Archiv für das Jahr: 2009


Sonntag 29.11.09, 21:00 Uhr
Zur morgigen Sitzung des Sozialausschusses:

Bochum vor sozialem Zusammenbruch

Bochum steht vor einem sozialen Zusammenbruch: die Zahl der Menschen, die durch die Entwicklung der Arbeitsprozesse in den letzten 40 Jahren dauerhaft von der Teilhabe am Arbeitsprozess ausgeschlossen sind wird steigen, die Zahl der älteren Menschen steigt, die Zahl der Menschen mit daraus resultierenden sozialen Schwierigkeiten wird steigen …
Viele Menschen sind durch die Verschmelzung unterer Schichten auf niedrigstem Niveau und stetige Verfestigung ihrer objektiven Aussichtslosigkeit gesellschaftlich abgehängt. Sie sind heute schon nicht mehr erreichbar für herkömmliche Angebote von sozialen Maßnahmen und Bildungsangeboten. mehr…


Sonntag 29.11.09, 13:00 Uhr
Fast alle geplanten sozialen Grausamkeiten sind öffentlich nachzulesen

Was wird gestrichen, was wird teurer, wofür ist trotzdem Geld da?

Wer sich darüber informieren will, wie nach Vorstellung der Stadtverwaltung eine massive Verschlechterung der Daseinsvorsorge in Bochum stattfinden soll, hat mit ein wenig Aufwand die Möglichkeit, dies nachzulesen. Es gibt im Internet ein Ratsinformationssystem (RIS), in dem viele wichtige Vorlagen veröffentlicht werden. Wer ins RIS klickt, findet hier z.B. einen Sitzungskalender. Dort ist zu sehen: Am morgigen Montag tagt der Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Ein Klick auf das Datum der Sitzung reicht, um die Tagesordnung auf den Bildschirm zu holen. Unter dem TOP 3 sind dann die Vorlagen veröffentlicht, die beschreiben, wie die weitere Verarmung in Bochum laufen soll. Im Kulturausschuss sind die Zahlen noch nicht in der Tagesordnung zu finden. Hier feilen die SchönschreiberInnen noch daran, wie gerechtfertigt werden soll, dass trotz aller grausamen Streichung von Leistungen noch genug Geld für ein neues Konzerthaus da ist. Die Wortwahl der Vorlagen ist für LeserInnen, die Orwell nicht kennen, gewöhnungsbedürftig. Sparen heißt nie, dass etwas auf die hohe Kante gelegt wird. Es ist ein Synonym für kürzen und streichen. Wenn gleichzeitig noch Gebühren erhöht werden, dann lautet der Begriff „Konsolidierung“. Wenn von „Optimierung von Leistungen“ die Rede ist, bedeutet dies, dass Kriterien so verändert werden, dass der Anspruch auf öffentliche Leistungen zu Ungunsten der Betroffenen eingeschränkt wird.


Samstag 28.11.09, 20:00 Uhr

Bildungsgipfel als Zukunftswerkstatt

Am nächsten Wochenende vom 4. bis 6. Dezember findet in Bochum ein „alternativer Bildungsgipfel“ statt. Zur Motivation des Treffens wird formuliert: „Ideen für eine bessere Bildung lassen sich nicht nur entlang der bekannten Entscheidungsstrukturen finden. Daher wird es eine wirkliche Verbesserung auch nur geben, wenn Bildungsgipfel bereit sind, neue Wege zu gehen, neue Ideen umsetzen und sich nicht von Ministerien leiten lassen.“ Das Konzept verspricht: „Beim Bildungsgipfel wollen wir die Methode der Zukunftswerkstatt anwenden, die uns kreative Problemlösungsmöglichkeiten bietet. Diese Methode wurde mitentwickelt von Robert Jungk, der alternativer Nobelpreisträger und Pionier der internationalen Umwelt- und Friedensbewegung war. Bei der Zukunftswerkstatt geht es darum, die Phantasie anzuregen, um mit neuen Ideen Lösungen für gesellschaftliche Probleme zu entwickeln. Wir sehen die aktuelle Bildungssituation als gesellschaftliches Problem an, das bisher vor allem von einseitigen Interessengruppen aus Politik und Wirtschaft bestimmt wurde. Dem wollen wir ein Gegengewicht setzen. Gemeinsam werden in den verschiedenen Workshops Zukunftsentwürfe, Ziele und Maßnahmen entwickelt, um unser Bildungssystem so mitzugestalten, wie wir es uns vorstellen, anstatt ohnmächtig die Gegebenheiten anzunehmen.“ Näheres.


Samstag 28.11.09, 19:00 Uhr

SPD?

Zwei Monate hat die Bochumer SPD gebraucht, um die Werbung für die Bundestagswahl von ihrer Webseite zu nehmen. In dieser Woche beschrieb sie noch, warum ihr Frank-Walter Steinmeier Bundeskanzler wird. Jetzt ist die Seite leer. Nur ihr Logo ist geblieben mit dem Text: Menschlich. Stark. Zuverlässig. Vielleicht wird das nach der Sitzung des Sozialausschusses des Rates am kommenden Montag auch noch gelöscht.


Freitag 27.11.09, 18:00 Uhr

Stadt klagt gegen die Landesregierung

Die Soziale Liste im Rat schreibt: „Die Stadt Bochum hat zusammen mit weiteren 19 Gemeinden und Städten Kommunalverfassungsbeschwerde beim Landesverfassungsgericht in Münster eingereicht, um die Finanzierung der Kinderbetreuung (U 3) gerichtlich klären zu lassen. Auf Anfrage von Ratsfrau Nuray Boyraz (Soziale Liste) gab dies Sozialdezernentin Britta Anger in der gestrigen Ratssitzung bekannt. Hintergrund sind die hohen finanziellen Belastungen, die den Städten durch den Ausbau der Kinderbetreuung der unter Dreijährigen entstehen, ohne dass ein entsprechender Ausgleich des Landes erfolgt. mehr…


Freitag 27.11.09, 15:00 Uhr
Linksfraktion zu den Vorschlägen der Stadtverwaltung:

Sozialkürzungen sind unverantwortlich

Am Montag stehen im Ausschuss Arbeit, Gesundheit und Soziales des Bochumer Rates die von der Verwaltung vorgeschlagenen Streichungen im Sozialbereich auf der Tagesordnung. Die Linke im Rat kündigt dazu einen umfangreichen Änderungsantrag an. Hierzu erklärt Ausschussmitglied Ernst Lange: „Mit uns wird es keine Kürzungen im Sozialbereich geben. Dabei bleibt es. Was uns hier vorgelegt worden ist, ist sozial absolut unverantwortlich. Da soll bei den sozialen Einrichtungen gekürzt und gestrichen werden, aber mit den Einrichtungen scheint niemand gesprochen zu haben. Alle, mit denen wir Gespräche geführt haben, sind durch uns oder den Paritätischen und nicht durch die Stadt von den Kürzungsplänen unterrichtet worden. So geht man mit Partnerinnen und Partnern nicht um. mehr…


Freitag 27.11.09, 14:30 Uhr

die neue bodo: „Halbe-Halbe“

Heute erscheint das Straßenmagazin mit neuem Verkaufspreis. bodo kostet nun 1,80 Euro – die VerkäuferInnen erhalten ab sofort 90 Cent pro verkaufter Zeitung. Die bodo-MacherInnen schreiben dazu: „Seit acht Jahren, seit der Verein das Straßenmagazin in Eigenregie herausbringt, war der Verkaufspreis stabil: mit dem Schönheitsfehler, dass der Verkäuferanteil – auch nach unserer Auffassung – zu niedrig war. Bisher erhielten VerkäuferInnen 60 Cent pro Zeitung, 90 Cent verblieben zur Deckung der Kosten beim Verein. Die meisten großen Straßenzeitungen teilen gemäß unserer gemeinsamen Grundsätze von Beteiligung und Gleichberechtigung der VerkäuferInnen den Verkaufspreis gerecht auf: „Fifty-Fifty“ – so etwa der Name unserer Düsseldorfer Schwesterzeitung. mehr…


Freitag 27.11.09, 14:00 Uhr

„Think Pink“

Am Freitag, den 4. Dezember findet um 19.00 Uhr im Sozialen Zentrum, Josephstr. 2 eine Infoveranstaltung zu den Hausdurchsuchungen gegen AntimilitaristInnen in Bochum statt. Der Titel der Veranstaltung: „Think Pink!“ Dies spielt darauf an, dass das Gebirgsjägerdenkmal im oberbayrischen Mittenwald mit pinker Farbe besprüht wurde. Ein Video zeigt diese Aktion. Im Juli des Jahres fanden in Bochum zwei Hausdurchsuchungen statt, die im Zusammenhang mit der Veröffentlichung dieses Videos im Internet stehen sollen.
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Freitag 27.11.09, 13:30 Uhr
Michael Hermund: Koalition der sozialen Verantwortung hat Vorrang

DGB: Konzerthaus oder Soziales

„Wie zynisch müssen Politiker eigentlich sein, die den Kindern – häufig aus den ärmsten Familien – in Querenburg den Treffpunkt schließen, um mit dem eingesparten Geld ein Konzerthaus – überwiegend für die Reicheren in unserer Stadt – zu finanzieren. 900.000 € Kürzungen im Jugendbereich und Mehrausgaben von 900.000 € für das Konzerthaus passen nicht zusammen, “ meint der Vorsitzende der DGB Region Ruhr Mark Michael Hermund mit Blick auf die Haushaltsplanungen für 2010. „Wir leben in einem der reichsten Länder der Welt. Wenn wir heute die Steuerregelungen wie unter der Kohl-Regierung und eine Vermögenssteuer wie in Großbritannien hätten, gäbe es keine Ebbe in den öffentlichen Kassen,“ so Hermund. Bei einer gerechten Verteilung der Steuereinnahmen auf Bund, Land und Städte wäre es für Bochum kein Problem, ein Konzerthaus zu finanzieren. Ein Konzerthaus in Bochum wäre zweifellos ein Gewinn für viele Menschen in unserer Stadt. Eine Gesellschaft, die Steuergeschenke an die Reichsten im Lande mache, müsse allerdings ganz streng prüfen, wofür es die knappen öffentlichen Finanzen verwendet. mehr…


Freitag 27.11.09, 12:00 Uhr
ver.di bereitet Tarifrunde im öffentlichen Dienst vor

Kein Gelübde der ewigen Armut

Der ver.di Bezirk Bochum-Herne bereitet sich momentan intensiv auf die bevorstehende Tarifrunde im öffentlichen Dienst vor. Zum 31.12.2009 laufen die Tarifverträge für die Beschäftigten in Verwaltungen und Betrieben des Bundes und der Kommunen aus. Gestern trafen sich die Vertrauensleute der 12.600 betroffenen ArbeitnehmerInnen aus Bochum und Herne. Der stellvertretende ver.di-Bezirksgeschäftsführer Norbert Arndt betonte auf der Sitzung: „Nach milliardenschweren Rettungspaketen für die Banken und jüngsten Steuergeschenken der Bundesregierung für Reiche und Konzerne haben die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes auch in der Wirtschaftskrise keine Veranlassung, das Gelübde der ewigen Armut abzulegen. Die Niedriglohnpolitik der vergangenen Jahre hat sich krisenverschärfend ausgewirkt. Jetzt muss es darum gehen, auch tarifpolitisch gegenzusteuern und die Nachfrage und Kaufkraft der Beschäftigten zu erhöhen“. Nach intensiver Debatte wurde ein Forderungskatalog beschlossen, der an die die Bundestarifkommission der Gewerkschaft weitergeleitet wird. Die beiden ersten Forderungen lauten: ein monatlicher Sockelbetrag von 100 € plus 5 % lineare Erhöhung der Entgelte und die stufenweise Verkürzung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohn- und Personalausgleich. Der Forderungskatalog im Wortlaut.


Freitag 27.11.09, 11:00 Uhr

Bericht von der Ratssitzung

Die Linksfraktion im Rat der Stadt Bochum hat einen Bericht über die gestrige Ratssitzung veröffentlicht, in der vor allem die städtischen VertreterInnen in verschiedene Aufsichtsräte und andere Gremien gewählt wurden. Zu Beginn wurde eine Resolution zur Finanzkrise der Städte und Gemeinden beschlossen: „Die Finanznot vieler Kommunen im Ruhrgebiet ist katastrophal. Das müssen wir derzeit auch leidvoll in Bochum erfahren. Zwar gibt es aus Sicht Der Linken auch Sünden, die die Koalition aus SPD und Grünen begangen haben (Ausbau der A 40, U-Bahnbau 302/310, Kubus Schlosspark Weitmar) bzw. begehen wollen (Konzerthaus). Es gibt also durchaus hausgemachte finanzielle Probleme. Doch die wirklich großen Brocken hat nicht die Stadt zu verantworten. Die Wirtschafts- und Finanzkrise treffen Bochum wie andere Städte. Und immer mehr Aufgaben werden von Bund und Land an die Städte übergeben, ohne ihnen dafür einen Finanzausgleich zu gewähren. Nun muss die Stadt Bochum brachial den städtischen Haushalt kürzen. Auf der Strecke bleiben Bildungsangebote, soziale Infrastruktur und eine bisher vielfältige Kulturszene. Mit einer parteiübergreifenden Resolution will der Bochumer Rat wie viele andere Kommunen ein Zeichen setzen. Einzig die FDP stimmte gegen die Resolution. mehr…


Freitag 27.11.09, 07:00 Uhr

Zwei Welten: Männer und Frauen im Beruf

Am Mittwoch, den  2. Dezember, startet um 19.00 Uhr im KulturCafé an der Ruhr-Uni die Veranstaltungsreihe  Geschlecht und Gesellschaft. Carmen Tietjen  hält einen Vortrag zum Thema „Zwei Welten: Männer und Frauen im Beruf?!“ In der Ankündigung heißt es: „Die Erwerbstätigkeit von Frauen steigt seit Jahren an, doch Ungleichheiten im Erwerbsleben bestehen fort. Im europäischen Vergleich schneidet Deutschland im Hinblick auf das Ausmaß der beruflichen Segregation zwischen Frauen und Männern, die geschlechtsbezogene Entgeltdifferenz und die Präsenz von Frauen in betrieblichen Führungspositionen mäßig bis schlecht ab. Nachdem sich Analysen der asymmetrischen Geschlechterverhältnisse lange Zeit vorrangig auf die Arbeitsmarktebene konzentrierten, ist mittlerweile die betriebliche Ebene in den Fokus gerückt. In Betrieben entscheidet sich, unter welchen Bedingungen Frauen und Männer ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen, wie Qualifikationen gewertet und Arbeit faktisch entlohnt wird und wie sich ihre beruflichen Aufstiegschancen gestalten.“


Donnerstag 26.11.09, 17:35 Uhr

Bahntramper-Elektroparty

Der AStA der Ruhr-Universität veranstaltet am 4. Dezember ab 22.00 Uhr im NC Hörsaal Foyer eine Bahntramper-Elektroparty. In der Einladung heißt es: „Indem Du Dir einen Bahntramper-Button gut sichtbar an deine Jacke, Tasche oder Mütze steckst, erklärst Du Dich bereit, jemandem auf Deinem Semesterticket, Ticket 2000 etc. mitzunehmen. Ohne Aufwand, Kosten oder sogar etwas zu unterschreiben bist DU solidarisch mit Fremden, sozial schlechter Gestellten und tust nebenbei was für die Umwelt. mehr…


Donnerstag 26.11.09, 17:00 Uhr

Geschlechterpolitik aus der Mottenkiste

Eine Gruppe von gesellschaftspolitisch interessierten Bochumer Eltern kleiner Kinder fragt die Bochumer SPD-Grünen-Koalition, ob sie zurück zur Hausfrauenehe will und begründet, warum die Vorschläge zu Veränderungen der Kinderbetreuungskosten Geschlechterpolitik aus der Mottenkiste sind. In einem offenen Brief heißt es u. a.: Wir „sind entsetzt über die vorgeschlagenen Sparmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Haushaltsicherungskonzept im Bereich der Kinderbetreuung. Sowohl die geplante Verteuerung der 45-Stunden-Betreuung als auch die Aufhebung der Gebührenbefreiung für die Betreuung von Geschwisterkindern erhöhen nicht nur die Lasten für junge Familien, sondern sind auch eine gleichstellungspolitische Rolle rückwärts. Eine 45 Stunden-Betreuung pro Woche ist für eine Vielzahl von Eltern unabdingbar, hervorzuheben sind hier: mehr…


Donnerstag 26.11.09, 11:00 Uhr
Bochumer Symphoniker solidarisch mit den Bildungsstreikenden

200 Freikarten für Studierende

Auf der Webseite des Protestkomitees gegen Studiengebühren / Bildungsstreik wird berichtet: „Das Rektorat hat das Audimax mit der Begründung, die Bochumer Symphoniker würden im Proben und Spielen von Konzerten gestört, zwangsräumen lassen. Nun solidarisieren sich die Symphoniker mit uns! Um ihre Unterstützung der Bewegung gegenüber zu zeigen, laden die Symphoniker uns heute zu ihrem im Audimax stattfindenden Konzert ein. Treffpunkt ist um 18.00 Uhr im AStA. Dort werden auch die Karten ausgegeben. Wir und die Symphoniker für freie Bildung!“


Donnerstag 26.11.09, 10:00 Uhr
Mobilisierungsveranstaltung zum Klimagipfel in Kopenhagen

Für ein ganz anderes Klimaabkommen

Am heutigen Donnerstag, 26.11., findet um 19.00 Uhr im AusländerInnenzentrum im Studierendenhaus der Ruhr-Uni eine Veranstaltung des BUKO Rhein-Ruhr und des AStA der RUB zum bevorstehenden Klimagipfel in Kopenhagen statt. Referent ist Peter S. Nielsen von „Enhedslisten“ (Red-Green-Alliance) „Klima
Kollektivet“ aus Kopenhagen In der Ankündigung heißt es: »Im Dezember 2009 findet in Kopenhagen der UN-Weltklimagipfel „COP15″ statt. Die Klimaerwärmung zu stoppen, wäre eigentlich ein löblicher Ansatz. Nur im Rahmen dieser Konferenz ist wenig zu erwarten, wie schon jetzt klar scheint. Es werden kaum verbindlichen Beschlüsse gefasst werden. Von deren Einhaltung ganz zu schweigen. Daher haben zahlreiche globalisierungskritische und umweltpolitische Gruppen ihren Protest in Kopenhagen angekündigt. Sie wollen Alternative aufzeigen und auf der Straße protestieren. Mit der Veranstaltung in Bochum wollen wir über diese alternativen Ansätze diskutieren. mehr…


Mittwoch 25.11.09, 22:00 Uhr

Repression in Österreich

Am Montag, den 30. November, findet ab 19:00 Uhr im Sozialen Zentrum, Josephstr. 2 ein Vortrag statt, der über die Kriminalisierung von TierrechtlerInnen in Österreich informiert. In der Ankündigung heißt es: »Ende November/Anfang Dezember werden ein Teil der in Österreich nach dem Paragraphen „Kriminelle Organisation“ (§278a Strafgesetzbuch) angeklagten TierbefreiungsaktivistInnen (der Gruppe BAT) eine Infotour durch Deutschland machen. Ziel ist, auf die gegen sie gerichtete Repression aufmerksam zu machen, Parallelen zu Fällen anderer emanzipatorischer Bewegungen herzustellen und die Suche nach gemeinsamen Gegenstrategien anzuregen. Um was geht es? mehr…


Mittwoch 25.11.09, 18:00 Uhr
Gunda Gottschalk (Violine) und Nils Beckmann in:

LENZ nach Georg Büchner

Nach seinem erfolgreichen Gastspiel mit Heiner Müllers HORATIER im Mai dieses Jahres, ist das das freie Theater Gegendruck am 29.11.2009, 20 Uhr, mit seiner neuen Produktion LENZ im Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108 zu erleben. In der Ankündigung heißt es: »Die szenisch-musikalische Umsetzung des berühmten Prosafragments von Georg Büchner mit einer Musikerin und einem Schauspieler verspricht wieder einen spannenden Theaterabend, der politische Brisanz mit ästhetischem Anspruch verbindet.  Der junge mittellose Dichter Jakob Michael Reinhold Lenz (bekannt durch seine Stücke „Der Hofmeister“, „Die Soldaten“) hat in einem Dorf im Elsass Zuflucht gefunden. Doch schon bald zeigen sich bei ihm Zustände der Verzweiflung, die ihn selbst und seine Mitmenschen verstören. mehr…


Mittwoch 25.11.09, 17:00 Uhr

bsz 809: Bochum in der Sparfalle

Büchereien und Schwimmbäder zu, Kindergarten-, Musikschul- und Volkshochschulgebühren rauf, deutlich weniger Geld für Jugend- und Sozialarbeit: In drei Wochen plant der Bochumer Rat, ein kommunales Sozialabbauprogramm zu beschließen, wie es die Stadt bisher noch nicht gesehen hat. In ihrer aktuellen Ausgabe berichtet die bsz über die Proteste gegen die Verwaltungspläne. In dem Artikel wird auch deutlich, wie wenig sich der Verwaltungsentwurf bemüht, die soziale Infrastruktur der Stadt zu erhalten. Die bsz schreibt: „Dabei gibt es durchaus Alternativen, zum Beispiel zur Schließung der Bücherei in Querenburg. ‚Wenn die Stadt kein Geld hat, ist es natürlich schlecht vermittelbar, wenn sie jeden Monat 10.000 Euro Miete für die gar nicht mal so große Bücherei an die Betreiber des Unicenters überweist. Das ist einfach zu teuer‘, sagt Philipp Unger vom Stadtteilverein University meets Querenburg, der den Widerstand gegen die Schließung mitorganisiert. ‚Da muss man aber feststellen: Die Stadt ist einfach kein guter Verhandlungspartner gewesen. Es gibt hier einen ziemlich großen Leerstand. Viele Gaststätten und Mieter von Ladenlokalen haben längst nachverhandelt und bessere Verträge bekommen. Die Stadt aber nicht.‘ Sein Vorschlag also: Anstatt die Bücherei einfach dichtzumachen, soll sie den Umzug in günstigere Räume planen, etwa in die leerstehende Polizeiwache an der Merianstraße oder in die leerstehende Kirche gegenüber – und dann mit dem Unicenter neu verhandeln. Denn das Einkaufszentrum habe sicherlich kein Interesse an zusätzlichem und derzeit kaum vermietbarem Leerstand.“ Zum Artikel. Weitere Themen in der neuen bsz sind die Solidarität der Bochumer Gewerkschaften und Sozialverbände mit dem Bildungsstreik und eine politische Interpretation der aktuellen Theater-Gegendruck-Inszenierung „Lenz“. Die gesamte bsz als pdf-Datei.


Mittwoch 25.11.09, 09:00 Uhr

West-Ost-Theaterfestival an der Ruhr-Uni

Am heutigen 25. November beginnt an der Ruhr-Uni das West-Ost-Theaterfestival, zu dem boSKop und das Musische Zentrum einladen. Zu Gast sind Theaterensembles aus ganz unterschiedlichen europäischen Ländern. Mit dem in russischer Sprache aufgeführten Stück „Dispirited Apostle“ von Andrej Makaenak wird sich das Universitätstheater Na Balkone aus Minsk vorstellen. Aus Liège kommt das Théâtre Universitaire Royal de Liège (TURLg). Das Theaterstück „Si tu m’aimes…“ ist die französische Übersetzung des Fastnachtspiels „Der tote Mann“ von Hans Sachs. Einmalig gezeigt wird auch die Bochum-Krakauer Koproduktion „Samobójca“ (in polnischer Sprache) von Nikolaj Erdmann, die im September in Krakau Premiere hatte und nun auch in Bochum aufgeführt wird. Außerdem gibt es Aufführungen der Stücke „Meister und Margarita“, „Hotel Arkham“ und „Time before“ von Bochumer Hochschul-Theatergruppen. Die Programmübersicht.


Mittwoch 25.11.09, 08:00 Uhr

Junge, Junge

Reinhard Junge, Krimi-Autor, Kettenraucher und Baldpensionär stellt heute seine Kondition unter Beweis.  Ab 18.00 Uhr liest er im Stadtarchiv mit Theo Pointner und Werner Schmitz über den „Tatort Bochum„. Anschließend trägt er beim Tatort Jazz im Bahnhof Langendreer die Kurzgeschichte „Türkenblut“ vor.


Mittwoch 25.11.09, 06:30 Uhr

Gedenktag gegen Gewalt an Frauen

Die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum (MFH) schreibt: „Der 25. November ist seit 1981 der internationale Gedenktag zur Erinnerung an Frauen und Mädchen, die Opfer von Gewalttaten wurden. Unter dem Motto „NEIN zur Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ demonstrieren an diesem Tag Millionen Frauen gegen Diskriminierung und Unterdrückung weltweit.  Als sozialmedizinische Menschenrechtsorganisation spricht sich die MFH Bochum gegen jede Form physischer, psychischer und struktureller Gewalt an Frauen und Mädchen aus, denn Frauenrechte sind Menschenrechte und die weltweiten Verletzungen von Frauenrechten sind Menschenrechtsverletzungen! mehr…


Mittwoch 25.11.09, 06:00 Uhr

Solikundgebung für Ivan Hutorskoj

Die Antifaschistische Jugend Bochum schreibt: »Am 16. November wurde in Moskau der engagierte Antifaschist Ivan Hutorskoj ermordet. Die Antifaschistische Jugend Bochum (AJB) wird deshalb am Donnerstag, den 26. November von 17 Uhr bis 20 Uhr eine Kundgebung in der Bochumer Innenstadt abhalten, um auf die Situation in Russland und den Mord aufmerksam zu machen. mehr…


Dienstag 24.11.09, 23:00 Uhr

Protest gegen Audimax-Räumung

Die Verantwortlichen für den Bildungsstreik in Bochum schreiben: »Am Dienstag, 24. November demonstrierten über fünfhundert Personen gegen die Räumung des besetzten Audimax der RUB. Die Demonstration entwickelte sich aus einer Kundgebung, die um 16 Uhr vor dem AudiMax stattfand und bewegte sich dann über die Unistraße Richtung Innenstadt, um den Weihnachtsmarkt zu stürmen. Die Proteste richteten sich gegen die polizeiliche Räumung des Audimax um fünf Uhr am selben Morgen. Warum das Rektorat die Polizei hinzuzog bleibt unklar, da es zuvor keine Aufforderung oder gar den Versuch eines Gesprächs seitens des Rektorats gab, die Besetzung mit dem Rektorat zu diskutieren. Stattdessen gab Prorektor Eysel fünf Minuten vor dem Zugriff der Polizei bekannt, das Audimax sei zu räumen. In einer Pressemitteilung versuchte das Rektorat anschließend, die Bochumer Symphoniker für die Räumung verantwortlich zu machen: „Prorektor Eysel bedauerte den notwendigen Einsatz ausdrücklich“, heißt es dort. mehr…


Dienstag 24.11.09, 22:00 Uhr

Solidarität mit den geräumten BesetzerInnen

Der Fachschaftsrat Mathematik an der Ruhr-Uni Bochum erklärt sich solidarisch mit den am Dienstag, dem 24.11.2009, von der Polizei geräumten BesetzerInnen des Auditorium Maximum: „Wir halten die Entscheidung des Rektorats inhaltliche Konflikte zwischen Studierenden und Universitätsverwaltung erneut durch einen Polizeieinsatz anstatt durch ein konstruktives Miteinander lösen zu wollen für sehr unglücklich und fordern das Rektorat daher auf, möglicherweise gestellte Anzeigen zurückzunehmen und sich insbesondere für die 40 Studierenden, die sich am Dienstag morgen im Audimax befanden, und gegen weitere Repressionsmaßnahmen einzusetzen. mehr…


Dienstag 24.11.09, 17:00 Uhr

Lügt das Rektorat der Ruhr-Uni?

Die OrganisatorInnen des Bochumer Bildungsstreiks schreiben: »Nachdem am 24.11.09 um 4:45 Uhr das Audimax von der Polizei geräumt wurde, behauptete das Rektorat in ihren Pressemitteilungen, dies sei aufgrund der kommenden Auftritte der Bochumer Symphoniker am Donnerstag, 26.11 und Freitag, 27.11.09 geschehen. Nach Gesprächen des AStA mit den Bochumer Symphonikern entspricht diese Aussage jedoch nicht der Wahrheit. In der Pressemitteilung des Rektorats heißt es zu den Gründen der polizeilichen Maßnahmen: „Notwendig war die Räumung des Audimax, weil es für Proben und zwei Konzerte der Bochumer Symphoniker (Donnerstag, 26.11. und Freitag, 27.11.) benötigt wird und die Ruhr-Universität ihren Vertrag mit der Stadt Bochum und den BoSys einhalten muss.“ Die Studierenden wunderten sich über diese Begründung, da sich während der Besetzung das Gerücht hielt, die Bochumer Symphoniker hätten sich schon nach anderen Räumlichkeiten für die Proben und die Konzerte umgesehen. Steven Sloane, der Generalmusikdirektor bestätigte dies: „Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist ein demokratisches Grundrecht, und gerade in unseren Zeiten scheint es mir besonders wichtig, die Stimme für Bildung und Kultur zu erheben. Insofern habe ich volles Verständnis für die Studenten, die sich für dieses Thema engagieren. Unsere Symphoniekonzerte sind bereits lange geplant, und trotz vieler Bemühungen haben wir so kurzfristig keinen Ausweich-Ort gefunden. Ich bin sicher, dass wir die Konzerte im Audi-Max in großer Harmonie präsentieren können.“ Die Bochumer Symphoniker erklärten sich bereit, an den Konzerten im Foyer Informationsflyer der Protestierenden auszulegen. mehr…


Dienstag 24.11.09, 12:00 Uhr

Kurzrasenmäher Haushaltssicherungskonzept

Die Linke im Rat schreibt: »Ab heute beginnen die Beratungen des Haushaltssicherungskonzepts in den Fachausschüssen. Die Linke im Rat hat sich auf ihrer gestrigen Fraktionssitzung darauf verständigt, dass sie dazu zahlreiche Änderungsanträge stellen wird. „Wir kritisieren insbesondere, dass die drastischen Haushaltskürzungen entgegen anderer Beschlüsse vielfach nach der Rasenmähermethode vorgenommen werden sollen“, so der Fraktionsvorsitzende Uwe Vorberg. „Dabei wird zum Teil so kurz geschoren, dass wir befürchten, dass einzelne Einrichtungen und vor allem kleinere Initiativen ganz unters Messer geraten werden.“ mehr…


Dienstag 24.11.09, 10:30 Uhr

Eysel soll zurücktreten

Der AStA der Ruhr-Uni schreibt: »Am Dienstagmorgen gegen 4:45 Uhr ließ das Rektorat das Audimax polizeilich räumen. Seit der Vollversammlung am Donnerstag besetzten Studierende der Ruhr-Uni den größten Veranstaltungsraum auf dem Campus, um ihren bei der Vollversammlung beschlossenen Forderungen nach freier und selbstbestimmter Bildung Nachdruck zu verleihen. Nachdem die Universitätsleitung in den vergangenen Tagen keine Aufforderung an die Studierenden formulierte, das Audimax zu verlassen, überschlugen sich am Morgen die Tatsachen. Prorektor Ulf Eysel, der den abwesenden Rektor Elmar Weiler vertritt, forderte die überwiegend schlafenden Studierenden auf, das Gebäude umgehend zu verlassen. mehr…


Dienstag 24.11.09, 10:30 Uhr

Unglaubliche Realitätsferne

Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Fraktion Die Linke, erklärt zur Räumung des Audimaxes der Ruhr-Universität: „Nach wie vor gilt meine Solidarität den Protestierenden und BesetzerInnen an den Universitäten, nicht nur an der Ruhr-Universität, sondern deutschlandweit. Die Linke kritisiert massiv, dass die Universitätsleitung in Bochum nun dazu überging, die Polizei auf den Campus zu holen. Wenn die Universitätsleitung meint, so die Probleme des Bildungssystems lösen zu können, so zeugt dies von unglaublicher Realitätsferne. Die Linke steht an der Seite der Bildungsstreikenden. Wir sagen ohne wenn und aber: Studiengebühren gehören abgeschafft. Statt die Studierenden für ihr Studium bezahlen zu lassen, sollte man ihnen ein elternunabhängiges Bafög in entsprechender Höhe zahlen. Es kann nicht sein, dass die übergroße Mehrheit der Studierenden neben dem Studium auch noch arbeiten muss, um sich das Studium überhaupt leisten zu können. Außerdem fordern wir die Abschaffung von NCs, Anwesenheitslisten und des Bacherlor-/Master-Systems in seiner jetzigen Form.“