Am kommenden Dienstag findet in der KoFabrik ein – von Attac Bochum und dem Informationsbüro Nicaragua e.V. organisierter politischer – Reisebericht über Nicaragua statt: »Nach 2 Jahren bin ich nochmal in meine zweite Heimat zurückgekehrt. Die Diktatur ist nicht mehr offensichtlich. Wenn man nicht weiß, was in dem Land passiert, erscheint es als eine ganz „normale“ Gesellschaft. Dabei ist sie repressiver als je zuvor.
Auffällig, es fahren fast nur noch neue chinesische Busse in Stadt und Land, große China Mals und China Läden sind allgegenwärtig. Was man nicht sieht, ist der Ausverkauf des Landes an chinesische Minengesellschaften und zunehmende Abhängigkeit von Krediten.
Seit Trump und noch mehr nach der US – Intervention in Venezuela ist das Regime kleinlaut geworden, kein Diskurs mehr gegen den US-Imperialismus, die UN soll es richten, gerade die Institution, die das Regime ständig diskreditiert und aus fast allen UN-Institutionen ausgetreten ist.
Hinter den Kulissen brodelt es umso mehr. Die wirtschaftliche Situation ist instabiler als noch vor einem Jahr. Rosario Murillo, die Ehefrau von Daniel Ortega hat die Entscheidungsbefugnisse zunehmend an sich gerissen und mit einer Säuberungswelle bei den Kadern des historischen Sandinismus begonnen, die vor niemandem Halt macht, auch nicht vor dem Bruder von Ortega. Sie bereitet sich auf den Übergang der Macht nach einem möglichen Tod von Ortega vor.
Was könnten mögliche Szenarien eines Transitionsprozesses sein, welche Rolle spielt internationale Solidarität?
Und die Oppositionsbewegung…?
All dies und das, was die Teilnehmer*innen sonst interessiert wollen wir diskutieren.«
