Anlässlich des 60. Jahrestages der Gründung der DDR und des 20. Jahrestages des Rücktritts der Honnecker-Regierung und der Öffnung der Mauer veranstaltet der Bahnhof Langendreer eine Reihe mit Vorträgen, Film und Musik unter dem Titel „Was vom Osten übrig bieb“. Den Eröffnungsvortrag wird der Historiker Detelf Nakath am kommenden Donnerstag, den 20.08. um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer halten. In der Ankündigung heißt es: »Unter dem Titel „Die DDR: Was bleibt?“ wird er jenseits von Stasi-Hysterie und nostalgischer DDR-Verklärung die Entstehungsbedingungen der DDR im Rahmen der „doppelten“ Staatsgründung 1949 analysieren und die soziale und politischen Entwicklungen in der DDR beurteilen. Gleichzeitig wird im endstation.café im Bahnhof Langendreer die Ausstellung „Im Blick der Massen – Ostdeutsche Plakatkunst zwischen 1945 und 1990“ eröffnet. Dr. Detlef Nakath ist Koordinator der Expertenkommission DDR-Geschichte der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Mitherausgeber des Handbuchs „Deutsche Zeitgeschichte von 1945 bis 2000. Gesellschaft – Staat — Politik“.«
Die Bochumer Geschichtswerkstatt lädt am Samstag, den 22. August zu einer Stadtrundfahrt per Rad ein. Dabei werden Orte im gesamten Stadtgebiet angefahren, die in der nationalsozialistischen Zeit von Bedeutung waren. Diese etwa 4-stündige Radtour führt zu den Orten des Nazi-Terrors, zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung in Bochum. Ausgangspunkt ist der Springerplatz. Weitere Stationen sind u. a. der ehemalige Standort der alten Synagoge in der Innenstadt, das Polizeipräsidium, die früheren Standorte der Außenlager des KZ Buchenwald und der Zwangsarbeiterlager, der Kommunalfriedhof in Altenbochum und als Endpunkt das ehemaliges Zechengebäude am Kemnader Stausee. Treffpunkt ist um 11.00 Uhr der Springerplatz. Eine Anmeldung ist bis zum 19. 8. erwünscht: Geschichtswerkstatt[at]bo-alternativ.de
Der Bochumer Rechtsanwalt Martin Reucher schickt die folgende Geschichte: „Als die Schildbürger ein neues, pompöses Rathaus bauen, vergisst der Architekt die Einplanung von Fenstern und das Rathaus ist innen stockfinster. Daraufhin versuchen die Schildbürger, mit Eimern das Sonnenlicht einzufangen und ins Innere zu tragen, was allerdings fehlschlägt. So ähnlich geht es bei der ARGE Bochum in den Zweigstellen zu. Die Kundin B. wird zunächst durch die ARGE Mitte betreut. Dort gelingt es nach monatelangem hin und her sie mit dem Nötigsten zu versorgen. Die bei ihr lebenden erwachsenen Kinder erhalten Wohngeld und können so ihren Mietanteil beisteuern. Einem Schreiben hat Frau B. dann entnommen, dass sie nunmehr durch die ARGE Süd betreut werde, was noch harmlos klingt. Einem wachen Mitarbeiter der ARGE Mitte fällt trotz der Sommerferien auf, das er nicht mehr zuständig ist und schließt messerscharf, das Frau B. umgezogen sein muss und teilt dies der Wohngeldstelle der Stadt Bochum mit. Eine Nachfrage bei Frau B. war auf Grund der eindeutigen Sachlage scheinbar entbehrlich. mehr…
Ein breites Bündnis aus Organisationen und bedeutenden Einzelpersönlichkeiten fordert einen sofortigen Stopp aller Hartz IV-Sanktionen. Näheres. Die Unabhängige Sozialberatung Bochum schließt sich als Bürgerinitiative diesem Bündnis an. »Auch in Bochum hat die Zahl der Sanktionen zugenommen, zumeist wegen Meldeversäumnissen. Fast die Hälfte der Widersprüche und Klagen haben mittlerweile damit zu tun, sehr häufig erfolgreich. Sanktionen helfen niemandem. Sie treffen oft Menschen, die wegen langer Erwerbslosigkeit oder aus anderen Gründen nicht alles gut geregelt kriegen«, meint Norbert Hermann, Sprecher der Bürgerintiative. »Angeblich sollen die Menschen dadurch in Arbeit gedrängt werden. Aber die Arbeit gibt es nicht«, empört er sich. »Es geht daher nur um Bestrafung. Wir fordern einen sofortigen Stopp aller Sanktionen.« Die letzte veröffentlichte Statistik der Arbeitsagentur aus dem Monat März 2009 weist 687 Bedarfsgemeinschaften mit einer oder mehreren sanktionierten Personen aus. Darunter sind 702 Erwerbsfähige und 86 Bedarfsgemeinschaften mit Kindern.
Es gibt seit heute früh recht heftige Hacker-Angriffe auf bo-alternativ. Wir haben unsere Terminspalte leider nicht so gewissenhaft abgesichert wie die gesamte Seite. Wir mussten sie deshalb vom Netz nehmen. Wir bitten um Entschuldigung.
Für den DGB-Regionsvorsitzenden Michael Hermund unterstreicht der aktuelle DIW-Bericht mit einer Senkung der Lohnquote in den Jahren 1992 bis 2008 von knapp 67% auf 62,1% ein zentrales Problem in der Entwicklung der Wirtschaftspolitik in Deutschland. „Nach dem in vielen Unternehmen und in einer Reihe von Verbänden in den vergangenen Wochen weiterer Lohnverzicht eingefordert wurde, stellt sich die Frage: An wen sollen künftig Produkte und Dienstleistungen verkauft werden?“, so Hermund. Der DGB verweist darauf, dass die Gewerkschaften seit Jahren höhere Löhne und bessere Einkommen für die Beschäftigten einfordern und gesteht in manchen Bereichen seine Schwächen ein, die auch in ungenügender Mobilisierungskraft und Mitgliederstärke liegen. mehr…
Der CDU-Kandidat für die OberbürgermeisterInnen-Wahl Gräfingholt war vor seiner Zeit als Politpensionär Geschäftsführer der RWE-Tochter INFRAKOM. Dies war eine Einrichtung, die Lobbyarbeit in den Kommunen für RWE betrieb. Rolf Hartmann erinnert in der heutigen WAZ daran: »Zuvor hatte er mit RWE, seinem Arbeitgeber, die 51er-Regelung vereinbart. Im Klartext: Er konnte mit 51 Jahren seinen Geschäftsführerposten räumen und hat seitdem „Geld von RWE im Rücken“, wie er sagt. Der Konzern zahlt bis zu seiner Rente. Es reicht zum Leben und gewisse Zubrote aus seinen politischen Mandaten kommen hinzu. Da sind die 1 400 Euro monatlich als Fraktionschef plus Sitzungsgelder, da sind die 1 900 Euro jährlich als Aufsichtsrat beim USB plus Sitzungsgelder, da sind die Sitzungsgelder vom Verwaltungsrat der Freizeitgesellschaft Kemnade und da sind die 83 Euro pro Monat plus Sitzungsgelder beim Regionalverband Ruhr. « Eine der zentralen Forderungen der CDU ist der Verkauf der RWE-Aktien, die die städtischen Töchter besitzen.
Oberbürgermeisterin Scholz hat ein Wahlkampfspot erstellen lassen und bei youtube veröffentlicht. Auch wenn es mit der Tonqualität noch nicht so klappt und die ihr gestellten Fragen schlecht zu verstehen sind, zeigt die Bochumer SPD, dass sie die neuen Medien ernst nimmt. Wolfgang Wendland, Spitzenkandidat der Linkspartei für die Bezirksvertretung in Wattenscheid hat es da leichter. Er hat hat Erfahrung mit dem Medium. Schließlich sind seine Filme mit Spott über Kultur in Wattenscheid mittlerweile Kult. Er präsentiert sich und Mehriban Özdogan und Wolfgang Echterhoff, die ebenfalls für Die Linke in Wattenscheid kandidieren, recht gekonnt auf youtube.
Donnerstag 13.08.09, 15:00 Uhr
Soziale Liste kritisiert Kürzungsvorschläge der Verwaltung:
Die Soziale Liste schreibt über das sogenannte „Zukunftskonzept“ der Verwaltung, dass es als allgemeine Grundlage für Haushaltsberatungen sicherlich nützlich sei. „Ein Zukunftskonzept für die Stadt Bochum kann es aus Sicht der Sozialen Liste wegen seiner fehlenden Perspektiven nicht sein und als Grundlage für ein zu erarbeitendes Haushaltssicherungskonzept eignet es sich wegen seiner sozialen Schieflage nicht. Außerdem bleibt es an vielen Punkten unkonkret und nebulös. Die Soziale Liste im Rat kritisiert vor allem, dass Bochums heilige Kühe, die Prestigeobjekte, gar nicht erwähnt werden und die Verwaltung trotz einer zu erstellenden Sparliste u. a. am Konzerthaus, dem Kammermusiksaal, den Stadttürmen, dem Schlosspark Weitmar festhalten will. Demgegenüber werden allerdings Vorschläge gemacht, die das soziale Gefüge in der Stadt bedrohen. Siehe Erhöhungen von Gebühren und Eintrittsentgelten auf breiter Ebene, Personal- und Leistungsabbau, Schulschließungen, Reduzierung der Pflege- und Nutzungsstandards, Verschlechterungen im Kinderbildungsbereich usw. usf. Die Soziale Liste im Rat wird das Zukunftskonzept zur Kenntnis nehmen, ihm aber die Zustimmung verweigern. Als Grundlage für die Erarbeitung eines Haushaltssicherungskonzeptes lehnen wir das Konzept ab.“
Am Sonntag, den 16. 8. um 20.00 Uhr präsentiert Radio El Zapote Im Bahnhof Langendreer die französische Gruppe Les Caméléons. Die Ankündigung von El Zapote: „Mit den zauberhaften Ma Valise, haben wir erst kürzlich die französischen Wochen eingeläutet. Nun folgt Les Caméléons, acht Musiker aus Nantes mit 14 Jahren Bühnenerfahrung, dann Mala Suerte im September. Mit erfrischend fröhlich und bewegungsstiftend lässt sich ihre Musik umschreiben. Gerne werden sie die Panteon Rococos diesseits des Atlantiks genannt. Im Geiste Mano Negras produzieren sie ein Spannungsfeld und explosive Mischung aus Ska, Rock, Latin, Punkrock und afrokaribischen Rhythmen. Mehrere hundert Konzerte, CD der Woche bei Funkhaus Europa 2002. Präsentiert wird ihr aktuelles achtes Album und es wird garantiert wieder „mucho Chaleur“ (heiß).
Die Linke NRW und die Bochumer Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen führen am 22./23. August im Bochumer Falkenheim eine Wochenendseminar durch. Das Eingangsreferat hält Sahra Wagenknecht zum Thema „Krise des Kapitalismus und die Antwort der Linken“. In der Einladung für die „Bochumer Sommerschule“ heißt es u. a.: »Die politischen Gegner und Kritiker der Partei Die Linke denunzieren das Wahlprogramm und die Antworten der Linken auf die Krise als populistisch, unrealistisch, nicht finanzierbar und als bündnisunfähig. Angesichts dieser „Kritik“, der Medienkampagne gegen Die Linke und den bevorstehenden Wahlen wollen wir uns mit den Analysen und programmatischen Antworten der Linken auf den Kapitalismus und Imperialismus des 21. Jahrhunderts beschäftigen und Gegenstrategien entwickeln.« Die Einladung als pdf-Datei.
Am Montag, den 24. August, findet um 19 Uhr das 7. Themenforum der Medizinischen Flüchtlingshilfe im Sozialen Zentrum statt. Es geht dieses Mal um den Abschiebeknast in Büren. Mit dieser Veranstaltung wird auch für die Demonstration am 29. August in Büren mobilisiert. Ein Bus fährt an diesem Tag um 11.00 Uhr vom Bochumer Hauptbahnhof nach Büren. Am 26. September findet schließlich ein Seminar zum Thema „Interventionen gegen Abschiebehaft“ im Sozialen Zentrum statt. In der Einladung für das Themenforum am 24. 8. heißt es: »Die JVA Büren ist die größte Abschiebehaftanstalt der Bundesrepublik. Jedes Jahr werden mehr als 2.000 Menschen von ihr ausgehend in alle Welt abgeschoben. Viele von ihnen müssen Wochen, einige sogar mehrere Monate auf ihre Abschiebung warten. Ohne eine Straftat begangen zu haben, werden die Betroffenen eingesperrt und verbringen die ihnen hier verbleibende Zeit unter unwürdigen Lebensbedingungen. mehr…
Am 20. September lädt die Initiative bochumsonst zum 1. Umsonstfest auf den Bürgerplatz, 300 Meter vom Sozialen Zentrum entfernt, ein: »Wir betreiben seit Juni letzten Jahres den KostNixLaden und möchten mit diesem Fest den Rahmen eines „bloßen“ Ladens verlassen. An diesem Tag möchten wir mit allen Interessierten zusammen das Umsonstprinzip auf den wenig genutzten Bürgerplatz in Hamme bringen. Was bedeutet das? Gemäß dem Motto „alles ist umsonst“ könnt ihr an diesem Tag das Portmonee zuhause lassen. Alles was auf dem Fest angeboten wird, steht für alle ohne Gegenleistung zur Verfügung und die Gestaltung ist für alle Teilnehmenden offen. Damit das funktionieren kann, müssen wir selbstverständlich respektvoll miteinander umgehen und bereit sein, uns abzusprechen wo nötig. mehr…
Im Rahmen der Odyssee 2009 – Kulturen der Welt findet am Samstag, den 15. August um 20.00 Uhr in der Freilichtbühne Wattenscheid ein Konzert mit Sister Fa statt: „Tales from the Flipside of Paradise“. In der Ankündigung schreibt der Bahnhof Langendreer: »Mit gerade mal 18 Jahren bringt Sister Fa ihre Musik mit selbst produzierten Demo-Tapes in ihrer Heimatstadt Dakar unter die Leute. So fängt eigentlich jeder im Senegal an, seine Musik in Umlauf zu bringen. Aber nicht jeder kann nur acht Jahre später von sich behaupten, mit seinem ersten Solo-Album zur besten Neuentdeckung bei den senegalesischen HipHop Awards gekürt worden zu sein und nun mit dem zweiten Solo-Album international vertrieben zu werden. mehr…
Mittwoch 12.08.09, 15:00 Uhr
Stellungnahme der Linksfraktion zum „Zukunftskonzept“ Bochum
Die Bezirksregierung Arnsberg hat der Stadt Bochum auferlegt, bis 2015 das Haushaltsdefizit um 100 Millionen zu kürzen. Am kommenden Montag berät der Rat über eine Vorlage der Verwaltung mit dem Titel ‚Zukunftkonzept‘, wie diese Einsparungen strukturell vorgenommen werden sollen. Die Grüne Ratsfraktion begrüßt dieses Konzept in einer Pressemitteilung als „solide Grundlage“. Die Linksfraktion im Rat schreibt zu der Verwaltungsvorlage: »Die Linke im Rat lehnt dieses Konzept ganz entschieden ab. Anstatt zukunftsweisender Ideen, gibt es rückwärtsgewandte Vorschläge, die zurück in vergangene Zeiten weisen, in denen Bildung eine Frage des Geldbeutels war und Kultur sich auf die vermeintliche Hochkultur beschränkte. Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende Ernst Lange: „Die Linke hat gefordert, dass die Bürgerinnen und Bürger vor der Wahl erfahren sollen, was nach der Wahl auf sie zukommt. Das Zukunftskonzept des Verwaltungsvorstandes leistet das nicht: Es ist in vielen Bereichen unkonkret und lässt vieles offen und ist in einigen Teilen schlicht unseriös. mehr…
Zusammen mit einer Reihe weiterer Organisationen lädt der AStA der Ruhr-Uni für Mittwoch, den 12. 8. um 19.00 Uhr in das Studierenden-Haus zu einem Bündnistreffen ein. Es geht um die von der Stadt geplanten finanziellen Kürzungen im Bildungs- und Sozialbereich. In der Einladung heißt es: „Es gibt in Bochum viele Gruppen, Institutionen und Einzelpersonen, die der Meinung sind, dass bereits jetzt zu wenig Geld für die kulturellen und sozialen Belangen sowie für die Bildung zur Verfügung gestellt wird. Wir wollen, dass diesen Bereichen der Stellenwert zukommt, der ihnen als Grundlage für die gesellschaftliche Entwicklung zusteht. Keinesfalls darf man diese Posten einfach als Sparmaterial ansehen. Daher haben wir beschlossen, zu diesem Thema Stellung zu nehmen und zu zeigen, dass eine Kürzung erheblichen Widerstand erzeugt.“
„Bildung und Ausbildung Jugendlicher darf nicht von der Kassenlage einzelner Unternehmen abhängig sein. Wir brauchen eine konjunkturunabhängige Finanzierung der Ausbildung durch eine Umlage bei allen Unternehmen“, meint DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund mit Blick auf die aktuellen Zahlen auf dem Ausbildungsstellenmarkt. Nach Ansicht des DGB besteht auch im Juli 2009 auf den Ausbildungsmarkt Anlass zur Sorge. Es müsse dringend davor gewarnt werden, die Situation zu verharmlosen, denn im Vergleich zum Vorjahr sehe es nach wie vor schlecht aus. Dass die aktuelle Lage nicht noch dramatischer ist, liege lediglich an der ebenfalls rückläufigen Zahl der Bewerberinnen und Bewerber. mehr…
Zur Spürnasenpassaktion „Wir erkunden den Wald“ lädt der Arbeitskreis Umweltschutz e.V. alle naturbegeisterten Kinder ab 6 Jahren und ihre Eltern ins Weitmarer Holz ein: „Der Wald soll mit (fast) allen Sinnen erfasst werden. Die Kinder werden dabei auf vieles aufmerksam, was sie bisher nie beachtet haben. Treffpunkt am 15.08.09 ist der Parkplatz Blankensteiner Strasse/Schlossstrasse, in der Nähe des Försterhauses/Schachbretts, um 15 Uhr (Ende ca. 16:30 Uhr). Kosten: 1,50 Euro pro Teilnehmer. Eine Anmeldung wird erbeten unter Tel.: 66444 oder aku-bochum@aku-bochum.de“
Das Bochumer Friedensplenum hat die Nachricht, dass der pakistanische Taliban-Chef Baitullah Mehsud bei einem US-Drohnenangriff getötet worden sei, zum Anlass genommen, um auf seiner Webseite ausführlich über die neue Kriegsführung mit Drohnen zu informieren. Interessant in dem Beitrag ist auch der Hinweis darauf, wie konkret bereits die Einsatzmöglichkeiten dieser Geräte zur Überwachung im zivilen Bereich genutzt werden. Zum Hintergrundartikel des Friedensplenums.
Am Samstag, den 22.8. wird um 11:00 Uhr im Artizania – Kunstladen in Bochum-Langendreer, Alte Bahnhofstraße 19, die Ausstellung „Cuba“ mit Julieta del Carmen León (Havanna) eröffnet. Die Malerin stammt aus Holguin und lebt heute in Havanna. Sie hat 2000 und 2002 an zwei großen Wandmalprojekten in Dortmund und Düsseldorf teilgenommen, 2001 war sie an dem Gemeinschaftsprojekt von KünstlerInnen aus Bochum, Dortmund, Holguin und Pinar del Rio beteiligt.
Das Schwimmbad Querenburg wird renoviert. Eigentlich eine gute Sache, ist der Bau doch einer der größten Energiefresser Bochums. Ob während der Umbauphase aber überhaupt ein Schwimmbecken für den Hochschulsport und die Sportstudierenden bereitsteht, steht noch in den Sternen. Die Hintergründe dazu in der aktuellen bsz: Ruhr-Uni ohne Wassersport? Ohne „Aqua vite“ sollten auch die BesucherInnen des Freiburger Kneipenviertels auskommen, erteilte die Stadt ein Alkoholverbot, bis ein Student erfolgreich dagegen klagte. Diesen Fall und das Flashmob-Verbot in Braunschweig sind Gegenstand von Herumlungern verboten. Außerdem berichtet die bsz vom zunehmenden Druck, der auf den Studierenden in Zeiten von Bachelor/Master und Studiengebühren lastet, von sexuellen Belästigungen in sozialen Netzwerken und Leseempfehlungen für den Urlaub. Die ganze Ausgabe gibt es als pdf oder auf www.bszonline.de
Die Stadt Bochum, die Mietervereine und verschiedene Vermietereinrichtungen haben die Erstellung eines neuen Mietspiegels in Angriff genommen. MieterInnen, bei denen sich in den letzten 4 Jahren die Miethöhe verändert hat, sind aufgerufen, den entsprechenden Fragebogen auszufüllen.
Die ARGE Bochum teilt mit: Am Freitag, dem 14. August werden die Computersysteme der ARGE Bochum gewartet sowie neue Programmversionen für die Leistungsgewährung installiert. Aufgrund dessen ist der Betrieb des Computerprogramms zur Berechnung und Gewährung von Leistungen nach dem SGB II nicht möglich. Die Sachbearbeiter können somit keine Leistungsansprüche berechnen und die Gewährung von finanziellen Leistungen nicht anweisen.
Die Bochumer SPD steigt nun doch ernsthaft in den Kommunalwahlkampf ein. In den letzten Wochen waren die SozialdemokratInnen abgetaucht. Die Webseite wurde nicht aktualisiert, es gab kaum Presseverlautbarungen und der neue Vorsitzende Thomas Eiskirch ward nicht gesehen. Am Samstag wurde nun die SPD-Wahlkampfbude am Husemannplatz eröffnet, die Webseite ist völlig neu gestaltet und sogar das Kommunalwahlprogramm der SPD ist nun online zu finden. Hierin verspricht die SPD z. B. ein Sozialticket und viele andere gute Projekte. Nicht erklärt wird, warum dies in den letzten Jahren nicht umgesetzt wurde. Gegenüber der Presse kündigte die SPD an, dass die 50 Ortsvereine je 2.000 also insgesamt 100.000 Bochumer Haushalte mit Wahlkampfbesuchen heimsuchen wollen. Erstaunlich ist, dass die SPD auf ihrer Webseite das Finanzkonzept, das Ottilie Scholz zur Ratssitzung am Donnerstag vorgelegt hat, als „so genanntes Zukunftskonzept“ tituliert. Überraschend ist auch die Linkliste, auf der TAZ und telepolis aber nicht die WAZ bzw. „Der Westen“ aufgeführt werden. Ob da jemand „links“ falsch interpretiert hat?
Der Arbeitskreis Ökobau veranstaltet am Wochenende 22. und 23. August eine Tagung im Kulturhaus Oskar, Oskar Hoffmann Str. 25. Das ganze beginnt am Samstagabend mit einem Vortrag zum Thema Klimaschutz. Am Sonntag werden dann zwei Blöcke mit Workshops angeboten. Themen sind z. B. Elektrosmog, Energieeinsparung, Sonnenenergie, Energetische Sanierung oder Wohnprojekte. Näheres.
Am Samstag, den 15. 8. lädt ab 20:00 Uhr Café Emily unberechenBar ins Sozialen Zentrum, Josephstr. 2 ein. In der Einladung heißt es: „Open-Source-Software liefert seit Jahren den Beweis: Menschen verfallen nicht bei Abwesenheit von Konkurrenzdruck in sofortige Lethargie. Menschen wollen ihre Umwelt aktiv beeinflussen. Und sie wollen dabei kooperieren, nicht konkurrieren. Eine Wirtschaftsweise, in der die produzierten Güter nicht allen frei zur Verfügung stehen, sondern durch den Markt und seine Mechanismen künstlich verknappt werden, ist nicht der einzig mögliche Weg des gemeinsamem Wirtschaftens und auch nicht der überlegene. Oder sind etwa alle mit Microsoft zufrieden? Ein neuer Trend im open-source-Bereich ist Unterhaltung bis hin zu Spielfilmen. Wir wollen uns zwei solcher Filme gemeinsam ansehen und uns in entspannter Atmosphäre über die Perspektiven von open-source austauschen. Wer schon mal reinschnuppern möchte, kann dies tun und dem link folgen.“
Das Anti-Atom-Plenum Bochum unterstützt die Aktion, zur großen Anti-Atom Demo am 5. September in Berlin einen Sonderzug aus NRW zu organisieren. Die OrganisatorInnen schreiben: “ Es sind noch gut vier Wochen bis zum Samstag, den 5. September. Dann sollen in Berlin Tausende Menschen der Politik klar machen, dass die BürgerInnen im Lande eine Aufkündigung des Atomausstiegs nach der Bundestagswahl nicht dulden. Kommen Sie am 5. September mit uns zur großen Anti-Atom-Demonstration unter dem Motto „Mal richtig abschalten“ und streiten Sie für den Atomausstieg und die Zukunft der Erneuerbaren Energien! Aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen soll es einen Sonderzug nach Berlin geben, der morgens los und abends zurück fährt. mehr…
Freitag 07.08.09, 22:00 Uhr
Oberbürgermeisterin und Kämmerer zur Pleite der Stadt:
Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz (SPD) und Kämmerer Manfred Busch (Grüne) haben heute in einer Pressekonferenz vorgestellt, in welchem Rahmen in den nächsten fünf Jahren das städtische Haushaltsdefizit um 100 Millionen Euro verringert werden kann. Sie legten einen 110-seitigen Katalog mit Vorschlägen für Ausgabenkürzungen und Gebühren- und Steuererhöhungen unter dem wohlklingenden Namen „Zukunftskonzept für die Stadt Bochum“ vor. Der Katalog als pdf-Datei. In der Darstellung der Ursachen, warum die Stadt Bochum keinen genehmigten Haushalt hat und nun ein Haushaltssicherungskonzept vorlegen muss, gab es keine Silbe der Selbstkritik. Die Wirtschaftskrise, Einbrüche bei den Steuern, Verstöße von Bund und Land gegen das Konnexitätsprinzip (wenn Aufgaben delegiert werden, muss es dafür auch die notwendigen Finanzmittel geben) und das Neue Kommunale Finanzmanagement wurden als ausschließliche Ursache für die finanzielle Handlungsunfähigkeit der Stadt genannt. Als Sparziele werden z. B. 17,4 Mio Euro im Bereich Schule und Kultur und 16,3 Mio Euro im Bereich Soziales, Jugend und Gesundheit beschrieben. Als zusätzlich Einnahmebereiche werden direkte Gebührenerhöhungen z. B. bei Kultureinrichtungen oder Schwimmbäder genannt. Eine weitere Einnahmequelle sollen höhere Abgaben der städtische Tochterunternehmen sein. Dies bedeutet z.B., dass das Defizit über höhere Gebühren bei Strom, Wasser oder Gas gedeckt werden soll. Bis wann die einzelnen Vereine oder Einrichtungen erfahren, wie viel Zuschüsse sie noch im nächsten Jahr erhalten, konnten oder wollten Scholz und Busch nicht sagen. Die Betroffenen sollten sich vertrauensvoll an die für sie zuständigen Stellen in der Verwaltung wenden.
Die Linke im Rat fordert mehr Sensibilität für Opfer häuslicher Gewalt bei der ARGE fordert . Sie möchte, dass es bei der ARGE spezielle Ansprechpartnerinnen für Frauen in besonderen Notlagen gibt, die Hilfe aus einer Hand gewähren können. Dazu stellt die Linksfraktion einen Antrag im Sozialausschuss. Hella Eberhardt, Fraktionsgeschäftsführerin und Mitglied des Frauenbeirats erklärt, warum Handlungsbedarf besteht: „Wenn Frauen aus gewalttätigen Beziehungen fliehen, stehen sie anschließend zum Teil ohne jede müde Mark da. Das Konto ist leer geräumt, der Partner hat wichtige Unterlagen mitgenommen, die Frauen wissen nicht, wovon sie die nächste Mahlzeit bezahlen sollen. Besonders schlimm ist das, wenn zusätzlich auch noch Kinder betroffen sind. mehr…
Freitag 07.08.09, 11:00 Uhr
A 44 - DÜBODO - Weiterbau zerstört Biotop an der Höfestraße
Für die Bürgerinitiative Bochum gegen die DüBoDo erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt als Sprecher: „Wenige Tage nach Ferienbeginn und 8 Wochen vor dem Kommunalwahltermin erhielten die KlägerInnen gegen den A 44 – DüBoDo – Weiterbau durch die Bezirksregierung Arnsberg Planunterlagen in einem vom Landesstraßen NRW beantragten ergänzenden Planfeststellungsverfahren zugestellt, in dem nun die von den
...Gelbspötter die DüBoDo?
KlägerInnen in Bezug auf den Artenschutz gerügten Abwägungsmängel geheilt werden sollen. Die durch die Klage vor dem BVerwG in Leipzig erforderlich gewordene ergänzende artenschutzrechtliche Untersuchung hat ergeben, dass durch den A 44 – DüBoDo – Weiterbau ein an der Höfestraße über Jahre entstandenes Biotop zerstört wird und auch in anderen Bereichen entlang der geplanten Trasse die Vertreibung geschützter Vogelarten droht. mehr…
Das Bochumer Friedensplenum erinnerte heute mit einer Aktion an den 64. Jahrestag der atomaren Vernichtung von Hiroshima und seiner EinwohnerInnen. Mit zwei Transparenten wurde die Aufmerksamkeit der BesucherInnen des Bermuda-Dreiecks auf die Forderung der Friedensbewegung nach einer Welt ohne Atombomben gelenkt und daran erinnert, dass die Bundesregierung und die NATO immer noch an ihrer atomaren Vernichtungsoption festhalten. In einem Flugblatt wurde über die Hintergründe informiert. Die LeserInnen wurden aufgefordert, sich mit einer Postkarte an die Bundeskanzlerin zu wenden. Sie hatte zum NATO-Gipfel in Straßburg zusammen mit dem Französischen Präsidenten Sarkozy in einen Beitrag in der Süddeutschen Zeitung erklärt, dass sie auf absehbare Zeit am Grundsatz der nuklearen Abschreckung festhalten will.
Anlässlich des Gedenktages für die Opfer der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki erklärte heute die Bochumer Bundetagsabgeordnete Sevim Dagdelen (Die Linke): „Erstmals 64 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki besteht die Chance, den Weg zu einer atomwaffenfreien Welt zu öffnen. Der neue US-Präsident Obama und der russische Präsident Medwedjew haben zumindest verbal diesen Kurs eingeschlagen. Nun braucht es Druck und Unterstützung, um die atomare Abrüstung gegen die weltweite Atom-Mafia durchzusetzen. Deutschland muss jetzt handeln. In den Wahlprogrammen von FDP, SPD, der Grünen und Der Linken zur Bundestagswahl ist die Forderung nach atomarer Abrüstung enthalten. Jetzt ist es notwendig, die USA aufzufordern, ihre in Deutschland stationierten Atomwaffen abzuziehen und diese zu vernichten. Ich erinnere meinen Bochumer Kollegen Axel Schäfer (SPD) daran, dass einst die SPD die Bewegung „Kampf dem Atomtod“ mitinitiierte. Damals hieß es: Wir werden so lange nicht ruhen, wie Atomwaffen das Leben in der Welt bedrohen. Ich persönlich und meine Fraktion sind jederzeit bereit, eine gemeinsame Initiative im Deutschen Bundestag für den Abzug der US-amerikanischen Atomwaffen in Gang zu setzen.“
Radion 98,5 Bochum meldet: „Sollten SPD und Grüne nach den Kommunalwahlen alleine keine Mehrheit mehr haben, dann ist auch eine rot-rot-grüne Koalition nicht ausgeschlossen. In diesem Fall sei die Linke der erste Ansprechpartner, sagte uns der Sprecher der Grünen im Rat Wolfgang Cordes. Bei den Linken ist man grundsätzlich gesprächsbereit. Die SPD setzt dagegen auf eine eigene Mehrheit mit den Grünen und will sich zu einer möglichen rot-rot-grünen Koalition nicht äußern.“
Das Bochumer Friedensplenum erinnert heute abend ab 18.00 Uhr im Bermuda-Dreieck mit einer Aktion an das Schicksal der Menschen vor 64 Jahren in Hiroshima. Die US-Regierung hatte sich kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges entschieden, am 6. August 1945 die Wirkung einer Atombombe bei der Vernichtung einer Großstadt zu testen. In Hiroshima und drei Tage später mit einer zweiten Atombombe auf Nagasaki wurden mehr als hunderttausend Menschen unmittelbar umgebracht. Unzählige Menschen starben in den folgenden Jahren an den Folgen der Verstrahlung. Das Friedensplenum wird mit zwei Transparenten durch das Bermuda-Dreieck ziehen: „Wir wählen atomwaffenfrei“ und „Angela Merkel: Wir müssen an der nuklearen Abschreckung festhalten.“ Dabei werden dann Postkarten und Flugblätter verteilt. Das Friedensplenum ruft dazu auf, bei der Aktion aktiv mitzumachen. Treffpunkt ist um 18.00 Uhr vor Café Konkret in der Kortumstraße.