Archiv für das Jahr: 2016


Mittwoch 09.11.16, 13:42 Uhr
Leerzug der Geflüchteten-Wohnungen in der Krachtstraße

„Über die Köpfe der Betroffenen hinweg“

Das Netzwerk Flüchtlinge Langendreer hat einen offenen Brief an den Oberbürgermeister, die Sozialdezernentin und die Vorsitzende des Sozialausschusses geschickt. Hierin protestieren die Ehrenamtlichen des Netzwerks dagegen, wie der derzeitige Leerzug der Geflüchteten-Wohnungen in der Krachtstraße von der Stadt vollzogen wird: „Der Umzug der Bewohnerinnen und Bewohner geschieht über die Köpfe der Betroffenen hinweg. Auch die ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützer, die in dieser schwierigen Situation versuchen zu helfen, erhalten keinerlei Informationen. Eine Unterstützerin sah sich mit der Situation konfrontiert, dass eine Familie, der sie seit Langem eng verbunden ist, von einem Tag auf den anderen nach Querenburg umquartiert wurde. Dass die Kinder nun einen langen und schwierigen Schulweg haben, wurde offenbar nicht berücksichtigt und mit der Familie auch überhaupt nicht geklärt. Eine Lehrerin der Willy-Brandt-Gesamtschule, die einige der Schüler unterrichtet, beklagt, dass die Schulsituation durch ein solches Vorgehen deutlich erschwert wird.“ Das Netzwerk fordert die Stadt dazu auf, die Menschen in Wohnungen unterzubringen, sie nicht aus ihrem Wohnumfeld herauszureißen und die BewohnerInnen sowie alle Beteiligten einzubeziehen. Der vollständige Brief.


Mittwoch 09.11.16, 11:36 Uhr

Gegen die Angst.

Olga Tokarczuk

Olga Tokarczuk

Am Samstag, 12.11.16 um 19.00 Uhr laden der OSTWEST Verein für kulturellen Transfer e. V und das Kunstmuseum Bochum zur Lesung und Gespräch mit Olga Tokarczuk, einer der wichtigsten polnischen Autorinnen der Gegenwart, ein. In der Einladung heißt es: „Tokarczuk gehört zu den produktivsten, meistgelesenen, gefeierten und auch kontroversen polnischen Autorinnen der Nachwendegeneration. Ihre Werke wurden in 30 Sprachen übersetzt und mit prominenten internationalen Literaturpreisen ausgezeichnet. Über ihr Schreiben hinaus ist Olga Tokarczuk eine engagierte Intellektuelle, die in polnischen Debatten dezidiert Stellung bezieht. Sie setzt sie sich für Offenheit ein, stellt das stereotype Bild der auf Patriotismus, ethnischer Homogenität und katholischem Glauben beruhenden Kultur infrage. Dafür wurde sie von der gegenwärtigen polnischen Regierung für die staatlichen Kulturinstitutionen zur Persona non grata erklärt. mehr…


Dienstag 08.11.16, 16:36 Uhr

Neue Antifaschistische Bochumer Blätter

Eine neue Ausgabe der Antifaschistischen Bochumer Blätter der VVN-BdA sind erschienen: Schwerpunkte sind die die 70-Jahr-Feier der VVN-BdA Bochum; die Forderung, eine Straße nach Christine Schröder, antifaschistische Widerstandskämpferin und langjährige Vorsitzende der VVN Bochum zu benennen; die Erinnerung an „No Pasaran“ vor 80 Jahren mit einer Liste der Bochumer und Wattenscheider bei den Internationalen Brigaden; neue Entwicklungen in der Rechtsaußen-Szene, die Lieschen Müller und Willi Bürger immer enthemmter werden lassen. Die ABB als PDF-Dokument.


Dienstag 08.11.16, 16:25 Uhr

Night will Fall –
Hitchcocks Lehrfilm für die Deutschen
1

Das Antifa-Cafe zeigt am Mittwoch, den 9. November um 20 Uhr im Sozialen Zentrum den Film “Night will Fall – Hitchcocks Lehrfilm für die Deutschen”. In der Ankündigung heißt es: »Der 9. November ist der Jahrestag der Reichspogromnacht. In der Nacht vom 9. November auf den 10. November wurde wie in vielen anderen Städten im damaligen Deutschen Reich die Bochumer Synagoge von den Nazis zerstört und niedergebrannt. Die Reichspogromnacht war ein vorläufiger, schrecklicher Höhepunkt des mörderischen Antisemitismus der Nazis. An diesem Tag können wir keinen normalen und unbeschwerten Café-Betrieb anbieten. Daher rufen wir zunächst dazu auf, sich an der offiziellen Gedenkkundgebung zu beteiligen, die um 17 Uhr an der Ecke Dr. Ruer Platz Ecke Harmoniestraße stattfindet. Wir bitten zu bedenken, dass es sich hier um eine Gedenkkundgebung und keine Antifa-Demonstration handelt. Ab 19 Uhr wollen wir dann das Soziale Zentrum öffnen und ab ca. 19:30 Uhr Essen anbieten. Ab 20 Uhr wollen wir dann den Film “Night will Fall – Hitchcocks Lehrfilm für die Deutschen” zeigen. mehr…


Dienstag 08.11.16, 16:15 Uhr

Soziale Liste: Den Landfraß stoppen!

Die Soziale Liste schreibt: »Die Stadt Bochum will weitere große Grünflächen in Gewerbegebiete umwandeln. Die vorgeschlagenen Flächen liegen zum Teil in den für die Stadt ökologisch bedeutsamen Grünzügen, sind Ackerflächen oder Landschaftsschutzgebiete. Diese Vorschläge stehen im krassen Gegensatz zum Klimaanpassungskonzept für Bochum. Im Internet wirbt die Stadt für dieses Konzept, O-Ton: „Die Stadt Bochum hat ein Konzept zur Anpassung an den Klimawandel erstellt, um sich frühzeitig auf die Folgen des Klimawandels einzustellen und die Weichen bereits heute richtig zu stellen.” Die Praxis sieht völlig anders aus. Von den 14.549 Hektar der Bochumer Stadtfläche sind bereits heute 71 % Siedlungs-, Gewerbe- und Verkehrsfläche. In der Nachbarstadt Dortmund liegt dieser Anteil bei nur 61%. Der Flächenfraß betrug in den letzten 10 Jahren 572 Quadratmeter pro Tag. (WAZ 8. 10. 2016) mehr…


Montag 07.11.16, 19:38 Uhr

Versuchte Brandstiftung auf Moschee

Die AG Prozess-Monitoring berichtet: »In der Nacht des 2. Juli diesen Jahres kam es in Bochum-Langendreer zu einer versuchten schweren Brandstiftung auf ein Küchengebäude, das zu dem Kulturzentrum der türkisch-islamischen Gemeinde (Ditib) gehört. Ein Mann hatte Klopapier in ein auf Kippe stehendes Fenster gestopft, angezündet und war geflohen. Die Flammen rußten den Fensterrahmen ein und gingen aus. Ein Sachverständiger untersuchte den Fall und sprach von Glück, dass keine weiteren Gegenstände Feuer gefangen hätten und das Gebäude in Brand geraten sei. Noch kurz vorher hatten in der angrenzenden Halle weit über 250 Menschen, Gemeindemitglieder und Flüchtlinge aus dem nahen Aufnahmelager, zusammen das Fastenbrechen zum Ramadan gefeiert und wären dem Feuer und dem Rauch ausgesetzt gewesen. mehr…


Montag 07.11.16, 17:17 Uhr
Jüdisches Leben in Bochum vor, während und nach dem Faschismus

am Beispiel Ottilie Schoenewalds

Die VHS bietet am Sonntag, den 13.11., 14.00 Uhr im Rahmen des Gedenkens an die Reichspogromnacht einen Stadtrundgang an, der auch für die gegenwärtige Debatte um Rassismus und Antisemitismus sensibilisieren kann. Auf dem Stadtrundgang durch die Innenstadt soll an etlichen Plätzen, Gebäuden, Stelen und Stolpersteinen auf Diskriminierung, Verfolgung, Flucht oder Deportation und Ermordung jüdischer MitbürgerIinnen aus Bochum hingewiesen werden. Es soll den Fragen nachgegangen werden: Was wussten die Bochumer vom Schicksal ihrer jüdischen Nachbarn? Welche Etappen der antijüdischen Maßnahmen gab es in Bochum? Welche politischen und religiösen Vorurteile machten den antijüdischen Terror möglich? Warum gab es so wenig Widerstand? mehr…


Sonntag 06.11.16, 21:18 Uhr

Konzerthaus: Nach der Feier neue Kosten

Kaum waren die Eröffnungsfeierlichkeiten für das Konzerthaus vorbei, verschickte die Stadtverwaltung die Einladung zum Haupt- und Finanzausschuss. Tagesordnungspunkt 1.7 hat den Titel: „Überplanmäßige Bereitstellung von Haushaltsmitteln gem. § 83 GO NRW für die Aufgaben der Bochumer Symphoniker…“ Im Beschlussvorschlag der Verwaltung wird dann begründet, warum 921.000 Euro zusätzlich für das Projekt benötigt werden. Erstens: „Für die Bochumer Symphoniker entsteht ein erhöhter Mehraufwand in Höhe von insgesamt 421.000 Euro. Die durch die Bochumer Symphoniker erwarteten Erträge werden aufgrund der später als geplanten Musikforumseröffnung in Höhe von 325.000 Euro nicht erreicht.“ Zweitens: „Für den Bau des Musikzentrums waren im Jahr 2016 für konsumtive sonstige ordentliche Erträge in Höhe von 500.000 Euro geplant. Aufgrund einer Planänderung des Zuwendungsgebers hinsichtlich der Finanzierung für das Musikforum muss die verbindlich zugesagte Einnahme nicht konsumtiv, sondern investiv verrechnet werden.“ Auch wer die Details nicht versteht, kann erkennen, dass es hier um Haushaltsposten geht, die nicht erst seit gestern bekannt sind. Die Öffentlichkeit wurde während der Eröffnungsfeierlichkeiten erneut bewusst mit falschen Zahlen über die Kosten des Konzerthauses getäuscht.


Sonntag 06.11.16, 09:43 Uhr
Ausstellung und Vorträge im Stadtarchiv:

Opfer der NS-Justiz in der Krümmede

Am Donnerstag, den 10. November wird um 18:00 Uhr im Stadtarchiv, Wittener Straße 47, die Ausstellung „Schicksalsort Gefängnis. Opfer der NS-Justiz in der Krümmede“ von Alfons Zimmer eröffnet. Dirk Frenking, Richter am Oberlandesgericht und Leiter der Dokumentations- und Forschungsstelle „Justiz und Nationalsozialismus NRW“ in der Justizakademie NRW hält ein Vortrag zum Thema: „Justiz und Gewaltverbrechen im NS und deren verspätete strafrechtliche Aufarbeitung“. Das Stadtarchiv schreibt dazu: »Zwischen 1933 und 1945 durchzog eine Vielzahl von Haftstätten das Deutsche Reich: von den Konzentrationslagern über Zwangsarbeiterlager und Arbeitserziehungslager bis zu den Gefängnissen, die zwar keine ‚Erfindung‘ der Nationalsozialisten waren, nach 1933 aber Teil des NS-Terrorapparates wurden. In den Justizvollzugsanstalten waren zwischen 1933 und 1945 mehrere Millionen Menschen inhaftiert, viele von ihnen aus politischen Gründen. Im Unterschied zu den Gefangenen der Polizei lag ihrer Haft eine gerichtliche Verurteilung zugrunde, denn die Fassade des Rechtsstaates sollte aufrechterhalten werden. mehr…


Sonntag 06.11.16, 09:31 Uhr

Linke Antworten auf die Klimakrise 1

Am Donnerstag, den 10. November lädt die Gruppe Glitzer & Krawall um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer in ihrer Reihe „Herrschaftskritischer Kaffeeklatsch“ zu einem Vortrag ein zum Thema „Linke Antworten auf die Klimakrise“: »Der Klimawandel bedroht jetzt schon die Lebensgrundlagen unzähliger Menschen. Doch obwohl Politiker*innen immer wieder Handlungsbereitschaft demonstrieren, wie letztes Jahr bei der Conference of Parties in Paris, steigen die Treibhausgasemissionen weiterhin. Dies ist kein Wunder, schließlich widerspricht wirklicher Klimaschutz der kapitalistischen Logik. Deshalb kann nur auf widerständige Lösungen von unten gehofft werden. Doch auch in der Umweltbewegung kursieren unemanzipatorische Vorstellungen davon, wie der Klimawandel aufzuhalten sei; von der Fokussierung auf individuelle Lebensstile, über Esoterik bis hin zur vollkommenen Ablehnung moderner Technologien. Der Vortrag wird diese Ansätze kritisch beleuchten, um schließlich herauszustellen, wie eine radikale Ökologie von links stattdessen aussehen könnte und warum die Klimakrise ein Thema ist, für das sich antikapitalistische Linke interessieren sollten.«


Samstag 05.11.16, 14:12 Uhr
Ausstellung III: Matthias Schamp „Sammeln, Sammeln“

Suche nach dem Bild hinter allen Bildern

Am Mittwoch, den 9. November wird im Bochumer Kunstmuseum um 19:00 Uhr eine Ausstellung eröffnet, die die die ganz persönliche Sicht von Matthias Schamp auf die Bochumer Kunstsammlung zeigt. In der Ankündigung heißt es: »Von seinen Tauchgängen in die Tiefen des Museumsarchivs hat Schamp seine höchst persönlichen Entdeckungen mitgebracht und in den Museumsräumen zu einer Ausstellung ausgebreitet. Die Bestände des Museums aus subjektiver Sicht. Diese Sammlung trifft auf ein Sammelsurium. mehr…


Samstag 05.11.16, 11:55 Uhr
Ausstellung II: Arbeiten auf Papier im Kortumhaus

Kunst trifft Denkmalschutz

Barbara TewesAm Freitag, den 11. November findet um 18 Uhr In der 4. Etage des Kortumhauses (Tekomedia) eine Vernissage mit Werken von Barbara Tewes statt. Präsentiert werden überwiegend großformatige Arbeiten auf Papier im Ambiente des denkmalgeschützten Treppenhauses des Kortumhauses. Die in Bochum geborene Barbara Tewes arbeitet, nach Abschluss ihres Studiums der Kunsttherapie und freien Kunst an der Hochschule Ottersberg, seit 1995 wieder in Bochum in ihrem Atelier an der Emscherstraße. Ausstellungen im In- und Ausland dokumentieren ihren künstlerischen Werdegang. Prozesshaftes Gestalten und die Auseinandersetzung mit Farben, Licht und Material sind prägend für ihre Arbeiten.


Samstag 05.11.16, 11:37 Uhr
Ausstellung I: Kunst und Politik im Nationalsozialismus

Artige Kunst

Am heutigen Samstag, den 5. November wird die Ausstellung „Artige Kunst“ im Museum unter Tage für die Öffentlichkeit zugänglich. Auf der Webseite des Museums heißt es: «Das Ausstellungsprojekt setzt sich in kritisch-analytischer Weise mit der Kunstpolitik im Nationalsozialismus auseinander, die für das Selbstbild des Regimes wesentlich war. Der Titel „Artige Kunst“ versteht sich als Gegenbegriff zur diffamierenden NS-Terminologie der „entarteten Kunst“. mehr…


Freitag 04.11.16, 13:14 Uhr

MFH: Foltervorwürfe in Italien

Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum (MFH) erklärt  zum Vorwurf von amnesty international, dass Flüchtlinge in Italien gefoltert wurden: »In Italien wurden Flüchtlinge in den Registrierzentren der EU folterähnlichen Situationen ausgesetzt, so berichtet es Amnesty International in einem Bericht vom 3. November 2016. Mit Schlägen und Elektroschockgeräten seien Flüchtlinge von italienischen Polizisten dazu gezwungen worden, ihre Fingerabdrücke abzugeben. Auch Minderjährige gehörten zu den Betroffenen. Ort des Verbrechens: die Registrierzentren der EU, die in Italien eingerichtet wurden, um möglichst viele Flüchtlinge von der Weiterreise in die EU abzuhalten. mehr…


Donnerstag 03.11.16, 14:42 Uhr

Kinder vor den Gänsereitern schützen 1

Die Vorsitzende des Tierschutzvereins Human Animal Rights Sandra Lück hat erneut ein Antrag zum Wattenscheider Gänsereiten bei den Bochumer Ordnungsbehörden eingereicht und schreibt: »Nach jahrelangen vergeblichen Unternehmungen, das traditionelle Spektakel  durch Petitionen, Strafanzeigen, Anträge und Klagen zu verbieten, versuchen wir nun, die letzten beiden Gänsereiter-Clubs, die ihrem fragwürdigen Karnevalsvergnügen noch immer mit echten  Gänsen nachgehen, mit einer Altersbeschränkung nach Jugendschutzgesetz zum Umstieg auf Attrappen zu zwingen. mehr…


Donnerstag 03.11.16, 14:22 Uhr

Unsichere Jobs sind meist Frauensache

In Bochum arbeiteten Ende letzten Jahres rund 49.700 Frauen in Teilzeit, Mini-Job oder Leiharbeit. Damit machten sie 66 Prozent der „atypischen Beschäftigung“ aus, wie eine gleichnamige Untersuchung der Hans- Böckler-Stiftung zeigt. Das teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit und warnt zugleich vor einer zunehmenden Altersarmut für Frauen: „Prekäre Jobs führen zu niedrigeren Rentenansprüchen.“ Dabei seien Zeiten der Schwangerschaft oder Kindererziehung noch nicht einmal berücksichtigt. „Wenn Politik und Wirtschaft nichts unternehmen, dann werden Frauen bei der Rente immer öfter zu Verliererinnen“, sagt Heinz Wessendorf, Bezirkschef der IG BAU Bochum-Dortmund. mehr…


Mittwoch 02.11.16, 16:38 Uhr

Power-Point-Karaoke am Samstag im SZ

Am Samstag, den 5.11.2016, lädt die Gruppe space-left ab 19 Uhr zu einem Kneipenabend mit Power-Point-Karaoke ins SZ ein. Die TeilnehmerInnen müssen zu ihnen unbekannten Folien einen Vortrag halten. Im Vordergrund steht dabei auf jeden Fall der Spaß. Die konkreten Regeln werden spontan vor Ort ausgehandelt. Auch etwas zu essen (und trinken) soll es geben. So schreibt die Gruppe: „Es ist mit der Anwesenheit von ‚zufälliger verdachtsunabhängiger veganer Matsche‘ zu rechnen. Wenn unsere Vorräte es her geben, werden wir auch Cocktails anbieten.“

 


Mittwoch 02.11.16, 07:04 Uhr

Wie Auschwitz zu dem wurde, was es war

Am Donnerstag, den 3. November 2016 um 19 Uhr lädt das Bochumer Bündnis gegen Rechts zu einer Veranstaltung mit der Berliner Historikerin Dr. Susanne Willems in das ver.di-Haus, Universitätsstr. 76 ein. Ihr Vortrag hat den Titel: Wie Auschwitz zu dem wurde, was es war. Sie stellt ihren kürzlich erschienen Text- und Bildband Auschwitz. Die Geschichte des Vernichtungslagers vor. Susanne Willems zeigt auf, wie eng verzahnt die Pläne der SS mit den Interessen der deutschen Industrie waren: allen voran die IG Farben. Der weltgrößte Chemiefabrikant errichtete ab 1941 einen Werksneubau in unmittelbarer Nähe des KZ, das ihm als billigste Arbeitskräfte 10.000 Gefangene zugesagte, und beteiligte sich durch Überlassung von Bezugsrechten für Baustoffe am KZ-Ausbau. In ihren Recherchen hat Susanne Willems nachgewiesen, dass die im September 1942 eingeleitete Umplanung des zweiten Lagers in Birkenau, die Realisierung des „Sonderprogramms Reichsminister Prof. Speer“, der vollständigen Integration des Lagers in die deutsche Kriegswirtschaft diente: Auschwitz-Birkenau wurde ab Herbst 1942 zu dem Zielort der Massendeportationen der europäischen Juden, weil dieser Ort zu einer Art Drehscheibe eines europaweiten Arbeitssklavenmarkt ausgebaut wurde. Der Eintritt ist frei.


Mittwoch 02.11.16, 07:03 Uhr

Anarchistische Kiezdemo

Die schwarze Ruhr-Uni ruft zur Teilnahme an der anarchistischen Kiezdemo in Dortmund am 4.11 auf: „Wir organisieren einen Zugtreffpunkt aus Bochum. Dieser ist um 14.50 Uhr vor dem Hauptbahnhof. Da der Treffpunkt mit der Demo abgesprochen ist, werden wir auf jeden Fall rechtzeitig am Startpunkt sein. Der Aufruf.


Dienstag 01.11.16, 12:57 Uhr

DaSKuT – Gründer Branco Barkic
wegen Volkverhetzung vor Gericht
1

Die AG-Prozess Monitoring berichtet: »Am Montag den 31.10.2016 sollte vor dem Bochumer Amtsgericht ein Verfahren gegen den 58-jährigen Branco Barkic wegen Volksverhetzung (§ 130) und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (§ 86a) stattfinden. Über die Verlesung der Anklageschrift kam das Verfahren (34 Ds – 608/16) aber nicht hinaus. Der Rechtsanwalt von Barkic beantragte den Ausschluss der Öffentlichkeit von dem Verfahren. Richterin Franke unterbrach darauf hin die Verhandlung und terminierte den Prozess neu auf den 28. November diesen Jahres. In dem Verfahren legt die Staatsanwaltschaft Branco Barkic zwölf verschiedene Eintragungen auf seiner Facebook-Seite aus dem Mai diesen Jahres zur Last. Zwölf Postings, für die er umgehend von einem Hauptkommissar gleich viele Anzeigen wegen Volksverhetzung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erhielt. Laut Anklage bezog sich Barkic nämlich in diesen Postings mehrmals positiv auf das NS-Regime, indem er NS-Symbole und das Konterfei Adolf Hitlers mit positiven Kommentaren versah. Er soll getötete Nazi-Opfer verhöhnt haben, in dem er ein Bild mit von der Wehrmacht gehängten Menschen mit dem Kommentar „Einfach mal die Seele baumeln lassen“ versehen hätte. Ein Bild der in Prag einmarschierenden motorisierten Wehrmachtverbände von 1939 soll er mit der Bezeichnung „Biker-Treffen“ kommentiert haben. Und ein weiteres Bild hätte bewaffnete NS-Einheiten mit Maschinengewehren an einem Fluss gezeigt. Dieses Bild sei mit dem Satz „Nach alter Tradition werden Flüchtlinge begrüßt.“ versehen gewesen. Dadurch wäre zu Gewalt an Flüchtlingen und Asylsuchenden aufgefordert worden. Alle zwölf Postings von Branco Barkics Facebook-Seite werden von der Staatsanwaltschaft in unterschiedlichster Weise zur Anklage gebracht. Im Sinne der Volksverhetzung (§ 130) und/oder im Sinne des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (§ 86a) mehr…


Dienstag 01.11.16, 12:54 Uhr

Vor der Flut

Am Freitag, den 4. 11. präsentiert der Arbeitskreis Umweltschutz Bochum (AkU) um 19:00 Uhr den Film „Vor der Flut“ in deutscher Sprache im Umweltzentrum (UZ) in der Alsenstr. 27 und schreibt: »Der AkU startet damit das Bochumer Agenda-Kino. In Zukunft werden vom AkU im UZ Filme zur Nachhaltigkeit und zum Klimaschutz präsentiert. Leonardo DiCaprio will als Co-Produzent und Schauspieler mit dem Dokumentarfilm „Before the Flood“ (Vor der Flut) Menschen in aller Welt dafür gewinnen, selbst im Kampf gegen den Klimawandel aktiv zu werden. Er zeigt, was sofort getan werden kann und muss, damit wir unseren Planeten künftigen Generationen als bewohnbares Zuhause hinterlassen können. Im Anschluss an den 90-minütigen Film findet eine Diskussion über dessen Inhalte und Klimaschutz in Bochum statt. Eintritt: 4,00 €«


Montag 31.10.16, 15:42 Uhr
Geschichtsbewusstsein und Sozialdemokratie

Moltke-Markt, Nordbahnhof, Hindenburg 1

Bei der Gedenkfeier der VVN an die Ermordung von Widerstandkämpfern gegen den Faschismus im Bochumer Polizeipräsidium sagte kürzlich der stellv. ver.di Geschäftsführer Norbert Arndt: „Es ist doch ein unerträglicher Skandal, dass das Andenken an Karl Springer im Griesenbruch durch geschichtsvergessene Gastronomen wie einem gewissen Herrn Niggemann derart besudelt wird, dass dieser auf dem Springer-Platz sein kommerzielles Treiben nach dem preußischen General und Blutsauger Helmuth-von-Moltke umbenennen kann. Wenn Erinnerung und Gedenken sich nicht in historisierenden und folgenlosen Betroffenheitsübungen erschöpfen sollen, dann ist nach den Wirkungen und Lehren für heute zu fragen. Historisches Gedenken muss zum Nachdenken anhalten und zum Handeln führen, sonst macht es keinen Sinn.“ mehr…


Montag 31.10.16, 14:03 Uhr

„bodo“- im November

Die Redaktion des Straßen-Magazins „bodo“ schreibt als Ankündigung über den Inhalt der aktuellen November-Ausgabe: »„bodo“ trifft die Autorin und Filmemacherin Mo Asumang in Dortmund, geht mit Seilkletterern Bäume fällen in Witten, besucht die Drogenhilfe-Einrichtung Krisenhilfe e.V. im Bochumer Bermudadreieck, spricht mit dem Hauptdarsteller der Goosen-Verfilmung „Radio Heimat“, David Hugo Schmitz, und erlebt mit Truck Tracks die Stadt als Bühne. mehr…


Sonntag 30.10.16, 20:55 Uhr
Heldengedenken: Kritische SchülerInnen unerwünscht

Trauerhalle statt Schule
Lokalpromis statt SchülerInnen
1

Die Stadt Bochum und der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge (VDK) haben von ihrer letztjährigen Ankündigung Abstand genommen, die jährliche Gedenkveranstaltung zum „Volkstrauertag“ neu zu gestalten. Im letzten Jahr hatten erstmals SchülerInnen im Neuen Gymnasium der Gedenkfeier einen neuen Rahmen gegeben. Der Bochumer VDK-Geschäftsführer Ulrich Wicking kündigte in der WAZ (Schüler gestalten Volkstrauertag) an, dass dies in Zukunft jedes Jahr Schülerinnen und Schüler jeweils einer anderen Schule machen sollen. Wörtlich: „Wir haben die Hoffnung, dass das Projekt am Neuen Gymnasium Schule macht und wir mehr Leute aktivieren können.“ Daraus ist nichts geworden. Die Veranstaltung findet in diesem Jahr nicht in einer Schule sondern in der Trauerhalle des Hauptfriedhofes statt. Das Programm bestreiten keine SchülerInnen, sondern die Landtagspräsidentin, der Oberbürgermeister und die lokalen Chefs der beiden Großkirchen. mehr…


Samstag 29.10.16, 22:56 Uhr
Öffentlichen Tanzstunde vor dem Konzerthaus

Das Musikzentrum für Alle? 3

Mit einer öffentlichen Tanzstunde begrüßte das Netzwerk „Eine Stadt für Alle“ die lang ersehnte Eröffnung des Bochumer Musikzentrums. Mit Musikanlage und Megaphon zog das Netzwerk auf den Vorplatz des Musikzentrums und ermunterte auf ironische Weise die Besucherinnen und Besucher, sich am gemeinsamen Walzer-Kurs zu beteiligen. mehr…


Samstag 29.10.16, 11:59 Uhr

Workshop „Wasser – ein Menschenrecht“

Volkshochschule und FIAN laden am Samstag, den 5. November in der VHS zu einem Workshop zum Thema „Wasser – ein Menschenrecht“ ein: »50 Jahre UN-Sozialpakt und wie werden die darin verankerten sozialen Menschenrechte in Deutschland und weltweit verwirklicht? Warum ist das Menschenrecht auf Wasser wichtig? Wodurch ist es gefährdet und was sind die möglichen Folgen auf internationaler, nationaler und kommunaler Ebene? Was hat das verankerte Recht auf Zugang zu sauberem Wasser mit „Kommunaler Daseinsvorsorge“ zu tun? Was unternehmen Kommunen, um eine nachhaltige, faire und bezahlbare Wasserinfrastruktur zu gewährleisten? Anhand von Beispielen aus unterschiedlichen Städten soll aufgezeigt werden, ob und inwieweit die verschiedenen Lösungsmodelle das Menschenrecht auf Wasser sichern und was wir auf kommunaler Ebene dazu beitragen können, um das im UN-Sozialpaket geschützte Recht zu verwirklichen.« Näheres.


Samstag 29.10.16, 11:00 Uhr

Lesung: Gegen die Zeit

Die Initiative Treibgut – Literatur von der Ruhr lädt am 2. November ab 20 Uhr ins KulturCafé der Ruhr-Uni ein und schreibt: »Der in Duisburg aufgewachsene Autor Sascha Reh ist nicht nur Literaturpreisträger Ruhr 2015, sondern hat auch an der RUB studiert. In seinem Roman „Gegen die Zeit“ (Schöffling 2015) zeigt er anhand des Pinochet-Putsches 1973, was passiert, wenn unsere Daten in falsche Hände geraten, die wir heute via Facebook & co. Freiwillig preisgeben. Zudem wird der Dortmunder Lyriker Calvin Kleemann seine neue Gedichtreihe „Stellaris“ vorstellen, die ebenfalls den Finger tief in die Wunden des Zeitgeistes legt. Latente Leere beschreibt er als typischen Seelenzustand einer „gläsernen Generation“ in Zeiten drahtloser Weltvernetzung. mehr…


Samstag 29.10.16, 08:03 Uhr

Transit Havanna


In Kooperation mit der Rosa Strippe zeigt das endstation.kino ab Donnerstag, den 03.11. den Dokumentarfilm Transit Havanna. Am Freitag, den 04.11. wird im Anschluss an die Vorstellung Alex Bakker, Buchautor des Films, für ein Filmgespräch zu Gast sein. mehr…

Freitag 28.10.16, 18:23 Uhr

Bericht von der Ratssitzung

Am gestrigen Donnerstag, den 27. Oktober hat der Bochumer Rat getagt. Die Linksfraktion berichtet in ihrem Newsletter über die Sitzung und andere aktuelle politische Entwicklungen. In der Einleitung heißt es: »Es geht um Aktivitäten gegen Rassismus, fragwürdige Olympia-Luftschlösser, und um das Engagement gegen die integrationsfeindliche und ungerechte Wohnsitzauflage für anerkannte Flüchtlinge. Außerdem freuen wir uns, dass eine schlimme Notlage beim Bochumer Frauenhaus wahrscheinlich spürbar abgemildert werden kann. Warum der sich abzeichnende Beschluss trotzdem nur eine Zwischenlösung sein sollte, erklären wir dabei auch.« Zum Newsletter der Linksfraktion.


Freitag 28.10.16, 10:33 Uhr

Cooles Lernen in Bochum -Teil 6

Der Bochumer Kinder- und Jugendring hat seine sechste „CLiB-Broschüre“ (CLiB = Cooles Lernen in Bochum) veröffentlicht. Das Heft für den Bezirk Bochum-Südwest liegt jetzt vor. Mit den „CLiB-Broschüren“ sollen die Zugänge von Kindern und Jugendlichen zu den Bildungsangeboten der Kinder- und Jugendarbeit erleichtert werden. „CLiB“ hilft Jugendlichen, jungen Erwachsenen, Eltern, Lehrern, Schulsozialarbeitern und Pädagogen geeignete Lern- und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche zu finden. Die Orientierung wird zusätzlich durch die „CLiB-Map“, einer Karte des Stadtbezirks, in der alle Lern- und Freizeitorte markiert sind, erleichtert.Die „CLiB-Broschüren“ sind kostenlos in der Geschäftsstelle des Jugendrings (Tel.: 0234-43880930; Email: info@jugendring-bochum.de) erhältlich.


Freitag 28.10.16, 09:56 Uhr

Armut und Konzerthaus

Aus Anlass der Einweihungsfeierlichkeiten für das Musikforum mit dem hohen Finanzierungsanteil der Stadt Bochum in Höhe von (bisher) 11 Mio. € weist die Soziale Liste auf den hohen Schuldenstand und die wachsende Armut in Bochum hin. „Aus Sicht der Sozialen Liste hat das jahrelange Setzen auf Leuchttürme und Prestigeprojekte tiefe Spuren in der Bochumer Finanz- und Kommunalpolitik hinterlassen“, so Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste. Weiter heißt es in einer Pressemitteilung der Sozialen Liste: »Die Stadt Bochum ist mit 1,8 Mrd. € verschuldet. Auf die Stadtbevölkerung umgerechnet hat sich die „Pro-Kopf-Verschuldung“ von 2.283 € (2007) auf 4.963 € (30.6.2016) mehr als verdoppelt. mehr…


Donnerstag 27.10.16, 15:20 Uhr

Wir haben gedacht, wir könnten
uns auf Ihr Wort verlassen

Vor der heutigen Ratssitzung verteilen Flüchtlinge am Eingang des Ratssaals folgenden offenen Brief an die Ratsmitglieder: »Sehr geehrte Ratsmitglieder der Stadt Bochum, in Ihrer Ratssitzung im September haben Sie in einem Dringlichkeitsantrag beschlossen, dass Sie eine „rückwirkende Wohnsitzauflage“ für anerkannte Flüchtlinge in Bochum ablehnen. mehr…


Mittwoch 26.10.16, 16:27 Uhr

Bedingungslos – inklusives Filmfestival

Vom 09. bis zum 14. November findet im endstation.kino in Langendreer und im Haus der Begegnung Bedingungslos – das inklusive Filmfestival statt. Mit fünf Filmvorstellungen und anschließenden Diskussionen soll die Lebensrealität behinderter Menschen beleuchtet werden. Die nicht behinderten Besucherinnen und Besucher des Filmfestes können durch die Filme einen realistischen Eindruck erhalten, was es bedeutet mit einer Behinderung zu leben. Dabei soll der Blick möglichst wenig verklärt werden, in der Hoffnung, dass Barrieren – hauptsächlich gedankliche – abgebaut werden und eine Begegnung auf Augenhöhe möglich wird. Alle Vorstellungen des Festivals sind barrierefrei, d.h. ein ebenerdiger Zugang zu den Veranstaltungsorten ist ebenso wie Untertitel unter den Filmen und Audiosdeskriptionen vorhanden.  Das Festival wird vom endstation.kino und dem Haus der Begegung veranstaltet und von der Aktion Mensch gefördert. mehr…


Mittwoch 26.10.16, 12:23 Uhr

Drum, welch Land wohl
könnten betreten wir?

Komödiantisch und ernst so präsentiert die Gruppe „WortSinnWeisen“ am Mittwoch, den 2. November um 20 Uhr im Bahnhof Langendreer  ihre Theaterproduktion über Armut, Verfolgung, Flucht und den Entwurf einer Welt, die für alle Menschen ein Leben ohne Not und in Würde ermöglicht. Abwechslungsreiche Spielszenen zu Texten von Aischylos, Morus, Soyfer, Tucholsky, Zweig u. a. zeigen, wie hoch aktuell diese „alten“ Werke heute sind. Mit Theater, Musik und Gesang erkundet die Gruppe, ob der Mensch dem Menschen hilft und wie eine für alle Menschen gerechte Welt sein könnte. mehr…


Mittwoch 26.10.16, 12:02 Uhr
Soziale Liste stellt Fragen zu Reichsbürgern und des Ku-Klux-Klan

Verharmlosung beenden

Die Soziale Liste Bochum weist in einer Pressemitteilung auf die wachsende Anhängerschaft der rechtsextremistischen Reichsbürger und des Ku-Klux-Klan (KKK) hin: »Beide Gruppen wurden bzw. werden von den Behörden und der Justiz unterschätzt. Beispielsweise gibt es zu beiden keinerlei Hinweise in den Berichten des NRW-Innenministeriums. Erst die Erschießung eines Polizisten in Franken veränderte die Lage. Ähnlich ist es bei der wachsenden Anzahl von Anhängern des Ku-Klux-Klans, die sich auch schon mal in ihren Kutten vor Flüchtlingslager positionieren. Auch Beate Zschäpe soll mehrmals an KKK-Zusammenkünften teilgenommen haben. Jetzt wurde bekannt, dass es mehrere Gruppen des Geheimbundes und sechs deutschsprachige Webseiten gibt. mehr…