In Bochum sollen die rund 1.300 Menschen, die in Bäckereien arbeiten, mehr Geld bekommen. Das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Wer in der Corona-Krise die Bevölkerung mit Brot, Brötchen und Kuchen versorgt, macht nicht nur einen unverzichtbaren Job – sondern setzt sich auch einem besonderen Infektionsrisiko aus“, sagt Adnan Kandemir, Gewerkschaftssekretär der NGG-Region Ruhrgebiet. Dafür hätten die Beschäftigten mehr Anerkennung verdient. mehr…
Fridays for Future geht am Freitag, den 14. 8. wieder auf die Straße und schreibt: »Ab 12 Uhr werden wir eine Mahnwache für mehr Photovoltaik am Kurt-Schumacher-Platz (gegenüber vom Hbf) machen! Um das 1,5 °C einzuhalten brauchen wir zwingend eine Energiewende, aber aktuell sieht es nicht gut dabei aus. Ob die Inbetriebnahme des neuen Kohlekraftwerkes Datteln 4 oder das „Kohleausstiegsgesetz“, welches Fossile Energien in Deutschland bis 2038 festschreiben soll, die Bundesregierung versucht mit allen Mitteln veraltete Techniken am Leben zu erhalten. mehr…
In Bochum gründet sich eine Anarchistische Lebensmittelhilfe und ruft zu einem ersten Treffen auf: »Die Pandemie und die damit einhergehende „Wirtschaftkrise“, macht zahlreiche Arme noch ärmer und bringt andere in die Armut. Auch die bereits bestehende Ordnung nimmt Vielen die notwendigen Ressourcen, um ein anständiges Leben zuführen. Sich weiter auf die Versorgung durch Staat und Unternehmen zu verlassen, ist eine naive Träumerei, es ist an der Zeit, die (Lebensmittel-) Versorgung in Bochum selbst zu organisieren. mehr…
Die Radwende regt mit einem Bürgerantrag nach §24 an, nach Lösungen für Probleme der Innenstadt zu suchen, die gleichermaßen der Mobilitätswende wie dem Einzelhandel helfen. Dazu sollen temporäre Maßnahmen zur Förderung von Radverkehr und ÖPNV ausprobiert werden. Martin Krämer schreibt für die Radwende: „Die Coronakrise hat dramatische Veränderungen auch in unserer Stadt bewirkt. Viele Probleme in der Innenstadt wurden noch einmal verschärft. Viele Geschäfte, die der wohnortnahen Versorgung dienen, könnten vor dem Aus stehen.“ mehr…
Im Rahmen der Sea Watch Ausstellung findet am Sonntag, den 16. August um 17:00 Uhr im Luther LAB, Alte Bahnhofstraße 166 eine Veranstaltung statt mit dem Titel: „We’ll come united – gegen Abschiebungen nach Afghanistan, Guinea und überhaupt“. In der Einladung heißt es: »Zur Durchsetzung ihrer Flüchtlingspolitik ist die Bundesregierung bereit, Menschen in Krisen- und Kriegsgebiete abzuschieben, in denen ihr Leben bedroht ist: z. B. nach Afghanistan, wo in den letzten Jahren mehr Menschen durch Krieg und Terroranschläge getötet wurden als je zuvor. Oder in Länder mit korrupten Regierungen, wo Polizei und Militär brutal gegen Proteste der Zivilbevölkerung für mehr Demokratie vorgehen wie z. B. in Guinea. Mit dieser Veranstaltung rufen Nabie Ghorbani aus Afghanistan und Mohamed Bangoura aus Guinea mit Freund*innen dazu auf, sich gemeinsam gegen Hetze und Ausgrenzung und für gleiche soziale Rechte für alle Menschen einzusetzen. Sie sagen NEIN zu einer Politik der Abschreckung, Angst und Abschiebungen für Geflüchtete. Stattdessen möchten sie Perspektiven für ein gemeinsames Leben und Miteinander in einer solidarischen Gesellschaft diskutieren. Es gibt Übersetzungen in dari/ farsi und französisch.«
Die Kampagne „RATHAUS NAZIFREI – Keine Stimme für AfD & NPD“ hat begonnen, ihre Forderung in verschiedene Sprachen zu übersetzen und schreibt auf ihrer Webseite: „Falls Ihr noch weitere Sprachen beisteuern möchtet, würden wir uns sehr freuen. Schickt uns Eure Übersetzungen einfach an: info[at]rathaus-nazifrei.de.“
Das soziale Straßenmagazin bodo schreibt: »46.610 wohnungslose Menschen zählt die aktuelle Wohnungsnotfallberichterstattung für NRW, die das NRW-Sozialministerium am Montag bekannt gegeben hat. Damit waren zum Stichtag 30. Juni 2019 noch einmal rund 2.000 Menschen mehr ohne eigene Wohnung als im Jahr zuvor. Der bodo e.V. ist in Sorge und fürchtet, dass viele weitere hinzukommen werden. Am 30. Juni jedes Jahres erfasst das Land NRW sogenannte Wohnungsnotfälle, also Menschen, die als Wohnungslose in kommunalen Unterkünften, Wohnungen oder über freie Träger untergebracht sind. Nicht erfasst werden Menschen, die solche Einrichtungen nicht nutzen, im Hilfesystem nicht ankommen und bei Bekannten oder draußen schlafen. Trotzdem hilft sie, um Entwicklungen und Trends abzulesen. Zum Stichtag (30. Juni 2019) waren in Dortmund insgesamt 1.681 Menschen als wohnungslos gemeldet (2018: 1.411), in Bochum 900 (2018: 875). mehr…
In Bochum waren im Juli insgesamt 253.627 Fahrzeuge aller Klassen gemeldet. Das sind 1.094 mehr als im Juni. Der PKW-Bestand stieg um 889 auf insgesamt 204.240. Es waren 15.476 LKW angemeldet, 102 mehr als im Juni. 165 Busse sind im Stadtgebiet unterwegs, einer weniger als im Vormonat. Die Zahl der Krafträder stieg im Juli um 75 auf nun 16.155. Die Zahl der Elektrofahrzeuge erhöhte sich im Juli um 77 auf 1.133. Außerdem sind 3.053 E-Hybrid-Fahrzeuge in Bochum gemeldet, 402 mehr als im Vormonat.
Im Gründungsaufruf für eine Ende-Gelände-Gruppe heißt es: „Es sieht mies aus. Die Wälder in der Arktis, der Taiga und in den Amazonasgebieten stehen mal wieder in Flammen, während Gletscher unter Rekordtemperaturen verschwinden und Ökosysteme sich ihrem Kollaps nähern. Wie reagiert die Politk darauf? KohleEINstiegsgesetz, der Betrieb von Datteln 4, der angekündigte Abriss der 5 Dörfer für Garzweiler II, die fortwährende Subventionierung von fossilen Industrien und dem zementieren von fossilen Machtstrukturen.
Am Donnerstag, den 13.8. um 20 Uhr zeigt das endstation.kino im Rahmen des endstation.clubs ein Programm mit iranischen Kurzfilmen. In einer Erklärung zum Boykott des Fajr-Filmfestivals im Iran, mit der gegen den brutalen Abschuss eines Passagierflugzeugs protestiert werden soll, schreibt der iranische Filmkritiker und Autor Saeed Aghighi: „Für mich bedeuten Kino und Filmkritik nicht, einen Haufen nutzloser Bilder und Worte zusammenzufügen; das Kino ist die Stimme unserer Menschlichkeit. Wenn dieser Satz für uns keinen Sinn ergibt, werden wir auch dem Kino keinen Sinn geben“. Die Auswahl der iranischen Kurzfilme, die Mahtab Dadarsefatmahboob im endstation.club präsentieren wird, versucht die Aufmerksamkeit auf unsere gemeinsame Menschlichkeit zu lenken. Gezeigt durch die Linse junger, unabhängiger iranischer Filmemacher*innen. Eintritt ist frei.
„Es freut mich sehr, dass uns zwei populäre Linke, Gregor Gysi und Sevim Dagdelen, im Kommunalwahlkampf prominent unterstützen werden. Gemeinsam mit den beiden setzen wir ein starkes Zeichen für den dringend notwendigen sozialen Kurswechsel in Bochum“, erklärt Amid Rabieh, Oberbürgermeisterkandidat und Sprecher der Bochumer Linken. „Bochum ist eine sozial tief gespaltene Stadt. Die Armut verfestigt sich und die Startchancen für unsere Kinder lassen sich an der Postleitzahl ablesen. Das ist die verheerende Bilanz von Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und seiner rot-grünen Rathauskoalition. Die Linke will Bochum für die Mehrheit der Menschen gerechter und lebenswerter machen. Dazu ist eine Entlastung der Kommunen durch die Bundespolitik mittels einer gerechten Besteuerung von Vermögen unerlässlich gerade jetzt in der Krise. Dass uns Gregor Gysi und Sevim Dagdelen mit ihrer bundespolitischen Prominenz bei unserem großen Wahlkampfhöhepunkt am 3. September auf dem Dr.-Ruer-Platz unterstützen, gibt extra Rückenwind für eine erfolgreiche Kommunalwahl“, so Rabieh weiter.
Anlässlich des Tags der Jugend fordert der Flüchtlingsrat NRW die nordrhein-westfälische Landesregierung auf, Verantwortung für die Bildungsmöglichkeiten für junge Flüchtlinge zu übernehmen und schreibt: »Auch im vierten Jahr der Legislatur der Landesregierung steht das 2017 im Koalitionsvertrag angekündigte Versprechen aus, den flächendeckenden Zugang zu Bildung für junge erwachsene Flüchtlinge, die aufgrund ihres Alters nicht mehr schulpflichtig sind, sicherzustellen. Die am 30.06.2020 angekündigte Initiative des NRW-Ministeriums für Schule und Bildung, ab dem Schuljahr 2020/21 das Projekt „Fit für mehr“ landesweit umzusetzen, wird dem Anspruch auf einen umfänglichen Zugang zu Bildung nicht gerecht. Denn im Rahmen des Projekts, das als Modell im Regierungsbezirk Köln bereits seit zwei Jahren durchgeführt wird, wird landesweit nur rund 300 Flüchtlingen ab 18 Jahren die Vorbereitung auf eine Externenprüfung zum Nachholen eines Hauptschulabschlusses ermöglicht werden. mehr…
Ein sechsköpfiges Team von Studierenden der Ruhr-Universität Bochum, sucht nach weiteren Models für ihre alternative Modenschau der Diversität und schreibt: »Im Rahmenprogramm vom Sommer auf dem Imbuschplatz des ko-labors wird am 15. August um 19 Uhr eine Modenschau stattfinden, bei der Bochumer*innen ihre individuellen Stile präsentieren können. Dabei soll es nicht darum gehen Schönheitsideale oder Modestandards aufzugreifen, sondern die einzigartigen und persönlichen Stile, die sich auf den Bochumer Straßen finden lassen, zu unterstreichen. Anforderungen soll es nach Aussage des Projektteams kaum geben: „Wir wollen den Menschen, die bereit sind ihre Outfits vor ca. 70 anderen zu präsentieren, nicht vorschreiben was sie zu tragen haben. mehr…
Am Donnerstag dieser Woche erinnerte das Bochumer Friedensplenum daran, dass vor genau 75 Jahren erstmals eine Atombombe als Vernichtungswaffe eingesetzt wurde. Corona bedingt wurden keine Flugblätter verteilt, sondern mehrfach eine Ansprache abgespielt, die der Schauspieler Stephan Ullrich zuvor auf Band gesprochen hatte. Seine eindringliche Stimme veranlasste etliche Passant*innen stehen zu bleiben und zu zu hören. Man spürte, dass ihm die Mahnung, endlich alle Atomwaffen zu ächten und den Atomwaffenverbotsvertrag der UN umzusetzen, ein wichtiges Anliegen ist.
Nach Monaten corona-bedingter Zwangspause startet der bodo e.V. im August wieder mit seinen sozialen Stadtführungen und schreibt. »Immer am dritten Samstag im Monat wird ein Verkäufer des sozialen Straßenmagazins zum Stadtführer und zeigt „Bochum von unten“. Die nächste Stadtführung ist am Samstag, 15. August. Wie sieht eigentlich die Stadt „von unten“ aus? Wie verbringen Menschen auf der Straße ihren Tag? Und wie hat sich ihre Lage durch die Corona-Pandemie verändert? Was ist wichtig, welche Angebote und Hilfen gibt es? Auf einer rund zweistündigen Tour geht es durch Bochum, vorbei an Tagesaufenthalten, Übernachtungs- und Beratungsstellen. mehr…
Auf immer mehr Baustellen in Bochum wird gegen Abstands- und Hygieneregeln verstoßen. Das kritisiert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). „Viele Baufirmen nehmen die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus auf die leichte Schulter. Das ist fatal“, sagt die Vorsitzende der IG BAU Bochum-Dortmund, Gabriele Henter. Immer häufiger werde wieder „im alten Trott“ gearbeitet – wie vor der Corona-Pandemie. Viele Bauunternehmen blendeten die Gefahr einer Infektion mit dem Covid-19-Virus inzwischen einfach aus, so die IG BAU. Bei ihren Baustellen-Visiten stoße die Gewerkschaft auf „grobe Corona-Sünden“: „Oft ist nicht einmal das Händewaschen möglich. Ein Waschbecken mit Seife und fließendem Wasser – Fehlanzeige. Von Desinfektionsmittel-Spendern ganz zu schweigen. Aber auch Sammeltransporte in Bullis sind schon längst wieder an der Tagesordnung. Genauso Frühstücks- und Mittagspausen dicht an dicht im Bauwagen“, sagt Gabriele Henter. mehr…
Die Kampagne „Rathaus nazifrei – Keine Stimme für AfD & NPD“ wird am Samstag, den 8. 8, von 13 bis 15 Uhr mit einem Infostand auf der Kortumstraße vor der Drehscheibe die Bochumer Bevölkerung zum Mitmachen einladen. Es gibt Buttons, Aufkleber, Plakate, T-Shirts und Bierdeckel, mit denen für die Kampagne geworben werden kann. Die Gewerkschaften in Bochum und das Bündnis gegen Rechts haben gemeinsam die Kampagne wenige Wochen vor der Kommunalwahl gestartet. Stefan Marx, Geschäftsführer des DGB Bezirk Ruhr-Mark freut sich über die riesige Resonanz, die die Kampagne inzwischen weit über Bochum hinaus gefunden hat und sagt zur Motivation der Beteiligten: „Wir wollen ein unmissverständliches Zeichen gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Diskriminierungen aller Art setzen und dass sich möglichst viele Menschen anschließen. In Bochum stehen wir für eine solidarische Gesellschaft, ein gutes, vielfältiges und friedliches Zusammenleben. Die AfD und andere rechtspopulistische und rechtsextreme Akteur*innen dagegen versuchen einen Keil in unsere Gesellschaft zu treiben und es ist unsere Pflicht, das zu verhindern!“ Für Uli Borchers, Sprecher des Bochumer Bündnisses gegen Rechts, ist es wichtig, dass die Wahl im September nicht nur kommunalpolitische Bedeutung hat: „Wir wollen mit der Kampagne auch überregional der AfD den Boden entziehen und hoffen, dass viele Menschen begreifen, dass die AfD der parlamentarische Arm des rechten Terrorismus ist.“
Die Bochumer Linke und die Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen unterstützen auch in diesem Jahr die Mahnwache des Friedensplenum anlässlich des Hiroshima-Gedenktages. Die Mahnwache beginnt am 6. August um 18.30 Uhr gegenüber vom Bochumer Hauptbahnhof. „75 Jahre nach dem US-amerikanische Atombomben-Abwurf auf Hiroshima ist der Abzug der in Büchel gelagerten US-Atombomben überfällig“, erklärt Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der LINKEN und Sprecherin für Abrüstungspolitik. „Die Bundesregierung muss sich endlich aktiv für eine atomwaffenfreie Welt einsetzen und damit in Deutschland beginnen. Der von US-Präsident Donald Trump beschlossene Teilabzug der in Deutschland stationierten US-Soldaten ist ein guter Anlass auch die US-Atomwaffen abzuziehen und diese zu vernichten. Das macht Deutschland und Europa sicherer. Ich rufe die anderen Bochumer Bundestagsageordneten dazu auf, sich gemeinsam für den Abzug der US-Atomwaffen einzusetzen, wie es laut aktuellen Umfragen über 80 Prozent der Bevölkerung fordern.“ Amid Rabieh, Oberbürgermeisterkandidat und Sprecher der Bochumer Linken ergänzt: „Ich bin überzeugt, dass sich die Mehrheit der Bochumerinnen und Bochumer eine atomwaffenfreie Welt wünscht. Bochum kann seinen Beitrag dazu leisten. Gemeinsam mit anderen Städten und Kommunen muss Bochum Druck auf die von SPD und CDU geführt Bundesregierung machen, dass diese sich aktiv für atomare Abrüstung einsetzt. Als Linke zeigen wir deshalb auch dieses Jahr wieder, gemeinsam mit dem Bochumer Friedensplenum, Gesicht für Abrüstung und Frieden.“
In Herne kämpft die sehr rege Bürgerinitiative (BI) „Dicke Luft“ gegen den häufig gesetzwidrigen Betrieb einer Giftmüllverbrennungsanlage an der Stadtgrenze zu Bochum. Jetzt gibt es Pläne zur Stilllegung der Anlage. Die BI schreibt in einer gemeinsamen Presseerklärung mit der BUND Kreisgruppe Herne: »Die Freude der Mitglieder von BUND und BI war natürlich groß, als der SUEZ Geschäftsführer die Stillegungspläne des Unternehmens der Öffentlichkeit mitteilte. Allerdings wurde die Freude sehr schnell wieder getrübt, da es viele widersprüchliche Aussagen von Herrn Bonkhofer zu hören und zu lesen gab: Vom Komplettverkauf bis zur Weiterführung der mechanischen Aufbereitung wurden uns ganz unterschiedliche Szenarien präsentiert. Daher ist klar, die Klage des BUND NRW gegen die letzte Genehmigung der Bezirksregierung wird so lange aufrecht gehalten bis eine endgültige Klärung im Sinne einer Komplettstilllegung entschieden ist. Sollte für die thermische Aufbereitung ein neuer Betreiber gefunden werden, wird sich dieser mit der Klage auseinandersetzen müssen. mehr…
Am Mittwoch, der 12. 8. findet um 19 Uhr im Rahmen der Ausstellung „Retten statt reden – Zivile Seenotrettung an Europas Grenzen“ im „LutherLAB“, Alte Bahnhofsstr. 166, eine Veranstaltung statt zum Thema „Todesursache Flucht – Das Sterben vor den europäischen Außengrenzen“. Knut Rauchfuss, Arzt und Vorstand der medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum erläutert in seinem Vortrag, warum Menschen sich auf den Weg nach Europa machen, welchen Gefahren und Entbehrungen sie auf ihrem langen Weg ausgesetzt sind und welche Mauern die Festung Europa bereits weit vor ihren unmittelbaren Außengrenzen zur Abwehr von Flüchtlingen errichtet hat. In der Einladung heißt es: „Das Mittelmeer ist die tödlichste Grenze der Welt. Doch nicht nur durch Ertrinken sterben täglich Menschen bei dem Versuch, Zuflucht hier in Europa zu finden. Viele erreichen erst gar nicht die Küste, wo sie ein Boot besteigen könnten.“
Auch 75 Jahre nach den schrecklichen Atomwaffenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki ist die Welt nicht vernünftiger geworden. Zum Jahrestag des ersten Atombombeneinsatzes ruft das Bochumer Friedensplenum für Donnerstag den 6. August um 18.30 Uhr zu einer Mahnwache am Eingang der Huestraße gegenüber vom Hauptbahnhof auf. >So, wie es die Überlebenden aus Japan formulieren, geht es auch uns darum, „zusammen eine große zivilgesellschaftliche Bewegung aufzubauen, die stark genug ist, Deutschland und Japan dazu zu bewegen ihre Doktrin der `nuklearen Abschreckung´aufzugeben und den Atomwaffenverbotsvertrag sowohl zu unterzeichnen als auch zu ratifizieren.“ „Wir wollen“, schreibt die Hibakusha-Organisation weiter „mit den Menschen überall auf dem Erdball eine Welt schaffen, die frei von Atomwaffen und frei von Krieg ist.“<
Die Compania Bataclan schreibt: „Angesichts einer fast ereignislosen Zeit im kulturpolitischen Kontext, waren wir dennoch nicht untätig und haben ein neues Video veröffentlicht. Pierette ist ein Lied über Piratinnen, die über die Weltmeere segelten.Wer denkt, dass Piraterie eine grundsätzlich männliche Domäne darstellt, sollte die historische Bedeutung und Existenz von u.a. Anne Bonny, Mary Read, Sheng I Sao oder Grace O’Malley, die auf diesem sozialen Feld zu frühen Protagonistinnen ihrer Kämpfe um Emanzipation wurden, nicht außer Acht lassen.“
Am Samstag, den 8. 8. um 18 Uhr zeigt das endstation.kino eine Preview des Dokumentarfilms „Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit“. Der Film startet regulär am 22. Oktober. Regisseurin Yulia Lokshina setzt sich mit einem filmischen Essay mit dem Thema Schlachthöfe auseinander. In der westdeutschen Provinz kämpfen osteuropäische Leiharbeiter*innen des größten deutschen Schweineschlachtbetriebs ums Überleben und Aktivist*innen, die sich für deren Rechte einsetzen, mit den Behörden. Zur gleichen Zeit proben Münchener Gymnasiast*innen das Bertolt-Brecht-Stück „Die Heilige Johanna der Schlachthöfe“, mehr…
Der „Sommer auf dem Imbuschplatz“ lädt am Montag, den 10. August um 19 Uhr zu einer szenische Lesung über das Leben und Wirken von Hannah Arendt mit Paula Stöckmann und Hendrik Becker vom Theater Löwenherz ein: »Hannah Arendt (1906–1975) ist eine der bedeutendsten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts. In einer Zeit, als Frauen an der Universität noch eine Ausnahme waren, studierte sie u. a. bei Martin Heidegger und Edmund Husserl und promovierte 1928 bei Karl Jaspers. Von den Nazis ins amerikanische Exil getrieben, stellte die deutsche Jüdin grundlegende Fragen zur Philosophie und Politik. Den Zwängen der Zeit setzen ihr Leben und Denken eine Haltung der Unabhängigkeit und Freiheit entgegen. Ihre Lebensgeschichte liest sich wie ein Plädoyer für Mut und Engagement, wie ein Loblied auf die Freundschaft und die Liebe zur Welt. Hannah Arendt praktizierte ein offenes Denken, ein „Denken ohne Geländer“. Zur Platzreservierung.
Am Samstag, den 08. August, um 16.00 Uhr eröffnet in einer entwidmeten Kirche in Langendreer das „LutherLAB“, Alte Bahnhofsstr. 166, die Ausstellung „Retten statt reden – Zivile Seenotrettung an Europas Grenzen“. Siehe Meldung vom 1. Juli. 2020. Im Rahmen dieser Ausstellung wird am Sonntag, den 9. August um 12 Uhr im Luther LAB der Dokumentarfilm gezeigt: Sea-Watch – Rettung in letzter Sekunde. In der Ankündigung des Films heißt es: »In der Dokumentation „Rettung in letzter Sekunde“ von 2015 begleitete Fernsehjournalist Peter Podjavorsek das Team der Sea-Watch zwei Wochen lang und beobachtete die Geschehnisse an Bord des Rettungsschiffs. Er war dabei, als die Crew innerhalb weniger Tage rund 600 Flüchtlinge rettete. Viele von ihnen wären möglicherweise auf hoher See ertrunken, denn im Einsatzgebiet der Sea-Watch nordöstlich von Tripolis fuhren nur wenige andere Schiffe. Auch die Seenotrettung und die Marine waren nicht vor Ort. Der Autor hat miterlebt, wie qualvoll das lange Warten für die Flüchtlinge, aber auch für die Crew war, bis endlich Hilfe kam und die Flüchtlinge von der Rettungsinsel ins sichere Schiff steigen konnten.«
Die Initiative Zucker im Tank organisiert am kommenden Freitag eine Aktionsrallye und schreibt: »Im Rahmen des Aktionswochenendes von Zucker im Tank organisieren wir am Freitag, den 7. August im Zeitraum von 14 bis 21 Uhr eine Aktionsrallye unter dem Motto „Aufstand mit Abstand“. Unser Startpunkt ist das Bochumer Rathaus, dort erhaltet ihr im von 14 bis 17 Uhr alle Informationen zur Rallye, den Aufgaben und Materialien. Ihr bewegt euch dann mit eurer (Bezugs-)Gruppe durch die Stadt und versucht so kreativ und widerständig, wie ihr möchtet, die Aufgaben zu erledigen. mehr…
Die DFG-VK Bochum Herne unterstützt die Kampgne „Rathaus – nazifrei – Keine Stimme für AfD & NPD“ und hat als Beitrag T-Shirts drucken lassen. Die Deutsche Friedensgesellschaft (DFG) ist 1892 von der späteren Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner gegründet worden. Während ihrer gesamten Geschichte hat die DFG immer vor rechten und militaristischen Kräften gewarnt und wurde deswegen von Anfang an von rechts verfolgt. Im Faschismus sind viele ihrer Mitglieder ermordet worden. mehr…
Am Montag, den 10. August ist das Projekt „Wort und Herzschlag“ mit dem dokumentarischen Theaterstück „Die Mittelmeer-Monologe“ um 19.30 Uhr zu Gast im Bahnhof Langendreer. Die Aufführung findet im Begleitprogramm der Ausstellung „Retten statt Reden!“ statt, die im Luther LAB zu sehen ist. In der Ankündigung heißt es: »Die Mittelmeer-Monologe erzählen von der politisch widerständigen Naomie aus Kamerun und Yassin aus Libyen, die sich auf einem Boot nach Europa wiederfinden, von brutalen „Küstenwachen“ und zweifelhaften Seenotrettungsstellen, sowie von Aktivist*innen, die dem Sterben auf dem Mittelmeer etwas entgegensetzen. mehr…
Der „Sommer auf dem Imbuschplatz“ lädt am Freitag, den 7. August um 19 Uhr zu „einem Stück Theater frei nach Klaus Mann“ mit Sven Gey ein: »Der Wendepunkt ist mehr als eine Autobiographie. Es ist ein politisches Testament. Ein Zeitzeugnis der erste Hälfte des letzten Jahrhunderts, das vor dem Hintergrund aktuell stärker werdender nationalistischer Tendenzen in Europa nachdenklich macht. In seinem hochkonzentrierten Solo geht Sven Gey der Kernfrage von Klaus Manns Autobiograhie Der Wendepunkt nach: Wie konnte es mit dem Dritten Reich zum Aufstieg eines totalitären Regimes kommen, während die ganze demokratische Welt zuschaut? mehr…