Am 27. Januar 2026 erinnerten auf Einladung des Bochumer Bündnis gegen Recht, der Omas gegen Rechts Bochum und West und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Bochum (VVN-BdA) Bürger und Bürgerinnen an die Bochumer Opfer des Faschismus. Vor 81 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz von Soldaten der Roten Armee befreit.
In Bochum wird seit vielen Jahren an diesem Tag an die jüdischen Bochumer Opfer gedacht. Ihre Namen sind auf langen Bannern aufgeschrieben und werden vorgelesen.
mein Name ist Sebastian Cramer, ich bin Jugendbildungsreferent beim Deutschen Gewerkschaftsbund NRW und zuständig für die DGB-Region Ruhr-Mark. Ich freue mich, heute hier an der Ruhr-Universität Bochum zu sprechen – nicht nur über Tarifforderungen, sondern eben auch über die grundsätzliche Frage, wie wir Arbeit, Solidarität und politische Verantwortung in unserer Gesellschaft verstehen.
An der Ruhr-Uni fand gestern – wie an 80 anderen Hochschulen auch – ein Warnstreik statt. Auf der Kundgebung vor dem Audimax thematisierte der ver.di Geschäftsführer Ruhr Mitte Bernd Dreisbusch einen Skandal im Umgang mit studentischen Hilfskräften im Hochschulbereich: »Den 300.000 studentisch Beschäftigten verweigert die TDL [Tarifgemeinschaft deutscher Länder] weiterhin jeglichen Schutz durch einen Tarifvertrag. Ja, bin ich denn hier bei Amazon, nein, beim Land Nordrhein-Westfalen.«
Die Bezirksvertretung Süd hat am morgigen Donnerstag um 18 Uhr zu einer Bürgerversammlung im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens 1039 – Technologiequartier am Campus – eingeladen. Nach der Pressemitteilung der Stadt Bochum zu der Bürgerversammlung soll das Technologiequartier durch gewerblich zu nutzende Gebäude erweitert werden. Leitbild des Entwurfes soll eine harmonische Ergänzung der vorhandenen Bebauung sein. Daneben werden Untersuchungen zu den Auswirkungen auf den Verkehr angekündigt.
Die neu im Ruhrgebiet gegründete Kampagne Riseup4Rojava lädt am morgigen Donnerstag, den 29.1. in die Zanke ein: »Die Selbstverwaltung in Rojava wird derzeit massiv angegriffen, wodurch das politische Leuchturmprojekt, das für Frauenbefreiung, Ökologie und Basisdemokratie steht, stark gefährdet ist. Wir wollen darüber nicht schweigen!
Die NRW-weite Kampagne „NRW-Appell Afd-Verbot“ wird ihre Auftaktveranstaltung in Bochum durchführen: »Am Sonntag, 8. Februar 16 Uhr geht es los! Der NRW-Appell für ein AfD-Verbot startet mit einer Auftaktveranstaltung in der Bochumer KoFabrik. Wir wollen erreichen, dass die Landesregierung NRW im Bundesrat für ein Verbotsverfahren gegen die AfD eintritt. 70 prominente Menschen aus NRW unterstützen den Appell und knapp 90 Gruppen aus ganz NRW haben beschlossen, die Kampagne zu unterstützen und in den nächsten Monaten für den Appell Unterschriften zu sammeln. Hier kann mensch unterschreiben
Der Kinder- und Jugendrings Bochum macht auf seine aktualisierte Ferienbörse für die Schulferien 2026 aufmerksam: »Unter der Internetadresse www.jugendring-bochum-ferien.de können Kinder, Jugendliche und Eltern aus zahlreichen Reiseangeboten Freizeiten für alle Altersgruppen zwischen 6 und 26 Jahren auswählen.
Das Kino Endstation lädt jetzt jeden letzten Freitag im Monat um 20:15 Uhr zum endstation.sneak.abend ein. Nächster Termin: Freitag, 30. Januar. »Dort präsentieren wir Klassiker der Filmgeschichte und moderne Meisterwerke, die der eine oder die andere vielleicht noch nie im Kino gesehen hat.
Der Flüchtlingsrat geht in seiner aktuellen Pressemitteilung auf den Leitantrag der NRW-SPD ein, der am 26.01.2026 unter dem Titel „NRW, jetzt erst gerecht“ verabschiedet wurde. Er »markiert einen höchst alarmierenden migrationspolitischen Kurswechsel. Hinter wohlklingenden Bekenntnissen zu Integration und Zusammenhalt verbirgt sich eine Politik der Verschärfung, Zentralisierung und Abschreckung. Die Partei greift in ihrem Leitantrag auf zugespitzte Aussagen anonym zitierter Wählerinnen zurück und stellt Abschiebungen sowie verschärfte Kontrollen in den Mittelpunkt ihrer Argumentation.
Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt (Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung) erinnert an einen gemeinsamen Widerstand von Politik und Zivilgesellschaft in Bochum gegen eine Bundesplanung, den A 44 (DüBoDo)-Weiterbau, der vor 30 Jahren sein Ende fand:
Wer 1995 von der Höfestraße auf die Markstraße einbiegen wollte, wurde durch eine Tafel (siehe Foto) darauf hingewiesen, dass der Bund hier den Weiterbau der A 44 (DüBoDo) von Witten quer durch Bochum bis Hattingen gegen den Willen des Landes, der Stadt und der Bürgerschaft durchsetzen wollte. Heute fällt hier der Blick auf die Lärmschutzwände (siehe Foto) der sog. „Querspange“ als Teil der neuen A 448, die quer durch Bochum das Autobahnkreuz A 43/A 44 in Witten mit der mittlerweile 6-spurig ausgebauten A 40 in Wattenscheid verbindet..
Am 30. Januar 26, 19:00 organisiert der VVN-BdA in der ZANKE einen Vortrag. Titel der Veranstaltung: »Kämpferische Bühnen, Propaganda und antifaschistischer Widerstand im proletarischen Theater der Weimarer Republik von Louise Décaillet (RUB).
Alle reden über Faschismus. Aber wat is Faschismus eigentlich?
Der Bochumer Antifa Treff will am Samstag, den 31. Januar ab 17 Uhr im Sozialen Zentrum klären was Faschismus eigentlich genau ist und schreibt: »In der Bildungs AG vom BAT haben wir festgestellt, dass wir zwar viel von Faschismus sprechen, es aber schwierig ist, zu begreifen, was Faschismus genau ist. Wir beschäftige uns mit der Frage: “Herrscht in den USA schon Faschismus oder noch Totalitarismus?” und “Wie kann Faschismus aussehen, wo fängt er an, wo hört er auf?”
Bochumer*innen haben angesichts der Angriffe auf die demokratische Selbstverwaltung in Nordsyrien einen Appell initiiert „Menschlichkeit ist nicht verhandelbar“. Der Appell mit der Liste der Unterstützer:innen. Stand: Donnerstag, den 30. 1. 2026., 08.15 Uhr:
Am Mittwoch, den 28.01.2026 findet ein bundesweiter Hochschulaktionstag statt. Die ver.di Hochschulgruppe schreibt auf ihrer Webseite: »Die Aktiven der RUB haben sich zusammengeschlossen, um auch hier an der RUB ein Zeichen zu setzen. Kommt heraus zum bundesweiten Hochschulaktionstag! Kommt am 28.01.2026 um 11 Uhr zur Kundgebung vor dem Audimax. Im Rahmen der laufenden Tarifrunde und angesichts der Kürzungsvorhaben der Landesregierung geht es jetzt darum, Druck gegenüber den politisch Verantwortlichen von Hochschulleitung bis Wissenschafts- und Finanzministerium zu machen.Wir fordern:
Am Sonntag, den 01.02.2026, findet von 15–18 Uhr der Quartiershallenflohmarkt statt. Gemeinsam mit dem Kollektiv wird der Flohmarkt genutzt, um Spenden für Menschen auf der Flucht zu sammeln: Während des Flohmarkts backt das Kollektiv Waffeln gegen Spende, deren Erlös sowie ein Großteil der Standgebühren gespendet wird. Zusätzlich können beim Flohmarkt Sachspenden direkt vor Ort abgeben werden. Die gesammelten Hilfsgüter werden vom Kollektiv persönlich nach Calais gebracht und anschließend bedarfsorientiert weiter nach Lesbos und Kreta geschickt.
Am Freitag, 30. Januar 2026, lädt Doxs Ruhr gemeinsam mit dem Neuen Gymnasium Bochum um 18.00 Uhr ins Metropolis ein. Gezeigt wird der Kurzfilm „Wie die Grenzenlosigkeit Grenzen schafft – Die A40 in Bochum“, der 2025 im Rahmen des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten mit dem 2. Platz ausgezeichnet wurde. Doxs Ruhr schreibt: »Der Film nimmt das Publikum mit auf eine Reise entlang des Ruhrschnellwegs und erzählt von seiner Geschichte, Symbolik und sozialen Auswirkungen. Die A40 erscheint nicht nur als Verkehrsweg, sondern als Spiegel gesellschaftlicher Strukturen: Sie verbindet Stadtteile – und trennt sie zugleich. Wie unterschiedlich sind Lebensrealitäten nördlich und südlich der A40 – und was erzählt das über Chancengleichheit, Bewegung und Stillstand in der Region?«
Die Initiative Klare Linie gegen Rechts lädt am Freitag, den 30. Januar um 19.30 Uhr zu einem Vortrag von Tariq Nadir Butt im Alsenwohnzimmer ein: »Rechtsextremismus ist kein Randphänomen – er begegnet uns in unterschiedlichen Formen mitten in unserer Gesellschaft. Der Vortrag gibt einen verständlichen Einstieg in das Thema und erklärt, was unter Rechtsextremismus eigentlich zu verstehen ist. Anhand aktueller Beispiele wird gezeigt, wie vielfältig rechtsextreme Erscheinungsformen heute sind: Sie reichen von gewaltbereiten Gruppen über scheinbar harmlose kulturelle Trends bis hin zu politischen Parteien. Dabei wird deutlich, wie sich rechtsextreme Ideen verändern und an neue gesellschaftliche Entwicklungen anpassen.
Am 1. Februar findet ab 13 Uhr das nächste vegane Picknick im Sozialen Zentrum statt. Anschließend gibt es einen Spielenachmittag. »Es ist wieder soweit: Wir schlemmen nach dem DIY (Do It Yourself) – Prinzip: Bringt mit, worauf Ihr Lust habt, für euch und für alle anderen! So entsteht ein großes Buffet.
Gestern Abend am 23.01.2026 kamen rund 40 Personen zu einem spontan organisierten Rat von Unten zusammen. Ihr Bericht: »Anlass für das Treffen waren die anhaltenden und schwerwiegenden Menschen- und Völkerrechtsverletzungen in den kurdischen Autonomiegebieten im Norden Syriens, verübt durch die Armee der syrischen Übergangsregierung in Einheit mit dschihadistischen Kämpfern.
Am Dienstag, den 27. Januar um 19 Uhr findet in der Quartiershalle in der KoFabrik eine „Lesung gegen Zensur. Für Erinnerung. Für die Stimmen der Freiheit“ statt: »Bücher verschwinden wieder aus Regalen. Nicht, weil sie alt sind, sondern weil sie unbequem sind, weil sie von Identität erzählen, von Macht, von Geschichte, von Widerstand. Was heute unter anderen in US-amerikanische Bibliotheken, Schulen und Buchhandlungen geschieht, ist kein Einzelfall. Es ist ein Echo. Ein Echo jener Zeit, in der Bücher verbrannt wurden, um Gedanken auszulöschen und Stimmen zum Schweigen zu bringen.
Am Donnerstagabend fanden sich mehrere Tausend Menschen, darunter viele Syrer*innen und Kurd*innen am Rathaus zu einer Kundgebung zusammen. Der Grund war die aktuelle Situation in Syrien – die sich ständig verschärft – und dort stand die Solidarität mit den kurdischen Menschen im Vordergrund. Die syrische Regierung unterdrückt und bekämpft mit Unterstützung aus dem Irak und der Türkei Kurden und Kurdinnen. Diese hatten Verantwortung übernommen und den IS bekämpft.
Nun jedoch fehlt es ihnen an Schutz und internationaler Unterstützung.
Der Bahnhof Langendreer bietet am Freitag, den 30. Januar um 17 Uhr und an weiteren Terminen einen Service an, wie Menschen sich von den Datenkraken befreien können: »„Wir tragen eine Datenkrake in der Tasche“ oder „Google hört sowieso mit“ – hast du solche Sätze schon einmal gehört oder selbst gesagt? Und viel wichtiger: Möchtest du etwas dagegen tun? Dann schließ dich der „entspannten Rebellion“ an. Von Chrome zu Firefox, von Gmail zu unabhängiger E-Mail oder von Windows zu Linux… Wir helfen dir dabei!
Am morgigen Samstag um 16.30 Uhr erzählt das Theater Löwenherz in der Quartiershalle der KoFabrik aus der Perspektive eines Baums die Geschichte von Anne Frank. »Eine große Kastanie in einem Hinterhof berichtet, was sie sieht: schlicht, präzise und immer hinterfragend, denn sie versteht nicht, was die Menschen da tun. Sie sieht einem Mädchen zu: wie es spielt, wie es lacht und wie es in sein Tagebuch schreibt. Das Mädchen heißt Anne Frank.
Der Mieterverein Bochum lädt im Januar zu einer Diskussionsveranstaltung zu wohnungspolitischen Entwicklungen und Alternativen für bezahlbares, sozial gerechtes und klimaverträgliches Wohnen ein. Es referieren: Eva Kleesiek (Masterstudentin Städtebau & kommunale Baustoffbörse Gelsenkirchen) & Sebastian Schlecht (freiberuflicher Architekt, in Lehre und Forschung an der TU Dortmund und der RWTH Aachen).
Am 29. Januar zeigt das Fritz Bauer Forum den Dokumentarfilm „Hannah Arendt: Denken ist gefährlich“ der sich mit der furchtlosen Denkerin, Aktivistin und Medienpersönlichkeit Hannah Arendt befasst. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit der Leiterin des Fritz Bauer Forums PD Dr. Irmtrud Wojak statt.
»Rojava inspiriert als Symbol für demokratische Selbsbestimmung, Geschlechterbefreinug und Ökologie seit seiner Gründung Millionen von Menschen. So beziehen auch wir als Rat von Unten uns explizit auf diese Werte! Diese Werte werden nun ein weiteres Mal angegriffen: Die islamistische Syrische Armee (HTS) in enger Zusammenarbeit mit dem IS und der Türkei haben seit Anfang des Jahres einen weitere Vernichtungsoffensive gegen das demokratische Selbstverwaltungsprojekt Nord- und Ostsyrien (Rojava) begonnen.
Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktags am 27. Januar bringen die Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke auf Initiative der Fraktion Die Linke eine gemeinsame Resolution in der Sitzung der Bezirksvertretung Bochum-Süd am selben Tag ein. Der 27. Januar erinnert an die Befreiung durch die Rote Armee des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, das weltweit als Symbol für die beispiellosen Gräueltaten des nationalsozialistischen Regimes gilt.
Am 27. Januar spricht die Soziologin, Autorin und Professorin am Kinneret College Prof. Dr. Sibylle Heilbrunn über die aktuelle Situation in Israel. In ihrem Vortrag wird sie darlegen welche Akteur*innen trotz des massiven politischen Drucks für Frieden und Demokratie kämpfen. Die israelische Zivilgesellschaft steht derzeit vor beispiellosen Herausforderungen: Eine Regierung, die demokratische Grundprinzipien und Menschenrechte zunehmend infrage stellt, mobilisiert breiten gesellschaftlichen Widerstand. Der Vortrag bietet eine Einführung in zentrale Theorien zu Protestbewegungen und zivilgesellschaftlichem Engagement und beleuchtet, wie diese Ansätze im israelischen Kontext wirksam werden.