Archiv für den Monat: November 2009


Mittwoch 25.11.09, 17:00 Uhr

bsz 809: Bochum in der Sparfalle

Büchereien und Schwimmbäder zu, Kindergarten-, Musikschul- und Volkshochschulgebühren rauf, deutlich weniger Geld für Jugend- und Sozialarbeit: In drei Wochen plant der Bochumer Rat, ein kommunales Sozialabbauprogramm zu beschließen, wie es die Stadt bisher noch nicht gesehen hat. In ihrer aktuellen Ausgabe berichtet die bsz über die Proteste gegen die Verwaltungspläne. In dem Artikel wird auch deutlich, wie wenig sich der Verwaltungsentwurf bemüht, die soziale Infrastruktur der Stadt zu erhalten. Die bsz schreibt: „Dabei gibt es durchaus Alternativen, zum Beispiel zur Schließung der Bücherei in Querenburg. ‚Wenn die Stadt kein Geld hat, ist es natürlich schlecht vermittelbar, wenn sie jeden Monat 10.000 Euro Miete für die gar nicht mal so große Bücherei an die Betreiber des Unicenters überweist. Das ist einfach zu teuer‘, sagt Philipp Unger vom Stadtteilverein University meets Querenburg, der den Widerstand gegen die Schließung mitorganisiert. ‚Da muss man aber feststellen: Die Stadt ist einfach kein guter Verhandlungspartner gewesen. Es gibt hier einen ziemlich großen Leerstand. Viele Gaststätten und Mieter von Ladenlokalen haben längst nachverhandelt und bessere Verträge bekommen. Die Stadt aber nicht.‘ Sein Vorschlag also: Anstatt die Bücherei einfach dichtzumachen, soll sie den Umzug in günstigere Räume planen, etwa in die leerstehende Polizeiwache an der Merianstraße oder in die leerstehende Kirche gegenüber – und dann mit dem Unicenter neu verhandeln. Denn das Einkaufszentrum habe sicherlich kein Interesse an zusätzlichem und derzeit kaum vermietbarem Leerstand.“ Zum Artikel. Weitere Themen in der neuen bsz sind die Solidarität der Bochumer Gewerkschaften und Sozialverbände mit dem Bildungsstreik und eine politische Interpretation der aktuellen Theater-Gegendruck-Inszenierung „Lenz“. Die gesamte bsz als pdf-Datei.


Mittwoch 25.11.09, 09:00 Uhr

West-Ost-Theaterfestival an der Ruhr-Uni

Am heutigen 25. November beginnt an der Ruhr-Uni das West-Ost-Theaterfestival, zu dem boSKop und das Musische Zentrum einladen. Zu Gast sind Theaterensembles aus ganz unterschiedlichen europäischen Ländern. Mit dem in russischer Sprache aufgeführten Stück „Dispirited Apostle“ von Andrej Makaenak wird sich das Universitätstheater Na Balkone aus Minsk vorstellen. Aus Liège kommt das Théâtre Universitaire Royal de Liège (TURLg). Das Theaterstück „Si tu m’aimes…“ ist die französische Übersetzung des Fastnachtspiels „Der tote Mann“ von Hans Sachs. Einmalig gezeigt wird auch die Bochum-Krakauer Koproduktion „Samobójca“ (in polnischer Sprache) von Nikolaj Erdmann, die im September in Krakau Premiere hatte und nun auch in Bochum aufgeführt wird. Außerdem gibt es Aufführungen der Stücke „Meister und Margarita“, „Hotel Arkham“ und „Time before“ von Bochumer Hochschul-Theatergruppen. Die Programmübersicht.


Mittwoch 25.11.09, 08:00 Uhr

Junge, Junge

Reinhard Junge, Krimi-Autor, Kettenraucher und Baldpensionär stellt heute seine Kondition unter Beweis.  Ab 18.00 Uhr liest er im Stadtarchiv mit Theo Pointner und Werner Schmitz über den „Tatort Bochum„. Anschließend trägt er beim Tatort Jazz im Bahnhof Langendreer die Kurzgeschichte „Türkenblut“ vor.


Mittwoch 25.11.09, 06:30 Uhr

Gedenktag gegen Gewalt an Frauen

Die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum (MFH) schreibt: „Der 25. November ist seit 1981 der internationale Gedenktag zur Erinnerung an Frauen und Mädchen, die Opfer von Gewalttaten wurden. Unter dem Motto „NEIN zur Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ demonstrieren an diesem Tag Millionen Frauen gegen Diskriminierung und Unterdrückung weltweit.  Als sozialmedizinische Menschenrechtsorganisation spricht sich die MFH Bochum gegen jede Form physischer, psychischer und struktureller Gewalt an Frauen und Mädchen aus, denn Frauenrechte sind Menschenrechte und die weltweiten Verletzungen von Frauenrechten sind Menschenrechtsverletzungen! mehr…


Mittwoch 25.11.09, 06:00 Uhr

Solikundgebung für Ivan Hutorskoj

Die Antifaschistische Jugend Bochum schreibt: »Am 16. November wurde in Moskau der engagierte Antifaschist Ivan Hutorskoj ermordet. Die Antifaschistische Jugend Bochum (AJB) wird deshalb am Donnerstag, den 26. November von 17 Uhr bis 20 Uhr eine Kundgebung in der Bochumer Innenstadt abhalten, um auf die Situation in Russland und den Mord aufmerksam zu machen. mehr…


Dienstag 24.11.09, 23:00 Uhr

Protest gegen Audimax-Räumung

Die Verantwortlichen für den Bildungsstreik in Bochum schreiben: »Am Dienstag, 24. November demonstrierten über fünfhundert Personen gegen die Räumung des besetzten Audimax der RUB. Die Demonstration entwickelte sich aus einer Kundgebung, die um 16 Uhr vor dem AudiMax stattfand und bewegte sich dann über die Unistraße Richtung Innenstadt, um den Weihnachtsmarkt zu stürmen. Die Proteste richteten sich gegen die polizeiliche Räumung des Audimax um fünf Uhr am selben Morgen. Warum das Rektorat die Polizei hinzuzog bleibt unklar, da es zuvor keine Aufforderung oder gar den Versuch eines Gesprächs seitens des Rektorats gab, die Besetzung mit dem Rektorat zu diskutieren. Stattdessen gab Prorektor Eysel fünf Minuten vor dem Zugriff der Polizei bekannt, das Audimax sei zu räumen. In einer Pressemitteilung versuchte das Rektorat anschließend, die Bochumer Symphoniker für die Räumung verantwortlich zu machen: „Prorektor Eysel bedauerte den notwendigen Einsatz ausdrücklich“, heißt es dort. mehr…


Dienstag 24.11.09, 22:00 Uhr

Solidarität mit den geräumten BesetzerInnen

Der Fachschaftsrat Mathematik an der Ruhr-Uni Bochum erklärt sich solidarisch mit den am Dienstag, dem 24.11.2009, von der Polizei geräumten BesetzerInnen des Auditorium Maximum: „Wir halten die Entscheidung des Rektorats inhaltliche Konflikte zwischen Studierenden und Universitätsverwaltung erneut durch einen Polizeieinsatz anstatt durch ein konstruktives Miteinander lösen zu wollen für sehr unglücklich und fordern das Rektorat daher auf, möglicherweise gestellte Anzeigen zurückzunehmen und sich insbesondere für die 40 Studierenden, die sich am Dienstag morgen im Audimax befanden, und gegen weitere Repressionsmaßnahmen einzusetzen. mehr…


Dienstag 24.11.09, 17:00 Uhr

Lügt das Rektorat der Ruhr-Uni?

Die OrganisatorInnen des Bochumer Bildungsstreiks schreiben: »Nachdem am 24.11.09 um 4:45 Uhr das Audimax von der Polizei geräumt wurde, behauptete das Rektorat in ihren Pressemitteilungen, dies sei aufgrund der kommenden Auftritte der Bochumer Symphoniker am Donnerstag, 26.11 und Freitag, 27.11.09 geschehen. Nach Gesprächen des AStA mit den Bochumer Symphonikern entspricht diese Aussage jedoch nicht der Wahrheit. In der Pressemitteilung des Rektorats heißt es zu den Gründen der polizeilichen Maßnahmen: „Notwendig war die Räumung des Audimax, weil es für Proben und zwei Konzerte der Bochumer Symphoniker (Donnerstag, 26.11. und Freitag, 27.11.) benötigt wird und die Ruhr-Universität ihren Vertrag mit der Stadt Bochum und den BoSys einhalten muss.“ Die Studierenden wunderten sich über diese Begründung, da sich während der Besetzung das Gerücht hielt, die Bochumer Symphoniker hätten sich schon nach anderen Räumlichkeiten für die Proben und die Konzerte umgesehen. Steven Sloane, der Generalmusikdirektor bestätigte dies: „Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist ein demokratisches Grundrecht, und gerade in unseren Zeiten scheint es mir besonders wichtig, die Stimme für Bildung und Kultur zu erheben. Insofern habe ich volles Verständnis für die Studenten, die sich für dieses Thema engagieren. Unsere Symphoniekonzerte sind bereits lange geplant, und trotz vieler Bemühungen haben wir so kurzfristig keinen Ausweich-Ort gefunden. Ich bin sicher, dass wir die Konzerte im Audi-Max in großer Harmonie präsentieren können.“ Die Bochumer Symphoniker erklärten sich bereit, an den Konzerten im Foyer Informationsflyer der Protestierenden auszulegen. mehr…


Dienstag 24.11.09, 12:00 Uhr

Kurzrasenmäher Haushaltssicherungskonzept

Die Linke im Rat schreibt: »Ab heute beginnen die Beratungen des Haushaltssicherungskonzepts in den Fachausschüssen. Die Linke im Rat hat sich auf ihrer gestrigen Fraktionssitzung darauf verständigt, dass sie dazu zahlreiche Änderungsanträge stellen wird. „Wir kritisieren insbesondere, dass die drastischen Haushaltskürzungen entgegen anderer Beschlüsse vielfach nach der Rasenmähermethode vorgenommen werden sollen“, so der Fraktionsvorsitzende Uwe Vorberg. „Dabei wird zum Teil so kurz geschoren, dass wir befürchten, dass einzelne Einrichtungen und vor allem kleinere Initiativen ganz unters Messer geraten werden.“ mehr…


Dienstag 24.11.09, 10:30 Uhr

Eysel soll zurücktreten

Der AStA der Ruhr-Uni schreibt: »Am Dienstagmorgen gegen 4:45 Uhr ließ das Rektorat das Audimax polizeilich räumen. Seit der Vollversammlung am Donnerstag besetzten Studierende der Ruhr-Uni den größten Veranstaltungsraum auf dem Campus, um ihren bei der Vollversammlung beschlossenen Forderungen nach freier und selbstbestimmter Bildung Nachdruck zu verleihen. Nachdem die Universitätsleitung in den vergangenen Tagen keine Aufforderung an die Studierenden formulierte, das Audimax zu verlassen, überschlugen sich am Morgen die Tatsachen. Prorektor Ulf Eysel, der den abwesenden Rektor Elmar Weiler vertritt, forderte die überwiegend schlafenden Studierenden auf, das Gebäude umgehend zu verlassen. mehr…


Dienstag 24.11.09, 10:30 Uhr

Unglaubliche Realitätsferne

Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Fraktion Die Linke, erklärt zur Räumung des Audimaxes der Ruhr-Universität: „Nach wie vor gilt meine Solidarität den Protestierenden und BesetzerInnen an den Universitäten, nicht nur an der Ruhr-Universität, sondern deutschlandweit. Die Linke kritisiert massiv, dass die Universitätsleitung in Bochum nun dazu überging, die Polizei auf den Campus zu holen. Wenn die Universitätsleitung meint, so die Probleme des Bildungssystems lösen zu können, so zeugt dies von unglaublicher Realitätsferne. Die Linke steht an der Seite der Bildungsstreikenden. Wir sagen ohne wenn und aber: Studiengebühren gehören abgeschafft. Statt die Studierenden für ihr Studium bezahlen zu lassen, sollte man ihnen ein elternunabhängiges Bafög in entsprechender Höhe zahlen. Es kann nicht sein, dass die übergroße Mehrheit der Studierenden neben dem Studium auch noch arbeiten muss, um sich das Studium überhaupt leisten zu können. Außerdem fordern wir die Abschaffung von NCs, Anwesenheitslisten und des Bacherlor-/Master-Systems in seiner jetzigen Form.“


Dienstag 24.11.09, 09:30 Uhr

Rektorat nicht zu Verhandlungen bereit

Die Organisatorinnen des Bildungsstreiks in Bochum schreiben: »Am Dienstag, 24. November, um 4.45 Uhr räumte eine Hundertschaft der Bochumer Polizei das seit dem letzten Donnerstag im Zuge des bundesweiten Bildungsstreiks besetzt gehaltene Audimax der Ruhr Universität Bochum (RUB). Die rund 40 Studierenden, die zu dem Zeitpunkt im Gebäude waren, leisteten keinerlei Widerstand. Dennoch wurden drei Studierende vorläufig festgenommen und zur Hauptwache der Polizei gebracht. Was ihnen vorgeworfen wird, ist noch unklar. „Es ist beschämend für die größte Universität des Ruhrgebiets, dass das Rektorat Polizeigewalt gegenüber Studierenden einsetzt und damit versucht, die gerade begonnene Debatte um die Verbesserung der Studienbedingungen im Keim zu ersticken“, kommentiert Benjamin Bettinger, Referent für Hochschulpolitik im AStA der RUB. mehr…


Dienstag 24.11.09, 06:13 Uhr

Bildungsstreik-Demo

Um 16.00 Uhr startet am heutigen Dienstag, den 24. 11., vor dem Audimax der Ruhr-Uni eine Demonstration: Gegen die gewaltsame Räumung des Audimax und für den Bildungsstreik!