Archiv für den Monat: November 2009


Donnerstag 26.11.09, 11:00 Uhr
Bochumer Symphoniker solidarisch mit den Bildungsstreikenden

200 Freikarten für Studierende

Auf der Webseite des Protestkomitees gegen Studiengebühren / Bildungsstreik wird berichtet: „Das Rektorat hat das Audimax mit der Begründung, die Bochumer Symphoniker würden im Proben und Spielen von Konzerten gestört, zwangsräumen lassen. Nun solidarisieren sich die Symphoniker mit uns! Um ihre Unterstützung der Bewegung gegenüber zu zeigen, laden die Symphoniker uns heute zu ihrem im Audimax stattfindenden Konzert ein. Treffpunkt ist um 18.00 Uhr im AStA. Dort werden auch die Karten ausgegeben. Wir und die Symphoniker für freie Bildung!“


Donnerstag 26.11.09, 10:00 Uhr
Mobilisierungsveranstaltung zum Klimagipfel in Kopenhagen

Für ein ganz anderes Klimaabkommen

Am heutigen Donnerstag, 26.11., findet um 19.00 Uhr im AusländerInnenzentrum im Studierendenhaus der Ruhr-Uni eine Veranstaltung des BUKO Rhein-Ruhr und des AStA der RUB zum bevorstehenden Klimagipfel in Kopenhagen statt. Referent ist Peter S. Nielsen von „Enhedslisten“ (Red-Green-Alliance) „Klima
Kollektivet“ aus Kopenhagen In der Ankündigung heißt es: »Im Dezember 2009 findet in Kopenhagen der UN-Weltklimagipfel „COP15″ statt. Die Klimaerwärmung zu stoppen, wäre eigentlich ein löblicher Ansatz. Nur im Rahmen dieser Konferenz ist wenig zu erwarten, wie schon jetzt klar scheint. Es werden kaum verbindlichen Beschlüsse gefasst werden. Von deren Einhaltung ganz zu schweigen. Daher haben zahlreiche globalisierungskritische und umweltpolitische Gruppen ihren Protest in Kopenhagen angekündigt. Sie wollen Alternative aufzeigen und auf der Straße protestieren. Mit der Veranstaltung in Bochum wollen wir über diese alternativen Ansätze diskutieren. mehr…


Mittwoch 25.11.09, 22:00 Uhr

Repression in Österreich

Am Montag, den 30. November, findet ab 19:00 Uhr im Sozialen Zentrum, Josephstr. 2 ein Vortrag statt, der über die Kriminalisierung von TierrechtlerInnen in Österreich informiert. In der Ankündigung heißt es: »Ende November/Anfang Dezember werden ein Teil der in Österreich nach dem Paragraphen „Kriminelle Organisation“ (§278a Strafgesetzbuch) angeklagten TierbefreiungsaktivistInnen (der Gruppe BAT) eine Infotour durch Deutschland machen. Ziel ist, auf die gegen sie gerichtete Repression aufmerksam zu machen, Parallelen zu Fällen anderer emanzipatorischer Bewegungen herzustellen und die Suche nach gemeinsamen Gegenstrategien anzuregen. Um was geht es? mehr…


Mittwoch 25.11.09, 18:00 Uhr
Gunda Gottschalk (Violine) und Nils Beckmann in:

LENZ nach Georg Büchner

Nach seinem erfolgreichen Gastspiel mit Heiner Müllers HORATIER im Mai dieses Jahres, ist das das freie Theater Gegendruck am 29.11.2009, 20 Uhr, mit seiner neuen Produktion LENZ im Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108 zu erleben. In der Ankündigung heißt es: »Die szenisch-musikalische Umsetzung des berühmten Prosafragments von Georg Büchner mit einer Musikerin und einem Schauspieler verspricht wieder einen spannenden Theaterabend, der politische Brisanz mit ästhetischem Anspruch verbindet.  Der junge mittellose Dichter Jakob Michael Reinhold Lenz (bekannt durch seine Stücke „Der Hofmeister“, „Die Soldaten“) hat in einem Dorf im Elsass Zuflucht gefunden. Doch schon bald zeigen sich bei ihm Zustände der Verzweiflung, die ihn selbst und seine Mitmenschen verstören. mehr…


Mittwoch 25.11.09, 17:00 Uhr

bsz 809: Bochum in der Sparfalle

Büchereien und Schwimmbäder zu, Kindergarten-, Musikschul- und Volkshochschulgebühren rauf, deutlich weniger Geld für Jugend- und Sozialarbeit: In drei Wochen plant der Bochumer Rat, ein kommunales Sozialabbauprogramm zu beschließen, wie es die Stadt bisher noch nicht gesehen hat. In ihrer aktuellen Ausgabe berichtet die bsz über die Proteste gegen die Verwaltungspläne. In dem Artikel wird auch deutlich, wie wenig sich der Verwaltungsentwurf bemüht, die soziale Infrastruktur der Stadt zu erhalten. Die bsz schreibt: „Dabei gibt es durchaus Alternativen, zum Beispiel zur Schließung der Bücherei in Querenburg. ‚Wenn die Stadt kein Geld hat, ist es natürlich schlecht vermittelbar, wenn sie jeden Monat 10.000 Euro Miete für die gar nicht mal so große Bücherei an die Betreiber des Unicenters überweist. Das ist einfach zu teuer‘, sagt Philipp Unger vom Stadtteilverein University meets Querenburg, der den Widerstand gegen die Schließung mitorganisiert. ‚Da muss man aber feststellen: Die Stadt ist einfach kein guter Verhandlungspartner gewesen. Es gibt hier einen ziemlich großen Leerstand. Viele Gaststätten und Mieter von Ladenlokalen haben längst nachverhandelt und bessere Verträge bekommen. Die Stadt aber nicht.‘ Sein Vorschlag also: Anstatt die Bücherei einfach dichtzumachen, soll sie den Umzug in günstigere Räume planen, etwa in die leerstehende Polizeiwache an der Merianstraße oder in die leerstehende Kirche gegenüber – und dann mit dem Unicenter neu verhandeln. Denn das Einkaufszentrum habe sicherlich kein Interesse an zusätzlichem und derzeit kaum vermietbarem Leerstand.“ Zum Artikel. Weitere Themen in der neuen bsz sind die Solidarität der Bochumer Gewerkschaften und Sozialverbände mit dem Bildungsstreik und eine politische Interpretation der aktuellen Theater-Gegendruck-Inszenierung „Lenz“. Die gesamte bsz als pdf-Datei.


Mittwoch 25.11.09, 09:00 Uhr

West-Ost-Theaterfestival an der Ruhr-Uni

Am heutigen 25. November beginnt an der Ruhr-Uni das West-Ost-Theaterfestival, zu dem boSKop und das Musische Zentrum einladen. Zu Gast sind Theaterensembles aus ganz unterschiedlichen europäischen Ländern. Mit dem in russischer Sprache aufgeführten Stück „Dispirited Apostle“ von Andrej Makaenak wird sich das Universitätstheater Na Balkone aus Minsk vorstellen. Aus Liège kommt das Théâtre Universitaire Royal de Liège (TURLg). Das Theaterstück „Si tu m’aimes…“ ist die französische Übersetzung des Fastnachtspiels „Der tote Mann“ von Hans Sachs. Einmalig gezeigt wird auch die Bochum-Krakauer Koproduktion „Samobójca“ (in polnischer Sprache) von Nikolaj Erdmann, die im September in Krakau Premiere hatte und nun auch in Bochum aufgeführt wird. Außerdem gibt es Aufführungen der Stücke „Meister und Margarita“, „Hotel Arkham“ und „Time before“ von Bochumer Hochschul-Theatergruppen. Die Programmübersicht.


Mittwoch 25.11.09, 08:00 Uhr

Junge, Junge

Reinhard Junge, Krimi-Autor, Kettenraucher und Baldpensionär stellt heute seine Kondition unter Beweis.  Ab 18.00 Uhr liest er im Stadtarchiv mit Theo Pointner und Werner Schmitz über den „Tatort Bochum„. Anschließend trägt er beim Tatort Jazz im Bahnhof Langendreer die Kurzgeschichte „Türkenblut“ vor.


Mittwoch 25.11.09, 06:30 Uhr

Gedenktag gegen Gewalt an Frauen

Die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum (MFH) schreibt: „Der 25. November ist seit 1981 der internationale Gedenktag zur Erinnerung an Frauen und Mädchen, die Opfer von Gewalttaten wurden. Unter dem Motto „NEIN zur Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ demonstrieren an diesem Tag Millionen Frauen gegen Diskriminierung und Unterdrückung weltweit.  Als sozialmedizinische Menschenrechtsorganisation spricht sich die MFH Bochum gegen jede Form physischer, psychischer und struktureller Gewalt an Frauen und Mädchen aus, denn Frauenrechte sind Menschenrechte und die weltweiten Verletzungen von Frauenrechten sind Menschenrechtsverletzungen! mehr…


Mittwoch 25.11.09, 06:00 Uhr

Solikundgebung für Ivan Hutorskoj

Die Antifaschistische Jugend Bochum schreibt: »Am 16. November wurde in Moskau der engagierte Antifaschist Ivan Hutorskoj ermordet. Die Antifaschistische Jugend Bochum (AJB) wird deshalb am Donnerstag, den 26. November von 17 Uhr bis 20 Uhr eine Kundgebung in der Bochumer Innenstadt abhalten, um auf die Situation in Russland und den Mord aufmerksam zu machen. mehr…


Dienstag 24.11.09, 23:00 Uhr

Protest gegen Audimax-Räumung

Die Verantwortlichen für den Bildungsstreik in Bochum schreiben: »Am Dienstag, 24. November demonstrierten über fünfhundert Personen gegen die Räumung des besetzten Audimax der RUB. Die Demonstration entwickelte sich aus einer Kundgebung, die um 16 Uhr vor dem AudiMax stattfand und bewegte sich dann über die Unistraße Richtung Innenstadt, um den Weihnachtsmarkt zu stürmen. Die Proteste richteten sich gegen die polizeiliche Räumung des Audimax um fünf Uhr am selben Morgen. Warum das Rektorat die Polizei hinzuzog bleibt unklar, da es zuvor keine Aufforderung oder gar den Versuch eines Gesprächs seitens des Rektorats gab, die Besetzung mit dem Rektorat zu diskutieren. Stattdessen gab Prorektor Eysel fünf Minuten vor dem Zugriff der Polizei bekannt, das Audimax sei zu räumen. In einer Pressemitteilung versuchte das Rektorat anschließend, die Bochumer Symphoniker für die Räumung verantwortlich zu machen: „Prorektor Eysel bedauerte den notwendigen Einsatz ausdrücklich“, heißt es dort. mehr…


Dienstag 24.11.09, 22:00 Uhr

Solidarität mit den geräumten BesetzerInnen

Der Fachschaftsrat Mathematik an der Ruhr-Uni Bochum erklärt sich solidarisch mit den am Dienstag, dem 24.11.2009, von der Polizei geräumten BesetzerInnen des Auditorium Maximum: „Wir halten die Entscheidung des Rektorats inhaltliche Konflikte zwischen Studierenden und Universitätsverwaltung erneut durch einen Polizeieinsatz anstatt durch ein konstruktives Miteinander lösen zu wollen für sehr unglücklich und fordern das Rektorat daher auf, möglicherweise gestellte Anzeigen zurückzunehmen und sich insbesondere für die 40 Studierenden, die sich am Dienstag morgen im Audimax befanden, und gegen weitere Repressionsmaßnahmen einzusetzen. mehr…


Dienstag 24.11.09, 17:00 Uhr

Lügt das Rektorat der Ruhr-Uni?

Die OrganisatorInnen des Bochumer Bildungsstreiks schreiben: »Nachdem am 24.11.09 um 4:45 Uhr das Audimax von der Polizei geräumt wurde, behauptete das Rektorat in ihren Pressemitteilungen, dies sei aufgrund der kommenden Auftritte der Bochumer Symphoniker am Donnerstag, 26.11 und Freitag, 27.11.09 geschehen. Nach Gesprächen des AStA mit den Bochumer Symphonikern entspricht diese Aussage jedoch nicht der Wahrheit. In der Pressemitteilung des Rektorats heißt es zu den Gründen der polizeilichen Maßnahmen: „Notwendig war die Räumung des Audimax, weil es für Proben und zwei Konzerte der Bochumer Symphoniker (Donnerstag, 26.11. und Freitag, 27.11.) benötigt wird und die Ruhr-Universität ihren Vertrag mit der Stadt Bochum und den BoSys einhalten muss.“ Die Studierenden wunderten sich über diese Begründung, da sich während der Besetzung das Gerücht hielt, die Bochumer Symphoniker hätten sich schon nach anderen Räumlichkeiten für die Proben und die Konzerte umgesehen. Steven Sloane, der Generalmusikdirektor bestätigte dies: „Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist ein demokratisches Grundrecht, und gerade in unseren Zeiten scheint es mir besonders wichtig, die Stimme für Bildung und Kultur zu erheben. Insofern habe ich volles Verständnis für die Studenten, die sich für dieses Thema engagieren. Unsere Symphoniekonzerte sind bereits lange geplant, und trotz vieler Bemühungen haben wir so kurzfristig keinen Ausweich-Ort gefunden. Ich bin sicher, dass wir die Konzerte im Audi-Max in großer Harmonie präsentieren können.“ Die Bochumer Symphoniker erklärten sich bereit, an den Konzerten im Foyer Informationsflyer der Protestierenden auszulegen. mehr…


Dienstag 24.11.09, 12:00 Uhr

Kurzrasenmäher Haushaltssicherungskonzept

Die Linke im Rat schreibt: »Ab heute beginnen die Beratungen des Haushaltssicherungskonzepts in den Fachausschüssen. Die Linke im Rat hat sich auf ihrer gestrigen Fraktionssitzung darauf verständigt, dass sie dazu zahlreiche Änderungsanträge stellen wird. „Wir kritisieren insbesondere, dass die drastischen Haushaltskürzungen entgegen anderer Beschlüsse vielfach nach der Rasenmähermethode vorgenommen werden sollen“, so der Fraktionsvorsitzende Uwe Vorberg. „Dabei wird zum Teil so kurz geschoren, dass wir befürchten, dass einzelne Einrichtungen und vor allem kleinere Initiativen ganz unters Messer geraten werden.“ mehr…


Dienstag 24.11.09, 10:30 Uhr

Eysel soll zurücktreten

Der AStA der Ruhr-Uni schreibt: »Am Dienstagmorgen gegen 4:45 Uhr ließ das Rektorat das Audimax polizeilich räumen. Seit der Vollversammlung am Donnerstag besetzten Studierende der Ruhr-Uni den größten Veranstaltungsraum auf dem Campus, um ihren bei der Vollversammlung beschlossenen Forderungen nach freier und selbstbestimmter Bildung Nachdruck zu verleihen. Nachdem die Universitätsleitung in den vergangenen Tagen keine Aufforderung an die Studierenden formulierte, das Audimax zu verlassen, überschlugen sich am Morgen die Tatsachen. Prorektor Ulf Eysel, der den abwesenden Rektor Elmar Weiler vertritt, forderte die überwiegend schlafenden Studierenden auf, das Gebäude umgehend zu verlassen. mehr…


Dienstag 24.11.09, 10:30 Uhr

Unglaubliche Realitätsferne

Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Fraktion Die Linke, erklärt zur Räumung des Audimaxes der Ruhr-Universität: „Nach wie vor gilt meine Solidarität den Protestierenden und BesetzerInnen an den Universitäten, nicht nur an der Ruhr-Universität, sondern deutschlandweit. Die Linke kritisiert massiv, dass die Universitätsleitung in Bochum nun dazu überging, die Polizei auf den Campus zu holen. Wenn die Universitätsleitung meint, so die Probleme des Bildungssystems lösen zu können, so zeugt dies von unglaublicher Realitätsferne. Die Linke steht an der Seite der Bildungsstreikenden. Wir sagen ohne wenn und aber: Studiengebühren gehören abgeschafft. Statt die Studierenden für ihr Studium bezahlen zu lassen, sollte man ihnen ein elternunabhängiges Bafög in entsprechender Höhe zahlen. Es kann nicht sein, dass die übergroße Mehrheit der Studierenden neben dem Studium auch noch arbeiten muss, um sich das Studium überhaupt leisten zu können. Außerdem fordern wir die Abschaffung von NCs, Anwesenheitslisten und des Bacherlor-/Master-Systems in seiner jetzigen Form.“


Dienstag 24.11.09, 09:30 Uhr

Rektorat nicht zu Verhandlungen bereit

Die Organisatorinnen des Bildungsstreiks in Bochum schreiben: »Am Dienstag, 24. November, um 4.45 Uhr räumte eine Hundertschaft der Bochumer Polizei das seit dem letzten Donnerstag im Zuge des bundesweiten Bildungsstreiks besetzt gehaltene Audimax der Ruhr Universität Bochum (RUB). Die rund 40 Studierenden, die zu dem Zeitpunkt im Gebäude waren, leisteten keinerlei Widerstand. Dennoch wurden drei Studierende vorläufig festgenommen und zur Hauptwache der Polizei gebracht. Was ihnen vorgeworfen wird, ist noch unklar. „Es ist beschämend für die größte Universität des Ruhrgebiets, dass das Rektorat Polizeigewalt gegenüber Studierenden einsetzt und damit versucht, die gerade begonnene Debatte um die Verbesserung der Studienbedingungen im Keim zu ersticken“, kommentiert Benjamin Bettinger, Referent für Hochschulpolitik im AStA der RUB. mehr…


Dienstag 24.11.09, 06:13 Uhr

Bildungsstreik-Demo

Um 16.00 Uhr startet am heutigen Dienstag, den 24. 11., vor dem Audimax der Ruhr-Uni eine Demonstration: Gegen die gewaltsame Räumung des Audimax und für den Bildungsstreik!


Dienstag 24.11.09, 05:21 Uhr

Gewaltsame Räumung

Der Rektor der Ruhr-Uni, Elmar Weiler, lässt gerade das Audimax durch eine Hundertschaft der Polizei räumen. Von den BesetzerInnen haben sich ca. zwanzig dafür entschieden, den Raum nicht freiwillig zu verlassen.


Montag 23.11.09, 22:30 Uhr

Lutz Berger

Danke

Herzlich danken wir allen,
die sich in ihrer Trauer mit uns verbunden fühlten,
mit uns Abschied nahmen
und ihre Anteilnahme in liebevollen Briefen,
persönlichen Worten und Gesten
zum Ausdruck brachten.
Zugleich möchten wir uns herzlich für die
zahlreichen Spenden an die VVN bedanken.
Marianne
Lina und Sara
Nana, Annette und Jutta


Montag 23.11.09, 22:00 Uhr

Nationales Vergangenheitsrecycling

Am Donnerstag, den 26. November um 19.00 Uhr lädt das AStA-Referat für Kritische Wissenschaften an der Ruhr-Uni im HGA 20 zu folgender Veranstaltung ein: „Nationales Vergangenheitsrecycling – Die postnazistische Allianz der Generationen im deutschen Kollektiv.“ Referentin ist Sonja Witte. In der Einladung heißt es: »‚Aufarbeitung deutscher Geschichte‘ verbindet derzeit als moralischer Bezugspunkt nationale Ideologie mit der Idee einer Versöhnung der Generationen. Die Referenz auf die deutschen Verbrechen, auf Auschwitz, ist dabei zentral. Neben die fortwährende Stilisierung der Deutschen als Opfer tritt seit den 90ern die Integration von Auschwitz in die kulturindustrielle deutsche Erinnerungsarbeit als gesellschaftlichem ,Kitt‘, in der die Nation zum kollektiven Objekt der Identifizierung wird. Die neue Unbefangenheit im Umgang mit der Geschichte, in der Auseinandersetzung mit den Erfahrungen der eigenen Großeltern, der Wunsch, bei der Weltmeisterschaft auch einmal unbeschwert „schwarz-rot-geil“ zu sein, macht die dritte TäterInnengeneration zum Protagonisten des postnazistischen Nationalgefühls. mehr…


Montag 23.11.09, 19:00 Uhr

Kein Kompromiss bei Studiengebühren

Der AStA der Ruhr Uni schreibt: »Die ersten Verhandlungen zwischen dem Rektorat und der Studierendenvertretung an der Ruhr-Uni sind ergebnislos geblieben. Auf der Vollversammlung am vergangenen Donnerstag stellten die über 3.000 anwesenden Studierenden zahlreiche Forderungen zur Verbesserung der Studiensituation an Bund, Land und Rektorat auf. Am Montag kam es nun zum ersten Gespräch zwischen Prof. Dr. Uta Wilkens (Prorektorin für Lehre) und dem AStA-Vorsitzenden Karsten Finke als Vertreter der Studierenden. „Frau Wilkens diffamierte den Protest als illegitim und illegal und ist nur zu Kompromissen bereit, wenn wir das Audimax verlassen“, so Finke. „Sie hat angeboten, Arbeitskreise einzurichten, um die Studienordnungen zu verbessern.“ Möglich wären so eine Flexibilisierung der Anwesenheitspflicht und der Studiendauer im Bachelor/Master. Unter diesen Umständen sind die Studierenden allerdings nicht bereit, das Audimax zu verlassen. „Unsere Forderungen sind viel weitreichender, so leicht lassen wir uns nicht vertreiben“, kommentiert eine Protestlerin den Vorschlag des Rektorats.
Beim Thema Studiengebühren gab es keine Kompromissbereitschaft seitens der Prorektorin. Das Geld sei notwendig und daher bestünde kein Gesprächsbedarf. Der Protest der Studierenden wird somit auf unbegrenzte Zeit fortgesetzt. Eine offizielle Stellungnahme der Universitätsleitung zu ihrem Vorgehen gibt es weiterhin nicht. Die Studierenden im Audimax müssen also weiter eine polizeiliche Räumung fürchten. «


Montag 23.11.09, 16:16 Uhr

Solidarität mit dem Bildungsstreik

v.l.n.r.: Rainer Einenkel, Karsten Finke, Brigitte Ponath, Rolf Geers, Michael Hermund

Jochen Beyer

Der AStA der Ruhr-Uni und die OrganisatorInnen des Bildungsstreiks in Bochum hatten heute Mittag ins Audimax der RUB zu einer Podiumsdiskussion geladen. Als erster Redner unterstrich Joachim Beyer, Personalrat der RUB und Sprecher von ver.di an der Uni, dass es die gleiche Politik und z. T. die selben Gesetze sind, die Studierende und Beschäftigte betreffen. Er erinnerte an die Entmachtung des Senates durch das „Hochschulfreiheitsgesetz“. Die Leitung der Uni gleiche nun dem Aufsichtsrat eines Unternehmens. Mitwirkungsrechte wurden abgeschafft. Als nächster erinnerte Rainer Einenkel, Betriebsratsvorsitzender der Bochumer Opel-Werke daran, wie wichtig die Solidarität unter den verschieden Gruppen ist, die für soziale Gerechtigkeit kämpfen. Die Ruhr-Uni, so Rainer Einenkel, sei eigentlich ein Symbol für die Öffnung der Universitäten für Kinder aus Arbeiterfamilien gewesen. Studiengebühren seinen nun eine Hürde, um diese Gruppe wieder auszuschließen. Brigitte Ponath, Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, erläuterte, welche Kürzungsvorschläge die Stadtverwaltung für den Bereich der vorschulischen Erziehung vorgelegt hat. Hier werde gehandelt, als hätte es die Pisa-Studien nicht gegeben. Sie machte deutlich, dass gerechte Bildungschancen von der Kita bis zum Studium noch keinen Systemwechsel bedeuten und verwies auf Vorbildliches in Skandinavien. Aber es lohne sich, hierfür gemeinsam zu kämpfen. Rolf Geers Geschäftsführer des Kinder- und Jugendringes, zählte kommunale und landespolitische Beispiele auf, wie wenig die politisch Verantwortlichen sich an getroffene Absprachen halten. Die Mittel für Jugendförderung seien in den letzten Jahren um 40 Prozent gekürzt worden. Michael Hermund, DGB-Vorsitzender der hiesigen Region, machte auf einen weiteren Ausbildungsskandal aufmerksam.  Im letzten Jahr hätten nur die Hälfte der Jugendlichen, die eine Ausbildung suchten, auch eine Lehrstelle erhalten. Die Betriebe hätten auf ihrer Verantwortung für die Ausbildung gepocht. Jetzt werden sie dieser Verantwortung nicht gerecht. Aus dem Publikum kam ein Beitrag, der hervor hob, dass diese Veranstaltung ein ermutigendes Signal sei: Die verschiedenen Gruppen, die gegen Sozialabbau kämpften säßen an einem Tisch. In diesem Sinne bedankte sich auch der AStA-Vorsitzende Karsten Finke bei Podium und Publikum. Diese Gemeinsamkeit müsse gepflegt werden. Siehe auch Bericht der Ruhrbarone.