Hallo, ich spreche hier für das Bochumer Netzwerk Stadt für Alle. Seit 2016 setzen wir uns für eine solidarische und ökologische Stadt Bochum ein. Immer wieder begegnet uns dabei der Immobilienkonzern Vonovia. Als Mietpreistreiber, bekannt für falsche Nebenkostenabrechnungen und als Anteilseigner des kommunalen Wohnungsunternehmens VBW. Die Präsenz von Vonovia in der Stadt drückt sich nicht nur in der hier ansässigen neuen Konzernzentrale aus. Gute Verbindungen zu Politik und Verwaltung gehören natürlich dazu. Und wie das an Standorten großer Unternehmen so üblich ist, wurde Vonovia auch Hauptsponsor des VfL Bochum und das Stadion nach dem Konzern benannt.
Ihr fragt euch vielleicht, weswegen jetzt eine Klimagerechtigkeitsgruppe vor euch da steht und was zu Wohnungspolitik erzählt aber ganz ehrlich, das Thema Wohnen betrifft alle soziale Kämpfe. Was bedeutet es eigentlich für mich wenn, vielleicht schleichend, vielleicht plötzlich, ich mehr als die Hälfte meines verfügbaren Einkommens für die Miete ausgeben muss?
Unter diesem Motto rufen die OMAS GEGEN RECHTS Bochum & West zur Teilnahme an einer Kundgebung am Samstag, den 30.04.2022 um 12.00 Uhr auf dem Dr.-Ruer-Platz in Bochum auf.
Die Kundgebung ist eine Veranstaltung im Rahmen der Kampagne „LANDTAG NAZIFREI – Keine Stimme für die AfD und andere Rassist*innen“, die von Gewerkschaften, dem Kinder- und Jugendring und dem Bündnis gegen Rechts in Bochum anlässlich der Landtagswahl am 15.05.2022 ins Leben gerufen wurde.
Der Flüchtlingsrat NRW ruft dazu auf, bei der Landtagswahl am 15.05.2022 ein »deutliches Signal zugunsten einer humanen und solidarischen Flüchtlingspolitik zu setzen. Bereits im März hat der Flüchtlingsrat NRW ein Forderungspapier mit Erwartungen an die zur Wahl stehenden Parteien und Kandidatinnen veröffentlicht. Unter anderem sollen Schutzsuchende nicht über Monate isoliert in Aufnahmeeinrichtungen des Landes verharren müssen, sondern möglichst schnell eine eigene Wohnung in den Kommunen beziehen können, um dort am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Hierzu muss ihnen außerdem der umfängliche Zugang zu Bildungsangeboten und zum Arbeitsmarkt ermöglicht werden. Zudem fordert der Flüchtlingsrat NRW eine Abkehr von der restriktiven Abschiebungspolitik und adäquate Möglichkeiten zur Sicherung des Aufenthalts.
ÜBER: Platz des Europäischen Versprechens mit Kundgebung: Solidarität, Frieden und Selbstbestimmung für die Ukraine! Nie wieder Krieg – die Waffen nieder! Weltweit! WEITER ZUM: Westpark 12 Uhr: Küchentalk zur „Verteilungsgerechtigkeit“ – Katja Leistenschneider spricht mit verschiedenen Gästen über deren Vorstellungen einer solidarischen und gerechten Gesellschaft. Kommentiert von Esther Münch, alias Waltraud Ehlert. Westpark Bochum (Wiese hinter der Jahrhunderthalle) Familienfest mit Kinderprogramm, Infomarkt, DJ Dirk, Speisen und Getränke
Die Initiator:innen des Klimacamps Bochum erklären Motivation und Ziele des in der kommenden Woche startenden Camp: »In der Bochumer Innenstadt findet vom 4. bis zum 20. Mai ein Klimacamp statt. Mit der Aktion möchten die Demonstrant*innen darauf aufmerksam machen, dass sowohl Landesregierung wie auch Stadtrat bislang keine ausreichenden Maßnahmen für das 1,5 Grad Ziel und den Erhalt der menschlichen Lebensgrundlagen beschlossen haben.
Im Rahmen der kritischen Woche der Fachschaft Sozialwissenschaften an der Ruhr-Uni lädt die Gruppe Donnerlüttchen am Freitag, den 29. 4. um 18 Uhr im Hörsaal HGD30 zu einem Vortrag von Janina Rostek und Miriam Brost ein zum Thema „Vergessene Frauen der Literatur“: »Zunächst stellt sich die letztes Jahr gegründete Gruppe Donnerlüttchen selbst vor: was ist materialistischer Feminismus, was ist das Selbstverständnis? Was sind unsere Ziele, politische Überzeugungen, welche Aktionen sind uns wichtig? Wo haben wir bereits mitgemischt, wo kann man uns und unsere Arbeit in nächster Zeit kennenlernen? Der zweite Teil besteht aus einer Melange an theoretischem und praktischem Input unter dem Titelthema „Vergessene Frauen in der Literatur?“. Worum geht es, wenn über „Frauenliteratur“ gesprochen oder geschrieben wird? Was bedeutet in diesem Zusammenhang „vergessen“?
Das Programm vom Kino Endstation ab Donnerstag unter anderem mit den Filmen Vortex. Das Kino schreibt dazu: »“Das Leben ist ein Traum, nicht wahr? Ja. Ein Traum im Traum.“ eine Frau und ein Mann, beide um die 80, stoßen auf der Terrasse ihrer großen Pariser Wohnung aufeinander an. Ein schöner Moment. Sie scheinen glücklich zu sein.
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert zum Welttag für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz an diesem Donnerstag, 28. April : »Von der richtigen Schutzkleidung in der Lebensmittelherstellung bis hin zur Arbeitszeiterfassung in der Gastronomie – die Aufsichtsbehörden sollen Unternehmen in Bochum häufiger daraufhin prüfen, ob Arbeitsschutzvorschriften eingehalten werden. Allerdings fehle es den Ämtern häufig an Personal.« Bei 344 Aufsichtsbeamtinnen und -beamte für Arbeitsschutz-Prüfungen in NRW müsse sich rein rechnerisch ein Kontrolleur landesweit um 1.263 Betriebe kümmern. Damit sei effektiver Arbeitsschutz kaum möglich kritisiert Martin Mura, Geschäftsführer der NGG-Region Ruhrgebiet. »Der kritische Kontrollblick auf die Gefahren am Arbeitsplatz dürfe nicht länger eine „Rarität der Arbeitswelt“ bleiben. Nach Angaben der Arbeitsagentur gibt es allein in Bochum aktuell 7.900 Betriebe (mit mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten).
Im Rahmen ihrer kritischen Woche lädt die Fachschaft Sozialwissenschaften an der Ruhr-Uni am Freitag, den 29. 4. um 14 Uhr online via Zoom zu einem Vortrag von Blu Doppe von queertopia.de ein zum Thema „„Zusammen sind wir stärker“ – 1×1 der Verbündetenschaft“: »Das Konzept der Verbündetenschaft (engl. allyship) beschreibt Strategien, wie Menschen mit gewissen Privilegien mit Menschen zusammen kämpfen können, die diese Privilegien nicht haben. Dazu werden wir folgende Fragen bearbeiten: Was bedeutet Verbündetenschaft? Wo liegen die Ursprungsideen? Wer kann mit wem Verbündet-Sein und warum? Wie kann ich mit meinen Privilegien achtsam umgehen und sie teilen? Wie kann ich mich mit anderen verbünden?« Die Veranstaltung ist begrenzt auf 20 Teilnehmende, Voranmeldung nötig unter: https://ogy.de/0rbo
In der nächsten Woche finden folgende Veranstaltungen statt:
25.04.2022// ganztägig // Interaktiver Campus-Rundgang – Catcalling auf der Spur
Catcalling kann überall und jeder Person passieren. Leider auch auf dem Campus einer Universität. Das Gleichstellungsbüro der RUB und die Gruppe Catcalls of Bochum möchten verbale Belästigung auf dem Campus sichtbar machen und schreiben dazu Eure Erlebnisse mit Kreide auf den Campus.
Am Montag, den 25.04. könnt Ihr Euch die Ankreidungen auf dem Campus der Ruhr-Universität Bochum anschauen. Es wird keinen gemeinsamen Rundgang geben, sondern jede*r kann individuell oder in kleinen, privat organisierten Gruppen die Strecke ablaufen. Als Guide werdet Ihr dabei von einem Dokument angeleitet, dass Euch eine Route anzeigt und ein paar zusätzliche Informationen zum Thema Catcalling gibt.
Meldet Euch bei Interesse an dem Rundgang per Mail und wir senden Euch kurz vor der Veranstaltung den Guide zu. Falls wir die Veranstaltung aufgrund von schlechtem Wetter absagen oder verschieben müssen, werdet Ihr per Mail informiert. (Veranstalter: Gleichstellungsbüro der RUB, Catcalls of Bochum)
25.04.2022// 19 Uhr // „Intersektionaler Feminismus und Jüdische Perspektiven“ von „Jüdisch & Intersektional – Initiative für kritische Bildungsarbeit“
Im Rahmen der kritischen Woche der Fachschaft Sozialwissenschaften an der Ruhr-Uni laden Students for Future Bochum am Donnerstag, den 28. 4. um 18 Uhr im Hörsaal HGD30 zu einem Vortrag von Marius Maleschka, Lusian Borchers und Robin Wegener ein zum Thema „Perspektive auf die Klimakrise“: »Die Klimakrise ist doch nur ein Ökothema? Falsch, jede Disziplin kann etwas zur Krisenbewältigung beitragen! Gemeinsam mit euch wollen wir die Perspektive wechseln und so einen breiteren Blickwinkel auf die Klimakrise einnehmen. Wir schauen uns an, welche Erklärungen und Lösungsansätze sozialwissenschaftliche und geografische Perspektiven bieten können:
Die Antifaschistische Gruppe V, die Antifaschistische Linke Bochum, das non a parole – Antifaschistische Kollektiv Bochum, die f:antifa Bochum, das Offene Antifa-Café Bochum und Get Active! Bochum rufen zur Revolutionären Vorabenddemo 2022 unter dem Motto „Klassensolidarität statt staatlicher Autorität“ auf. Start ist am Samstag, den 30. April um 19:00 Uhr auf dem Dr.-Ruer-Platz. Der umfangreiche Aufruftext ist auf dem Infoportal Antifaschistischer Gruppen aus Bochum veröffentlicht.
Dass kritische Aktionär:innen, Mieterinitiativen und Mietervereine die Aktionärsversammlung börsennotierter Wohnungskonzerne nutzen, um gegen die Geschäftspolitik dieser renditeorientierten Großvermieterinnen zu protestieren, gibt es schon ein paar Jahre. In diesem Jahr wurde allerdings in Bochum eine neue Ebene des Protestes erreicht. Am heutigen Nachmittag zogen bis zu 500 Demonstrant:innen durch die Innenstadt und bis zur Vonovia-Zentrale an der Universitätsstraße.
Ende Gelände auf Twitter: „Huch, diese Werbekampagnen werden aber auch immer ehrlicher…“
In einer Pressemitteilung schreibt Ende Gelände Bochum: »In der Nacht von Freitag auf Samstag verteilten Aktivist*innen der Klimagerechtigkeitsgruppe „Ende Gelände Bochum“ im Zuge einer Adbusting-Aktion über ein dutzend Plakate in Werbekästen der Bochumer Innenstadt. Die Plakate bezogen sich satirisch auf den in Bochum ansässigen Immobilienkonzern Vonovia SE. Die Aktion fand im Rahmen von Protesten gegen den Konzern, seine Geschäftspraktiken sowie die Profitorientierung des Wohnungsmarktes statt, zu denen ein breites Bündnis am Samstag, den 23.04. in Bochum aufruft.
Im Rahmen der kritischen Woche der Fachschaft Sozialwissenschaften an der Ruhr-Uni lädt die Humanitäre Cuba Hilfe (HCH) am Donnerstag, den 28. 4. um 16 Uhr im Raum GB 03/42 zu einem Vortrag von Dr. Klaus Piel ein zum Thema „Kubas Gesundheitssystem in Corona- und Blockadezeiten und seine weltweiten medizinischen Einsätze“: »Spätestens seit der Bekämpfung des Ebola-Ausbruches in Westafrika 2014/15 und der COVID-19 Pandemie 2020 sind Kubas weltweite medizinische Einsätze auch ein Thema der Mainstreammedien. Selbst die New York Times lobte diesen Einsatz in Leitartikeln.
Oder auch: Wie verhindern wir den Systemkollaps? Unter diesem Motto stand die Auftakt-Podiumsdiskussion des 2. bundesweiten Mietenstopp-Gipfels, der an diesem Wochenende im Bahnhof Langendreer stattfindet. Zwei Stunden lang diskutierten „prominente“ Teilnehmer:innen des Gipfels vor und mit über 50 Zuschauer:innen, wie die seit Jahren steigenden Mieten endlich in den Griff zu kriegen sind.
Bochum erwartet ein wichtiges mietpolitisches Wochenende. André Juffern, Geschäftsführer des Deutschen Mieterbunds NRW, bezeichnete Bochum bereits als „Hauptstadt des Mieterschutzes“. Da ist zum einen der Mietenstopp-Gipfel im Bahnhof Langendreer von Freitag bis Sonntag, zum anderen die NoVonovia Aktionstage.
Das gesamte Programm kann hier nachgelesen werden. mehr…
Die Stadtverwaltung hat die langen angekündigten Planungen zum Umbau des Vorbehaltsstraßennetzes veröffentlicht. Von diesen Planungen hängt ab, inwieweit Tempo-30 eingerichtet werden kann, denn auf Vorbehaltsstraßen ist die Anordnung von Tempo 30 nur in Ausnahmefällen möglich. Die Radwende hat einiges an Kritik an den geplanten Änderungen.
Am kommenden Mittwoch, den 27. April bietet die Kritische Woche der Fachschaft Sozialwissenschaften der Ruhr-Uni zwei Veranstaltungen an. Um 19 Uhr lädt das Offene Antifa Café im Sozialen Zentrum zu einem Vortrag ein zum Thema „Antifeminismus als Scharnier – historischer Überblick und aktuelle Verschränkungen“: »Emanzipatorische Bestrebungen sind seit jeher mit reaktionären Gegenbewegungen konfrontiert. Antifeminismus hängt dabei eng zusammen mit Sexismus und Misogynie und begegnet uns häufig auch im universitären Alltag. Dabei ist es nicht immer leicht, Antifeminismus zu erkennen und dagegen zu handeln. Im Vortrag werfen wir einen Blick darauf, was das Phänomen Antifeminismus ausmacht, in welchem Kontext er erstand, wo er uns heute begegnet und mit welchen Themen er verschränkt ist.«
»Nun ist es mal an der Zeit nichts Neues anzukündigen, sondern einmal kurz zurück zu blicken. Seit September 2021 hat nun das Theater Traumbaum real veranstaltet. In einer außergewöhnlichen Zeit. Einerseits erforderte die durchgängige Pandemielage Besonnenheit, Verantwortungsbewusstsein und natürlich auch konsequent durchgeführte Publikumsbegrenzungen. Andererseits hat das Theater Traumbaum nie gejammert, sondern die Zeit als Herausforderung angenommen. Die Motivation war klar: durchgängig der jungen Generation, Familien und Schulklassen Vieles an Kultur und niveauvoller Unterhaltung bieten zu können.
»Im Laufe der Geschichte haben Flüsse unsere Landschaften und unsere Vorstellungen unserer Welt geformt; sie flossen durch unsere Kulturen und Träume. River, ab Do., 21.04. im endstation.kino, nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch Raum und Zeit. Der Film umspannt sechs Kontinente, nutzt außergewöhnliche zeitgenössische Kinematographie und zeigt Flüsse in einem Ausmaß und aus Perspektiven, die nie zuvor zusehen waren. Durch die Verbindung von Bildern, Musik und einem kargen, poetischen Textbuch entsteht ein Film, der sowohl traumhaft als auch bewegend ist, der die Wildheit und Kraft der Flüsse ehrt, aber auch ihre Verletzlichkeit und ihre Naturgewalt anerkennt und der damit die Verbundenheit von Menschen und Flüssen betont.
RIVER - Trailer OmU German | Deutsch
Mit Texten von Robert Macfarlane (Karte der Wildnis), gesprochen von Willem Dafoe (im OmU) und Musik von Richard Tognetti und dem Australian Chamber Orchestra, sowie von Jonny Greenwood und Radiohead.
In der aktuellen Pressemitteilung nimmt der RadEntscheid Stellung zu dem „Dringlichkeitsbeschluss“ des Rates vom 1.4.: »Die Initiative Radentscheid hat in der vergangenen Woche beschlossen, ihre Kampagne für bessere Radwege in Bochum fortzusetzen, obwohl der Rat der Stadt Bochum das Bürger:innenbegehren am 1.April mit großer Mehrheit für rechtlich unzulässig erklärt hatte. Sie will damit Nachbesserungen an dem von SPD, Grünen, CDU und FDP im Rat der Stadt beschlossenen Dringlichkeitspapier für den Radverkehr erreichen.
Am kommenden Montag und Dienstag stehen insgesamt vier Veranstaltungen auf dem Programm der Kritischen Woche. Sie beginnt mit einem Bezug zu der demokratischen Föderation Nordsyrien: »Der Demokratische Konföderalismus, der auf den drei Säulen Frauenbefreiung, Ökologie und Selbstverwaltung beruht, ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit mit der Gesellschaft und politischer Bildung. Die Menschen organisieren sich in Rätestrukturen, die von unten nach oben aufgebaut sind. Neben den zahlreichen Kommunen für alle möglichen Bereiche des alltäglichen Lebens wird das politische Bewusstsein im Rahmen von Bildungsprogrammen bestärkt.
Vor der Aufführung des Bochumer Karfreitag-Klassikers „Das Leben des Brian“ wurden in diesem Jahr auch die Szenen des Films gezeigt, die dem Final Cut zum Opfer fielen. Die umstrittenste Szene, die entfernt wurde, zeigte den Otto den Nazirener, der Brian sein Suizid-Kommando vorstellt. Hierfür existiert verständlicher Weise keine Synchronisation. Eine Text-Übersetzung ist hier zu finden.
Schön, dass ihr nach Wattenscheid gekommen seid. Wir brauchen dringend Verstärkung. Wir sind nämlich, sagte der FDP-Mann Graf Lambsdorff in der Wochenzeitung Die Zeit die „fünfte Kolonne Wladimir Putins“ und das gleich „politisch und militärisch“. Kennt ihr den Begriff „5. Kolonne“? Den hat der faschistische General Franco geprägt. Er lag 1936 nach seinem Putsch gegen die Republik mit vier Kolonnen vor Madrid und konnte die Stadt zunächst nicht erobern. Da behauptete er, er hätte noch eine 5. Kolonne, also eine Untergrundarmee, in Spaniens Hauptstadt und die werde der ersten demokratisch gewählten Regierung den Garaus machen.
Bei der heutigen Abschlussveranstaltung der Sonntagsetappe des Ostermarsches in Bochum sagte Jochen Bauer vom Vorstand der GEW NRW an Anfang seiner Rede: »Vor einigen Wochen hat Bundeskanzler Scholz im Bundestag verkündet, dass die Bundesregierung 100 Mrd. € in die Bundeswehr investieren werde – ab sofort. Eine Allparteienkoalition, abgesehen von der Linken, brach in Jubelstürme aus! So muss es einst im Reichstag gewesen sein, als man seinerzeit beschlossen hatte, die Risikoflotte aufzubauen, mit deren Hilfe man England in einen Frieden zwingen wollte. Wir alle wissen wo das geendet hat: im Ersten Weltkrieg.« Die Rede im Wortlaut. Mittags hatte der Ostermarsch in Wattenscheid Halt gemacht. Krimi-Autor Reinhard Junge, reflektierte zu Beginn seiner Rede, die Polemik von FDP-Politiker Lambsdorff, der Ostermarschier:innen als 5. Kolonne Putins bezeichnet hatte: »Kennt ihr den Begriff „5. Kolonne“? Den hat der faschistische General Franco geprägt.
Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ostermarsch Ruhr,
mein Name ist Jochen Bauer, ich bin Mitglied des Landesvorstandes der GEW und bedanke mich für die Einladung des Bochumer Friedensplenums und das Vertrauen, welches ihr mir entgegenbringt. Ich werde mich kurzfassen, denn es wird anschließend eine moderierte offene Diskussion geben. Mein Kerngeschäft ist die Tarifpolitik und Bildungsfragen. In dieser Zeit erhält der Einsatz für Frieden eine zentrale Bedeutung im Leben eines Gewerkschafters. So hat der ehemalige Bundeskanzler Willy Brandt einmal gesagt: “Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts.“
Am Dienstag, 26. April, startet der ADFC zur Frühjahrsradtour an die Ruhr und schreibt dazu: »Start ist um 11:00 Uhr auf dem Buscheyplatz in Querenburg. Die eher gemütliche, etwa 45 Kilometer lange Tour, führt über den RS 1 nach Essen Kray und entlang der Ruhr zurück nach Querenburg. Pausen sind vorgesehen, bitte eigene Verpflegung mitnehmen. Nichtmitglieder des ADFC zahlen einen kleinen Kostenbeitrag von drei Euro. Es wird gebeten, sich per E-Mail anzumelden: albers@adfc-bo.de Weitere Informationen unter www.bochum.adfc.de.«
Am Donnerstag, den 28. 4. findet um 18:00 Uhr im Nordbahnhof, Ostring 15 ein Vortrag von Dr. Hubert Schneider über die Deportationen der jüdischen Bochumer:innen statt. Die Einladung: »Vor 80 Jahren: Das Ende der alten jüdischen Gemeinde in Bochum. Die Deportationen nach Riga, Zamosc und Theresienstadt 1942. Das Jahr 1942 war das mörderischste Jahr des Holocaust und es war daher auch das unheilvollste in der Geschichte der Bochumer Juden. In drei großen Transporten wurden nahezu alle zu diesem Zeitpunkt noch in der Stadt lebenden Juden nach Riga im Baltikum, nach dem im ostpolnischen Generalgouvernement gelegenen Zamosc und ins böhmische Theresienstadt verschleppt.
Judith Schreier promoviert zu autobiographischen Texten dicker FLINTA*-Personen im US-amerikanischen Kontext an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie versteht sich als Fat Aktivistin und gibt seit 2018 regelmäßig Vorträge, Workshops und Interviews über die kulturelle Bedeutung von Dick sein mit einem besonderen Fokus auf die Geschichte der Fat Acceptance Bewegung, um aus dem jahrzehntelangen Schaffen (aktivistische) Schlüsse für heute zu ziehen.
Dicke Menschen erfahren bis heute Diskriminierung und Benachteilungen in allen Lebensbereichen. Die Fat Acceptance Bewegung versucht der Entstehung von Stigmatisierung gegenüber dicken Menschen entgegenzuwirken und somit Diskriminierung abzubauen. Eine feministische Hauptüberzeugung der Bewegung ist dabei, dass Menschen – unabhängig wie dick – Akzeptanz, Wertschätzung und vollständige gesellschaftliche Teilhabe verdienen. Obwohl Menschen aller Gesellschaftsschichten dick sein können, sind besonders Menschen, die Mehrfachdiskriminierungen erfahren, betroffen. Denn der Diskurs über das Dicksein wird gesellschaftlich über mehrere Achsen verhandelt: Gesundheit, Schönheit und Verantwortung. Daraus resultierend sind Frauen und Queers durch die enge Verknüpfung dieser Achsen erhöhter Fettfeindlichkeit ausgesetzt. Zudem hat sich seit den 1990er Jahren aus der Fat Acceptance Bewegung heraus die Body Positivity Bewegung in den sozialen Medien herausbildet. Obwohl eine Öffnung der Thematiken wünschenswert sein könnte, ist heute der Diskurs zwischen Fat Acceptance und Body Positivity geprägt von Ausschlüssen und Zugehörigkeit, kapitalistischer Verwertbarkeit und Ausnutzung der Slogans. (Veranstalter: Furore Bochum)
Es gilt 2G+ (mind 2-fach geimpft oder Genesen + getestet. Auch Selbsttests möglich).
20.04.2022 // 20 Uhr // Zoom: Buchvorstellung: „Wir wissen was wir wollen und was wir tun. Frauenrevolution in Nord- und Ostsyrien“ vom Herausgeber_innenkollektiv des Andrea Wolf Instituts
»Am Sonntag kommt der Ostermarsch nach Bochum. Die Fahrradetappe, die in Essen um 10 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz beginnt, erreicht gegen 13 Uhr Wattenscheid. Dort an der Friedenskirche am August Bebel Platz spricht der Autor Reinhard Junge, sein Thema: „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“. Die Fahrradetappe endet gegen 16 Uhr auf dem Konrad-Adenauer-Platz (Bermuda-Dreieck). Redner dort ist Jochen Bauer, Landesvorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Ein Schwerpunkt seiner Rede ist die Frage: „Ist Bochum der nächste Standort für den Cyberkrieg?“
Das VoNO!via-MieterInnenbündnisses lädt am 20.4. um 19 Uhr in der KoFabrik zu einer Veranstaltung ein, die zu einer Demonstration am 23. 4. mobilisiert: »„Wir sind Teil der Lösung“, behauptet die Vonovia, Europas größte Vermieterin, in ihrem Geschäftsbericht 2021. Ihr wirtschaftlicher Erfolg sei Basis für die „Übernahme von Zukunftsverantwortung für die Wohnungsversorgung und den Klimaschutz“. Die Plattform kritischer Immobilienaktionär*innen sieht das anders.