„Die Bundesregierung will auch weiterhin türkische Migranten diskriminieren und das Dogan-Urteil zu Sprachtests beim Ehegattennachzug nicht umsetzen. Das ist eine inakzeptable Missachtung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) und zugleich eine Brüskierung der EU-Kommission, deren Anwendungshinweise zur EU-Familienzusammenführungs-Richtlinie sie komplett ignoriert“, erklärt die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linken Sevim Dagdelen zur Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken zum Dogan-Urteil des EuGH. Dagdelen weiter: „Es ist skandalös, dass die Bundesregierung lediglich glaubt eine allgemeine Härtefallprüfung einführen zu müssen. Das ist ein exekutiv organisierter Rechtsbruch. mehr…
Unter dem Titel Von Detroit lernen! hat das Netzwerk „Recht auf Stadt – Ruhr“ sein Manifest zur Zukunft des Ruhrgebietes veröffentlicht. Das Netzwerk konstituierte sich im September 2013 im Anschluss an die ruhrgebietsweite Konferenz »Interventionen – Stadt für alle« im Bahnhof Langendreer. Mit der Streitschrift und dem dazugehörigen Essay „Realize Ruhrgebiet“ möchte sich das Netzwerk in die Debatte um den Umgang mit Armut, Schrumpfung und Leerstände im Ruhrgebiet einmischen und schreibt: »Detroit gilt als der Inbegriff der postindustriellen Stadt. Der Rückzug der großen Industrien hat diese Stadt massiv verändert. Auch im Ruhrgebiet begann der Strukturwandel in den 60er Jahren. mehr…
Die Bochumer Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) schreibt: »Da der Verfassungsgerichtshof die geplante Nullrunde bei Beamten gekippt hat, verhängte Finanzminister Borjans eine Haushaltssperre für Land NRW. Für die Bochumer Schulen hat das erhebliche Konsequenzen, da nun auch der Bochumer Kämmerer den Haushalt der Stadt gekürzt hat. Die Bochumer Schulen leiden in doppelter Hinsicht unter den Haushaltskürzungen des Landes NRW und der Stadt Bochum. Dadurch, dass das Land NRW eine Haushaltssperre erlassen hat, dürfen zurzeit nur noch Klassenfahrten durchgeführt werden, die nicht mehr abgesagt werden können. „Klassenfahrten stellen eine festen Bestandteil des Schulalltags dar“, so GEW-Sprecher Jochen Bauer, „weil der Bildungsauftrag der Schule und pädagogische Ziele durch Klassenfahrten in besonderem Maße erfüllt werden.“ Der Ausfall einer Klassenfahrt bedeutet daher einen dramatischen Einschnitt in die schulische Bildungsarbeit. mehr…
Was sich im Kommunalwahlkampf abgezeichnet hat, scheint sich nun zu bestätigen. Der Chefredakteur der lokalen WAZ, Thomas Schmitt, unterstützt recht auffällig die AfD. Bereits im Wahlkampf hatte er ungewöhnlich wohlwollend und ausführlich über die AfD berichtet. Dies setzt sich nach der Wahl fort. In der heutigen Lokalausgabe z. B. erwähnt er ausschließlich die Kritik der AfD an der geplanten Erweiterung des Konzerthauses und an der Überrumpelung des Rates mit einer Dringlichkeitsentscheidung hierzu. Die Kritik der Linksfraktion und der Soziale Liste verschweigt er. Erfreulich ist, dass alle werbenden Artikel für die AfD von Schmitt namentlich gekennzeichnet sind. Andere Redaktionsmitglieder wollen sich offensichtlich nicht an dieser AfD-Kampagne beteiligen.
Am 20.9.2014 lädt das Soziale Zentrum zu einem Sommerfest im und am Haus selbst, in der Schwarzbachstraße und auf dem Bürgerplatz ein. Hierfür findet am Freitag, dem 5 September um 18 Uhr ein weiteres Vorbereitungstreffen im Sozialen Zentrum statt. Das Fest wird eine bunte Mischung werden: es wird Angebote für Kinder, Essensstände und Getränke für das leibliche Wohl geben, eine offene Bühne mit Live-Musik und Lesungen, Infostände, einen Flohmarkt und vieles mehr. Mitmachen werden Gruppen aus dem Sozialen Zentrum und andere Initiativen. Da die Gestaltung des Festverlaufs für weitere Ideen offen ist, sind die AnwohnerInnen und weitere Gruppen aus dem Stadtteil eingeladen, sich in das Fest einzubringen.
Am Mittwoch, dem 10.09. findet um 19.00 Uhr in der Rosa Strippe ein Vortragsabend mit dem Titel „Homonegativität bei Jugendlichen in Deutschland“ statt. In der Einladung heißt es: »Eine Ablehnung von Schwulen und Lesben ist bei Jugendlichen in Deutschland in moderater Ausprägung vorhanden. Das Forschungsprojekt der Ruhr-Universität Bochum, das in dieser Veranstaltung vorgestellt wird, hatte daher zwei Ziele. Erstens sollten Zusammenhänge von Homonegativität mit anderen Eigenschaften und Einstellungen bei Jugendlichen erkundet werden. Dazu zählten beispielsweise Religiosität, Migrationshintergrund und Auffassung von Geschlechterrollen. Zweitens sollte die Effektivität eines Workshops zum Abbau von Homonegativität überprüft werden. Es wurde die Homonegativität der Jugendlichen vor, unmittelbar nach und sechs Wochen nach dem Workshop erfasst. Durchgeführt wurden die Workshops von SchLAu Bochum, einem Projekt der Rosa Strippe e.V. mehr…
Mittwoch 03.09.14, 16:00 Uhr
Eine Stiftung schenkt der Stadt Geld, das sie gar nicht hat!
„Es ist gekommen, wie es kommen musste, die Kosten für den Bau des Musikzentrums werden deutlich höher“, so kommentiert Günter Gleising, Ratsmitglied der Sozialen Liste die jüngste Entwicklung um den Bau des Bochumer Musikzentrums. Der Vorgang mache erneut die enormen Schwierigkeiten deutlich, die die Stadt Bochum mit der Finanzierung des Musikhauses hat. Sie seien ein weiterer Beleg dafür, wie mit Tricks und unverantwortlichen Finanzaktionen ein Prestigeprojekt geschaffen werden soll. mehr…
Compania Bataclan gibt, bevor es bundesweit und nach Frankreich auf Tour geht, ein lokales Zwischenspiel im größeren Rahmen beim Bochumer Musiksommer. Seit Gründung der Band 2008, und ihrem ersten Konzert im Sozialen Zentrum in Bochum, hat sich musikalisch und inhaltlich einiges bewegt. Als LiebhaberInnen einer bunten und solidarischen Welt, deren kulturelle Einflüße und Diversitäten einen erheblichen Anteil ihrer musikalischen Performance aus Balkan-Klezmer-franz. Musette-ReggaeSka und afrikanischen Rhythmen heute darstellen, wurde das Programm mittlerweile auch mit Kabarett und Tanzeinlagen ergänzt, welches sich hoher Beliebtheit bei geneigtem Publikum erfreut. mehr…
Nach dem erfolgreichen Start ins Stadtradeln mit der Eselohren-Tour, bietet der ADFC Bochum am Samstag, 6.9. die 2. Bochumer Stadtradeln-Tour als familientaugliche Radtour für alle an: »Die Erzbahn-Zollverein-Runde führt ca. 45 km über die Erzbahntrasse zum Rhein-Herne-Kanal und entlang des Kanals zum Nordstern-Park in Gelsenkirchen. Von dort über die Nordstern-Trasse zur Zeche Zollverein in Essen und zurück über die Zollverein-Trasse Richtung Bochum.Die Tour führt fast ausschließlich über ausgebaute Bahntrassen und Kanalwege. Nur die Anfahrt vom Rathaus bis zum Westpark Bochum führt über Straßen. mehr…
Am Samstag, dem 6. September sind um 20:00 Uhr „Die Grenzgänger“ mit ihrem Programm „Maikäfer flieg! 1914-2014“ zu Gast im Kulturrat in Gerthe. In der Einladung heißt es: »Zum 100. Jahrestag des Kriegsbeginns präsentieren Michael Zachcial und die Bremer Gruppe „Die Grenzgänger“ ein Programm mit Liedern und Gedichten aus dem reichen Fundus des Deutschen Volksliederarchivs in Freiburg. Bearbeitet und vertont im unnachahmlichen Grenzgängerstil, spiegeln sie den Emotionsbogen von anfänglicher Kriegseuphorie über die Grauen der Schützengräben bis zur totalen Desillusionierung und Verzweiflung. mehr…
Noch bis zum 8. September haben FilmerInnen die Gelegenheit, sich an den beiden Wettbewerben des 22. blicke filmfestivals des ruhrgebiets zu beteiligen. Gefragt sind Beiträge von 22 Sekunden zum Online-Sonderwettbewerb „Wie ist das hier? 21+1“, die poetisch, politisch, unterhaltsam oder kritisch auf’s Ruhrgebiet blicken. Gefragt sind außerdem Beiträge, die das Festivalprogramm gestalten: zu jeglichen Themen, gleich welcher Länge. Beiträge zu beiden Wettbewerben können dokumentarisch, fiktional oder experimentell sein. In beiden Wettbewerben gibt es Preise zu gewinnen. Mehr dazu unter www.blicke.org.
Der Bochumer Jugendamtsleiter Dolf Mehring hat auf einer Pressekonferenz der Stadt Bochum mitgeteilt, dass auf der diesjährigen Berufsbildungsmesse die Bundeswehr wieder offen für ihr Kriegshandwerk werben darf. Im letzten Jahr sahen sich SPD und Grüne in Bochum noch gezwungen, der Bundeswehr die Auflage zu machen, bei der Messe nur für ihre „zivilen“ Berufe zu werben. Mit der Militarisierungoffensive des Bundespräsidenten und der Großen Koalition im Rücken glaubt Rot-Grün in Bochum die Kinderkonvention der UN wieder vergessen zu können. Die Konvention verbietet Militärwerbung bei Minderjährigen. Dolf Mehring begründete die Bundeswehr-Werbung mit den Worten: „Uns ist es wichtig, dass jeder Schüler einen Job findet.“ mehr…
Dienstag 02.09.14, 21:22 Uhr
VVN-BdA fordert: die Ehrenbürgerschaft von Hindenburg aberkennen
Der Antrag der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) mit der Forderung zur Aberkennung der Bochumer Ehrenbürgerschaft von Paul von Hindenburg wird demnächst den Rat der Stadt Bochum beschäftigen. Die Stadtverwaltung kündigte eine Stellungnahme zu dem Antrag an. In einer Pressemitteilung der VVN heißt es: „Dem Bürgerantrag sind rund 500 Unterschriften beigefügt. Unter anderem haben allein drei Bochumer Bundestagsabgeordnete den Antrag unterschrieben: Axel Schäfer für die SPD, Fridjof Schmidt für die Grünen und Sevim Dagdelen für Die Linke. Adolf Hitler war immerhin „nur“ bis 1984 Ehrenbürger der Stadt Bochum. Hindenburg wurde 1917 Ehrenbürger der Stadt, nachdem gerade auch unter seinem Oberkommando schon tausende Bochumer als Soldaten umgekommen waren: Für Kaiser, Volk und Vaterland und in Bochum selbst durch den Krieg bedingter Hunger und Krankheiten herrschten. Er wurde später als Reichspräsident Steigbügelhalter Hitlers. Die VVN-BdA Bochum hält es für unerträglich, dass dieser Mann Ehrenbürger der Stadt ist.“ Näheres.
Am Donnerstag, den 4. September wird Michael Mörth um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer über den Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen und Repression in Guatemala berichten. In der Einladung heißt es: »In Guatemala kam es bis 2013 zu Fortschritten auf der Suche nach Gerechtigkeit; das Ruder wurde zurückgedreht, als die Eliten um ihren Einfluss auf die Richter fürchten mussten. Es begann mit einer Rechtsbeugung des Verfassungsgerichts und bricht heute alle Dämme rechtsstaatlicher Prinzipien: Einflussnahme, Straflosigkeit und Repression kennzeichnen die Justiz, aber auch Opfer und einige Richter und Staatsanwälte, die sich dagegen stemmen. Michael Mörth ist seit über dreißig Jahren Anwalt und lebt seit 18 Jahren in Guatemala. Er ist beratender Anwalt der internationalen Juristenkommission und eines Anwaltsbüro für Menschenrechte und begleitet seit 1998 die Opfer von Menschenrechtsverletzungen und aktueller Repression. «
Die Stadt Bochum ist pleite, hat eine Haushaltssperre verhängt und will nun mit einer äußerst fragwürdigen Dringlichkeitsentscheidung noch vor der nächsten Ratssitzung den bisherigen Beschluss über den Bau des Konzerthauses kippen und für 1,1 Millionen Euro einen Verwaltungstrakt an das Konzerthaus anbauen. Um das Vorhaben in der Öffentlichkeit zu rechtfertigen, hat die Stiftung, die das Konzerthaus sponsert, eine Spende von 600.000 Euro angeboten. Die Beschlussvorlage der Verwaltung ist entgegen der üblichen Praxis nicht im Bürgerinformationssystem veröffentlicht. Zu dem Vorgang erklärt der Fraktionsvorsitzende der Linken im Rat der Stadt Bochum, Ralf-D. Lange: „Wir als Linke finden dieses Vorgehen im Zusammenhang mit dem Musikzentrum abenteuerlich. Der Kostenrahmen für dieses Leuchtturmprojekt wurde durch einen Ratsbeschluss eindeutig gedeckelt. Wenn jetzt eine private Stiftung noch einmal Geld aufgetrieben hat, dann sollte dies unseres Erachtens dazu dienen, angesichts der prekären Haushaltslage den Anteil der verplanten öffentlichen Gelder entsprechend zu reduzieren oder als Rücklage für die jetzt schon wahrscheinliche Überschreitungen des Baubudgets zu verwenden. Da die Namen der Spender nicht genannt werden, drängt sich der Verdacht auf, dass das Geld von städtischen Gesellschaften kommt. Angesichts der desolaten Haushaltslage wird dadurch indirekt der Haushalt belastet oder das Geld wird über Gebührenerhöhungen, die die BürgerInnen zusätzlich belasten, aufgebracht. mehr…
Äußerst zuFRIEDEN waren am gestrigen Antikriegstag BesucherInnen, Darstellende und OrganisatorInnen mit der Veranstaltung in der Rotunde, zu der der Bochumer DGB und das Friedensplenum eingeladen hatten. Manfred Böll fesselte das Publikum mit seiner Darbietung und Auswahl von zeitlich und stilistisch sehr variantenreichen Texten. Chorrosion zeigte auch in seinem neuen Programm „Gegen den Krieg“, wie überzeugend und künstlerisch gekonnt ein politisch ambitionierter Chor auftreten kann. Der DGB-Geschäftsführer Ruhr-Mark schaffte es schließlich, mit seiner Rede, die mehrfach von Beifall unterbrochen wurde, die gespannte Aufmerksamkeit der BesucherInnen bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Jochen Marquardt wörtlich: „Eine Regierungsmehrheit im Bundestag, die am Antikriegstag, an dem Tag, an dem vor 75 Jahren Deutschland den 2. Weltkrieg angezettelt hat, die Lieferung von Kriegswaffen ohne UN-Mandat beschließt, handelt vollständig geschichtsvergessen und unverantwortlich.“
Die nächsten Konzert-Termine von Chorrosion sind auf der Webseite des Chores zu finden. Bilder der Veranstaltung. mehr…
Montag 01.09.14, 11:30 Uhr
Neues Angebot auf der Berufsbildungsmesse der Stadt Bochum:
Auf der diesjährigen Berufsbildungsmesse der Stadt Bochum wird den SchülerInnen in einer Broschüre ein „Berufsparcours“ offeriert: Er „bietet praktische Übungen aus unterschiedlichen Ausbildungsberufen, mit denen Neigungen und Fähigkeiten ausprobiert werden können.“ Im Angebot: Die Ausbildung zum Töten. Die anwesende Bundeswehr testet auf Wunsch die Eignung der BesucherInnen für den Ausbildungsberuf „Soldat-in“. mehr…
Manfred Böll liest u. a. Texte von Robert Gernhardt: "Mein liebes Kind, wir wollen dich befreien. Das heißt: Wir müssen dich zuvor beschießen."
Manfred Böll spielt seit 26 Jahren am Schauspielhaus Bochum. In Österreich geboren, studierte er am Mozarteum in Salzburg. Es folgten viele Engagements an deutschen Bühnen und zahlreiche Rollen in Film und Fernsehproduktionen. Mit seiner eindringlichen Stimme ist er als Rezitator bei Orchesterkonzerten und Soloprogrammen gefragt. Seine Stimme schallte vom Balkon des Schauspielhauses: „Wir sind Bochum – Nazis sind es nicht“, als der letzte größere Nazi-Aufmarsch vor einigen Jahren durch die Stadt zog. Dem Bochumer Friedensplenum ist es gelungen, ihn am morgigen Montag zur Mitwirkung an der Veranstaltung des Friedensplenums und des DGB anlässlich des Antikriegstages zu gewinnen. Er liest Texte von Andreas Gryphius, Karl Kraus, Georg Trakl, Bertolt Brecht, Erich Kästner, Ernst Wilhelm Borchert, Robert Gernhardt und Ernst Jandl.
Sonntag 31.08.14, 17:19 Uhr
Bahnhof Langendreer, Dienstag, den 2. Sept, um 20:00 Uhr
MOH! KOUYATÉ - "T'en vas pas, ça va pas!" [official video]
Anfang August musste wegen einer Unwetterwarnung das Konzert mit Mariama & Moh! Kouyaté aus der Reihe funkhaus europa Odyssee abgesagt werden. Im Sonnenschein vor den verschlossenen Toren der Freilichtbühne Wattenscheid gaben die MusikerInnen ein spontanes Unplugged-Konzert, das begeisterte. Am kommenden Dienstag, den 2. September, wird das ganze Konzert im Bahnhof Langendreer (Halle) nachgeholt! Einlass ab 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Das 1946 von Bertolt Brecht geschriebene Gedicht DER KRIEG IST GESCHÄNDET WORDEN ist von Annette Schnoor für die aktuelle Inszenierung des IG-Metall-Chores Chorrosion zum Antikriegstag 2014 fortgeschrieben worden:
„Wie ich höre, haben die Think-Tanks den Ausweg gefunden. Der Krieg ist rehabilitiert, er behütet die Menschenrechte und bombt für Emanzipation. Sein Format Ist modern und geeignet für Public Viewing und versammelt am Bildschirm sogar jenes Weiße Haus, dem doch so schnell Nichts Neues zu bieten. Die besseren Kreise, so heißt es, sind angetan Von der moralischen Höhe der Drohnen und ihrem Niederschlag in der Bilanz“
Die Aufführung von Chorrosion ist am Montag, den 1. September um 19.30 Uhr in der Rotunde zu sehen und zu hören. Der DGB und das Friedensplenum laden ein. Der Eintritt ist frei.
SAG NICHT WER DU BIST - Xavier Dolan - Offizieller Trailer Deutsch HD
Vom 1. bis 3. September (Mo-Mi) jeweils um 21:00 Uhr zeigt das Kino Endstation den neuen Film von Xavier Dolan „Sag nicht, wer du bist!“ in der französischsprachigen Originalfassung mit Untertiteln. „Der Mais ist im Oktober messerscharf…“ Näheres.
Der Betriebsrat der Bochumer Opel-Werke hat ein Flugblatt mit „Infos zum Sozialtarifvertrag“ an die Belegschaft verteilt. Zum Thema Abfindungen wird festgestellt, „dass viele von Opel vorgelegte Berechnungen nicht stimmen“. Der Flyer endet mit der Aufforderung: „Eure Pflicht: Sorgt dafür, dass Ihr gesund bleibt! Gesundheit wird für die Zukunft ein besonders hohes Gut sein.“ Da wird wahrscheinlich so mancher Beschäftigte auf die Idee kommen, zum Arzt zu gehen und einen Gesundheits-Check machen zu lassen.
Die neue Fraktion Die Linke im Rat der Stadt Bochum stellt sich „mit einem kleinen Empfang den Bochumer Verbänden, Vereinen, Initiativen und Organisationen vor“. Am Donnerstag, den 4. September soll ab 16:00 Uhr in einer Talkrunde mit den Bochumer AkteurInnen diskutiert werden, was sie von einer linken Ratsarbeit erwarten und wie eine gegenseitige Unterstützung ausgestaltet werden kann. „Um einen wirklichen Politikwechsel in Bochum zu erreichen, müssen sich die gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse grundlegend verändern. Immer mehr Menschen werden von der herrschenden Politik ausgeschlossen und ziehen sich aus vielen Bereichen des gesellschaftlichen Engagements frustriert zurück. Dies spiegelt sich auch in der seit Jahren sinkenden Wahlbeteiligung auch auf kommunaler Ebene wider. Wir wollen dazu beitragen, dass aus passivem Unmut aktive Gegenwehr wird“, erklärt die Fraktionsvorsitzende der Bochumer Linken, Sevim Sarialtun. mehr…
Am Montag erscheint die Septemberausgabe des sozialen Straßenmagazins bodo. Unter anderem mit Reportagen aus der Dortmunder Nordstadt und dem Bochumer Westend, einem Besuch im Frauenhaus, einem Porträt des Ruhrgebiets-Exilanten Stefan Stoppok und einem Interview mit der Initiative „Recht auf Stadt Ruhr“. Die Ankündigung der bodo-Redaktion: »Stefan Stoppok hat Hoffnung für das Ruhrgebiet. Die Gleichung: Günstige Mieten plus Subkultur – „Vielleicht muss eine Gegend ganz am Boden sein, damit etwas ganz Neues entstehen kann.“ mehr…
Am gestrigen Donnerstag folgten ca. 90 Interessierte der Einladung der Bochumer Wohlfahrtsverbände zur Auftaktveranstaltung des „Netzwerk Inklusion in Bochum“ in das Haus der Begegnung. Bis März 2015 wird es vier Folge-Workshops geben, in denen an den Themen Wohnen, Arbeit‚ Barrierefreiheit und Bildung intensiv gearbeitet werden soll. Die erste dieser „Zukunftswerkstätten“ (Thema „Wohnen“) findet am 22.09.2014 um 17 Uhr im Haus der Begegnung statt. Die Pressemitteilung der VeranstalterInnen im Wortlaut: mehr…
Am Freitag, dem 12. 9. um 19.00 Uhr findet im Seniorenbüro Ost, Hohe Eiche 12 in Bochum-Langendreer ein Vortragsabend statt, der sich mit der Lebenssituation von schwulen Männern in der Zeit der jungen Bundesrepublik beschäftigt. In der Einladung heißt es: »Schätzungen gehen von 5.000 bis 15.000 Homosexuellen in den Konzentrationslagern während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft in Deutschland zwischen 1933 und 1945 aus. Sehr viele wurden dort ermordet. Außerdem wurden mehr als 50.000 Männer mittels des von den Nationalsozialisten verschärften § 175 verurteilt.
Nach 1945 setzte sich auch die juristische Verfolgung bis 1969 in der Bundesrepublik unvermindert fort. Erst 1969 wurde die nationalsozialistische Fassung des §175 entschärft und einvernehmliche Beziehungen zwischen erwachsenen Männern damit straffrei. Im Jahr 1994 wurde der § 175 im Zuge der Wiedervereinigung insgesamt aufgehoben.
Schwule Männer, die in den 1950er und 1960er Jahre erwachsen wurden, wurden durch den §175 bedroht. Er verhinderte selbstbestimmtes Leben und Lieben. Diese Abendveranstaltung zeichnet Lebenswege schwuler Männer in der repressiven und stigmatisierenden bundesrepublikanischen Gesellschaft bis 1969 nach.
Referent des Abends ist Dr. Gottfried Lorenz aus Hamburg, Jahrgang 1940, Studium der Geschichte, Germanistik, Soziologie und Skandinavistik. Staatsexamen und Promotion. Wissenschaftlicher Mitarbeiter in Bonn; bis Februar 2005 Tätigkeit als Studiendirektor in Holstein. Er veröffentlichte u.a. Bücher zur Geschichte von Homosexuellen in Hamburg vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Gemeinsam mit Ulf Bollmann und Bernhard Rosenkranz begründete er das Projekt „Gemeinsam gegen das Vergessen – Stolpersteine für homosexuelle NS-Opfer“.
Der Abend ist eine Veranstaltung der Paritätischen Akademie NRW in Kooperation mit: Rosa Strippe e.V., Deutsches Rote Kreuz Kreisverband Bochum e. V. – Integrationsagentur – Seniorenbüro.«
Die VVN – BdA hat eine neue Ausgabe ihrer Antifaschistischen Bochumer Blätter (AAB) veröffentlicht. Zum Inhalt schreibt die VVN: »Sind wir 1914 alle Schlafwandler gewesen? Sind wir damals hineingeschlittert? Mit den neuen oder auch ganz alten Interpretationen zum 1. Weltkrieg setzt sich Günter Gleising in seinem Beitrag „Urkatastrophe oder Imperialistischer Krieg?“ auseinander. Er beleuchtet da vor allem die lokalen Ereignisse, die auch in Gesamtdarstellungen oft sorgsam ausgespart werden: Antikriegsbewegung im Krieg, Zwangsarbeit schon damals auch in Bochum, steigende Dividenden auch der Bochumer Konzerne, Hunger und Streiks im Krieg – und das alles mit Bezug auf Bochum. Auch der 1917 zum Ehrenbürger der Stadt Bochum gemachte Hindenburg äußert seine vernichtende Meinung zu Streikenden. Kürzere Beiträge beschäftigen sich mit der Ermordung Ernst Thälmanns, dem Antikriegstag, einem Stadtrundgang zum Faschismus mit einer Schulklasse in Langendreer. Aktuelle Nachrichten der VVN-BdA ergänzen die Ausgabe.« Die AAB als PDF-Datei.
Am Samstag, den 6.9. bietet die Bochumer Geschichtswerkstatt einen ca. 2-stündigen Stadtrundgang zum Thema „Bochum in der NS-Zeit“ an und schreibt dazu: »Es wird während dieses Stadtrundgangs an den Widerstand gegen das NS-Regime in Bochum erinnert sowie über das Ausmaß und die Organisierung der Verfolgung und Vernichtung von Nazi-Gegnern, Juden und Sinti und Roma informiert. Wir machen u. a. Station vor den ehemaligen Standorten der Gewerkschaftshäuser, am Apolonia Pfaus-Park und am Standort der alten Synagoge. Weitere Stationen sind das ehemalige Polizeipräsidium an der Uhlandstr. und der Springerplatz. mehr…
Auch wenn die Arbeitslosenzahlen in der Stadt im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind, ist die Gesamtsituation für den DGB weiterhin weit von einer Vollbeschäftigung entfernt. „So bleiben die zahlenmäßigen Rückgänge im Promillebereich und die Situation für die Langzeitarbeitslosen verfestigt sich weiterhin. Rund dreiviertel der gemeldeten Erwerbslosen verharren im Hartz IV-System. Der offiziellen Zahl der Arbeitslosen müssen zudem noch einmal rund 20 Prozent zugezählt werden, die so genannten Unterbeschäftigung ausklammert. Hinzu kommen die als arbeitssuchend Gemeldeten, die ohne Zuwendungen ebenfalls in der verkündeten Zahl nicht berücksichtigt werden. Für Jochen Marquardt vom DGB bleibt es bei großen Herausforderungen für alle Akteure. mehr…
Das Bochumer Friedensplenum wird am morgigen Freitag, den 29. August ab 16 Uhr erneut auf dem Springerplatz dagegen protestieren, dass der dort stattfindende Feierabendmarkt „Moltkemarkt“ genannt wird. Den Namen Moltke trug der Platz bis 1947. Damals in den Trümmern des Zweiten Weltkriegs beschloss der Bochumer Stadtrat ihn umzubenennen – als Zeichen gegen Militarismus und die Verbrechen der Kriege. Der Flyer des Friedensplenums „1914 – 2014: Gedenkkultur bewahren – Militarismus ächten!“
Vom 1. bis 12. September findet im Beckmanns Hof, dem internationalen Begegnungszentrum der Ruhr-Universität, eine interdisziplinäre und internationale „Summer School“ des Instituts für soziale Bewegungen statt. Das Thema der Tagung lautet „Social Movements in Global Perspectives – Past, Present and Future“. Die Veranstaltung ist öffentlich. Gäste können an einzelnen Vorträgen, dem Film „Die Protestmacher“ sowie der abschließenden Podiumsdiskussion mit Vertretern global agierender sozialer Bewegungen teilnehmen. Konferenzsprache ist Englisch. Das Programm.
Donnerstag 28.08.14, 12:09 Uhr
Gewerkschaften und Friedensbewegung mahnen am Antikriegstag
Der DGB Bochum und das Bochumer Friedensplenum laden am Antikriegstag, dem 1. September um 19.30 Uhr zu einer Veranstaltung in der Rotunde ein. Am 1. September vor 75 Jahren hat die deutsche Wehrmacht Polen überfallen. Es war der Beginn des 2. Weltkrieges. Seit 1957 wird dieses Datum von Gewerkschaften und Friedensbewegung zu einem zentralen Tag der Erinnerung und des Mahnens gemacht: zum Antikriegstag. Am kommenden Montag wird der IG-Metall Chor Chorrosion sein neues Programm “Gegen den Krieg†präsentieren. Manfred Böll wird Texte gegen den Krieg vortragen und DGB-Geschäftsführer Jochen Marquardt wird das Grußwort für die Gewerkschaften an die BesucherInnen richten. Der Eintritt ist frei.
Die Bochumer DGB-Vorsitzende Eva Kerkemeier: „Wir freuen uns, dass Chorrosion zu diesem Tag ein beeindruckendes Programm gegen den Krieg einstudiert hat. Es ist für die Gewerkschaften in Bochum eine Auszeichnung, einen Chor zur Seite zu haben, der sich der Gewerkschaftsbewegung verbunden fühlt.“
Eva Kerkemeier weiter: „Mit der Veranstaltung wollen wir gerade bei den viele aktuellen Kriegen in Bewusstsein rufen: Kriege kommen nicht über uns – sie werden gemacht. Gewalt geht von Menschen aus – und trifft Menschen. Sie werden getötet, verwundet und vertrieben. Ihr Leben wird bis in die Grundfesten erschüttert – während andere aus Kriegen Profite schlagen oder ihre Machtinteressen durchsetzen.“
Am Samstag, den 6. September findet von 10.30 bis 16.45 Uhr im Ottilie-Schoenewald-Kolleg, Wittener Str. 61 der Selbsthilfetag des Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW statt. Das Tagungsmotto lautet: „Das legalisierte Unrecht – Ideen für unseren Widerstand“. Zu diesem Thema wird es neben einem Vortrag auch eine Arbeitsgruppe geben. Weitere Themen: „Betreuungsrecht – Wie werde ich eine Betreuung los?“, „Alternative Krisenbegleitung“, „Psychopharmaka reduzieren“, „Patientenverfügung für die Psychiatrie“, „Wie rede ich mit meinem Arzt?“ und „Gewaltfreie Kommunikation nach Marschall Rosenberg“. Die Einladung.
Am Dienstag, den 2. September findet um 19.30 Uhr in der Evangelische Stadtakademie Bochum, Westring 26 c ein Vortrag von Knut Ipsen statt zum Thema „Demokratischer Interventionismus und Völkerrecht: Heiligt der strategische Zweck auch immer die Mittel?“ In der Einladung heißt es u. a.: »Wenn diktatorische Staatschefs ihre Macht nicht abgeben wollen, oder Massaker an der Zivilbevölkerung verübt werden, muss dann nicht die internationale Gemeinschaft unter Einsatz von militärischen Mitteln von außen intervenieren? Ist ein so beabsichtigter Regimewechsel nicht immer legitim und notwendig? In aller Regel hat der Griff zu den Waffen zugleich schwerwiegende Folgen: Der Zweck, ein demokratisches System einführen zu wollen, scheitert meistens daran, dass hierfür keinerlei Voraussetzungen vorhanden sind. Ein blutiger Bürgerkrieg ist in der Regel die Folge. Welche Rolle wird Deutschland zukünftig in dieser Frage in der Welt spielen wollen? Was bedeutet die Forderung „Deutschland müsse seine Verantwortung in der Welt deutlicher wahrnehmen“ (Bundespräsident Gauck) aus der Sicht des Völkerrechts?« Gebühr: 4,– €, erm. 2,– €.
Donnerstag 28.08.14, 08:46 Uhr
Arbeitskreis Umweltschutz Bochum lädt zur Fledermausbeobachtung
Der Arbeitskreis Umweltschutz Bochum e.V. (AkU) schreibt: »Der überaus beliebte herbstliche Fledermausbeobachtungsabend für Kinder im Rahmen des Spürnasenpasses findet am 05.09.2014 statt. Frei nach dem Motto: „Was man nicht kennt, schützt man nicht“ bietet der AkU Kindern wieder die Möglichkeit Fledermäuse aus der Nähe zu erleben. Die Kinder sind bei dieser Veranstaltung immer wieder mit großer Begeisterung bei der Sache. „Da fliegt eine“ rufen regelmäßig Kinder bereits zu Beginn der Veranstaltung. Aber für eine Fledermaus war das Tier viel zu groß und die Dämmerung noch nicht weit genug fortgeschritten. Es war einer der Graureiher, der seinen Schlafplatz auf der Insel im Ümminger See anflog. Bis zum Auftauchen der ersten Fledermaus erfahren die Kinder und Eltern in einem Frage-Antwort-Spiel viel erstaunliches und wissenswertes über diese faszinierenden, geheimnisvollen Tiere. mehr…