Mit einem Änderungsantrag will die Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt die Planungen der Verwaltung zur Sanierung des August-Bebel-Platz verbessern. »Das Minimalziel, sich mit der Autofreiheit überhaupt in eine hoffnungsfrohe Situation zu bringen, ist zwar erreicht«, so ihr verkehrspolitischer Sprecher Nikolas Lange. „Aber der große Wurf bleibt aus.«
Die Planung schaffe es nicht, die immer noch umfassenden Verkehrsflächen, die quer über den Platz verlaufen, zu verringern. »Es wird weiter zwei Fahrspuren für den Busverkehr und zwei Gleiskörper für die Straßenbahn geben“, kritisiert Lange und fordert im Namen seiner Ratsgruppe folgende Verbesserungen: »Der Radverkehr soll über einen separaten Radweg geführt werden. Die Straßenbahngleise sollten so geführt werden, dass sie den Platz sinnvoll umrahmen, statt aufsplitten. Die Anzahl der Haltestellen lassen sich auf zwei reduzieren, indem auf einer Seite der Plattformen die Busse halten und auf der anderen Seite die Tram. Das wäre nicht nur ein Gewinn für die zur Verfügung stehende Platzfläche, sondern auch eine deutliche Verbesserung für die Barrierefreiheit. Mit intelligenter Planung und leichten Änderungen im Betriebsablauf der Bogestra lässt sich auch eine Fahrbahn für den Busverkehr im Bereich der Haltestelle einsparen. Stellplätze für die Pausenhalte wollen wir nördlich außerhalb der Platzsituation schaffen.
Mit dem Änderungsantrag will STADTGESTALTER/Volt “retten, was zu retten ist”. Sollte er abgelehnt werden, kündigt die Ratsgruppe an, der »nicht-optimalen Planung der Verwaltung« zuzustimmen. “Politik muss Verantwortung übernehmen und das Minimalziel, die Autofreiheit und damit eine deutlich größere Möglichkeit zur Fördergelderschließung, durchbringen. Bleibt auf dem ‘Bebel’ alles so, wie es ist, wird sich der Abstieg der Wattenscheider Innenstadt fortsetzen.”