Montag 24.11.25, 12:15 Uhr

Die Welt ein „Haus aus Dynamit“?


Die IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs) Regionalgruppe Bochum lädt zu einer Veranstaltung über die Gefahren eines Atomkrieges ein: »Ein Haus aus Dynamit hat die atomare Abschreckungspolitik aus unserem Globus gemacht. Ein Haus, in dem eine Fehlzündung uns und unsere Zivilisation verbrennen kann. Eindringlich zeigt der Netflix-Film „A House of Dynamite“ die 20 Minuten, die den Verantwortlichen in den USA nach einem Angriffsalarm bis zum Einsatz ihrer Atombomben bleiben. Zum Glück ist es ein spannender Thriller, keine Dokumentation.

Doch 1983, mitten im „Kalten Krieg“, gab es tatsächlich einen Angriffsalarm, der die Welt an den Rand eines Atomkriegs zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion führte. Einer Raketenbeobachtungsstation nahe Moskau wurde ein Angriff durch 5 US-amerikanische Raketen gemeldet, der nach allen Sicherheitsüberprüfungen immer wieder bestätigt wurde. Der diensthabende Offizier, Stanislaw Petrow, stufte schließlich, entgegen dem Sicherheitsprotokoll, die Meldung als Fehlalarm ein und verhinderte so den atomaren Gegenschlag. Später stellte sich heraus, dass Sonnenreflexionen von Beobachtungssatelliten als Raketenstart fehlinterpretiert worden waren.

Können wir „aus Versehen“ in einen Atomkrieg hineinrutschen?

Diese Frage wollen wir folgenden Referenten stellen und gemeinsam diskutieren:

Karl Schumacher aus Oberhausen. Als 1998 bekannt wurde, wie nah die Welt dem Atomkrieg gewesen war, bewegte es ihn so sehr, dass er sich auf den Weg nach Moskau machte. Um Herrn Petrow zu danken. Danken für die Rettung von Millionen Menschen vor dem Atomtod (www.karl-schumacher-privat.de). Herr Schumacher wird uns von seiner Begegnung mit Stanislaw Petrow erzählen.

Dr. Jürgen Altmann, Privatdozent i.R., ist Physiker und Friedensforscher an der TU Dortmund. Seit 1985 bearbeitet er wissenschaftlich-technische Probleme der Abrüstung. Eine seiner Hauptfragen ist: Welche Folgen für den Frieden würden neue Waffenarten bringen, insbesondere unbemannte und autonome Systeme und der Einsatz von KI?

Krysztof Daletski hat gemeinsam mit seiner Tochter ein Lied über Stanislaw Petrow geschrieben, das beide mit anderen Friedensliedern vortragen werden.

Moderation: Rita Bernhard, IPPNW. «

Wo: Pauluskirche, Grabenstr. 9   44787 Bochum

Wann: Donnerstag, den 04.12.2025, 19:00 – 20.30 Uhr,

Eintritt frei, über Spenden für unsere Arbeit freuen wir uns sehr