Archiv für den Monat: Januar 2020


Freitag 31.01.20, 14:55 Uhr

Auschwitz nicht für Auslandseinsätze der Bundeswehr missbrauchen 1

„Es ist schäbig und geschichtsvergessen, unmittelbar nach dem internationalen Gedenken anlässlich der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz vor 75 Jahren mit Verweis auf den Holocaust mehr Auslandseinsätze deutscher Soldaten zu fordern. Wer Interventionen deutscher Soldaten mit Auschwitz rechtfertigt, betreibt eine Relativierung der Schoah – das war schon 1999 bei Joschka Fischer und seiner unsäglichen Rechtfertigung für den völkerrechtswidrigen NATO-Angriffskrieg gegen Jugoslawien so“, erklärt Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linken und Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, anlässlich des Werbens für mehr Auslandseinsätze der Bundeswehr durch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble. Dieser hatte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe und dem französischen Blatt „Ouest-France“ u.a. gesagt: „Die Lehre aus Auschwitz kann kein Argument dafür sein, dauerhaft kein Engagement zu übernehmen“. Dagdelen weiter: mehr…


Freitag 31.01.20, 14:44 Uhr

Sich nicht alles vom Chef gefallen lassen

Beschäftigte, die sich in Bochum über schlechte Arbeitsbedingungen ärgern, sollen sich stärker um ihre Interessen kümmern – und einen Betriebsrat gründen, wo es noch keine Arbeitnehmervertretung gibt. Dazu hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) anlässlich des 100-jährigen Bestehens von Betriebsräten in Deutschland aufgerufen. „Gerade in kleinen Bäckereien, Restaurants und Pensionen brauchen wir mehr Betriebsräte. Denn ohne das Sprachrohr der Belegschaft ziehen Beschäftigte oft den Kürzeren – von der Arbeitszeit bis zur Personalplanung“, betont Adnan Kandemir von der NGG Ruhrgebiet. Nach Angaben der Arbeitsagentur arbeiten in Bochum 34.600 Menschen in Kleinbetrieben mit weniger als 50 Mitarbeitern – Kleinstbetriebe mit bis zu fünf Beschäftigten ausgenommen. Die Gründung eines Betriebsrats ist in Firmen ab fünf Beschäftigten möglich. mehr…


Freitag 31.01.20, 14:38 Uhr

Aktualisierung der Ferienbörse des Jugendrings

Der Kinder- und Jugendring Bochum hat die Ferienbörse für die Schulferien 2020 aktualisiert und schreibt: »Unter der Internetadresse www.jugendring-bochum-ferien.de können Kinder, Jugendliche und Eltern aus zahlreichen Reiseangeboten Freizeiten für alle Altersgruppen zwischen 6 und 26 Jahren auswählen. Die Ferienangebote sind vielfältig und international. Reiseziele gibt es in acht europäischen Ländern. Die kostbaren Ferientage gestaltet jeder gerne ganz individuell. Während die Einen vor allem Erholung und Entspannung suchen, wünschen sich die Anderen Aktivität, Abenteuer und Sport. In der Ferienbörse befinden sich neben klassischen Kinder- und Jugendgruppenfreizeiten besondere Angebote wie Sportfreizeiten, Naturerlebnisreisen und Reisen für Kinder und Jugendliche mit Handicap. Alle Freizeiten werden von gemeinnützigen Trägern durchgeführt und eine pädagogische Betreuung der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist sichergestellt. mehr…


Freitag 31.01.20, 08:56 Uhr

Kuba: Mit Solidarität gegen die Blockade

Am 25. Januar war es endlich soweit: Die Humnaitäre Cuba Hilfe (HCH) konnte wieder ein Lager für den Spendenversand nach Kuba beziehen. Etliche Helfer*innen haben bereits gesammeltes Material aus Garagen und Kellern mit einem 7,5-Tonner ins Lager gebracht, dort klassifiziert, gelistet und gestapelt. Die HCH hofft, dann bald wieder einen Container – es wird Container Nr. 101 sein – nach Kuba schicken zu können. Transporte, Lager und die Infrastruktur sind nicht kostenlos. Deshalb bittet die HCH, ihren Neustart mit einer Spende zu unterstützen, sei es in Form einer Geld- oder Sachspende. Benötigt werden vor allem funktionsfähige medizinische Geräte und Verbrauchsmaterialien nach Absprache, Inkontinenzmaterial, Nähmaschinen, Stoffe, Nähgarn jeder Art, Kulis, Blei- und Buntstifte, Büro- und Schulbedarf und natürlich auch Geldspenden für unsere Projekte. Die HCH hat eine Liste nützlicher Dinge erstellt. mehr…


Freitag 31.01.20, 08:00 Uhr

Husemannplatz: Gedenkfunktion bleibt erhalten!

Die Soziale Liste berichtet, dass ihr Antrag zum Husemannplatz in der gestrigen Ratssitzung mit großer Mehrheit angenommen wurde. Damit wird schon bei der Auslobung des Planungs-Wettbewerbes festgelegt: „Die Umgestaltung des Husemannplatzes muss den historischen Hintergrund, Gedenken an den von den Nazis ermordeten Gewerkschafter Fritz Husemann in besonderer Weise berücksichtigen.“ Der Leiter des Stadtarchivs soll in dem Wettbewerbsverfahren eine beratende Funktion erhalten.
In der März-Sitzung des Rates sollen weitere inhaltlichen Vorgaben vorgestellt werden.


Donnerstag 30.01.20, 13:28 Uhr

„Sanktionen und Kindeswohlgefährdung“

Bochum Prekaer hat in der letzten Woche auf die „Kindeswohlgefährdung durch Jobcenter Bochum – 423 Sanktionen gegen Alleinerziehende“ hingewiesen. Die Initiative teilt jetzt mit, dass auch der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages sich mit diesem Problem befasst hat. Zwar existiere keine spezielle wissenschaftliche Untersuchung dazu, allerdings seien „aus Sicht der befragten Fachkräfte … besondere Stressoren und damit Risikofaktoren eine schlechte finanzielle Situation oder ein drohender finanzieller Abstieg … „. “ … Studien, die den Zusammenhang „Sanktionen und Kindeswohlgefährdung“ untersuchen, liegen den Wissenschaftlichen Diensten nicht vor. Jedoch gibt es Studien, die den Zusammenhang zwischen Armut und Kindeswohlgefährdung untersuchen. Da Sanktionen den finanziellen Spielraum einer Bedarfsgemeinschaft weiter reduzieren, können die Studienergebnisse durchaus herangezogen werden.“ Zur Studie.

 


Donnerstag 30.01.20, 12:59 Uhr

Anfragen der Sozialen Liste

Die Soziale Liste hat zu der Ratssitzung zwei Anfragen gestellt. In der ersten Anfrage geht es um das Militärmanöver Defender. Die Soziale Liste will wissen, ob und wie die Stadt Bochum in dieses Manöver einbezogen wird und stellt dazu sieben konkrete Fragen. In einer weiteren Anfrage will die Soziale Liste erfahren, wie viele sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen zum Stichtag 1. Januar 2020 auf dem früheren Opel-Gelände (Mark 51/7) bisher tatsächlich geschaffen worden sind.


Mittwoch 29.01.20, 12:51 Uhr

Linksfraktion beantragt Strom-Entlastungstarif 1

Auf der ersten Ratssitzung im neuen Jahr macht die Bochumer Linksfraktion die Preispolitik der Bochumer Stadtwerke zum Thema und beantragt die Einführung eines neuen Stromtarifs.„Die zumJahreswechsel durchgesetzte Erhöhung des Strom-Basistarifs um etwa 9 Prozent belastet Haushalte mit geringem Einkommen besonders“, kritisiert Horst Hohmeier, Ratsmitglied der Linken. „Andere Tarifmodelle der Stadtwerke, die den Preisanstieg abmildern, kommen für sie häufig nicht zum Tragen, weil Vorauszahlungen anfallen oder feste Laufzeiten vereinbart werden müssen. Wir fordern: Statt die Energiekosten dermaßen zu erhöhen, sollen die Stadtwerke ein Preismodell entwickeln, das insbesondere auf die Bedürfnisse von Haushalten mit kleinen und mittleren Einkommen zugeschnitten ist.“ mehr…


Mittwoch 29.01.20, 09:04 Uhr

Nachruf Arntrud Reuter

Die ausZeiten-Frauen trauern um Arntrud Reuter, ihre langjährige, geschätzte Mitarbeiterin, Unterstützerin und Freundin: Unsere Mitarbeiterin Arntrud Reuter ist am 11. Januar 2020 mit 77 Jahren gestorben. Noch bis kurz vor ihrem Tod hat sie Bücher in unserer Datenbank verschlagwortet, wie tausende Bücher und Broschüren in den Jahren zuvor.
Als Rentnerin hatte sie zu ausZeiten gefunden und mit der Erfassung unseres Buchbestandes begonnen. Die promovierte Bibliothekarin, Historikerin und Musikwissenschaftlerin brachte eine große Fachkenntnis mit. Zuvor hatte sie in ihrem Arbeitsleben die musikwissenschaftliche Bibliothek an der Ruhr-Universität Bochum aufgebaut, ein echtes Lebenswerk.
Für den Buchbereich entwickelte sie ein für ausZeiten adäquates Signatursystem, ebenso für den Broschürenbereich, für die Nachlässe, und auch für unsere Zeitschriften. Arntrud fand immer die passende Buchstabenkombination für eine Signatur, die aussagekräftig genug, aber nicht zu kompliziert war. Durch ihre Arbeit wurde der Bibliotheksbestand im Archiv sichtbarer und besser nutzbar.
Die Erinnerung an sie ist im Archiv allgegenwärtig, und das tut gut.


Dienstag 28.01.20, 21:59 Uhr

Keine echte Bürgerbeteiligung ohne frühzeitigen und kontinuierlichen Dialog auf Augenhöhe

Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Nadja Zein-Draeger zu mehreren Bauvorhaben, die auf der Tagesordnung für die erste Sitzung des Rates der Stadt Bochum in 2020 stehen: »Auf der Tagesordnung der Sitzung des Rates der Stadt Bochum am 30.01.2020 finden sich Bauvorhaben, zu denen Bürgerbeteiligungen erfolgt sind oder noch durchgeführt werden sollen, die sich nach Art und Umfang jeweils erheblich voneinander unterscheiden. Sämtliche Bauvorhaben sind Bestandteile des Wohnbauflächenprogramms, welches durch den Rat im Sept. 2018 beschlossen (siehe Vorlage Nr. 20181415) und mittlerweile aktualisiert (siehe Vorlage Nr. 20191481) wurde. Die Verwaltung hat die betroffene Bevölkerung vorab nicht über die Vorhaben informiert. mehr…


Dienstag 28.01.20, 21:35 Uhr

Erinnerung an Fritz Husemann erhalten

Die Soziale Liste setzt sich im Rat dafür ein, bei einer Neugestaltung des Husemannplatzes den historischen Hintergrund, Gedenken an den von den Nazis ermordeten Gewerkschafter Fritz Husemann in besonderer Weise zu berücksichtigen und schreibt: »Da in der Beschlussvorlage zur Ratssitzung jeglicher Hinweis auf den Namensgeber sowie auf die Gedenkschrift am südwestlichen Zugang zur Tiefgarage fehlt, stellt die Soziale Liste einen Änderungsantrag mit folgendem Inhalt: mehr…


Dienstag 28.01.20, 09:24 Uhr

Film: Experiment Rojava in Syrien

Der Kulturrat in Gerthe zeigt am Donnerstag, den 6. 2. um 19:30 Uhr einen Film von Robert Krieg mit dem Titel „Experiment Rojava in Syrien“. In der Einladung heißt es: »Im Norden Syriens an der Grenze zur Türkei, in der Region Rojava, lebten bisher Kurden, Araber, Aramäer und Syrer friedlich zusammen, seien es Muslime, Jesiden oder Christen. Nach der Vertreibung der IS aus diesem Gebiet hatten die Kurden Aufbauarbeiten geleistet und ein vorbildliches gesellschaftliches System der Basisdemokratie in autonomer Selbstverwaltung mit Frauenemanzipation, religiöser Toleranz und Beteiligung von Minderheiten errichtet. Phoenix-Autor und Filmemacher Robert Krieg hat bei Aufenthalten in der Region ein Filmdokument erstellt, in dem er Stadtteilkomitees, Ladenkooperativen, Landwirtschaftsbetriebe und eine Textilmanufaktur festgehalten hat. Nachdem Anfang November die Invasion türkischer Truppen in Rojava stattfand und die Kurdenmiliz vertrieben wurden, droht diesem Ideal einer autonomen Enklave ein gewaltsames Ende, und die Dokumentation erscheint uns als Requiem. Robert Krieg steht nach der Vorführung zusammen mit Serdar Yüksel (SPD Bochum, MdL) zur Diskussion bereit. Eintritt: Spende.«


Dienstag 28.01.20, 08:56 Uhr

Mehr Geld für die Arbeit auf dem Dach

„Für die 400 Dachdecker aus Bochum gilt ab sofort ein neues Lohn-Minimum. Der Gesellenmindestlohn für die Branche steigt zum Januar um insgesamt drei Prozent. Damit kommen Dachdecker auf einen Stundenlohn von mindestens 13,60 Euro – am Monatsende macht das rund 70 Euro mehr. Anfang 2021 steigen die Verdienste erneut – auf dann 14,10 Euro pro Stunde.“ Das teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Bochum-Dortmund mit. Die Gewerkschaft spricht von einem „wichtigen Signal“ für das Handwerk. „Viele Dachdeckerbetriebe haben mit dem Facharbeitermangel zu kämpfen. Höhere Löhne sind ein entscheidender Beitrag, um die harte körperliche Arbeit attraktiver zu machen“, so IG BAU-Bezirksvorsitzende Gabriele Henter. mehr…


Montag 27.01.20, 20:06 Uhr

Stranger Than Fiction

Kinotrailer - Das Wunder von Taipeh - Als 11 Frauen den deutschen Fussball veränderten

Zum 12. Mal präsentiert das endstation.kino ab dem 31.01. eine Auswahl aktueller Dokumentarfilme, die in Inhalt und Form ein breites Spektrum aufzeigen und auf Festivals ihr Publikum begeistert haben. Moderierte Filmgespräche mit den Regisseur/innen bieten Gelegenheit zu Fragen und zur Diskussion.

mehr…

Montag 27.01.20, 19:24 Uhr

Die Vision einer anderen Stadt

Fridays for Future Bochum, Öl-Connection-Ruhr und Stadt für Alle Bochum laden am Samstag, den 1. Februar von 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr in den Räumen von botopia, Griesenbruchstraße 9 ein, eine Vision einer anderen Stadt zu kreieren: »Wir möchten den Kommunalwahlkampf nutzen, um die Ideen einer lebenswerten Stadt mit Euch nach vorne zu bringen. In den letzten Jahren und Monaten haben wir immer wieder festgestellt, dass es an vielen Stellen Überschneidungen mit euren Inhalten und Forderungen gibt. Hierbei wollen wir uns nicht nur auf gemeinsame Inhalte beziehen, sondern auch unsere Ressourcen sowie Fähigkeiten miteinander teilen und Synergien erzeugen. Wir wollen mit euch eine gemeinsame Erzählung, wie eine ökologische, soziale, offene, lebenswerte und partizipative Stadt aussieht, entstehen lassen. Unser Ziel ist es, eine Diskursverschiebung herzustellen und konkrete lokale Umsetzung herbeizuführen. Dabei wollen wir Realpolitik mit utopischen Überschuss produzieren und den Kommunalwahlkampf als Welle nutzen. Wir können uns unterschiedliche Wege vorstellen – ob es ein gemeinsamer Film ist, eine gemeinsame Parade, ein Skillsharing Workshop, kreative Interventionen und Aktionen in der Öffentlichkeit oder im Wahlkampf.«


Montag 27.01.20, 13:32 Uhr
Kindeswohlgefährdung des Jobcenters Bochum

Jobcenter-Sanktionen & Kinder 1

Norbert Hermann für Bochum-Prekär schreibt: »423 Sanktionen hat das Jobcenter Bochum in 2018 gegen Alleinerziehende und ihre Kinder verhängt, 93% davon wegen Meldeversäumnissen. Alle Sanktionen, von denen Kinder unter vier Jahren betroffen sind, meldet das Jobcenter dem Jugendamt, auch wenn nicht alleinerziehende Familien betroffen sind. Das Jugendamt meint dazu: „Grundsätzlich muss bei einer Leistungseinschränkung davon ausgegangen werden, dass die finanziellen Mittel der Familie nicht reichen, um die Familienmitglieder mit ausreichend Lebensmitteln zu versorgen“. Das Jobcenter beruft sich dabei auf die Gesetzeslage und meint, nicht anders handeln zu können. Das ist nicht richtig. Jeder Verwaltungsmensch ist für sein/ihr Tun selbst verantwortlich. Alle Hoheitsakte sind auf Verhältnismäßigkeit und Vereinbarkeit mit (ggf. höhergeordnetem) Recht zu überprüfen. mehr…


Samstag 25.01.20, 10:51 Uhr
Workshop mit einem "etwas anderer Zugang"

me,myself & der Rassismus

Der Bahnhof Langendreer lädt am Freitag, den 31. 1. und Samstag, den 1. 2. zu einem Workshop mit dem Titel „me,myself & der Rassismus“ ein: Wie schön wäre eine Welt ohne Rassismus. Aber wo anfangen, wenn nicht bei uns selbst? Niemand von uns ist frei von rassistischem Handeln, Sprechen, Denken. Doch der Widerstand, sich hiermit auseinanderzusetzen, ist oft viel zu groß: Sofort schaltet unser Hirn auf Kampf/Flucht/Einfrieren um. Und gleichzeitig kann nur durch eine ernsthafte und ehrliche Auseinandersetzung eine Welt entstehen, die sich von den Strukturen des Rassismus und der Diskriminierung befreit. Methodisch abwechslungsreich geht es neben einer Auseinandersetzung mit den verschiedenen Facetten des Rassismus auch um eine Auseinandersetzung mit uns selbst. Der Workshop bietet den Teilnehmenden einen vertrauensvollen Rahmen, um sich diesen Themen und der dazu nötigen Tiefe und Verletzlichkeit zu widmen. Hierzu gehört auch eine Auseinandersetzung mit eigenen auftretenden Abwehr-Mechanismen und den zugrundeliegenden Bedürfnissen. mehr…


Freitag 24.01.20, 12:05 Uhr

10 Forderungen für mehr Radverkehr in Bochum

Die Radwende Bochum als Zusammenschluss von 15 Initiativen aus dem Umwelt- und Mobilitätsbereich hat 10 Forderungen zur Verbesserung des Radverkehrs in Bochum vorgestellt: »Bochum braucht eine Verkehrswende. Selbst in der sich weiter zuspitzenden Klimakrise wuchs laut dem Bochumer Statistikamt die Zahl der in Bochum zugelassenen Pkw von Januar bis September 2019 um rund 515 Fahrzeuge pro Monat, Tendenz steigend. In Bochum stammen laut letzter Bilanz im städtischen Klimaschutzkonzept rund 39 Prozent der CO2-Emissionen aus dem Sektor Verkehr. Der steigende Autoverkehr gefährdet die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer*innen, schadet dem Klima und der Gesundheit der Bürger*innen (Atemwegserkrankungen etc.). Kurz gesagt, er bereinträchtigt die Lebensqualität in der Stadt erheblich. Eine Verkehrswende bedeutet für uns eine deutliche Reduzierung des Autoverkehrs, eine massive Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und des Rad- und Fußgängerverkehrs – wie sie die Verkehrswissenschaftler zum Beispiel des Wuppertal Instituts in der Studie „Verkehrswende für Deutschland“ vorschlagen. mehr…


Freitag 24.01.20, 10:25 Uhr

Keine Zusammenarbeit mit der MLPD 1

Fridays for Future und mehrere andere Organisationen haben eine Erklärung veröffentlicht, in der sie deutlich machen, warum sie eine Zusammenarbeit mit der MLPD ablehnen. Die Redaktion von bo-alternativ.de unterstützt diese Stellungnahme. Die Funktion von bo-alternativ.de ist, die Vernetzung von links-alternativen Strukturen zu fördern. Hierbei stellen wir fest: Politik, Polizei und Geheimdienste behindern linke Bündnisse z. Z. in Bochum weniger als die MLPD. Die Erklärung im Wortlaut: »In den letzten Wochen und Monaten kam es in Bochum und auch bundesweit zu zahlreichen Konflikten zwischen progressiven Zusammenhängen und der MLPD. Diese Konflikte und Angriffe haben ihren Ursprung ausnahmslos in dem respektlosen, fordernden und unsolidarischen Verhalten von MLPD-Mitgliedern. Bewusst wurden diese Konflikte von Seiten der MLPD eskaliert, indem sie u.a. Outings von politisch linksstehenden Personen veröffentlichten oder Anzeigen gegen unbequeme Kritiker*innen stellten, um diesen zu schaden und an persönliche Daten zu gelangen. Weiterhin versuchten MLPD-Mitglieder mehrfach, wenn auch erfolglos, an Informationen ihrer Kritiker*innen zu gelangen, indem sie ihr Umfeld ausfragten. Damit übernimmt die MLPD Methoden, die wir bislang nur von den Gegner*innen progressiver Bewegungen – also von Rechten, Neonazis, sowie Staats- und Verfassungsschutz – kennen. Es sind Angriffe auf Einzelpersonen und die gesamte progressive Bewegung insgesamt, weil sie konkret Menschen nötigen und gefährden. mehr…


Donnerstag 23.01.20, 09:15 Uhr
Berechtigung auf Leistungen zu "Bildung und Teilhabe" überprüfen

Mehr Wohngeld und Kinderzuschlag 1

Bochum Prekär informiert: »Zum Jahresanfang wurde sowohl das Wohngeld als auch der Kinderzuschlag verbessert. Alle die mit kleinem Einkommen bisher so gerade an Hartz IV vorbeigeschrammt sind oder auf Aufstockung verzichtet haben, sollten sich jetzt zügig informieren und ggf. noch im Januar einen (hilfsweise formlosen, vorläufigen) Antrag stellen. Auch wer sich eigentlich nicht betroffen fühlt, aber jeden Euro umdrehen muss, sollte sich informieren oder auch einfach beantragen, die Freibetragsgrenzen sind ebenso erhöht worden wie die Leistungen selbst. Das gilt insbesondere, wenn Kinder zu versorgen sind, denn der Bezug von Wohngeld und/oder Kinderzuschlag berechtigt automatisch auch zu Leistungen zu „Bildung und Teilhabe“ – unter anderem 150 Euro jährlich für die Schulausstattung, die Schüler*innenfahrkarte, Nachhilfe, die Mittagsverpflegung oder die (oftmals recht hohen) Kosten der Klassenfahrt. Das kann sich auf viel hundert Euro im Jahr summieren. Ein Antrag kann also Sinn machen, selbst wenn der Kinderzuschlag oder das Wohngeld selbst nur wenige Euro im Monat ausmachen. Auch wer weder Hartz IV oder Wohngeld und/oder Kinderzuschlag erhält, kann diese Leistungen (wie auch die Erstausstattung der Wohnung oder bei Schwangerschaft und Geburt) erhalten, wenn das Einkommen dafür nicht reicht. Werden Anträge auf Kinderzuschlag und/oder Wohngeld abgelehnt, weil auch dann die Summe aller Einkünfte nicht zum Leben reicht,  so können – wenn gewünscht – diese Anträge rückwirkend als Hartz IV-Anträge zu gewertet werden. mehr…


Donnerstag 23.01.20, 08:43 Uhr
Zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz:

Moisei Boroda: „Wo seid ihr, meine Liebsten?“

Das Stadtarchiv, Wittener Straße 47, erinnert am Montag, 27. Januar, um 19 Uhr mit der Lesung „Wo seid ihr, meine Liebsten?“ des georgischen Schriftstellers, Musikwissenschaftlers und Komponisten Dr. Moisei Boroda an die Opfer des Holocaust. Im Mittelpunkt des Abends stehen ausgesuchte Texte und Kompositionen Borodas, mit denen er den unfassbaren Zivilisationsbruch des Holocaust in seiner europäischen Dimension thematisiert und dabei zugleich einen Impuls des Erinnerns und des Trauerns setzt. Der Eintritt ist frei. Das Stadtarchiv möchte mit dieser Veranstaltung am Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz einen Beitrag zu dem im Jahr 2005 von den Vereinten Nationen eingeführten internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust leisten. mehr…


Donnerstag 23.01.20, 08:37 Uhr

Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

Das Kuratorium Stelen der Erinnerung lädt alle Bochumer und Wattenscheider Bürgerinnen und Bürger dazu ein, an den Gedenkaktivitäten zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz- Birkenau durch die Rote Armee teilzunehmen: »Wir unterstützen die Teilnahme an der Mahnwache an der Kortumstraße, Ecke Husemannplatz am 25.1. um 15 Uhr, bei der wir gemeinsam mit der Antifaschistischen Aktion Bochum, dem Bündnis gegen Rechts, der VVN- BdA Bochum, der GEW Bochum und dem Internationalen Kulturverein Dahlhausen,  die Namen der jüdischen Bochumer Opfer der faschistischen Terrorherrschaft auf Transparenten zeigen und verlesen werden. mehr…


Donnerstag 23.01.20, 07:45 Uhr

Linke fordert soziale Wohnungspolitik

Die Bochumer Linkspartei kritisiert, dass es keine Entspannung auf dem Bochumer Wohnungsmarkt, aber dafür weiter steigende Mieten und immer weniger Sozialwohnungen gibt. Diese schlechten Nachrichten habe die Stadt Bochum in ihrem neuen Wohnungsmarktbarometer veröffentlicht. Dazu erklärt Amid Rabieh, Kreisvorsitzender der Bochumer Linken: „Der Bericht lässt keine Zweifel: Wenn Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und seine Ratsmehrheit ihre aktuelle Politik fortsetzen, werden die Mietpreise auch in den kommenden Jahren weiter steigen. Für SPD und Grüne bedeutet Wohnungspolitik aktuell hauptsächlich Bauland-Privatisierung und das Anwerben von privaten Investoren. Damit sorgen sie dafür, dass sich die meisten Bochumerinnen und Bochumer Neubau-Wohnungen überhaupt nicht leisten können.“ mehr…


Mittwoch 22.01.20, 13:40 Uhr

Ausstellungsbesichtigung „Albert Speer in der Bundesrepublik“

Zur Forscherinnenführung empfängt das Bergbaumuseum am Sonntag, 26. Januar um 10.30 die Historikerin Dr. Susanne Willems mit ihren Gästen in der Sonderausstellung „Albert Speer in der Bundesrepublik“. Susanne Willems hat in Freiburg und Bochum Geschichts- und Rechtswissenschaften studiert und ist an der Ruhr-Universität mit ihrer Arbeit Der entsiedelte Jude. Albert Speers Wohnungsmarktpolitik für den Berliner Hauptstadtbau promoviert worden. Sie hat an der Ausstellung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände mitgearbeitet, die in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Zeitgeschichte München-Berlin in Bochum gezeigt wird. Im Rahmen der Ausstellungsbesichtigung zur Finissage am Vortag des 27. Januar wird Susanne Willems, Autorin des Buchs Auschwitz. Die Geschichte des Vernichtungslagers, auch auf die Beteiligung Albert Speers am Ausbau von Auschwitz-Birkenau zum Vernichtungslager eingehen, das „Sonderprogramm Prof. Speer“.


Mittwoch 22.01.20, 07:38 Uhr

Nachlass & Nachlass-Passagen

Am Donnerstag, den 23.01. sind im endstation.kino zum Start ihres neuen Films „Nachlass – Passagen“ die Wittener Dokumentarfilmer*innen Gabriele Voss und Christoph Hübner für ein Filmgespräch zu Gast. Drei Jahre arbeiteten die beiden an einem Projekt, das sich mit den Hinterlassenschaften der Nazizeit beschäftigt. Daraus entstand der vorliegende Film. In dessen Zentrum stehen Kinder und Enkel der Täter- und Opfergeneration. Zusätzlich entstanden filmische Episoden, die sich aus allgemeinerer Perspektive dem Thema nähern: Beobachtungen und Gespräche mit Historikern, Kuratoren, Therapeuten und Juristen. Diese zusätzlichen Episoden wurden zu neun kurzen Einzelfilmen montiert, den namensgebenden „Nachlass-Passagen“.

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Dienstag 21.01.20, 20:28 Uhr

Datteln 4? Nicht mit mir! 1

Am Freitag, den 24.1. rufen die Fridays for Future Ortsgruppen aus Datteln, Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Bochum, Gelsenkirchen, Dortmund, Witten und Münster zum gemeinsamen Streik in Datteln auf: »Unter dem Motto „Datteln 4? Nicht mit mir!“ werden Fridays for Future Aktivist*innen aus ganz Nordrhein-Westfalen mit Anwohner*innen und dem BUND am kommenden Freitag gegen das Steinkohlekraftwerk „Datteln 4“ demonstrieren. Start ist um 12 Uhr am Neumarkt. Von dort aus wird es einen Demonstrationszug über die B235 zum Kohlekraftwerk Datteln 4 geben. „Wir können nicht tatenlos zusehen, wenn vor unserer Haustür ein neues Kohlekraftwerk ans Netz gehen soll, das vollkommen den Empfehlungen der Kohlekommission widerspricht. Dat-teln 4 ist mit einem Kohleausstieg bis 2030 und dem Einhalten des 1,5°C Ziels nicht vereinbar!“ sagte Lena Wittekind aus Castrop-Rauxel. mehr…


Dienstag 21.01.20, 10:57 Uhr

Wiederkehr des Nationalen. Am Beispiel Indien

Am Mittwoch, den 29.1. um 19 Uhr lädt das Atelier Automatique, Rottstrasse 14 zu einem Vortrag von Megha Kono-Patel ein über die Wiederkehr des Nationalen. Am Beispiel Indien: »Seit die hindunationalistische Bharatya Janata Party (BJP) durch Narendra Modi an der Macht der größten Demokratie geworden ist, lässt sich eine Zunahme an Anti-muslimischen Rassismus, Elitarismus und Casteism in Indien beobachten. Das neue Gesetz Citizenship Amendment Act(CAA) hat nun dafür gesorgt, dass sich Menschen in Indien und in der Diaspora weltweit organisieren und sich gegen die faschistische Regierung auflehnen. Denn die Demokratie in Indien ist gefährdet. Megha Kono-Patel gibt einen Überblick zu historischen Bezügen des Subkontinents zu Antimuslismischem Rassismus und stellt eine Kontinuität heraus, die bis in die Gegenwart reicht. Zuletzt wird sie Widerstand seitens der Zivilgesellschaft thematisieren und visualisieren. mehr…


Montag 20.01.20, 16:32 Uhr
Linksfraktion kritisiert Entscheidung:

Kein Sozialkonto bei der Sparkasse 2

Die LInksfraktion im Rat kritisiert, dass die SPD und die Grünen gemeinsam mit der CDU die Einführung eines gebührenfreien Sozialkontos bei der Bochumer Sparkasse verhindern und erklären: »Über den Vorstoß der Linken wurde seit September beraten. Jetzt haben die Mehrheits-Parteien das Vorhaben im Ausschuss für Beteiligung und Controlling abgelehnt. „Die Entscheidung macht deutlich, wo die Prioritäten der Ratsmehrheit liegen“, kritisiert der Fraktionsvorsitzende der Bochumer Linken Ralf-D. Lange. „Bochum könnte sich eine sozialere Gebührenpolitik leisten. Aber SPD, Grüne und CDU wollen lieber das Geld von den Hartz-IV-Bezieherinnen und -Beziehern einsammeln, um damit die städtischen Kassen zu füllen. Das ist unsozial, und muss sich ändern.“ mehr…


Montag 20.01.20, 16:12 Uhr

Benefizkonzert für das Inklusionsprojekt „Istanbul Bochum“

Die Musikschule Bochum lädt am Donnerstag, 23. Januar, um 20 Uhr zu einem Benefizkonzert für das Inklusionsprojekt „Istanbul Bochum“ in das Konzerthaus ein: »Die Gastband „Ezgi Dostlari“ aus Istanbul trifft dabei auf ausgewählte Schülerinnen und Schüler des „Bochumer Modells – Musik und Inklusion“. Sie präsentieren gemeinsam einige Stücke, die sie am Nachmittag davor unter der Leitung von Claudia Schmidt einstudiert haben. Die Gast-Band engagiert sich in der Türkei für Inklusion und möchte nun zu diesem Thema in Bochum weitere Erfahrungen sammeln und diese dann in der Türkei weiter verbreiten. Hymmet Albayrak, ehrenamtlichen Musikpädagoge aus Hamm, hat die Veranstaltung organisiert.« Der Eintritt ist frei.


Montag 20.01.20, 10:41 Uhr

Gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung

Das Netzwerk „Stadt für alle Bochum“ lädt am Mittwoch, den 22. Januar, um 18 Uhr beim Mieterverein Bochum, Brückstraße 58 zu einem Vorbereitungstreffen eines internationalen Aktionstags am 28.März ein: »Die wohnungspolitische Frage ist auf der politischen Agenda zuletzt immer wichtiger geworden. Das liegt an den weiter steigenden Mieten, vielen neuen Initiativen, Mietendeckel- und Eineignungsdebatte in Berlin sowie größeren lokalen Demonstrationen. Auf der Bundesebene ist leider trotz der intensiven Diskussionen fast nichts passiert. Die Große Koalition hat bisher keine wirksame Antwort auf den sprichwörtlichen Mietenwahnsinn gefunden. Im vergangenen Jahr haben sich schließlich zwei bundesweite Bündnisse gegründet; „Wohnen ist Menschenrecht“ ist ein Zusammenschluss, in dem vor allem die großen Verbände wie Mieterbund und DGB aktiv sind. Mieterinitiativen und Recht auf Stadt Netzwerke haben sich im das Aktionsbündnis „Gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung“ zusammengeschlossen. Diese Doppelung liest sich zwar etwas unglücklich, ist aber den unterschiedlichen Arbeitsweisen geschuldet. Die Forderungen hingegen gleichen sich an vielen Punkten. mehr…