Archiv für den Monat: Juni 2019


Montag 17.06.19, 15:51 Uhr
Sozialberatung Ruhr:

„Hartz-IV-EmpfängerInnen erhalten in Bochum zu wenig Geld für die Miete“

Die Sozialberatung Ruhr schreibt: »Hartz-IV-Empfänger erhalten auf der einen Seite einen Grundbetrag und auf der anderen Seite die Kosten für Unterkunft und Heizung. § 22 SGB II sagt dazu: „Bedarfe für Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen anerkannt, soweit diese angemessen sind.“ Es stellt sich insofern die Frage, ob die konkret im Einzelfall gezahlte Miete noch angemessen ist. Um dies bestimmen zu können, müssen die jeweiligen Jobcenter und hier sind es im Regelfall die dahinter stehenden Kommunen ein sog. schlüssiges Konzept entwickeln. Es stellt sich also in jeder Gemeinde die Frage, ob die zugrunde gelegten Beträge korrekt ermittelt worden sind. Für die Stadt Bochum hat das Sozialgericht Dortmund (mal wieder) entschieden, dass dies nicht der Fall ist. mehr…


Montag 17.06.19, 15:44 Uhr

Mehrweg-Quote durchsetzen

In Bochum sollen Getränkehersteller und Supermärkte stärker auf wiederverwendbare Flaschen setzen. Das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Einwegflaschen und Dosen, auf die es 25 Cent Pfand gibt, sind nach der ersten Benutzung dahin und gehen ins energiefressende Recycling. Anders Mehrwegflaschen aus Glas oder robustem Plastik: Sie leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz vor Ort – sie sichern auch Arbeitsplätze bei Abfüllern, im Handel und bei den Herstellern“, sagt Adnan Kandemir von der NGG Ruhrgebiet. Dies sei umso wichtiger, wenn das Produkt aus der Region komme. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit beschäftigt die Getränkebranche in Nordrhein-Westfalen rund 10.300 Menschen. mehr…


Sonntag 16.06.19, 08:05 Uhr

Bildung offensiv demokratisch gestalten 1

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW) lädt am Montag, den 24. Juni um 18.30 Uhr im BlueSquare, Kortumstraße 90 zu einer Veranstaltung ein mit dem Titel „Bildung offensiv demokratisch gestalten – Antworten auf den Versuch einer bildungspolitischen Einflussnahme von rechts“: »Auch im Bildungsbereich versuchen rechte Gruppen und Parteien ideologisch Fuß zu fassen. Dabei sind antifeministische Haltungen, Erziehung zur Männlichkeit und ein reaktionäres Familienbild nur ein Teil des Versuchs einer Diskursverschiebung nach rechts. Rassistische Positionen, eine völkische Ideologie und antidemokratische Positionen werden als vermeintlich neutrale Meinungen aufgetan. Eine Strategie der Rechten, wie der AfD ist es, durch Dienstaufsichtsbeschwerden an Schulen und Universitäten Lehrende in die Defensive zu treiben, wenn sie aktiv eine demokratische, freie und emanzipatorische Haltung vermitteln. Nicht nur in Schule und Universitäten wird hierbei eine Verletzung einer vermeintlichen Neutralitätspflicht herbei konstruiert. mehr…


Sonntag 16.06.19, 07:55 Uhr

Mit dem Geigerzähler durch Deutschland


Das Metropolis im Hauptbahnhof zeigt am Montag, den 24. 6. um 18:00 Uhr die Dokumentation „Ein strahlendes Land „. Wie gefährlich radioaktive Strahlung sein kann, weiß man spätestens seit Tschernobyl und Fukushima. Radioaktive Strahlung ist in Deutschland viel verbreiteter als wir glauben. Der Investigativjournalist Marvin Oppong ist mit einem Geigerzähler durch ganz Deutschland gereist auf der Suche nach radioaktiven Orten. Seine Reise führt ihn zu Nuklearanlagen, zu einem radioaktiv kontaminierten Einkaufscenter, auf Uranhalden in Ostdeutschland und zu einem strahlenden Bolzplatz neben einer Kita. Regisseur Marvin Oppong eird nach der Filmvorführung für ein Publikumsgespräch zur Verfügung stehen. Weitere Informationen über den Film.


Samstag 15.06.19, 10:26 Uhr

Erinnerung an die Verbrechen
der Wehrmacht

Die letzten Zeugen. Kinder im Zweiten Weltkrieg_2

Im Prinz Regent Theater wird am Sonntag, den 16. Juni um 18 Uhr das Stück „Die letzten Zeugen – Kinder im zweiten Weltkrieg“ gezeigt. In der Ankündigung des deutsch-belarussisches Theater- und Hörspielprojekts nach dem Buch der Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch heißt es: »Swetlana Alexijewitsch sammelt und montiert in diesem „Roman der Stimmen“ die Kindheitserinnerungen Erwachsener aus der Zeit des NS-Terrors und der Verbrechen der Wehrmacht an der Zivilbevölkerung Weißrusslands. Eine Erinnerungsmontage für die Bühne zwischen Monolog und „chorischer Zeugenschaft“, die das Grauen der Kriegsrealität benennt und dem Wesen und Wirken des Erinnerns nachgeht. mehr…


Samstag 15.06.19, 06:00 Uhr
Radwege in der Innenstadt

Die Zukunft hat es schon einmal gegeben


Die roten Linien auf der Karte einer Verwaltungsvorlage aus dem Jahr 1966 zeigen, welche Radwege-Abschnitte auf dem Innenstadtring zu Parkplätzen für Autos werden sollen. Opel kam. Bochum wurde Autostadt. Opel war gestern. Heute startet um 12 Uhr eine große Raddemo vor dem Hauptbahnhof, die u. a. zum Ziel hat, die Fehlentwicklung zu korrigieren und die Parkplätze wieder zu Radwegen zu machen. Klaus Kuliga hat vor vier Jahren auf der Webseite des ADFC ausführlich beschrieben, wie hervorragend das Radwegnetz bis Mitte der 1960-er Jahre in Bochum aussah: Rad fahren in Bochum: Die Zukunft war gestern.


Freitag 14.06.19, 12:18 Uhr

„25 Jahre Tod von Halim Dener“

Am 21.6. lädt die Antifaschistische Linke Bochum ab 19:00 Uhr in das Provisorium, Dorstener Straße 17 zu einer Veranstaltung einmit dem Titel: „25 Jahre Tod von Halim Dener. Eine deutsche Geschichte“: »Halim Dener wäre heute 41 Jahre alt, hätte ihm nicht vor 25 Jahren, in der Nacht vom 30. Juni auf den 01. Juli, ein deutscher Polizist in den Rücken geschossen. Halim Dener wurde erschossen, weil er Plakate der kurdischen Befreiungsbewegung plakatierte. Er repräsentiert in seiner Person viele verschiedene Kämpfe, die hier und weltweit geführt werden – der Kurdistan-Konflikt, Krieg und Flucht, Repression linker Ideen und Organisationen sowie (rassistische) Polizeigewalt. mehr…


Donnerstag 13.06.19, 19:49 Uhr

Silke Helfrich „Frei, fair und lebendig“

Am Mittwoch, den 19. Juni, um 19.00, lädt der Bahnhof Langendreer gemeinsam mit der Rosa Luxemburg-Stiftung NRW zu einer Veranstaltung mit der Autorin Silke Helfrich ein, die ihr aktuelles Buch „Frei, fair und lebendig – Die Macht der Commons“ vorstellen wird. Der Begriff „Commons“meint Ressourcen – zum Beispiel Wissen, Nahrung, Land Wasser – die aus Prozessen des gemeinsamen und bedürfnisorientierten Produzierens, Verwaltens, Pflegens und Nutzens hervorgehen („Commoning“). Das Buch gibt eine Einführung in das Verständnis von Commons und zeigt an konkreten Beispielen wie Wirtschaften und politisches Handeln durch eben diese Praktiken des „Commoning“ verändert werden können. Ziel des Buches ist es überkommene Denkmuster freizulegen und ein Programm für ein gelingendes Miteinander zu entwerfen. mehr…


Donnerstag 13.06.19, 16:16 Uhr

Unabhängige Beschwerde- und Informationsstelle Flucht“ (UBIF) startet

Im aktuellen Newsletter des Flüchtlingsrates NRW wird berichtet: »Nach dem Bekanntwerden von Misshandlungen von Flüchtlingen in nordrhein-westfälischen Landesaufnahmeeinrichtung im Jahr 2014 verabschiedete das damalige Ministerium für Inneres und Kommunales unter Beteiligung der Wohlfahrtsverbände und Nichtregierungsorganisationen ein Konzept für ein Beschwerdemanagement auf Landesebene. In der Folge wurde ein flächendeckendes Beschwerdeannahme- und -bearbeitungssystem für Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen etabliert. Auf kommunaler Ebene gibt es lediglich vereinzelt zentrale Anlaufstellen für Flüchtlinge, um Anregungen und Beschwerden vorzubringen. [..] Am 01.06.2019 startete nun das Pilotprojekt „Unabhängige Beschwerde- und Informationsstelle Flucht“ (UBIF) in Bochum. Es ist Teil des Transfernetzwerks „Soziale Innovation“ und basiert auf der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und einer engagierten Öffentlichkeit. Die bei der evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe angesiedelte UBIF soll Beschwerden und Informationen zur Situation und zu Problemen von Flüchtlingen in Bochum aufnehmen, Hindernisse und Probleme, die menschenwürdigen Lebensbedingungen und gesellschaftlicher Teilhabe von Flüchtlingen entgegenstehen, erfassen und Lösungsansätze entwickeln. mehr…


Donnerstag 13.06.19, 13:08 Uhr

Fridays For Future am 14. Juni

Fridays For Future  schreibt: »Diesen Freitag werden wir nach Herne fahren. Los geht’s um 14 Uhr im City Center. Dort wurde eine Demo von der Stadt organisiert, die selbst in keiner Weise für Klimaschutz steht, aber unter dem fridays for future Namen laufen wird. Wir wollen mit so vielen Menschen wie möglich präsent sein, um klar zu signalisieren, dass Fridays For Future sich nicht instrumentalisieren lässt. Da es in Herne bisher keine Orga gab, ist es umso wichtiger, den Stein mit vielen solidarischen SchülerInnen und Studierenden aus der Umgebung ins Rollen zu bringen.« Am folgenden Freitag, den 21. 6. ruft die Bochumer Initiative dazu auf, zur Großdemonstration nach Aachen zu fahren. Treffpunkt um 9 Uhr am Hauptbahnhof.


Donnerstag 13.06.19, 12:46 Uhr

Das Thealozzi lädt zum Café Kontakt

Das Thealozzi schreibt: »Das bevorstehende Wochenende im und um das Thealozzi steht ganz im Zeichen der bobienale: Am Freitag, den 14. 6. um 18:30 Uhr findet im benachbarten Vereinsheim der SV Germania West im Rahmen der Bobienale 2019 eine Sonderveranstaltung von Café Kontakt statt. Achtung – hier gab es eine kurzfristige Änderung der Lokation. Eine Durchführung in der von der von der bobienale zuerst angekündigten Kunstkirche Christ-König war aus organisatorischen Gründen leider nicht möglich. Durch die wunderbare Hilfestellung der SV-Germania West Mitarbeiter vor Ort, findet die Sonderausgabe von Café Kontakt nun im neben dem Thealozzi befindlichen Vereinsheim von Germania-West (Pestalozzistr. 23) direkt am Fußballplatz statt. Herzlichen Dank an die Verantwortlichen, die das unkompliziert und kurzfristig ermöglicht haben. Das ist ganz im Sinne der Veranstaltung: Der Name verrät es schon, Café Kontakt ist ein Ort der Begegnung und des Austausches. Das Konzept: Jeder kann etwas und jeder kann mitgestalten. Bunt ist schön. Das diesjährige Motto: „Normal ist allein die Tatsache, dass es Unterschiede gibt.“ Café Kontakt steht für interkulturellen Austausch, Offenheit, Verständnis, Ungezwungenheit. mehr…


Mittwoch 12.06.19, 21:51 Uhr

Das Ende der Wahrheit

Das Ende der Wahrheit I Offizieller HD-Trailer I Jetzt auf DVD, Blu-ray und als VoD

Ab Donnerstag, den 13.06. um 20 Uhr zeigt das endstation.kino den deutschen Thriller „Das Ende der Wahrheit“. Martin Behrens, Zentralasien-Experte beim Bundesnachrichtendienst, ist sich sicher, mit seiner Arbeit einen großen Beitrag zur Wahrung der nationalen Sicherheit zu leisten. Doch nach einem brutalen Anschlag auf ein Münchner Restaurant wachsen seine Zweifel an der Mission des BND. Als Behrens in einen immer tieferen Strudel aus Intrigen, Machtmissbrauch und Korruption gerät, muss er einsehen, dass der größte Feind im Innern lauert. mehr…


Mittwoch 12.06.19, 16:08 Uhr
Festival der freien Szene Bochum: 13. bis 23. Juni 2019

Morgen startet die 2. bobiennale

Morgen Abend am 13. Juni um 19.30 Uhr in den Rottstrßen5 Kunsthallen beginnt zum zweiten Mal die bobiennale, das 10-tägige Festival der Freien Kulturszene Bochums. Seit der ersten Ausgabe vor zwei Jahren hat sich der Kreis der beteiligten Künstler*innen und Orte fast verdoppelt. Rund 200 Künstler*innen werden an etwa 80 verschiedenen Orten weit über 250 kulturelle Ereignisse bestreiten. Alle Sparten der Szene, von Figuren- und freiem Theater, Performance, Medien- und bildenden Künstler*innen, Musik von Jazz und Klassik bis Metal, mobilem Kino und Tanz, Fotografie sind mit vielfältigen Angeboten vertreten, dazu nationale und internationale Gäste. mehr…


Mittwoch 12.06.19, 12:50 Uhr

Job mit Verfallsdatum ?

In Bochum haben derzeit rund 22.400 Beschäftigte einen befristeten Arbeitsvertrag. Das sind 13,7 Prozent aller ArbeitnehmerInnen in der Stadt, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilt. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Angaben aus dem aktuellen Mikrozensus. „Es kann nicht sein, dass Unternehmer trotz der guten Lage am Arbeitsmarkt weiterhin so stark auf Befristungen setzen. Die Bundesregierung muss jetzt mit ihrem Versprechen Ernst machen und Zeitverträge per Gesetz eindämmen“, fordert Gabriele Henter von der IG BAU Bochum-Dortmund. mehr…


Mittwoch 12.06.19, 12:05 Uhr

Klaus Dörre kann nicht kommen

Der heute geplante Vortrag von Prof. Klaus Dörre in der ev. Stadtakademie fällt aus, weil der Referent krank ist.


Dienstag 11.06.19, 21:26 Uhr
Interessengemeinschaft Grummer Teiche gegründet

„Grummer Teiche sind Schutzzone!“

Die Grummer Teiche sollen als Schutzgebiet gegen die Klimakrise gesichert werden. Das ist das Ziel der neu gegründeten „Interessengemeinschaft Grummer Teiche“, die auf Initiative von AnwohnerInnen ins Leben gerufen wurde. In einer Stellungnahme heißt es: »Das traditionsreiche Feuchtgebiet entlang des Grummer Baches liegt als Oase im Bochumer Nord-Osten. Das sogenannte Grumbecktal dient als wichtiges Frischluftentstehungsgebiet und zur Naherholung von tausenden Anwohnern. In Folge der Klimakrise bekommt die Teichlandschaft an heißen Tagen eine immer größere Bedeutung als kühlender Feuchtigkeitsspender des Ortsklimas. Die Interessengemeinschaft „Grummer Teiche“ wurde im Mai 2019 von interessierten Anwohnern aus den Bochumer Stadtteilen Vöde und Grumme ins Leben gerufen. Sie will sich für den Erhalt der Kulturlandschaft, für die Naherholungsfunktion des Gebiets und die klima-stabilisierende Wirkung des Grünzugs sowie die Information der Bürger einsetzen. Das bewaldete Feuchtgebiet soll eine besondere Bedeutung bei der Bekämpfung des am 6. Juni 2019 vom Rat der Stadt Bochum ausgerufenen Klimanotstandes bekommen. mehr…


Dienstag 11.06.19, 14:53 Uhr

Von Rassismus wurde nicht gesprochen

Im Rahmen des Projekts „Kein schöner Land? Kontinuitäten rassistischer Gewalt“ findet am Freitag, den 14. Juni um 18.30 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Von Rassismus wurde nicht gesprochen – Rassismus, Rechte Gewalt und die selbstorganisierte Aufklärung“ im Blue Square, Kortumstr. 90 statt. TeilnehmerInnen des Gesprächs sind: Bengü Kocatürk (DOMiD – Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland e.V.), Kutlu Yurtseven (Initiative Keupstraße ist überall) und Jan-Robert Hildebrandt (Opferberatung Rheinland). Voraussichtlich wird auch noch jemand vom Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung teilnehmen. In der Einladung heißt es: »Am 26. August 1984 sterben bei einer Brandstiftung auf ein Wohnhaus in einer ArbeiterInnensiedlung am 26. August 1984 sieben Mitglieder einer „Gastarbeiterfamilie“ aus Adana. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei schließen sehr schnell ein „ausländerfeindliches“ Motiv aus. Der Fall wird erst 1996 aufgeklärt und eine sogenannte „Einzeltäterin“ verurteilt. Die Behörden schließen nach wie vor eine politische Motivation aus, und sprechen von Pyromanie. Die Brandstiftung gerät derweil in Vergessenheit. mehr…