Archiv für den Monat: Oktober 2009


Samstag 17.10.09, 11:00 Uhr

Kolumbien und die Menschenrechte

Am Mittwoch, den 21. 10. findet um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer eine Veranstaltung über „Menschenrechte, Gefangene und Widerstand in Kolumbien“ statt. Als Gäste des AK Lateinamerika  stellen Ramiro Orjuela, Strafverteidiger von politischen Gefangenen und Martín Sandoval, der bis Mai 2009 selbst als politischer Aktivist im Gefängnis saß und heute Vorsitzender des Komitees für Menschenrechte in Arauca (einer Grenzregion zu Venezuela) ist, die Situation im Lande dar. Sie informieren auch über die aktuelle internationale Unterstützungskampagne und deren weitere Ziele. Zum Hintergrund heißt es in der Einladung: „Den z.Z. ca. 7500 politischen Gefangenen verweigert die kolumbianische Regierung den Status „politisch“, denn die Existenz eines bewaffneten Konfliktes wird seit mehr als 40 Jahren von ihr geleugnet. mehr…


Freitag 16.10.09, 19:00 Uhr

Bosbach & Will werben für die Rote Hilfe

Die Rote Hilfe erhält wieder kostenlose Publicity durch die CDU. Eigentlich sollte die Bochumer Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen am Sonntag in der ARD Sendung von Anne Will auftreten. Sie wurde aber wieder ausgeladen. „Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach diktiert der ARD, mit wem er diskutiert und mit wem nicht“, kommentiert der Sprecher der Linksfraktion, Hendrik Thalheim, die Ausladung. „Sachkompetenz und Diskussionsfähigkeit scheinen eine untergeordnete Rolle zu spielen.“ Sevim Dagdelen war von der Redaktion mit dem Hinweis auf ihre Mitgliedschaft im Verein „Rote Hilfe“ für die Sendung am Sonntag über das Thema Integration wieder ausgeladen worden. Thalheim weiter: „Wenn der Verfassungsschutzbericht über einen Verein, der im Kern versucht, Angeklagten rechtsstaatlich gebotenen juristischen Beistand zuteil werden zu lassen und Bürgerrechte zu verteidigen, als Vorwand für eine Ausladung herhalten muss, zeigt das ein seltsames Verständnis von Meinungsfreiheit. mehr…


Freitag 16.10.09, 10:00 Uhr

Putz-Aktionstag vor Streikbeginn

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Bezirk Bochum-Dortmund ruft heute zu einem Aktionstag in Dortmund auf. Es geht um den Arbeitskampf der GebäudereinigerInnen. „Das ist unser letzter Warnschuss“, so Jürgen Czech, IG BAU-Regionalleiter in Westfalen. Dabei werden mehr als 400 Reinigungskräfte in der Innenstadt demonstrieren. Bei der zentralen Kundgebung vor der Reinoldikirche wird Frank Wynands, Mitglied des IG-BAU-Bundesvorstands, die Forderungen der Gebäudereiniger nach besseren Arbeitsbedingungen und fairen Löhnen untermauern. Die IG BAU plant zudem jede Menge Aktionen, zum Beispiel ein Putz-Bürger-Quiz und einen Handfeger-Weitwurf. Der Startschuss für den Protest-Marsch fällt um 14 Uhr am Signal Iduna Park. Die Bochumer Linksfraktion hat ein Solidaritätsschreiben an die IB BAU geschickt, in dem es u. a. heißt: „In den vergangenen Wochen habt Ihr durch phantasievolle Aktionen gezeigt, dass Ihr Euch durch Druck und Erpressungsversuche der Arbeitgeber nicht einschüchtern lasst, wenn es darum geht, Eure berechtigten Interessen zu vertreten. mehr…


Freitag 16.10.09, 08:00 Uhr
Betriebsrat hat selbst den Insolvenzantrag eingereicht

Insolvenzverwalter bei Galladé

Die WAZ-Witten schreibt zur Situation bei Galladé: »Das Blatt hat sich gewendet: Der Betriebsrat des Automobilzulieferers Galladé hat am Donnerstag (15.10.) selbst die Insolvenz eingereicht. Einen Tag zuvor soll noch die Geschäftsführung mit diesem Schritt gedroht haben, wenn die Belegschaft die Arbeit nicht wieder aufnehme. Der Auslöser für die Initiative des Betriebsrates: Um zwölf Uhr stellten die Stadtwerke am Donnerstag (15.10.) den Strom ab. „Das war für uns der Anlass, selbst tätig zu werden“, sagt der Betriebsratsvorsitzende Frank Ellerkamp. Die Betriebsräte sammelten 150 Unterschriften der Wittener Belegschaft und fuhren kurzerhand zum Amtsgericht nach Bochum. „Die Situation hier war unerträglich geworden“, sagt Ellerkamp, „das Leben der Leute hier ist zerstört“.« Der vollständige Artikel.


Donnerstag 15.10.09, 18:00 Uhr

Galladé droht mit Insolvenz

Die Soziale Liste im Rat „ist solidarisch mit den Beschäftigten der Galladé-Werke in Witten und Bochum, die um die Auszahlung ihres Lohnes und den Erhalt ihrer Arbeitsplätze kämpfen.“ In einer Pressemitteilung der Sozialen Liste heißt es: »Die Geschäftsführung in Italien hält die geschlossenen Betriebsvereinbarungen nicht ein, droht der Belegschaft mit der Insolvenz und der Schließung der Betriebe. „Es darf nicht hingenommen werden, das bei dem Autozulieferer Sonderschichten wegen hoher Auftragslage gefahren werden, aber wochenlang kein Lohn ausgezahlt wird“, äußert sich Nuray Boyraz, Ratsfrau der Sozialen Liste. „Unsere Solidarität gilt den Beschäftigten, die heute in Witten in einem Solidaritätsmarsch gegen diese Machenschaften protestierten“, so Nuray Boyraz. «


Donnerstag 15.10.09, 13:00 Uhr

Erhalt der Bundesbank-Filiale in Bochum

Die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linkspartei Sevim Dagdelen erklärt sich solidarisch mit dem Kampf der 100 Beschäftigten bei der Bochumer Filiale der Bundesbank um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. „Die Filiale in Bochum darf nicht dem Kahlschlag bei der Deutschen Bundesbank zum Opfer fallen“, so Dagdelen. Weiter heißt es: „Die Beschäftigten, die um den Erhalt der Bundesbank-Filiale in Bochum und damit um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze kämpfen, sind im Recht. Sie weisen mit Recht darauf hin, dass mit der Schließung der gut ausgelasteten Filiale in Bochum die Privatisierung der Bargeldversorgung vorangetrieben werden soll. Die Bundesbankzentrale muß die Frage beantworten, warum ihre ein halbes Jahr zurückliegende Erklärung, es bestehe keine Notwendigkeit Filialen zu schließen, heute nicht mehr gelten soll. mehr…


Donnerstag 15.10.09, 09:00 Uhr

Herbstwanderung durch Querenburg

Im Rahmen der Erstsemester-Wochen der Ruhr-Uni lädt die Fachschaft Sozialwissenschaft in Zusammenarbeit mit der Fachschaft Kunstgeschichte und dem Verein University meets Querenburg zu einer Wanderung durch die Universität und den Stadtteil ein. Start ist am Montag, den 19.10. um 16.00 Uhr vor dem Eingang der Kunstsammlungen der Ruhr-Uni. Die Wanderung beginnt mit einer Führung auf dem Campus zum Thema „Kunst am Bau“ und geht weiter über Uni-Center, Hustadt, Haus Laer und die Markstraße. In der Einladung heißt es: „Auf dem Weg wollen wir über den Universitätsstandort, den Stadtumbau, Naturgebrauch und -verbrauch sprechen mit Hinweisen auf bestimmte Orte und deren Entwicklung. Die Wanderung ist offen für alle und endet mit einem informativ-gemütlichen Beisammensein. Die Wanderung ist ca. 5 km lang und dauert 4 Stunden. Bitte meldet Euch bei Interesse kurz an, bei: UmQ@rub.de oder Tel.: 0234/5281140.“ Die Wanderroute.


Mittwoch 14.10.09, 23:00 Uhr

Ausbildungsplatzabgabe für zusätzliche Ausbildungsplätze

Michael Wenzel (Foto), der Geschäftsführer des Mietervereins Bochum, hat einen Kommentar zur Stellungnahme des DGB-Vorsitzenden der Region Ruhr-Mark Michael Hermund  „Ausbildungsbilanz zeigt Ausbildungsdrama“ geschickt: „Vielleicht einige Sätze aus der Sicht eines Praktikers in einem 20-Leute-Betrieb, der momentan zwei junge Leute ausbildet und seine letzten beiden Azubis übernommen hat: IHK und Arbeitsagentur gehen aktiv und intensiv auf die Betriebe zu, um sie dazu zu bewegen, Ausbildungsplätze anzubieten und die zuständigen Sachbearbeiter/innen bemühen sich nach Kräften, bei der Suche nach geeigneten Bewerber/innen zu helfen. Das war noch vor einigen Jahren wirklich völlig anders – weshalb auch wir lange Zeit zu den Betrieben gehörten, die der Arbeitsagentur freie Plätze tunlichst NICHT mitgeteilt haben. Die finanziellen Hilfen der Arbeitsagentur für zusätzliche Ausbildungsplätze sind hingegen völlig unzureichend und für Betriebe unserer Größe hinsichtlich der übertrieben strengen Vorgaben schlicht unattraktiv. Das führt bei uns immer wieder zu der Frage, ob wir tatsächlich über Bedarf ausbilden sollen oder besser unsere Azubis nach der Ausbildung länger übernehmen – wobei länger bei uns in der Regel eine Übernahme für mindestens ein Jahr bedeutet. mehr…


Mittwoch 14.10.09, 22:00 Uhr

Gedenkdemo für Josef Gera

Am Samstag, dem 17. Oktober, ruft die Antifaschistische Jugend Bochum um 15 Uhr vor dem Bochumer Hauptbahnhof zu einer Demonstration im Gedenken an Josef Anton Gera auf: „Wie bereits im letzten Jahr ruft die Antifaschistische Jugend Bochum auch in diesem Jahr am 17. Oktober zu einer Gedenkdemonstration für den von Nazis ermordeten Homosexuellen Josef Anton Gera auf. Josef Gera wurde am 14. Oktober von zwei rechtsradikalen Obdachlosen, mit denen er gemeinsam feierte, aufgrund seiner Homosexualität mit Stahlrohren zusammengeschlagen. Am 17. Oktober erlag er seinen Verletzungen. Wir wollen gemeinsam an Josef Gera und die Gründe für seinen gewaltsamen Tod erinnern.“ Der Demo-Aufruf.


Mittwoch 14.10.09, 20:00 Uhr

bsz: Bochum erstickt am ‚Tränenpapier‘

Karikatur: Michael Holtschulte

Karikatur: Michael Holtschulte

Die „lange Liste der Tränen“ mit 270 Posten zur ‚Konsolidierung‘ des Haushalts der Stadt Bochum macht die bsz zum Hauptthema ihrer aktuellen Ausgabe und wirft ein Schlaglicht auf den skandalösen Versuch der SPD, trotz drohender Schließung von bis zu 15 Schulen und anderer Grausamkeiten an ihren verwegenen Konzerthausplänen festzuhalten. Derweil dürfte niemand in dieser Stadt dem Abgang des Bochumer Polizeipräsidenten Thomas Wenner auch nur eine Träne nachweinen. Außerdem in der neuen bsz: der Auftakt zur neuen Serie „Schlechte Verstecke an der RUB“ – eine Hommage an den Bochumer Künstler Matthias Schamp zum 30. Geburtstag des Satiremagazins „Titanic“ – sowie ein Bericht über die aktuelle Vergabe des Hans-Ehrenberg-Preises an die auch als Dozentin an der Ruhr-Uni tätige Leiterin der Alten Synagoge Essen, Dr. Edna Brocke. Die bsz #803 als pdf-Datei.


Dienstag 13.10.09, 22:00 Uhr
Lehrstellenkatastrophe

DGB: Ausbildungsbilanz zeigt Ausbildungsdrama

Im vergangenen Ausbildungsjahr haben nach Berechnungen des DGB über 4.300 junge Menschen im Arbeitsagenturbezirk Bochum/Herne eine betriebliche Berufsausbildung angestrebt. Dem gegenüber wurden nur knapp 2.300 betriebliche Ausbildungsstellen angeboten. Michael Hermund, Vorsitzender des DGB Ruhr Mark, dazu: „Die Situation ist katastrophal. Obwohl die Kammern erhebliche Anstrengungen unternommen haben, ist die Zahl der Ausbildungsstellen weiter rückläufig. Allein in den letzten beiden Jahren sank die Zahl der Ausbildungsstellen um mehr als 500 Plätze. Fast 2.000 junge Menschen stehen auch in diesem Jahr ohne betriebliche Ausbildung da. Damit das Ausbildungsdrama nicht so groß erscheint, werden Hunderte in öffentlich finanzierte Maßnahmen gesteckt. Nur etwa 40 % werden tastsächlich mit einem Ausbildungsplatz versorgt.“ mehr…


Dienstag 13.10.09, 22:00 Uhr
Lehrstellenkatastrophe

Jährlicher Auftritt der Schönfärber

Die Agentur für Arbeit hat heute zusammen mit den Handwerkskammern Bochum und Herne und der Industrie- und Handelskammer auf einer Pressekonferenz versucht, die Situation der beruflichen Ausbildungsplätze als weitgehend problemlos darzustellen. Dabei wurde in rosaroten Farben berichtet (siehe Pressemitteilung der Arbeitsagentur), dass es trotz Krise einen positiven Trend bei der Versorgung von Jugendlichen mit Ausbildungsplätzen gibt. Es gipfelte in der Behauptung der Arbeitsagentur: „Nur 55 Bewerberinnen und Bewerber waren zum Ende des Berufsberatungsjahres unversorgt.“ In der Pressemitteilung der Arbeitsagentur ist aber nachzulesen, dass es für 4.324 Ausbildungsplatzsuchende in Bochum und Herne, die bei der Arbeitsagentur gemeldet waren, nur 2.508 gemeldete Angebote der Arbeitgeber gegeben hat. Ulrich Ernst, der Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Bochum, behauptete sogar, für jeden Ausbildungswilligen und -fähigen stand ein Platz zur Verfügung. Erst auf die Frage, ob der Geschäftsführer der Arbeitsagentur auch nur eine Rektorin oder einen Rektor einer Hauptschule in Bochum nennen könne, der berichten kann, dass mehr als 20 Prozent der AbgangsschülerInnen eine Lehrstelle gefunden haben, räumte er Probleme ein. Die Vertreter von IHK und Handswerkskammer erklärten unbeirrt, dass die BewerberInnen weitgehend selber Schuld seien, wenn sie keine Stelle finden. Sie würden sich nicht richtig bewerben oder sich bei den Vorstellungsgesprächen falsch verhalten.
Auf den Einwand, dass es doch offensichtlich viel zu wenig Lehrstellen gibt, stellten die Vertreter der Wirtschaft ihre selbst vorgelegten Zahlen in Frage. Viele Stellen würden gar nicht gemeldet. Daraufhin wurden sie gebeten, doch einfach mitzuteilen, wie viele Ausbildungsverträge es gibt. Hier ergab eine optimistische Schätzung die Zahl von 3.500. Auf die Frage, wie viele BewerberInnen es denn gibt, erklärte der Geschäftsführer der Arbeitstagentur, dass er davon ausgehe, dass sich 70 Prozent der BewerberInnen bei der Agentur melden. Ungefähr 6.000 Jugendliche haben also in Bochum eine Lehrstelle gesucht und 3.500 eine bekommen.
Der DGB hatte die jährliche Schönfärberei der Wirtschaft erwartet und zur Pressekonferenz von Arbeitsagentur und Wirtschaftsvertretern eine Presseerklärung veröffentlicht, in der die Ausbildungssituation zutreffend als Ausbildungsdrama bezeichnet wird.


Dienstag 13.10.09, 08:00 Uhr

Bildungsstreik-Soliparty

Am Donnerstag, den 15. Oktober, findet ab 20 Uhr im AStA-Foyer der Ruhr-Uni eine Bildungsstreik-Fete „als Auftakt in den heißen Herbst“ statt. In der Ankündigung heißt es: „Neben Cocktails und Glühwein wird es wieder eine vegane VoKü (Volxküche) geben. Alle Einnahmen kommen den Repressionsopfern des Bildungsstreiks 2009 zugute: bei der landesweiten Demonstration am 20. Juni in Düsseldorf war es im Rahmen einer Kreuzungsblockade zu 137 Ingewahrsamnahmen durch die Polizei gekommen. Nun verschickt diese Bußgeldbescheide in Höhe von 105,62 Euro an die Betroffenen. Diese haben sich mittlerweile organisiert und planen, die Sache offensiv anzugehen und einen einen politischen Prozess zu führen, sollte die Düsseldorfer Polizei die Bußgeldbescheide nicht zurückziehen.“


Dienstag 13.10.09, 08:00 Uhr

Emmely und der Streik im Einzelhandel

Café Emily unberechenBar präsentiert am Samstag 17.10. um 20 Uhr im Sozialen Zentrum, Josephstr. 2, den KanalB-Film „Ende der Vertretung – Emmely und der Streik im Einzelhandel“. Die Filmbeschreibung: „Die Situation der Beschäftigten im Einzelhandel hat sich in den letzten Jahren drastisch verschlechtert. Während die Arbeitsbelastung immer näher an die Grenze des körperlich Erträglichen geht, bleiben die Löhne immer weiter hinter den steigenden Lebenshaltungskosten zurück. Und das während die Gewinne der Unternehmen kontinuierlich ansteigen: zwischen 2000 und 2006 um 64,3%. Als die Arbeitgeber Ende 2006 die Zuschläge für Spät- und Nachtarbeit kürzen wollten, hatten sie im Empfinden vieler Beschäftigter eine Grenze überschritten: Die längste und härteste Tarifauseinandersetzung im deutschen Einzelhandel begann. mehr…


Montag 12.10.09, 17:00 Uhr

Bündnis gegen rechts trifft sich

Am Donnerstag, den 15.10., findet um 19.30 Uhr in den Nebenräumen der Christuskirche das nächste Treffen des Bochumer Bündnisses gegen rechts statt. Als Tagesordnungspunkte sind u. a. vorgesehen: Die Vorbereitung der Aktion am 6.11.. Dann tritt der Bochumer Rat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen und der NPD-Landesvorsitzende Cremer wird damit Ratsmitglied. Ein weiterer Punkt ist die Ausstellung „Opfer rechter Gewalt“, die am 4. November in Wattenscheid eröffnet wird.


Montag 12.10.09, 14:00 Uhr

Tagesfahrt nach Bell und Hasselbach

Das Bochumer Friedensplenum und die Bochumer Geschichtswerkstatt laden am Samstag, den 24.Oktober, zu einer Tagesfahrt nach Bell und Hasselbach (Hunsrück) ein. Hier begann vor 25 Jahren die Stationierung der Marschflugkörper „Cruise Missiles“. Ende 1982 war bekannt geworden, dass der Hunsrück Stationierungsort der atomaren „Cruise Missiles“ werden würde: Auf dem Gelände der Raketenbasis „Wueschheim Air Station“, später bekannt als „B-Battery“ oder „Pydna“, in der Nähe des Ortes Hasselbach, sollten als Folge des „NATO-Doppelbeschlusses“ 96 abschussbereite Cruise Missiles gelagert werden. 1984 begannen die Arbeiten zum Bau der Bunkeranlagen auf der Gelände dieser Raketenbasis. Mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen informierte die Friedensinitiativen vor Ort die betroffne Bevölkerung der Region über die Hintergründe und möglichen Auswirkungen der atomaren Aufrüstung „vor der eigenen Haustür“. Der Hunsrück wurde neben Mutlangen zum Kristallisationspunkt der bundesweiten Protestbewegung. Höhepunkt war die Großdemonstration vom 11.Oktober 1986 mit nahezu 200.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf dem Beller Markt. mehr…


Montag 12.10.09, 13:01 Uhr

Die Geschichte vom weinenden Kamel

Am Freitag, den 16. 10. ist um 19:30 Uhr im Sozialen Zentrum, Josephstr. 2 der Film „Die Geschichte vom weinenden Kamel“ zu sehen. Die Filmbeschreibung: „In der unendlichen Weite der Wüste Gobi kommt ein kleines, weisses Kamel zur Welt. Die Mutter verstößt es und ohne die nahrhafte Muttermilch scheint das Junge dem Tode geweiht. Nur ein uraltes Ritual kann den NomadInnen noch helfen – sie müssen die Kamelmutter mit Hilfe eines Musikers zum Weinen bringen und so ihr Herz erweichen. In klaren Bildern erzählt der Film eine wahre Geschichte, doch es ensteht daraus ein Märchen von der Suche nach Geborgen – und Zugehörigkeit. Ein bewegendes Gleichnis von dem Bedürfnis nach Liebe, das jedem Lebewesen eigen ist. Ein faszinierender Film ohne Altersbeschränkung!“


Sonntag 11.10.09, 07:00 Uhr
Ausstellung im Stadtarchiv

30 Jahre Edition Wort und Bild

H. D. Gölzenleuchter, Foto: Valentina Gölzenleuchter

Am Donnerstag, den 15. Oktober, wird um 19.00 Uhr im Stadtarchiv die Ausstellung „30 Jahre Edition Wort und Bild“ eröffnet. Sie zeigt Arbeiten von des Künstlers Horst Dieter “Oskar” Gölzenleuchter.  Die Wurzeln H. D. Gölzenleuchters liegen in der politischen Bildung der 1960er Jahre. Bereits mit der “Proletenpresse” artikulierte er mit Gleichgesinnten politische Anliegen. In der Edition Wort und Bild erweiterte sich das inhaltliche Spektrum der Druckwerke, und vor allem wuchs der künstlerische Anspruch. Neben den Buchausgaben, die zum Teil mit Umschlägen aus originalen Holzschnittdrucken von H. D. Gölzenleuchter versehen sind, werden auch die Mappen der “Werkstattdrucke” und Druckstöcke zu sehen sein.