Am Montag, den 20. Mai haben die beiden Polizeiübergriffe vom 1. Mai und 19. Juni 2016 ein juristisches Nachspiel vor dem Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen. Die Polizei hatte bei einer Großdemonstration gegen einen NPD Aufmarsch am 1. Mai in Bochum mehrere Hundert Menschen über länger als 6 Stunden eingekesselt, festgehalten und etliche Strafanzeigen erstattet. Am 19. Juni gab es einen besonders brutalen Übergriff der Polizei in eine völlig friedliche Demonstration, die sich gegen den Auftritt einer rechten Politsekte (DASKUT) wandte. Näheres. Ein Vierteljahr später hat eine Bochumer Bürgerin einen Antrag auf Übermittlung von Informationen nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) NRW gestellt. Sie wollte u. a. wissen, wie viele Personalienfeststellungen durchgeführt, wie viele Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden und wie viele davon zur Anklageerhebung führten. Die Polizei hat eine Beantwortung der Fragen mit der Begründung abgelehnt, dass sie über diesen Überblick nicht verfügt und ihn nur mit einem übermäßig großen Aufwand – jede Akte müsste in die Hand genommen werden – herstellen könnte. Das Verwaltungsgericht muss nun entschieden, ob die Polizei wirklich diese Informationen verweigern darf.
Die Humanitäre Cuba Hilfe (HCH), die sich seit fast 25 Jahren in Kuba und in den letzten Jahren auch in Mali mit medizinischen, kulturellen und Bildungsprojekten engagiert, lädt am Samstag, den 18. Mai im Theater Thealozzi, Pestalozzistraße 21, zu einer Konferenz zum 60-sten Jubiläum der kubanischen Revolution ein: Die Tagung wird von unserer Dachorganisation, dem Netzwerk Cuba e.V., dem bundesweit 37 Mitgliedsgruppen angehören veranstaltet. Wir, die HCH, richten die Veranstaltung als Mitgliedsorganisation hier in Bochum lokal aus. Anwesend werden der kubanische Botschafter und weitere Gäste aus Kuba sein. Außerdem sind Einladungen an alle in Deutschland lebenden ca. 8000 Kubaner*innen ergangen. Schwerpunkte der Veranstaltung werden Workshops sein, in denen Themen wie Frieden, internationale Solidarität, soziale Menschenrechte, Umwelt, Klima, globale Herausforderungen und Demokratie, Partizipation, Verfassung diskutiert werden. mehr…
Am Donnerstag, den 16. 5. laden die NaturFreunde Langendreer um – 19: 30h Treffpunkt: in ihr Zentrum, Alte Bahnhofstr. 175 zu einer Veranstaltung über Elektromobilität ein: »Wenn E-Autos mit Strom laufen, der durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe ge- neriert wurde, bringen sie kaum eine Erleichterung fürs Klima. Und dennoch werden sie von der Politik als scheinbar einzige Alternative propagiert. Die Frage: Wie umweltfreundlich E-Autos wirklich sind, wird in diesen Szenarien kaum gestellt. Dabei müssten die Ökokosten der Herstellung ebenfalls in eine Bewertung der Umweltverträglichkeit einfließen. Denn allein der Blick darauf, dass Elektroautos im Gebrauch keine klimaschädlichen Treibhausgase und giftigen Stickoxide ausstoßen, ist unzureichend. mehr…
KLEINE GERMANEN - Trailer // Kinostart: 09.05.2019 // Termine mit Publikumsgespräch - siehe unten
Am Freitag, den 17.5. um 19 Uhr und Samstag, den 18.5. um 17:00 Uhr zeigen das endstation.kimo den Dokumentarfilm Kleine Germanen. Der Film macht auf ein kaum aufgearbeitetes Problem unserer Gesellschaft aufmerksam, das mit Blick auf die rechten Gewaltausschreitungen der letzten Zeit aktueller denn je ist: Kinder, die in einem demokratiefeindlichen Umfeld aufwachsen und nach dogmatischen Prinzipien rechtsextremer Ideologie erzogen werden. Die Doku blickt aber auch über die traditionellen Strukturen entsprechender Gruppierungen hinaus in einen Teil unserer Mittelstandsgesellschaft, der immer stärker von rechtspopulistischen Strömungen geprägt ist. Am Freitag, den 17.5. schließt an die Vorführung um 19 Uhr ein Filmgespräch mit dem Produzenten Ali Samadi Ahadi an.
Die Bochumer Seebrücke-Initiative schreibt: »Die Außengrenzen der Europäischen Union sind ein Massengrab. Zehntausende Menschen sind beim Versuch, in Europa Schutz vor Verfolgung, Krieg und Elend zu finden, ums Leben gekommen. Das Sterben im Mittelmeer ist kein unvermeidliches Unglück, sondern das Resultat einer gezielten Politik der Abschreckung und des Sterbenlassens. Deswegen ruft die internationale Seebrücke-Bewegung zur Demonstrationen „Ein Europa für Alle – Deine Stimme gegen Nationalismus“ auf. Weil wir für ein ganz anderes Europa einstehen. Es ist ein Aufruf zum Protest und zum Widerstand: Gegen rechte Parteien, ihren Rassismus und Nationalismus ebenso wie gegen die Politik der EU. Unseren gemeinsamen Seebrücke-Aufruf findet ihr hier: Ein Europa für alle – das heißt sichere Fluchtwege für alle! In Bochum nehmen wir den Regionalexpress um 8.55 Uhr. Wir treffen uns in der Bahnhofshalle, um den gemeinsamen Erwerb günstiger Tickets koordinieren zu können. Bitte seid dafür pünktlich um 8:40 Uhr da!«
Am 16. Mai 2019 findet im RuhrCongress die diesjährige Hauptversammlung der Vonovia statt, des größten deutschen Wohnungsunternehmens. Aus diesem Anlass findet eine Reihe von Veranstaltungen statt. Am Mittwoch, den 15. Mai gibt es um 18:00 Uhr im Bahnhof Langendreer eine VoNO!via MieterInnenversammlung. MieterInnen und ihre AnwältInnen/UnterstützerInnen aus u.a. Bremen, Darmstadt, Dortmund, Frankfurt, Hamburg, Konstanz, Mannheim, Witten stellen ihre Erfahrungen und Vorwürfe an die Vonovia vor. Im Mittelunkt des ersten Teils stehen Erfahrungen mit den miserabel geplanten und durchgeführten „Modernisierungen“, sowie mit den Mieterhöhungen und Verdrängungen, die diese auslösen. MieterInnen aus Darmstadt, Witten, Frankfurt, Konstanz und Hamburg werden berichten, welche Bedrohungen der die Modernisierungen für ihre Nachbarschaften bedeuten und wie sie sich dagegen in Mieterinitiativen und Mietvereinen zur Wehr setzen. In Frankfurt liegt eine Studie über die Mieterverdrängung durch Vonovia vor. Grundsätzlich, so kritische Aktionäre, erhöhen sich die Mieten der Vonovia stärker und schneller als die Einkommen. mehr…
Die schwarze Ruhr-Uni lädt am 16. 5. um 18.00 Uhr in der zukünftigen Cafeteria von GD (Ebene 03) zu einem anarchistischen Kennlerntreffen an der Ruhr-Uni ein: Immer größere und längere Waldbrände, Stürme, Fluten und Dürren. Allein die Nachrichten zum Klimawandel lassen unsere Zukunft katastrophal erscheinen. Hinzukommen wachsende Umweltzerstörung. Faschismus, Nationalismus und Armut. Politiker*innen, Regierungen und Staaten versprechen uns schon seit Jahrzehnten daran etwas zu ändern, doch sie tragen nur dazu bei es schlimmer zu machen. Sollen wir weiterhin für falsche Versprechungen von Kohlekommissionen und Wahlprogrammen unsere Zukunft aufgeben? Wünschst du dir eine Welt in der alle Menschen gleichwertig, selbstbestimmt und solidarisch zusammenleben? In der wir Verantwortung füreinander übernehmen und duselbst Entscheidungen triffst anstatt gehorsam sein zu müssen? Die Umsetzung dieser Ziele ist kein Utopie, sondern die Voraussetzung dafür, dass wir die Katastrophen unserer Welt bekämpfen können. Es ist deine Entscheidung, ob du weiterhin deine Wünsche und Ziele aufgibst und (immer verzweifelter) auf Autoritäten wartest, die dich erlösen oder mutig wirst und beginnst selbst zu handeln. mehr…
Die Bochumer Fridays for Future Initiative lädt für den 10. Mai ein: Diesen Freitag findet ihr uns auf dem Husemannplatz in der Innenstadt. Wir möchten auf die kommende Europawahl aufmerksam machen, und darüber informieren, was genau die Wahl mit dem Klima zu tun hat. Außerdem gibt es Textilfarbe, mit der wir gemeinsam Stoffe bedrucken können!
Am gestrigen Dienstag hat sich im Unverpacktladen Bioku eine Ortsgruppe von Extinction Rebellion gegründet. Unter den rund 20 Teilnehmer*innen befanden sich auch einige Aktivisten aus den Ortsgruppen umliegender Städte. Ein Großteil aber waren neu dazu gekommene Menschen, die an der Bewegung interessiert sind und selber aktiv werden möchten. Die Gruppe trifft sich zukünftig immer dienstags um 18 Uhr im Unverpacktladen Bioku, Herner Str. 14. Aktionen gewaltfreien zivilen Ungehorsams in und um Bochum sind in Planung.
Am Freitag, den 10. Mai, um 19:30, präsentiert das Zeitmaultheater die szenische Lesung »Mein Gender und ich«: Gender hat viele Farben. Nicht nur rosa und hellblau. Beziehungsweise pink und mint, wie es neudeutsch heißt. Mädchen werden zunehmend „pinkifiziert“ und die M-I-N-T-Fächer bleiben, klar, Jungssache. Klar? Aber manchmal ist schon bei der Geburt gar nichts klar, weil sich die Natur nicht entscheiden kann. Wer darf wann über mein Geschlecht entscheiden? Und wie bunt oder „queer“ will ich sein? Gibt es den perfekten Körper? Bestimmt mein Geschlecht über meine Intelligenz, mein Selbstbewusstsein, meine Leidenschaften, meine Karriere, meine Liebe? Persönliche Fragen, die der Gesellschaft immer wieder neue Antworten abverlangen. Schwarz-Weiß-Denken ist sicher keine Lösung.“ mehr…
Die Antifaschistische Linke Bochum lädt am Dienstag, den 14. 5. um 19:00Uhr im Sozialen Zentrum zu einem Vortrag ein zum Thema: „Kulturrevolution von rechts in Osteuropa?!“: »Nachdem Erfolg der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PIS) im Jahr 2015 kam es in Polen zu drastischen Veränderungen, nicht nur auf politischer und sozialer sondern vorallem auch auf kultureller Ebene. Staatliche Medien und Gerichtswesen werden von Rechtspopulisten bestimmt. Die jetzige Regierungsmehrheit kooperiert offen mit Akteuren der außerparlamentarischen extremen Rechten. Verbindende Elemente sind unter anderen ein vorallem antikommunistisch beeinflusster Geschichtsrevisionismus und xenophobe Abschottungspolitik. Gemeinsame Vision ist ein autoritäres Gesellschaftsprojekt christlicher Prägung im Rahmen einer ethnisch bestimmten (Volks-) Gemeinschaft. Das polnisch-ungarische Modell dient als Inspirationsquelle und hat eine starke Wirkung auf sämtliche rechtspopulistischen Bewegungen in Westeuropa wie der Pegida Bewegung in Deutschland oder der österreichischen Regierungskoalition aus FPÖ und ÖVP. mehr…
Am Freitag, den 10. Mai, um 17.00, lädt der Bahnhof Langendreer gemeinsam mit der Rosa Luxemburg-Stiftung NRW zum fünften Mal zum „Salon – Orte der Solidarität“ ein. Thema diesmal: Solidarische Städte. Als Referentinnen eingeladen sind Carla Scheytt von der Seebrücke Bochum und Janine Schmittgen von der Initiative „Solidarity City Osnabrück“. Das Thema ist: »In einer Solidarischen Stadt haben alle Einwohnerinnen und Einwohner das Recht zu bleiben und sie haben den gleichen Zugang zu Bildung, Gesundheit und Wohnen – unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus. In einigen Städten in Europa, den USA und Kanada wird diese Vision bereits verwirklicht. In Deutschland hat sich ein breites „Solidarity City-Netzwerk“ aus verschiedenen Initiativen in mehreren Städten gebildet. Im Salon wollen wir folgende und weitere Fragen diskutieren:Welche Ansätze für eine Solidarische Stadt gibt es? Welche Forderungen werden artikuliert? Wie stellen wir uns eine Solidarische Stadt bei uns vor und wie kommen wir dahin? «
Im ehemaligen KZ-Außenlager Brüllstraße mussten über 1.700 Männer für die Kriegsindustrie der Nazis unter schrecklichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten. An ihr Schicksal soll das „Erinnerungszeichen für den Gedenkort KZ-Außenlager/Brüllstraße“ des Bochumer Künstlers Marcus Kiel erinnern, das am Mittwoch, 8. Mai, um 16.30 Uhr, Obere Stahlindustrie 4, der Öffentlichkeit übergeben wird. Vor Ort anwesend ist mit Rolf Abrahamsohn auch ein ehemaliger Häftling des Außenlagers Brüllstraße.
Am Sonntag, den 12. Mai um 19 Uhr lädt die Initiative Religionsfrei im Revier im Rahmen der Säkularen Buskampagne zu einem Vortrag von Michael Schmidt-Salomon in den Bahnhof Langendreer ein: «100 Jahre nach der Verabschiedung der Weimarer Verfassung und 70 Jahre nach dem Inkrafttreten des Grundgesetzes muss Schluss damit sein, dass Bischofsgehälter aus dem allgemeinen Steuertopf bezahlt werden, dass die Kirchen das Arbeitsrecht unterlaufen können, dass katholische Missbrauchstäter der Strafverfolgung entgehen, dass schwerstkranken Menschen das Recht verwehrt wird, selbstbestimmt zu sterben, oder dass Frauen Zwangsberatungen über sich ergehen lassen müssen, wenn sie sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden. Michael Schmidt-Salomon erklärt in seinem Vortrag, warum es höchste Zeit ist, die „Kirchenrepublik Deutschland“ hinter uns zu lassen und die verfassungswidrige Diskriminierung religionsfreier Menschen zu beenden. mehr…
Sonntag 05.05.19, 07:50 Uhr
Positionen und Strategien der AfD zu den Europawahlen
Die antifaschistische Linke Bochum lädt am Donnerstag, den 9.. Mai um 19:00 Uhr im Provisorium, Dorstener Straße 17 zu einem Vortrag ein mit dem Titel: „Im Spannungsfeld zwischen Dexit und EU – Positionen und Strategien der AfD zu den Europawahlen“: »Gestartet 2013, um den EURO abzuschaffen, entpuppt sich die AfD zunehmend als Partei, die die EU als Verbund komplett ablehnt. Die anfänglich ökonomischen Begründungen ergänzte die Partei mit der nationalistischen Vorstellung, dass somit die „Souveränität Deutschland“ wiederhergestellt werden würde. Waren die Erwartungen 2018, einen großen Wahlerfolg zu erlangen, noch überschwänglich, ist seit dem Chaos in Großbritannien um den Brexit keineswegs mehr eine euphorische Stimmung vorhanden. Dennoch bleibt innerhalb der Partei der Dexit weiterhin als Szenario präsent, nicht nur um eine thematische Exklusivität in der Öffentlichkeit zu besitzen, sondern um zu der Staatenwelt in Europa zurückzukehren, in der Wirtschaft und Kultur nationalistisch definiert sind. Der Vortrag will sich mit den Hintergründen und Entwicklungen beschäftigen sowie einen Blick auf die potentiellen Verbündeten in Europa werfen.«
Das „Bündnis gegen Rechts“ ruft am 8. Mai – dem Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus – um 17.30 Uhr zur Teilnahme am Rundgang auf dem Friedhof am Freigrafendamm auf: »Der 8. Mai 1945 war der Tag der Befreiung, für alle diejenigen, die in Konzentrationslagern und Gefängnissen überlebt hatten; für diejenigen, die in die Illegalität gezwungen waren und diejenigen, die mit dem gleichen Ziel aber unterschiedlichen Aktionsformen den Faschismus bekämpft hatten. Der 8. Mai ist der Gedenktag, um an die unsägliche Brutalität des Faschismus zu erinnern, der mit dem Anspruch der Eroberung der Weltherrschaft, der Zerschlagung des „Bolschewismus“ und der Vernichtung der „jüdischen Rasse“ den 2.Weltkrieg angezettelt hat. Das Resultat: mehr als 60 Millionen Tote und der millionenhafte Mord an den europäischen Juden. Millionen von Soldaten der Roten Armee sind als Kriegsgefangene in Lagern systematisch unversorgt geblieben und verhungert, Hundertausende von ZwangsarbeiterInnen wurden in Rüstungsbetrieben eingesetzt und starben durch Unterernährung. Das Programm des Faschismus hieß „Vernichtung durch Arbeit“. mehr…
Die Bochumer Linke unterstützt die Proteste gegen die Bundeswehr-Anwerbeversuche unter Jugendlichen auf der Berufsinformationsmesse Ruhr. Zur Messe-Eröffnung am Freitag, den 3. Mai werden die Bochumer Ratsmitglieder der Linken vor der Jahrhunderthalle präsent sein – zusammen u.a. mit der Bildungsgewerkschaft GEW, dem Kinderhilfswerk Terre des Hommes, dem Bochumer Friedensplenum und der Linksjugend. Benny Krutschinna, Mitglied der Linken im Rat, kritisiert das Verhalten der Bochumer Regierungsparteien im Streit um die Rekrutierung von Jugendlichen auf der Veranstaltung: „Bochum muss endlich das Ziel der UN-Kinderkonvention ernst nehmen, die Militärwerbung unter Minderjährigen ächtet. Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, die SPD und die Grünen werden seit Jahren ihrer Verantwortung nicht gerecht.“ mehr…
Die Gewerschaft Erziehung und Wissenschaft Bochum lehnt auch in diesem Jahr den Auftritt der Bundeswehr auf der Berufsinformationsmesse in der Jahrhunderthalle ab: Dieser widerspricht einer verantwortungsvollen Pädagogik und Berufsorientierung. Nach wie vor hat die Bildungsgewerkschaft kein Verständnis dafür, dass nicht – wie in anderen Städten – der Auftritt der Bundeswehr verhindert wird. Jahrelange heftige und kontroverse Diskussionen in Bochum und den Nachbarstädten um die Teilnahme der Bundeswehr an dieser Veranstaltung hatten ursprünglich immerhin Veranlassung gegeben, bei einer Podiumsdiskussion am Rande der Messe die Brisanz der Angelegenheit aus verschiedenen Perspektiven zu thematisieren. Eine solche Runde, die auch interessierten Schülerinnen und Schülern die Zwiespältigkeit des Angebots wenigstens ansatzweise bewusst machen konnte, wird seit einiger Zeit nicht mehr durchgeführt. Auch sind keine anderweitigen Konsequenzen aus der Diskussion gezogen worden. mehr…
Im Rahmen der kritischen Einführungswochen an der Ruhr-Uni findet am Donnerstag, den 2. Mai um 16:00 Uhr im Raum GD 04/620 an der RUB ein Vortrag von Cristian Luckardt statt zum Thema „Psychoanalytische Religionskritik“. In der Ankündigung heißt es: «Der Vortrag beschäftigt sich mit der Religionskritik in der Psychoanalyse Sigmund Freuds, der größten religionskritischen Schule neben denen von Feuerbach, Marx und Nietzsche. Die Psychoanalyse Freuds beschäftigte sich mit Religion als „universelle[r] Zwangsneurose“, als Phänomen im Kontext der „Massenpsychologie“ und als „Illusion“, die ihre historische Berechtigung hatte, nun aber die Menschen in der Gesellschaft in einer infantilen Rolle zurücklässt. Freud steht damit in der Tradition der Aufklärung und fordert, wie bereits Marx in der Folge von Feuerbach, eine „Erziehung zur Realität“. Der Vortrag wird aber nicht nur die Religionskritik von Freud vorstellen, sondern auch die Verbindung zu neueren Ansätzen, wie denen von Fethi Benslama und Tilmann Moser, herstellen.«
Am kommenden Freitag und Samstag (3. und 4. Mai) findet in der Bochumer Jahrhunderthalle wieder eine Berufsinformationsmesse (BIM) statt. Wieder ist die Bundeswehr dabei und versucht, Nachwuchs zu werben. Militärwerbung bei Kindern und Jugendlichen ist durch die UN-Kinderrechtskonvention geächtet. Die Stadt Bochum ist die Hauptveranstalterin dieser Messe. Sie dürfte die Bundeswehrwerbung hier nicht zulassen. Offensichtlich fehlt bei den im Rat regierenden Parteien, der SPD und den Grünen, jedes Bewusstsein für die Problematik. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften, Terre des Hommes und das Bochumer Friedensplenum protestieren gegen das Werben bei Kindern und Jugendlichen für Töten und Sterben. Viel zu leicht lassen die sich durch die massive Werbung in allen Medien beeinflussen. Technik, Abenteuer, cooles Auftreten und irreführende Slogans beeindrucken, die Wirklichkeit wird ausgeblendet. Vor allem wird verschwiegen, wie sinnlos der Einsatz von Militär ist, um Konflikte zu lösen. Das Friedensplenum wird am Freitag ab 8.30 Uhr mit Flugblättern vor der Jahrhunderthalle gegen die Anwesenheit der Bundeswehr protestieren. Um Unterstützung wird gebeten!
Die Initiative Fridays for Future ruft am kommenden Freitag dazu auf, zur Hauptversammlung des RWE-Konzern zu fahren: »RWE ist einer der größte Emittenten Deutschlands. Sie haben die schmutzigsten Kohlekraftwerke Europas und bauen immer weiter Kohle ab. Sie baggern sich immer weiter Richtung Hambacher Forst und Richtung Dörfer! Das ist nicht tragbar, da Kohle keine Zukunft hat! Deswegen IrRWEge beenden! Sei dabei, schließe Dich unserer Demo an und kündige Deinen falls vorhandenen RWE-Vetrag! Setze Dich für einen sozialverträglichen Kohleausstieg bis 2030 ein und fordere mit uns eine CO2 Steuer, die den fossilen Energieträgern ein Ende macht!«
Das Netzwerk »Stadt für Alle« lädt am Samstag den 4. Mai um 14.00 Uhr zur Glocke am Rathaus ein, um gemeinsam zu einem erneuten Rundgang durch die Innenstadt zu starten. Dabei soll es zum einen darum gehen, über die Privatisierungs- und Umgestaltungspläne der Stadt zu informieren. Zum anderen wird »Stadt für Alle« eigene Ideen zur Entwicklung der Flächen zwischen Rathaus und Appolonia-Pfaus-Park vorstellen und diskutieren, welche weitern Wünsche oder Gestaltungsideen die Bochumerinnen und Bochumer haben. mehr…
Für Samstag, den 4. Mai ruft das Bochumer Seebrücke-Bündnis zu einer ungewöhnlichen Protestaktion auf: »Als Mahnmal gegen das Massensterben an den EU-Außengrenzen bauen die Aktiven am Husemannplatz ein echtes Fluchtboot aus dem Mittelmeer auf. Los geht es um 11 Uhr. In dem Schlauchboot haben mehr als hundert Menschen vergeblich versucht, der Folter, dem Menschenhandel und anderen unvorstellbaren Menschenrechtsverletzungen in Libyen zu entfliehen. mehr…
Trailer "Weniger ist mehr - Die Grenzen des Wachstums und das bessere Leben", 03.09.2014@GlobaLE
Am Freitag, den 3. Mai, zeigt das Nachhaltigkeitskino ab 19 Uhr im Umweltzentrum Bochum den Film „Weniger ist mehr: Die Grenzen des Wachstums und das bessere Leben“ (Karin de Miguel Wessendorf, 2013, 52 Min). In der Einladung heißt es: Dabei geht es um den Einfluss des persönlichen Konsumverhaltens auf die Umwelt. Was kann jede/r einzelne tun? Fällt das im Vergleich mit der Industrie oder mit anderen Erdteilen überhaupt ins Gewicht? Was sagen verschiedene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu? Im Anschluss werden sich alle Interessierten dazu austauschen können. mehr…
Zum vierten Mal rufen mehrere Bochumer Antifa-Initiativen in diesem Jahr zur Revolutionären Vorabenddemo auf. Sie startet am Dienstag, den 30. April vor dem Hauptbahnhof. Sie führt dieses Mal vor allem durch die Innenstadt und dürfte ca. drei Stunden dauern. Im Aufruf heißr es: »Die Ankündigung der Nazis, am 1. Mai 2016 durch Bochum laufen zu wollen, hatte uns veranlasst, erstmalig am 30. April auch unsere eigenen Inhalte auf die Straße zu tragen. Seitdem verleihen wir ein Mal jährlich unserer Wut Ausdruck und sprechen offen die gesamtgesellschaftlichen Zustände an. Dabei klärten wir über extrem rechte Gruppierungen auf, verwiesen auf die Verstrickung von Staat, Nation und Kapital, solidarisierten uns mit Arbeitskämpfen, Geflüchteten und von Rassismus Betroffenen, dem Kampf für Klimagerechtigkeit und gegen das Patriatrchat. Schallende Sprechchöre zu diesen und anderen Themen begleiteten jedes Jahr hunderte Antifaschist*innen, die konsequent und ohne sich von polizeilicher Repression ablenken zu lassen ihren Weg fortführten. Entschlossen und solidarisch werden wir auch dieses Jahr dem Rechtsruck entgegentreten. Die Gründe haben wir formuliert: mehr…
Am Freitag, den 3. Mai findet um 19 Uhr im Kino Endstation die Bochumer Premiere des Films „Luft zum Atmen – 40 Jahre Opposition bei Opel“ in Anwesenheit der Protagonisten und der Filmemacherin statt. Die Ankündigung: »1972 gründeten ein paar Arbeiter und Revolutionäre bei Opel in Bochum die „Gruppe oppositioneller Gewerkschafter“(GoG). Die GoG existierte über 40 Jahre und hat mit ihrer radikalen Betriebsarbeit den Widerstandsgeist in der Bochumer Belegschaft befeuert. mehr…
Im Rahmen der kritischen Einführungswochen an der Ruhr-Uni referiert am Freitag, den 26. 4. Tuija Wigard vom Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus um 16:00 Uhr im Raum GB03/42 an der RUB zum Thema: »Muslime sind die neuen Juden? – zum Verhältnis von Antisemitismus und Islamophobie«. In der Ankündigung heißt es: »„Das Feindbild der Juden wird heute durch das Feindbild der Muslime ersetzt“, behauptet der renommierte Antisemitismusforscher Wolfgang Benz. Diese These hat in den letzten Jahren vermehrt die öffentliche Debatte um Antisemitismus geprägt und soll nun kritisch beleuchtet und auf den Prüfstand gestellt werden. Nach einer kurzen Einführung in die Antisemitismustheorie, wird der Vortrag die Debatte um das Verhältnis von Antisemitismus und Islamophobie im Detail betrachten. Wie verhalten sich Antisemitismus und Rassismus zueinander? Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Vorurteil und einer Ideologie? Welche Implikationen hat diese Debatte für den Umgang mit muslimischem Antisemitismus? Und was heißt das alles für die Aufarbeitung des Holocausts?«
Der DGB Bochum ruft am kommenden Mittwoch zur Demonstration und Kundgebung auf: »Im Mittelpunkt des diesjährigen Tag der Arbeit steht Europa; das Motto lautet: „Europa. Jetzt aber richtig!“ „Wenn es die Europäische Union nicht gäbe, müsste man sie erfinden. Die EU hat dafür gesorgt, dass wir in Europa seit Jahrzehnten in Frieden leben. Und sie hat für die Menschen in Deutschland und europaweit erhebliche Vorteile gebracht: Wir können frei in Europa reisen und arbeiten. Bei Arbeitszeiten, Urlaub, Mutterschutz und in vielen anderen Bereichen der Arbeitswelt schützt und erweitert die EU die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Und auch wirtschaftlich profitiert Deutschland enorm von der Mitgliedschaft in der Europäischen Union,“ sagt Bettina Gantenberg, Vorsitzende DGB Bochum. mehr…
Fridays for Future lädt am 26. 4. ab 14 Uhr zu einer Klimaversammlung auf dem Dr. Ruer.Platz ein: »Wir leben in turbulenten Zeiten: die Klimakrise schreitet immer weiter voran. Naturkatastrophen überall auf der Welt, Wälder werden besetzt, Menschen versuchen die Klimakatastrophe zu verleugnen und eine ganze Generation wacht auf und wird politisch aktiv. Das da viele Fragen aufkommen ist kein Wunder. Wir wollen in Workshops, Diskussionsgruppen, Gesangsgruppen oder krative Aktionen darstellen können, das Ganze einmal angehen. Dabei ist es wichtig, das Alle die Workshops mitgestalten können. Bring einfach eine Sache ein, zu der du schon viel weißt oder wissen möchtest, und such dir ein Grüppchen Gleichgesinnter. Ihr könnt gerne Picknickdecken, Campingstühle, ein paar Snacks und etwas zu trinken mitbringe, um es euch gemütlich zu machen. Natürlich könnt ihr auch ohne Materialien oder großes Wissen kommen, jede*r ist willkommen!«
Arbeitskampf in Deutschland und Frankreich: Bevor das endstation.kino mit dem Dokumentarfilm Luft zum Atmen – 40 Jahre Opposition bei Opel (Bochum-Premiere am 3.5. in Anwesenheit der Regisseurin) einen Blick auf die Geschichte eines langjährigen Arbeitskampfes der GoG (Gegenwehr ohne Grenzen) am ehemaligen Automobilstandort Bochum wirft, zeigt das Kino ab Donnerstag, den 25.4. das packende französische Drama Streik. mehr…