Dieser Gedenktag, der bereits 1947 eingeführt wurde, wird heute nur noch in wenigen Städten in Deutschland am 2. Sonntag im September begangen.
In vielen Orten wurde die Erinnerung durch die Repressionen der Politik gegen die VVN ab Ende 1959 eingestellt. Damals wurden einzelne Landesvereinigungen der VVN verboten und die Bundesregierung stellte den Antrag, die Verfassungswidrigkeit der VVN festzustellen.
Am vergangenen Freitag kam es im Bundestag zu einem heftigen Disput, in dessen Folge die Bochumer Abgeordnete der Linken, Cansin Köktürk, mit Ordnungsrufen dafür ausgezeichnet wurde, dass sie die gegen Migrant*innen gerichtete Rede des AfD Abgeordneten René Springer nicht kommentarlos hinnahm. Auf seine Aussage „… dann werden wir dafür sorgen, dass bei denjenigen 150 000 in unserem Land, die beispielsweise mit einem Haftbefehl gesucht werden, aber zugleich Anspruch auf Grundsicherungsleistung haben, nur noch eins passiert, wenn sie ins Jobcenter kommen, nämlich die Handschellen klicken und kein einziger Euro mehr bezahlt wird.“ antwortete laut Bundestagsprotokoll Cansin Köktürk: „Wer sind Sie, dass Sie von Handschellen sprechen?“ und „Was ist das? Was ist das für eine rassistische Scheiße?“
Die Bezirksschülerinnenvertretung ruft in ihrer heutigen Pressemitteilung im Rahmen des bundesweiten Aktionstags des Bündnisses Bildungswende jetzt zu der Demonstration in Bochum unter dem Motto „PISA-Schock – Bildungskrise 2026 – genug geredet. Bildungswende jetzt!“ auf:
Am Donnerstag, 17. September 19:00 Uhr, geht es im Bahnhof Langendreer um die Fragen, wie eine nachhaltige und gerechte Landwirtschaft der Zukunft aussehen kann und welche Rolle dabei Kaffee-Kooperativen im Fairen Handel spielen, sowie die Frage, wie sie sich den Herausforderungen des Klimawandels stellen. Gemeinsam haben Bahnhof Langendreer, Informationsbüro Nicaragua, Bochumer Fairtrade-Steuerungsgruppe, Solidarische Landwirtschaft Bochum (SoLaWi) zwei Kaffeebäuerinnen aus Kolumbien und Nicaragua dazu eingeladen und schreiben:
Am Montag hatte das Kuratorium Stelen der Erinnerung zu einer Gedenkaktion zu Ehren von Betti Hartmann eingeladen. Hier der Bericht zu der Aktion: »Wenige Monate vor dem 100. Geburtstag erinnerte das Kuratorium Stelen der Erinnerung an Betti Hartmann. Sie wurde am 31. August 1942 als 15-jähriges jüdisches Mädchen in Auschwitz ermordet. Dieses Gedenken hat an Aktualität und Notwendigkeit nichts eingebüßt, wie die jüngsten Vorfälle mit Amtsträgern der AfD belegen.
Einladung zu einem Zusammensein nach der Wahl,Quartiershalle der KoFabrik, am 6.9. ab 18 Uhr »Egal wie das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen – Anhalt nun wirklich und wahrhaftig ausfällt, es wird sicher eine Zäsur sein. Das mutmaßlich mindestens ein Drittel der Wähler*innen 81 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges rechtsextreme Demokratiefeinde wählen,
In einer aktuellen Pressemitteilung geht das Netzwerk Stadt für Alle auf die Meldungen ein, dass C&A seine Filiale in der Kortumstraße schließen wird und schreibt dazu: »Das Bochumer Netzwerk “Stadt für Alle” begrüßt den Vorstoß von Sandra Gagliardi, Geschäftsführerin von Bochum Marketing, das bisherige C&A-Gebäude in der Bochumer Innenstadt in Wohnraum umzubauen. Die Stadt soll Konzepte ausloten, wie das bisherige Kaufhausgebäude gemeinwohlorientiert entwickelt werden kann, schlägt das Netzwerk vor.
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zur Behandlung der „Erweiterung des Technologiequartiers“ im Naturschutzbeirat: »Die Planung für die „Erweiterung des Technologiequartiers“ steht am 02.09.2026 endlich auf der Tagesordnung des Bochumer Naturschutzbeirats. In der Bezirksvertretung Süd war bereits bei der Einleitung des Planverfahrens im August 2023 kritisiert worden, dass der Naturschutzbeirat, der bei der Unteren Naturschutzbehörde eingerichtet ist, nicht sofort beteiligt worden war.
Zu den Auswirkungen der Gesundheitsreformen, 6. September, 16 Uhr in der KoFabrik
„Bis man einen Termin beim Kardiologen bekommt, ist man längst tot“ – sagte kürzlich eine Kollegin und tatsächlich ist das monatelange Warten auf Facharzttermine für alle ein Ärgernis und für viele ein Krankheitsrisiko. Arztpraxen werden von Finanzinvestoren übernommen, Krankenhäuser – oft in privater Trägerschaft – werden in erster Linie nach der Gewinnerzielung ausgerichtet und nicht an dem tatsächlichen Versorgungsbedarf vor Ort. Aber es soll noch schlimmer kommen, wenn die neusten „Reformen“ des Gesundheitssystems greifen.
Ab Donnerstag, dem 3. September findet jeweils am 1. und 3. Donnerstag im Monat eine Beratung für Kriegsdienstverweigerer (KDV) im alten Büro Der Linken, Universitätsstraße 39 statt. Die Berater der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen sind dort ab 17 Uhr bis mindestens 18 Uhr zu erreichen. Sie machen darauf aufmerksam, dass auch Reservisten den Kriegsdienst verweigern können.
Das soziokulturelle Zentrum lädt zur großen Jubiläumsfeier:
40 Jahre Soziokultur! Im Juli 1986 ging die Kneipe im Bahnhof, im Dezember 1986 der Bahnhof Langendreer an den Start, zwei Jahre darauf folgte das endstation.kino – doch die Anfänge des soziokulturellen Zentrums reichen schon bis ins Jahr 1981 zurück. Damals kämpfte eine breite soziale Bewegung für ein autonomes Kulturzentrum in Bochum – auch mit Fabrikbesetzungen.
Der Verein „Quartiershalle in der KoFabrik“ hat kurzfristig aufgerufen Haltung und Gesicht gegen Rechts zu zeigen und viele, viele kamen. Wir dokumentieren eine Bildergalerie der beeindruckenden Aktion und die Beiträge, die auf der Kundgebung verlesen wurden: den offenen Brief der Initiatorinnen und den Solidaritätsbeitrag von Nutzer*innen.
Die IG Metall hat zur Ruhrpottrebellion aufgerufen und fand viel Resonanz. Eine derart kämpferische Stimmung, wie am letzten Freitag auf dem Dr.-Ruer-Platz hat es seit den Demonstrationen gegen die Einführung von Hartz IV nicht mehr gegeben. Ulrike Hölter, die 1. Bevollmächtigte der IG Metall im mittleren Ruhrgebiet machte zu Beginn der Kundgebung klar, worum es den Gewerkschaften geht: Die Regierenden sollen einfach Respekt vor den Leuten aufbringen, die den Laden am Laufen halten.
Mit der Aufstellung zum Peace-Zeichen unter dem Büro des Oberbürgermeisters demonstrierten IPPNW und Friedensplenum für die Ächtung von Atomwaffen.
Mit einer Aktion vor dem Bochumer Rathaus erinnerten IPPNW und Friedensplenum am Mittwoch dieser Woche an den „Mayors for Peace“-Tag. Bochum ist Mitglied der Organisation Mayors for Peace. Sie wurde 1982 vom Bürgermeister von Hiroshima gegründet – aus der grundsätzlichen Überlegung heraus, dass Bürgermeister:innen für die Sicherheit und das Leben ihrer Bürger:innen und Bürger verantwortlich sind. Arno Lohmann erläuterte in seiner Begrüßungsrede die Bedeutung der Kampagne.
Von links nach rechts: Bianca Schmolze (Moderation, Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e.V.); Shole Pakravan (Schauspielerin, Aktivistin, Mutter von Reyhaneh Jabbari und Stimme der Bewegung der Dadkhah-Mütter); Solmaz Gholami (Regisseurin, Doktorandin der Gender Studies an der Ruhr-Universität Bochum und Aktivistin); Maximiliane Brand (Ruhr-Universität Bochum); Hans Christoph Hudde (Amnesty International Bochum)
Anlässlich der heutigen Uraufführung des Theaterstücks „Blutiger Januar“ im Schauspielhaus Bochum fand am Freitag eine bewegende Pressekonferenz statt. Im Mittelpunkt standen Berichte über Menschenrechtsverletzungen im Iran, die dramatische Zunahme politisch motivierter Hinrichtungen sowie die Rolle von Kunst und Kultur als Mittel des Widerstands und der Erinnerung.
4.7.26 massive Polizeigewalt in Erfurt gegen friedliche Menschen
Die Polizei ging letzte Woche bei dem Protest gegen die AfD in Erfurt nicht sonderlich freundlich mit den Demonstrant:innen um. Radio Bochum berichtet heute: „Nach Kritik der Linken Bochum bestätigt die Polizei: Ein umstrittener Einsatzbefehl einer Bochumer BFH-Einheit beim AfD-Parteitag in Erfurt wurde tatsächlich gegeben. Umgesetzt worden sei er aber nicht.“
Am Sonntag, den 12. Juli findet im Oval Office im Schauspielhaus Bochum die Uraufführung des Theaterstücks „Blutiger Januar“ statt. Es erzählt eindringlich von Erinnerung, Schmerz, Exil und dem Kampf um Gerechtigkeit im Iran. Zu den Mitwirkenden zählen Shole Pakravan, die Mutter von Reyhaneh Jabbari, deren Schicksal durch den Film „Sieben Winter in Teheran“ und das Buch „Wie man zum Schmetterling wird“ bekannt wurde, und die Bochumer Medienwissenschaftlerin und Filmemacherin Solmaz Gholami.
Im vierten Teil der Antifeminismus-Reihe lädt das Offene Antifa Café am 19. Juni zu einem Vortrag über rechte christliche Influencer*innen ins Sozialen Zentrum Bochum ein. Einlass ist ab 18:30 Uhr, im Anschluss gibt es veganes Essen und Getränke gegen Spende.
Im Bochumer Kulturstammtisch und in der 10%-Initiative kommen freie Kulturakteur:innen und Künstler:innen miteinander in den Austausch — über Förderung, Ressourcen und die Bedingungen kultureller Arbeit in Bochum. Am Dienstag, dem 2. Juni um 19 Uhr wird dieses Gespräch in der Rotunde öffentlich fortgeführt und um Perspektiven aus Kulturverwaltung und Kulturpolitik erweitert.
Der „NRW-Appell für ein AfD -Verbot“ hat das Ziel erreicht: »In nur 3 Monaten hat ein Netzwerk von 120 Organisationen und Bündnissen gegen Rechts in NRW 100 000 Unterschriften gesammelt, zwei Monate vor der geplanten Übergabe der Petition. Ziel des NRW Appells: Die NRW-Landesregierung soll sich im Bundesrat für ein Verbotsverfahren gegen die AFD einsetzen.
Am 14. Februar findet wieder die Tanzdemo „One Billion Rising“ als kraftvolles Zeichen gegen Gewalt und Feminizide statt. Organisatorin Ximena León erinnert im Aufruf daran, dass schon 2022 Frauen in Bochum in Solidarität mit Iran gesungen haben und diese Solidarität nicht endet: «Unsere Gedanken und unsere Unterstützung gelten allen Frauen und Menschen, die Unterdrückung, Gewalt und Entrechtung erfahren – im Iran, in Afghanistan, in Gaza, in Syrien und im kurdischen Raum, u.s.w. Diese Orte mögen geografisch weit entfernt sein, doch sie sind Teil unseres Lebens: durch Nachbarinnen, Freundinnen, Kolleg*innen, durch gemeinsame Geschichten und geteilte Menschlichkeit.«
»In der Reihe zur Bochumer Stadtgeschichte präsentiert das Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, am Mittwoch, 11. Fewbruar , um 19 Uhr den Vortrag „Urlaubsfreuden unter dem Signum des Hakenkreuzes – Mit ‚Kraft durch Freude‘ von Bochum an die Mosel“. Referent ist Dr. Christof Krieger. Der Eintritt ist frei.
Der ARWED lädt am Sa 07.02.26, von 14-17h ins „Haus der Begegnung“ zu einem Filmnachmittag und Gespräch ein und schreibt: »Die Veranstaltung richtet sich an Eltern, Angehörige und Interessierte aus Bochum und Umgebung.
Das Schauspielhaus Bochum lädt zu einem Solidaritäts-Abend für Iran ein: »Wir sind erschüttert angesichts der Brutalität, mit der das iranische Regime gegen die eigene Bevölkerung vorgeht. Um unsere Solidarität mit den Menschen im Iran und ihren Angehörigen auszudrücken, laden wir am Sonntag, den 15.02. um 18 Uhr ins Oval Office ein zu einem Soli-Abend – mit Musik, Texten, künstlerischen Beiträgen von Freund*innen und einer Gesprächsrunde bei freiem Eintritt. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, im Tanas bei persischem Essen das Gespräch weiterzuführen.
Am 27. Januar 2026 erinnerten auf Einladung des Bochumer Bündnis gegen Recht, der Omas gegen Rechts Bochum und West und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Bochum (VVN-BdA) Bürger und Bürgerinnen an die Bochumer Opfer des Faschismus. Vor 81 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz von Soldaten der Roten Armee befreit.
In Bochum wird seit vielen Jahren an diesem Tag an die jüdischen Bochumer Opfer gedacht. Ihre Namen sind auf langen Bannern aufgeschrieben und werden vorgelesen.
Bochumer*innen haben angesichts der Angriffe auf die demokratische Selbstverwaltung in Nordsyrien einen Appell initiiert „Menschlichkeit ist nicht verhandelbar“. Der Appell mit der Liste der Unterstützer:innen. Stand: Donnerstag, den 30. 1. 2026., 08.15 Uhr:
Am Dienstag, 20. Januar 2026 fand vor dem Rathaus Wattenscheid, auf dem Betti-Hartmann-Platz eine Mahnwache auf Initiative der VVN-BdA Bochum statt.
Ziel der Mahnwache war es, auf die Situation hinzuweisen, dass es in der Bezirksvertretung einen 2. Stellvertretenden Bürgermeister aus den Reihen der AfD gibt. Der Wunsch an die Wattenscheider Bezirksvertretung ist es, diese Wahl rückgängig zu machen. Trotz des kalten Wetters und der – für Demonstrationen und Mahnwachen eher ungünstigen Uhrzeit – trafen sich gegen 14:45 ca. 25 Mitstreiter*innen, um ihren Unmut über diese Situation zum Ausdruck zu bringen. Unter ihnen Vertreter*innen der Grünen, der Linken und – man höre und staune – der CDU.
Jin Jiyan Azadi NRW, das Roud Media Collective und Die Linke Bochum rufen für morgen (Samstag, 17.01.2026) zu einer Demonstration in Solidarität mit den Menschen im Iran und Rojava auf. Die Demo startet um 14:30 Uhr am Bochumer Rathaus. Der Aufruf auf Deutsch, Englisch und Farsi:
Studierende der Ruhr-Universität rufen für morgen zur Teilnahme an einer Mahnwache für Iran auf. Die Mahnwache wird am Freitag, dem 16. Januar von 12-13:30 Uhr auf der Brücke der Ruhr-Universität stattfinden. Seit Ende Dezember sind im Iran nach offiziellen Angaben über 2.000 Menschen bei Protesten getötet worden. Die Dunkelziffer liegt vermutlich deutlich höher.