Archiv - November 2006
Zwangsumzüge: Widersprüche laufen en masse
In der Pressemitteilung der Unabhängigen Sozialberatung, über die in der vorigen Meldung berichtet wurde, heißt es u.a.: »Anfang 2005 teilte die ARGE mit, dass etwa 1400 Haushalte von einer “Kostensenkungsaufforderung” mit drohendem Umzug betroffen seien. Etwa die Hälfte davon seien Singles. Durch den Beschluss des Sozialausschusses vom 18. Mai 2006, die “Wirtschaftlichkeitspauschale” um 10 Euro auf 50 Euro zu erhöhen, konnte bei etwa 150 Haushalten die Kostensenkungsaufforderung zurückgenommen werden.
Nach unserer Schätzung haben etwa 400 Haushalte durch Umzug oder auf andere Weise ihre Wohnungskosten senken können. Es verbleiben demnach etwa 800 Haushalte, die weiter unter dem Druck eines drohenden Umzugs leben müssen. Den meisten ist inzwischen die Erstattung der Wohnungskosten gekürzt worden. Widersprüche laufen en masse, sind aber bislang kaum entschieden. Wohnungen gerade für Singles sind kaum vorhanden. Fast 2000 Studierende stehen auf den Wartelisten für Studierendenheimplätze. Ist doch ein Umzug möglich, sperrt sich die ARGE sehr gegen die Übernahme der Kosten der Wohnungssuche und der umzugsbedingten Kosten. (weiterlesen)
Auf der Tagesordnung des Sozialausschusses: Zwangsumzüge und Heizkosten-Übernahme
Die Unabhängige Sozialberatung weist in einer Pressemitteilung auf die nächste Sitzung des Sozialausschusses des Stadtrates hin: am kommenden Mittwoch, 22.11., um 15.00 Uhr im Sitzungssaal 2080 im BWZ in der zweiten Etage über der Stadtbücherei. Er wird sich u.a. mit den Umzugsaufforderungen für Hartz IV-Betroffene und der Frage der Heizkosten-Übernahme durch die ARGE befassen. Dazu wird im letzten Teil der Sitzung die Geschäftsführerin der ARGE, Schomburg, Bericht erstatten. Die Unabhängige Sozialberatung zieht in ihrer Pressemitteilung eine kleine Bilanz der bisherigen Praxis der Zwangsumzüge (siehe nächste Meldung) und veröffentlicht die aktuellen Heizkosten-Richtlininien der ARGE und stellt dem eine Übersicht der bisher bundesweit dazu ergangenen Gerichtsentscheidungen gegenüber (siehe übernächste Meldung). Die Unabhängige Sozialberatung fordert die ARGE, den Sozialausschuss und die Parteien auf, das Verhalten der ARGE zu überdenken und die Kürzungen auszusetzen und ruft Interessierte auf, zur Ausschuss-Sitzung zu kommen: “Der Eintritt ist frei!”
PDS-Bericht von der Ratssitzung
Die PDS-Ratsfraktion hat einen Bericht von der heutigen Ratssitzung ins Netz gestellt. Die Themen sind: “Haushalt 2007″, “Alle Jahre wieder: Gaspreiserhöhung”, “Arbeitsgelegenheiten bei der Stadt” und “der Todesfall Justin”. Zum Bericht.
„Antigone – Stimmen, die die Wüste entflammen“
Das Theater „Telón de Arena“ greift den griechischen Mythos auf, nach dem Antigone sich mit dem Tyrannen anlegt, weil dieser angeordnet hat, ihren Bruder Polyneikes nicht zu begraben, sondern ihn in der Wüste liegen zu lassen.
Mit Hilfe von Brecht und Anouilh bringt die mexikanische Adaption das Stück in die reale Gegenwart von Juárez und thematisiert so die Morde an mehreren Hundert Frauen in diesem Ort an der Grenze zu den USA. Antigone sucht hier ihre Schwester und reklamiert das Recht der Bürger und Bürgerinnen, von ihrer Regierung Rechenschaft einzufordern.
„Das Stück stellt einen Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft dar, um auf die Gegenwart zu kommen, in der die Protagonistin die Stimmen aller Frauen repräsentiert, die in Theben verschwunden sind“, so die Regisseurin Perla da Rosa.
Mit viel Musik (Luis Maguregui), sparsamen Requisiten und dem Rückgriff auf Elemente des mexikanischen Volkstheaters verfolgt die Ästhetik des Stücks ein einfaches Konzept und konnte so die Kampagne gegen die Frauenmorde sehr unterstützen. (weiterlesen)
Zu wenig Respekt vor den politischen Gremien
Die PDS-Ratsfraktion schreibt: »Auf der heutigen Ratssitzung wird mit den Stimmen von Rot-Grün Paul Aschenbrenner als Wirtschaftsdezernent wieder gewählt. Die Linke.PDS-Fraktion wird abweichend von ihrem bisherigen Abstimmungsverhalten bei Dezernentenwahlen mit NEIN stimmen. Dazu erklärt Uwe Vorberg, Mitglied des Rates und des Ausschusses Arbeit, Wirtschaft Grundstücke: “Dass Herr Aschenbrenner die Stelle als Dezernent wieder bekommt, hatte die Koalition längst ausgehandelt und sie erst gar nicht ausgeschrieben. In Anbetracht der Mehrheitsverhältnisse hielten auch wir eine Ausschreibung für wenig gewinnbringend, es wäre lediglich viel Geld für Anzeigen, Fahrtkosten und dergleichen mehr ausgegeben und potentiellen BewerberInnen falsche Hoffnungen gemacht worden. Nichts desto trotz möchten wir deutlich machen, dass wir mit dieser Wahl nicht einverstanden sind.
Vor allem Herr Aschenbrenner zeichnet für den millionenschweren Kauf des RuhrCongresses verantwortlich. Die Informationspolitik in diesem Zusammenhang war alles andere als transparent. In der Vergangenheit hat Herr Aschenbrenner den politischen Gremien wenig Respekt entgegengebracht. Sein Motto könnte lauten: “Redet Ihr, soviel Ihr wollt, ich mach doch, was ich will.” Im Ausschuss Arbeit, Wirtschaft, Grundstücke verweigerte er mehrfach die Antwort auf Fragen von Ausschussmitgliedern. Aus diesen Gründen werden wir gegen Herrn Aschenbrenner stimmen.« Im Wortlaut.
»Shoppen & Ficken« Arbeiten – bis zum Umfallen
Zu der im Landtag NRW mit Stimmen der Regierungskoalition beschlossenen Neuregelung der Ladenschlusszeiten erklärte der DGB Regionsvorsitzende Michael Hermund:
“Diese Entscheidung ist ein schwarzer Tag in der Wirtschafts- und Sozialgeschichte unseres Landes. Die faktische Abschaffung fast aller Regelungen zum Ladenschluss wird keinen wirtschaftlichen Fortschritt für den Handel in der Bochumer Innenstadt bringen. Insbesondere der innerstädtische Einzelhandel wird verstärkt unter Konkurrenz und Kostendruck der großen Ketten und der Geschäfte am Stadtrand geraten.
Die Neuregelungen sind familienpolitisch äußerst schädlich und werden zu erheblichen Mehrbelastungen für das Verkaufspersonal führen. Leider hat die Regierungskoalition die Argumente der Gewerkschaften sowie der Kirchen und anderer gesellschaftlicher Organisationen überhaupt nicht berücksichtigt.
Die neuen Regelungen sind Ergebnis einer neoliberalen Ideologie, die zunehmend die Regierungspolitik in Nordrhein-Westfalen bestimmt. Die CDU-geführte Landesregierung im Saarland sowie die CSU in Bayern hat einen anderen Weg im Interesse des mittelständischen Einzelhandels sowie der Beschäftigten eingeschlagen.
Offensichtlich wird auf gute Argumente in der politischen Auseinandersetzung in Nordrhein-Westfalen nicht mehr gehört”.
Nie wieder Faschismus, Nie wieder Krieg!
Am Sonntag, den 19.11., läuft die nächste Sendung von Radio Friedensplenum im “Unabhängigen Radio Bochum”, Urbo.
Am 28. Oktober starb Peter Gingold im Alter von 90 Jahren. In dieser Sendung wird zum Gedenken an den großen Friedensaktivisten und Antifaschisten, noch einmal seine Rede zum 60 Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg zu hören sein. Diese hatte er zum Abschluss der Fahrradetappe (die er damals als 89 jähriger voll mitgeradelt hatte) des Ostermarsches 2005 im Bhf. Langendreer gehalten. Außerdem ist ein Interview mit Volker Gerwers vom Bochumer Friedensplenum, über seine Studienreise zu Gedenkstätten in Polen zu hören. Zu empfangen ist die Sendung auf der Frequenz von 98,5 Radio Bochum.
Freie Ruhr Uni in “Szenario”
Das Ruhrgebiets-Musik-Magazin “Szenario” berichtet in einem Beitrag über die Freie Uni Bochum. Zu empfangen ist diese Sendung auf den Offenen Kanälen von Dortmund, Essen und Marl. Zusätzlich ist die Sendung auch im Internet anzusehen. Zum Anschauen der Sendung im Internet wird das Quicktime Plugin benötigt. Szenario richtet sich an das lokale Publikum und stellt Bands aus dem Ruhrgebiet und ihre Musik vor. Dabei geht es den Machern darum die Musikszene in Ihrer ganzen Vielfalt darzustellen und nicht das bekannte Starfernsehen wie es auf vielen Sendern leider die Regel geworden ist.
Neue Ausgabe der Antifaschistischen Bochumer Blätter erschienen
Die VVN – Bund der Antifaschisten hat die aktuelle Ausgabe ihrer “Antifaschistischen Bochumer Blätter” (ABB) ins Internet gestellt. Die Zeitung lädt u. a. dazu ein, am kommenden Sonntag an den Gräbern ermordeter Antifaschisten auf dem Friedhof am Freigrafendamm der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. (weiterlesen)
Bist Du bereit, die Studiengebühren zu zahlen?
Der AStA der Ruhr-Uni schreibt auf seiner Webseite: »Allen Protesten zum Trotz hat auch der Senat der Ruhr-Universität beschlossen, ab dem Sommersemester 2007, 500 Euro Studiengebühren pro Semester zu erheben. Neben dem juristischen Klageweg gegen Studiengebühren gibt es die Möglichkeit, sich an einem breit angelegten Boykott der Studiengebühren zu beteiligen. Was würde wohl passieren, wenn mehrere Tausend Studierende die Zahlung der Gebühren verweigert? Wie soll der Boykott funktionieren? Das Prinzip ist simpel. Statt die 500 Euro an die Uni zu überweisen, überweist ihr sie auf ein Treuhandkonto, das bei entsprechender Resonanz für die Ruhr-Universität eingerichtet wird. Sollten sich zu wenig Leute (mindestens 20 Prozent der Bochumer Studierenden) daran beteiligen, wird das Geld innerhalb der von der Ruhr-Uni festgelegten Frist weiter an die Uni überwiesen. Beteiligen sich genug Studierende am Boykott, bleibt das Geld auf dem Treuhandkonto und wird nicht an die Universität überwiesen. Grundsätzlich hat die Universitätsverwaltung in diesem Fall die Möglichkeit, alle Studierenden, die das Geld nicht an die Hochschule gezahlt haben, zu exmatrikulieren. Damit schadet die Ruhr-Universität Bochum sich jedoch selbst. Nach wie vor erhalten die Universitäten eine große Summe Gelder vom Land, das an die Studierendenzahlen gebunden ist. Mit anderen Worten: Sollte die Ruhr-Uni 20 Prozent ihrer Studierenden exmatrikulieren, erhält sie auch entsprechend weniger an Landesmitteln. Nach dieser Argumentation kann es sich keine Universität erlauben, 20 Prozent ihrer Studierenden zu exmatrikulieren.« Zur Umfrage.
Bundesvorsitzender der Gewerkschaft NGG geht in den Kindergarten
Franz-Josef Möllenberg, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft NGG, liest am morgigen Freitag in der Bochumer Kindertagesstätte „Die Schatzinsel“, vor. Das ganze findet im Rahmen einer bundesweiten Aktion statt. Ziel ist es, Lesen und Vorlesen stärker zu etablieren. Denn: „Die Lust am Lesen entsteht beim Zuhören. Kinder brauchen Märchen und Geschichten – und Menschen, die sie ihnen vorlesen und erzählen. Das Schwarze sind die Buchstaben, und die Buchstaben sind die ganze Welt“, so das Leitmotiv des Vorlesetages.
Die NGG unterstützt die Aktion. Das Vorlesen gehört schließlich zur Tradition der ältesten deutschen Gewerkschaft. In der Mitte des 19. Jahrhunderts begannen Zigarrenarbeiter ihren Kollegen während der Arbeit aus Zeitungen, Romanen und politischen Schriften vorzulesen. Einen Teil ihres Lohnes gaben die Zigarrenarbeiter an den Vorlesenden ab. So begann die organisierte Gewerkschaftsbewegung. So entstand die Gewerkschaft NGG. Diese Tradition existiert noch heute auf Cuba. Wer dort als TouristIn den ZigarrendreherInnen bei der Arbeit zuschaut, kann gleichzeitig Lesungen der Weltliteratur folgen.
The Take – Die Übernahme
Eine Woche lang zeigt das Kino endstation als Erstaufführung den Film von Naomi Klein “The Take – Die Übernahme”. Er erzählt die Geschichte einer Industriearbeitergruppe in Buenos Aires. Von Verzweiflung und Armut zermürbt beschließen Arbeiter eines Tages ihren in einem Vorort der Hauptstadt gelegenen ehemaligen Arbeitsplatz, die „Forja“-Fabrik für Autoteile, zu besetzen, zu übernehmen, und die Fabrik nicht mehr zu verlassen, bis die Produktion wieder läuft. Die Filmbeschreibung.
Kritik der Psychologie – Das moderne Opium des Volkes
Die Freie Uni kündigte die heutige Veranstaltung in ihrem Programm an: »Albert Krölls untersucht die Welt psychologischer Theorien darauf hin, welche Beiträge sie zur Anpassung des bürgerlichen Konkurrenzsubjektes an seine gesellschaftliche Heimat erbringen, worin ihr legitimatorischer Gehalt besteht und auf welchen systematischen Fehlern der Theoriebildung diese gesellschaftliche Nützlichkeit gründe.
Mit Hilfe der psychologischen Weltanschauung bewerkstelligt der moderne Mensch die Selbstmanipulation des schwierigen Willens zum Glück in einer Gesellschaft, die für die große Mehrheit die wenig lohnende Lebensperspektive der abhängigen Arbeit vorsieht. Die Kunst der Glücksfindung besteht darin, seine Erwartungen an die Welt an deren harte Realitäten anzupassen, ihre Anforderungen als Bewährungsprobe zu betrachten und in der Erfüllung der gesellschaftlichen Pflichten seine Selbstverwirklichung zu suchen. Wer von der Gesellschaft den Wert der eigenen Person bestätigt erhalten will, ist vom grundsätzlichen Verständnis für die Zumutungen erfüllt, die der demokratische Kapitalismus ihm auferlegt. Die Wissenschaft der Psychologie liefert für dieses selbstbewusste Unterwerfungsbedürfnis die passende Theorie. (weiterlesen)
Zum 14. Mal: “blicke aus dem ruhrgebiet”
An den vier Festivaltagen der diesjährigen “blicke” werden 41 Filme aus dem und über das Ruhrgebiet gezeigt. Neben den Wettbewerbsblöcken gibt es drei Rahmenprogramme, in deren Mittelpunkt der Amateur(film) steht. Arbeit, Erinnerung, Freundschaft und Reisen sind nur vier der behandelten Themen. Dokumentarfilme, Animationen, Musikvideos, Experimentelles und kurze Spielfilme bestimmen die Vielfalt des Programms. Mit “Make Up My Life” beginnt das Festival mit einer an an die Nouvelle Vague angelehnte Tour durch die Dortmunder Nordstadt, führt über Dakar (“Tar Dakar”) in die große weite Welt (“dann eben nicht”) und endet nach mehreren Abstechern, die natürlich auch ins “Revier” führen, mit einer Dokumentation über die Werksschließung des Stadthagener OTIS-Betriebs. Näheres unter www.blicke.org – oder unter 0234-26616 ein Programm anfordern.
Jetzt ist die Zeit, Bücher-Schätze zu heben
Ende des Jahres schließt der Frauenbuchladen an der Ecke Schmidtstr./Diekampstr.. Heute, am 15. November beginnt der Ausverkauf. Der größte Teil des noch vorhandenen Sortiments wird um 30, 50, 80% reduziert. In den Regalen findet frau: “Kunstbände, Bücher von und über Künstlerinnen, Literatur zu Film, Theater und Musik, Spiritualität, schöne Literatur aus allen Kontinenten, Lyrik, Krimis, Auto- und Biographien, Lesbenliteratur, Bücher über Frauen auf Reisen, Sachbücher zu allen Facetten feministischer Theorie und Praxis… und mehr, z.B.: Postkarten, Plakate, Videos.”
Öffnungszeiten im November und Dezember: Mo – Fr 10 – 18.30 Uhr. Samstags im November: 10 –14 Uhr, alle Samstage im Dezember 10 –18 Uhr. Am Samstag, 9. Dezember, gibt es von 15 – 18 Uhr Literaturschätze bei Kaffee & Tee.
CHE SUDAKA (Barcelona)
Radio El Zapote präsentiert: “CHE SUDAKA vereint argentinische und kolumbianische Musiker, die aber seit Jahren in Barcelona leben. Ihre Dedüt – CD “Trippie Town” (2003) widmeten sie dem Plaza George Orwell in Barnas Altstadt, Treffpunkt für StraßenmusikerInnen aus aller Welt und Inspirationsquelle für Fusionen verschiedenster Stile. Von Manu Chao / Mano Negra und Radio Bemba musikalisch beeinflußt, erschienen sie auf dem legendären “La Colifata” – Sampler mit dem track “sin papeles” (ohne Papiere). Ganz der sozial-politischen Gegenkultur verbunden, handeln ihre Texte von den Problemen der Migration, sozialer Ungerechtigkeit und Krieg.”
Wort und Bild
“Oskar” Gölzenleuchter lädt am kommenden Wochenende (18./19. November) zum alljährlichen Kunstmarkt in die Werkstadt Wort und Bild ins Kulturmagazin nach Gerthe. Näheres. Am darauf folgendem Freitag (24. November) wird in der Werkstatt dann der neue Band “Umdrucke – Schulgeschichten aus dem Ruhrgebiet vorgestellt. Näheres.
Gedenken an die Opfer des Faschismus
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN – BdA) in Bochum ruft dazu auf, am kommenden Sonntag an den Gräbern ermordeter Antifaschisten auf dem Friedhof am Freigrafendamm der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken.
Die VVN – BdA will verstärkte Anstrengungen für eine Neugestaltung des 1947 errichteten Ehrenrundplatzes für die Opfer des Faschismus unternehmen. Entwürfe für einen Gedenkstein sind bereits erstellt, es fehlt nur noch Geld für die Verwirklichung. Die Gedenkrede hält am Sonntag Ralf Feldmann vom Bochumer Friedensplenum. Beginn ist um 11.00 Uhr. Der Aufruf.
Aufklärung über Nazi-Treffpunkt
Die Antifa Gruppe Azzoncao hat mit Unterstützung etlicher BürgerInnen aus Ehrenfeld mehrere Tausend Flugblätter (als PDF-Datei) rund um das Schauspielhaus verteilt. Hierin wird über den Laden “Goaliat” und die dort verkaufte Marke Thor Steinar informiert. Das Flugblatt trägt die Überschrift: “Weg mit Goaliat – keine Nazi-Fashion in Ehrenfeld!” In einem zweiten Flugblatt (als PDF-Datei) wird u.a. zu Veranstaltungen am 2.12. “Schöner Leben ohne Naziläden” und am 7.12. “Alltag Naziaufmarsch” im Bahnhof Langendreer eingeladen. (weiterlesen)
»Wir und die G8« – Vorbereitungstreffen für das Bochumer Sozialforum 2007
Am 23. und 24. Februar 2007 findet das vierte Bochumer Sozialforum statt. Das Gipfeltreffen der G8-Staatschefs im Sommer 2007 wird auch der thematische Aufhänger für den jährlichen Kongress des Sozialforums sein. Dabei soll es neben den Fragen um “inszenierte Politik” vor allem um die lokale “Erdung” inter- und nationaler Politik gehen. Wie wirken sich Absprachen über Liberalisierung von Märkten um Bildung, Gesundheit, Wohnen, Energie, Mobilität auf den Alltag der Menschen hier und anderswo aus? Was haben wir und andere von weiteren Privatisierungskampagnen zu erwarten? Wie schlagen die Instrumente von EU-Politik, WTO, IWF und Weltbank auf den lokalen Alltag durch? Was haben die Menschen vom Kampf der G8 um Ressourcen zu erwarten? Dazu soll es an den beiden Kongress-Tagen sowohl um Analyse und Kritik als auch um konkrete Aktionen und Widerstand gehen. Am Samstag, 24.2.07, sollen Workshops einzelne Themen vertiefen. Lokale und regionale Gruppen und Initiativen sind deswegen herzlich zum dritten Vorbereitungstreffen am Dienstag, 14.11.06 um 19:30 Uhr im Sozialen Zentrum in der Rottstraße eingeladen, um ihre Vorschläge und Ideen für Workshops, Vorträge und Diskussionen einzubringen. Näheres
