Auf der heutigen Gedenkveranstaltung der VVN-BdA an die ermordeten WiderstandskämpferInnen gegen Faschismus und Krieg forderte der DGB-Regionsvorsitzende Michael Hermund dazu auf, die Mahnung der Ermordeten und der überlebenden politischen Gefangenen ernst zu nehmen. „Der Rechtsextremismus ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Neonazis nutzen soziale Ungerechtigkeiten für ihre rassistischen Ziele, indem sie eine Ethnisierung sozialer Probleme betreiben. Wo andere zivilgesellschaftliche Kräfte nicht mehr präsent sind, können Rechtsextreme Fuß fassen. Nicht nur im Osten Deutschlands. Dabei arbeiten sie nicht nur mit brutaler Gewalt und Einschüchterung, vielfach geben sie sich bürgerlich und bieder. Auch das Internet ist zum Tummelplatz von Rechtsextremisten geworden. Hier können sie ungestört ihre menschenverachtende Propaganda verbreiten. Damit zielen sie vor allem auf junge Menschen. Auch Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter wurden und werden Opfer von Angriffen. Rechtsextremisten bedrohen in zunehmendem Maße freie Gewerkschaftsarbeit.“ Weiter forderte Hermund: „Rechtsextremisten und Rassisten dürfen wir in unserer Gesellschaft keinen Raum geben.“ Er erneuerte seine Forderung nach einem Verbot der NPD. Die Rede im Wortlaut.
Das Bündnis Schule ohne Bundeswehr NRW schreibt: »Zu einer bundesweiten Aktionswoche gegen die Bundeswehr an Schulen und Hochschulen rufen zahlreiche Organisationen wie die GEW, die Kinderschutzorganisation terre des hommes, Schülervertretungen und Friedensorganisationen auf. „Die Bundeswehr drängt an die Schulen und Hochschulen! In den Schulen sucht sie zum einen nach dem Ende der Wehrpflicht neue Rekruten und Rekrutinnen. Zum anderen will sie schon die Kinder und Jugendlichen – die Wähler und Wählerinnen von morgen – von der Notwendigkeit militärischer Einsätze überzeugen.“ heißt es in dem Aufruf der Organisationen. In NRW findet als Bestandteil der Aktionswoche eine zweitägige Protestaktion bei der Berufsbildungsmesse Mittleres Ruhrgebiet am 12./13. September im RuhrCongress in Bochum statt. Das Bündnis „Schule ohne Bundeswehr NRW“, dem u.a. die LandesschülerInnenvertretung NRW, die DGB-Jugend NRW und die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner NRW angehören, führt diese Aktion gemeinsam mit örtlichen Partnern wie dem Bochumer Friedensplenum durch. mehr…
Die Initiative Religionsfrei im Revier lädt am Donnerstag, den 13. September um 19.30 Uhr in das Soziale Zentrum zu einer Nudelmesse ein. Der Glaube an das Fliegende Spaghettimonster entwickelte sich in den USA als Parodie und Gegenbewegung auf das Vordringen von Kreationismus und Intelligent Design in den Schulunterricht. Evangelikales Denken und Kreationismus sind auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Aber auch das Fliegende Spaghettimonster findet immer mehr Fans und feiert köstliche Nudelmessen. Am Donnerstag wird reichlich Spaghetti mit Tomatensauce kredenzt. Tief gläubige Pastafari, wie die AnhängerInnen dieser Religion genannt werden, erscheinen zu ihren Ritualen in Piratenkluft. Sie sehen als einzige Ursache für die globale Erwärmung, Orkane und alle anderen Naturkatastrophen die sinkende Zahl von Piraten seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Am Donnerstag werden Wunder-bare Dinge im Soziale Zentrum zelebriert: Die Reliquien werden gepriesen und nach dem Glaubensbekenntnis und dem Monsterunser die liturgische Feier des Heiligen Pastamahls begangen. Nach einer abschließenden Predigt bleibt auch noch Zeit für eine zweite Portion Spaghetti und um zu diskutieren, wie es mächtige Organisationen schaffen, dass Menschen an den größten Unsinn glauben.
Annington ist das Wohnungsunternehmen mit den meisten Mietwohnungen in Bochum. Das Mieterforum Ruhr macht in einer Mitteilung darauf aufmerksam, dass die Praxis von Annington, Inkassogebühren zu kassieren, häufig nicht rechtmäßig ist: »Gerade bei fondgebundenen Eigentümern von Wohnungen und Wohnsiedlungen ist es in Mode gekommen, Mietern Inkassounternehmen auf den Hals zu schicken. Das größte deutsche Wohnungsunternehmen, die auch im Ruhrgebiet stark vertretene Deutsche Annington, hatte im August 2011 ihre eigene Mahnabteilung ausgegliedert und – als 100-prozentige Tochter – die Deutsche Wohn-Inkasso GmbH gegründet. Diese Konstruktion hat den Vorteil, dass dieses Inkassounternehmen – anders als die Deutsche Annington selbst – nun Inkassogebühren in erheblicher Höhe kassieren kann. Diese zusätzlichen Einnahmen verdient bloß nicht das Inkasso-Unternehmen, sondern – aufgrund der Konzernzugehörigkeit – die Deutsche Annington selbst. mehr…
Der notstand lädt für heute Abend um 20 Uhr ins Soziales Zentrum ein und schreibt: »Der notstand e.V. bildet ein Gegenwicht zu den langweiligen medialen Mainstream der Mitte. Er präsentiert Literatur aus linken Verlagen, die in den wenigsten Buchhandlungen vorhanden sind, sowie eine umfangreiche Palette linker Zeitschriften und Broschüren und vielen Comics. Im Rahmen der entflammbar gibt es an diesem Abend Gelegenheit, nicht nur in unserer Auslage zu schmökern, sondern auch viele Bücher zu Themen, wie Soziale Bewegungen, Krisenproteste, Anarchismus, Kultur, Marxismus, Feminismus, Geschichte linker Bewegungen, Internationalismus, Antifa, Antira Themen, Sozialen Kämpfen in der Stadt und viel theoretische Basics zu Sonderpreisen zu erwerben, da wir Platz für neues brauchen. Wir freuen uns, den Abend gemeinsam mit der entflammbar gestalten zu können und laden euch zum lesen, trinken und diskutieren ein.«
Auch in diesem Jahr ruft die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschistenam Sonntag, den 9. September um 11.00 Uhr auf, der ermordeten WiderstandskämpferInnen gegen den Faschismus und Krieg zu gedenken. Die Kranzniederlegung und Gedenkveranstaltung findet immer am zweiten Sonntag im September statt, dem traditionellen Gedenktag für die Opfer des Faschismus, der 1946 von Überlebenden der Konzentrationslager und Haftstätten ins Leben gerufen wurde. Treffpunkt ist der Haupteingang des Friedhofes Freigrafendamm. Die Gedenkveranstaltung findet am Ehrenrundplatz und Denkmal auf dem Friedhof statt. Es spricht: Michael Hermund, DGB-Vorsitzender, Region Ruhr-Mark.
In der Reihe „WortWelten – Lesungen mit Autor/innen aus aller Welt“ laden Bahnhof Langendreer und das Deutsch-Afrikanische Ruhr Forum am 13.09., 19.30 zu einer Poetry Performance des zimbabwischen Dichters Chirikure Chirikure ein: »Die Lesung wird musikalisch auf dem traditionellen zimbabwischen Instrument Mbira begleitet. Chirikure Chirikure, geboren 1962 in Gutu, ist der bekannteste Dichter und Performer Zimbabwes. Seine gesellschaftskritischen und satirischen Gedichte, die er auf Englisch und Shona verfasst, verbinden in einzigartiger Form traditionelle afrikanische Gedicht- und Liedformen mit außerafrikanischen, avantgardistischen Ansätzen. Dörfliche und urbane Lebenswelten, Tänze und Kinderspiele gewinnen in seiner Poesie Gestalt. In seinen unsentimentalen Gedichten findet er klare Worte für die ärmlichen Lebensbedingungen in Zimbabwe mit seinen postkolonialen Strukturen. Seine Performances sind inzwischen weit über den afrikanischen Kontinent hinaus bekannt. mehr…
Freitag 07.09.12, 12:39 Uhr
Protest gegen die Kriminalisierung von Flüchtlingen
Das Soziale Zentrum hat gestern die folgende Solidaritätserklärung veröffentlicht: »Gestern, in den Morgenstunden wurde Arash Dousthossein, ein Aktivist der Protestzelt-Bewegung geflüchteter Menschen, von der Polizei in Würzburg festgenommen. Er ist in den vergangenen zwei Monaten im Streik der Flüchtlinge in Düsseldorf aktiv gewesen, zuvor bereits in Würzburg. Er war am Dienstag nach Würzburg gereist, um die letzten Vorbereitungen für den Protestmarsch der streikenden Flüchtlinge nach Berlin mitzuorganisieren, der am 8. September beginnen wird. Am heutigen Morgen dann kam die Polizei zum Würzburger Protestzelt, kontrollierte Arash – als einzigen! – und nahm ihn fest, mit der Begründung „Verletzung der Residenzpflicht“. mehr…
Der Mieterverein Bochum, Hattingen und Umgegend e. V. unterstützt die Kampagne „UmFairTeilen – Reichtum besteuern“ und ruft seine Mitglieder zur Teilnahme an der für den 29. September in Bochum geplanten Großdemonstration auf. Bei einer zunehmenden Zahl der rund 15.000 jährlich durchgeführten Beratungen werde deutlich, dass selbst normal verdienende Mitglieder zunehmend Schwierigkeiten haben, die Wohnkosten zu tragen. „Da kann eine unerwartet hohe Nebenkostennachzahlung eine Familie schnell in Schwierigkeiten bringen“, betont Geschäftsführer Michael Wenzel. Auch in der Stadtentwicklung sieht der Verein eine Tendenz zur Ausgrenzung: „Wir stellen fest, dass sich einzelne Siedlungsbereiche immer mehr zu Arme-Leute-Quartieren entwickeln, während es in anderen Bereichen zu Verdrängungseffekten kommt.“ mehr…
Freitag 07.09.12, 12:23 Uhr
Aktion der Linkspartei zur Kampagne „umFAIRteilen“
Die Linke Bochum macht am Samstag, den 8. September von 11 bis 15 Uhr am Engelbertbrunnen in der Bochumer Innenstadt einen Infostand mit Straßentheater und schreibt: »Ziel ist es, auf den bundesweiten Aktionstag und die „Pott-umfairteilen“ Demonstration am 29.09. in Bochum aufmerksam zu machen. Dazu erklärt Christian Leye, Kreissprecher der Bochumer Linken: „Wir als Linke werden das Thema „umFAIRteilen“ mit kleinen szenischen Einlagen mitten in der Fußgängerzone darstellen. Es wird dort ein städtisches Schwimmbad geben, viel Geld und einige Super-Reiche in einer Luxuskarosse… Aber zum Glück auch die vielen anderen, die eine gerechte Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums in unserer Gesellschaft fordern. Wir hoffen, dass dieses kleine Straßentheater den PassantInnen viel Spaß macht. Denn mit Geldscheinen wird dort nur so um sich geworfen….“ mehr…
Mit einem Antrag zur Ratssitzung am 13. September will die Linksfraktion erreichen, „dass endlich konkrete Schritte für mehr Transparenz und Öffentlichkeit bei der STEAG eingeleitet werden“. Die STEAG soll einen 20-köpfigen kommunalen Beirat einrichten, in dem neben Ratsmitgliedern auch die Gewerkschaften, die IHK, die Handwerkskammer, Umweltverbände, eine Verbraucherorganisation, sowie Wissenschafter/innen vertreten sein sollen. „Die STEAG befindet sich mehrheitlich und in einigen Jahren wahrscheinlich sogar komplett im Besitz der öffentlichen Hand“, erläutert Uwe Vorberg das Anliegen der Linksfraktion. mehr…
Der DGB Ruhr-Mark schreibt: »Zum siebten Mal schreibt der gewerkschaftliche Verein „Mach meinen Kumpel nicht an!“ den Wettbewerb „Die Gelbe Hand“ 2012/2013 aus. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler an Berufsschulen und alle Jugendlichen, die sich derzeit in einer beruflichen Ausbildung befinden. Gesucht werden Beiträge gegen Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Rechtsextremismus und für Gleichbehandlung mit Bezug zu Berufsschule, Berufskolleg oder zur Arbeitswelt. mehr…
„Mamma Roma“, das Meisterwerk Pasolinis wird 50. Das haben der Bochumer Kulturrat und Cicuit, die deutsch-italienische Gesellschaft e.V. Bochum, zum Anlass genommen, am Freitag, 07.09. um 19.30 Uhr im soziokulturellen Zentrum Zeche Lothringen in Gerthe einen Vortrag mit Filmausschnitten zu organisieren. Der Eintritt kostet 6 €.
Die VeranstalterInnen schreiben dazu: „Dr. Donatella Chiancone-Schneider wird in einem Vortrag anlässlich Pier Paolo Pasolinis 90. Geburtstag und des 50-jährigen Filmjubiläums seines Films „Mamma Roma“ sowohl an den großen italienischen Schriftsteller und Filmemacher als auch sein filmisches Meisterwerk erinnern. Ihre Ausführungen werden von einer Bildpräsentation begleitet und durch Ausschnitte aus dem Film ergänzt.“
Ort: Bochumer Kulturrat – Lothringerstr. 36 c – 44805 Bochum
„Das über anderthalbstündige Gespräch mit Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London war sehr offen und freundlich. Julian Assange hat sich über den ersten Besuch eines deutschen Parlamentsglieds gefreut. Er machte trotz der schwierigen Umstände einen optimistischen Eindruck.“, erklärt Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linken anlässlich ihres Solidaritäts-Besuches von WikiLeaks-Gründer Julian Assange in der Ecuadorianischen Botschaft in London. Dagdelen weiter: mehr…
Jugendverbände und der Kinder- und Jugendring rufen zur Beteiligung am Aktionstag „umFAIRteilen“ am Samstag, 29. September in Bochum auf: »Mit dem bundesweiten Aktionstag „umFAIRteilen“ soll am Samstag, 29. September 12 für mehr soziale Gerechtigkeit und für die Sicherung der Daseinsfürsorge demonstriert werden. Große Aktionen sind in Hamburg, Berlin, Frankfurt, Köln und Bochum geplant. Aufgrund der schwierigen Finanzsituation der Stadt Bochum sind verschiedene Haushalts-sicherungskonzepte vom Rat beschlossen worden, die mit massiven Einschnitten in der Daseins-fürsorge verbunden sind. Bochum droht erheblich an Attraktivität zu verlieren, weil die Stadt ein großes Einnahmeproblem hat. Dies könnte in den nächsten Jahren durch die Einführung von Schuldenbremsen und den Fiskalpakt noch deutlich verschärft werden. mehr…
Am Donnerstag, den 06. September ist House Of Wolves im Rahmen seiner Europa-Tournee zu Gast im Rottstr5-Theater. Beginn ist um 19.30 Uhr, der Eintritt kostet 7 Euro. Die VeranstalterInnen schreiben: „House Of Wolves ist das Indie-Folk Projekt des aus Los Angeles stammenden Rey Villalobos, der im Juli 2011 sein Debut Fold In The Wind veröffentlichte. Der ätherische, warme Klang, die weiträumigen, reduzierten Arrangements und seine zarte, aber doch kraftvolle Stimme fügen sich zu einem zutiefst betörenden Album. Es erinnert an Größen wie Elliot Smith, Sufjan Stevens und Nick Drake, auch wenn Rey als klassisch ausgebildeter Pianist Chopin als seine erste und wichtigste Inspiration zählt. Nachdem er die letzten Jahre auf Tour durch Europa und die USA verbrachte, wo er mit Acts wie Damien Jurado, Villagers, Seabear und Fanfarlo gespielt hat, freuen wir uns, dass er dieses Mal auch bei uns Halt macht.“
In Bochum läuft z. Z. ein weltweit ziemlich einmaliges Projekt. Während sich alle Großstädte auf dem Globus darum bemühen, den Autoverkehr und die damit verbundenen Emissionen aus den Städten rauszudrängen, wird hier an der „Bochumer Lösung“ gearbeitet. Diese Idee haben die beiden großen Bochumer Söhne Wolfgang Clement und Norbert Lammert ausgeheckt. Danach werden zukünftig täglich 10 Tausende Fahrzeuge von der A 40 auf die heutige Stadtautobahn geleitet. Die Folge wird sein, dass die Überlastung der Stadtautobahn Verkehr in die Innenstadt drängt. Das Projekt kostet viele 100 Mio. Euro, die weitgehend aus Bundesmitteln beglichen werden. Aber auch für die Stadt Bochum entstehen beträchtliche Kosten. Die Linksfraktion hat in einer Anfrage an die Verwaltung wissen wollen, ob es bei den beschlossenen Kosten für die Stadt Bochum bleibt. Die Verwaltung hat daraufhin in ihrer Antwort lediglich die bisherige Kostenexplosion für das Westkreuz beschrieben: „Die Gesamtkosten für den Bau des Westkreuzes belaufen sich nach der letzten Kostenfortschreibung Stand Januar 2012 auf 109,2 Mio. Euro. Der städtische Anteil ist daher von 6,45 Mio. Euro auf 9,90 Mio. Euro gestiegen.“ Dies sind 53,5 Prozent.
Die Grüne Ratsfraktion hatte im Zusammenhang mit der geplanten Verleihung eines Preises an den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan im Rahmen des “Steiger Award“ in einer Anfrage an die Oberbürgermeisterin von einer „politischen Instinktlosigkeit des Veranstalters bei der Preisträgerauswahl“ geschrieben. Sie fragte u. a.: »In welchem (auch finanziellem) Umfang wird die Veranstaltung “Steiger Award†durch die Stadt Bochum und die städtischen Tochtergesellschaften unterstützt?« In einer Vorlage zur heutigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses werden Stellungnahmen der Stadtwerke und der Sparkasse veröffentlicht, die den „finanziellen Umfang“ der Förderung verschweigen. Es bleibt abzuwarten, ob die Grünen ihre Möglichkeiten in den Aufsichtsgremien der städtischen Töchter nutzen, um die Zahlen doch noch zu erfahren. Die Stadtwerke preisen die Show als „Leuchtturmprojekt“. Die Sparkasse teilt mit, dass ihrer Ansicht nach durch das Spektakel kein Imageschaden für die Stadt entstanden sei. Eine alte Bergmannsweisheit lautet: „Vor der Hacke ist es duster.“
Der Arbeitskreises Umweltschutz Bochum lädt ein: »Der nächste überaus beliebte Fledermausbeobachtungsabend für Kinder im Rahmen des Spürnasenpasses findet am 7. 9. statt. Frei nach dem Motto: „Was man nicht kennt, schützt man nicht“ bietet der Arbeitskreis Umweltschutz Bochum e.V. (AkU) Kindern wieder die Möglichkeit, Fledermäuse aus der Nähe zu erleben. Die Kinder sind bei dieser Veranstaltung immer wieder mit großer Begeisterung bei der Sache. mehr…
Dienstag 04.09.12, 20:48 Uhr
Selbsthilfetag des Landesverbandes Psychiatrie-Erfahrener
Am Samstag, den 8. September veranstaltet der Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW (LPE) im AusländerInnen-Zentrum an der Ruhr-Uni zum 27. Mal seinen Selbsthilfetag. Von 11.00 bis 17.30 treffen sich in der Selbsthilfe Engagierte, Erfahrene, Freunde und Interessierte, um sich über die vielfältigen Möglichkeiten der Selbsthilfe als Alternative zum psychiatrischen System auszutauschen. In der Einladung heißt es: »Der LPE NRW e.V. ist bemüht, der Psychiatrie ihre Rechtfertigungen durch Alternativen im Umgang mit psychischen Krisen zu entziehen und zu zeigen, dass es auch anders geht. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Ver-rücktheit, Krisenbegleitung, gegenseitige Beratung und Austausch in Selbsthilfegruppen sind das „Contra“ der organisierten Psychiatrie-Erfahrenen. mehr…
Eine neue Ausgabe der „Zeitung der Sozialen Liste“ ist erschienen. Inhaltliche Schwerpunkt sind die die Entwicklung bei Opel, das Konzerthaus, die „Rotstiftpolitik der Stadt Bochum um das Haushaltssicherungskonzept umzusetzen“ und „neue Waffen für neue Kriege“. Die Zeitung ist z. B an Informationsständen oder im Büro der Sozialen Liste im Rathaus erhältlich. Sie gibt es auch als pdf-Datei.
von Vera Glossa
Radio Bochum meldet: „Der Bochumer Bundestagspräsident Norbert Lammert beklagt, dass es in Europa ein Defizit an religiöser Orientierung gibt. Das machte er am Wochenende auf einer Tagung der westfälischen Kirche in Schwerte deutlich.“ Das erste Gebot des Christentums lautet: „Du sollst nicht andere Götter haben neben mir.“ Dies ist das Gebot der Intoleranz. Monotheistische Religionen wie das Christentum haben Kreuzzüge, Hexenverbrennungen und brutale Vernichtungen ganzer Kulturen in Amerika und Afrika zu verantworten. mehr…
Für den DGB in Bochum ist die Warnung von Ursula von der Leyen vor der absehbaren Altersarmut keine neue Erkenntnis. Allerdings gewinnt sie durch die Initiative der Ministerin eine erheblich höhere öffentliche Wahrnehmung. „Es ist erst einmal gut so, dass die Ministerin selbst vor Altersarmut warnt und damit unsere Erkenntnisse stützt“, so DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund, „leider fehlen nach der Bewertung der Lage, die richtigen Schlussfolgerungen.“ Bezug nehmend auf Daten des statistischen Bundesamtes rechnet der DGB mit tausenden Beschäftigten in der Stadt, die im Rentenalter arm sein werden. Das Amt sieht die Gefahr für mehr als ein Drittel aller Vollzeitbeschäftigten. mehr…
Am Sonntag, den 9. September ist nach der Vorstellung um 19.15 Uhr der Bochumer Poetry-Slammer Sebastian23 zu einem Filmgespräch im Endstation Kino zu Gast. Er ist einer der Protagonisten von Marion Hütters Film Dichter und Kämpfer. Für ihren Dokumentarfilm hat sie vier Poetry-Slammer aus ganz Deutschland über ein Jahr begleitet. Die Filmankündigung: »Poetry Slam ist Dichterwettstreit auf der Bühne, unmittelbar, mit Rockkonzert-Atmo. Mit rund 1.000 Slams im Jahr ist die literarische Performance-Kunst in Deutschland absolut präsent. Der Film beginnt und endet in Bochum. Er begleitet hier Sebastian23 durch sein Jahr, das zwischen zwei Meisterschaften und zeigt, was ihn sowie Theresa Hahl, Julius Fischer und Philipp „Scharri“ Scharrenberg antreibt, sich mit Haut und Haaren zur Abstimmung zu stellen.«
Am Freitag, den 7.9. lädt das Freie Kunst Territorium – FKT in der Bessemer Straße 30 ab 19 Uhr zu einer Vernissage eines Projektes von fünf Studierenden der Folkwang Hochschule der Künste/ Fachbereich Fotografie: „14 Tage Arbeiten 5 im Viertel rund um den Springerplatz und auf dem Gelände des FKT“ Vom 23.8. – 6.9. 2012 arbeiten – Felix Hauke, Laetitia Eskens, Michael Schröder, Anna Knüppel, Ben Monks – vor Ort und mit dem Viertel.
Der Kölner Frauengeschichtsverein hat 2010 den 9. September als Freundinnentag ins Leben gerufen. Das Frauenarchiv ausZeiten greift auch in diesem Jahr die Idee auf und schreibt: »Der Freundinnentag ist langjährigen Freundinnen gewidmet, die uns über weite Strecken des Lebens begleiten. Ein Tag, der die Frauenfreundschaft feiert. Das Frauenarchiv ausZeiten lädt in Kooperation mit dem Autonomen FrauenLesbenreferat der Ruhr-Uni Bochum Freundinnen und deren Freundinnen am Sonntag, den 9. September 2012 um 18 Uhr in die Herner Straße 266 ein. mehr…
Die Linke im Rat hat eine neue Ausgabe ihrer Zeitung „Einblicke“ herausgebracht. In seinem Leitartikel „Soziale Schieflage in Bochum“ greift Ernst Lange einige besonders erschreckende Ergebnisse des Sozialberichts 2012 auf. Zudem mobilisiert die Linksfraktion zur Demo im Rahmen des bundesweiten Aktionstags „UMfairTEILEN – Reichtum besteuern“ am 29. September um 12 Uhr in Bochum. Weitere Themen der Einblicke sind u.a. der Beschluss zum Musikzentrum, Kitas in Bochum, die Berufsbildungsmesse und die Entwicklung der Steag. Die “Einblicke†gibt es gedruckt im Fraktionsbüro der Linken (Willy-Brandt-Platz 1-3). Es gibt sie auch als PDF-Datei.
Der Arbeitskreis Umweltschutz Bochum lädt am Sonntag, den 9. 9. um 15 Uhr ins Umweltzentrum, Alsenstraße 27 ein: „Wir möchten mit Bochums Bürgerinnen und Bürgern beim Ratschlag über Umwelt und Natur in Bochum ins Gespräch kommen. Wir wollen bei Kaffee und Kuchen gemeinsam Ideen entwickeln: Wo wird Umwelt und Natur in Bochum bedroht, wo und wie lässt sich in unserer Stadt eine Verbesserung der Situation erreichen? Die Themen sind offen. Wir haben bisher folgende Themen im Blick: Naturschutz, insbesondere Fledermäuse, Klima, Energie, AkW, Lokale Agenda 21 und Tierschutz, insbesondere Igel. Neue Themen können gerne eingebracht werden. Und natürlich reden wir über verschiedene Aktionsformen. Eine Anmeldung wird erbeten unter aku-bochum@aku-bochum.de oder Tel.: 66 444.“
„Für den Arbeitsmarkt in Bochum waren die Hartz-Reformen nicht der große Wurf“, so Gerhard Kampschulte. Der Vorsitzende der IG BAU Bochum-Dortmund sieht die vor zehn Jahren begonnene Arbeitsmarktreform“ mehr als kritisch“. „Ein-Euro-Jobs, mehr Mini-Jobs und befristete Beschäftigungsverhältnisse sowie ein Boom bei Leih- und Zeitarbeit – das vermeintliche Jobwunder durch die Hartz-Reformen hat sich bei näherem Hinsehen als ‚mehr Schein als Sein’ entpuppt. Wo es tatsächlich eine Steigerung gegeben hat, ist der Niedriglohnbereich“, so Kampschulte. Zudem lebten durch Hartz IV viele Menschen am Rande des Existenzminimums. Für sie sei die „gelobte Arbeitsmarktreform“ zur Armutsfalle geworden. mehr…
Sonntag 02.09.12, 07:07 Uhr
Bürgerbegehrens „Musikzentrum“ vermeldet neuen Rekord:
Die Initiative für ein Bürgerbegehren gegen das Konzerthaus schreibt: »Immer mehr Bürger wollen für das Bürgerbegehren unterschreiben. An diesem Samstag waren es 665! 309 in Wattenscheid, 356 in Bochum. Das Bürgerbegehren geht davon aus, dass die Schallgrenze von 50% der für das Begehren erforderlichen Unterschriften schon am Ende der nächsten Woche durchbrochen wird. Viele Bürger wollen zum Gelingen des Bürgerbegehrens „Musikzentrum“ ihren persönlichen Beitrag leisten. Sie holen sich an der „Halle der Demokratie“ neben dem Glascafe am Husemannplatz Unterschriftenlisten, damit sie auch Freunde, Bekannte, Verwandte, Nachbarn und Arbeitskollegen unterschreiben lassen können. Eine Woche später bringen sie die vollen Listen zurück. mehr…