „Glück Auf! Von ObenDrüber und UntenDrunter“ aufgeführt: »Das Stück ist empfohlen für Kinder ab sieben Jahren. Eine Familienaufführung findet am Sonntag, 8. März, um 16.30 Uhr statt. Der Eintritt kostet für Kinder zehn Euro und für Erwachsene elf Euro. Schulaufführungen des Stücks finden vom 10. bis zum 12. März, dem 19. und 20. März um jeweils 10 Uhr statt.
Das Prinz-Regent-Theater (prt) steht in dieser Woche ganz im Zeichen des Internationalen Frauenkampftages am 8. März. Es beginnt mit einem Gespräch am 5.3.: »Kurz vor dem Internationalen Frauenkampftag sprechen die beiden Autor:innen Sivan Ben Yishai und Miedya Mahmod über die Bedeutung der Worte „International“, „Frauen“ und „Kampf“. Drei Worte, die einfach klingen, doch sehr komplex sind. Von der Vielschichtigkeit der Begriffe zur Klarheit des Handelns – im Gespräch nähern wir uns diesen drei Worten an, die uns auffordern, Bündnisse einzugehen und solidarisch zu leben.
Für den 5. März 2026 ruft die bundesweite Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ zu einer zweiten Schulstreikwelle gegen die Wehrpflicht auf. Das Bochumer Schulstreikkomitee erklärt: »Die Schulstreiks richten sich gegen die von der Bundesregierung betriebenen Maßnahmen zur Vorbereitung einer flächendeckenden Wehrpflicht, aber auch gegen jeden weiteren Ausweitungs- und Umsetzungsschritt des bereits beschlossenen „Wehrdienstgesetzes“. Am 5. Dezember 2025 waren in mehr als 90 Städten insgesamt über 55.000 Jugendliche auf die Straße gegangen und hatten ihre Schulen bestreikt.
Die Fakultät für Physik und Astronomie der Ruhr-Uni hat die Wissenschaftsjournalistin und Autorin Dr. Astrid Viciano eingeladen, ihr Buch „Die Formel des Widerstands“ vorzustellen. Am 5. März, 18 Uhr, berichtet sie in der Pauluskirche von ihrer Recherche und liest Auszüge aus dem Buch. Basierend auf historischen Ereignissen, handelt das Buch davon, wie Kernphysiker mithalfen, die Atombombe der Nazis zu verhindern.
Am Mittwoch, den 4. März bietet die Stadtbücherei im BVZ von 17:00 bis 19:00 Uhr einen Workshop mit Mick Prinz vom Projekt „Good Gaming Support“ der Amadeu Antonio Stiftung an: »Er gibt eine Einordnung zur Relevanz der Gaming-Kultur in der Bildungsarbeit. Wie instrumentalisieren toxische und rechtsextreme Gamer*innen die Videospiel-Kultur? Wie können Gamer*innen effektiv dagegen halten und wie können Pädagog*innen und Eltern mit Chancen und Herausforderungen umgehen? Der Workshop gibt dabei einen längeren Input zu verschiedenen Gaming-Plattformen, gibt aber auch konkrete Tipps zu Handlungsoptionen und passenden Games für die Bildungsarbeit. Anmeldung erwünscht.
Bereits zum zwanzigsten Mal werden am kommenden Wochenende unter dem Motto „Eintritt frei!“ zahlreiche Ateliers von Kunstschaffenden und Handwerksdesigner:innen in Bochum für das Publikum geöffnet. In diesem Jahr nehmen 52 Künstler:innen und 28 Ateliers teil, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind.
Am 21.02.26 hat der 7. Rat von Unten im Bahnhof Langendreer mit 60 Teilnehmenden getagt. Hier ein Bericht der Organisator:innen, „für alle die nicht dabei sein konnten, oder sich erinnern wollen, um Kraft zu tanken und weiter zu denken“. Eröffnet wurde Rat mit einer Begrüßungsrede:
Die Stadtgestalter/Volt rufen „alle Bürger*innen dazu auf, ihre Stimme beim Bürgerentscheid über die Olympia-Bewerbung unter Berücksichtigung von Fakten zu vergeben“: »Der versprochene positive Einfluss der Olympischen Spiele auf unsere Stadt wird tatsächlich gering ausfallen. Wir sprechen Sportler*innen des modernen Fünfkampfs und des olympischen Fußballs ausdrücklich Hochachtung für ihre Leistungen aus. Dennoch führen diese beiden Sportarten im breiten olympischen Programm ein Randdasein.