Archiv für den Monat: Februar 2020


Sonntag 23.02.20, 09:08 Uhr
Social Scoring, Micro-Targeting und was es mit uns macht

Schöne neue Datenwelt

Das Projekt Bochum Futurists lädt am Montag, den 2. März von 18:30 – 20:00 Uhr (Einlass 18:00 Uhr) in den Rottstr5 Kunsthallen zu einer Veranstaltung ein mit dem Titel: „Schöne neue Datenwelt“: Als Verbraucher sind wir begeistert, als Bürger besorgt? Ob Einkauf, Wahlen oder Soziale Netzwerke: Daten haben eine Wirkmacht, die im öffentlichen Leben inzwischen allgegenwärtig ist. Wir echauffieren uns über zu laxen Datenschutz und werfen als Konsumenten mit unseren (persönlichen) Daten nur so um uns. Dahinter stecken Algorithmen, die Stück für Stück in unserem Alltag Einzug halten. Wie also umgehen mit den Möglichkeiten von Big Data und Künstlicher Intelligenz? mehr…


Samstag 22.02.20, 18:51 Uhr

Bedingungsloses Grundeinkommen für Alle – Ein realistisches Zukunftsmodell? 1

Am Donnerstag, den 27.02. findet um 18:00  Uhr in der Volkshochschule (VHS) eine Veranstaltung zum Thema „Bedingungsloses Grundeinkommen“ statt. Referent ist Rainer Midlaszewski. Die Ankündigung der VHS: »Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens existiert bereits seit Jahrzehnten und spaltet die Geister. Die Befürworter*innen versprechen sich von seiner Einführung eine radikale Neubewertung gesellschaftlicher Arbeit und eine Form des Sozialstaates, die auf der Höhe der Zeit ist. Was ist also los mit dem Grundeinkommen? Es sieht vor, jede*m Bürger*in eines Landes durch ein garantiertes monatliches Einkommen ein würdevolles Existenzminimum zu ermöglichen. Viele Modelle und Konzepte wurden entwickelt. Ist die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens überhaupt realistisch oder nur eine Utopie? mehr…


Freitag 21.02.20, 18:29 Uhr

2. Mieterinitiativentag

Der Mieterverein Bochum lädt zum 2. Mieterinitiativentag am Samstag, den 29. Februar von 10 bis 17 Uhr im Bahnhof Langendreer ein: Mieterinitiativen und Mieterbeiräte haben in den Siedlungen des Ruhrgebiet eine lange Tradition. Neben langjährig aktiven Initiativen haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder Mieterinnen und Mieter neu zusammengeschlossen, um Ihre Interessen besser vertreten zu können. Meist sind Probleme und Unzufriedenheit mit dem Vermieter oder einer – immer häufiger börsennotierten – Wohnungsgesellschaft Grund dafür, eine Mieterinitiative zu gründen. Mieterhöhungen, Modernisierungsmaßnahmen, fehlerhafte Betriebskostenabrechnungen oder Wohnungsmängel sind häufige Anlässe hierfür. Da Mieterinitiativen besonders viel vom Erfahrungsaustausch profitieren, laden die Mietervereine Bochum, Dortmund, Witten und die Mietergemeinschaft Essen nun zum zweiten Mal nach 2014 zu einem „Mieterinitiativentag“ ein. Die Erfahrungen der Mietervereine zeigen, wie wichtig Mieterinitiativen für die Durchsetzung von Mieterinteressen sind – gegenüber dem Vermieter, aber auch, um Aufmerksamkeit und Unterstützung in Öffentlichkeit und Politik zu bekommen. mehr…


Donnerstag 20.02.20, 21:02 Uhr

Spontandemo gegen rechten Terror

Mehr als 500 Menschen beteiligten sich heute an einer spontanen Demonstration gegen rechte, rassistische Gewalt, wie sie gestern in Hanau wieder erschreckend deutlich wurde. Die Demonstration führte vom Bahnhof über den Südring, durch das Bermuda-Dreieck und dann über die Viktoria Straße zum Rathaus.  Der folgende Text wurde auf einem Flugblatt veröffentlicht, das an Passant*innen verteilt und zum Schluss der Demonstration vor den Rathaus verlesen wurde: »Wir demonstrieren heute, um auf den rechtsterroristischen Anschlag in der Stadt Hanau aufmerksam zu machen. Dort hat gestern Abend ein deutscher Mann mindestens zehn Menschen ermordet. Mit einer Schusswaffe erschoss der Sportschütze in zwei Shisha-Bars und einem Kiosk Menschen mit sogenannten „Migrationshintergrund“. Der Täter verbreitete seit Jahren sein rassistisches Gedankengut im Internet, auf seiner Homepage und auf YouTube. Er sprach sich für die Auslöschung ganzer Bevölkerungsgruppen aus und lehnte Migrant*innen „äußerlich instinktiv“ ab. mehr…


Donnerstag 20.02.20, 19:30 Uhr
Immer mehr Menschen auf Zweitjob angewiesen

Wenn ein Job nicht reicht

Rund 10.100 Menschen in Bochum haben neben ihrer regulären Stelle noch einen Minijob. Damit stieg die Zahl der Zweitjobber innerhalb von zehn Jahren um 33 Prozent, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilt. Die NGG Ruhrgebiet beruft sich hierbei auf neue Zahlen der Arbeitsagentur. Danach sind Zusatz-Jobs in Restaurants, Gaststätten und Hotels in Bochum besonders verbreitet: In der Branche gab es im Juni 2019 rund 1.300 Zweitjobber – das sind 65 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor.
Gewerkschafter Adnan Kandemir spricht von einer Schieflage auf dem Arbeitsmarkt: „Im Schatten des Booms der vergangenen Jahre sind viele sozialversicherungspflichtige Stellen entstanden, die oft kaum zum Leben reichen. Nebenjobs müssen dann die Haushaltskasse aufbessern. Aber wer auf einen Zweitjob angewiesen ist, der arbeitet meist am Limit – auf Kosten von Familie, Freunden und Freizeit“, so der Gewerkschaftssekretär der NGG Ruhrgebiet. mehr…


Donnerstag 20.02.20, 16:14 Uhr

Offenes flüchtlingspolitisches Treffen auf 19:30 Uhr verlegt

Die Initiative Treffpunkt Asyl schreibt: „Wegen des Aufrufs zur Spontandemonstration gegen rechten Terror (Treffpunkt 18 Uhr, vor dem Hauptbahnhof Bochum) verschieben wir den Beginn des Offenen flüchtlingspolitischen Treffens heute auf 19:30 Uhr. Jetzt heißt es: Um 18 Uhr alle zum Hauptbahnhof! Ab 19:30 Uhr beraten wir dann wie bereits seit längerer Zeit geplant gemeinsam im botopia.raum9 (Griesenbruchstr. 9) über Strategien, wie wir unsere solidarische Arbeit gegen Abschottung, Ausgrenzung und Abschiebung in Bochum in diesem Jahr aufstellen wollen. Dazu seid ihr alle weiterhin herzlich eingeladen. Wir finden, angesichts der jüngsten Ereignisse ist offensive praktische Solidarität wichtiger denn je!“

Donnerstag 20.02.20, 15:46 Uhr
Heute 18 Uhr Hauptbahnhof

Spontandemo gegen rechten Terror

Das Bündnis gegen Rechts schreibt: »Alle aktuellen Informationen bestätigen den Eindruck, dass die Morde in Hanau, die Überfälle auf die Sisha-Bars eine gezielte Aktion aus rassistischen Motiven und antiislamischen Einstellungen verübt worden ist. Ob Rechtsterrorismus der richtige Begriff für diese Morde ist, muss jede/r selber entscheiden, Vorbilder und Beispiele aus der Vergangenheit sind die Morde des „NSU“, von A.Breivik, die Attentate von Christchurch und Halle. Unsere Antwort kann nur Widerstand und Protest sein. Aus unterschiedlichen Quellen und Hinweisen sehen wir, dass für heute abend in Bochum zum spontanen Protest gegen diese Morde aufgerufen wird. Dieser spontane Protest ist vorgesehen für heute Donnerstag 18.00 Bochum Hauptbahnhof. Klare Abwehr und Protest gegen rassistische Morde!«


Donnerstag 20.02.20, 15:26 Uhr

Ausstellungseröffnung „Chile despertó!“

Am Donnerstag, den 27.02., um 19.00 lädt der Bahnhof Langendreer zusammen mit der Initiative „Cabildo Chile-Ruhr“ zu Eröffnung der Fotoausstellung „Chile despertó!“ (Chile ist aufgewacht) ein: »Die Ausstellung zeigt Arbeiten chilenischer Fotografinnen und Fotografen, die die seit Oktober 2019 andauernden Massenproteste und den Aufbruch im Land dokumentieren. Die Aktiven von „Cabildo Chile-Ruhr“ – die selbst alle aus Chile kommen, im Ruhrgebiet leben und von hier aus Solidarität organisieren – berichten unter anderem über die Ereignisse in Chile und und geben eine Einschätzung, welche gesellschaftlichen Veränderungen das im Frühjahr stattfindende Verfassungsreferendum bringen könnte. mehr…


Donnerstag 20.02.20, 08:05 Uhr

attac und Occupy bündeln ihre Kräfte

attac und Occupy Bochum werden demnächst ihre Treffen gemeinsam abhalten. Die Gruppen treffen sich zukünftig jeden ersten und dritten Montag im Monat um 19 Uhr im Botopia, Griesenbruchstraße 9. Da man sich politisch und inhaltlich ohnehin auf gleichen Pfaden befinde, mache es mehr Sinn, gemeinsam mit mehr Aktiven zu arbeiten, als weiterhin als einzelne Gruppen und parallel. Darüber waren sich die Teilnehmer*innen des ersten gemeinsamen Treffens am 17. Februar 2020 einig. mehr…


Donnerstag 20.02.20, 07:59 Uhr
f:antifa bochum goes Offenes Antifa Café Bochum

Antifeminismus und die Ethnisierung von Gewalt

Am Mittwoch, den 26.2 um 19 Uhr laden f:antifa und das AntifaCafé im Sozialen Zentrum zu einer Buchvorstellung und Diskussion mit Eike Sanders ein. Sie ist Mitglied des Autorinnenkollektivs Fe*in und wird ihr Buch „Frauen*reche Frauen*hass“ vorstellen. Antifeminismus will die Errungenschaften der (queer)feministischen Bewegungen zurückdrehen: durch Begriffsumdeutungen, Angriffe auf reproduktive Rechte,
auf Ressourcen und Gleichstellungsmaßnahmen. Antifeminismus kann auch tödlich sein. Derweil entdecken die extreme Rechte, Konservative und die sogenannte gesellschaftliche Mitte „Frauenrechte“ dort, wo die Figur der „weißen Frau als Opfer“ Mobilisierungskraft entfaltet und für rechte Frauen* Selbstermächtigung verheißt.


Donnerstag 20.02.20, 07:33 Uhr
Über Wüteriche und Einstecker, vom Umgang mit Aggression

Stromboli, Knut und die Wut

Fast alle Schulen haben am Faschingsdienstag, dem 25.02. geschlossen und auch viele Ganztagsbetreuungen sind zu. Daher freut sich das Theater Traumbaum, an diesem Tag Familien mit Kindern ab 6 Jahren um 10 Uhr in der Lothringer Str. 36c in Bochum Gerthe ein Alternativ Programm anbieten zu können: »Wie wäre es mit einem Theaterbesuch von „Stromboli, Knut und die Wut“, über Wüteriche und Einstecker,vom Umgang mit Aggression. mehr…


Donnerstag 20.02.20, 07:23 Uhr

Mit der GEW Bochum ins Kino

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sieht sich nicht nur als reine Interessenvertretung der Beschäftigten, sondern auch als Bildungsgewerkschaft, die sich in gesellschafts- und bildungspolitische Debatten einmischt. Und das kann auch durchaus Spaß machen, wie Daniela Lanz vom Leitungsteam der GEW Bochum findet. Anfang März startet die GEW Bochum deshalb eine kleine Kinoreihe in Kooperation mit dem endstation.kino im Bahnhof Langendreer. Los geht es am 2. März mit dem Film „Alles außer gewöhnlich“. Darin geht es um eine private Hilfeeinrichtung, in der Bruno und Malik aus Paris Menschen mit schwerem Autismus helfen. Die Arbeit an der Belastungsgrenze ist für beide Alltag. Obendrein wollen ihnen staatliche Prüfer die Existenzberechtigung absprechen. Doch sie kämpfen weiter. mehr…


Donnerstag 20.02.20, 07:17 Uhr

Gedenken an Betti Hartmann

Das Kuratorium „Stelen der Erinnerung“ gedachte am gestrigen Mittwoch gemeinsam mit Mitgliedern der jüdischen Gemeinde Bochum- Herne- Hattingen und Wattenscheider und Bochumer Bürger*innen dem jüngsten Wattenscheider Holocaust- Opfer Betti Hartmann. Sie wäre gestern 93 Jahre alt geworden, wenn sie nicht im Alter von 15 Jahren von den deutschen Faschisten in Auschwitz ermordet worden wäre. Zum Auftakt der Gedenkveranstaltung am Betti- Hartmann- Platz hinter dem Wattenscheider Rathaus schilderte Felix Lipski, Vorsitzender des Clubs Stern der Holocaustüberlebenden, ein paar Eckdaten aus dem Leben Betti Hartmanns und warnte eindrücklich vor einem neu erstarkenden Antisemitismus. Auch Felix Oekentorp, der Vorsitzende von „Stelen der Erinnerung“, schlug den Bogen in die Gegenwart und kritisierte scharf das Versagen von Teilen der bürgerlichen Parteien FDP und CDU angesichts der faschistischen Provokation im Erfurter Landtag. mehr…


Mittwoch 19.02.20, 15:24 Uhr

Offene Fragen zum Amalia-Gelände

Die Soziale Liste schreibt: »Der Rundgang auf dem Amalia-Gelände am 18. Februar machte erneut das gewaltige Ausmaß der Bauarbeiten für einen Golfplatz in Bochum-Werne deutlich. Für die Anwohner in Werne werden diese Ausmaße in einigen Tagen wieder spürbar werden, wenn der LKW-Verkehr wieder aufgenommen wird und ca. 120 Transporter pro Tag Böden auf dem Gelände abladen. In einer sachlichen Atmosphäre wurden offene Fragen besprochen. Befragt nach der Altlastensicherung schloss eine Vertreterin der Stadt Bochum mögliche Probleme kategorisch aus: „Die Fläche ist komplett abgedichtet und gesichert. Da kann nichts passieren!“ mehr…


Mittwoch 19.02.20, 07:37 Uhr

MLPD & antikommunistische Spalter 1

Die MLPD ärgert sich verständlicher Weise über eine Stellungnahme mit der Überschrift „Keine Zusammenarbeit mit der MLPD„, die von Fridays for future Bochum, Antifaschistische Gruppe 5, Antifaschistische Linke Bochum, Antifaschistische Aktion Bochum, f:antifa Bochum, Offenes Antifa Café Bochum, Solidaritätsbündnis für Rojava Bochum, Tierbefreier*innen Bochum und Bochumer Geschichtswerkstatt unterzeichnet ist. In einer Erklärung der Kreisleitung der MLPD wird die Redaktion von bo-alternativ.de als antikommunistische Spalterin gegeißelt, weil sie die Stellungnahme verbreitet hat. Die Unterzeichner*innen werden nicht erwähnt. Die MLPD widerspricht einem großen Teil der Vorwürfe nicht, sondern erklärt einfach, dass die Organisator*innen von Demonstrationen kein Recht haben, Verhaltensregeln für Demonstrationen aufzustellen. Regelmäßig nervt sie z. B. auf Demonstrationen mit ihrer eigenen Lautsprecheranlage und regt sich dann auf, wenn die Veranstalter*innen keinen anderen Ausweg mehr sehen, als die Polizei einzuschalten. mehr…


Dienstag 18.02.20, 19:17 Uhr

Heraus zum Frauen*kampftag

Am Wochenende hat die Initiative Frauen*kampftag Bochum den öffentlichen Raum genutzt, um auf die bevorstehenden Feministischen Aktionswochen und vor allem auf die Demonstration am 7. 3. in Bochum, aufmerksam zu machen. Sie schreibt, dass »es sich um eine temporäre Neugestaltung eines bereits etablierten Ortes der Bochumer Öffentlichkeit handelt. Temporär, weil ständiger Wandel an diesem Ort gängige Praxis ist. Die Gleisunterführung zwischen Hermannshöhe und Bermudadreieck ist ein Ort, der bei vielen Menschen, insbesondere Frauen*, für Unbehagen sorgen kann.«