Im Zusammenhang mit der geplanten Wiedereröffnung der Deponie Marbach fand gestern im Stadtteil Hamme auf dem Deponie-Gelände eine Begehung mit VertreterInnen aus Politik, Verwaltung und FirmenvertreterInnen von Thyssen Krupp Nirosta statt. Die Fraktion Die Linke in der Bezirksvertretung (BV) Bochum Mitte nahm zusammen mit dem Ratsmitglied Der Linken Ernst Lange ebenfalls an dieser Begehung teil. Im Anschluss erklärte die Fraktionsvorsitzende in der BV Mitte, Karin Plagge: „Es ist sehr begrüßenswert, dass sich die Auftragslage für Thyssen Krupp Nirosta positiv entwickelt und dadurch langfristig Arbeitsplätze in Bochum erhalten bleiben sollen. Diese positive Entwicklung darf aber nicht dazu führen, dass große Teile des Stadtteils Hamme zu einer Großdeponie werden. Über ein so genanntes Planfeststellungsverfahren soll für die nächsten 40 Jahre ein begrünter Deponiekörper entstehen. Die Wiederinbetriebnahme der Deponie hätte für die Hammer Bevölkerung eine Reihe negativer Folgen. mehr…
Der WDR meldet: „Die durch finanzielle Engpässe geplagte Stadt Bochum hat einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Die Bezirksregierung Arnsberg fordert von der Stadt die Rückgabe von Fördermitteln in Höhe von 3,7 Millionen Euro. Diese waren für den Bau der Stadtautobahn Westtangente gezahlt worden. Allerdings sind die entsprechenden Rechnungsbelege aus den Archiven verschwunden. Bis Ende dieses Jahres rechnet die Stadt Bochum mit einem Defizit von 200 Millionen Euro.“
Angesichts der mehr als 30 Millionen Euro, die die Stadt im letzten Jahre für das Cross-Border-Desaster zurückzahlen musste, ist das eine bescheidene Summe. Ergänzung: Die Ruhr Nachrichten berichteten am nächsten Tag, dass zu den 3,7 Millionen Euro noch 1,4 Millionen Euro Zinsen hinzukommen. Näheres.
Die Grenzgänger & Frank Baier sind am Freitag, den 26. 3. um 20.00 Uhr mit ihrem mehrfach ausgezeichneten Programm 1920 – Lieder der Märzrevolution auf Einladung der VVN – BdA zu Gast im
Bahnhof Langendreer, studio108.
Die Initiative Nazistopp schreibt: «Bei manchen üblen Zeitgenoss_innen ist auf den ersten Blick klar, dass es sich um Neonazis handelt. Anderen ist ihr rassistisches Gedankengut im Alltag erst einmal nicht anzusehen. An der Ruhr-Uni Bochum kam es heute zu einem Vorfall mit einem Vertreter der letzteren Kategorie. Gegen 14 Uhr läuft ein älterer Herr mit langen Haaren und selbst gebasteltem Poncho über den Campus. Darauf ist in großen Buchstaben zu lesen: „Kanzerlin macht Schulden um die Türken zu ernähren“ und „Kanzlerin schick die Türken nach Hause aus Nächstenliebe“. Die gerufene Polizei, die bei linken Protestaktionen an der Uni gerne eskalativ mitmischt, greift nicht ein. mehr…
Die Soziale Liste Bochum erneuert ihren Vorschlag, „als Alternative zum Konzerthaus, die weltweit bekannte und anerkannte Jahrhunderthalle als Spiel- und Probenstätte für die Symphoniker zu nutzen.“ „Angesichts der Haushalts- und Finanzkrise der Stadt Bochum sollte das Thema Bau eines neuen Konzerthauses zu Grabe getragen werden“, fordert Nuray Boyraz, Ratsfrau der Sozialen Liste. Weiter heißt es in der Pressemitteilung: »Die Stadt Bochum sollte deshalb mit den Konzerthaus-Sponsoren (Herr Faber, Herr Uhle, Freundeskreis) verhandeln, um sie für diese Pläne zu gewinnen. mehr…
Dienstag 23.03.10, 11:00 Uhr
Die Arbeitsgemeinschaft Bochumer Moscheen klagt an:
Unter dem Slogan „Abendland in Christenhand“ startet die ultrarechte Gruppierung „Pro-NRW“ am kommenden Wochenende ihren Landtagswahlkampf. Im Mittelpunkt ihrer Hetzkampagne stehen eine Konferenz für ein Minarett-Verbot und einen Sternmarsch auf die Moschee in Duisburg Marxloh. Am Freitag veranstaltet „Pro-NRW“ zwei Bustouren durchs Ruhrgebiet, um dabei vor verschiedenen Moscheen mit „Mahnwachen“ zu provozieren. Um 14.00 Uhr soll dies vor der Bochumer Islamischen Gemeinde in der Diebergstr. stattfinden. In einer Pressemeldung der Arbeitsgemeinschaft Bochumer Moscheen wurde in der letzten Woche beklagt: „Bedauerlicherweise erhalten die Muslime nur sehr wenig Unterstützung gegen das rechtspopulistische Vorhaben. Das zurzeit angesagte Schweigen ist von unserer Seite aus nicht nachvollziehbar.“ In der Nachbarstadt Essen sieht es völlig anders aus. Hier stellt sich die Stadtspitze mit viel Prominenz schützend vor die Muslime. mehr…
Am morgigen Dienstag um 20.00 Uhr liest die Autorin Kerstin Decker aus ihrer Biographie der Else Lasker-Schüler „Mein Herz – Niemandem“ in der Buchhandlung Janssen. In der Ankündigung heißt es: „Gottfried Benn hielt Else Lasker-Schüler für die größte Lyrikerin, die Deutschland je hatte, Karl Kraus bekannte, für eines ihrer Gedichte den ganzen Heine herzugeben. Else Lasker-Schüler (1869 – 1945) zählt zu den bedeutendsten deutschen Dichterinnen. Ihre expressionistische Lyrik steht am Beginn der literarischen Moderne, der sie im Kreis der Berliner Bohème des anbrechenden 20. Jahrhunderts eng verbunden ist. Bravourös gelingt es Kerstin Decker, die eigenwillige deutsch-jüdische Poetin und mit ihr jene künstlerische Blütezeit zum Leben zu erwecken.“ Eintritt: 6,00 €.
Das Bochumer Anti-Atom-Plenum mobilisiert für die Anti-Atom-Demo am 24. April in Ahaus. Mit dieser Demonstration wird an den GAU am 26. April 1986 in Tschernobyl erinnert und gleichzeitig für den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergieerzeugung demonstriert. Aus Bochum wird mindestens ein Bus zu der Demonstration fahren.
Am Wochenende fand in Ahaus die bundesweite Frühjahrskonferenz der Anti-AKW-Bewegung statt. Bei der Eröffnungsveranstaltung stellte das Anti-Atom-Plenum mit großem Bedauern festgestellt, „dass die aktuelle politische Lage und die angemessene Reaktion darauf, Überschneidungen bei wichtigen Terminen hervorruft. Um so wichtiger ist es die parallel stattfindenden Aktionen im Bewusstsein zu haben und sich gegenseitig zu unterstützen. Deshalb die Bitte des Anti Atom Plenums: „Auf allen Veranstaltungen in der nächsten Zeit auf die für den 24. April geplante Demonstration in Ahaus zum Tschernobyl Jahrestag und gegen die massive Ausweitung der Nutzung des sogenannten Zwischenlagers in Ahaus, der Uran Anreicherungsanlage in Gronau, der Verpackungsanlage für Atomschrott in Duisburg sowie den Aktivitäten der GNS in Essen hinzuweisen. Der Atomausstieg findet, genau wie der Kampf gegen Sozialabbau, auf der Straße statt.“ mehr…
„Der Versuch der Polizei, die Sozialproteste zu kriminalisieren und eskalierend zu wirken, war nicht von Erfolg. Dies ist dem besonnenen Verhalten der tausenden DemonstrationsteilnehmerInnen zu verdanken“, erklärt Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete und Teilnehmerin an den Protesten in Essen am 20. März 2010. Dagdelen weiter: „Ich verurteile das unverhältnismäßig brutale Vorgehen sowie die Provokationen der massiv vor Ort eingesetzten Polizeikräfte und ZivilbeamtInnen beim Einsatz gegen den berechtigten und friedlichen Protest. Das zeigt sich auch und insbesondere an den Übergriffen auf friedliche Demonstranten, von denen zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung ausging. Als von einer Polizeibeamtin in Zivil -in Kenntnis meiner Mandatsträgerschaft- grundlos beleidigte und verletzte Demonstrantin bin ich schockiert über das Verhalten der Polizei! Nachdem ich Strafantrag vor Ort gestellt habe, fordere ich die Polizei auf, die Ermittlungen nicht zu behindern.
Skandalös ist darüber hinaus, dass auch als Ausrüstungsgegenstand offiziell verbotene Quarzsand-Handschuhe seitens der Polizei verwendet worden sind. Auch dies wird ein entsprechendes Nachspiel haben. mehr…
Am Samstag haben mehr als 5.000 DemonstrantInnen in Essen lautstark und entschlossen gegen die Sozialpolitik von Bundes- und Landesregierung demonstriert. Kreativ wurde das Motto der Demo teils umgedichtet: „Wir werden eure Krise sein.“ Zu den vielen UnterstützerInnen gehörte auch die IG BAU (Bezirksverband Mülheim-Essen-Oberhausen), die mit einem eigenen Aufruf erfolgreich mobilisierte. Die Berichterstattung in den überregionalen Medien ist weitgehend positiv. Von vielen DemonstrationsteilnehmerInnen unbemerkt und von den Medien kaum beachtet, kam es allerdings auf der Demonstration zu sehr üblen Übergriffen der Polizei. Bei vielen derjenigen, die diese unglaublichen Provokationen der Polizei miterlebten, entstand der Eindruck, hier fand eine Polizeiübung statt, wie demnächst soziale Proteste kriminalisiert werden sollen. Ein besonders eklatanter Fall wird von der Jungen Welt beschrieben: „Eine Zivilbeamtin, die sich zuvor als Demonstratin ausgegeben hatte, schlug auf Sevim Dagdelen, Bundestagsabgeordnete der Linken, ein und verletzte diese leicht. Zuvor bezeichnete sie Dagdelen als »dumme Sau«. Die Politikerin erstattete Strafanzeige wegen Beleidigung und Körperverletzung im Amt und forderte die Einsatzleitung auf, ihr den Namen der Gewalttäterin mitzuteilen. Die Beamten verweigerten dies jedoch aus »polizeitaktischen Gründen«.“
Quarzsand-Handschuhe sind als Polizeiausrüstung verboten, weil sie schwere Verletzungen hervorrufen können.
Ein der Redaktion von bo-alternativ.de bekannter Pressefotograph hat Bilder zur Verfügung gestellt, die zeigen, wie ein Beamter Spezial-Handschuhe auf der Demonstration trug, die mit Quarzsand gefüllt sind. Hiermit sollen DemonstrantInnen ganz gezielt angegriffen werden. Es liegen zu den Fotos die exakten GPS Daten und Uhrzeit vor. Die Redaktion von bo-alternativ.de hat die Fotos, auf denen der Täter eindeutig zu erkennen ist, an Sevim Dagdelen weitergeleitet. Da sie sich ohnehin schon mit den Übergriffen der Polizei beschäftigt, hat sie sich bereit erklärt, auch die Fotos an die Staatsanwaltschaft weiterzuleiten und nachzuhaken, was hier eigentlich in Essen geprobt wurde.
Bemerkenswert ist, wie souverän die DemonstrantInnen und Demo-Leitung mit diesen Provokationen der Polizei umgegangen ist. Die Polizei musste völlig resigniert in ihrem Abschlussbericht feststellen, dass die Demonstration friedlich verlaufen ist.
Vor 90 Jahren im März 1920 wollte das deutsche Militär mit dem sogenannten Kapp-Putsch den ersten Versuch einer deutschen parlamentarischen Demokratie zu beenden. Mit einem Generalstreik der ArbeiterInnenbewegung wurde der Putsch zum Scheitern gebracht. Eine Reihe von Ereignissen erinnert in dieser Woche an dieses bemerkenswerte Datum in der deutschen Geschichte. Dabei wird auch der KämpferInnen gedacht, die anschließend der Rache der Militärs zum Opfer fielen. Am Donnerstag, den 25. 3. stellt der Bochumer RuhrEcho Verlag den Band „Ereignisse und Schauplätze“ in der Reihe „Kapp-Putsch und Märzrevolution 1920“ vor. Am Freitag, 26. 3., lädt die VVN -BdA zu einem Konzert im Bahnhof Langendreer. Die Grenzgänger & Frank Baier präsentieren ihr mehrfach ausgezeichnetes Programm: 1920 – Lieder der Märzrevolution. Am Samstag, 27.3., ruft der ver.di-Bezirk Bochum-Herne zu zwei Veranstaltungen in Herne auf. Um 10.45 Uhr findet eine Mahn- und Gedenkstunde an der Gedenkstätte der Herner Arbeiterbewegung auf dem Südfriedhof mit Ingrid Remmers und Eric Lobach als RednerInnen statt. mehr…
Am Mittwoch, den 24. März lädt Radio El Zapote um 20:45 Uhr (Einlass: 20 Uhr) zu einem Konzert mit LéOparleur in den Bahnhof Langendreer. In der Ankündigung heißt es: »LéOparleur haben sich in eine Finca inmitten der andalusischen Pampa zurückgezogen, um an ihrem neuen Album „Faut Du Rêve“ zu arbeiten. Kein Wunder also, dass es vor leuchtender Energie und erdiger Kraft nur so strotzt. Der Sound der Straßburger bleibt frisch und vielfältig, die sicherlich größte Neuigkeit stellt die Rückkehr zu den elektrischen Gitarren und zu einer Rhythmus-Sektion aus Bass und Schlagzeug dar, die an die besten Zeiten des Punkrock erinnert. mehr…
Am Donnerstag, den 25. März, findet um 20 Uhr im Sozialen Zentrum ein Vortrag mit Philipp Metzger vom Institut für Kategoriale Analyse statt. Das Thema: Von der impliziten Werttheorie zur expliziten Revolutionstheorie im Postoperaismus. Veranstalterin ist die Kommunistische Gruppe Bochum. In der Ankündigung heißt es: „Vorgestellt wird die Arbeit von Philipp Metzger, in welcher er die Werttheorie von Michael Hardt und Antonio Negri sowie die zugrundeliegenden geschichtsphilosophischen Prämissen analysiert. Angesichts der zunehmenden Bedeutung ›immaterieller Arbeit‹ im postfordistischen Kapitalismus, so die These der Autoren, scheint sich die Frage nach der Gültigkeit des Marxschen Wertgesetzes zu stellen. mehr…
„In Bochum können alle Kinder der 5. Klassen im nächsten Schuljahr die Schule ihrer Wahl besuchen“: Diese erste Prognose der Schulverwaltung nach den Anmeldungen im Februar erfüllt sich nicht, wie die Linksfraktion in einer Mitteilung schreibt. Inzwischen seien 87 Anmeldungen zur Gesamt- und 17 zur Realschule abgelehnt worden. Den von den Gesamtschulen abgewiesenen Kindern hatten die Grundschulen neben der Gesamtschule die Hauptschule empfohlen. Die Linke fordert in einem Dringlichkeitsantrag im Schulausschuss, die Schulen zu veranlassen, das Anmeldeverfahren für die Abgewiesenen neu zu eröffnen und die organisatorischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, sie in der gewünschten Schulform aufzunehmen. Dazu erklärt Ralf Feldmann, Ratsmitglied Der Linken im Schulausschuss der Stadt Bochum: mehr…
Die Bochumer SPD-Ratsfraktion hat eine Stellungnahme zum Sozialticket abgegeben, die ganz offensichtlich in der Vorstandsetage der BoGeStra geschrieben wurde. Der Vorstand der BoGeStra hetzt seit Monaten gegen die Einführung des Sozialtickets. In der Erklärung der SPD wird die Einschätzung des BoGeStra-Vorstandes übernommen, dass „ein Sozialticket mindestens rund vier Mio. Euro pro Jahr kostet.“ Oder: „Das EU-Recht lässt außerdem einen Verlustausgleich durch die Kommunen nicht zu.“ Triumphierend lässt der BoGeStra-Vorstand über die SPD mitteilen: „Jetzt gab Schwarz-Grün zu, dass die Finanzierung und damit die Folgen für die Verkehrsbetriebe überhaupt noch nicht geklärt sind.“ Mit keiner Silbe wird in der Erklärung der SPD erwähnt, dass die SPD bisher vorgab, für ein Sozialticket auf VRR-Ebene zu sein. Wenn die SPD die Erklärung selber geschrieben hätte, wäre ihr dies kurz vor der Landtagswahl sicherlich aufgefallen. Absoluter Originalton der BoGeStra-Geschäftsführung ist schließlich noch die Formulierung: „Kritik übt Lueg auch daran, dass CDU und Grüne die für den Sommer bereits fest eingeplante Preiserhöhung verschieben wollen. CDU und Grüne bringen so Unsicherheit und Unzuverlässigkeit in den Verkehrsverbund.“
Am Freitag, den 26. März, präsentieren sich um 20:00 Uhr im Kulturat in Gerthe Frau W und die Direktoren mitihrem Programm „Noten in Nadelstreifen“. In der Ankündigung heißt es: „Es ist soweit: Mitten in Deutschland, in einer Kleinstadt an der Ruhr, hat sich die erste Transfergesellschaft für gescheiterte Direktoren gegründet. Mit ihrem On-Stage-Programm verhilft die erfahrene Wirtschaftspsychologin Frau W den gescheiterten Existenzen zu neuen Einsichten und Kompetenzen. In einem musikalischen Kompetenztraining lernen die einstigen Führungskräfte, Rücksicht zu nehmen, sich in den Dienst der Kunst und der Gruppe zu stellen und in einen fruchtbaren Dialog miteinander und mit dem Publikum zu treten. mehr…
Das Stadtteilzentrum „Stahlhausen“ der IFAK plant ab dem 25. Mai einen siebenwöchigen Workshop „zum Erlernen des Fahrradfahrens für Frauen mit und ohne Migrationshintergrund“. Ein Sicherheitstraining am Ende des Kurses ist geplant. Dieser Workshop soll „das Selbstbewusstsein der Frauen stärken und ihnen eine Möglichkeit der Mobilität innerhalb der Stadt geben. Ebenfalls können sie das Fahrradfahren auch als Freizeitbeschäftigung für sich und Ihre Familien einsetzten.“ Für die Umsetzung des Projektes fehlen noch Fahrräder. Spendenangebote an: 0172-8651755 oder 0170-3040251, mail: alexandra.bahnsen[at]gmx.de
Donnerstag 18.03.10, 16:30 Uhr
Die SPD stimmte für die Streichung der Mittel für den Seniorensport
Die WAZ berichtet heute in einem längeren Beitrag, dass zum 30. Juni die finanzielle Unterstützung der Senioren-Kurse eingestellt werden soll. „Der Grund: die Stadt muss sparen. Betroffen sind die Schwimm- und Wassergymnastikkurse in den städtischen Bädern sowie die Bewegungsangebote in den Seniorenwohneinrichtungen.“ In einem Kommentar, der nicht im Online-Angebot der WAZ zu finden ist, wird Gabriela Schäfer, die Vorsitzende des Stadtsportbundes,zitiert: „Sport ist gesund und der Seniorensport ist sehr wichtig. Auch die älteren Bürger sind unsere Zukunft.“ Ernst Lange, Ratsmitglied Der Linken weist in einer Stellungnahme darauf hin, dass Schäfer im Rat ausdrücklich für die Streichung der Mittel für den Seniorensport gestimmt hat. Er schreibt: mehr…
Zu den kursierenden Meldungen, dass Regierungspräsident Diegel die Stadt nunmehr auffordert, ihre Anteile an der VBW – Bauen und Wohnen GmbH zu verkaufen, nimmt Michael Wenzel, Geschäftsführer des Mietervereins, unter der Überschrift „Regierungspräsident knallt offenbar völlig durch!“ wie folgt Stellung:
„Der Streit zwischen der Stadt Bochum und Regierungspräsident Diegel nimmt offenbar immer absurdere Formen an. Den Verkauf der städtischen VBW-Anteile zu fordern, ist völliger Unfug! Die Gesellschaft ist nach dem Verkauf der landeseigenen LEG an einen sogenannten Finanzinvestor eine der wenigen Möglichkeiten unserer Kommune, sich eines Partners zu bedienen, bei dem nicht (nur) der Renditegedanke im Mittelpunkt steht, sondern der auch bereit ist, dringend notwendige Aufgaben der Stadt- und Quartiersentwicklung zu übernehmen. mehr…
Das Bochumer Sozialforum und zahlreiche andere Organisationen, Initiativen und Parteien rufen zur Teilnahme an der Demonstration am kommenden Samstag in Essen auf. Sie steht unter dem Motto: „Wir zahlen nicht für Eure Krise“. Treffpunkt in Bochum ist um 12:00 Uhr am Bochumer Hauptbahnhof, Hauteingang. Abfahrt ist 12:19 Uhr auf Gleis 3. Die Demo beginnt um 12.30 Uhr direkt in der Nähe des Essener Hauptbahnhof. Die Bochumer Bundestagsabgeordnete Der Linken Sevim Dagdelen schreibt in ihrem Aufruf für die Demo u.a.: „Nach der Landtagswahl im Mai werden Merkel und Westerwelle ihre sozialen Schandtaten noch einmal verschärfen. Aber schon jetzt soll durch Mittel wie Leiharbeit, Hartz IV und Studiengebühren die Mehrheit der Bevölkerung für die Krise einer Minderheit zahlen. Merkel und Westerwelle verkörpern wie Rüttgers und Pinkwart eine Politik, die sich den Profitwünschen der Banken und Konzerne bedingungslos unterordnet. mehr…
Donnerstag 18.03.10, 10:30 Uhr
Regierungspräsident will Stadt zu VBW-Verkauf zwingen
Die grüne Ratsfraktion schreibt in einer Mitteilung, dass sie erfahren hat, dass Regierungspräsident (RP) Diegel die Stadt auffordere, ihre Anteile an der Wohnungsbaugesellschaft VBW zu verkaufen. Weiter heißt es: »Hintergrund ist, dass der RP eine Anpassung des Gesellschaftsvertrags an eine Änderung der Gemeindeordnung fordert, die die Gesellschafterversammlung gegenüber dem Aufsichtsrat stärken soll. Die Stadt hält bekanntlich nur eine indirekte Minderheitsbeteiligung an der VBW, die privaten Mitgesellschafter verweigern eine Änderung des Gesellschaftsvertrags. Aus dieser Situation zieht der RP den Schluss, dann müsse sich die Stadt eben von ihrer VBW-Beteiligung trennen.
Fraktionsvorsitzender Wolfgang Cordes ist empört über das Ansinnen des RP: “Jetzt hat Herr Diegel endgültig überzogen. Nachdem er sich schon geweigert hat, das vom Rat beschlossene Haushaltssicherheitskonzept zu bescheiden, mischt er sich jetzt in unerträglicher Weise in die kommunale Selbstverwaltung ein. mehr…
Mit einem offenen Brief fordern die Abgeordneten Sevim Dagdelen und Jürgen Klute (beide DIE LINKE.) Innenminister Wolf sowie die Oberbürgermeister von Gelsenkirchen und Duisburg dazu auf, sich aktiv für die Beendigung der Kriminalisierung von AktivistInnen des Bündnisses „Duisburg stellt sich quer“ einzusetzen. Hierzu erklärt die Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen, die selbst eine antifaschistische Kundgebung in Marxloh angemeldet hatte: „Wir erklären uns solidarisch mit den von Ermittlungsverfahren belegten Aktivist/innen Michael Lefknecht, Sylvia Brennemann und Rolf Jüngermann und fordern die Bürgerinnen und Bürger auf die Gegenaktionen massenhaft zu unterstützen. Die Proteste von Dresden und Jena, an denen ich selbst auch beteiligt war, haben eindrucksvoll gezeigt, dass couragierte Bürgerinnen und Bürger mit ihren legitimen gewaltfreien Sitzblockaden, ein deutliches und notwendiges Zeichen gegen die zunehmenden Aufmärsche von NeofaschistInnen und RassistInnen setzen können. Deshalb ist es unser gemeinsames Anliegen, dieses zivilgesellschaftliche Engagement zu stärken. In Anbetracht der Tatsache, dass Sitzblockaden auch vom Bundesverfassungsgericht als friedliche Protestform und als nicht strafbar bewertet wurden, stellt sich uns die Frage nach Legitimität und Motivation für das Vorgehen der Staatsanwaltschaft.“ mehr…
Themen in der aktuellen 822. Ausgabe der bsz sind: Die Geldvernichtungsmaschinerie an der RUB rollt: So soll die Zentralachse („Magistrale“) des RUB-Campus soll für einen dreistelligen Millionenbetrag aus dem 1,2 Milliarden Euro schweren Topf für die Campussanierung postmodern umgestaltet werden. Als neues „Signet“ der RUB soll bei der kostspieligen Baumaßnahme ein Glasturm an die Stelle des abzureißenden Studierendenhauses und des Musischen Zentrums (MZ) in der vordersten Gebäudefront treten. Neben dem Abriss des erst 1983 fertiggestellten, als markantes „T-Gebäude“ bekannten MZs sowie des AStA-Trakts sollen auch die Uni-Verwaltung (UV), das Hörsaalzentrum Ost (HZO) sowie das Forum Nordost (FNO) dem Abrissbagger zum Opfer fallen. Während beim Musischen Zentrum Aspekte des Denkmalschutzes offenbar gänzlich ausgeblendet werden, sollen als einzige zentrale RUB-Gebäude lediglich die Unibibliothek (UB) sowie das Audimax erhalten bleiben – allerdings mit völlig verändertem Nutzungskonzept. Mit dem magistralen Millionengrab aber noch nicht genug: Im Zuge der Gestaltung des sogenannten „Gesundheitscampus“ soll auch das „Haus der Freunde“ der Ruhr-Universität aus der Campus-Topographie getilgt werden. mehr…
Dienstag 16.03.10, 22:00 Uhr
Bochumer Ferienpaten spendeten bisher fast 7.000 Euro
Der Kinder- und Jugendring Bochum hat das Projekt „Bochumer Ferienpaten“ iniziert, „um eine Ausgrenzung von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen bei den Kinder- und Jugendfreizeiten zu verhindern.“ In einer Mitteilung schreibt der Jugendring: „Mit Hilfe des Projektes sollen Spendengelder eingeworben werden, um einkommensschwache Familien bei der Finanzierung der Eigenanteile für Ferienfreizeiten zu unterstützen. Ferienpaten ermöglichen mit ihrer Spende, dass auch Kinder und Jugendliche aus finanzschwachen Familien an einer Ferienfreizeit eines gemeinnützigen Trägers (z.B. Jugendverbände, Jugendfreizeithäuser, Wohlfahrtsverbände) teilnehmen können und so die Gelegenheit haben, einen Teil der Ferienfreizeit mit einer Kinder- und Jugendgruppe zu verbringen. Durch Spenden von Firmen, Institutionen und Privatpersonen konnten bisher knapp 7.000 € für das Ferienpatenprojekt erlöst werden. mehr…
Am vergangenen Sonntag feierte die Agenda 2010 ihren siebten Geburtstag. Basis bildete die Regierungserklärung von Gerhard Schröder am 14. März 2003. „Einen Tag nach der nicht stattgefundenen Geburtstagsfeier scheinen eine Reihe der Geburtstagskerzen ausgeblasen. Die SPD nähert sich wieder ihren davongelaufenen Wählern, “ so DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund. Die veränderten Positionen der SPD stoßen beim DGB auf positive Resonanz. Hermund hofft nun darauf, dass die SPD die Chance ergreift und nach den schriftlichen Beschlüssen nun vor allem durch Taten zu überzeugt.
„Die Übernahme der gewerkschaftlichen Forderung nach 8,50 € als Mindestlohn, die Forderung nach Verlängerung der Bezugsdauern des Arbeitslosengeldes I und die strengere Regulierung der Zeitarbeit zeigen in die richtige Richtung. Die konkrete Ausprägung der neuen Orientierungen ist sicher noch zu diskutieren. mehr…
Die Kulturbanausen schreiben: »Wir haben heute Nacht das überdimensionierte Werbedenkmal für die Bochumer Symphonie an der Viktoriastraße mit den Worten „Kultur darf kein Luxus sein – Prestigeprojekte? Dat kannste knicken!“ verschönert. Während die Stadt Bochum massive Kürzungen bei diversen Initiativen, von der Kindertagesbetreuung bis zur Altenpflege vornimmt, sind doch tatsächlich wieder Stimmen zu hören, die an dem Millionenprojekt der Bochumer Symphonie festhalten wollen. mehr…
Der Server von bo-alternativ.de hat heute Nacht eine neue Hardware installiert und dabei für einige Zeit alle Umlaute zerhackt. Das Problem ist inzwischen gelöööööst.
Das Bochumer „Bündnis gegen Rechts“ trifft sich am Donnerstag, den 18.3., um 19.30 Uhr in den Räumen von ver.di, Universitätstr. 78. Nachdem die Nazis die Anmeldung für eine Kundgebung am 10. April aufgegeben haben, wird nun das Notwendige vorbereitet, falls die NPD zu einem anderen Zeitpunkt in Bochum aufmarschieren will. Außerdem prüft eine Arbeitsgruppe, ob es trotz Osterferien und knapper Zeit noch möglich ist, am 10. April ein kleines Befreiungsfest zu organisieren. Befreiung bezieht sich hierbei nicht auf den aktuellen Rückzug der Nazis. Vor 65 Jahren am 10. April 1945 rückten amerikanische Truppen in Bochum ein und befreiten die Stadt bis zum 14. April 1945 von der Nazi-Herrschaft.
Ein wichtiger Punkt der Beratungen wird schließlich die Organisation der Verhinderung der Provokation von „pro-NRW“ am 26. März in der Dibergstraße sein. Unter dem Motto Abendland in Christenhand will „pro-NRW“ an diesem Tag rassistischen Landtagswahlkampf zur Schau stellen und auf einer Tournee durch das Ruhrgebiet an verschiedenen Orten mit islamischen Einrichtungen ihre Position demonstrieren. Die antifaschistische Jugend Bochum plant Gegenaktivitäten und wird dabei vom Bündnis gegen Rechts unterstützt. Schließlich will das Bündnis noch am 15. April an den 75. Todestag von Fritz Husemann erinnern.
Am Freitag, 19.03.10 lädt der Arbeitskreis Umweltschutz (AKU) Kinder ab 6 Jahren mit ihren Eltern zu einem Amphibienbeobachtungsabend ein. Treffpunkt ist um 20.30 Uhr am Krötenzaun an der Brockhauser Straße/Ecke Kosterbrücke in Stiepel. Die Kinder werden Erdkröten und Molche sehen und in einem Frage-Antwortspiel viel Erstaunliches über Amphibien erfahren, von denen die meisten Arten in Bochum vom Aussterben bedroht sind. Es wird eine Teilnahmegebühr von 1,50 € erhoben. Anmeldung: Tel.: 66 444 oder Email: aku-bochum@aku-bochum.de.
Die Reichstagsabgeordnete Lore Agnes aus Bochum (links) mit Clara Zetkin und Mathilde Wurms 1920 vor dem Berliner Reichstag
„Am kommenden Sonntag, den 21. März 2010 wird bei sicher strahlendem Frühlingswetter der erste Frauenstadtrundgang (in Kooperation mit der VHS Bochum) in diesem Jahr stattfinden“, schreibt das Frauenarchiv ausZeiten in der Ankündigung: „Um 14 Uhr geht es auf dem Rathausvorplatz los, wo Archivmitarbeiterin Linda Wotzlaw mit Ottilie Schoenewald und Lore Agnes zwei auch international bekannte politisch aktive Frauen aus dem letzten und vorletzten Jahrhundert vorstellt. Der Rundgang setzt sich fort in nördlicher Richtung und stellt jeweils an markanten Punkten der Stadt weitere bedeutende Frauen aus der Stadtgeschichte vor, Künstlerinnen, Unternehmerinnen, Pastorinnen, Sozialpolitikerinnen und Frauen aus dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Nach gut 2 Stunden endet der Rundgang am Landgericht, wo die Teilnehmerinnen mehr über das Leben der in Bochum geborenen Juristin Nora Platiel erfahren.“ Eine Teilnahme ist auch noch spontan möglich. (Kursgebühr: 5€) Interessierte Männer haben übrigens am Sonntag, den 27. Juni 2010 die Gelegenheit, Bochumer Frauenstadtgeschichte kennenzulernen. Und englischsprachige Frauen sind zur Premiere der ersten Guided Women’s Walking Tour of the City in englischer Sprache am Sonntag, den 16. Mai eingeladen. Der Flyer als PDF.