Die Linke Bochum kritisiert die Behauptung in der WAZ, dass sie „dem linken Antisemitismus eine politische Heimat gebe“: »In der gestrigen WAZ behauptete die Politik-Korrespondentin in einem Kommentar, Die Linke sei auch deshalb so erfolgreich, weil sie Antisemitismus in den eigenen Reihen nicht nur dulde, sondern dem linken Antisemitismus eine politische Heimat gebe. Dazu bemerkt Bernhard Koolen, Kreissprecher der Bochumer Linken: „Ich rate dringend dazu, die Antisemitismus-Debatte differenziert zu führen. Mit schlichten Entweder-Oder-Positionen werden wir der höchst komplizierten Gemengelage in Palästina/Israel nicht gerecht.
Die Solidarität mit den Menschen im geschundenen Gaza darf sich niemals dazu versteigen, das brutale Massaker der Hamas vom 7. Oktober als Befreiungsaktion zu rechtfertigen. Andererseits kann Solidarität mit Israel schwerlich übersehen, dass die Kriegshandlungen der israelischen Armee in Gaza auch genozidale Züge angenommen haben. Und das Existenzrecht Israels zu akzeptieren, darf niemals bedeuten, die Augen vor der mörderischen Siedlergewalt im West-Jordan-Gebiet zu verschließen. Es muss also möglich sein, die Logik gewaltsamer Konfliktlösungen in dieser Region grundsätzlich in Frage zu stellen, ohne sich gleich einem Anitsemitismus-Vorwurf ausgesetzt zu sehen.“
Hier stellt sich natürlich die Frage, wer soll „die Antisemitismus – Debatte“ denn differenziert führen? Der politische Gegner, oder irgendwelche Kommentatorinnen in Zeitungen, oder innerhalb der Partei Die Linke (KV Bochum)? Warum gerade jetzt eine solche PM? Weil es in Niedersachsen drei klar antisemitische Anträge beschlossen wurden und im nächsten Jahr LTW Wahlen in NRW sind und der „Kreissprecher“ Angst hat den Einzug zu verpassen? Steht der gesamte Kreisvorstand hinter der PM., oder ist das eine Einzelmeinung? Das speziell im KV Bochum seit der Bundestagswahl keine differenzierte Debatte über „Antisemitismus in der Partei Die Linke“ geführt wurde, verdeutlichen Kommentatorinnen in parteiinternen Signal Gruppen. Hier wurde das Existenzrecht Israels in Frage gestellt und auch Mandatsträgerinnen angegriffen die sich klar gegen Antisemitismus positionieren (ja, das gibt es (noch) im KV Bochum) (Wo war da deine Unterstützung als damaliger Kreissprecher?). Das auch nur Koolen und nicht seine gleichberechtigte Sprecherin (Mitarbeiterin der „sozialpolitischen Sprecherin“ hier in Bochum) hier zitiert wird bzw. Mitautorin der Pressemitteilung ist, darf der Leserin stutzig werden lassen. Lieber Bernhard, frag doch mal bei GESH nach wie dort der Social Media Auftritt auf Instagram deines KVs wahrgenommen wurde im letzten Jahr und führe gerne öffentlich mit von Antisemitismus betroffenen eine „differenzierte Debatte“! Ich bin gespannt was nach der PM folgt…..vermutlich nix gutes.