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bo-special - 'FUB'

Am 22. Mai 2006 begann eine Meldung auf bo-alternativ.de: "Seit dem heutigen Montag um 16.20 Uhr halten Studierende das bisher leerstehende Quer-Forum West auf dem Campus der Ruhr-Uni (die ehemalige Übergangsmensa) besetzt und haben dort die "Freie Universität Bochum" gegründet.
"Die breiten Proteste gegen Studiengebühren und für ein sozial gerechtes Bildungssystem der vergangenen Wochen haben gezeigt, dass uns nur Nein-Sagen schon lange nicht mehr genug ist", so die BesetzerInnen."
In der folgende Chronologie werden alle bisherigen bo-alternativ.de-Meldungen dokumentiert, die im Zusammenhang mit der Freien Uni Bochum (FUB) stehen.

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Freitag 19.10.07, 10:00 Uhr

Vortragsreihe der Freien Uni Bochum

Die Freie Uni Bochum bietet auch in diesem Wintersemester eine Reihe an Vorträgen, Workshops und Kulturveranstaltungen an. Diese sollen in regelmäßigen Abständen ab dem 15. November jeweils donnerstags ab 16.00 Uhr stattfinden. Veranstaltungsort wird vermutlich – wie bei der Action Week letztes Semester – die Schirmbar vor GB sein.
Es beginnt am 15.11. mit einem Vortrag zum Thema “Studiengebühren und Proteste”. Es folgen Diskussionen zu “Repression im politischen Alltag” und zum „Hochschulfreiheitsgesetz“. Näheres.

Freitag 24.08.07, 11:00 Uhr
Freie Uni Bochum bietet dem SPD-Landesparteitag 500-Euro-Wette an

Studiengebühren: Wetten, dass…?

Am Samstag, den 25. August, findet im Bochumer RuhrCongress der bildungspolitische Parteitag der NRW-SPD statt. Anlässlich des Parteitags bieten die Aktiven der Freien Universität Bochum (FUB) den SozialdemokratInnen eine außergewöhnliche Wette um 500 Euro an: Wetten, dass die NRW-SPD im Fall einer Regierungsübernahme nicht wie versprochen die Studiengebühren ohne wenn und aber abschaffen wird, sondern das Wahlversprechen bricht? Die FUB:
»Wir glauben Euch kein Wort mehr!
Die NRW-SPD verspricht in den Leitanträgen zum Parteitag, sie wolle nach Jahrzehnten jetzt endlich dafür sorgen, dass die chronische Unterfinanzierung der NRW-Hochschulen beendet wird. Sie sagt, sie wolle die studentische Mitbestimmung stärken und die von der CDU eingeführten Studiengebühren wieder abschaffen, wenn sie an der nächsten Landesregierung beteiligt sein sollte. Die aktiven Studierenden glauben der SPD jedoch kein Wort mehr. (weiterlesen)

Mittwoch 11.07.07, 14:00 Uhr

Freie Uni Bochum und Rektor stehen erneut in Verhandlungen

Die Freie Uni schreibt: »Die Gespräche zwischen VertreterInnen der Freien Uni Bochum (FUB) und der Leitung der Ruhr-Universität Bochum (RUB) starten in die zweite Runde.
Ein halbes Jahr nach der Räumung des Querforums West (QFW) gingen diese Woche nun die ersten Strafbefehle bei den von der Räumung betroffenen Aktiven ein. Die VertreterInnen der FUB versuchen nun, in einem Dialog mit dem Rektor Elmar Weiler eine außergerichtliche Einigung zu erreichen. Der Rektor hat die Möglichkeit, eine Verurteilung der Studierenden seiner Uni zu verhindern, indem er die Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs zurückzieht.
Die Studierenden sind zuversichtlich, dass die Gespräche positiv verlaufen werden, da Rektor Weiler im Verlauf einer öffentlichen Senatssitzung im März, sowie in mehreren Gesprächen mit studentischen VertreterInnen zugesichert hatte, sein Möglichstes zu tun, um Schaden von den Betroffenen abzuwenden. (weiterlesen)

Mittwoch 27.06.07, 11:00 Uhr
Samstag, 30.6., 20 Uhr, Soziales Zentrum - Die Freie Uni lädt ein:

“Zur Hölle mit der Exzellenz”

Protest gegen Elite-Wahn

Am 2. Juli besichtigt eine GutachterInnen-Gruppe die Ruhr-Uni, um über die Förderungswürdigkeit der Uni im Rahmen der so genannten “Exzellenzinitiative” zu be­finden. Es geht um einen Anteil an den 1,9 Mil­liarden Euro, die sich Bund und Länder die Finanzierung ihres Elite-Projekts kosten lassen. Die Vorbereitungen, sprich das bunte Überma­len von marodem Beton, liefen in den vergangenen Wochen auf Hochtouren (siehe Meldung vom 20.6.2007). Die Freie Uni Bochum ruft jetzt zu Protestaktionen gegen den Elite-Wahn auf. Für den kommenden Samstag, 30.6. um 20 Uhr organisiert sie im Sozialen Zentrum eine Diskussionsveranstaltung unter dem Titel “Zur Hölle mit der Exzellenz!”.
Zu den Hintergründen schreibt die Freie Uni: »Die Konsequenz des Eliten-Konzepts ist absehbar: Während die staatlichen Mittel auf einige wenige Hochschulen konzentriert werden, bleibt für alle an­deren entsprechend weniger. (weiterlesen)

Pressemitteilung der Freien Universität Bochum vom 8.5.2007 - 12.00 Uhr
Dienstag 08.05.07, 22:43 Uhr

Freie Universität Bochum bedauert Rechtsruck

Studiengebühren-BefürworterInnen übernehmen AStA - Basisgruppen weiter aktiv

Bochum. Auf der heutigen Sitzung des Studierendenparlaments (ab 14 Uhr) werden aller Voraussicht nach die VertreterInnen der SPD-nahen Rubrosen gemeinsam mit der rechtskonservativen CDU-Hochschulgruppe RCDS sowie der FDP-nahen Liberalen Hochschulgruppe einen neuen AStA wählen. Die Rubrosen, die mit dem Einsatz gegen Studiengebühren um Stimmen geworben haben, brechen damit ihr Wahlversprechen, nicht mit den GebührenbefürworterInnen zu koalieren.Aktive der Freien Uni Bochum sprechen von einem hochschulpolitischen Skandal. “Wir sind schockiert und enttäuscht, dass sich die Rubrosen zuerst studiengebührenkritisch positioniert haben und jetzt doch eine Koalition bilden, die sie vorher kategorisch ausgeschlossen hatten”, sagt Mathias Schäfer von der Freien Universität Bochum.

Für besonderen Sprengstoff sorgt außerdem, dass der Bochumer RCDS durch Kontakte zu Neonazis aufgefallen ist. Noch vor acht Wochen hatte die Juso-Hochschulgruppe Rubrosen selbst erklärt, dass die “Tolerierung von Neonazis” in den Reihen des RCDS “untragbar” sei – der RCDS habe sich “auf Jahre disqualifiziert”. Dazu Mathias Schäfer: “Es ist unerträglich, dass die angeblichen antifaschistischen Überzeugungen der Jusos keine 60 Tage halten.”

ENDE DES ASTA-ENGAGEMENTS GEGEN STUDIENGEBÜHREN BEFÜRCHTET

Die bisherige parteiunabhängige AStA-Koalition hatte sich aktiv an Protesten gegen Studiengebühren beteiligt und studentische Initiativen unterstützt, die Aktionen sowie Veranstaltungen zu freier Bildung und kritischer Wissenschaft organisiert haben. Es ist zu befürchten, dass ein AStA unter Beteiligung der rechts-konservativen und wirtschaftsliberalen Listen, die der Landesregierung nahestehen, dieses Engagement schlagartig beendet.

KEINE UNTERSTÜTZUNG DURCH DIE MEHRHEIT DER STUDIERENDEN

“Die geplante rechte AStA-Koalition ist verheerend für die Belange der Studierenden”, sagt Annika Klüh von der Freien Uni Bochum. “Gerade in Zeiten von Bildungsprivatisierung und Elitedenken braucht die RUB eine unabhängige und kritische Studierendenvertretung.” Ein rechter AStA habe nicht die Unterstützung der Merheit der Studierenden, so Klüh weiter. “Die WählerInnen sind von den Jusos getäuscht worden. Dass die Rubrosen jetzt rechts abbiegen und gegen die Interessen der studentischen Mehrheit handeln, war für Viele nicht voraus zu sehen.”

KAMPF UM FREIE BILDUNG WEITER NÖTIG – STUDENTISCHE BASISGRUPPEN IN VERANTWORTUNG

Die Aktiven der Freien Universität Bochum und des Protestkomitees gegen Studiengebühren sehen sich nun in einer besonderen Verantwortung. “Wenn die traditionellen Institutionen versagen, dann werden die studentischen Basisgruppen um so wichtiger”, so Annika Klüh. “Wir werden auf jeden Fall weiter mit aller Kraft für eine gebührenfreie Hochschule und für ein gerechtes Bildungs- und Sozialsystem kämpfen. Rechte Positionen werden an der RUB weiterhin heftigen Gegenwind zu spüren bekommen.”

WEITERE INFORMATIONEN:

—> Die Erklärung der Rubrosen zum Neonazi-Skandal im Bochumer RCDS

Mehr Informationen zur Freien Universität Bochum

Sonntag 29.04.07, 16:00 Uhr

Summer of Resistance Reloaded

summer-of-resistance-jpg.jpgEin Studierenden – VideoAktivistInnen – Netzwerk hat nun einen Film über die Hochschulproteste des letzten Sommers fertig gestellt. Die Freie Uni Bochum wird hierbei ganz spannend in den bundesweiten Protest eingeordnet. In der Ankündigung des Filmes heißt es: “Studierendenproteste breiten sich seit dem Sommersemester 2005, dem Summer of Resistance, immer weiter aus. 2006 schwappt die gelbe Welle von Hamburg über NRW auch nach Hessen. Inspiriert von den Kämpfen gegen das CPE in Frankreich, aber auch durch das Einsehen der Hoffnungslosigkeit der bisherigen Protestformen, wird 2006 der Summer of Resistance reloaded ausgerufen, mit neuen Kugeln sprich neuen Aktionsformen versuchen die Studierenden mittels begrenzter Regelverletzung das zu erreichen, was ihnen seit Jahren verwehrt wird: Partizipation in der Bildungspolitik.” Der Film existiert derzeit im XVid-Format und ist 745 MB groß. Näheres.

Sonntag 15.04.07, 07:53 Uhr

Fotos: Studierende besetzen alten Bochumer Hauptbahnhof

“Für Freiräume und gegen Studiengebühren”

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Sonntag 15.04.07, 07:41 Uhr

Besetzung ohne Zwischenfälle beendet

In den frühen Morgenstunden hat das bundesweite Vernetzungstreffen gegen Studiengebühren die demonstrative Besetzungs-Party beendet und das besetzte alte Hauptbahnhofgebäude an der Ecke Vikoriastraße / Konrad-Adenauerplatz (ehem. Bundesbahnschule) wieder verlassen. Die Polizei hat den friedlichen Studierendenprotest einige Zeit beobachtet und ist dann wieder abgerückt. Es kam zu keinen Zwischenfällen. Die Aktion, die von VertreterInnen aus dem gesamten Bundesgebiet organisiert worden ist, wird von den Studierenden als großer Erfolg gewertet. Weitere Fotos

Sonntag 15.04.07, 02:30 Uhr

Studierende besetzen alten Bochumer Hauptbahnhof

"Für Freiräume und gegen Studiengebühren"

Die Freie Uni schreibt: “Im Rahmen des bundesweiten Vernetzungstreffens gegen Studiengebühren haben in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen Mitternacht über 200 AktivistInnen ein leerstehendes Gebäude des ehemaligen Hauptbahnhofs in der Bochumer Innenstadt besetzt. Das Haus an der Ecke Viktoriastraße/Konrad-Adenauer-Platz ist zur Stunde in einen selbstbestimmten Freiraum verwandelt worden, und die Studierenden feiern eine Party. An der demonstrativen Aktion nehmen unter anderem Studierende aus Berlin, Bochum, Chemnitz, Darmstadt, Duisburg, Essen, Frankfurt, Gießen, Hamburg, Köln, Münster und Paderborn teil.”
“Mit der Besetzung wollen wir unsere Solidarität mit der Freien Uni Bochum ausdrücken, die Ende Januar gewaltsam geräumt wurde”, sagt Fredrik Dehnerdt vom bundesweiten Aktionsbündnis gegen Studiengebühren. “Überall werden studentische Freiräume angegriffen und selbstbestimmtes Leben und Lernen unmöglich gemacht. Aber das lassen wir uns nicht einfach so gefallen. Als Aktionsbündnis rufen wir nicht nur zum Demonstrieren, Klagen und Boykottieren auf. Entscheidend in unserem Kampf für ein gerechtes Bildungs- und Sozialsystem ist es auch, Freiräume zurück zu erobern und neue zu schaffen.”
Die BildungsaktivistInnen fordern außerdem die Abschaffung der Studiengebühren insgesamt, ein solidarisches Bildungs- und Sozialsystem sowie die radikale Demokratisierung der Hochschulen und der Gesellschaft. (weiterlesen)

Samstag 14.04.07, 22:30 Uhr
Burschenschaftler provozieren Polizeieinsatz an der Ruhr-Uni

Polizei will Personalien – Rebel Clowns Army greift ein

Das bundesweite Vernetzungstreffen gegen Studiengebühren auf dem Bochumer Uni-Campus ist heute Abend von der Polizei aufgesucht worden. Etwa 15 bis 20 Beamte, die mit Schlagstöcken und Pistolen bewaffnet waren, wollten durchsetzen, dass die Personalien von allen auf beim Vernetzungstreffen anwesenden Personen aufgenommen werden.
Die Begründung: Offensichtlich hat ein Mitglied der schlagenden rechtsaußen-Burschenschaft Arminia die Polizei gerufen. Der Burschi hat gegenüber der Polizei behauptet, ihm sei seine blau-weiß-schwarze Schärpe weggenommen worden, und der Tatverdächtige habe sich in das Vernetzungstreffen geflüchtet.
Die Polizei machte daraufhin in einer Ansage an der Vernetzungstreffen klar: Sie werte das angebliche Wegnehmen der Schärpe als einen “bewaffneten Raubüberfall”. Schließlich sei die Schärpe mit einem Messer durchgeschnitten worden. Weil es sich damit um ein Verbrechen handle, das nicht unter einer Freiheitsstrafe von einem Jahr bestraft werden kann, sei es verhältnismäßig, die Personalien der etwa 50 zu diesem Zeitpunkt auf der GB-Wiese anwesenden Personen aufzunehmen.
Als die Situation angespannter wurde und die PolizistInnen den Studierenden verbieten wollten, die Wiese vor dem Gebäude GB zu verlassen, kamen die neu gegründeten Bochumer Gaggles der “Rebel Clown Army” zu einem ersten Einsatz. Durch die direkten Aktionen (Clown-Marsch durch die Polizei-Absperrung, Anschleichübungen, Polizei-Einkesseln, Gruppenfoto mit Bulle, Polizei-Verfolgung und Polizei-Imitation etc.) wurde die Lage für die BeamtInnen schnell so unübersichtlich, dass sie nicht mehr sagen konnten, wer überhaupt zu der ursprünglich auf der Wiese festgesetzten Gruppe gehörte. (weiterlesen)

 
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