Freitag 29.05.26, 19:16 Uhr
Die Linke Bochum ruft zur ersten Bündnisdemonstration auf

„Es reicht!“ – gegen den Sozialabbau der Bundesregierung


Am 1. Juni finden deutschlandweit verschiedene Demonstrationen und Kundgebungen unter dem Motto „Es reicht!“ statt, darunter auch eine zentrale Demonstration für das Ruhrgebiet in Essen. Nach der Auftaktveranstaltung sind weitere Demonstrationen in anderen Ruhrgebietsstädten geplant. Gemeinsam mit zahlreichen Initiativen, Jugendverbänden, sozialen Organisationen und Die Linke Kreisverbänden aus dem Ruhrgebiet wird gegen die geplanten Sozialkürzungen der Bundesregierung protestiert.

Die Linke in Bochum schreibt: »„Die Bundesregierung greift den Sozialstaat frontal an und das auf dem Rücken von Beschäftigten, Familien, Rentner:innen, Erwerbslosen und kranken Menschen. Während Vermögen weiterwachsen, sollen diejenigen zahlen, die ohnehin kaum über die Runden kommen. Das lassen wir nicht so stehen“, erklärt Lara Lösch, Kreissprecherin der Bochumer Linken und Mitorganisatorin der Ruhrgebietsdemos.

Kritisiert werden unter anderem die geplante Reform des Arbeitszeitgesetzes, die den Acht-Stunden-Tag weiter aushöhlen würde, Verschlechterungen bei der Gesundheitsversorgung sowie massive Verschärfungen bei der neuen Grundsicherung. Die Linke warnt davor, dass die geplanten Maßnahmen zu mehr Unsicherheit im Arbeitsleben, wachsender Kinder- und Altersarmut sowie einer weiteren sozialen Spaltung führen werden. Bereits heute sei jedes sechste Kind in Deutschland armutsgefährdet, während gleichzeitig jede:r fünfte Rentner:in unter Armutsrisiko lebe.

„Die geplanten Kürzungen sind ein Angriff auf uns alle. Statt Sozialabbau braucht es gerechte Besteuerung von Milliardenvermögen, sichere Arbeitsbedingungen und eine starke öffentliche Daseinsvorsorge“, ergänzt Tobias Umbreit, Kreissprecher der Essener Linken und Mitorganisator der Ruhrgebietsdemos.

Die Eröffnungsrede der Demonstration wird Die Linke Bundestagsabgeordnete und sozialpolitische Sprecherin Cansın Köktürk halten. Außerdem sind Redebeiträge von Betriebsratsvorsitzenden der Ruhrbahn sowie von Edeka geplant.

Das Bündnis fordert:

Armutsreformen stoppen: Lohn, Gesundheit und Rente sichern,
8-Stunden-Tag verteidigen,
Milliardärssteuer statt Kürzungen.Die erste Demonstration findet statt am:

Montag, 1. Juni 2026, 18:00 Uhr
Viehofer Platz, Essen

Zu den Unterstützer:innen gehören neben mehreren Kreisverbänden der Linken unter anderem Solidaritätsnetzwerke, Jugendorganisationen, soziale Vereine und Einzelpersonen des öffentlichen Lebens aus Nordrhein-Westfalen.«