Eine Chronik der Meldungen zur Räumung der Villa Kunterbunt

Mittwoch 29.10.25, 17:19 Uhr
Aufruf zur Solidarität mit der Villa Kunterbunt
Stadt droht mit Räumung
Freitag 31.10.25, 11:23 Uhr
Villa Kunterbunt wehrt sich gegen Räumung

Mittwoch 29.10.25, 17:19 Uhr
Aufruf zur Solidarität mit der Villa Kunterbunt
Stadt droht mit Räumung
Freitag 31.10.25, 11:23 Uhr
Villa Kunterbunt wehrt sich gegen Räumung
Die Antifaschistische Linke Bochum zeigt an 16.1. um 18 Uhr im Metropolis den Film „Polizeigewalt: Kein Freund, kein Helfer – Lorenz & die Einzelfälle“. Der Film schaut auf mehrere Fälle tödlicher Polizeigewalt und fragt nach strukturellen Mustern. Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion zum Film und zum aktuellen Fall in Bochum statt. Eintritt: Spende.
Die IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs) Regionalgruppe Bochum lädt zu einer Veranstaltung über die Gefahren eines Atomkrieges ein: »Ein Haus aus Dynamit hat die atomare Abschreckungspolitik aus unserem Globus gemacht. Ein Haus, in dem eine Fehlzündung uns und unsere Zivilisation verbrennen kann. Eindringlich zeigt der Netflix-Film „A House of Dynamite“ die 20 Minuten, die den Verantwortlichen in den USA nach einem Angriffsalarm bis zum Einsatz ihrer Atombomben bleiben. Zum Glück ist es ein spannender Thriller, keine Dokumentation.
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Mittwoch 29.10.25, 17:19 Uhr
Aufruf zur Solidarität mit der Villa Kunterbunt
Stadt droht mit Räumung
Montag 27.10.25, 15:15 Uhr
Räumungsankündigung der Villa Kunterbunt
Mittwoch 29.10.25, 17:19 Uhr
Aufruf zur Solidarität mit der Villa Kunterbunt
Stadt droht mit Räumung
Freitag 31.10.25, 11:23 Uhr
Villa Kunterbunt wehrt sich gegen Räumung
Samstag 01.11.25, 13:56 Uhr
Naturfreunde Langendreer solidarisch mit Villa Kunterbunt
Ein Ort für Kultur, soziales Zusammenleben und gegen Faschismus
Samstag 01.11.25, 16:42 Uhr
Demonstration am Montag den 3. Novemeber
Solidarität mit der Villa Kunterbunt
Montag 03.11.25, 17:46 Uhr
Aktuelles aus der Villa Kunterbunt
Dienstag 04.11.25, 16:04 Uhr
„Viva la Villa“
Dienstag 04.11.25, 18:33 Uhr
Villa Kunterbunt
Räumung erst einmal abgewendet
Mittwoch 05.11.25, 17:39 Uhr
Stadt unterminiert Gerichtsentscheid
Donnerstag 06.11.25, 11:45 Uhr
Die Linke zur Villa Kunterbunt:
Stadt Bochum soll einvernehmliche Lösung suchen
Freitag 07.11.25, 09:55 Uhr
Das fängt ja gut an! Maßnahmen wie zu Heusner-Zeiten!
»Strom- und Wasserstopp Villa Kunterbunt
Dienstag 11.11.25, 15:57 Uhr
Linke stellt Anfrage im Rat zu
Strom- und Wasserstopp Villa Kunterbunt
Sonntag 30.11.25, 14:11 Uhr
Plötzlich fühlt die Stadt sich als Eigentümerin der Villa Kunterbunt verantwortlich
Dienstag 02.12.25, 13:34 Uhr‘
Linke in der BV Ost bringt Resolution ein
Keine Zwangsräumung der Villa Kunterbunt!
Guten Abend, ich freue mich, dass sich heute Abend so viele Menschen für bezahlbaren Wohnraum einsetzen. Der Wohnungsmarkt in Bochum ist immer enger. Dies betrifft nicht nur die Villa und 100 Studierende, die ihre Wohnungen im Studierendenwohnheim letzten Woche vorerst verloren haben. Wir sind beim Mieterverein täglich Mieterproblemen wie Wuchermietangeboten, exorbitanten Nebenkostenabrechnungen und Sanierungsstau konfrontiert.
mehr…Bochum hat eine eigene Geschichte von Hausbesetzungen. Und egal wie man politisch steht – sie sind Teil dieser Stadtentwicklung. Man kann Stadtgeschichte nicht ausradieren, indem man einen Ort leert. Das Thema der Hausbesetzung ist eng mit dieser Stadt verwoben. Ob nun die Villa kunterbunt in Werne oder das damalige Heusner-Viertel – aber auch in den letzten Jahren wurden in Bochum immer mal wieder Häuser besetzt. Manche waren kurze Scheinbesetzungen die Solidarität ausdrücken sollten, aber andere Besetzungen hielten eine ganze Weile. In der Herner Straße 131 und in der Haldi47 konnten viele Menschen erleben, was eine Hausbesetzung besonders macht – und das es sich lohnt dafür zu kämpfen.
Wir lernten was es heißt Solidarität zu erfahren, wenn wir uns hilflos oder überfordert fühlten und plötzlich Menschen da waren, die uns zeigten, dass wir nicht alleine sind.
Wir lernten was es heißt für eine bessere Welt zu kämpfen, als wir merkten das unsere Häuser Menschen ermächtigten hinaus zu gehen und den Normalzustand anzugreifen.
Wir lernten wie viel Kraft und Macht in unserem Handeln liegt, als wir ausbrachen aus den Normen des Systems und für kurze Zeit ein wenig Utopie leben konnten.
Wir lernten, dass die Räume die wir schufen von uns geprägt werden. Die Menschen die wir trafen, wurden von diesen Räumen verändert. Die meisten Menschen, die mit dieser Art Freiraumbewegung in Kontakt kommen,werden zu besseren, verantwortlicheren Menschen – zu Menschen, die wissen, dass es mehr, und vielleicht auch wichtigeres gibt als das eigene Haus mit Hund und Garten.
Wir lernten, dass die Gesellschaft uns alle kaputt macht…
Wir haben aber auch gelernt wie viel wegbricht wenn diese Räume aufhören zu existieren. Menschen die man vorher täglich traf, sieht man nun nur noch sporadisch. Menschen die Zuflucht bei uns fanden, sieht man teilweise gar nicht mehr. Gruppen, die sich bei uns getroffen und vernetzt hatten, mussten viel Zeit, aber vor allem auch Kraft aufwenden, um woanders zusammen zu kommen.
Fast jeder linke Mensch in Bochum hat die Villa schon einmal besucht oder hat irgendeine Story über die Villa zu bieten. Für die meisten von uns war die Villa einfach immer da und gegeben. Erst in der letzten Woche mussten wir uns damit auseinandersetzen was es heißt, falls auch dieser Raum verschwindet.
Die Villa war für uns immer eine Erinnerung, daran dass Wohnraum anders gelebt und geschaffen werden kann. Da draußen, mitten im Bochumer Nirgendwo, zwischen Langendreer-West und Werne ist dieses Haus, was schon seit Jahrzehnten besetzt ist. Selbst wenn die Freiraumbewegung gerade kein Haus in der Innenstadt hatte, konnten wir immer nach Langendreer-West bzw Werne gucken und sehen, wie wichtig solche Räume sind.
Über 40 Jahre haben die Bewohner dieses Hauses, aus eigenen Mitteln instand gehalten, was die Stadt bewusst verfallen ließ. Wenn ihr uns, und unserer Stadt dieses Haus nehmt, dann löscht ihr nicht einfach nur ein Projekt. Ihr versucht kollektive Erfahrung zu löschen. Aber die kann man nicht abreißen. Die trägt Bochum bereits in den Knochen.
Liebe Freund:innen, Genoss:innen und Antifaschist:innen,
anlässlich des Welt-Kobanê-Tags stehen wir heute hier, um ein starkes Zeichen der Solidarität zu setzen! Vor zehn Jahren hat Kobanê dem IS-Faschismus getrotzt – mit internationaler Solidarität, mit Mut und mit unerschütterlichem Widerstand.
Kobanê wurde nicht nur militärisch verteidigt, sondern wurde zu einem Symbol:
• für den antifaschistischen Kampf,
• für die Hoffnung auf Freiheit, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung.
Heute liegt es an uns, diese Solidarität lebendig zu halten – auf unseren Straßen, in unseren Städten, in unserem täglichen Handeln. Die Revolution von Rojava ist zugleich eine Frauenrevolution – deshalb rufen wir gemeinsam: Jin, Jiyan, Azadî – Frauen, Leben, Freiheit!
Ich gehöre zu keiner Organisation, sondern bin einfach eine der Töchter, die wütend sind und ihre Stimme nutzen möchten. Ich bin einfach irgendeine Frau, die im Kampf gegen Ungleichheit und Diskriminierung ihr Bestes gibt. Damit bin ich Teil der Gesellschaft, in der wir leben. Als solcher möchte ich mich hier gegen den Rassismus aussprechen. Die Rechten werden mehr und lauter. Also müssen wir mehr und lauter werden. Das hier ist mein erster Redebeitrag für eine politische Kundgebung. Auch wenn ich wahrscheinlich genau das sage, was ihr euch alle auch denkt, ist es mir wichtig, als weiße Frau eine antirassistische Einstellung sichtbar zu machen.
mehr…Die VHS bietet zwei weitere Rundgänge am Sonntag, 2. November an, >>die sich mit der Geschichte des Faschismus und den Auswirkungen auf das jüdische Leben in Bochum und Wattenscheid beschäftigen. Die Veranstaltungen finden jeweils von 14 bis 16.15 Uhr statt. Interessierte können sich telefonisch unter 02 34 / 910 – 15 55 oder online unter vhs.bochum.de anmelden.
mehr…Liebe:r Mitstreiter:in,
1. Einstieg: Erinnerungskultur endet nicht 1945
Was muss eigentlich noch passieren, damit Friedrich Merz versteht, dass wir keine rassistischen Aussagen mehr hören wollen?
Erinnerungskultur endet nicht 1945.
Wir erleben einen massiven Anstieg rechtsextremer Straftaten. Auch 80 % mehr antisemitische Vorfälle. Und gleichzeitig werden migrantische Menschen immer wieder zum Problem erklärt – von einem Mann, der eines der höchsten politischen Ämter in Deutschland bekleidet.
Ich stehe heute hier mit einem Gefühl, das so widerwärtig ist, dass mir die Worte fehlen. Oder besser gesagt: Mir fehlte ein Wort. Denn für das, was ich empfinde, wenn ich an Herrn Merz und seine jüngste Äußerung denke, gibt es noch keine Bezeichnung. Es ist eine Mischung aus Ekel, Scham und blankem Entsetzen. Ekel über den zynischen Rassismus, der aus dem Mund eines Mannes kommt, der mein Land führen will. Scham, dass so jemand an der Spitze einer Volkspartei stehen darf. Und Entsetzen über die Kälte, mit der er 25 Millionen Menschen – uns – zu Fremden im eigenen Land erklärt.
mehr…Liebe Anwesende, liebe Menschen mit Migrationshintergrund, liebe Töchter, Betroffene von Gewalt jeder Art, ich möchte diesen Redebeitrag mit einer Entschuldigung beginnen. Es tut mir Leid, dass eine männlich gelesene Person wie ich hier heute vor euch über eine Debatte spricht, die dank einem alten weißen Mann mit Unmengen an Geld wieder zurück in das letzte Jahrhundert geworfen wurde. Eine klare Konsequenz von Jahrzehnten, Jahrhunderten, Jahrtausenden patriarchaler Strukturen, die beständig das Privileg des männlichen Geschlechts stärken. Das ist jedoch gleichzeitig auch der Grund, weshalb ich es als notwendig sehe, dass Menschen in einer Position wie meiner ihren Mund aufkriegen und von ihren Privilegien Gebrauch machen. Im Sinne der migrantischen Minderheiten, im Sinne der Töchter und aus Solidarität und Mitverantwortung heraus.
mehr…Liebe Mitstreiter*innen, liebe Menschen,
wir sind heute hier, weil wir uns nicht mit kulturellen Rückschritten abfinden, weil wir kämpfen – wir kämpfen für Selbstbestimmung und für die Freiheit über unsere eigenen Körper.
Wir sind hier, weil wir wissen: Wer das Recht auf Abtreibung angreift, greift unsere Freiheit, unsere Würde, unsere medizinische Grundversorgung und unsere Demokratie an.
Und genau das passiert gerade – organisiert, gut finanziert und eng vernetzt. Christliche Fundamentalist*innen marschieren Seite an Seite mit der neuen Rechten und mit der AfD. Sie tarnen sich als „Lebensschützer*innen“, aber in Wahrheit sind sie nichts anderes als Gegner*innen des Lebens in Freiheit.Genau dies konnten wir kürzlich in Köln bein sogenannten “Marsch für das Leben” wieder beobachten. Das sind nicht einfach nur ein paar lächerliche ewig Gestrige – dahinter stecken einflussreiche Netzwerke, die bis in die nationale und internationale Politik reichen und hinter denen viel Geld und Macht steht.
Schauen wir genau hin:
Organisationen wie CitizenGO und 1000plus geben sich harmlos, als würden sie nur „für das Leben“ eintreten. Doch in Wirklichkeit betreiben sie eine reaktionäre Agenda, die Frauen, queere Menschen und alle, die nicht in ihr rückwärtsgewandtes Weltbild passen, entrechten soll. Sie überschütten Politiker*innen mit Massenmails, sie veranstalten Hetzkampagnen, sie bauen gezielt Druck auf – und sie arbeiten Hand in Hand mit der AfD, die offen antifeministisch, queerfeindlich und rassistisch auftritt.
Ein prominentes Beispiel ist hier die Hetzkampagne gegen Prof. Brosius-Gersdorf, bei der auch Abgeordnete der CDU mitgespielt haben.
Der Bericht „Die nächste Welle“ des Europäischen Parlamentarischen Forums für sexuelle und reproduktive Rechte macht es klar: Wir sehen europaweit eine neue Offensive dieser Anti-Choice-Netzwerke. Sie wollen uns zurück in die 1950er prügeln – zurück in eine Gesellschaft, in der FLINTA keine Entscheidungsmacht hatten, in der Sexualität nur unterdrückt, nicht selbstbestimmt gelebt werden konnte.
Und das ist kein Zufall!
Diese christlich-fundamentalistischen Kräfte sind das perfekte Bindeglied zur extremen Rechten. Sie liefern der AfD die moralische Fassade, während die AfD ihnen die parlamentarische Bühne bereitet – und wie wir jetzt gesehen haben: unterstützt von der CDU… Beide Seiten profitieren: die Fundamentalist*innen von politischem Einfluss, die Faschist*innen von einer scheinbar „werteorientierten“ Tarnung für ihre antifeministische und homofeindliche Ideologie.
Doch machen wir uns nichts vor:
Es geht ihnen nicht um das Wohl von Kindern. Es geht ihnen nicht um „Leben“. Es geht um Kontrolle – Kontrolle über unsere Körper, über unsere Familien, über unser Begehren. Und es geht darum, die Demokratie Schritt für Schritt auszuhöhlen. Wer die Hälfte der Bevölkerung entrechten will, wer Selbstbestimmung kriminalisiert, wer sexuelle Vielfalt unterdrücken will, der ebnet den Weg für einen autoritären Staat.
Ginge es ihnen um das Wohl von Kindern und Familien würden sie Kinderarmut konsequent bekämpfen, statt den Sozialstaat.
Ginge es ihnen um das Recht auf Leben, würden sie sich für sichere Fluchtwege und das Grundrecht auf Asyl einsetzen!
Und genau deshalb sagen wir heute laut und deutlich:
Der Kampf für reproduktive Rechte ist ein antifaschistischer Kampf!
Denn Faschismus bedeutet immer: Frauen zurück an den Herd, queere Menschen zurück ins Versteck, Andersdenkende ins Abseits. Dagegen stehen wir auf – und zwar hier, heute und morgen.
Wir fordern:
Liebe solidarische Menschen,
wir lassen uns nicht zurückdrängen. Wir sind viele, wir sind laut, und wir sind international vernetzt. Während CitizenGO und 1000plus ihre Netzwerke spannen, spannen auch wir unsere: feministisch, solidarisch, antifaschistisch. Bildet Banden!
Unsere Botschaft ist klar:
Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat bestimmt über unsere Körper!
Die Straße gehört uns, die Zukunft gehört uns – und dafür werden wir nicht aufhören zu kämpfen.
Für das Leben in Freiheit, für Feminismus, für Antifaschismus – my body, my choice!
Guten Abend,
ich stehe hier für die Seebrücke Bochum, die bereits 2018 gegründet wurde. Der Anlass damals war, dass das Seenotrettungsboot „Lifeline“ mit 234 Menschen an Bord tagelang auf hoher See ausharren musste bis die Geflüchteten endlich gerettet werden konnten. In dieser Zeit waren viele Bürger*innen aufgebracht über so viel Unmenschlichkeit und Menschenverachtung. In Bochum organisierte ein Bündnis von über 100 Gruppierungen eine Großdemonstration, aus der die „Seebrücke Bochum“ hervorging. Seit dem weisen wir mit verschiedenen Aktionen auf die Situation von geflüchteten Menschen hin, mit Mahnwachen und Infoständen, mit Vorträgen, Redebeiträgen und Diskussionsrunden, mit Kinovorstellungen, Ausstellungen, Workshops und Sammelaktionen, falls Geflüchtete die notwendige Grundausstattung an Kleidung nicht erhalten. Und: Wir gehen auf die Straße, wenn wieder eine Asylrechtsverschärfung droht oder zu bekämpfen gilt, wenn dummes, polemisches Gerede von politischen Parteien die Gesellschaft zu spalten droht. Und damit meine ich nicht nur die AFD. Zuletzt waren wir letzten Samstag unter dem Motto: „Solidarität statt Rechtsruck“ mit über 600 Demonstrant*innen auf der Straße.
Unser Ziel ist eine Welt ohne Abschottung, ohne Lager, ohne Abschiebungen, ein Leben in Würde und in Sicherheit. Menschenrechte müssen gewahrt werden, sind unverhandelbar und gelten für ALLE. Wir setzten auf ein Europa der Solidarität und des Rechts auf Asyl mit sicheren Fluchtwegen, sicherem Ankommen und sicherem Bleiben.
Bis heute wird Seenotrettung allerdings behindert und kriminalisiert und somit Menschen in lebensbedrohlichen Situationen Hilfe bewusst verweigert. Nicht nur verweigert, sondern aktiv verhindert.
Der „EU-Deal“ mit Libyen führt dazu, dass Menschen auf der Flucht rechtswidrig und z.T. unter Lebensgefahr von der lybischen Küstenwache zurückgepusht werden und wieder in menschenunwürdige Lager verbracht werden, wo ihnen Misshandlung und der Tod drohen. Auch Seenotretter*innen geraten unter Beschuss und somit selbst in Lebensgefahr. Dabei geht es nicht nur um Seenotrettung, sondern auch um „Landnotrettung“ In der TAZ in den letzten Tagen war zu lesen, dass polnischen Bürger*innen bis zu 5 Jahren Haft drohen. Ihr „Vergehen“: Sie haben geflüchteten Menschen (von Belarus nach Polen), die im Wald ausharren mussten, Hilfe geleistet mit Nahrung, Kleidung und Medikamenten, um sie vor dem sicheren Tod zu bewahren. Sie seien „Fluchthelfer“ so die polnische Staatsanwaltschaft. Mittlerweile wurden die 5 freigesprochen, was ja mal eine gute Nachricht ist. Aber hätte es überhaupt zu solch einer Anklage kommen dürfen?
Soll das das Europa sein, was wir uns wünschen?
Sie kennen bestimmt selbst noch genügend Beispiele über Fluchtwege, die einem fassungslos machen, ob der Verachtung mit Menschen umzugehen.
Deshalb fordern wir: Sichere Fluchtwege.
Aber schauen wir mal weiter, auf das „sichere Ankommen und Bleiben“ und richten den Fokus z. B. auf Bochum:
Sind Schutzsuchende endlich angekommen, erleben sie nicht unbedingt eine würdige Ankunft. In Bochum werden sie, wie auch in vielen anderen Städten, in Unterkünften privater Betreiber untergebracht. Unternehmen wie European Homecare, Teil des britischen Konzerns Serco, verdienen Geld an Flucht und Vertreibung. Der Konzern Serco, der unter anderem Dienstleistungen für Militär und Grenzschutz anbietet, ist weltweit für Menschenrechtsverletzungen in Abschiebegefängnissen und Lagern bekannt. Recherchen der Süddeutschen Zeitung, Monitor und Neo-Magazin Royale im vergangenen Jahr haben gezeigt, dass in Geflüchtetenunterkünften, die in Deutschland von Serco betrieben werden, die Würde der Bewohner*innen Mangelware ist: ehemalige Mitarbeiter*innen berichteten von einem hohen Kostendruck, zu wenig Fachpersonal und einer schlechten Versorgung der Bewohner*innen. Und Bochum? Bochum lagert Verantwortung an genau diese Firma aus: Seit Sommer 2024 betreibt European Homecare die Geflüchtetenunterkunft „Nordbad“. Bochum hat sich 2019 zum „Sicheren Hafen“ erklärt – 2025 wäre es Zeit, einer sein! Das heißt: keine Deals mit Konzernen, die an Not und Elend verdienen! Das heißt: eine menschenwürdige Aufnahme und Unterbringung! Das heißt: Teilhabe und Perspektiven und konsequente Solidarität. Ich habe jetzt nur einige Teilbereiche angesprochen für die wir stehen. Darüber hinaus gibt es noch einiges mehr wofür wir uns einsetzen wollen: Z.B. gegen diese unsägliche und diskriminierende Bezahlkarte. Zwar hat es Bochum bisher abgelehnt die Bezahlkarte einzusetzen, aber wir halten die Augen und Ohren offen. Sollte sie doch ins Gespräch kommen, würden wir sofort den Gutschein-Geldtausch mitorganisieren, so wie er schon in anderen Städten funktioniert. Auch wehren wir uns gegen die Möglichkeit, dass Länder, aus denen Menschen geflüchtet sind, zu sogenannten „sicheren Herkunftsstaaten“ erklärt werden können – so wie es gerade passt. Für geflüchtete Frauen und queere Menschen gibt es keine sicheren Herkunftsstaaten. Verständnislos sind wir auch darüber, wie die Bundesregierung mit afghanischen Helfer*innen umgeht, die jetzt in Pakistan ausharren müssen obwohl sie eine Zusage von Deutschland haben, einreisen zu dürfen. Der bittere Trick ist: Einfach kein Visum auszustellen. Stattdessen sieht man zu, wie diese Menschen nach Afghanistan zurückgeschickt werden in dem Bewusstsein, dass ihnen dort der Tod droht.
Zum Abschluss möchte ich noch sagen:
Wir wissen: Der Kampf um Menschenrechte ist auch ein Kampf gegen Rassismus.
Darum sagen wir laut und deutlich: Kein Mensch ist illegal. Solidarität statt Rechtsruck!
Vielen Dank!
Renas (32) ist seit 2015 in Bochum. Er stammt aus Hasaka (Syrien), ein Ort, der von Krieg, Gewalt und Armut geprägt ist. Es gibt keine offizielle Strom- und Wasserversorgung. Der Kampf ums tägliche Brot prägt das Leben der Menschen dort.
Renas hat in Bochum Fuß gefasst, seine Ausbildung zum Kinderpfleger und Erzieher gemacht und inzwischen eine feste Stelle. Seine Heimat hat er aber nicht vergessen. Im Mai 2025 kam er aus seinem mehrwöchigen Aufenthalt in Nordsyrien zurück. Die dort herrschende Armut und Verzweiflung hat ihn wieder stark erschüttert. Mit Spenden seiner Freunde und Freundinnen in Bochum hat er schon zum dritten Mal über 100 vor Ort (Al Hasaka und Qamischli) ausgewählte Familien mit großzügigen Lebensmittelpaketen versorgt. Renas kaufte für die Familien zu Großhandelspreisen haltbare Lebensmittel (Reis, Bohnen, Zucker, Käse, Bulgur, Öl, Tee) und packte die Lebensmittel zu Paketen zusammen. Anschließend lieh er sich ein Auto und brachte die Pakete zu den Familien, um sich von der Lage jeder einzelnen Spendenempfänger*in zu überzeugen. Das hat zwar viel Arbeit gemacht, aber auch Geld gespart, was sonst für Helfer*innen und Mietwagen hätte ausgegeben werden müssen.
Die Auswahl der Familien, um die sich Renas gekümmert hat, war nicht leicht. Erst nach zahlreichen Hausbesuchen hat er sie ausgewählt. Dabei war ihm wichtig, nicht Familien aus seiner eigenen Verwandtschaft zu bedenken, obwohl es auch die nötig hätten. „Ich will vermeiden, dass der Eindruck von Vetternwirtschaft entsteht“, meint Renas.
Renas und sein Freundeskreis möchten die Hilfsaktionen fortsetzen. Im Herbst 2025 fliegt Renas wieder nach Nordsyrien. Das Alleinstellungsmerkmal der Aktion fasst Renas so zusammen: „Bei uns kommt jeder Cent bei den Familien an. Wir haben keine Verwaltungskosten.“ Klar ist, dass Renas seine Flugkosten selbst tragen wird – wie in den letzten Jahren auch.
Juni 2015 Anfang Juni 2015 kommen tausende Geflüchtete in NRW an, werden in den Erstaufnahmeeinrichtungen registriert und dann nach einem Quotenschlüssel den Kommunen zugewiesen. So hat Bochum 1,9 % der in NRW Asyl- Suchenden zunächst unterzubringen und zu versorgen. Ende September 2015 befinden sich 918 Geflüchtete im Bochumer Osten.
Die Bochumer Stadtverwaltung hat alle Hände voll zu tun. Glücklicherweise haben sich aber mit der ansteigenden Zahl der Geflohenen auch Hilfswerke wie das Deutsche Rote Kreuz und der Arbeiter-Samariter-Bund aktivieren lassen, genauso wie Kirchengemeinden, 5portvereine und Privatleute, die sich schnell in Initiativen organisierten und tatkräftig darum bemüht waren und sind, möglichst keine sozialen Brennpunkte im Bochumer Osten entstehen zu lassen.
10.06.2015 Bürgerversammlung im Gemeindesaal der Freien ev. Kirche, Wittenbergstr., ca. 80 Langendreerer informieren sich. Anwesend Vertreter der Verwaltung, Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche.
Thema ist das Projekt Wiebuschweg. 20 Wohnungen der VivaWest, die eigentlich für Neubebauung abgerissen werden sollten, hat die Stadt dort angemietet. 12 Familien mit insgesamt 13 Kindern sollen dort zunächst einziehen.
12.06.2015 Flüchtlingsfest an der Krachtstraße organisiert von „Langendreer und Werne gegen Neonazis“.
15.06.2015 1. Treffen der Initiative „Netzwerk Flüchtlinge Langendreer“
Infoveranstaltung Helferkreis Montag, 15. Juni, um 18 Uhr im Kulturbahnhof Langendreer, Wallbaumweg. Treffpunkt ist das Kino-Café. Anwesend ca. 40 Interessierte. Andrea Busche informiert: 25 Flüchtlinge ziehen bald in die leerstehenden Wohnungen des Wohnungsunternehmens Vivawest am Wiebuschweg ein. Insgesamt sollen dort in den nächsten Wochen/Monaten rund 75 Personen bis zum 31. Mai 2016 untergebracht werden. Der Helferkreis will ausloten, wie eine Unterstützung – etwa durch Einzelbegleitung, Spielaktionen, Sprachkurse oder auch durch eine gezielte Sammlung von Kleidung und Einrichtungsgegenständen, Spendenaktionen – möglich ist.
17.06.2015 Einrichtung einer Mailingliste für das Netzwerk. Neue Infos: 20 Wohnungen können am Wiebuschweg von 75 Menschen bezogen werden. 30 Erwachsene mit 12 Kindern sind schon vor Ort.
21.06.2015 Einladung an Menschen im Wiebuschweg zum Kennenlerntreffen.
23.06.2015 67 Menschen wohnen jetzt in 15 Wohnungen am Wiebuschweg.
24.06.2025 Info zu gelungener Ferienpassaktion. Eine Wohnung am Wiebuschweg wird für ehrenamtliche Arbeit und für Sachspenden bereitgestellt.
25.06.2015 Zum ersten Mal findet das Flüchtlingscafé (Begegnungscafé) im Gemeindehaus der Ev. Kirche, Alte Bahnhofstraße 28 – 30 statt.
Für Geflüchtete und Nachbarn aus dem Stadtteil soll es Gelegenheit bieten beim gemeinsamen Kuchenessen und Kaffee- trinken miteinander ins Gespräch zu kommen. Für die Kinder gibt es ein großes Spielangebot. Betreut wird das Angebot von Helfern des Netzwerk Flüchtlinge Langendreer und der Ev. Kirchengemeinde.
29.06.2015 Netzwerktreffen im Bahnhof. Anwesend ca. 50 Leute. Auswertung des Kennenlerntreffens im Gemeindesaal der Ev. Kirche. Sie stellt den Saal für weitere monatliche Begegnungscafés zur Verfügung.
06.07.2015 Ausflug mit Flüchtlingskindern zum Trantenrother Hof in Witten 17 Kinder, mehrere Erwachsene, 8 helfende Begleiter.
07.07.2015 Eine Kleiderkammer an der Kath. Gemeinde an der Bonifatiusstraße wird eröffnet
25.07.2015 25 Kinder vom Wiebuschweg erhalten endlich den Ferienpass! Weitere sollen hinzukommen.
27.07.2015 Netzwerktreffen im Bahnhof: anwesend ca. 40 Personen. Die städtische Koordinatorin für das Ehrenamt, Nadine Meyer, stellt sich vor. Am 7.8. soll das ehemalige Schulzentrum an der Unterstraße Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in NRW werden. 150 Flüchtlinge – bisher in der Turnhalle am Lohring – werden erwartet. Betreuung durch DRK und ASB. – Umgang mit. Geplant werden: regelmäßige Spielangebote für Kinder auch mit Naturfreundejugend.
Ab Mitte August Stadtteilführungen für Flüchtlinge durch Kolpingfamilie.
Fresh Barbecue will 25 Flüchtlingskinder an einem Sonntag zum Burger Essen einladen.
Freizeitangebote für Frauen in Planung. — Sprachkurs am Wiebuschweg wird durch VHS unterstützt.
07.08.2015 Aufruf: Menschen mit Akku-Schrauber gesucht! 250 Betten müssen zusammengeschraubt werden im Schulzentrum Unterstraße für die 150 Neuankömmlinge. Ehrenamtliche des Flüchtlingsnetzwerk Langendreer helfen dem THW beim Aufbau von 250 Betten, Trennwänden an der Unterstraße 66a (ehemaliges Schulzentrum Ost), während die Geflüchteten schon auf dem Schulhof auf den Einzug warten. Sie haben seit dem 20. Juli in der 3-fach-Turnhalle am Lohring gelebt. Gegen 21 Uhr sind alle Betten aufgebaut. 147 Geflüchtete aus 14 Nationen (darunter 39 Kinder) können einziehen.
09.08.2025 Begrüßungsaktion für die Geflüchteten an der Unterstraße 66a mit Dauerlutschern und Willkommensaufklebern.
Basketball Club Langendreer (BCL) bietet Trainingstermine an für Geflüchtete.
10.08.2015 Lehrerin der LWL-Förderschule will mit ihren Schülern einmal pro Woche Kontakt zu Flüchtlingen aufnehmen (gemeinsame Spiele, Deutsch lernen), Schulmaterial-Sammlung war erfolgreich. „Nix mehr bringen!” – AG Sprachkurs gibt Termine bekannt.
11.08.2015 Großes Helfertreffen im Schulzentrum Unterstraße: Netzwerktreffen der neuen Nachbarn rund ums Schulzentrum sowie der beiden bestehenden Helfergruppen „Flüchtlingsnetzwerk-Langendreer“ sowie „Netzwerk vom Lohring“. Rund 120 Leute kamen – davon rund 70 neue Aktive – und diskutierten. Am Ende entstanden knapp zehn Arbeitsgruppen, die sich um unterschiedliche Hilfen kümmern. Etwa: Dolmetschen, Deutsch lernen, Kleidungsausgabe, Ausgabe von Hygienemitteln, Begleiten bei Arztbesuchen sowie Beschäftigungsangebote. Eine Freizeitgruppe entwickelte eine Reihe von Aktivitäten: zum Beispiel Fußball und Basketball spielen, Radtouren machen sowie joggen. Die Pfarr-Caritas der katholischen Gemeinde baut eine Kleiderkammer auf. Irina Carpentier kümmert sich um den Einsatz der Dolmetscher. Besonders sind sie bei der Erstaufnahme und bei ärztlichen Untersuchungen gefragt. Dr. med. Bernd Lerp organisiert ehrenamtlich eine Gesundheitshilfe. Beim VfB Langendreer-Holz kommen Kinder zum Zug. Die muslimische Ditib-Gemeinde und die Ev. Gemeinde wollen helfen.
Das neue Netzwerk organisiert sich über netzwerk-langendreer@lists.posteo.de sowie mit der Facebook-Seite „Netzwerk Flüchtlinge Langendreer“.
Während der Veranstaltung kommt die Meldung vom ASB, dass soeben 80 neue Flüchtlinge aus Dortmund eingetroffen sind. Damit sind insgesamt 230 Geflohene im Schulzentrum an der Unterstraße in den Klassenräumen untergebracht. Die Erstaufnahme an der Unterstraße ist Landesangelegenheit und soll nur ein paar Tage dauern, dann Verteilung der Geflohenen auf die Kommunen. Die Menschen am Wiebuschweg stehen unter städtischer Betreuung und können dort erst einmal länger wohnen.
13.08.2015 Freifunk-Initiative für den Wiebuschweg und die Unterstraße startet: Freies Internet für die Flüchtlinge ist wichtig, um Kontakt mit ihren Familien und Freunden zu halten.
15.08.2015 Es gibt eine Näh- und Handarbeitsgruppe.
17.08.2015 Geplante Öffnungszeiten für Kleiderkammer im Pfarramt St. Marien – Pfr. Kemper gibt Öffnung der Kleiderkammer für Montag, den 17.8. bekannt.
Innerhalb von zwei Wochen 350 Kunden. Flüchtlinge haben geholfen; benötigt werden Schuhe für Herren, Decken Regenjacken, Schirme, Trollis, Koffer.
21.08.2015 Fahrradwerkstatt am Wiebuschweg, Angebot an Tornistern Fahrrädern, Spielzeug.
– Ankündigung von 40 weiteren Bewohnern für den Wiebuschweg
– Eine Dermatologin und ein Chirurg aus Langendreer bieten ihre fachliche Hilfe an.
28.8.2015 Basketballclub Langendreer meldet: Freiplatzangebot/Basketball wurde gut angenommen, ca. 20 Männer haben mitgespielt, Frauen und Kinder waren auch zum Training in der Turnhalle an der Dördelstraße .
31.08.2015 In einer Pressekonferenz bestimmt Angela Merkel ihre Haltung zur Flüchtlingswelle. Es geht um Humanität und Sicherheit, Erstaufnahmelager, faire Verteilung, Asyl und Rückführung. „Das Motiv“, so erklärt die CDU-Politikerin, „mit dem wir an diese Dinge herangehen, muss sein: Wir haben so vieles geschafft – wir schaffen das!“
Info durch Andrea Busche: Die Belegung an der Unterstraße soll aufgestockt werden. Neue Flüchtlinge werden eintreffen. Betten sind bestellt. Hilfe zum Aufbau mit Akku-Schraubern nötig!
03.09.2015 Gemeinsamer Besuch beim Marionettentheater am 3.9. in der Rudolf- Steiner-Schule Bochum
04.09.2015 Angebot: kostenlose Teilnahme an workshops der Ruhrtriennale für Flüchtlinge – Familie aus Wernburgastraße bietet Grillfest für Flüchtlinge an
05.09.2015 Interessengemeinschaft Langendreer Markt: Marktplatzfest für KinderInfos zu erwarteten 1000 Flüchtlingen, die aus Ungarn mit dem Zug in Dortmund eintreffen werden,
06.09.2015 Die Langendreer Dorfpostille DOPO spendet 25 freie Eintrittskarten für interessierte Flüchtlinge zum Michael Hirte-Konzert in Christuskirche und spendet 500 Euro.
07.09.2015 Netzwerktreffen im Bahnhof: anwesend über 150 Leute! Viele zum ersten Mal dabei. Man teilt sich auf. Die einzelnen Arbeitsgruppen berichten, Bedarfe werden geäußert, Probleme diskutiert bzgl. Arbeit am Wiebuschweg als auch an der Unterstraße — Für das monatliche Begegnungscafé am 10.9. werden noch Helfer und Kuchen gebraucht.
10.09.2015 Info-Veranstaltung vom Flüchtlingsrat im Bahnhof zum Thema „Flucht und Asyl” ist mit ca. 150 Leuten gut besucht.
Angebot der Bochumer Symphoniker: Freikarten für Geflüchtete
13.09.2015 Morgens in WDR 5 Beitrag über Flüchtlingsarbeit in Langendreer
18.09.2015 Fahrradwerkstatt an der Krachtstraße mit parallellaufendem Spielangebot für Kinder
21.09.2015 Mira e.V. berät von Gewalt betroffene traumatisierte Flüchtlingsfrauen
Nachricht vom „real-Markt”: Männerschuhe und Socken stehen bereit für die 2000 €-Spende von Dorfpostille und Evang. Kirchengemeinde für die Kleiderkammer.
24.09.2015 Inpoint-Begegnungsfest
Außer mehr Flüchtlingen als sonst kamen auch einige Langendreerer, so dass es für die etwa 350 bis 400 Besucher ein gemütliches Miteinander bei Essen und Trinken wurde.
29.09.2015 UCI bietet kostenlose Filmvorführungen für Flüchtlingsfamilien.
Das Netzwerk Flüchtlinge Langendreer hat jetzt 250 Mitglieder.
02.10.2015 (BENFKON) Benefizkonzert
Konzertabend der Kolpingfamilie Bochum Langendreer/Werne im Gemeindezentrum St. Marien. Die Bands „Dan Dalien“ von der Kolpingfamilie und „On The Roofs“ (Lehrerband der Lessingschule)
Etwa 180 Besucher – Aktion erbrachte rund 1000 Euro für die Flüchtlingsarbeit. Die Kleiderkammer St. Marien, die Fahrradwerkstatt des Helfer-Netzwerks sowie die Hygienemittelausgabestelle können das Geld gut gebrauchen.
13.10.2015 Einladung an 50 Flüchtlinge zum „Rise Against“-Konzert in Dortmund
18.10.2015 VfL Bochum spendet 1000 Eintrittskarten für Spiel gegen Leipzig. Naturfreundejugend organisiert mit Geflüchteten den Besuch des Spiels.
10.11.2015 „Welcome to stay“ Aktionskonferenz zur Willkommenskultur im Bahnhof Langendreer zusammen mit dem Flüchtlingsrat NRW
01.12.2015 Aktion „mini decki“ Sechs Frauen von der örtlichen Aktion „mini decki“ schauten vorbei und schenkten ihnen selbstgenähte Kuscheldecken.
Die Dortmunder IKEA Filiale unterstützte den Start der Aktion mit 100 Inlets, 100 Betttüchern sowie 50 Puppen und 40 Packungen mit Filzstiften.
17.01.2016 Benefizabend für Flüchtlinge im Festsaal der Rudolf-Steiner-Schule bissiges Kabarett mit klarer Kante, aber auch unpolitische Klamauk-Kunst. Dank 300 Besuchern war das Nachtschnittchen-Benefiz für Flüchtlinge in Langendreer restlos ausverkauft. Circa 4000 Euro kamen für die Flüchtlinge in Langendreer zusammen. Das Geld geht an das örtliche Flüchtlingsnetzwerk.
04.03.2016 Arabischkurs am Wiebuschweg
24.04.2016 WAZ: Flüchtlinge: Hilfsbereitschaft hält an. Bei einer Konferenz im Bürgerhaus Werne steht ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingsarbeit im Fokus. Bahnhof Langendreer als Vorbild.
18.06.2016 Menschenkette in vielen Städten Deutschlands und auch in Bochum zum internationalen Gedenktag für Flüchtlinge am 20. Juni mit dem Ziel gemeinsam ein Zeichen gegen Fremdenhass und für Menschlichkeit und Weltoffenheit zu setzen.
07.07.2016 Bochum-Langendreer. Nachbarn der Flüchtlingsunterkünfte beklagen
unhaltbare Zustände und fühlen sich von der Stadt schlecht informiert. Indes verlängert die Stadt Bochum den Mietvertrag für die Unterbringung der Geflüchteten im Wiebuschweg um zwei Jahre.
21.07.2016 Ausflug
03.08.2016 Ausflug
11.08.2016 Ausflug
17.09.2016 Ein Fest am Wiebuschweg soll Flüchtlinge und Nachbarn einander näherbringen. Das Straßenfest war als Fest des Dialogs zwischen
Anwohnern und Geflüchteten auf einer Bürgerversammlung im Juli einstimmig beschlossen worden.
In den Wohnungen der Vivawest am Wiebuschweg wohnen zurzeit 212
Geflüchtete.
Im Netzwerk Flüchtlinge Langendreer engagieren sich seit einem Jahr über 300 Ehrenamtliche.
17.07.2017 Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe geht ins dritte Jahr. Rund 100 Geflüchtete kommen im Schnitt zu unserem Café“, freut sich Sybille Leipold vom Organisationsteam. „Meist mehr Kinder als Erwachsene.“
Das Begegnungscafé findet jeden zweiten Donnerstag von 17 bis 19 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus, Alte Bahnhofstraße 28-30, statt.
06.02.2018 Das Projekt Kleiderkammer, das im August 2015 begann mit der Flüchtlingswelle wird mangels Nachfrage eingestellt. „In Spitzenzeiten wollten hier 160 Leute gleichzeitig rein“.
29.01.2019 Das Netzwerk Flüchtlinge Langendreer bietet im
Naturfreunde-Zentrum ein Sprachcafé an. Hier sollen Geflüchtete ihre
Sprachkenntnisse aufbessern. Bei Kaffee und Kuchen wird in Langendreer Deutsch gelernt. Das Sprachcafé findet ab jetzt jeden Freitag in der Zeit von 16 bis 18 Uhr im
Naturfreunde-Zentrum, Alte Bahnhofstraße 175, am Alten Bahnhof in
Langendreer statt.
08.08.2020 Retten statt Reden heißt eine Veranstaltungsreihe des NFL die vom 8. -30. August 2020 an verschieden Standorten in Langendreer stattfindet. Ziel ist es, das Zusammenleben in Langendreer gelingen zu lassen und sich vor Ort gegen Menschenfeindlichkeit und Rassismus zu positionieren.
Im Mittelpunkt des dichten dreiwöchigen Programms stand die Fotoausstellung der Seenotrettungsorganisation Sea-Watch im LutherLAB. Sie und das begleitende Programm wollten aufmerksam machen auf das Sterben im Mittelmeer, die aktuelle Situation rund um Flucht und Vertreibung und unseren Umgang damit.
Ausstellungseröffnung fand am Samstag, den 08.08. um 16:00 Uhr im LutherLAB statt mit großem Programm und vielen Gästen.
09.08.2020 Dokumentationsfilm „Sea-Watch Rettung in letzter Sekunde“
11.08.2020 Lebendige Ausstellung auf dem Markt in Langendreer. „Wir tragen mit“ – Mahnwache
12.08.2020 Knut Rauchfuss, Arzt und Vorstand der medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum, erläutert in seinem Vortrag „Todesursache Flucht – Das Sterben vor den europäischen Außengrenzen“
16.08.2020 Mit der Abschiebungs- und Flüchtlingspolitik setzt sich die Veranstaltung „We’ll come united – gegen Abschiebungen nach Afghanistan, Guinea und überhaupt“im LutherLAB auseinander.
Mit der „Lesung und Musik –Texte über Flucht, die Liebe und das Leben mit musikalischer Begleitung“ gestalteten Redaktionsmitglieder von „Neu in Deutschland“ (nid)einen Vortragsabend, der einen beeindruckenden Einblick in den Alltag, die Gefühle, Hoffnungen und Probleme der Geflüchteten ermöglichte.
18.08.2020 Griechenland und die vergessenen Flüchtlinge auf Lesbos / Dokumentarfilm mit anschließendem Gespräch im NaturfreundeZentrum
20.08.2020 Am 20. August findet dann unter dem Titel „Save Our Souls – ökumenische Andacht zur Sea-Watch Ausstellung“ein Gottesdienst im LutherLAB mit den Pastoren Thomas Vogtmann, Michael Kemper und Tim Lindner statt.
23.08.2020 Spielfilm Styx im Endstation Kino.
27.08.2020 Die „Seebrücke Bochum – Sichere Häfen“ stellt die Aktion „#WirHabenPlatz – auch in Bochum“ der bundesweiten Seebrücke ins Zentrum einer Infoveranstaltung.
28.08.2020 Workshop im LutherLAB mit Fridays for Future: Klimawandel als Fluchtursache
30.08.2020 Abschließende Abendveranstaltung mit dem Titel „Hinschauen – Erkennen – Entscheiden – Handeln“. Martin Kolek, Crew-Mitglied bei der Sea-Watch und Herausgeber und Mitautor des Buches „Neuland – Mission Possible“ ist ins LutherLAB eingeladen.
20.04.2022 In der alten Schule an der Unterstraße sind über 200 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine untergebracht worden. Das Netzwerk startet mit einem Begegnungscafé. 50 Interessierte waren dem Aufruf zu einer ersten Zusammenkunft des NFL im Bahnhof gefolgt, um sich zu informieren und selbst Hilfsangebote zu machen. Eingerichtet werden sollen Arbeitsgemeinschaften für Freizeitangebote, einmal für Erwachsene und auch für Kinder, dazu Deutschkurse und Hausaufgabenhilfe, Hygiene und medizinische Begleitung.
In der Unterkunft stehen zwei Räume für Gruppenangebote zu Verfügung. Diese sollen im Vormittagsbereich von der Familienbildungsstätte, im Nachmittagsbereich vom Netzwerk Langendreer für einen Sprachkurs genutzt werden.
Für die Versorgung Bedürftiger mit Kleidung hat das Netzwerk eine
Kooperation mit der Kleiderkammer in Altenbochum vereinbart. Die
Ausgabestelle an der Liebfrauenstraße 10. Sie ist geöffnet montags von 10 bis 12.30 Uhr, dienstags von 15 bis 17 Uhr, samstags von 10 bis 12 Uhr.
05.12.2022 In der Unterkunft an der Unterstraße 66a startet in extra bereitgestellten Räumen der Deutschkurs. Zu Beginn kommen besonders Erwachsene aus der Ukraine, aber auch aus Syrien, Iran, Afghanistan und der Türkei. Später zeitweise auch Kinder. Die Menschen bleiben allerdings nie lange. Spätestens nach einem halben Jahr werden sie in anderen Einrichtungen der Stadt untergebracht.
19.02.2024 Seniorenheim als Flüchtlingsunterkunft in der Grabelohstraße in Bochum-Langendreer geplant. Bürgerinitiative will neues Flüchtlingsheim verhindern. Netzwerk-Flüchtlinge Langendreer informiert und fordert Respekt, Toleranz und menschenwürdige Unterbringung für die zu erwartenden Geflüchteten.
07.02.2023 Auch der Bahnhof Langendreer veranstaltet zusammen mit dem Netz-werk ein Willkommensfest. Im Studio des Bahnhofs gibt es:
23.06.2023: Zusammen mit dem Bahnhof Langendreer startet das Netzwerk Flüchtlinge Langendreer ein weiteres Sprach- und Begegnungscafé unter dem Namen: „Dienstags im Bahnhof“. In den Räumen des Endstation Kino gibt es jeden Dienstag von 15:30 bis 18:00 Uhr Tee, Kaffee und Kuchen, Spiele für Erwachsene und Jugendliche, Hilfe und Beratung bei Alltagsfragen und sogar eine Nähmaschine.
19.09. – 26.09. 2023: Seit 1975 findet jährlich Ende September bundesweit die Interkulturelle Woche (IKW) statt. Ziel ist das Eintreten für bessere politische und rechtliche Rahmenbedingungen des Zusammenlebens von Deutschen und Zugewanderten. Mehr als 500 Städte und Gemeinden beteiligen sich. Organisiert und getragen werden die Programme vor Ort von Initiativen, Kirchengemeinden, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden und Gewerkschaften. Auch das Netzwerk Flüchtlinge Langendreer ist mit dabei.
30.11.2023 Auf Einladung hin der inzwischen Landtagsabgeordnete gewordenen Andrea Busche besuchen 16 Geflüchtete den Landtag in Düsseldorf. Sie erhalten eine Führung und die Möglichkeit in einem Fraktionsraum des Landtags der SPD-Abgeordneten Fragen zu stellen und für sie wichtige Themen zu diskutieren.
Für zwei Teilnehmende ist der Besuch im Landtag besonders wichtig. Da sie von einer Abschiebung in den Iran bedroht sind, haben Mitglieder des Netzwerks eine Petition an den Landtag für sie eingereicht. Nun möchten die Betroffenen gerne von Andrea Busche, die auch Mitglied im Petitionsausschuss ist, wissen, welch eine Entscheidung in der für sie existentiellen Frage zu erwarten ist. Leider kann sie zu diesem Zeitpunkt noch keine Auskunft geben:
Auch einige ukrainische Geflüchtete haben Fragen, besonders zur Anerkennung ihrer Zertifikate und Zeugnisse. Sie wollen in ihren Berufen arbeiten oder studieren und nicht nutzlos herumsitzen und warten. Zum Schluss finden alle noch zu einem gemeinsamen Abschlussfoto auf der Landtagstreppe zusammen.
17.02.2024: Zu der Kundgebung unter dem Motto „Bochum solidarisch – Hand in Hand gegen Rechts“ hatte ein breites Bündnis von Bochumer Vereinen und Organisationen aufgerufen. Gegen 12 Uhr zogen viele Bochumer, darunter auch das Netzwerk Flüchtlinge Langendreer, vom „Platz des europäischen Versprechens“ über die Innenstadt bis zum Bergbau-museum. Dort sammelten sich dann in der Spitze 3.500 Menschen. Auch das Netzwerk ist mit einem Infostand dabei.
19.02.2024: Im ehemaligen Senioren-heim an der Grabelohstraße soll eine Unterkunft der Bezirksregierung eröffnet werden. Geplant ist, ca. 300 Geflüchtete bis zur Entscheidung über ihren Asylantrag dort unterzubringen. Standort und Gebäude bieten alle Voraussetzungen, um die Geflüchteten während dieser Zeit gut in Langendreer zu integrieren. Rechtspopulisten nutzen diesen Anlass , um durch falsche Informationen, Ängste der Bürger vor Geflüchteten zu schüren und Vorurteile zu verbreiten.
Das Netzwerk veröffentlicht eine Erklärung unter dem Titel „Geflüchtete Willkommen“. Es verweist auf die bisher gelungene Integrationsleistung der Langendreer Bevölkerung und fordert eine möglichst zügige dezentrale Unterbringung. Unabhängig davon will sich das Netzwerk weiter dafür einsetzen, dass alle Geflüchteten in Langendreer willkommen sind, ganz gleich, wo sie untergebracht sind.
Der Konflikt löst sich nach einigen Wochen unerwartet einfach: Die Bezirksregierung entscheidet sich anders, die Einrichtung der Unterkunft in der Grabelohstraße kommt nicht zustande.
15.05.2024 Die Stadt Bochum zeichnet bei einem festlichen Akt im Rathaus Bochumerinnen und Bochumer für ihr ehrenamtliches Engagement aus. Für das Netzwerk Flüchtlinge Langendreer nimmt Sibylle Leipold (vorgeschlagen vom Bezirk Bochum-Ost) die Auszeichnung von Oberbürger-meister Thomas Eiskirch und dem Bezirksbürgermeister Ost, Dr. Dirk Meyer entgegen.
17.12.2024 Das Netzwerk lädt zur „Yalda Nacht – Das Fest der Wintersonnwende“ in das Studio des Bahnhof Langendreer ein. Gemeinsam wird das Jahresende gefeiert, Geschichten erzählt, gesungen und getanzt. Viele bringen selbstgemachte Speisen mit und es gibt ein großes, leckeres, internationales Buffet.
04.03.2025: Ramadan IFTAR Fastenbrechen im Bahnhof Langendreer. Das Netzwerk lädt ein zum gemeinsamen feiern, essen und tanzen. Traditionell wird wieder ein großes internationales Buffet aufgebaut, mit Speisen aus den Heimatländern der Geflüchteten.
Aktuelle Aktivitäten und Angebote
Begegnungscafé
Einmal im Monat findet seit 2015 immer noch das Begegnungscafé statt.
Die Evangelische Kirche stellt die Räumlichkeiten im Gemeindehaus an der Alten Bahnhofstr. 28 -30 zur Verfügung. In der Zeit von 17:00 bis 19:00 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen, Möglichkeiten zu Gesprächen, Beratung, Spiele und Basteln für Kinder drinnen und draußen.
Sprachcafé im Naturfreundezentrum:
Jeden Freitag von 14:30 bis 16:30 Uhr können Geflüchtete ihre Sprachkenntnisse in entspannter Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen aufbessern.
Das Angebot besteht seit Januar 2019 und ist inzwischen zusammen mit den Naturfreunden umgezogen von der Alten Bahnhofstraße in die Hohe Eiche 20.
Hausaufgabenhilfe
Sie ist eine der ältesten Angebote des Netzwerks. Schon 2017 im Wiebuschweg gestartet, war das Angebot in der Zwischenzeit in der Stadtbibliothek und Seniorenzentrum untergebracht. Inzwischen findet die Hausaufgabenhilfe im Inpoint Kinder- und Jugendfreizeithaus Hohe Eiche 50 am Volkspark Bochum Langendreer jeden Dienstag um 16:00 Uhr statt. Sie richtet sich besonders an Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund.
Deutschkurs in der Unterstraße
Seit Dezember 2022 findet in der Unterkunft Unterstraße 66a im Raum 132 ein Angebot zum Deutsch-Lernen vorwiegend für die dort untergebrachten Bewohner statt.
Montags von 16:30 bis 18:00 Uhr und freitags von 15:30 bis 17:00 Uhr können hier erste Grundlagen in der deutschen Sprache erlernt werden.
Inzwischen kommen in den Sprachkurs auch einige Geflüchtete, die gar nicht oder nicht mehr in der Unterkunft wohnen. Manche besuchen den Deutschkurs auch nur in den Ferienzeiten, in denen die zertifizierenden Deutschkurse ausfallen, oder um nicht verstandenen Unterrichtsstoff nachzuholen. Der Kursraum wird von PlanB mit einem WLAN-Router unterstützt und verfügt inzwischen über einen Beamer. Gefördert wird das Angebot von DenkArbeit.Ruhr und ESF.
„Dienstags im Bahnhof“
Seit Juni 2023 findet im Endstation Kino, Bahnhof Langendreer Wallbaumweg 108 dienstags von 15:30 Uhr bis 18:00 Uhr das Sprachcafé „Dienstags im Bahnhof“ statt. Das Sprachcafé bietet gemeinsame Exkursionen, Ausflüge und Feste, Koch- und Backaktionen, Picknicks im Park aber auch Gespräche über Alltagsprobleme und Beratung.
Geboten werden neben Tee und Kuchen, Spiele zum Sprachlernen, Gesellschaftsspiele sowie Spiele für Kinder. Auch dieses Angebot wird gefördert von DenkArbeit.Ruhr und ESF.
Netzwerktreffen:
Jeden 2. Dienstag im Monat um 18:00 Uhr
Bahnhof Langendreer Endstation Kino
Wallbaumweg 108
44894 Bochum
Hallo zusammen, ich bin Christopher Khongklad und ich bin heute für die Amnesty International Gruppe aus Bochum hier um mit euch ein wenig über Menschlichkeit zu sprechen.
„Der Tod der Empathie ist eines der frühesten und deutlichsten Zeichen, dass eine Kultur gerade in die Barbarei verfällt.“. Das schrieb Hannah Arendt, weltberühmte Historikerin und Philosophin, 1951 in ihrem Hauptwerk „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“.
Aber was wollte sie damit eigentlich ausdrücken? „Der Tod der Empathie“. Was genau soll das bedeuten? Hannah Arendt wurde am 14. Oktober 1906 in Linden geboren. Sie gehörte dem Judentum an und erlebte das nationalsozialistische Regime damals hautnah. Einen der Ursprünge der Gräueltaten seiner Zeit sieht Arendt in dem Verfall menschlichen Einfühlungsvermögens. Den Menschen wurde durch unterschiedlichste Manipulationstaktiken gezielt die Empathie für anfällige Minderheiten abtrainiert und es ermöglichte einer ganzen Bevölkerungsgruppe empfindungslos Teil des größten Genozids der Menschheitsgeschichte zu sein.
Über die vergangenen Jahre mussten wir miterleben, wie faschistische und rassistische Stimmen wieder erstarkten. Entgegen all der Werte, für welche wir über Jahrzehnte hinweg gekämpft haben, entscheiden nun Menschen, welche ihr Eigeninteresse über das Gemeinwohl stellen über die Menschenrechte von Millionen, die selbst nicht das Privileg hatten in eine Position geboren zu werden, in der sie für sich selbst hier einstehen können.
CDU und SPD haben uns bewiesen, dass sie ihre Werte als verhandelbar erachten solang sich dadurch die eigene Machtposition erhalten lässt. Wie Fahnen im Wind kehren sie den propagierten Zielen von Diskriminierungsbekämpfung, Gleichberechtigung und Demokratieerhalt den Rücken. Die aktuelle Asylpolitik stellt in unseren Augen eine Gefährdung der Menschenrechte dar. So versprach die Regierung beispielsweise 2300 AfghanInnen eine Aufnahmezusage, welche in Folge des Aufnahmestopps zunächst missachtet wurde. Die AfghanInnen klagten größtenteils erfolgreich gegen diese Behandlung worauf die Merz-Regierung mit einer absichtlichen Verzögerung der Aufnahme der Schutzsuchenden reagierte.
Die Situation der AfghanInnen ist bei weitem kein Einzelfall. Immer wieder dürfen wir beobachten, wie intolerante und hasserfüllte Perspektiven seit dem Anstieg rechter Präsenz eine Plattform erhalten, sei es in den öffentlich rechtlichen Medien oder im Bundestag. Statt eine klare Ablehnung menschenverachtender Denkweisen zu zeigen entschied man sich Kompromisse einzugehen, welche Menschen in schweren Lebenslagen eine weitere Hürde auf dem Weg in ein friedliches Leben stellen.
Liebe Leute, zu Beginn dieser Rede erwähnte ich heute mit euch über Menschlichkeit sprechen zu wollen. Tatsächlich geht es jedoch eher darum, was passiert wenn man jene Werte, die wir teils auch so selbstverständlich hinnehmen, missachtet. Die Regierung unter Merz setzte sich dafür ein Asylanträge bereits an den EU-Grenzen zu bearbeiten und alle vermeintlich illegalen Einreisen zurückzuweisen. Das ist ein klarer Verstoß gegen deutsches Asylrecht und ein Ausdruck politischer Kälte, welcher uns als Gesellschaft weit zurückwirft. Auch das Verwaltungsgericht Berlin entschied so. Asylsuchende quälen sich ohnehin bereits durch einen von Bürokratie geprägten Prozess. Dann haben sie das Glück an vermeintliche Sozialinstanzen zu geraten und müssen sich sagen lassen, dass ihnen keine Wahl bleibe als umzukehren.
Umkehren, das bedeutet für viele den Tod, für viele weitere eine Gefängnisstrafe und im besten Fall Armut oder mangelnde Sicherheit. Dass diese Herangehensweise überhaupt in Betracht gezogen wurde spricht Bände. Wir von Amnesty sehen in den Änderungen der Asylpolitik ein weitreichendes und tiefgreifendes Problem. Menschenrechte werden relativiert und scheinen ihre Allgemeingültigkeit zu verlieren. Diese Änderungen und diese Bestrebungen, die die derzeitige Regierung durchsetzt gefährden die wichtigen Grunsätze von Gleichberechtigung und Demokratie.
Doch zwischen all diesen düsteren Zeichen ist der Anlass zu welchem wir uns heute hier einfinden ein freudiger. Dass sich hier Menschen versammelt haben um 10 Jahre Einsatz, 10 Jahre Empathie und Nächstenliebe zu feiern, das gibt mir Hoffnung. Das ist ein Zeichen, dass wir der Barbarei wie Hannah Arendt sie beschrieb noch fern sind. Deshalb ein herzliches Danke an jede Person, die sich stark macht für Menschen, denen das Schicksal schlechtere Karten gab und hoch die internationale Solidarität. Vielen Dank.
Liebe Mitglieder und Unterstützer*innen des Netzwerks Flüchtlinge Langendreer,
als Flüchtlingsrat NRW gratulieren wir herzlich zu zehn Jahren unermüdlichem Engagement!
Wie das Netzwerk haben sich im „Sommer der Migration“ 2015 im gesamten Bundesgebiet und auch in NRW zahlreiche ehrenamtliche Initiativen gegründet. Die gesellschaftliche Hilfsbereitschaft und die Anteilnahme am Schicksal der damals vor allem aus Syrien, Afghanistan und dem Irak geflüchteten Menschen waren enorm. Danach gingen die Solidarität mit Schutzsuchenden und die Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement spürbar zurück und nahmen erst im Zuge des Kriegsausbruchs in der Ukraine im Frühjahr 2022 wieder zu. Doch das Netzwerk Flüchtlinge Langendreer blieb über diese gesamte Zeit hinweg unbeirrt in seinem flüchtlingssolidarischen Engagement aktiv.
Flüchtlingssolidarisches Engagement ist nach wie vor unerlässlich, um Schutzsuchenden nach den oftmals traumatisierenden Erlebnissen im Herkunftsland und auf der Flucht Halt zu geben, ihnen zu ermöglichen, zur Ruhe zu kommen, und ihnen Orientierung in einer unvertrauten Umgebung mit einer fremden Sprache zu bieten. Besondere Bedeutung kommt der ehrenamtlichen Unterstützung angesichts der prekären rechtlichen Situation von Flüchtlingen zu.
Auf der europäischen Ebene schlägt sich seit 2015 ein immer schärferer Abschottungskurs Bahn. Die „Festung Europa“ zieht Mauern und Zäune hoch und nimmt bei ihrem Versuch, Schutzsuchende um jeden Preis fernzuhalten, massive Menschenrechtsverletzungen in Kauf. Das Sterben auf dem Mittelmeer, rechtswidrige Pushbacks und Elendslager wie das griechische Moria sind nur einige der tragischen Folgen dieser Politik. Mit der im vergangenen Jahr beschlossenen Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems, die unter anderem beschleunigte Asylverfahren unter haftähnlichen Bedingungen in Lagern an den EU-Außengrenzen vorsieht, wurde ein neuer Tiefpunkt beim „Flüchtlingsschutz“ in Europa erreicht.
Auch in Deutschland mussten wir, trotz anfänglich vereinzelter positiver Signale aus der Politik im Sommer 2015 – erinnert sei etwa an den Ausspruch „Wir schaffen das!“ der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel – im Laufe der letzten zehn Jahre im Großen und Ganzen eine beispiellose weitere Entrechtung und bewusste Abschreckung von geflüchteten Menschen erleben. Von den „Asylpaketen“ der Großen Koalition über das sog. „Rückführungsverbesserungsgesetz“ der Ampel-Regierung bis hin zu der von der derzeitigen Bundesregierung verfolgten „Migrationswende“ – es herrscht geradezu ein politischer Überbietungswettbewerb beim Abbau des Flüchtlingsschutzes. Die Grundwerte unserer offenen, demokratischen Gesellschaft werden dabei ebenso missachtet wie fundamentale rechtsstaatliche Prinzipien.
Ehrenamtliche wirken dieser Entrechtung und Ausgrenzung entgegen, indem sie geflüchteten Menschen zur Wahrnehmung ihrer Rechte verhelfen, was gerade angesichts der Kürzungen bei hauptamtlichen Beratungsstrukturen von besonderer Bedeutung ist. Außerdem ermöglichen Ehrenamtliche Teilhabe, indem sie zum Beispiel soziale Begegnungsräume schaffen. Anstatt dieses wichtige Engagement anzuerkennen und zu stärken, streichen politische Entscheidungsträgerinnen Fördermittel für das Ehrenamt. Sehr besorgniserregend ist zudem, dass Politikerinnen die zivilgesellschaftliche Flüchtlingssolidaritätsarbeit zunehmend grundsätzlich in Frage stellen und in Verruf bringen wollen.
Parolen wie die von Seehofer „Das Boot ist voll“ oder die Angst vor „Überfremdung“ erleben neue Aktualität und es gibt zunehmend mehr Menschen, die dem Gerede Glauben schenken. Schutzsuchende werden als Sündenböcke für Vieles missbraucht – sie haben ja auch keine Lobby.
Dabei ist der Umgang mit geflüchteten Menschen keine Nebensache, sondern spielt eine zentrale Rolle für die Frage, was für eine Gesellschaft wir sein wollen. Wie wir als Flüchtlingsrat NRW in unserer fast 40-jährigen Vereinsgeschichte immer wieder betont haben, sind Flüchtlingsrechte Menschenrechte und ihre Einschränkung bringt letztlich unser aller Freiheiten in Gefahr. Flüchtlingsschutz ist ein wesentlicher Prüfstein für eine gesunde und offene Demokratie. Ehrenamtliche treten für eine Gesellschaft ein, die Verantwortung für Schutzbedürftige und Menschen in Not übernimmt, und leben dieses Ideal aktiv vor.
Sich in diesen Zeiten mit Schutzsuchenden zu solidarisieren, sich für das Recht auf Asyl und die Wahrung der Menschenrechte einzusetzen, sich gegen den Rechtsruck zu stellen – dafür braucht es Ausdauer und Mut. Beides wünschen wir allen Mitgliedern und Unterstützer*innen des Netzwerks Flüchtlinge Langendreer!
Liebe Bochumerinnen und Bochumer!
Wir haben die Strecke geschafft – gemeinsam sind wir durch die Stadt gefahren, vorbei an all den Stellen, wo Radfahren noch immer gefährlich ist.
Jetzt stehen wir hier – vor dem Rathaus.
Der richtige Ort, um an das neue Stadtparlament und an die zukünftige Oberbürgermeisterin oder den Oberbürgermeister zu sagen:
Wir erwarten: Radfahren in Bochum muss sicher werden – und zwar sofort!
Bochum soll vom Nachzügler zum Vorreiter werden.
Sicherheit und Gerechtigkeit im Straßenverkehr dürfen keine Träumerei sein – sie müssen Realität werden.
Und genau dafür fahren wir weiter – am 20. September bei der Kidical Mass, bei der es um die Sicherheit unserer Kinder im Straßenverkehr geht.
„Bis dahin gilt: Bleibt weiterhin sichtbar. Bleibt auf dem Fahrrad. Und bleibt aktiv – am besten gleich bei der Podiumsdiskussion.
Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub lädt euch ein – heute von 13 bis 15 Uhr in die Quartiershalle der Ko-Fabrik. Zu Fuß nur 5 Minuten von hier und mit dem Fahrrad sogar doppelt so schnell.
Dort diskutieren fünf OB-Kandidat:innen über die Radpolitik. Geht hin, stellt Fragen – und zeigt, dass wir Veränderung wollen.“
„Danke, dass ihr dabei wart – und hoffentlich: bis gleich!
Liebe Freundinnen und Freunde des Fahrrads,
Schön dass ihr so zahlreich erschienen seid bei diesem perfekten FahrradFahrWetter.
Wir stehen hier vor dem Schauspielhaus – einem Ort für Kultur, für neue Perspektiven, für Begegnung.
Heute nehmen wir diese Idee mit auf die Straße.
Denn auch Bochums Straßen brauchen neue Perspektiven: Sicherheit. Gerechtigkeit. Platz für alle.
Aus diesem Grund hat die Radwende Bochum, zusammen mit dem VCD und dem ADFC Bochum, diese Demo organisiert – unter dem Titel: „Fair mobil in Bochum.“
Wir demonstrieren heute, weil:
– Radwege noch immer abrupt enden.
– Autos – meist ohne Konsequenzen – auf Radspuren parken.
– Kinder nicht sicher mit dem Fahrrad zur Schule fahren können.
– und weil Tempo 50 für Autos auf Straßen mit schlechten Radwegen erlaubt ist.
Das ist lebensgefährlich!
Wir wollen eine fehlerverzeihende Infrastruktur – eine, in der auch unerfahrene Radfahrende und Kinder unversehrt ans Ziel kommen und in der sich alle sicher fühlen können. Solche Bedingungen hat Bochum noch nicht. Bochum ist noch keine Fahrradstadt.
Aber das kann sich ändern. Indem Menschen wie ihr gemeinsam zeigen, dass es euch wichtig ist. Genau deshalb ist diese Demo heute ein starkes Zeichen.
Und einen besseren Zeitpunkt für so ein Zeichen gibt es nicht. Die Kommunalwahl ist in acht Tagen.
Deshalb ist jetzt der richtige Moment, sichtbar zu sein und zu zeigen, was uns wichtig ist.
Wir appellieren an alle Bochumerinnen und Bochumer,
und wir appellieren an das zukünftige Stadtparlament und an die neue Oberbürgermeisterin oder den neuen Oberbürgermeister:
Bochum muss bei den Radfahrbedingungen vom Nachzügler zum Vorreiter werden!
Um diesem Ziel näher zu kommen sind u.a. 3 unserer Forderungen, an das neue Stadtparlament:
–1. ein durchgängiges, sicheres und komfortables Radwegenetz,
–2. Tempo 30 und Sicherheitstrennstreifen überall dort, wo sie fehlen,
–3. und mehr Platz für Rad-, Fußverkehr und ÖPNV – also echte Flächengerechtigkeit!
Bevor wir gleich losfahren, noch drei kurze organisatorische Hinweise:“
„So – genug der Worte: Jetzt lasst uns für ein fahrradfreundliches Bochum demonstrieren. Danke, dass ihr dabei seid und ein Zeichen setzt für sichere und gerechte Mobilität.
Lasst uns gemeinsam losfahren, sichtbar und laut sein –
Lasst eure Klingeln erklingen – los gehts!
Gesundheit ist ein Menschenrecht – psychosoziale Versorgung von Geflüchteten stärken!
Danke für die Möglichkeit, heute hier sprechen zu dürfen.
Wir alle stehen heute hier, um uns Bochum als solidarische Stadt zu erkämpfen – als einen sicheren Hafen für Schutzsuchende, auch und gerade in Zeiten von einer immer unmenschlicher werdenden Asylpolitik und dem Rechtsruck, der bis in die sogenannte Mitte der Gesellschaft reicht. Wir sagen: Jetzt erst recht! Wir sind gekommen um zu bleiben!
Liebe Demonstrantinnen und Demonstranten, liebe Zuschauer und Interessierte
Schön, dass ihr so zahlreich dabei seid!
Wir haben jetzt ungefähr die Hälfte unserer Fahrraddemonstration erreicht und schon einige Stellen gesehen, auf denen das Fahrradfahren gefährlich ist.
Vor allem weil die Infrastruktur für Radfahrende lückenhaft ist.
Hier ein paar Beispiele:
So jetzt aber Schluss mit den schlechten Nachrichten. Wir machen uns jetzt wieder auf den Weg und fahren über die Freiligrathstraße auf die Herner Straße.
Dabei kreuzen wir am Bergbaumuseum die geplante Veloroute 1.
Dann geht es über die Herner Straße auf den Ring, den wir komplett fahren und dann geht es zum Rathaus. Hier endet unsere Demonstration.
Ich möchte noch auf zwei Gefahrenpunkte auf unserer Demonstration hinweisen:
Wenn wir vom Ring in die Dorstener Straße fahren, ist es hier teilweise eng bis zu den Straßenbahnschienen.
Noch enger wird es auf dem letzten Stück zum Rathaus auf der Hans-Böckler-Straße. Hier können wir die Schienen dann in einem guten Winkel queren. Es sind hier aber 2 enge Kurven zu fahren.
Passt auf euch auf!!
Mein Name ist … .
Guten Tag,
Heute spreche ich hier nicht nur für mich, sondern auch für viele andere Geflüchtete.
Wir alle mussten unsere Heimat verlassen.
In unseren Ländern gibt es Gewalt, Unterdrückung und keine Menschenrechte.
Ich komme aus dem Iran.
Dort werden Menschen verfolgt, verhaftet oder sogar getötet, nur weil sie Freiheit wollen oder ihre Meinung sagen.
Frauen und Männer, die für Gerechtigkeit kämpfen, haben dort keine Sicherheit.
Darum sind viele von uns hierher geflohen.
Wir haben unsere Familien, Freunde und unser altes Leben zurückgelassen.
Wir hatten nur einen Wunsch: Sicherheit und ein Leben in Würde.
Deutschland hat uns diese Chance gegeben.
Hier fühlen wir uns sicherer.
Hier gibt es mehr Respekt, mehr Freiheit und mehr Möglichkeiten.
Das ist für uns sehr wichtig – auch wenn wir noch keinen festen Aufenthalt haben.
Ich glaube, die Menschen werden in Zukunft stolz auf Deutschland sein.
Stolz, weil dieses Land seine Türen geöffnet hat.
Stolz, weil es Menschen geholfen hat, die Schutz brauchen.
Jetzt möchte ich sagen:
Wenn Sie Geflüchtete schützen, schützen Sie auch die Menschenrechte.
Und Menschenrechte sind für alle wichtig.
Im Namen vieler Geflüchteter sage ich:
Danke, Deutschland, für diese Chance.
Wir hoffen, dass wir eines Tages auch etwas zurückgeben können – mit unserer Arbeit, mit unserer Dankbarkeit und mit unserem Beitrag für diese Gesellschaft.
Vielen Dank.
Ich stehe hier für die Omas gegen Rechts, genauer die Arbeitsgruppe Flucht und Migration.
Wir sind besorgt –
besorgt um Menschen, denen bereits an der Grenze verwehrt wird, einen Asylantrag zu stellen und die direkt zurückgewiesen werden;
besorgt um Geflüchtete, deren Freiheit beschränkt wird, die gezwungen sind, bis zu 24 Monate lang in Massenunterkünften zu leben oder die bereits an der Grenze inhaftiert werden.
Wir sind entsetzt über die Toten im Mittelmeer oder in der Wüste, die auf der Flucht vor Verfolgung, Krieg oder Klimakatastrophen ums Leben kommen, denn ihre Rettung wird nicht zugelassen;
mehr…Liebe Bochumer*innen,
mein Name ist Katharina Schwabedissen.
Ich arbeite als Gewerkschaftssekretärin mit den Menschen, die jeden Tag in Kitas und Krankenhäusern erleben müssen, was es heißt, wenn Sozialpolitik in den Hintergrund tritt. Was es heißt, wenn für Kranke und Kinder nicht das Geld und die Strukturen da sind, die es braucht, um gut versorgt zu werden, frühkindliche Bildung für alle selbstverständlich gut und umfassend möglich zu machen und nicht krank bei der Arbeit zu werden.
„Bundestag ist kein Zirkuszelt“, hat der Kanzler gesagt. Keine Regenbogenfahne auf dem Reichstag, sagt die Bundestagspräsidentin. Ich schaue mich um und wundere mich, dass ich mich als queerer Mensch darüber empören soll. Warum streiten wir dafür, dass der deutsche Bundestag sich mit unserer Flagge schmückt, verlangen, dass er sich unsere Geschichte und unsere Kämpfe aneignet? Ein Parlament, das ein Selbstbestimmungsgesetz erlässt, von dem Asylsuchende ausgeschlossen sind. Das eine Kostenübernahme medizinischer Transitionen durch die Krankenkasse für nonbinäre Menschen nicht vorsieht. Ein Parlament, das den Familiennachzug subsidiär Schutzbedürftiger aussetzt. Das Menschen ohne Lohnarbeit eigentlich gerne verhungern lassen würde. Ein Parlament, in den rechte Politiker*innen in ihren Reden ungehindert die widerlichsten Lügen über queere Menschen verbreiten können. Ein Parlament, das auf Drängen der CDU ein neues Gewaltschutzgesetz nur verabschiedet, nachdem jeder Hinweis auf trans, inter und nicht binäre Personen aus dem Text gestrichen wurde, also jenen Gruppen, die besonders von Gewalt bedroht sind, sagt:
mehr…Hi, ich bin Rosaria von der DIDF-Jugend Bochum.
Wir sind erfreut darüber, dass heute hier so viele stehen, um für unsere Zukunft, die der Kinder und Jugend in Bochum einzustehen. Und, dass so viele Leute gegen Rassismus und für soziale Rechte in unserer Stadt kämpfen!
Wir stehen hier heute, weil wir nicht tatenlos zusehen, wie der immer steigende Rechtsruck, Ängste schürt, und unsere Stadtgesellschaft gegeneinander ausspielt!
Und wir stehen heute hier, weil wir unsere sozialen Nöte nicht instrumentalisieren lassen wollen!
mehr…Liebe Bochumer*innen, liebe Freund*innen,
viele Entscheidungen zum Asyl- und Aufenthaltsrecht werden auf europäischer-, Bundes- und Landesebene getroffen. Aber auch in Städten und Gemeinden wird Politik gemacht, die das Leben Geflüchteter unmittelbar prägt: Kommunen entscheiden darüber, ob Menschen würdig untergebracht werden, ob das Aufenthaltsrecht human angewandt wird und wie gut der Zugang zu Bildung und Teilhabe gelingt.
Wir sind heute hier, um klarzumachen: Bochum muss nach den Kommunalwahlen für eine menschenwürdige Fluchtpolitik stehen!
mehr…Unter dem Motto „Solidarität statt Rechtsruck!“ ruft die Seebrücke Bochum für den heutigen Samstag zu einer Demonstration auf. Hinter dem Aufruf steht ein Bündnis von mittlerweile mehr als 15 Organisationen aus Bochum, die damit kurz vor der Kommunalwahl ein Zeichen gegen rechte Stimmungsmache, Rassismus, Queerfeindlichkeit und soziale Ausgrenzung setzen wollen.
mehr…Sehr geehrte Mitstreiter und -Innen,
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, die Aussage:
Wohnen ist ein Menschenrecht
Denn Wohnraum gehört zu den lebensnotwendigen Gemeingütern, die staatlich zu gewährleisten sind – jedenfalls dann, wenn der Markt versagt. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt spitzt sich immer weiter zu. Bezahlbarer Wohnraum ist kaum noch zu finden; die Bautätigkeit hält mit der Nachfrage nicht Schritt.
Wenn aber der Markt versagt, muss der Staat regulierend eingreifen, um ungerechtfertigte Gewinne zu Lasten breiter Bevölkerungsschichten zu verhindern. Wenn der Markt es nicht schafft, genügend Sozialwohnungen zu bauen, ist es Aufgabe des Staates, das elementare Menschenrecht auf Wohnen zu sichern.