Samstag 21.03.26, 09:12 Uhr

Solidarischer Nachmittag und Filmabend: Frauenrechte auf der Flucht und in Afghanistan


Im Rahmen der feministischen Aktionswochen bieten Seebrücke und Amnesty am Samstag, den 28.3. Gelegenheit zum Austausch mit FLINTA* mit Fluchterfahrung und zeigen den Dokumentarfilm „The Sharp Edge of Peace“ der afghanischen Regisseurin Roya Sadat. Sie wird anschließend aus dem Exil in den USA zum Filmgespräch zugeschaltet. Beide Veranstaltungen finden im Endstation Kino in Langendreer statt.

»Unsere Stimmen sind stärker – Bunter internationaler Nachmittag

Am 28.03. ab 17 Uhr öffnen wir im Café des Endstation Kinos in Bochum-Langendreer einen Raum für mutige Stimmen, gelebten Widerstand und gelebte Solidarität. FLINTA mit Fluchterfahrung ergreifen das Wort – mit Geschichten, Gedichten und Liedern, die von Verlust und Hoffnung erzählen, von Unterdrückung und Selbstermächtigung, von Kampf und Zusammenhalt aber auch von Freude und Hoffnung.

Dieser Nachmittag ist mehr als ein Kulturtreffen: Er ist ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Schweigen und Unsichtbarmachung. Wir hören zu, wir lernen voneinander – und wir stehen gemeinsam füreinander ein.
In kämpferischer und zugleich warmer Atmosphäre laden wir ein zu Begegnung, Austausch und Vernetzung.

Kaffee und Kuchen gibt es natürlich auch.

Kommt vorbei, zeigt Solidarität und macht diesen Nachmittag zu einem Ort, an dem Stimmen laut werden, die viel zu oft überhört werden

Film und Gespräch: The Sharp Edge of Peace – Dokumentarfilm der afghanischen Regisseurin Roya Sadat

Am 28.03. um 19 Uhr zeigen wir den Film „The Sharp Edge of Peace“ im Original mit englischen Untertiteln. Der Film begleitet vier mutige afghanische Frauen, die 2020 bei den Friedensverhandlungen mit den Taliban mit am Verhandlungstisch saßen – und trotz massiver Widerstände versuchten, Frauenrechte auch nach dem Abzug der internationalen Truppen zu verteidigen. Frauen- und Mädchenrechte galten als verhandelbar, während der schnelle Truppenabzug Priorität hatte. Die direkte Legitimierung der Taliban ohne verbindliche Zusagen zum Schutz von Frauenrechten nährte früh die Angst vor einem Rollback – einem Rückfall in Zeiten systematischer Unterdrückung.

Diese Befürchtungen haben sich nach der Machtübernahme der Taliban im August 2021 tragisch bestätigt: Frauen wurden nahezu vollständig aus Bildung, Arbeit und öffentlichem Leben verbannt. UN-Expert*innen sprechen von „Gender-Apartheid“. Die Verhandlungen von 2020 gelten heute vielen als Prozess, der den Boden für diese systematische Unterdrückung bereitete. Dennoch sind die Taliban auch heute wieder Verhandlungspartner – nun für die deutsche Regierung, die damit Abschiebungen nach Afghanistan ermöglichen möchte.

„The Sharp Edge of Peace“ ist ein eindringlicher Film über Mut, Widerstand und die Konsequenzen politischer Entscheidungen. Er fordert uns auf, hinzusehen – und die Stimmen derer ernst zu nehmen, die zu oft übergangen werden.

Der Eintritt ist frei. Spendenempfehlung: 10 Euro.«

Trailer:

The Sharp Edge of Peace By Roya Sadat